Building bridges: Zelebriert vom ORF in österreichischer Übersetzung

„Noch milder fiel das Urteil gegen ein sechzehnjähriges Mädchen aus. Sie wurde freigesprochen.“ Derart berichtet am 26. Mai 2015 die Hauptnachrichtensendung des österreichischen Rundfunks um 19.30 …

Weshalb wurde sie überhaupt angeklagt? Es wurde ihr unterstellt, sie hätte nach Syrien reisen wollen. Sie hätte wollen …

„Mild“, also nicht so „noch milder“, ist für den orf das Urteil gegen einen vierzehnjährigen Buben, der zu zwei Jahren (davon acht Monate unbedingt) verurteilt wurde.

IS Propagandavideo auf freiheitlicher Unzensuriert seit 14-09-2014Weshalb wurde er überhaupt angeklagt? Es wurde ihm unterstellt, er hätte nach Syrien gehen wollen, er hätte sich Bombenanleitungen aus dem Internet gezogen, er hätte sich den Westbahnhof als mögliches Ziel für einen Anschlag ausgesucht, und er habe Enthauptungsvideos auf seinem Computer gehabt. Er hätte wollen. Und für sein gar so urösterreichisches „Hätti wari tati“ hätte er nach dem Staatsanwalt Lindenbauer „Reue und Schuldbewußtsein“ zeigen müssen, um, in der objektiven Berurteilung des orf ausgedrückt, „noch milder“ verurteilt werden zu können, also dafür, daß er noch nichts getan hat, dafür also, daß er, wie ihm unterstellt wurde, wollte …

Bis heute wurde auch nicht berichtet, ob überhaupt bei ihm die notwendigen Materialien für den Bau einer Bombe oder gar eine einsatzbereite Bombe gefunden wurde, ob er überhaupt die finanziellen Mitteln gehabt hätte für die Umsetzung seiner Gewaltphantasien. Zwei Jahre also für sein urösterreichisches „Hätti wari tati“ …

Für ein Nichts-getan-zu-Haben „mild“ verurteilt zu werden, für Nichts-getan-zu-Haben „noch milder“ freigesprochen zu werden, wohl wert, daß Österreich mit seinem orf als ein Land sich feiert, das Brücken baut, in dem sogar einem Staatsanwalt in seinen Namen als Programm eingeschrieben ist, ein Bauer zu sein von …

NS Die gesinnungsgemäß zensurierte der identitären Gemein-Schaft (alias FPÖ) hat ein Enthauptungsvideo nicht nur auf dem Computer, sondern verbreitete es auch … Und die Gewaltphantasien allein auf dieser unzensurierten Website der FPÖ … auch ganz auf urösterreichisch … Und ebenso urösterreichisch, eine Gemein-Schaft in erschreckend hohem Ausmaß zu wählen, in der über das „Wiederbeleben des Faschismus“ ganz ohne „Reue und Schuldbewußtsein“ – dafür aber mit viel Verständnis in diesem Land für Wähler und Wählerinnen der FPÖ …

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