FPÖ-Unzensuriert – „Die p. t. Rassisten werden gebeten, sich anderswo zu betätigen.“

Einen derartigen Satz zu schreiben, würde der FPÖ-Unzensuriert sehr gut anstehen. Freilich. Gesinnungsgemäß ist dieser bis heute nicht von der gesinnungsgemäß zensierten Website der FPÖ geschrieben worden, auf der Website einer Partei, die aufgrund von Wahlen in allen politischen Gremien dieses Landes sitzt. Diese Bekanntgabe würde ihr sehr gut anstehen, auch deshalb und noch um so mehr, als eine Kolumnistin dieser Website nebenher auch Abgeordnete im österreichischen Parlament ist und sogar einmal Bundespräsidentin dieses Staates werden wollte.

Es würde der FPÖ-Unzensuriert also gut anstehen, einen solchen Satz zu schreiben und vor allem danach zu handeln. Allerdings müßte sie in die Auflistung zusätzlich aufnehmen: antiziganistische, zum Töten anstiftende

Aber einen solchen Satz kann die FPÖ-Unzensuriert nicht schreiben. Denn. Sie verlöre mit einem Schlag so gut wie ihre gesamte Schreibstaffel.

Aber einen solchen Satz kann die FPÖ-Unzensuriert nicht schreiben. Denn. Sie müßte sich zugleich auch um andere Gastkommentatoren umsehen, beispielsweise einen Querschießer könnte sie dann wohl nicht mehr beauftragen.

Aber einen solchen Satz kann die FPÖ-Unzensuriert nicht schreiben. Denn. Sie müßte sich zugleich auch andere Autoren suchen, beispielsweise einen Martin Lichtmesz könnte sie dann wohl nicht mehr ihren Autor nennen.

FPÖ - Also lassen Sie es bleibenAber einen solchen Satz kann die FPÖ-Unzensuriert nicht schreiben. Denn. Sie müßte zugleich andere Bücher lesen, beispielsweise einen Roman wie „Das Heerlager der Heiligen“ von Jean Raspail könnte sie dann nicht mehr empfehlen und kein Interview führen mit dem Übersetzer, der, ach wie überraschend, Martin Lichtmesz heißt. Sie müßte auch zu Büchern von anderen Verlagen greifen und nicht nur zu denen beispielsweise vom Verlag Antaios, oder vom Verlag Ares. Auf das, was Unzensuriert-Meiner und Heerlager-Übersetzer Lichtmesz in diesem Interview sagt muß gar nicht eingegangen werden. Denn. Die Widersprüche und Dummheiten sind offensichtlich. Wenn er etwa davon spricht, das Beispiel genügt, es werde wieder versucht werden, dieses Buch „totzuschweigen“ und zugleich einem Journalisten einer renommierten deutschen Zeitung dankt, an diesen Roman zu erinnern. Und es nicht die einzige renommierte Zeitung, die in diesem Interview auf FPÖ-Unzensuriert vom 22. August 2015 erwähnt wird, die sich mit diesem Roman bereits auseinandersetzte.

Aber einen solchen Satz kann die FPÖ-Unzensuriert nicht schreiben. Denn. Sie verlöre wohl mit einem Schlag so gut wie ihr gesamtes Lesepublikum, das immer wieder mit hohen Zustimmungsraten zu den ach gar so menschlichen Kommentaren der Schreibstaffel auffällt. Hierzu drängt sich jetzt die Frage auf. Ist NR Jenewein-Belakowitsch die Sache mit Abschiebungen mit Militärflugzeugen wieder eingefallen, als sie diesen Kommentar

“Mit Herkules ins Heimatland bringen und Flughafengebühen sparen— langsamer Tiefflug Klappe auf Steigflug Vollgas fertig”

auf FPÖ-Unzensuriert las, und brachte dann die nahezu wortidente Aussage von He.-Chr. Strache wieder ins Parlament? Es ist oft, muß eingestanden werden, nicht leicht zu entscheiden, wer spricht wem nach, die freiheitlichen Pgs. den Kommentartoren und Kommentatorinnen der Schreibstaffel oder schreibt die Schreibstaffel vor, was dann etwa freiheitliche NRs nachreden.

Aber einen solchen Satz kann die FPÖ-Unzensuriert nicht schreiben. Denn. Sie müßte dann selbst andere Kommentare schreiben, die nicht ihre Schreibstaffel zu ihren derart ach gar so menschlichen Kommentaren antriebe, die ihr p. t. Publikum zu keinen Zustimmungen verleitete.

Aber einen solchen Satz muß die FPÖ-Unzensuriert gar nicht schreiben. Wenn. Sie vor allem als Wähler und Sie als Wählerin nicht mehr der FPÖ Ihre Stimme geben. Denn. Dann ist die FPÖ-Unzensuriert – was sie auch jetzt ist – zwar weiter eine ordinäre, also gewöhnliche Website einer Partei, die jedoch in keinem politischen Gremium in diesem Land mehr sitzt. Und dann ist es vollkommen egal, was sie und ihre Schreibstaffel schreibt, und auch vollkommen egal, wie hoch dazu die Zustimmung des Lesepublikums ausfällt. Es darf jedoch angenommen werden, daß es in diesem Fall die Unzensuriert nicht mehr lange geben wird. Das Lesepublikum ihr Interesse verlieren wird. Die Schreibstaffel weniger und weniger schreiben.

Einen solchen Satz zu schreiben – es geht gesinnungsgemäß dabei nicht nur um die FPÖ-Unzensuriert allein -, fiele etwa, muß angenommen werden, dem freiheitlichen Akademikerverband Salzburg noch viel schwerer. Denn der freiheitliche Akademikerverband müßte den Satz wohl neu formulieren, und zwar so, daß der Satz an ihn selbst gerichtet wäre. Leichter allerdings wäre es für den Akademikerverband, als die Mühe der Neuformulierung, seine Website einzustellen. Hätte der Verband diesen Satz vor etlichen Jahren bereits gekannt, er hätte sich selbst seine Website nicht freischalten lassen können. Warum? Wenn Sie Akademische Pläne – Im Visier der FPÖ sind alle lesen, wird es Ihnen nachvollziehbar erscheinen.

Bis es aber soweit ist, Sie vor allem als Wähler und Sie als Wählerin zur Vernunft gekommen sind, darf FPÖ-Unzensuriert mit ihren ach so menschlichen Kommentaren nicht ignoriert werden und muß immer wieder festgestellt werden, wie unwählbar diese Partei ist. Unwählbar auch deshalb, weil sie nicht einmal in der Lage ist, daß ihre Medien so einen einfachen Satz (der nicht einmal gegendert ist)

„Die p. t. Rassisten werden gebeten, sich anderswo zu betätigen.“

schreiben können, und vor allem danach auch zu handeln. Einer Partei, die in alle politischen Gremien dieses Landes gewählt ist, hätte so ein Satz vor einer Zeitung einfallen müssen. Das zeugt nicht von Verantwortung und schon gar nicht von staatstragender Verantwortung, die diese Partei ständig übernehmen will. Mit staatstragender Verantwortung meint diese Partei offensichtlich nur die sehr gut durch Steuergeld dotierten Posten, die sie haben will.

Die Tageszeitung, die diesen Satz geschrieben hat, zeigt damit mehr, nein, tatsächlich staatstragende Verantwortung als die FPÖ. Aber hat diese die FPÖ je schon gezeigt? Oder zeigte sie nicht viel mehr nur eines, ihre Verantwortung zum Wegtragen? Das muß nicht näher ausgeführt werden. Sie wissen das, wenn Sie allein die letzten fünfzehn Jahre in Erinnerung rufen, hypogut, was damit gemeint ist, mit dem Wegtragen …

Vielleicht hätte die Tageszeitung statt „anderswo“ schreiben sollen, sie werden gebeten, sich „anders“ zu betätigen. Das wäre wohl, wurde möglicherweise gedacht, eine zu große Anforderung für die „p. t. Rassisten“. Wie sollten sie sich „anders betätigen? Na ja, zum Beispiel mit dem Einholen genauer Informationen, mit dem hinterfragenden Beschäftigen mit den eigenen Anschauungen, wie es denn überhaupt so weit kommen konnte, derart unhaltbare Postings zu schreiben und so weiter und so fort. Sie nur woandershin zu schicken, löst es ja auch nicht. Es müßten jetzt aber alle Medien dem Beispiel dieser Zeitung folgen, bis es für die „p. t. Rassisten“ gar kein „anderswo“ mehr zum „Betätigen“ gibt – wenigstens das, wenigstens aber das …

Die Tageszeitung hat noch einen Satz geschrieben, der hier für Sie vor allem als Wähler und Sie als Wählerin passend erscheint. Wenn vor Ihnen der Stimmzettel, ganz egal in welcher Wahl, liegt und Sie sehen den Kreis mit der nebenstehenden Bezeichnung „FPÖ“ zum Ankreuzen und Ihr Stift schwebt schon über dem Kreis …

„… lassen Sie’s bleiben.“