Kurz zu „Kinder in Käfigen“

Am 23. Juni 18 wird um 7.05 im Morgenjournal des österreichischen Rundfunks berichtet, was er, der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich, „gefühlt habe angesichts der Kinder, die von ihren Eltern getrennt werden“.

Zurzeitiger Bundeskanzler in Österreich: „ich habe das wahrscheinlich so wie sie nicht nachvollziehen können welchen sinn das machen soll“

Interviewer: „die antwort finde ich kühl mir dreht sich da der magen um“

Zurzeitiger Bundeskanzler in Österreich: „ja aber ich bin einfach mittlerweile vorsichtig was mediale Darstellung betrifft ich will da jetzt nicht mutmaßen aber ich hab mich sehr viel mit migration beschäftigt ich weiß daß oft sehr schnell der fehler gemacht wird daß etwas anders dargestellt wird als es ist“

Sollte dem amerikanischen Präsidenten, der sich gezwungen sah, „die Praxis der Separierung von Kindern per Dekret abzustellen“, diese Aussage des zurzeitigen Bundeskanzlers in Österreich vorgespielt werden, wird er, Trump, sich augenblicklich denken und fühlen müssen, der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich wäre für ihn die ideale Ehefrau, eine Ehefrau, die den Ehemann nicht kritisiert, eine Ehefrau, die alles gut befindet, was ihr Ehemann macht, eine Ehefrau, die ihren Ehemann dabei tatkräftig unterstützt, eine Ehefrau, die ihren Ehemann verteidigt, vor allem gegen Medien, eine Ehefrau, die ihren Ehemann je mit Oh, Herr, es ist – Hosanna in der Höhe – gut, was ihr – Halleluja – macht, Amen auch anspornt.

Und während er, Trump, denken wird müssen, was für eine ideale Ehefrau der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich ihm wäre, wird er an seine aufrechte Ehe mit Melania Trump wohl auch denken müssen, die ihm eine unchristliche sein muß, hat sie sich doch eben auch einer Ehefrau ungebührlich erlaubt, ihn für die „Separierung der Kinder“ zu kritisieren, verheiratet sein zu müssen mit einer Frau, die sich kein Vorbild an dem zurzeitigen Bundeskanzler in Österreich nimmt, wie eine Ehefrau ideal zu sein hat.

Ein weiterer Mann wird vielleicht schon früher als Trump gefühlt haben, der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich wäre für ihn eine ideale Ehefrau, steht er, die ideale Ehefrau, doch bei …

Sebastian Kurz zwischen Saudi-Arabien und Australien der Kerker von Raif Badawi – Ein Amtszeitresümee

Übrigens, in dem Bericht an diesem Tage um 7.05 wurde auch seine Antwort bezüglich Austrialien berichtet – auch ein Vorbild für den zurzeitigen Bundeskanzler …

Wem die Slimfitchristians nicht beistehen, auch, wie bereits erzählt, den Kindern, weder in der Welt noch in Österreich …

FPÖ und ÖVP schmettern Antrag zur Bekämpfung von Kinderarmut in Österreich im Parlament ab

Übrigens, hätte der Interviewer ebenfalls einen Wiederkäuermagen, würde ihm das nicht passieren können, daß ihm sein Magen sich dabei umdreht. Dann würde er nämlich nur den Brei nochmals und nochmals hochwürgen und wieder und wieder zerkauen, wie eben erst der zurzeitig österreichische Bundeskanzler in Budapest mit seinen vier Kameraden – wovon es ein Foto gibt in der ästhetischen Darstellung einer polizeilichen Gegenüberstellung …

NS Es ist doch eine recht seltsame Wirklichkeitserfahrung, die der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich ständig macht. Auch diesmal. Die Ehefrau des amerikanischen Präsidenten ist, nach seiner oben zitierten Aussage, ein „Medium“ – legt sie Karten oder schaut sie in die Kugel? Vorsichtig sei er bei „medialer Darstellung“ … auch die amerikanische Grenzschutzbehörde, die das Foto (in die Collage aufgenommen) der Kinder im Käfig veröffentlichte, ein Medium – materialisiert sie Kaffeesud?

Auf welcher Landkarte fand der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich Albanien erst vor kurzem „außerhalb von Europa“?

Bei so viel Wirklichkeitssinn, wem fiele dabei nicht augenblicklich Robert Musil ein, der von Wirklichkeitssinn und Möglichkeitssinn schrieb, der Österreich vor achtzig Jahren verlassen mußte. Im Jahr 18 fiele Robert Musil, nein, das fiele Robert Musil nicht ein, je unter sein Niveau zu gehen, Robert Musil würde nicht formulieren: Wirklichkeitssinn und Kurzsinn. Jedem anderen Menschen aber, der nicht das Niveau von Musil hat, ist es erlaubt, von Wirklichkeitssinn und Kurzsinn zu sprechen. Und es ist auch gar nicht anders möglich; denn zur Zeit und besonders seit diesem Montag im Dezember 17 ist in diesem Land immer weniger Förderliches vorhanden, das Niveau zu heben, nicht einmal mehr dafür, das Niveau wenigstens einigermaßen zu halten. Und diese fortschreitende Niveaulosigkeit in einem Land bleibt, kurz gesagt, nicht ohne Wirkung, nicht ohne Auswirkungen – und das ist nicht positiv gemeint – in Österreich, wie allein schon an diesem dummen Wortspiel von Wirklichkeitssinn und Kurzsinn …

Kinder in Käfigen - Sebastian Kurz - ideale Ehefrau für Donald Trump

NNS Wenn aber die ideale Ehefrau als zurzeitiger Bundeskanzler in Österreich nachvollziehen könnte, welchen Sinn es machte, „Kinder in Käfigen“ zu sperren, dann freilich … wie recht rasch kann, wie aus der Geschichte ohne Lehre bekannt ist, eine Gesinnung als Sinn angepinselt gefunden werden für Menschen in Lagern zu halten; Wöllersdorf ist vom Bundeskanzleramt gerade einmal etwa 53 Kilometer entfernt, zeitlich sind es – auch wenn die Jahreszahlen etwas anders vorgaukeln – vom Ballhausplatz bis nach Wöllersdorf gerade einmal vierzig Minuten hin einfach …

Was alles in den Sinn kommen kann, wenn auf den Inhalt nicht geachtet werden muß. Kurz etwas über den Wiederkäuermagen.

Die üblichen Verdächtigen kurz in Budapest

Die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Regierungspartei in Österreich bringt am 21.06.18 einen Jubelkommentar „Erfolgreicher Kurz‘ Besuch in Budapest“. Und es fällt zu dem dazu veröffentlichten Foto sofort das Plakat ein zum Film: „The usual suspects“.

Das Foto der gesinnungsgemäß zensierten Website zeigt fünf Männer in Budapest, wie die fünf Männer im Film, aufgestellt zu einer polizeilichen Gegenüberstellung.

Was alles in den Sinn kommen kann, wenn auf den Inhalt nicht geachtet werden muß, also auf den von der gesinnungsgemäß zensierten Website transportierten Inhalt der fünf Männer in Budapest. Inhalt ist nicht das rechte Wort. Wiederkäuerei ist das richtige Wort. Die fünf Männer in Budapest kauen wieder und wieder, und was wieder und wieder gekaut wird, ist irgendwann und das schon lange gänzlich aufgefressen, also nichts mehr da, und es wundert, daß sie, die fünf Männer in Budapest, immer noch etwas zerkauen können, also ohne Inhalt kauen können. Ohne Substanz kauen zu können – ein Luftkauen oder ein Phantomkauen. Es erinnert an Menschen, denen Gliedmaßen amputiert wurden und ihnen dennoch die nicht mehr habenden Glieder schmerzen.

Was alles in den Sinn kommen kann, wenn auf den Inhalt nicht geachtet werden muß. Die fünf Männer in Budapest müssen zu den recht, recht seltenen Menschen gehören, die das haben, was Menschen eigentlich nicht haben: einen Wiederkäuermagen. Bei einem Wiederkäuermagen wird, wie bekannt, der vorverdaute Brei hochgewürgt und nochmals zerkaut. Auch das ein Phänomen, das von Menschen sonst nicht bekannt ist, nämlich etwas wieder und wieder hochwürgen zu können, das längst nicht mehr da ist, und dann, obgleich nichts mehr da ist, dennoch es nochmals und nochmals zerkauen zu können.

Was alles in den Sinn kommen kann, wenn auf den Inhalt nicht geachtet werden muß. Auf der Tafel hinter den fünf Männern mit Wiederkäuermagen in Budapest steht n-fach hochgewürgt „connects“. Kann es denn Zufall sein, daß „connects“ und „suspects“ auf „ects“ endet?

Die üblichen Verdächtiger - Die gewöhnlichen Üblen.png

Es ist menschgemäß nicht von ungefähr, daß zu dem Foto der fünf Männer mit Wiederkäuermagen in Budapest der Film „Die üblichen Verdächtigen“ einfallen. Würde dieser Film nun erst, also im Jahr 18, gedreht werden, mit diesen fünf Männern in Budapest, wäre der Titel ein wenig zu ändern, auf: „Die üblichen Verdächtiger“. Von dem Film „The usual suspects“ kann der Inhalt nacherzählt werden. Von „Die üblichen Verdächtiger“ allerdings nicht. Wie oben beschrieben. Phantomkauen ist kein Inhalt, der nacherzählt werden kann. Es böte sich für die fünf Männer in Budapest auch der Titel „Die gewöhnlichen Üblen“ an.

Salvini - Das gewöhnliche Üble

Was alles in den Sinn kommen kann, wenn auf den Inhalt nicht geachtet werden muß, weil, wie gesagt, keiner da ist. In „Die üblichen Verdächtiger“ könnte in einer Szene besonders auf die Händehaltung geachtet werden, von dem einen der fünf Männer in Budapest und von einem, der nicht in Budapest mit dabei war, aber sich mehr und mehr in den Vordergrund spielt. Gesinnungsgemäß eine zu erwartende Nebenrollenentwicklung in einem Film über Männer mit Wiederkäuermagen. Auch er einer, dem das Luftkauen … Die Hände von diesen beiden Männern, synchron wie zum Beten gefaltet, aber suspects beten nicht, sie reiben sich nur die Hände, sie zerreiben Inhalte – sie beten. Das mag nun paradox klingen, absurd erscheinen, surreal anmuten, daß sie Inhalte zerreiben, wenn doch davon gesprochen wurde, es gibt keinen. In einem aberwitzigen Film ist das jedoch erlaubt, der von einer aberwitzigen Wirklichkeit erzählt.

Chefverdächtiger in The usual suspects

Und wenn es um Wiederkauen geht, wenn es um Verdächtigungen geht, um Luftkauen, um Phantomzerkauen, in solch einem Film muß es auch einen geben, der der Unsichtbare genannt wird. Der Unsichtbare, das ist der Chef, der Chefverdächtiger, von dem es kein Foto gibt, nur seine Anweisungen, seine Tagesbefehle, seinen Ausführungsbrei.

the usual suspect

Vielleicht gibt es doch in einer Szene, am Ende des Films, und auch dieser Film über „Die gewöhnlichen Verdächtigen“ muß einmal enden, eine überraschende Szene, in der der Pferdeminister in einem triumphalen Auftritt im Beisein von drei oder fünf Reitkameradenein im Assistenzeinsatz ein Handyfoto von dem unsichtbaren Chefverdächtiger präsentiert, von ihm, dem Pferdeminister, selbst aufgenommen auf dem Kongreß im Vorort von Braunau, vielleicht sogar ein sogenanntes Selfie, er, der Pferdeminister, so vertraut nebeneinander mit dem Chefverdächtiger auf der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Regierungspartei wie der zurzeitige Vizekanzler aus Österreich mit dem bärtigen gewöhnlichen Verdächtiger aus Italien

Was alles in den Sinn kommen kann, wenn auf den Inhalt nicht geachtet werden muß. Unvermeidlich auch die Überlegung, wie könnte ein Film wie „Die üblichen Verdächtigen“ beginnen, was für eine Anfangsszene es geben könnte. Vielleicht tritt ein Doppelquartett auf und singt begleitet von einer kaiserjägerischen Blaskapelle das „Hohelied der Flüchtlingsroute“, dessen gesamter Text nur ein Wort ist. Und in der nächsten Szene eine Diskussion auf der Straße, vielleicht vor einem Dom oder auf einem Denkmal darüber, ob das Hohelied aus nur einem Wort oder doch aus zwei Wörtern getextet ist, weil dieses eine Wort durch unterschiedliche Betonung einmal gehört werden und dann wieder gehört werden kann als …

Fluchtroute

Was alles in den Sinn kommen kann, wenn auf den Inhalt nicht geachtet werden muß. Im Hintergrund der fünf Männer in Budapest mit Wiederkäuermagen steht recht deutlich: „V 4“. Diese Bezeichnung gab es schon einmal in der Vergangenheit, für eine Rakete …

… am Ende dann doch bloß eine Rohrkrepiererin …

Visegrad - kurz V 4

Es gibt keine „Roma-Frage“, aber, kurz gesagt, eine Regierungsfrage. Und die Antwort auf diese ebenso kurz wie dringlich: Sie haben ihre Stühle zu räumen.

Salvini - Strache - Kickl - sagen - Ciao

Eine vergleichende Frage kann nicht gestellt werden. Das verbieten die Massenmordverbrechen und die Massenverbrechen mannigfacher Weise des deutschen reiches in den madigen zwölf Jahren.

Was aber gefragt werden kann, ist, was ist in der Gegenwart das Schlimmste. Es ist das absolut Schlimmste, im Jahr 18 wie ein nationalsozialistischer Schreibtischtäter von der „Roma-Frage“ zu schwefeln, von Menschen, die die gleiche Staatsbürgerschaft wie Salvini haben, zu sagen, diese „müssen wir leider behalten“, Menschen, die eine Staatsbürgerschaft von einem europäischen, von einem EU-Land haben, aber eben nicht die Staatsbürgerschaft haben, die Salvini hat, ausweisen zu wollen.

Es ist das absolut Schlimmste, nach dem Porajmos, also nach dem Massenmord, so zu schwefeln, wie eben Salvini.

Es ist das absolut Schlimmste im Jahr 18, nach dem Holocaust wie eine Nazisse vor 33 von der „Roma-Frage“, wie ein Landeshauptmann von Burgenland, der an schnellster Lösung der „Juden- und Roma-Frage“ kritzelte, zu salvenieren.

Und es bleibt nicht beim Schwefeln, es wird auch schon wieder geschossen. Schreibtischtätergemäß schießt nicht Salvini, aber dafür gibt es ja …

Harald Vilimsky zieht schon einen Tag später die Lehren aus dem 12. März ’18 – „Bravissimo! Matteo“

Ein Mann geht vom Reden zum Schießen über – Auskunft über Forza nouva, Casa Pound, Lega Nord kann in Österreich FPÖ recht genau geben

Entwicklung 18 in Österreich: FPÖ unzensuriert – Schreibplatz von Harald Vilimsky: „Dort [Mauthausen] befindet sich der geeignete Standort für seine [Soros] ‚Universität‘. Hunderttausende können sich dort inskribieren – aber niemand kommt dann wieder raus!“

Es wird schon wieder geschossen. Mit der Glock und mit Worten. Joseph Joubert war das schon 1801 (also vor zweihundertsiebzehn Jahren) klar:

„Ein Gedanke ist eine ebenso reale Sache wie eine Kanonenkugel.“

Und nun der zurzeitige Vizekanzler und der zurzeitige Pferdeminister beim „Bravissimo“ …

Und der zurzeitige Bundeskanzler zum „Visegrád-Treff mit Orbán“, sie werden wohl die Landkarten studieren, um vielleicht doch noch draufzukommen, welche Staaten „außerhalb von Europa“ und welche innerhalb von Europa … Allein scheint der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich nicht Karten lesen zu können, um, kurz gesagt, zu begreifen, daß etwa Albanien innerhalb von Europa …

Und das alles allein im Juni 2018.

Übrigens, der zurzeitige Vizekanzler ist jener Mann, der im Winter 18 auf einen Ball geht, nicht zum Tanz, sondern zum Pflanz und zur gesinnungsgemäßen Bekenntniserneuerung von „Ehre, Freiheit, Vaterland“ …

Eines kann mit Gewißheit gesagt werden. Es gibt keine „Roma-Frage“, nicht im Jahr 18, nicht in der Zukunft, und es hätte nie eine „Roma-Frage“ gegeben haben dürfen.

Was es aber tatsächlich gibt.

Das ist, kurz zusammengefaßt eine dringende Regierungsfrage, aber leider nicht nur in Österreich. Und noch dringender als die Regierungsfrage ist die Antwort, und die Antwort kann nur sein, sie haben ihre Stühle zu räumen.

Leopold Figl war nie im Konzentrationslager …

Leopold Figl und Ludwig Wittgenstein in der Kundmanngasse… jedenfalls nach der Gedenktafel in der Kundmanngasse 24 auf der Landstraße, im dritten Wiener Gemeindebezirk, wo er, so steht es auf der Gedenktafel, von „1937 bis 1946 wohnte“, der Glückliche …

Und es ist ein architektonisches Glück, mit Blick auf das Wittgenstein-Haus in der Kundmanngasse 19 zu wohnen.

Er wohnte also von 37 bis 46 in der Kundmanngasse, also durchgehend neun Jahre.

Es ist eine doch recht genaue Tafel nach österreichischer Art. Denn. Von seiner Zeit von 38 bis 43 in den Konzentrationslagern von Flossenbürg und Dachau kann nicht gesagt werden, er hätte dort gewohnt. Fünf Jahre in den Konzentrationslagern müssen nicht erwähnt werden, wenn er einen ordentlich ausgefüllten Meldezettel auch für diese Jahre ausgestellt als Hauptwohnsitz auf die Kundmanngasse gehabt haben wird.

Gedenktafeln können schon zu Fragen anregen. Dafür werden diese wohl angebracht werden. Oder doch für etwas ganz anderes?

Was will also beispielsweise mit dieser Figl-Gedenktafel ausgesagt werden, welche Botschaft meißelte Franz Aufhauser in seine?

Figl war nie in einem Konzentrationslager?

Leopold Figl - Kundmanngasse 24 - Gedenktafel

Figl war nie in einem Konzentrationslager, also hat es nie Konzentrationslager im deutschen reich der madigen zwölf Jahre gegeben, auf jeden Fall nicht in den fünf Jahren zwischen 38 und 43?

Figl war doch im Konzentrationslager, nämlich in der Kundmanngasse 24, aber die Konzentrationslager müssen nicht extra mit ihren Namen angeführt werden. Weil eben in dieser Zeit ein jedes Haus, eine jede Wohnung in Deutschland und in Österreich, die in einem Staat konzentriert, für madige sieben Jahre zu einem reich zusammengepfercht waren, ein Konzentrationslager war?

Oder es ist schlicht und ergreifend, um mit dem zurzeitigen Pferdeminister zu sprechen, eine Gedenktafel ganz im Sinne von Leopold Figl. Toten Menschen und toten Reichen soll nichts Schlechtes nachgesagt werden. Um es so kurz wie schlicht zu wiederholen, da es hierzu ohnehin längere Kapitel gibt, Leopold Figl selbst war ein Mann dieser Maxime, einem Nationalratspräsidenten nach 45 nachzusagen, er sei ein „rassistischer Antisemit“ gewesen, das hat sich ein Leopold Figl nicht erlaubt, so fein christlich wie er war.

Und diesem ersten Nationalratspräsidenten nach den madigen sieben Jahren des deutschen reiches in Österreich wird aus dieser fein christlichen Partei bis zu diesem Tage nur das Beste nachgesagt. Freilich kommt jetzt, da der Opportunismus der Stunde es dringend gebietet, den Antisemitismus zu exportieren, ein wenig Kritik auf …

Aber sonst ist diese gar so fein christliche Partei noch weiter ganz erfüllt von dem „ökonomischen Antisemiten“, der der erste Nationalratspräsident nach dem Tod des deutschen reiches in Österreich war und einen recht feinen christlichen Sinn für das Soziale hatte, der göttlich einzig wußte, was die Menschen brauchen, nämlich nur das, was er ihnen zugesteht.

Leopold Figl war nie im Konzentrationslager

Und im Namen der Ökonomie den Menschen alles zu nehmen, was ihnen nur genommen werden kann, dies aber nicht brutal auszusprechen, sondern es so wolkig darzustellen, wie es nur wolkig dargestellt werden kann, ganz nach dem Vorbilde etwa der Figl-Gedenktafel, ist nur, kurz gesagt, recht und billig, in Wahrheit ist es nur recht und christlich – und es wird, wie festgestellt werden kann, hier schon lange nicht mehr von der Zeit gesprochen, in der die Figl-Gedenktafel irgendwann in der Vergangenheit nach 46 angebracht wurde, sondern von Österreich im Jahr 18 –, der Ökonomie alles zu opfern, das Menschen je nur weggenommen werden kann, ist nichts, das der Ökonomie schlecht nachgesagt werden kann, denn eines dürfen die Menschen, wenn ihnen alles genommen, behalten, das feine Christliche, und wer bisher noch nicht zum feinen Christlichen Zuflucht gefunden hat, darf, und daran arbeitet die zurzeitige christidentitäre Regierung in Österreich unentwegt, nun nackt vor den Herrn hinknien, um das feine Christliche zu empfangen, das wärmt, wenn der Ofen kalt ist, das sättigt, wenn die Vorratskammer leer ist, das ein Dach über dem Kopf ist, wenn auf der Straße zu schlafen und ein Einkaufswagen der Kleiderschrank ist.

„Freunde von mir sind Roma“

Franz Lackner, Erzbischof von Salzburg, hat mit seinem Bekenntnis, Freunde von ihm seien homosexuell – es geht dabei um den gültigen Katechismus seiner Organisation –,  gereizt, einmal nachzuforschen, ob im Internet, in dem alles gefunden werden kann, ein Satz wie „Freunde von mir sind Zigeuner“ wie oft zu finden ist.

Vielleicht auch von dieser bekannten Qualität, wie etwa beim Antisemitismus, der, wie erinnert werden kann, gerne eingeleitet wird mit „Freunde von mir sind Juden, aber …“ Diesen Satz in genau von dieser Qualität auch schon gehört über „Ausländer“, „Homosexuelle“, Menschen, die einen anderen Glauben als den christlichen haben, und so weiter und so fort wie schlecht.

Es wird dieser Satz auch dafür gebraucht, um zu kaschieren, zurückweisen zu wollen, eine Antisemitin, eine Rassistin, homophob und so weiter und so fort wie schlecht zu sein. Das zu sein, verursacht anscheinend doch ein gewisses Unbehagen, und es wird versucht, es weit von sich zu weisen, es zu leugnen, mit eben solch einem Satz „Freunde von mir sind …“

Nur wenn es um Roma und Sinti geht, scheint es absolut kein Unbehagen zu verursachen, Antiziganist und Antiromanistin geziehen zu werden, es wird nicht einmal versucht, es zurückzuweisen, zu kaschieren, schon gar nicht, es weit von sich zu weisen, eine Antiziganistin und ein Antiromanist zu sein. Es scheint wohl damit auch zusammenzuhängen, daß solche Vorwürfe nicht erhoben werden, Antiziganistisches mehr auf Zustimmung stößt, wer Antiromanistisches äußert, nicht Gefahr läuft, mit einem Makel behaftet zu werden, sondern sich anerkannt integriert fühlen darf in die Gemeinschaft der Makellosen, die Freunde sind von … Soher ist zu verstehen, daß ein Satz von dieser Qualität in bezug auf Roma und Sinti nicht in Erinnerung ist, obgleich in dieser Hinsicht seit Jahrzehnten nicht unaufmerksam … Soher ist auch zu verstehen, daß in einer der größten Suchmaschinen dieser Satz kein Ergebnis liefert, bis auf eine Ausnahme, ein Suchergebnis, ein einziges Ergebnis, und wie in der Collage gelesen werden kann, hängt das mit der Vergangenheit zusammen, mit „Stolpersteinen“, also mit dem Porajmos. Eine Frau sagt zu den „Stolpersteinen“, wie wichtig diese seien und es sollte deren Geschichte in jeder Schule erzählt werden. Eine einzige Frau von 18 Jahren schreibt dazu, einige Freunde von ihr seien Roma. Und sie muß sich, schreibt sie, gleich dafür rechtfertigen, daß einige Freunde von ihr Roma seien. Sie schreibt das zu „Stolpersteinen“ in Köln. Veröffentlicht von „Duda.news Kindernachrichten“. Und das ist mutig von ihr, vor allem, wenn berücksichtigt wird, weil ihr Name nicht darauf schließen läßt, daß ihre Familie seit acht und acht Generationen in Deutschland …

Ein zweites Ergebnis wurde von der Suchmaschine nicht geliefert. Weder aus Deutschland noch aus Österreich. Aus Österreich, gerade aus Österreich nicht ein einziges Ergebnis, nicht einmal im Zusammenhang mit „Stolpersteinen“.

Es ist in Österreich dabei doch recht wichtig, sagen zu können, „Freunde von mir sind –“ kurz gesagt, Mann und Frau, die zwar selten bis gar nicht den Nachweis erbringen können, ihre Familien seien seit acht und acht Generationen in Österreich, dafür aber vor ihren Namen politische oder auf Österreichs Wirklichkeit zutreffender parteipolitische Amtstitel haben, und das reicht in Österreich aus, auf Empathie zählen zu können, damit ist sie eigentlich auch schon erschöpft, mehr Empathie gibt es nicht …

Freunde von mir sind Zigeuner

PS Die mutige Frau wird wohl nicht in der Geschichte aufsteigen, wie jener Mann, für den sehr viel Empathie verbraucht wird, in Deutschland, von dem eine empörte Zurückweisung bekannt ist. Er wies nicht mit „Freunde von mir sind Zigeuner“ zurück, ein Antiziganist zu sein, sondern er wies empört zurück, selbst ein Rom oder Sinti zu sein.

„Neid, das ist ein blau-türkises Leiden.“

Als wäre

„Neid, das ist ein blau-türkises Leiden.“

zur oder für die zurzeitige schwarzidentitäre Regierung in Österreich extra geschrieben worden. Dabei hat diesen Satz vor langer Zeit Violette Leduc geschrieben, als in Österreich es noch nicht zur Staatsräson gehörte, eine identitäre Partei zu einer identitären Regierungspartei zu machen. Leduc dachte dabei nicht an Österreich.

Und doch ist es kein Zufall, daß dieser Satz gerade von Violette Leduc ist, von einer Schriftstellerin der Armut, einer Schriftstellerin, die anschrieb gegen den Urteilsspruch, der gegen sie gefällt wurde, ohne je etwas verbrochen zu haben, ein Schuldspruch gegen sie bereits zu ihrer Geburt und im Grunde ein Schuldspruch gegen sie bereits bei ihrer Zeugung, die Benennung, eine Bastardin zu sein, die Benennung als Zuweisung der Identität der Armut, der sie sich zu fügen hat, als lebenslange Strafe zu verbüßen hat.

Das ist Jahrzehnte her. Violette Leduc verstarb 1972, gerade einmal 65 Jahre alt geworden.

Und nicht anders wird, Jahrzehnte später, in Österreich immer noch verfahren, mit dieser Zuweisung, mit diesem Schuldspruch, der Zubenennung. Vorneweg von der schwarzidentitären Regierung. Ihr sind – obgleich das nicht gewiß ist – die unehelich geborenen Kinder nicht mehr Bastardinnen, aber die Menschen, die nach Österreich kommen, das Kind, das zwar in Österreich geboren, aber Eltern ohne österreichische Staatsbürgerschaft hat, ist ihnen ein Bastard, dieser Zubenennung entkommt das Kind nicht einmal dann, wenn seine Eltern die österreichische Staatsbürgerschaft haben, aber seine Großeltern von irgendwoher nach Österreich eingewandert sind. Und vielen bleibt sogar ein Kind, das Eltern und Großeltern mit österreichscher Staatsbürgerschaft hat, aber seine Urgroßeltern von irgendwoher nach Österreich zugewandert und ohne österreichische Staatsbürgerschaft waren, weiter ein Bastard.

Diese Stigmatisierung allein reicht ihr nicht aus. Es muß zum folgenreichen Schüren des Niedersten noch etwas beigemengt werden, um das giftige Gebräu möglichst vielen schmackhaft zum Schlucken zu machen: das ist der Neid.

Getränke haben unterschiedliche Farben. Absinth etwa, der mit dem Land, in dem Leduc lebte, vor allem in Verbindung gebracht wird, ist grün. Das Gebräu aus Stigmatisierung und Neid kann keine andere Farbmischung haben als eine türkis-blaue …

Und es ist viel Neid dabei. Wer allein all die Aussagen in den letzten Wochen der schwarzen und der blauen Partei etwa zur Mindestsicherung erinnert, wird bemerken, wie neidgetrieben diese sind. Neidaufstachelung gegen alle Menschen, gegen Menschen, die nach Österreich kommen, gegen Menschen, die zwar nachweisen können, ihrer Herkunft nach bereits seit acht und acht Generationen … aber ohne Arbeit ein „besseres Leben“ haben als mit Arbeit.

Weshalb die christlichen Männer der schwarzidentitären Regierung keinen Nadelstreif tragen, ist nicht die Furcht – erinnern Sie sich noch an den Vorwurf, dem besonders Franz Vranitzky ausgesetzt war – „Nadelstreifsozialisten“ geschimpft zu werden, sondern Slimfitanzüge. Die Nadeln haben sie eingesteckt als Munition gegen alle. Die Taschen ihrer Slimfitanzüge sind voll von Nadeln, so vollgestopft mit Nadeln, die alle ihre Anzugtaschen ausbeulen. In ausgebeulten Slimfitanzügen versetzen sie allen ihre Nadelstiche. Und viele der bisher von ihnen schon Gestochenen sind von dem türkis-blauen Gebräu derart beschwipst, daß sie es noch gar nicht bemerkt haben,  wie viele Nadeln sie abbekommen haben, wie viele Nadeln bereits in ihnen stecken. Aber ein jeder Schwips geht vorüber, und was dann kommt, auch das ist bekannt, ist das Bluten.

Und außerdem, „Sozialisten“ sind sie keine. Es wäre als gänzlich verfehlt, sie Slimfitsozialisten zu nennen. Deshalb kann es nur eine Bezeichnung für sie geben. Sie tragen Slimfitanzüge und sie bezeichnen sich als Christen. Also: Slimfitchristen. Auch wenn die Frauen von beiden Parteien keine Slimfitanzüge tragen, also diesen Arbeitsanzug zum Nadeln und Mischen des giftigen Gebräus, sind sie nicht weniger Slimfitchristinnen.

Und weil aus diesen Kreisen stets zu hören ist, das Gendern störe den Lesefluß, ist es wohl am besten, Slimfitchristen in englischer Übersetzung zu verwenden, mit dieser sind dann Christen und Christinnen in einem Wort gegendert vereint: Slimfitchristians.

Und gegen das Englische scheinen sie nichts zu haben, wie es aktuell aus dem Plan der schwarzidentitären Regierung für die Mindestsicherung hevorgeht. Denn. Wer in Österreich, nach diesem türkis-blauen Plan, die englische Sprache auf dem vorgeschriebenen Niveau beherrscht, ist auf der sicheren Seite, das heißt, keine Kürzung der Mindestsicherung wegen Sprachdefizite.

Slimfitchristians - Neid das ist ein blau-türkises Leiden

 

Slimfitchrist – Bundeskanzler in Österreich, plant, kurz auf den Punkt gebracht, Müllzentren außerhalb von Europa.

„ja es gibt bestrebungen dass wir schutzzentren außerhalb europas schaffen wo wir flüchtlinge unterbringen können wo wir schutz bieten können aber gleichzeitig nicht das bessere leben in mitteleuropa das ist ein projekt an dem wir mit einer kleinen gruppe von staaten allerdings sehr vertraulich arbeiten nicht weil wir geheimnistuer sind sondern schlicht und ergreifend weil das die möglichkeit der durchsetzbarkeit des projekts erhöht“ 

Das ist gestern.

Gestern, am 13.06.18, um 7.18 ist das im Morgenjournal des österreichischen Rundfunks vom zurzeitigen Bundeskanzler in Österreich im Originalton zu hören. Und dann noch:

„wir werden sehen“

Das ist seine Antwort auf die Frage der Interviewerin, ob so ein „Lager“ in Albanien stehen könnte.

Dem zurzeitigen Bundeskanzler scheint in seinem „besseren Leben“ nur etwas noch zu einem besten Leben zu fehlen – ein Atlas,

Im Zentrum ein leitender Polizist – Die kurze Mittelmeerroute zu Kolonialismus und Ändern der Rechte

um nachsehen zu können, wo Albanien … außerhalb von Europa jedenfalls nicht ..

Wenn vor allem Männer seines Schlages von „Schutzzentren“ schwefeln, wird immer gehört Müllzentren. Das „bessere Leben in Mitteleuropa“ produziert sehr viel Müll, und dieser wird „außerhalb von Europa“ abgeladen, tatsächlich „außerhalb von Europa“, etwa in Afrika.

Und das ist auch der Zugang vor allem solcher Männer, wenn es um Menschen geht. Alles, was ihnen nicht zu ihrem „besseren Leben“ zugehörig erscheint, sie in „ihrem besseren Leben“ für sich als störend empfinden, wollen sie weghaben, wollen sie abladen, irgendwo, nur weg von ihnen, wie ihren Müll, den sie auf die Straße stellen und verbracht wird, irgendwohin, und das kümmert sie nicht weiter. Denn. Sie sind es nicht, die den Müll irgendwo abladen, da sind sie frei von Verantwortung, sie haben ihre Pflicht getan, den Müll ordentlich getrennt auf die Straße gestellt, und das rechnen sie sich hoch an.

Wo sie sind, soll alles so scheinen, als hätten sie irgend etwas gelöst. Dabei. Es ist nichts gelöst, nur weil es aus den Augen ist, wie etwa der Müll Europas, der nach Afrika verbracht wird …

Slimfitchrist - Bundeskanzler Österreich

Adrett in ihren Slim-Fit-Anzügen möchten sie Lösungskompetenz ausstrahlen. Und alles, das dem widerspricht, muß weg aus ihren Slim-Fit-Leben. Das eine ist schon gelöst, also für die mit dem „besseren Leben“. Die Müll-Lager gibt es, und diese sind tatsächlich außerhalb von Europa. Und jetzt noch die Müll-Lager, in denen die Menschen ohne Slim-Fit-Anzüge gepfercht werden sollen. Es ist ihnen, ob sie von Müll oder von Menschen reden, dasselbe, aus ihren „besseren Leben“ wollen sie es weghaben, und möchten das sich auch noch recht hoch anrechnen lassen, geradeso, als hätten sie tatsächlich je irgend etwas getan, um zu tatsächlichen Lösungen im Sinne der Menschen …

Welche Staaten der Christ im Slimfit auf seinem Kanzlerstuhl wohl meint, mit denen er „vertraulich“ – dafür braucht es keinen Atlas, um sich denken zu können, um welche Staaten es bei dieser Kollaboration geht …

Und übrigens, der Slimfitchristkanzler verwendet, wie oben zu lesen ist, die Phrase: „schlicht und ergreifend“ …

Schlicht und ergreifend … eine der Leibphrasen von seinem Reitkameraden in der schwarzidentitären Regierung, der es wohl sich selbst hoch anrechnen wird, auch im Kopf seines Slimfitkameraden zu deponieren seine …

Zurzeitiger Bundeskanzler in Österreich - der Christ im Slimfit - plan Müllzentren außerhalb von Europa