Von Hofer bis Schönerer: „Los von Rom“. Und ewig lockt Linz …

Hofer bis Schönerer - Los von Rom

Hofer, der mit dem Kampfruf „Los von Rom“ durch seine Welt, also von Südtirol nach Strachkurzhofer, reist, hat mit seiner Nachforschung, wie in der Collage gelesen werden kann, woher und was der Name Hofer bedeute, selbst herausgefordert, es einmal festzuhalten, woher der Kampfruf „Los von Rom“ komme.

Nun, der Kampfruf „Los von Rom“ geht zurück auf den Führer der Führer Schönerer, über den sogar das „Kulturinformationssystem Österreich Lexikon“ zu berichten weiß:

Schönerer, Georg Ritter von (bis 1888), * 17. 7. 1842 Wien, † 14. 8. 1921 Schloss Rosenau (Gemeinde Zwettl-Niederösterreich), Gutsbesitzer, Politiker. Ab 1879 Führer der deutschnationalen Bewegung (der Alldeutschen) in Österreich; heftiger Gegner des österreichischen Patriotismus, der katholischen Kirche und des Liberalismus. Vertrat einen radikalen Antisemitismus, kämpfte für engen Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, war ein Vorkämpfer der Los-von-Rom-Bewegung und trat selbst zum Protestantismus über. Seine autokratischen und terroristischen Methoden, sein nationalistischer Fanatismus waren typisch für seine Richtung. Seine Ideen haben später den jungen A. Hitler stark beeinflusst. Schönerer war 1882 an der Abfassung des deutschnationalen Linzer Programms maßgeblich beteiligt. Eine Gewaltaktion gegen politische Gegner (1888) brachte ihn ins Gefängnis und um Adelstitel, Reserveoffiziersrang und Abgeordnetenmandat.

„Linzer Programm“. Recht fleißig waren sie damals. Schon 1885 eine Erweiterung, um den „Arierparagraphen“ … Gleich übernommen von den Burschenschaften. Aber wie wurde Norbert Steger

Kellerpuppe aus der hoferischen Ramschbude wird mit burschenschaftlicher Fürrede eingeschaltet ausgeschickt

gesprochen, es bleibe unerwähnt, dass Adolf Hitler sie …

Linz. Oberösterreich. Nach wie vor ein recht besonderer Klang in den Ohren … auch von Hofer, der am 3. März 2018 in Oberösterreich sein wird, um zu lauschen, aber auch selbst Wortlieferant für recht besondere Ohren zu sein …

Los von Rom Hofer im Wasserschloss

Es wird am 3. März 2018 auch ein „Kommers der Waffenstudenten“ … Zu „Kommers“ fällt unweigerlich die „Kommiss…“ der montagsgemachten identitären Regierungspartei ein und deren Unnötigkeit und Unbrauchbarkeit, da doch alles bekannt ist, die Vergangenheit aufgearbeitet ist, es bekannt ist, woher … sogar das „Österreich Lexikon“ weiß so einiges zu berichten, wie als Beispiel oben gelesen werden kann. Und über die vielen anderen Quellen, die über deren gänzliche Aufarbeitung berichten, wurde schon berichtet.

FPÖ Festschrift 2016 Ahnentafel Schönerer - Druck Ed Strache

Was wird mit dem Bericht von der „Kommiss…“, wenn es ihn dereinst geben wird, geschehen? Konsequenzen sind keine zu erwarten. Dieser wird nicht einmal gelesen werden, vor allem nicht von der FPÖ. Diese Vermutung ist nicht unberechtigt. Denn. Es dürfte schon die „Festschrift 2016“ nicht von der FPÖ, auch wenn ihre Anführer Geleitworte schrieben, gelesen worden sein. Die Vergangenheit des „dritten Lagers“, das jetzt „aufgearbeitet“ werden soll, ist darin ebenfalls behandelt, wie in der Collage gelesen werden kann – Schönerer … Erheiternd dabei ist die veröffentlichte Tafel der Gesinnungsahnen (da es nur Männer sind, können Frauen nicht erwähnt werden): hergestellt von: Druck u. Verlag E. Strache …

Wer Hofer heißt, scheint auf ewig darauf vereidigt zu sein, vor allem und eigentlich ausschließlich die männlichen Hofer, Wiedergänger ihrer Ahnen, ihrer Geister zu sein. Wie der südtirolerische Hofer dem Kampfruf „Los von Rom“ folgt, konnte der burgenländische Hofer seine persönliche

„Nazikirche“, Hofer und die Angst des Bischofs vor dem Tor der Geschichte

Vollzugsmeldung vor der Geschichte mit seinem Übertritt in die evangelische Kirche bereits rapportieren. Und an der zweiten Vollzugsmeldung werkt er, ist er dem Hofer im Wort …

Es gibt so viele Hofer, dass es schwindelig werden kann. Immerhin, seit 869, wie der eine Hofer schreibt …

Es gibt den Andreas Hofer … Es gibt den Peter Hofer … Es gibt den Franz Hofer … Dann gibt es einen recht besonderen Mann für die FPÖ, der sich dem Erbe Hofer recht verbunden zu fühlen scheint, wenngleich er nicht Hofer heißt, aber Hofer in seinem Namen vorkommt

Nicht zu vergessen, den Matthias

„Hofer interviewt Strache“ – Und ewig murmelt Südtirol

Übrigens, am 14. Februar 2018 war auch ein recht besonderer Mann, nun vielsprechender Angehöriger der „Kommisssteuerungsgruppe“ im Morgenjournal zu hören. Es solle auch um die „Südtirolfrage“ gehen, also um die unmittelbare Nachkriegszeit, das heißt bei Südtirol um die „Aufarbeitung der „Südtirolgeschichte“: um die „sechziger Jahre“ des letzten Jahrhunderts … Ach, glückliches Österreich, stets ein paar Jahrzehnte vor der Gegenwart mit dem Aufarbeiten enden … Und zum Aufarbeiten beispielsweise des Jahres 2015 dafür bleibt genügend Zeit, es reicht doch in Jahrzehnten erst zu erfahren

„Respektvolles Gedenken“ von He.-Chr. Strache, dem nächsten Vizekanzler, gilt Peter Kienesberger, einem mit „Norbert Burger der vier Gründer der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei (NDP)“

Wen kann das bereits jetzt interessieren, da er ein montagsgemachter Vizekanzler …

NS Einen schöneren Beleg kann es dafür nicht geben, wie recht dieser FPÖ-ÖVP-Regierung es wichtig ist, für die Menschen in Österreich zu arbeiten, kaum montagsgemacht im Amt setzt sie mit Hoferland einen „symbolischen Startpunkt“ für …

Doppelpaß Südtirol und Faschismus vor den Augen des Bundespräsidenten

„Sebastian Kurz begrüßt Historikerkommission der FPÖ.“ Vorfreude auf den neuen Karl May von Wilhelm Brauneder?

FPÖ Historikerkommission spiritus rector Brauneder Karl May

Erwin Pröll hat, wie erinnert werden darf, ein Buch gelesen, und zwar „Der Schatz im Silbersee“ von Karl May. Donald Trump hat als Erwachsener nicht einmal dieses gelesen, also gar kein Buch. Und Sebastian Kurz?

Vielleicht „begrüßt Sebastian Kurz die Historikerkommission der FPÖ“ aus Vorfreude auf seinen ersten Karl May oder auf seinen zweiten Karl May, weil er sich daran erinnert, wie gut ihm der von Erwin Pröll ausgeliehene erste gefallen hat.

Wie das auch immer sei, mit Sebastian Kurz und den Büchern. Eines ist gewiß, einen Karl May wird Sebastian Kurz zu lesen bekommen, diesmal geschrieben von Wilhelm Brauneder, der ein recht großer Freund, mehr, ein rechter Liebhaber von Karl May ist.

Aber Zweifel sind angebracht, ob er dann den von Wilhelm Brauneder geschriebenen Karl May je lesen wird. So wie er eine Regierung mit der identitären Partei begrüßte und begrüßt, darf vermutet werden, er hat noch nie etwas über seine Regierungspartnerin gelesen, denn hätte er etwas gelesen, niemals hätte Kurz sich selbst dafür begrüßt, eine Koalition mit dieser Partei …

Sebastian Kurz ÖVP FPÖ Historikerkommission

Hätte er, Kurz, je etwas über seine Partnerin gelesen, dann hätte er etwas anderes als das, was er sagte, gesagt, vielleicht hätte der Bericht darüber dann so gelautet:

Gerade in der Gegenwart sei es notwendig, sich auch mit der eigenen Gegenwart zu beschäftigen und diese aufzuarbeiten, sagte Kurz zu Sebastian vor dem Ministerrat auf Journalistinnenfragen. Die ÖVP habe dies schon nicht getan, und es sei gut, wenn es auch die anderen Parteien und die ÖVP machen. Dass bei der Aufarbeitung auch das ganze Österreich eine Rolle spielen solle, findet Kurz „sehr positiv“.

Aber weil er, wie vermutet werden darf, über die österreichische Gegenwart von Erwin Pröll nichts zum Ausleihen bekam, fiel seine Aussage so aus:

Gerade im Gedenkjahr sei es notwendig, sich auch mit der eigenen Geschichte zu beschäftigen und diese aufzuarbeiten, sagte Kurz vor dem Ministerrat auf Journalistenfragen. Die ÖVP habe dies schon getan, und es sei gut, wenn es auch die anderen Parteien und die FPÖ machen. Dass bei der Aufarbeitung auch das DÖW eine Rolle spielen solle, findet Kurz “sehr positiv”.

Ob Erwin Pröll der Karl-May-Runde von Wilhelm Brauneder angehört, wird nicht gewußt. Gewußt allerdings wird, es verbindet sie doch etwas, zumindest der Ehrenschutz für eine weitere Runde, deren Tafel geschmückt mit Säbel und Ehre und Vaterland …

Weshalb die FPÖ gerade Wilhelm Brauneder dazu erwählt hat, ihr die „Leiter“ zu machen? Wer sonst als ein rechter May-Liebhaber kann ihr besser garantieren, einen Karl May zu schreiben, von dem gewußt wird, wie recht hoch er Wahrheit zu schätzen liebte …FPÖ Historikerkommission - Der neue Karl May von Wilhelm Brauneder - Die Wartburg

Wie der Berichtsdeckel wohl aussehen wird. Ein rechter May-Liebhaber wie Brauneder wird dafür vor dem Auge seines May-Geistes vielleicht schon einen sehen, viele Titel ihm schon einfallen, die er als Vorlage für den Berichtstitel … zum Beispiel „Unter Geiern“, „Die Felsenburg“ …

Erste Kapitel zum neuen Karl May gibt es bereits, aber es sind Kapitel, die Wilhelm Brauneder nicht in sein Buch aufnehmen wird, was für ihn spricht, also für seinen unabhängigen Geist, für seinen Geschmack, für sein recht tiefes Verständnis, für sein literarisches Gespür, was paßt und was paßt nicht zu Karl May – kurz gesagt, diese Kapitel lassen sofort erkennen, sie sind nicht von Karl May …

„Historikerkommission“ der FPÖ wird so nutzlos, weil konsequenzlos sein, wie es eine „Holocaustkommission“ gewesen wäre. Ein Bericht ändert keine Gesinnung.

Lothar Höbelt hat seine Vergangenheit bereits aufgearbeitet: „8. Mai 1945: Tag der Niederlage“ nach dem „sogenannten Holocaust“.

Österreich: Wilhelm Brauneder, auch er, erinnert, wie das Land insgesamt eine Gegenwartskommission dringend benötigt

Aktivjahre der Toleranz statt einem Gedenkjahr

Sebastian Kurz - Aufarbeitung der Gegenwart

 

Österreich: Wilhelm Brauneder, auch er, erinnert, wie das Land insgesamt eine Gegenwartskommission dringend benötigt

Es gibt nun Aufregungen. Äußerst kritische Stimmen, weshalb Wilhelm Brauneder unmöglich „Leiter der Historikerkommission“ … und schon wird, auch damit, die „Historikerkommission als solche hingenommen und, mehr noch, anerkannt, während eine solche „Historikerkommission“ selbst unmöglich ist. Die Gründe ihrer Unmöglichkeit wurden bereits

„Historikerkommission“ der FPÖ wird so nutzlos, weil konsequenzlos sein, wie es eine „Holocaustkommission“ gewesen wäre. Ein Bericht ändert keine Gesinnung.

dargelegt.

Es ist aber gut, daß die FPÖ den unmöglichen Brauneder zum Leiter von etwas Unbrauchbarem für seine Partei, weil alles, wie ausgeführt, gründlich bekannt, aber das Land Österreich in seiner Gesamtheit dringendst braucht, bestellt hat.

Denn.

Wilhelm Brauneder, auch Brauneder, erinnert, wie notwendig Österreich es hat, eine Gegenwartskommission zur Aufarbeitung der Jahrzehnte seit 1945 zu bestellen.

Diese unselige österreichische Geschichte seit 1945. Eine unselige Geschichte, die bis in die Gegenwart reicht und das Land regiert.

Eine Geschichte, eine Gegenwart, es kurz zu machen, die auch an Namen festgemacht werden kann.

Etwa an dem Trio Reinthaller, Figl und Raab

an dem Trio Schüssel, Khol und Haider …

an dem Trio Kurz, Blümel und Strache

kurz gesagt: ÖVP und FPÖ.

Und was die SPÖ anbelangt. Ein Ruhmesblatt ist es ebenfalls nicht. Es fällt Hans Niessl ein. Es fallen in diesem Zusammenhang die historisch zu nennenden Versäumnisse, um es milde zu formulieren, von Bruno Kreisky ein, es fällt

kurz gesagt: das Trio SPÖ, ÖVP, FPÖ.

Beredtes Zeugnis dafür legen auch die Wahlen im österreichischen Parlament ab, mit welch enorm hohen Stimmenanteilen … von solch einem Stimmenanteil außerhalb des Parlaments kann die FPÖ nicht einmal träumen …

Mit Brauneder, auch mit Wilhelm Brauneder, kann verstanden werden, weshalb es in Österreich keinen cordon sanitaire gibt, in einer fosse de lisier, die Österreich ist, kann eben nichts befestigt, errichtet werden, das Schutz gegen … es ist derart mit ideeller Kontinuität bis oben hin angefüllt, das darin nichts anderes …

Mit Wilhelm Brauneder, auch mit Brauneder, kann gefragt werden, weshalb heißt Österreich

Kurz hat es gedauert, bis „Treue, Ehre“ in Österreich wieder offener Wahlspruch

nicht „Ehre Freiheit Vaterland“. Denn. Es gibt keine Berührungsangst. Im Gegenteil. Das wird ausgezeichnet, beispielsweise mit der Übernahme des Ehrenschutzes.

Am 4. Mai 1996 wurde erstmals der Grün-weiß-grüne Kommers in Wieselburg ausgerichtet, der alle fünf Jahre in Verbindung mit den runden Stiftungsfesten der Mitgliedskorporationen jeweils an einem anderen Schulstandort veranstaltet wird. Es wurde dafür die Aula, der überdachte Schlosshof für rund 160 Festgäste zur Verfügung gestellt. Das Fest begann mit einem Platzkonzert in Wieselburg und einem Festzug nach Weinzierl. Den Ehrenschutz der Veranstaltung übernahmen der dritte Nationalratspräsident Univ.-Prof. Dr. Willi Brauneder, Landwirtschaftsminister Mag. Wilhelm Molterer, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bezirkshauptmann Dr. Berthold Panzenböck, Bürgermeister Franz Glösmann und Schuldirektor HR DI Dr. Johann Ramoser. Als Festredner wurde der Buchautor und erfolgreiche Kritiker der linken Kulturszene Prof. Dr. Walter Marinovic aus Wien gewonnen, wie insgesamt bei vielen Stiftungsfesten und Vorträgen bekannte Festredner sprachen, so Ing. Herbert Putz, Präsident des „Verbandes Österreichischer Ingenieure“, Univ.-Prof. Dr. Roland Girtler, Historiker Rudolf Czernin, Brigardier Walther Groß, Prof. Horst R. Übelacker, FJ-Direktor HR DI Dr. J. Ramoser, Buchautor Ing. Winfried Schuberth und andere.

Dazu gibt es ein Kapitel,

Das christlich-kunschaksche Österreich

in dem zum Ausdruck gebracht wird, daß es verstanden werden kann, wenn Martin Graf nicht die Vorwürfe gegen ihn versteht. Wie auch?

Marinovic. Und Gernot Blümel. Was trennt sie? Viel mehr: was eint sie? Die Anbetung des Wahren, Guten und Schönen

Die Fachstudentenschaft Tafelrunde Agraria ladet sich doch immer wieder recht besondere Gäste ein, beispielsweise:

Am 21. Oktober 2000 wurde das 100. Stiftungsfest würdig in der Aula der Schule gefeiert. Die rhetorischen Beiträge befassten sich mit dem an der Schwelle zum neuen Jahrhundert beherrschenden Thema, der Globalisierung. Der Hauptredner, Buchautor und Regierungsdirektor Manfred Ritter aus Nürnberg, zeigte Möglichkeiten auf, eventuell drohenden Gefahren zu begegnen. Zu dem vom ÖTB-Spielmannszug aus Linz umrahmten Fest waren rund 130 Besucher erschienen.

Manfred Ritter. Wer verstehen will, wie es zu diesem unseligen Umgang mit Migration, Einwanderung gekommen ist, ist zu erinnern, wie der Boden dafür jahrelang, eigentlich  jahrzehntelang schon aufbereitet wurde. Dazu gehört auch ein Manfred Ritter. Von dem es ein Buch gibt aus 1990: „Sturm auf Europa – Asylanten und Armutsflüchtlinge – Droht eine neue Völkerwanderung?“. 1990.

Über ihn, Ritter, konnte 1990 in „Die Zeit“ gelesen werden:

Manfred Ritter, 48 Jahre alt, Landesanwalt beim Ansbacher Verwaltungsgericht, schreibt gern. Wenn in der Welt, der FAZ oder dem Rheinischen Merkur mal wieder ein Beitrag zum Ausländerrecht erschienen ist, legt er voller Stolz den Zeitungsausschnitt im Gerichtsgebäude aus. Ritter, so meint sein Vorgesetzter, der Leitende Oberlandesanwalt Günter Philbert, sei deshalb seit Jahren für seine Kollegen ein Quell der Belustigung gewesen. Vergangene Woche ist nicht nur Philbert das Lächeln auf den Lippen erfroren: Wie rassistisch darf ein bayerischer Beamter sein, der die Interessen des Freistaats in Prozessen gegen Ausländer zu vertreten hat? Grund zu solcher Frage und für Schlagzeilen in bayerischen Zeitungen hat Ritter mit einem Buch gegeben, das er außerhalb seines Dienstes geschrieben hat, und das sich liest, als hätte ihm der Unmensch die Feder geführt. Der Titel: „Sturm auf Europa – Asylanten und Armutsflüchtlinge – Droht eine neue Völkerwanderung?“ Als Landesanwalt hat Ritter die Aufgabe, vor dem Verwaltungsgericht bei der Rechtsfindung mitzuwirken, wenn etwa ein Asylersuchen strittig ist oder über eine Abschiebung entschieden werden muß. Dabei ist er, bayerische Besonderheit, gleichzeitig abhängiger Vertreter des Staates und unabhängiger Vertreter des öffentlichen Interesses, muß also, ähnlich wie ein Staatsanwalt, sowohl zu Lasten als auch zugunsten eines Angeklagten ermitteln. Außer Dienst, in seinem Buch, zieht Ritter nun auf 143 Seiten gegen die „Vermischung der Rassen“ zu Felde. Er fordert die Abschottung Deutschlands und Europas vor einer Masseneinwanderung von „Armutsflüchtlingen“ aus der Dritten Welt. Sollte dies nicht geschehen, drohe Europa die „Hölle einer multikulturellen Gesellschaft“, verglichen mit der sogar „ein kommunistisches System noch wesentlich erträglicher“ sei.

Und so weiter und so fort.

Im Jahr 2000 eingeladen von der Tafelrunde …

Kann es verwundern, daß Manfred Ritter ein Schreiber, ein Gesprächspartner für die „Neue Ordnung“ ist. Das ist gesinnungsgemäß so zwangsläufig, wie das Huhn zum Ei, das Ei zum Huhn gehört.

Und wie zu „Verweise“ die „Heimseite“ gehört, kann die Tafelrunde gar nicht anders, als zu „Aula“ und „Zur Zeit“

Ehre Freiheit Vaterland - Österreich

 

„Historikerkommission“ der FPÖ wird so nutzlos, weil konsequenzlos sein, wie es eine „Holocaustkommission“ gewesen wäre. Ein Bericht ändert keine Gesinnung.

FPÖ Historikerkommission.png

Bei der Fülle an Literatur zur FPÖ, zum sogenannten dritten Lager aus den Jahrzehnten seit der Gründung von VdU stellt sich die Frage, was soll eine „Historikerkommission“ noch hervorbringen können, was nicht längst schon schriftlich dargelegt, ausgebreitet, erschöpfend beantwortet ist.

In den Collagen sind nur einige Beispiele für die Fülle an vorhandenem Material …

Aber es gibt bereits einen sehr guten Einblick, was es alles schon gibt, zur FPÖ, also zur nun montagsgemachten identitären Regierungspartei.

Historikerkommission Freiheitliche Partei Österreich

Nun der FPÖ das Heft in die Hand zu geben, breit über deren „Historikerkommission“ zu berichten, gar darüber sich Gedanken zu machen, wie müßte eine solche „Kommission“ zusammengesetzt sein, wie die Bedingungen sein, oder gar daran mitarbeiten zu wollen, heißt nichts anderes, als der FPÖ in die Falle zu gehen. An der Verleugnung mitzuwirken, es würde nichts zu dem geben, was jetzt die FPÖ behauptet aufarbeiten zu wollen. Ganz im Gegenteil. Zu dem gesamten FPÖ-Komplex gibt es mehr als genügend wissenschaftliche Arbeiten auf hohem Niveau.

Das mag der FPÖ selber nicht bekannt sein, weil sie zu sehr damit beschäftigt ist, die von ihren Medien

Der freiheitlichen ZZ ist eine Wiederlesung von Hans Grimm, einem der Lieblinge Adolf Hitlers, schon eine recht werte Empfehlung

Karl-Heinrich Waggerl – „Die befreiende Kraft einer wahrhaft großen Menschlichkeit“

Nazisein in der Beschreibung von FPÖ unzensuriert: „Verwicklungen mit dem NS-Regime“

Manfred Haimbuchner und der recht besondere Literaturkanon der FPÖ

Kapitel um Kapitel so weiter und so fort …

empfohlene Literatur zu lesen, und also je nie dazu kommt, das zu lesen, was alle Welt über sie weiß, eben durch die mannigfache Sachliteratur. Das aber wäre eine Unterstellung. Denn. Wer sonst als die FPÖ weiß besser, was sie in all den Jahrzehnten seit ihrer Gründung getan hat, weiß besser um ihre Verbindungen, Verflechtungen. Dazu braucht sie kein einziges Buch, dazu braucht sie keine einzige „Historikerkommission“.

FPÖ - Ideelle Kontinuität - Reinthaller - Strache - Festschrift 2016Und bereits ohne „Historikerkommission“ weiß die FPÖ recht genau um ihre „ideelle Kontinuität“:

FPÖ, 2016: „Idealisten der NS-Bewegung“

Eine Regierungspartei in Österreich will also alle mit dem beschäftigen, was bekannt ist, die Zeit von anderen Parteien, die Zeit von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die Zeit von Medien für Unnützes mißbrauchen.

Was wird der Nutzen von dieser „Historikerkommission“ sein? Für die FPÖ selber wird der Nutzen sein, sich darstellen zu können als eine, die aufarbeitet, aber sie gibt vor, etwas aufarbeiten zu wollen, das bereits, nicht von ihr, aufgearbeitet ist und fortwährend weiter aufgezeigt wird. Allen anderen im Land ist es ein Null-Nutzen.

Und die wesentlichste Frage im Zusammenhang mit dieser „Historikerkommission“ ist: Was werden die Konsequenzen sein, wenn irgendwann ein Bericht dieser „Historikerkommission vorliegen wird? Ein Bericht, den alle einschließlich der FPÖ nur gelangweilt ob des ohnehin bekannten Inhalts lesen werden können.

Was werden die Konsequenzen daraus sein?

Wird die FPÖ einen Gesinnungsmillimeter anders agieren?

Werden ihre Funktionäre und Mandatarinnen und montagsgemachten Minister und Ministerinnen einen Gesinnungsmillimeter anders agieren, reden, schreiben?

Wird die wutblasse und blutgierige Schreibstaffel der FPÖ unzensuriert einen Tropfen Blut weniger fordern?

Wird Südtirol aufgegeben werden und damit das „Wiederbeleben des Faschismus“?

Wird das Ehren eines Antisemiten durch Medaillenverleihungen im Parlament enden?

Wird der montagsgemachte Vizekanzler auf Matteo Salvini, für den der Vizekanzler ein „Vorbild“ ist, einwirken,

Ein Mann geht vom Reden zum Schießen über – Auskunft über Forza nouva, Casa Pound, Lega Nord kann in Österreich FPÖ recht genau geben

nicht weiter gegen Menschen zu hetzen, damit nicht wieder und ein nächster Liga-Nord-Kandidat auf Menschen schießt mit der Waffe Glock aus Österreich?

Und so Frage um Frage weiter und so fort.

Das werden nicht die Konsequenzen sein. Die FPÖ wird weitermachen, wie bisher, wie es ihre Gesinnung ihr vorschreibt. Denn. Sie hätte längst schon, bei Vorliegen dieser Fülle an Literatur, die Konsequenzen ziehen können. Nichts hat sie gezogen, bloß noch eine schärfere Grenze gegen das Denken, die totale Ausgrenzung des Denkens vollzogen.

Wie unnütz diese „Historikerkommission“ sein wird, wie ein weiter Bericht bloß fabriziert werden wird, also vollkommen unnütz, weil konsequenzlos sein wird, kann am besten durch einen Verweis auf die Vergangenheit illustriert werden. Und weil in Österreich gar so auf die zwölf madigen Jahre des deutschen reiches gestarrt wird, soll den mit Wohlschauer davor hoppelnden Kaninchen, wie in Von Märtyrern und Bluthunden ausgeführt, was es mit den Kaninchen auf sich hat, die Referenz erwiesen werden und ein nachvollziehbares, eindrückliches Bild gezeichnet werden.

Angenommen, das deutsche reich hätte, weil es doch so viele wußten, als Reaktion darauf beschlossen, eine „Holocaust-Kommission“ einzusetzen. Was wäre die Konsequenz nach Vorliegen des Berichts gewesen? Das Schließen der Vernichtungslager? Das Beenden der Massenmorde? Das Aufgeben der Massenverbrechen?

Ein Bericht ändert keine Gesinnung.

Trotz der Fülle an Literatur, an Berichten, an Schilderungen von Menschen, die das durchleben mußten, an Gerichtsurteilen, an Protokollen über die Massenmordzeit des deutschen reiches hat es Menschen aus und im Umfeld dieser nun montagsgemachten Regierungspartei nicht abgehalten, darüber so zu sprechen, wie es ihre Gesinnung ihnen diktierte …

NS In der „Koordinierungsgruppe“ für die „Historikerkommission“ wird, ist nun am 13. Februar 2018 zu lesen, auch Harald Stefan …

Harald Stefan in der Hofburg: „Positive Leistungen der Deutschen Wehrmacht“

…. ein Mann, dem „wesentliches Element, ist die Umdeutung der Geschichte“.

Zu Mölzer, Kabas, Nemeth, die ebenfalls in dieser Historikerführungsgruppe nun sind, wie zu lesen ist, ist nichts mehr hinzuzufügen, was nicht schon geschrieben wurde:

Lothar Höbelt hat seine Vergangenheit bereits aufgearbeitet: „8. Mai 1945: Tag der Niederlage“ nach dem „sogenannten Holocaust“.

ÖVP mit Kurz und FPÖ mit Nemeth: Olymp der Veränderungen

Ein Bericht ändert keine Gesinnung.

Identitäre Regierungspartei - Historikerkommission

 

Von Märtyrern und Bluthunden

Bluthund und Märtyrer - Bluthündin und Märtyrerin.png

So schnell die Aufregung kam, so schnell ging diese auch wieder.

So schnell wie kurz.

Und noch etwas ist sehr kurz in diesem Land. Oder. Sehr klein in Österreich. Das Gedächtnis. Das läßt sich auch an der kurzen Aufregung um den Sprecher des montagsgemachten Vizekanzlers ein weiteres Mal zeigen.

Kaum schreibt der Sprecher des Vizekanzlers das Wort „Blutzeuge“, geholt aus deren Wissensbunker, ist die Reaktion darauf: „Nazi-Ausdruck“. Beispielsweise von Helmut Brandstätter, wie in der Collage zu lesen ist.

Wie Karnickel wird in Österreich alles auf die Nazi-Zeit hin gerammelt. Alles klein-und-kurz-gerammelt auf die madigen zwölf Jahre des deutschen reiches. Aus der Geschichte stets die Nazi-Zeit herausgerammelt.

Dabei ist die Vorgeschichte gerade für die Gegenwart von größerer Bedeutung. Die madigen zwölf Jahre sind zwölf Jahre von Verbrecherinnen und Verbrechern, von Mördern und Mörderinnen. Die Mittel aber für ihren Massenmordzweck wurden ihnen in die Wiege gelegt, von ihren Vätern, Müttern, Großvätern, Urgroßvätern, Urgroßmüttern, Onkeln, Tanten, Uronkeln, Ururtanten, Urururur… und so weiter und so fort.

Was kommt nun, das ist die entscheidende Frage, aus dieser Wiege gekrabbelt, wird an die lange, lange Vorgeschichte, die zum Nationalsozialismus führte, gedacht. Welche Mittel noch genommen, vor allem für welchen Zweck?

Wofür auch das Wort „Blutzeuge“ ein Beispiel ist. Es ist ein altes Wort. Eingedeutscht. Und es heißt nichts anderes als Märtyrer. Es ist im sogenannten christlichen Österreich ein katholisches Wort. Wie viele Märtyrerinnen werden noch immer verehrt, angebetet …

Verwundert es, daß gerade die FPÖ so recht viel der christlichen Tradition Wert beimißt?

Nichts Geistiges kam von den Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen selbst; sie plünderten nur, wo sie konnten, für ihren Zweck des Mordens. Sie waren nur Mordwerkzeuge, programmiert in Jahrhunderten.

Abgerichtete, mit geistigem Unrat gefütterte und überfressene Bluthunde … Auch „Bluthund“ ist ein altes Wort, lange vor Thomas Mann geläufig. Aber Thomas Mann verwendete es für einen Mann, der für Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten zum „Märtyrer“ gemacht wurde, einer von den vielen Bluthunden und Bluthündinnen: Reinhard Tristan Eugen Heydrich …

Tristan, ein Vorname, zu dem unweigerlich ein Wochenmagazin einfällt:

„Es sollten alle Juden in einer Aufführung von Nathan verbrennen“ – Für die freiheitliche ZZ aber sind Wagners Zeilen antisemitismusfrei

Wann immer also einer oder eine aus der nun montagsgemachten identitären Regierungspartei mit einem Zitat kommt, wie beispielsweise des Vizekanzlers Sprecher mit „Blutzeuge“ soll dem nicht mit Aufregung begegnet werden, mit dem Gekreische von der Nazi-Zeit, sondern entgegnet werden, sie oder er solle nicht diese Zeit mit Begriffen wie „Märtyrer“ verharmlosen oder schlimmer noch … Denn es waren keine „Blutzeugen“, es waren wutblasse und blutgierige Täter und Täterinnen, es waren Bluthunde und Bluthündinnen.

Wer in der nationalsozialistischen Massenmordtotaldiktatur hohe und höchste Positionen hatte, war kein Zeuge, sondern Regimetäter und Regimetäterin, und daran ist auch nicht zu rütteln, wenn der eine oder andere Regimetäter manchen Menschen half, wie etwa Reinthaller einem Leopold Figl …

Und es sollte sich, wenigstens nun im 21. Jahrhundert herumgesprochen haben, daß auch nicht mehr von „Idealisten der NS-Bewegung“ gesprochen und geschrieben werden kann, wie in der Festschrift 2016 der FPÖ. Von Idealismus im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus kann nur sprechen und schreiben, der im Nationalsozialismus noch Ideale sieht, die erstrebenswert sind.

NS Und wie gesinnungsgetränkt Harald Vilimsky darauf reagiert auf der Plattform des Unternehmens Twitter zu der Auseinandersetzung zwischen Martin Glier und Helmut Brandstätter über die Bluthunde, die für Martin Glier „Märtyrer“ sind, kann in der Collage gelesen werden.  Die übliche Übersetzung ist zwar „Gezwitscher“, aber im Fall von Harald Vilimsky darf es freier übersetzt werden: Er, Vilimsky, bellt nicht nur gegen Helmut Brandstätter, sondern er bellt es auch gleich als Vollzugsmeldung seinem Vizekanzler, der für „ideelle Kontiunität von Reinthaller bis zu … steht, daß er gegen Helmut Brandstätter recht ordentlich bellte.

NNS Ebendieser Harald Vilimsky soll nun, ist zu lesen, auch bei der „Historikerkommission“ eine „Schlüsselrolle“ … nun, was die FPÖ bräuchte, ist keine „Historikerkommission“, sondern eine Gegenwartsschulung, eine Denkschulung in Anbetracht der fehlenden Denkbereitschaft …

Lothar Höbelt hat seine Vergangenheit bereits aufgearbeitet: „8. Mai 1945: Tag der Niederlage“ nach dem „sogenannten Holocaust“.

jedoch beispielsweise weder Höbelt-Kabas noch Mölzer als Lehrende …

Harald VIlimsky bellt gegen Helmut Brandstätter und meldet gleich seinem Vizekanzler

 

Lothar Höbelt hat seine Vergangenheit bereits aufgearbeitet: „8. Mai 1945: Tag der Niederlage“ nach dem „sogenannten Holocaust“.

Prof Dr Lothar Höbelt

Die FPÖ will eine „Historikerkommission“ einsetzen. Um.

Die Beweggründe dafür sind belanglos, weil zu offensichtlich. Und darüber hinaus bestätigt die identitäre Regierungspartei nur eines. Sie ist Vergangenheit. Denn. Die erste Aufgabe von Historikerinnen ist es, sich mit dem zu beschäftigen, was war, eine weitere Aufgabe von Historikern ist es, sich mit denen zu beschäftigen, die nicht mehr sind.

Die FPÖ ist noch. Also braucht es nicht die Geschichte, sondern Aufmerksamkeit in der Gegenwart, aber nicht von Historikern und Historikerinnen, sondern von Medien, von der, kurz gesagt, gesamten Gesellschaft.

Und dabei soll, ist zu lesen, Lothar Höbelt eine „zentrale Rolle spielen“.

Was soll Lothar Höbelt aufarbeiten? Das nicht schon bekannt ist, auch ihm selbst. Er wird also keine Arbeit haben, seine Vergangenheit hat er schon aufgearbeitet. Die gesamte „Historikerkommission“ wird keine Arbeit haben. Denn. Es ist alles bekannt. Die ganze Welt weiß es. An Aufmerksamkeit mangelt es also nicht. Aber der Wille fehlt, dem Überholten gänzlich den Boden zu entziehen. Es sind nicht nur die Burschenschaften

Burschenschaften wurden schon, kurz gesagt, von Nazis als überholt angesehen – Was sagt das über Österreich 2018?

seit Jahrzehnten überholt, es hat auch die FPÖ nichts zu bieten, das für die Gegenwart und schon gar nicht für die Zukunft etwas Beitragendes ist.

Die ganze Welt weiß es. Nur die FPÖ spielt die Rolle, schiebt sich die „zentrale Rolle“ zu, von alledem nichts zu wissen.

Höbelt spricht vom „so genannten Holocaust“, übergibt das Wort an Scrinzi.
Dieser erzählt „von diesem schrecklichen 8. Mai“; die Niederlage habe ihn tief getroffen. Fleissner sagt, er habe an jenem Tag geheult.

Ein Tag der Niederlage war der 8. Mai 1945 auf jeden Fall. Wenn die Armee einer Großmacht kapituliert, ist das ein unzweideutiges Zeichen der Niederlage. Ein Tag der Befreiung? Da kommt es auf den Einzelfall an. Manche Deutsche sind sicherlich befreit worden – wer im KZ saß oder in Gefahr war, verhaftet zu werden. Für viele andere begannen damals Leid und Gefangenschaft. Ich halte den Begriff „Befreiung“ ohnedies für eine pathetische Worthülse, einen politischen Propagandabegriff. Natürlich kann man sagen: Ich bin von einem totalitären Regime befreit worden oder vom Krieg. Aber schlechthin von einem „Tag der Befreiung“ zu sprechen, ist ein Propagandaslogan.

Das darf Lothar Höbelt kopieren, für seinen Bericht, zu finden unter:

Prof. Dr. Lothar Höbelt: „Wieso hat sich Kurt Waldheim nicht einfach zum Zivildienst gemeldet?“

Das alles liegt schon etwas länger zurück. Aber es gibt auch aus jüngerer Zeit Kapitel, in denen Höbelt eine Rolle spielt, keine „zentrale“, aber doch eine …

Freiheitlicher Strukturleister Andreas Mölzer mit Dvorak-Stocker und Höbelt im Palais Epstein

Extremismus-Experte der freiheitlichen Zur Zeit: „Antirassistische Gymnasiasten KZ-Leiter von morgen“

Und Kapitel um Kapitel so weiter …

Die FPÖ könnte also genauso recht etwa einen Anton Reinthaller in die „Historikerkommission berufen. Sie bräuchte nicht einmal bestellen, was in dem Bericht zu stehen hat. Reinthaller würde das Gewünschte von selbst liefern.

Etwas anderes kann auch ein Lothar Höbelt nicht liefern, als das Gewünschte. Denn. Es ist doch bekannt, die Auftraggeberin schreibt den Bericht, ehe je ein Bericht überhaupt geschrieben ist.

Und hat nicht Norbert Steger eben erst bewiesen, was zu erwarten ist, wenn die FPÖ beispielsweise über ihr recht heftiges Verhältnis mit Burschenschaften …

Kellerpuppe aus der hoferischen Ramschbude wird mit burschenschaftlicher Fürrede eingeschaltet ausgeschickt

Und, ebenfalls ist zu lesen, noch wer soll eine Rolle spielen, der mit seinem gesinnungsgemäßen Wissen um die „Umvolkung“ für jede Rolle eine Idealbesetzung ist, oder zutreffender, eine ident-deal Besetzung, weil wohl voll des Idealismus …

Hilmar Kabas

Perpetuum austrile

Montanuniversität Leoben - Leder Burschenschaft - 2018 wie 2002

Die Burschenschaft Leder hat sich wieder einmal recht hervorgetan. Womit, das muß nicht ausgeführt werden. Es gibt dazu Medienberichte. Ihre Reaktion darauf: Ahnungslosigkeit über ihr Tun, plötzliches Unwissen darüber, welches Bild aus welcher Zeit sie einsetzt, um ihre gesinnungsgemäße Sicht von „Gesundheit“ zu verbreiten. Und das nicht vor Jahrzehnten, das nicht vor etlichen Jahren, sondern …

Die Burschenschaft Leder hat 2018 eine E-Mail-Adresse, wie in der Collage gelesen werden kann: leder@unileoben.ac.at … wie auch schon 2002.

Es wird Dr. W. Pöhl nicht mehr der Rektor der Montanuniversität sein. Es interessiert auch nicht, wer nun der Rektor ist, eine Rektorin wird es wohl nicht sein. Und es interessiert auch nicht, welche Antwort im Jahr 2018 kommen würde, auf die Frage, weshalb die Leder Burschenschaft weiter mit solch einer Adresse Gewicht …

Es wird die Antwort kaum anders als 2002 ausfallen,  als die Antwort von Rektor Dr. W. Pöhl also. Vielleicht. Aber das ist nicht gesagt. Würde der Rektor diesmal die Beantwortung nicht der Burschenschaft Leder …

Menschen träumen seit einer Ewigkeit von einem Perpetuum mobile. In Österreich ist es verwirklicht. Zwar nutzlos, unproduktiv. Aber, wie auch das Beispiel Leder Burschenschaft zeigt, es funktioniert. Es darf aber, weil es für die Menschen keinen Nutzen bringt, keinen Mehrwert den Menschen, gar keinen Wert erbringt, nicht Perpetuum mobile genannt werden, von dem Menschen seit jeher sich Glück und Zukunft, kurz: ein gutes Leben, erhoffen, sondern Perpetuum austrile: es läuft und läuft und läuft – und bewegt sich dabei keinen Millimeter.

Damals, 2002, ging es darum:

Ob es anläßlich der Nationalratswahl 2003 noch die Homepage der Burschenschaft Leder geben wird, die u.a. die Geschichtsinterpretation eines Prof. Diwald anerkennt, der Auschwitz in Frage stellte, oder auch die Homepage der im April 2002 gegründeten NPÖ, welche u.a. die Republik Österreich als »Bundesrepublik« bezeichnet?

Sehen Sie es für eine österreichische Universität als vereinbar an, den elektronischen Schriftverkehr der Burschenschaft Leder über eine universitätseigene E-mail-Adresse („leder@unileoben.ac.at“) abwickeln zu lassen, die eine derartige Geschichtsinterpretation anerkennungswürdig befindet und die als ihr „Vaterland“ Deutschland …

Und aus den Antworten der Montanuniversität Leoben darauf, 2002:

Die Burschenschaft Leder ist eine von der Montanuniversität Leoben unabhängige Vereinigung, die durch ihre eigenen Organe handelt und nach außen hin vertreten wird. Ich habe mir deshalb erlaubt, Ihre Anfrage zuständigkeitshalber an die Burschenschaft Leder weiterzuleiten. Mit freundlichen Grüßen! Dr. W. Pöhl, Rektor

Die studentischen Verbindungen leisten insgesamt direkt oder indirekt einen wesentlichen Beitrag zur Pflege der Kontakte der Universitäten zu ihren Absolventen. Insoweit ist es nur verständlich und sachlich gerechtfertigt, dass man selbst auch ein Mindestmaß an Gegenleistung erbringt.
Ich darf Ihnen bestätigen, dass ich gesetzwidrige Handlungen an der Montanuniversität Leoben nicht dulde. Sollte sich etwa eine studentische Verbindung außerhalb der geltenden Rechtsordnung bewegen, würde ich selbstverständlich die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Erfreulicherweise bestand jedoch bis heute dazu kein Anlass. Glückauf! Dr. W. Pöhl, Rektor

Der gesamte Schriftverkehr kann gelesen werden in Gefangen, auch im Erinnern … 2018 in Österreich ist auch 2002, und das nicht nur bezogen auf die Montanuniversität.

Perpetuum austrile eben …

Perpetuum austrile hat keinen Zeitmesser der üblichen Art eingebaut. Und dieser wäre auch eine vollkommen unnütze Vorrichtung, in Österreich Zeit auf die übliche Weise zu messen. Dafür gibt es eine andere Art von Messung, um das Vergehen zu spüren, zum Beispiel:

Von Lederuniversität bis Diwald: ein Mölzer …

Von Mölzer zu Mölzer: ein Bildungssprecher …

Von Zur Zeit zu Unzensuriert: eine FPÖ

Von Burschenschaften zu NR Prä… III: ein Odin

Von identitärer Parlamentspartei zu identitärer Regierungspartei: Ein Kurzschüssel

Von Figl zu Kurz: ein Reinthaller

Und so Kapitel für Kapitel weiter und weiter …

Von Leoben Lederuniversität zu Diwald - ein Mölzer