Löbau

Es ist ein beliebtes Gesellschaftsspiel, die Frage, was bleibt von einem Menschen, wenn er —

Von G. G. könnte es seine herausgestreckte Zunge sein, wenn er einst — würde gewußt werden, wie alt er ist — in vier, in fünf, in sechs Jahrzehnten, aber in vier, in fünf, in sechs Jahrzehnten wird kein Mensch mehr erinnern, daß einer im Februar ’25 die Zunge rausstreckte, in Löbau, und G. G. selbst wird sich wohl auch nicht mehr erinnern können, auch wenn es in einer für ihn selbst tiefwichtig empfundenen Zeit geschah,

als er versuchte, seine kleine Zunge so recht rauszustrecken, in Löbau, in vier, fünf, sechs Jahrzehnten wird er sich, schon lange wieder zahnlos, erinnern, wie es eben im Greisenalter wird, was es war, an seine ersten Zähne, die er bekam, als diese ihn, besonders wenn er auf dem Topf saß und recht fest drückte, schmerzten, wenn er in vier, fünf, sechs Jahrzehnten wieder auf einer Leibschüssel liegen wird, Windeln tragen wird, vielleicht darüber verwundert sein wird, daß ihn beim recht festen Drücken, falls er es noch erinnert, recht fest drücken zu müssen, kein werdender Zahn schmerzt.