Septemberende der FPÖ

Septemberende der FPÖ

Einziger Eintrag in einem Standardwerk der Geschichte über Parteien in Österreich zu einer Partei, der einst ein unaufhaltsamer Aufstieg herbeigeredet wurde, beziehungsweise versucht wurde, ihren unaufhaltsamen Aufstieg zur stimmenstärksten Partei des Landes herbeizureden:

Die FPÖ scheitert in der Oberösterreich-Wahl am 27. September 2015 und erreicht nicht mehr die notwendige Stimmenanzahl, um im oberösterreichischen Landtag wieder vertreten zu sein. Am 11. Oktober desselben Jahres scheitert die FPÖ ebenfalls in Wien, verpaßt wiederum den Einzug in den Landtag und in den Gemeinderat. Auch in den Folgejahren scheitert die FPÖ in allen Gemeinderatswahlen, in allen Landtagswahlen, in der letzten Nationalratswahl, zu der sich noch antritt. Zur Wahl zum Europäischen Parlament tritt die FPÖ nicht mehr an. 

Und weil der Auftakt des Scheiterns der FPÖ in einem September beginnt, wird das Scheitern der FPÖ seither unter dem Begriff Septemberende der FPÖ zusammengefaßt. Wobei sich Historikerinnen und Historiker über den Begriff nicht einig sind. Manche wollen als führenden Begriff verstanden wissen: Märzende der FPÖ. Denn bereits im März 2015 verliert die FPÖ massiv in Kärnten. Das sehen viele als den eigentlichen Beginn des Niedergangs und des endgültigen Endes der FPÖ als Partei, die in allen politischen Gremien in Österreich einmal vertreten war.