Entwicklung 18

Entwicklung 18 in Österreich

Es ist, die Empörung ist groß, erheiternd, wenn Harald Vilimsky ausrückt, um Johann Gudenus beizustehen. Der selbst, wäre die Empörung im gleichen Fall ebenso, einen ausrückenden Gudenus bräuchte, um ihm beizustehen.

George Soros, Open Society Foundations und die für die FPÖ des Harald Vilimsky Pfui-Gack-Werte

Es wird nun viel von einem, kurz gesagt, „neuen Antisemitismus“ geschrieben, geredet … der Antisemitismus wurde getauft und erhielt den Vornamen George, und das tatsächlich Neue daran ist, daß ein Getaufter nicht nur einen Vornamen erhält, sondern auch einen Familiennamen: Soros.

Und zu so einer Taufe gehört offensichtlich traditionell, wieder etwas recht Altes, Namenslisten zu erstellen, Menschen mit ihren Namen öffentlich zu machen, um sie einzuschüchtern, aber auch freizugeben zur …

Gedenktafel zur Gegenwart - Kurz - Strache - Orban

In Österreich erledigt das die gesinnungsgemäß zensierte Website der identitären Regierungspartei, in der auch Harald Vilimsky über seine oben angesprochenen Werte schreibt:

„Ungarn behauptet ORF-Kommentator […] gehört zu Soros-Netzwerk.“

Was in der Kapitelüberschrift mit „Entwicklung 18“ gemeint ist. Hier darf auf das Kapitel „FPÖ-Historikerkommission“ verwiesen werden. In diesem Kapitel wird vom „Weisenbericht“ erzählt, der vor 18 Jahren verfasst wurde, damals zur schwarzblauen Regierung in Österreich, und davon, wie die Entwicklung in diesen 18 Jahren in Österreich …

Das tausendjährige reich der shirtverkäufer

Es waren drei freundliche Herren und wohl voller Hoffnung, daß es eine gute Entwicklung nehmen kann. Aber ihr Beobachtungszeitraum war ein denkbar kurzer: Februar bis September 2000. Und wäre damals der zurzeitige Vizekanzler in der Regierung gewesen, dann hätten sie mindestens einen Satz so nicht schreiben können:

„Wir haben den Eindruck gewonnen, daß das Verhalten der Minister der FPÖ in der Regierung seit Februar 2000 im allgemeinen nicht kritisiert werden kann.“

So kurz kann ein Vizekanzler der FPÖ des Jahres ’18 gar nicht auf seinem Regierungsstuhl sitzen, daß er ein solchen Satz verunmöglicht.

Es wurde mit der Empörung das Kapitel eingeleitet, zu der ist noch etwas zu sagen.

tu austria bella matteos

In Österreich lösen Worte Empörung aus. Aber nicht alle. Etwa das „Bravissimo“ von Harald Vilimsky. Obgleich es größte Empörung auslösen müßte, wird bedacht, wem sein freudiger Zuruf gilt, der Liga in Italien. Einer Partei, die es nicht beim Schreiben von Listen mehr beläßt, wie im Winter ’18 einer ihrer Kandidaten es getan hat, der vom Schreibtisch aufstand, um mit einer Glock zur Tat …

Aber auch diese Empörung über Johann Gudenus wird kurz dauern, also rasch enden, eben nach österreichischer Tradition:

Von den österreichischen Gezeiten: Aufregung, Abregung, Belohnung.

Nur Gesinnung macht frei - von Skrupeln

 

Weisenbericht in Österreich vor 18 Jahren und wenn die „FPÖ-Historikerkommission“ 18 Jahre später in ihrer Arbeitsweise Oliver Rathkolb folgt, steht das Ergebnis schon fest: Beschönigung der Vergangenheit mit kritischen Spritzern

Österreich - Schwarzidentitäre Regierung

Mit großer Verwunderung nehmen die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen dieser Resolution beim diesjährigen „Zeitgeschichtetag“ an der Universität Wien zur Kenntnis, dass die geplante „FPÖ-Historikerkommission“, die am 13. Februar 2018 angekündigt wurde, noch immer keine transparente professionelle Vorgangsweise erkennen lässt. Aus der Sicht der professionellen Zeitgeschichtsforschung entspricht die Vorgangsweise der FPÖ 2018 aus mehreren Gründen nicht den gängigen wissenschaftlichen Standards.

Das steht in der Petition. Veröffentlicht am 5. April 2018.

Es haben viele Historiker und Historikerinnen unterschrieben. Oliver Rathkolb ist namentlich zu nennen, er hat zusätzlich durch Interviews hierzu sich hervorgetan.

Diese Petition mit Interviewmehrwert klingt kritisch. Und zugleich doch schon ein Freibrief. Ein Freibrief durch deren vollkommene Akzeptanz des Begriffes „Historikerkommission“. Verwunderlich, daß Historikerinnen der FPÖ diesen Begriff durchgehen lassen.

Österreich - Weisenbericht 2000

Wer sollte es besser als Historiker wissen, was die eigentliche Aufgabe einer Historikerinnenkommission ist?

Der zurzeitige Bundeskanzler weiß es, also was die Aufgabe dieser „FPÖ-Historikerkommission“ zu sein hat:

„Sebastian Kurz begrüßt Historikerkommission der FPÖ.“ Vorfreude auf den neuen Karl May von Wilhelm Brauneder?

Mit dieser Petition und den Interviews von Oliver Rathkolb leisten sie der FPÖ einen Argumentationsdienst von unsagbarem Wert. Als ginge es nur um die Vergangenheit, und das legt der Begriff von „Historikerkommission“ nahe, und es wird der FPÖ das unendlich gefallen, daß es nur um die Vergangenheit gehe, mit der sie, die FPÖ, des Jahres ’18 nichts mehr zu tun habe. Sie eine offene und kritische Partei geworden sei, die die Größe besitze, sich ihrer Vergangenheit mittels einer „Historikerkommission“ zu stellen. Da fällt der kleine kritische Einwand der Historiker nicht ins Gewicht. Im Gegenteil. Weil das Wichtige: die Historikerinnen bestätigen mit der einwandlosen Übernahme des Begriffes „Historikerkommission“ es gehe dabei nur um Geschichte, um die Vergangenheit, aber nicht um die Gegenwart.

Bericht FPÖ-Historikerkommission 18

Es müßten sich die Historikerinnen doch erinnern, daß im Jahr 2000 nicht eine „Historikerkommission“ eingesetzt wurde, sondern drei Herren ersucht wurden, einen „Weisenbericht“ zur damaligen schwarzblauen Regierung zu erstellen. Es wurde mit gutem Grund nicht von einer „Historikerkommission“ gesprochen, sondern es präzise „Weisenbericht“ genannt. Zugegeben, das klingt hochgestochen. Die drei Herren selber nannten es auch schlicht „Bericht“. Wären es Österreicher gewesen, hätten sie es wohl getan, also „Bericht der drei Weisen“ oder „Weisenbericht“ auf das Titelblatt geschrieben.

„Die Entwicklung der politischen Natur der FPÖ von einer rechtspopulistischen Partei mit extremistischer Ausdrucksweise zu einer verantwortungsvollen Regierungspartei ist nicht ausgeschlossen. Allerdings ist eine solche Entwicklung aufgrund der relativen kurzen bisherigen Erfahrungen nicht klar erkennbar.“

Das steht im Bericht von Martti Ahtisaari, Jochen Frowein und Marcelino Oreja. Geschrieben vor 18 Jahren.

Was war nun die Entwicklung von der damaligen FPÖ zur FPÖ 18?

Weisenbericht 2000

Kurz zusammengefaßt:

Damals, im Jahr 2000,  gab es eine schwarzblaue Regierung und die FPÖ eingestuft als „rechtspopulistisch mit extremistischer Ausdruckweise“. 18 Jahre später gibt es eine schwarzidentitäre Regierung und die FPÖ stuft sich selbst als identitäre Partei ein.

Das ist die Entwicklung in 18 Jahren, oder kurz (geeignet für Beschlagwortungen):

Entwicklung 18.

Übrigens, die Arbeitsweise von Oliver Rathkolb.

Wenn die „FPÖ-Historikerkommission“ sich allein nur die eine Tafel von Oliver Rathkolb zum Vorbild nimmt, also seine Tafel für das Karl-Lueger-Denkmal, wird der zurzeitige Bundeskanzler sich weiter freuen können.

Österreich - Diskretion statt Transparenz

Die Petition der Historiker ist überschrieben mit „Transparenz statt Diskretion“. Diskretion statt Transparenz war die Arbeitsweise von Oliver Rathkolb beim Formulieren der Tafel beim Karl-Lueger-Denkmal …

Das Lueger-Denkmal von Josef Müllner mit der Tafel auf Karl-Art von Oliver Rathkolb

Frass, Müllner, Weiss – Vom nazifreundlichen Österreich

Wandergeselle Rathkolb, Irmgard Griss im politischen Wachkoma in Österreich, Scholle des Führers

Kurz noch einmal zusammengefaßt. Die Kritik der Historikerinnen eine Kritik als Hilfe, eine Hilfskritik der Historiker. Der Bericht

„Historikerkommission“ der FPÖ wird so nutzlos, weil konsequenzlos sein, wie es eine „Holocaustkommission“ gewesen wäre. Ein Bericht ändert keine Gesinnung.

der „FPÖ-Historikerkommission wird, wie bereits ausgeführt, nutzlos sein. Wie der Bericht von den drei Herren sich als nutzlos herausgestellt hat. Konsequenzlos allerdings war der „Weisenbericht“ nicht, aber anders als dieser gedacht war: von einer „rechtspopulistischen Partei mit extremistischen Aussagen“ zu einer identitären Regierungspartei mit extremistischen …

Historikerkommission

 

 

„Was bringt die Oper für das Deutsche Volk?“

FPÖ unzensuriert - Was bringt die Oper dem Deutschen Volk

Es gibt wohl im Jahr ’18 keinen besseren Tag als den 20. April, um Einsicht zu zeigen, sich selbstkritisch zu hinterfragen.

Und wer weiß um die Bedeutung dieses Tages recht besser Bescheid als die Website der identitären Regierungspartei?

„Interessant finden wir die Tatsache, dass viele, die behaupten, dass sie die Oper nicht mögen, diese nie in ihrem Leben besucht haben. Sie verstehen nicht, welche spannende und beeindruckende Erfahrung das darstellt. Das bedeutet, dass wir in der Welt der Vorurteile leben. Wir verstehen nicht, wie viele Schubladen wir in unseren Köpfen haben, die unser Denken bestimmen. Wir teilen die Wirklichkeit in einfache Kategorien ein. Als verantwortungsbewusste Menschen müssen wir unsere Vorurteile immer hinterfragen und uns darum bemühen, vorschnelles Urteilen ohne eigene Erfahrung zu vermeiden und einzelne Erfahrungen nicht zu verallgemeinern.“

Das schreibt FPÖ unzensuriert am 20. April ’18. Ist das nicht eine hervorragende Selbsterkenntnis? Ist das nicht eine hervorragende selbstkritische Befragung und Hinterfragung des eigenen Tuns? Gerade an diesem verhängnisvollen Datum.

Es gibt diese Tage der kritischen Selbstbefragung, ab und an. Und dann kommen wieder die Tage des gesinnungsgemäßen Alltags. Die Gegenwart lehrt, solche Tage der Erkenntnis gehen vorüber, bleiben ohne Konsequenzen, ändern die Handlungsweisen nicht im geringsten …

Das lehrt nicht nur die Gegenwart. Das lehrt auch die Vergangenheit. Am 20. April ’18 fragt FPÖ unzensuriert, ob denn die Oper „Schnee von gestern“ sei.

„Interessant finden wir die Tatsache, dass viele, die behaupten, dass sie die Oper nicht mögen, diese nie in ihrem Leben besucht haben. Sie verstehen nicht, welche spannende und beeindruckende Erfahrung das darstellt. Das bedeutet, dass wir in der Welt der Vorurteile leben. Wir verstehen nicht, wie viele Schubladen wir in unseren Köpfen haben, die unser Denken bestimmen.

Das lehrt auch die Vergangenheit. Was für „beeindruckende Erfahrung“ die Oper für den Mann war, der am 20. April, um mit Martin Heidegger zu sprechen, in die Welt geworfen wurde, machten Millionen von Menschen nicht in der Oper, sondern draußen vor der Tür …

Nächte der Oper

Im Jahr ’38 kehrte der am 20. April Geworfene zurück in seine Oper. Auftakt der Nächte der Oper für lange, lange sieben Jahre. Für die Oper im Haus mit von innen verschlossenen Türen, wo mit Operndegen gemordet und Kunstblut verspritzt wird, verkleidete sich sogar der Geworfene, zog einen Frack über den Soldatenrock, während draußen vor der Tür wirkliches Menschenblut zur Sintflut ward.

Kurier - Was Hitler von der Oper lernte

Der Geworfene, ein Pendler zwischen den Opern. Kaum ist die Tieflandvorstellung in Wien vorüber, muß der Frackverkleidete nach Berlin, zu einer Lohengrinvorstellung, mit dem „großen Staatsmann“ aus Ungarn, nein, nicht mit Viktor Orbán, der wohl davon träumt, daß auch von ihm einst so gesprochen wird, wie er über den Mann an der Seite des Geworfenen spricht. Und er, Orbán, kann sich berechtigte Hoffnung darauf machen, wird er doch in der Gegenwart gewürdigt, sogar von Menschen, kurz gesagt, die nicht von ihm abhängig sind …

„Oper. Vollkommen unbedeutend. Was bringt die Oper für das Deutsche Volk? Bereichert es uns in militärischer, materieller, geistiger Form (in Form von Intelligenz) oder schiebt sie gar die Ausländer ab? Die Oper ist ein Paradebeispiel für abgehobenes Menschentum. Abgehoben nicht an Intelligenz oder höherem Geiste, wie der klassische Operngänger gerne glauben soll. Dekadentes Schauspiel. Kreischende Furien auf der Bühne. Der Inbegriff vom Spiessertum. Gutsituierte ‚Geister‘, sich gegenseitig falsch-lächelnd zum Intellektuellen ernennend, sinnieren in des tieferen Sinn des erlebten Spiels. Woher tiefer Sinn kommen soll fragt niemand.“

Das ist der Kommentar von einem Menschen, der sich für die Website der identitären Regierungspartei „politisch Verfolgter“ nennt, von ihm auf FPÖ unzensuriert geschrieben am 21. April ’18.

„Was bringt die Oper für das Deutsche Volk?“ Politisch Verfolgter urteilt hart über die Oper. Und es ist wahr, lehrt die Vergangenheit, die Oper hat, so wie sie vom Geworfenen und seinen Kameraden und Kameradinnen verstanden wurde, nichts Positives gebracht, nur Verheerung, Not, Elend, Tod, Untergang. Der Geworfene und sein Opernreich haben die Oper und also die Hochkultur nicht mißverstanden, sondern blutig genau verstanden und ihre Massenblutkonsequenzen daraus gezogen, die Hochkultur sinkt herab zum Niedrigsten, das Niedrigste steigt auf zur Hochkultur, die Hochkultur nie versiegende Quelle des Barbarischen, die Hochkultur liefert den Treibstoff für Panzer, die Hochkultur die Stahlschmiede für Bomben …

Die Tagesordnung - Krupp - Opel - BASF - Bayer - Siemens - AllianzGöring an der Seite des Geworfenen mit dem ungarischen Staatsmann in der Lohengrinvorstellung … ob er, Göring, Jahre zuvor, nach seiner Sitzung am 20. Februar ’33 mit den vierundzwanzig Herren zur Feier der für alle Seiten erfolgreichen Verhandlung noch in die Oper ging?

In den folgenden zwölf Jahren, während draußen die Welt in wirklichem Blut ersoff, den vierundzwanzig Herren ihre Tresore zu gigantischen Geldarchen drinnen in ihren Villen wurden, werden sich die vierundzwanzig Herren mit Frack und Vatermörder wohl oft in die Oper begeben haben und also sich der Hochkultur hingegeben haben. Während für die Menschen draußen Morden und Ermordet-Werden auf der Tagesordnung stand, stand für die Herren Siemens, Krupp, Opel, Flick, um nur drei namentlich von diesen vierundzwanzig Herren zu nennen, auf dem Theaterzettel vielleicht Tiefland, Rienzi, Lohengrin … Wie die übrigen Herren hießen, Éric Vuillard nennt sie alle beim Namen …

„Was mich betrifft so ist es mir einerlei was Junge von der Oper bzw.von Klassischer Musik halten . ich werde wie schon Jahrzehnte in der Vergangenheit auf in der Zukunft meinen Vier Lebens Säulen treu bleiben die da wären :
Kunst, Geschichte, Literatur und Klassische Musik . Und wenn es wer nicht ausprobiert ?“

FPÖ unzensuriert - Oper Schnee von gestern

Das schreibt Eugens-rache am 21. April ’18 auf FPÖ unzensuriert in seinem Kommentar und bedankt sich artig für „diesen sehr Gut geschriebenen Artikel“ … Ja, Menschen der Hochkultur auf der FPÖ unzensuriert, auch wenn sie wohl keine geldvollgestopften Tresore wie die Herren „im Nirwana der Industrie und Finanz“ haben werden …

Oh, Hochkultur, ewige Quelle, aus der das Barbarische in Fontänen … das lehrt weiter die Gegenwart. Auch Eugens-rache bleibt ihr treu, von dem erst ein Hochkulturkommentar gezeigt werden durfte, Seite an Seite mit dem „politisch Verfolgten“, der sich verfolgt sieht wie Gerd Honsik … 

Oh, Prinz Eugen von Savoyen, Ahn‘ der Hochkultur …

FPÖ unzensuriert - Eintrittspreise zu hoch

Es klagt FPÖ unzensuriert, die Eintrittspreise für die Wiener Staatsoper seien zu hoch, nun, wer die Preisstaffelung der Oper kennt, wird leicht zur Meinung gelangen, die Verantwortlichen der Website der identitären Regierungspartei waren selbst noch nie … Aber Eintrittspreise können leicht gesenkt werden, hierzu reicht es oft schon, die Steuer zu senken. Aber das ist der zurzeitigen schwarzidentitären Regierung kein Anliegen, hingegen die Steuersenkung für Beherbergungsbetriebe sehr wohl. Wenn sie wenigstens zum Schlafen Theater, Kinos aufsuchte und nicht Pensionen, Hotels, dann wäre die Umsatzsteuer ebenso schnell gesenkt wie für das Campieren …

Daran ließe sich beinahe ein Unterschied zwischen Gegenwart und Vergangenheit festmachen. In der Vergangenheit: Vatermörder der Hochkultur, in der Gegenwart: Schlafende der Hochkultur …

FPÖ und ÖVP schmettern Antrag zur Bekämpfung von Kinderarmut in Österreich im Parlament ab

Es wurden am 19. April ’18 im österreichischen Parlament eine Reihe von Entschließungsanträgen eingebracht.

ÖVP und FPÖ schmettern Antrag zur Bekämpfung von Kinderarmut ab - 19-04-18

Auch einer zur Bekämpfung der Kinderarmut in Österreich. Der Antrag zur Bekämpfung der Kinderarmut in Österreich bekam in der
Abstimmung keine Mehrheit. Ab-
geordnete von ÖVP und FPÖ schmetterten den Antrag, endlich etwas gegen die Kinderarmut in Österreich zu unternehmen, ab.

Unternehmen hingegen können auf die schwarzidentitäre Regierung zählen, und dann ihr Geld. Nicht ganz, vorläufig zumindest. Zur Vermehrung des Firmenreichtums durch Sozialbetrug kommt es – vorläufig – doch nicht, diese Einnahmequelle öffnet die schwarzidentitäre Regierung vorerst einmal nicht.

Credo der schwarzidentitären Regierung:
Schmettern und Abschmettern.

Schmettert ständig von Gerechtigkeit … und ist schon zugleich ihr Abschmettern, wie am 19. April ’18 von dem zur Bekämpfung der Kinderarmut in Österreich.

Für das Schmettern und das Abschmettern hat die schwarzidentitäre Regierung aber nicht zwei Gesichter: für das Schmettern ein freundlich lächelndes, unbedarft wirkendes und für das Abschmettern ein Fratzengesicht. Die schwarzidentitäre Regierung hat für das Schmettern und das Abschmettern nur ein Gesicht, nämlich das freundlich lächelnde und unbedarft wirkende Gesicht, ausgeliehen, kurz gesagt, vom zurzeitigen Bundeskanzler.

Es könnte auch gesagt werden, das Schmettern ist die eine Seite der Medaille, das Abschmettern die andere Seite. Im Fall der schwarzidentitären Regierung stimmt es in keiner Weise. Die schwarzidentitäre Regierung ist ein Groschen mit nur einer Seite, auf dem Schmettern und Abschmettern ein und dieselbe Seite …

FPÖ unzensuriert: „Diese Schweine sind meistens Österreicher – diesen Schweinen soll ein Mühlstein um den Hals gebunden werden usw.“

FPÖ unzensuriert - Mühlstein um den Hals 19-04-18

Der das in seinem Kommentar schreibt, das muß ein Mann so recht nach der Weltanschauung der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Regierungspartei sein.

Denn.

Wie sonst wäre es möglich, daß dieser Mann seit Jahren auf dieser Website in seine Kommentare seinen ganzen Volkszorn, seine ganze Volkswut … bei ihm muß mehr – immerhin hat er noch bei Cesar Bresgen studiert, immerhin besucht er Kongresse der rechtbesten Gesinnungsköpfe im Oberösterreichischen der, um einen hoferisch programmatischen Begriff zu verwenden, deutschen Sprach- und Kulturgemeinschaft – von Bildungswut, Bildungszorn gesprochen werden, die er in seine Kommentare tröpfeln läßt – auf der Website der identitären Regierungspartei in Österreich …

FPÖ unzensuriert - Diese Schweine sind meistens Österreicher - Mühlstein um den Hals

Auch diesmal, am 17. April ’18, ist er nicht der einzige, der in seinem Kommentar seiner Bildungswut und seinem Bildungszorn ungehindert frönen kann …

FPÖ unzensuriert - Spielplatzrutsche zu einer Rasierklinge - 19-04-18

Wie in der Collage gelesen werden kann, geben auch andere Proben ihrer unbändigen Phantasie ab; einer Phantasie, an die jene nicht heranreicht, die vor langer Zeit beispielsweise die Bestrafungsorgienbücher des ihnen erschienenen Gottes schrieben, in einer Zeit, als unter Rechtsstaatlichkeit noch nichts verstanden wurde, oder, Rechtsstaatlichkeit nicht im heutigen Sinn zur Anwendung kam.

FPÖ unzensuriert - Huber - die eigenen Eier fressen lasssen - 19-04-18

Seit dem Verfassen dieser Bestrafungsorgienpsalmen sind viele Veränderungen in die Welt gekommen. Beispielsweise, wie bequem ist es geworden, einem Mühlsteinevangelisten seine Zustimmung zu bekunden. Es muß dafür das Haus nicht mehr verlassen werden, seine Jünger können dafür auf ihren Stühlen sitzen bleiben. In der SM-Zeit muß auch nicht mehr mühsam gezählt werden, wie viele zustimmen, es wird automatisch gezählt. Stimmten am 18. April sechzig Jünger zu, so sind am 19. April ’18 schon achtzig …

FPÖ unzensuriert - Tiere - 19-04-18

Der Mühlsteinpsalmist ist nicht der einzige, der Zustimmung erfährt, täglich mehr und mehr, auch die anderen, wie in den Collagen gelesen werden kann, erfahren für ihre Psalmen, mit denen sie Wunder beschreiben, die noch nicht stattgefunden haben, täglich mehr und mehr Zustimmung, beispielsweise Irra, der oder die von ihrem Gott oder von der Vorsehung erhofften Wunder, eine Kinderspielrutsche möge sich an ihrem unteren Ende in eine Rasierklinge wandeln …

FPÖ unzensuriert - Mühlstein um den Hals 19-04-18

Kurz etwas zum Umgang mit Bildern

Kurt Schuschnigg 34 Genf

Nachschlagewerke werden wohl nie gänzlich so befüllt werden, daß je gesagt werden kann, es werden keine Interessen bedient. Wessen Interesse es dienlich ist, das geschönte und also Kurt Schuschnigg schmeichelnde Bild auf Wikipedia veröffentlicht zu sehen, ohne zugleich das Original wenigstens zur Seite zu stellen — vielleicht ist es auch einfach und kurz Nachlässigkeit …

Kurz 2018 - Schuschnigg 1934

Damit das nicht einst, wenn er nur noch ehemalig ist, mit dem geschönten Bild vom zurzeitigen Bundeskanzler in Österreich ebenfalls geschieht, soll es hier festgehalten werden. Wobei es äußerst fraglich ist, ob das geschönte Bild auch ein schmeichelndes ist. Was kann schmeichelnd daran sein, statt vor einem Bild mit einer rauchenden Frau vor einem Landschaftbild zu sitzen. Wie sehr erinnert das an die Zeit des Kurt Schuschnigg mit der vorherrschenden Parole, geschrieben auf jedwede Tagesordnung: die Scholle sei die Rettung, die Stadt der Untergang, das Urbane müsse, um zu genesen, Provinz werden …

Nun mit dem Landschaftsbild im oder auf dem Rücken sieht aber der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich bereits recht ehemalig aus, wie einer der sich im Jahr ’18 aufmacht zum Besuch im Kabinett, in dem Kurt Schuschnigg im Jahr ’34 verloren und hilflos mit dem vor ihm flatternden Papier vielleicht mit dem innigen Wunsch, lieber ein Blatt, dessen Situation ihm rosiger als die eigene erscheinen mag, als ein Bundeskanzler …

Wikipedia 2018 Schuschnigg

 

Figyelö: A spekuláns emberei – Gedenktafel zur Gegenwart

Gedenktafel zur Gegenwart - Kurz - Strache - Orban

Eine Gegenüberstellung der Aufmachung der Namensliste in der orbánistischen Zeitung „Figyelö“ und beispielsweise der Namen im Gedenkraum des Konzentrationslagers Mauthausen verdeutlicht am eindrücklichsten die Perfidie: Weiße Schrift auf schwarzem Untergrund. Und „Névsorolvasás“ nicht zufällig mit einem gelbem Balken hinterlegt.

Das ist unmißverständlich. Das passiert nicht zufällig, das passiert nicht unbewußt. Es scheint, auch diese orbánistische Zeitung hat ihre Lektionen aus der Gedenkkultur für ihre gesinnungsgemäßen Zwecke gelernt. In diesem Fall zum Veröffentlichen einer Namensliste in der Art von Namenserinnerungstafeln. Wer diese Warnung, diese Einschüchterung mißversteht, will diese mißverstehen.

Es hätte zum Vergleich auch eine Tafel von einem anderen Vernichtungslager genommen werden können. Aber Mauthausen wurde dafür gewählt, weil, wie könnte es anders sein, die gesinnungsgemäß zensierte Website der identitären Regierungspartei in Österreich diese Namensliste der orbánistischen Zeitung begrüßt und sofort zum Anlaß nimmt, den Namen von einem österreichischen Politologen auf dieser Liste recht hervorzuheben, um ihn in Österreich zu diffamieren.

Die Schlagzeile der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Regierungspartei lautet:

„Ungarn behauptet ORF-Kommentator […] gehört zu Soros-Netzwerk“.

Die Website der identitären Regierungspartei setzt also Ungarn mit der Zeitung Figyelö gleich. Aber Ungarn behauptet das nicht. Das behauptet Figyelö, also Orbán. Das heißt, für die Website der identitären Regierungspartei ist Orbán Ungarn und Ungarn Orbán. Es muß nicht ausgeführt werden, für welche Ideologie die Gleichsetzung von Führer und Staat bestimmend ist. Es ist die Weltanschauung, die beispielsweise ein Norbert Hofer, ein Herbert Kickl, ein Johann Gudenus, ein He.-Chr. Strache anderen, aber nicht sich selber anlasten.

Gedenktafel 18 - Orbans Liste

„Soros (87) gilt daher als Staatsfeind in Ungarn. Und neue Gesetze sollen nun die Finanzierung von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus dem Ausland unterbinden.“

Schreibt die gesinnungsgemäß zensierte Website der identitären Regierungspartei in Österreich am 16. April ’18. Wofür der Name Soros steht, auch das muß nicht mehr ausgeführt werden:

Antisemitismus-Befragung in Ungarn in Österreich von FPÖ unzensuriert gesinnungsgemäß kommentiert der Beschluß von Fidesz und Jobbik

Es könnte noch angeführt werden, was Max Erdinger auf „Jouwatch“ am 16. April ’18 schreibt. Wie er alles verdreht, wie er alles umdreht, wie er alles jenen versucht in die Schuhe zu schieben, die sich jetzt auf einer Mauthausenliste … Seine perfide Verdrehungstechnik ist bekannt, ein Beispiel dafür reicht, um zu wissen, was davon zu halten ist:

Vizeleiberlverkäufer und Erdingers „Strukturnazis“ – Strache, Höcke, Orbán, Le Pen: shirt revolutionaries

Eingeleitet wird auf „Jouwatch“ mit:

„Präsident Orbán intensiviert seinen patriotischen Kampf gegen die subversiven Machenschaften sorosfinanzierter NGOs im Lande. Die gute Nachricht.“

Die identitäre Regierungspartei in Österreich verkauft sich als „patriotische Regierungspartei“ und verkauft damit gesinnungsgemäß den „Patriotismus“, hat sie doch recht eigenwillige Vorstellung davon, was und wer patriotisch recht ausgeprägt ist … auch von daher ist es nachvollziehbar, daß Gerd Honsik seine letzten Jahre in dem Land sein letzten Jahre verbringen wollte, wo der patriotische Orbán … im Ersatzreich seinen Tod erleben wollte …

„Jouwatch“: die Website der in Österreich Angesehenen … nur eines soll von Max Erdinger zitiert werden:

Wir dürfen getrost davon ausgehen, daß es bei den Soros-NGOs ebenfalls Listen gibt. Davon wird das Wort ‚Listen‘ zwar auch nicht schöner, aber prinzipiell unterscheiden sich unveröffentlichte Listen mit den Namen von Geschmierten nicht sonderlich von veröffentlichten Listen dieser Art. Die Veröffentlichung macht den Unterschied. Der Der ‚Tatbestand Schmierung‘ bleibt derselbe. Soros´ ‚Open Society Foundation‘ mit ihrer Vielzahl an Ablegern ist gestopft mit den Milliarden des Börsenspekulanten. Und die werden auch ausgegeben.“

Max Erdinger „geht getrost davon aus, daß es bei den Soros-NGOs ebenfalls Listen gibt“ … Max Erdinger weiß es nicht, aber was gewußt wird, auf welcher Website es Aufrufe gibt, „Listen“anzulegen, Namen zu nennen:

Siegesichere Hofer-FPÖ: Statt Verleumdung legt Verleumder schon eine „Liste“ an

„Noch ist aufräumen nicht erlaubt, kommt aber bald.“

FPÖ unzensuriert: „… nach der freiheitlichen Reform des ORF werden wir …“

Was aber die Schreibstaffel der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Regierungspartei in ihre Kommentare ergießt, spiegelt sich wider:

Open Society Foundations und die für die FPÖ des Harald Vilimsky Pfui-Gack-Werte

Wo wurde Norbert Steger wann von wem wie radikalisiert? In Ungarn, von Gerd Honsik?

Beinahe könnte die Frage gestellt werden, wann und wo wurde Viktor Orbán von wem wie radikalisiert … wenn bedacht wird, daß Viktor Orbán recht informiert ist über die Vorgänge in Österreich:

Viktor Orbán weiß für FPÖ-ÖVP-Regierung die Wahrheit

Figyelö A spekuláns emberei - Unzensuriert - Jouwatch