Im Gasthaus Rose, Pinkefeld

Er war nicht zu überhören. So laut regte er sich auf. Der Rentner mit seinem Rollator. Am gegenüberliegenden großen Tisch, am Stammtisch. Im Gasthaus Rose in Pinkefeld, nahe der ungarischen Grenze oder schon im Ungarischen. Seit es keine Grenzen mehr gibt, ist das nicht mehr so eindeutig festzumachen. Je lauter der Rentner wurde, desto heftiger stieß er dabei seinen Rollator gegen die Wand. Wieder und wieder. An ein Weiterlesen der Arbeit

„Tobias Portschy – Ein Leben für die völkischdeutschnationale Idee.
Sozialisation und Reintegration eines ewig Gestrigen“

ist nicht zu denken. Mehr und mehr richtet sich die Aufmerksamkeit darauf, wie lange hält der Rollator das noch durch, wann bricht seine Achse. Sein lauter Monolog mit den stets wiederkehrenden Wendungen spiralenartig hochgeschraubt zu Unerträglichkeiten hätte keine Sekunde von der Lektüre abhalten können. Wann bricht seine Achse? Dies ist die spannende Frage. Das läßt die Arbeit vollkommen vergessen, den Vorsatz brechen, die Diplomarbeit noch an diesem Tag zur Gänze zu lesen. Unentwegt und in immer kürzeren Abständen schleudert der Rentner seinen Rollator gegen die Mauer. Die Achse kann das nicht mehr lange aushalten. Soweit der Rentner zu verstehen ist, scheint er eben von einer Inselreise zurückgekommen zu sein. Erstaunlich, die Achse hält, noch. Bei seiner Rückkehr mußte er zu seinem Ärger erfahren, daß es den Bericht nun in handlicher Form gibt, leicht wie ein einziges Blatt Papier. Es gelungen ist, mehr als eintausend Seiten ohne die geringsten Abstriche auf eine einzige Seite zu bringen. Offensichtlich hat er bei der Anschaffung dieses Rollators keine Kosten gescheut, ein wirkliches Qualitätsprodukt. Immerzu gegen die Mauer. Die Achse hält. Das ist die Klage, sein Monolog. Diese Seite nicht schon vor seinem Antritt der Inselreise bekommen zu haben. Er mußte noch eintausend Seiten mitschleppen. Einen fetten, dicken Ziegel. Das machte ihn zu schaffen. Er ist nicht mehr der Stärkste. Die Achse hingegen, sie hält, noch.

Ach, wie leicht ein Mensch sich doch ablenken läßt. Sogar davon, ob eine Achse bricht. Von einem Rollator. Soll der Rentner doch schreien und seinen Rollator gegen die Wand schleudern, bis die Achse bricht. Was für ein Geschrei um eine Seite, um eine Seite, nicht einmal diese Seite hätte geschrieben werden müssen, denn, alles was auf dieser Seite steht, ist ohnehin bekannt, hätte nicht noch einmal auf eine Seite geschrieben werden müssen. Tausend Seiten wie eine Seite, eine Seite wie tausend Seiten.

Zurück zur Arbeit, zurück zu Portschy. Wegen dieser Arbeit, wegen Portschy nach Pinkefeld gefahren, im Gasthaus Rose sich einquartiert. Aber. Kaum das Weiterlesen der Arbeit aufgenommen, läßt der Name Rebhandl sofort wieder abschweifen, das Lesen einstellen. In der Arbeit über Portschy: Friedrich Rebhandl. Zu ihm fällt sogleich Reinhard Rebhandl ein. Der eine der Vater, der andere der Sohn.

Menschgemäß dazu auch diese Partei, die nahezu wie jede andere Partei auch ist. Weil es auch in anderen Parteien nahezu so ist wie in dieser Partei, es also ebenso viele mißratene Kinder gibt, wie in dieser Partei der Mölzer, der Gudenusse, der Haiders … Es sind mißratene Kinder, weil sie vollkommen nach ihren Vätern und Müttern geraten sind.

Nicht zu wundern ist, daß in der Diplomarbeit auch der Eckartbote angesprochen wird. Für den Eckart schreibt auch der Karl May der Geschichtsschreibung Bücher, der meint, diese Partei sei nahezu wie jede andere Partei auch. Ja, nur ein Karl May kann zu solch einer tiefen Wahrheit vorstoßen. Nahezu aus jeder anderen Partei auch verteidigen Kandidatinnen“ ihre „rechtsextremen Kandidaten“, wie Marlene Svazek, auch eine Kandidatin im Jahr 19 für die Nationalratswahl in Österreich … An ein Weiterlesen der Diplomarbeit ist ein weiteres Mal nicht zu denken. Diesmal nicht wegen des Rentners mit seinem gegen die Mauer schleudernden Rollators, sondern aus Erinnerung an das Jahr 19. Was war das doch für ein Lachjahr, das Jahr 19, nicht zuletzt ob der Aussagen von Karl May.

Ausgereicht: tausendseitiger Bericht in der Dicke eines einseitig beschriebenen Blattes

Es muß in dem Bericht die Geschichte der FPÖ doch ganz anders dargestellt sein, als sie dem FBI bekannt und darstellungswert, entgeltlich einschaltungswert ist.

„Mit Herbert Kickl stellte die FPÖ erstmals seit 1945 den Innenminister in einer Bundesregierung.“

Das erinnert augenblicklich an:

„Der Jubel ist allgemein, umso mehr, als uns das größte Ereignis seit ’45 (Gestotter) der letzten Wahl ins Haus geschneit hat. Die Hälfte der Bevölkerung hat bewußt einen freiheitlichen Kandidaten gewählt. Er ist heute nicht hier, unseren Gruß natürlich auch an Norbert Hofer übermitteln, der dieses wirkliche Ereignis zustande gebracht hat.“

So freudig war es im Mai 16 Johann Herzog zumute, als er bei 45 anknüpfte, wie nun im August 19 das FBI in seiner entgeltlichen Einschaltung auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website bei 45 anknüpft, dabei soll es doch gar kein Geknüpfe mit dieser Zeit geben, allein schon deshalb, weil 45 es keine FPÖ gab, aber …

NS Zu dem eben erst roh vorgestellten Bericht sind doch einige Anmerkungen noch erlaubt. Der Kommissionsleiter, der sich nun endgültig mit dem Titel Karl May der Geschichtsschreibung zur Freude eines treuherzigen Lesers schmücken darf, meint, die FPÖ sei eine Partei wie nahezu jede andere auch. Das ist doch einmal recht wahr gesprochen.

Kurz ist die Zeit bemessen, die einer Pressekonferenz. Der Kommissionsleiter konnte soher nicht ausführen, weshalb die anderen Partei nahezu auch wie die FPÖ sind. Das darf hier nachgereicht werden. Die anderen Parteien sind also nahezu auch wie die FPÖ, weil:

Nahezu jede andere Partei läßt im Beisein ihrer Spitzen beispielsweise Angela Merkel so profund analysieren, beurteilen als „Schwerstverbrecherin“.

Nahezu jede andere Partei wird von einer Spitze angeführt, die sich in einem ganz recht einig ist, darin, der „Faschismus“ komme wieder: als „Antifaschismus“.

Nahezu jede andere Partei sagt von sich, die „wahre Pegida“ zu sein.

Nahezu jede andere Partei bezeichnet sich selbst als „identitäre Partei“.

Nahezu jeder anderen Partei ist ein Dokumentationszentrum eine „Denunziationsplattform“.

Nahezu jeder anderen Partei sprießt der Patriotismus edelweiß kornblumig.

Nahezu jeder anderen Partei Odal Zeichen höchster Kunst ist.

Nahezu jede andere Partei empfiehlt denselben Literaturkanon.

Nahezu jede andere Partei darauf neidisch ist, nicht das zu haben, was die FPÖ hat, nämlich ein Bündnis mit einem Innenminister an dessen Spitze.

Nahezu jede andere Partei druckt ebenfalls so reichlich Codes des kommenden „Antifaschismus.“

Nahezu jede andere Partei hat ebenfalls eine Gefolgschaft der recht hohen Schreibkunst mit einer Vorliebe für recht besondere Aufenthaltsorte, für alle, deren Gesinnung nicht nahezu, sondern gänzlich anders ist, eine Sonderbehandlung.

Nahezu jede andere Partei hat ebensolche Sprachwiederschöpfer, deren Wörter über die Ozeane in alle Welt getragen.

Nahezu jede andere Partei zieht mit ihren Burschen und Mädchen hinaus, hoch über der Stadt die „gold’ne Fahne der Arbeiter“ zu besingen.

Nahezu jede andere Partei stellt eine Brandschaft, das „Feuer zu beschützen und zu schüren“.

Nahezu jeder Bündnisinnenminister der anderen Partei stellt die Portschy-Frage.

Bei einer dieser anderen Parteien, die nahezu wie die FPÖ sind, muß der Neid auch recht besonders ausgeprägt sein. Vielleicht liegt es an ihrer Farbe. Einerlei. Jedenfalls versucht sie massiv, nahezu wie die FPÖ zu sein. Da eine Unterstützung für einen Innenminister. Dort „Vertreter zu treffen“ von … mit Freude sichtlich.

Monologe auf Ibiza

Ein ehemaliger Vizekanzler, nun Rentner auf Ibiza, gießt seine Digibeete. Er hat Besuch von einem, der für kurz Minister war, nun aber ebenfalls lange schon in Rente.

Rentnerkanzler, hält mit dem Spritzen inne: Wir waren Helden!

Rentnerminister legt den Bericht mit seinen eintausendzweihundert Seiten fett wie ein Ziegel, der ihm zum Halten weiter zu schwer, auf seinen Rollator: Wir waren Idealisten!

Rentnerkanzler spritzt weiter: Wir sind Helden!

Rentnerminister setzt sich auf den Ziegelbericht: Wir sind Idealisten!

Der Preis

Es begann in 18, angestimmt durch ein Lied, das zu einem Bericht führte.

Nach jahrelangem Herumliegen wurde der Bericht nun Tat.

Dieser Bericht, der Partei ein Kreuzweg der Wahrheit, ward nun Tat.

Es soll nicht verschwiegen werden, daß es Meinungen gab, zu diesem Bericht, ehe dieser noch geschrieben ward, es werde bloß ein weiterer nutzloser Bericht …

Aber der Bericht straft sie Lügen.

Wahrlich ein Umsturz von allen bis dahin angenommenen Erkenntnissen.

Nach jahrelangem Herumliegen also wurde der Bericht nun doch noch Tat, wurde aus dem rohen Bericht eine recht gar zubereitete Anleitung zum Handeln.

Der Franz-Dinghofer-Preis wurde aufgegeben, das dazugehörige Institut geschlossen, auch das dazugehörige Symposium aufgegeben, das stets recht festlicher Rahmen für den Preisgabe. In diesem Jahr, das Ihnen Ihr Kalender zeigt.

Für viele Jahre schien es, als würde sich zum Preis auch noch ein Staatsfeiertag gesellen. Genoß doch Franz Dinghofer beim damaligen Vizekanzler, der nun als Rentner auf einer Insel seine Digibeete hegt, höchste Reputation.

Aber nicht nur bei ihm, auch, um nur einen noch aus dieser Kameraderie zu nennen, bei seinem Nachfolger, der für kurz Minister war, und zur Zeit, so wird erzählt, in der Rente seine Tage damit zubringe, im letzten Rauchwirtshaus Österreichs nahe der ungarischen Grenze seinen Spezln immer wieder zu erzählen, wie das alles bei ihm begonnen habe, bevor er habe wechseln können, aus seiner Arbeit bei einem Kreisverkehrflieger …

Es soll nicht verschwiegen werden. Es gab nicht nur diesen, aber vor allem diesen Mann, der zur Zeit im Expedit eines Verlages in Gröz sich ein Zubrot zur Rente verdient, der gegen die Aufgabe des Franz-Dinghofer-Preises, des Symposiums, gegen die Schließung des Institutes war, bis zum Ende leistete er harten Widerstand.

Nun, im Expedit des Verlags, wird erzählt, soll er unentwegt ein Lied von dem Mann aus den Bergen nur abspielen, das vom Edelweiß und seinem Schützer, der hart wie Gletsche- reis.

Seine Kameraderie war zwar gesinnungsgemäß seiner Meinung. Auch sie hätte es recht gesehen, malten sich das schon aus, wie das sein wird, die Feierlichkeiten zu einhundertfünfzig Jahre Österreich in der Kornblumenblüte.

Es soll, dies nur kurz eingeschoben, von noch einem Mann berichtet werden, nämlich von dem Hauptverantwortlichen dieses Berichts. Er soll einmal auf die Frage, ob er davon wisse, daß neben diesem Bericht es noch einen Bericht gäbe, der täglich erscheine, verneint haben, davon Kenntnis zu haben. Aber er stehe immer recht bereit, sollte er beauftragt werden, auch das zu untersuchen. Was aus ihm geworden ist, was er zur Zeit macht, ist nicht bekannt. Vielleicht hat er den Auftrag doch noch erhalten und untersucht nachträglich nun den täglich erscheinenden Bericht.

Bis ihm, also dem im Expedit sich ein Zubrot verdienenden Rentner, und seiner Kameraderie allerdings der Gedanke kam, den Preis, das Symposium und das Institut umzubenennen, war es zu spät. Der neue Namensgeber war zwar schnell gefunden, aber zu spät. Dabei hätte der neue Pate, ach, doch alle Kriterien erfüllt, die der Partei wesentlich. Wesentlich wäre ihr gewesen, mit der Umbenennung ein Zeichen ihres Bekenntnisses zur Übernationalität zu setzen, aber auch ein Zeichen ihrer uneingeschränkten Bejahung Europas. So wäre ihr, kaum war der Name gefunden, klar gewesen, mit dem neuen Namensgeber für Dinghofer-Preis und Dinghofer-Institut und Dinghofer-Symposium dürfe nicht dem Nationalen gehuldigt werden, somit es keiner aus dem Österreichischen sein, der neue Namensgeber als Ausdruck des Übernationalen, also einer aus einem Lande am Meer. Die Einigung auf ein übernationales Kind seiner Zeit als neuen Preispaten wäre rasch zu erzielen gewesen, einen kurzen Vormittag nur nähme dies in Anspruch.

Es käme ihr als Pate für Preis und Institut und Symposium nur einer in Frage.

Ein ehemaliger Ministro dell’Interno, der in 18 erstmals auf diesem seinem Stuhl …

Eine Agentur wurde sogar gleich beauftragt, Drucksorten hierfür zu entwerfen, für die Einladungskarte und so weiter. Dem Maler ein neuer Auftrag der Gestaltung der nächsten Medaille in Aussicht gestellt. Aber es war zu spät, der Pate bereits zum Paten geworden für …

… dabei so recht zufrieden mit dieser raschen Einigung auf den neuen Namensgeber wäre sie, die Partei, gewesen, und auf den Gesellschaftsseiten desselben Tages noch wäre berichtet worden, nach einem Festgottesdient in lateinischer Sprache als Bildungsbekenntnis ein international zusammengestelltes Festmahl, dessen erster Gang Borschtsch …

Aber es war zu spät. Die Partei, die einst in guten Zeiten ihr eine recht zuverlässige Partnerin war, schnappte ihr um eine Stocklänge den Namen für ihre Preisumbenennung weg. Und so kam es, wie es in Geschichtsbüchern zu lesen ist, daß nicht aus Dinghofer, sondern aus Kunschak Salvini wurde.

Zum Abschluss noch eine rührende Geschichte von einem Mann, der einmal Gouverneur war (aber nicht von Kalifornien). Er soll gar unter der Aufgabe gelitten hatten. Besonders soll er sich um den Wert seiner Münze gesorgt haben. So soll er, als er von der Schließung des Instituts und von der Aufgabe des Preises und des Symposiums gehört hat, auf dem von Italien bis ins Burgenland neu geschaffenen Andreas-Hofer-Weg zu Fuß gegangen sein, um von dem Rentner in der Rauchstubn persönlich zu erfahren, ob denn damit jetzt seine ihm verliehene Medaille, die doch so recht schön gestaltet, völlig wertlos geworden sei. Da er aber die Antwort fürchtete, wollte er den Erhalt dieser so lange wie möglich hinauszögern, daher beschloss er, wird erzählt, den Andreas-Hofer-Weg von seinem Beginn in Italien bis zu seinem Ende im Burgenland zu Fuß zu gehen. Zu seiner Erleichterung konnte ihm der Rauchstubnhocker aber keine eindeutige Antwort darauf geben. Er versprach ihm, dem seinerzeitigen Gouverneur, jedoch auf Ehr‘ und Treu‘, er werde bei seinem nächsten Inselaufenthalt den ehemaligen Vizekanzler danach fragen, es werde sich dafür bestimmt eine rechte Gelegenheit finden, beim gemeinsamen Jäten der Digibeete.

NS Für das Symposium ist dann doch ein Ersatz gefunden worden, ein Ersatz, von dem viele meinen, das entspräche ihr viel mehr, sei sozusagen ihr wahres Symposium, und so ziehen sie alljährlich über die Dörfer bis nach Ried. Geändert hat sich dabei im Grunde nichts, voran nur jetzt Burschen und Mädchen in festlicher Tracht.

Ach, doch eine Neuerung: mit einem Halt auf der Melker Bastei, um darzubringen der Mutter in Stein Schleifen zu ihrer Ehre.

Der Preis

Es begann im Jahr 18 die Diskussion um den Leopold-Kunschak-Preis, angestoßen von dem damaligen Nationalratspräsidenten.

Nun fand die jahrelange Diskussion ein Ende. Der Leopold-Kunschak-Preis wurde umbenannt. In diesem Jahr, das Ihnen Ihr Kalender zeigt. Für viele Jahre schien es, als würde die Umbenennung besonders an zwei Männern scheitern.

Der eine, einst auch ein Minister, war für die Beibehaltung, das Gedenken an das „Kind seiner Zeit“ nicht aufzugeben.

Der zweite, einst ein Arbeitsrechtsprofessor im Sold der schwarzen Partei, als deren Ausmallogo mit einer zweiten Farbe an manchen Randstellen zu tünchen war, war gegen eine Umbenennung, empfahl allen, leiser zu treten.

Schließlich aber setzten sich nach etlichen Jahren doch die Veränderungswilligen, die Modernisierungswilligen, also die Kinder ihrer Zeit, mit ihrem damaligen Obmann als deren Spitze, durch.

Wesentlich war ihnen mit der Umbenennung ein Zeichen ihres Bekenntnisses zu Internationalität zu setzen, aber auch ein Zeichen ihrer uneingeschränkten Bejahung der Europäischen Union. So war ihnen, kaum ward die Umbenennung beschlossen, klar, mit dem neuen Namensgeber für den Kunschak-Preis darf nicht dem Nationalen gehuldigt werden, somit es keiner aus dem Österreichischen sein, der neue Namensgeber als Ausdruck des Übernationalen, also einer aus einem Lande am Meer. Die Einigung auf ein übernationales Kind seiner Zeit als neuen Preispaten war rasch erzielt, einen kurzen Vormittag nur nahm dies in Anspruch.

Es kam ihnen als Pate für ihre Preise nur einer in Frage.

Ein ehemaliger Ministro dell’Interno, der in 18 erstmals auf diesem seinem Stuhl …

So recht zufrieden mit dieser raschen Einigung auf den neuen Namensgeber soll es, so jedenfalls die Berichte auf den Gesellschaftsseiten desselben Tages, nach einem Festgottesdient in lateinischer Sprache als Bildungsbekenntnis ein international zusammengestelltes Festmahl, dessen erster Gang Borschtsch …

MS Nachrichten geniert sich „Scheiß“ auszuschreiben, nicht aber „Zigeunerin“

Ist das nicht herzig korrekt? Wie Microsoft News sich geniert, „Scheiß“ auszuschreiben, aber ohne sich zu genieren, „Zigeunerin“ ausschreibt, geradeso, als wäre „Zigeunerin“ kein …, geradeso, als hätte Roma-Anhänger eine Frau mit dieser Anrede adeln …

Kurz ist das noch zu ergänzen gewesen, sozusagen, als Appendix zum Kapitel mit dem Kandidaten, der recht mit dem Roma-Anhänger kickt …

„Scheiß“-Wort von Salvini, Kein-Wort vom Kandidaten

Wenn Matteo Salvini die Lieblingsbezeichnung eines österreichischen Rentnernotars gegen Menschen verwendet, diesen Menschen droht, mit „dem Bagger“ zu kommen, und das ausgerechnet, aber gesinnungsgenau um den 2. August, wenn also Salvini wieder einmal beweist, die Auferstehung eines burgenländischen Landeshauptmannes zu sein, kann es nicht ausbleiben, den Blick über die Grenze nach Österreich zu richten, besonders auf einen Kandidaten der kurz bevorstehenden Wahl in Österreich, dem es ein recht besonderes Begehr ist, Seite an Seite mit Salvini …

Um den 2. August also das „Scheiß“-Wort in Verbindung mit der Lieblingsbezeichnung für Menschen des Rentners, der für die letzte Regierung in Österreich die Ehre hatte, ihr Paragraphen zu schreiben, von Salvini, und am und um den 2. August kein Wort von dem badengegangenen Kandidaten.

Oh, es gibt schon Worte von dem Kandidaten, auch um den 2. August, nicht am 2. August, kurz davor recht besondere:

„Bei meinem Besuch bei #Facebook haben wir über die Eindämmung von #Hasspostings & #FakeNews gesprochen. Das ist ein großes Problem, gegen das wir als Gesetzgeber in Zusammenarbeit mit den sozialen Medien ankämpfen müssen.“

Erinnern Sie sich noch an die Worte dieses Kandidaten in 18 über die besondere Verantwortung, die gerade Österreich gegenüber Menschen hätte, die …

Das ist Wahrnehmung höchster Verantwortung, in Österreich: Kein-Wort, auch und vor allem am 2. August.

Bei seinem Besuch habe der Kandidat also über „Eindämmung von Hasspostings & FakeNews“ gesprochen und wähnt sich dabei auch noch majestätisch, „Gesetzgeber“ zu sein. Oh, welch ein Kandidat! Was für ein Kandidat, der das Versagen des letzten Bundeskanzlers in Österreich so recht auf den Punkt zu bringen vermag, eines letzten Bundeskanzlers, der die „Eindämmung von Hasspostings“ durch Belohnung mit höchsten Regierungsämtern vollbrachte

Oh, was für ein Kandidat! Ein Kandidat, dem das niemals passieren würde, wie einem anderen Kandidaten, sich zu verzählen, ein Kandidat, der nicht um den Gott der Gegenwart tanzt und diesen fake news gerufenen anbetet.