Innenminister erfüllt den hohen Auftrag der stefanischen Sendung: „Wohlauf, Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd!“

 

Nun darf erlebt werden, die Umsetzung

Kommerse: Von Schiller zu Fest

der „nationalen Sendung“, von der einst in der Wiener Hofburg Stefan sprach. Und auch ein Innenminister folgt der Sendung Befehl: „Wohlauf Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd!“

Und erfüllt von der Sendung ist ganz und gar ein Verteidigungsminister, für den es stefanische Pflicht ist, von Menschen als „Kameraden“ zu sprechen, ob es Männer, ob es Frauen, für ihn sind es, der Sendung auftragsgemäße Pflicht, „Kameraden“ …

Herbert Kickl - Der Sendung hoher Auftrag

Kommerse: Von Schiller zu Fest

Wiener Hofburg

Strache - Stefan - Schillerkommers 2005 - Erst horrende Schulden verursachen und dann sich schleichen

Am 3. März 2018 wird es einen

Von Hofer bis Schönerer: „Los von Rom“. Und ewig lockt Linz …

„Festkommers der Waffenstudenten“ geben. Ein Zeitpunkt, an den „Schillerkommers vom 11. Juni 2005 in der Hofburg zu Wien“ zu erinnern, an die „Festrede“ von Harald Stefan,

„Historikerkommission“ der FPÖ wird so nutzlos, weil konsequenzlos sein, wie es eine „Holocaustkommission“ gewesen wäre. Ein Bericht ändert keine Gesinnung.

der nun in der Kommisssteuerungsgruppe der FPÖ sitzt.

Was für ein Bekenntnis zu Österreich legte Harald Stefan in der Hofburg ab:

„In diese Realität wurden wir Deutsche, egal auf welchem Staatsgebiet, hineingestellt.“

Solch ein Bekenntnis kann nur Auftrag sein, der Vorsehung zu folgen:

„Dann setzen wir unsere nationale Sendung in den verschiedensten wirtschaftlichen, politischen und sozialen Organisationen noch effizienter um.“

Vizekanzler Österreich - Kommerse 2005 - 2018

Und was für eine erlauchte Runde ihm wohl mit größter Ergriffenheit lauschte, wie die Burschenschaft Aldania ergeben zu berichten:

„Er begrüßte die akademischen Professoren wie (hier o.T.) Kuich, Wanek, Pendl, Würzner, Stefan; die Politiker Strache, Haupt, Stadler, Kabas, Herzog, Jung, Kowarik, Blind sowie weitere prominente Persönlichkeiten.“

Wahre „prominente Persönlichkeiten“, auf die auch im Jahre 2018 nicht verzichtet werden kann, wenn es gilt … erfolgt der mediale Ruf in Österreich

Burschenschaften wurden schon, kurz gesagt, von Nazis als überholt angesehen – Was sagt das über Österreich 2018?

an einen Haupt, an einen Stadler … der gesinnungsgemäße Ruf an einen Kabas

Seine Festrede beendete Harald Stefan im Jahre 2005 mit:

„190 Jahre Deutsche Burschenschaft waren gerade erst der Anfang.“

„Der Anfang“ des Überholtseins …

Was überholt ist, muß nicht mehr ausführlich … es hieße, das Überholte wieder eine Bedeutung zu geben, diesen Schaften mit ihrer an der Sohle angeklebten identitären Regierungspartei eine Freude zu bereiten, über sie zu sprechen …

Aber weil die Lieder der Schaften in diesen Tagen gar so viel Aufregung verursachen, muß schon erwähnt, was Harald Stefan in seiner Festrede nicht erwähnt hat, aber in verklärender Weise hervorhebt:

„Diese Aufforderung Schillers beherzigten die Burschenschafter 1817 am Wartburgfest, als sie von den Fürsten -von der Krone- die Menschenrechte wie Meinunggsfreiheit und Pressefreiheit forderten.“

Was die „Burschenschafter 1817 am Wartburgfest beherzigten“, war das Verbrennen:

Gaulands Bollwerk

Es mag nichts mehr geschrieben werden, Collagen mit der gesamten stefanschen Festrede in der Wiener Hofburg reichen aus …

Es mag vielleicht noch interessieren, wer die stefansche Rede recht wertvoll erachtet, sie zu veröffentlichen – Wiener Nachrichten Online …

Schillerkommers Hofburg 2005

 

HC Strache - Schillerkommers Wiener Hofburg 2005.png

 

Mädelschaften singen auch

Schriftwart Herwig Götschober hat noch nicht das harte Los eines freiheitlichen Mitarbeiters ereilt; vorerst ist er, wie zu lesen ist, beurlaubt, und sein montagsgemachter Infrastrukturminister verteidigt ihn noch treu.

FPÖ stellt recht SIngesfreudige an

Es gibt wieder eine Aufregung. Es geht ein weiteres mal um ein Liedbuch. Was wohl die Mädelschaften singen? Ehe sie den Ausführungen

„Im Anschluss an das zweite Lied der Kneipe trugen zwei aktive Mädel ihre Ausführungen zu den Ereignissen zwischen den zwei großen Weltenbränden vor. […] Weiter erwähnten die jungen Frauen in ihrer Rede die Zerstückelung des Reiches nach dem 8. Mai 1945, die schrittweise erfolgte Umerziehung der Deutschen in Österreich und die damit einhergehende Eliminierung der deutschen Identität.“ (Silke Götschober, Mädelschaft Freya feiert, Der Eckart 1/2012, S. 15)

folgen, mit Liedern eingestimmt, das zu ertragen.

Zur Ewiggestrigkeit eine Presseaussendung der freiheitlichen Mädelschaft

Das werden wohl auch recht besondere Lieder sein, um sich einzustimmen, auf das „Böse“ nach 1945, also die „Zerstückelung des Reiches“ und die „Umerziehung der Deutschen“, die „Eliminierung der deutschen Identität“ in „Österreich“.

Zur Zeit - Einer von uns

Was für die Burschenschaften gilt, wird die ZZ der FPÖ wohl auch für die singenden Mädelschaften meinen, mit ihrem Aufmacher: „Feindbild Burschenschaft … böse Menschen haben keine Lieder“ (nach Seume):

„Wo man singet, lass dich ruhig nieder,
Ohne Furcht, was man im Lande glaubt;
Wo man singet, wird kein Mensch beraubt;
Bösewichter haben keine Lieder.“

Wer singet, den stelle ruhig ein, wird in dieser Partei nicht nur die Maxime von Hofer sein.

Hofer-FPÖ: Auf den Knecht hinhauen, damit der Herr ihn schützen kann

Wer singet, die stelle ruhig ein … Wo Silke Götschober wohl arbeitet? In Oberösterreich, in der haimbuchnerischen Landesgeschäftsstelle. Und in der Leopoldstadt (wenn die Angaben auf den Websites vom 21. Februar 2018 aktuell sind).

Tüchtig. Aber: Wer singet, der geht die Arbeit leicht von der Hand, tröstet hinweg über die „Zerstückelung“ …

Noch wer arbeitet in der haimbuchnerischen Landesgeschäftsstelle, an den sich wohl kaum wer noch erinnern wird. Sein ehemaliger Arbeitgeber ist in diesen Tagen durchaus medial präsent, nicht unbedingt als Mandatar, der Arbeiten für die Menschen vorweisen kann, aber als Mitglied einer „Kommiss…“

FPÖ im Parlament – Was unterscheidet Harald Stefan von Jan Ackermeier?

Von Harald Stefan »gefeuert« aus der FPÖ im Parlament, aber Freunde

Die Aufregungen um diese Liederbücher bringt möglicherweise eine Antwort auf die einmal gestellte Frage:

„Unzensuriert.at“ – Was ist der Unterschied zwischen Kommentarschreiberin Silke und z.B. einer freiheitlichen Bezirksrätin Silke Götschober?

Eine singt und die andere nicht. Die Singende arbeitet an den oben erwähnten Stellen, und die Nichtsingende … solange es Identitätsrücksingbücher gibt, bleiben die Deckel nicht geschlossen, und alle Fragen offen.

Alleen und Männer

avenidas y ramas 18 - BK
Im Prater wichsen wieder die Bewunderer,
In Sievering schützt Liessmann schon Barbareneier

Ein Gedicht von Eugen Gomringer ist zum Mittelpunkt eines Disputes um Kunst und deren Freiheit geworden, es hat nun sogar die Philosophie, zu großes Wort, Konrad Paul Liessmann bewogen, etwas zu diesem Disput beizutragen.

„Die Barbaren sind mitten unter uns. Sie lauern nicht am rechten oder unteren Rand der Gesellschaft, sie gehören nicht zu den Bildungsfernen und Bildungsverlierern, sie kommen nicht aus unterentwickelten Regionen, sondern sie sitzen an den Schaltstellen von Kunst und Wissenschaft, schreiben in Qualitätsmedien, diskutieren an Universitäten, leiten Gemäldegalerien, dominieren die Talkshows. Barbaren sind sie dennoch. Denn im Grunde ihres Herzens verachten sie die Kunst. Unter dem Vorwand, gegen Sexismus und Rassismus zu kämpfen, übermalen sie Gedichte.“

So beginnt Konrad Paul Liessmann seinen Beitrag am 8. Februar 2018 in der „Neuen Zürcher Zeitung“ …

Vollkommen richtig. „Die Barbaren sind mitten unter uns.“ Ein Barbar ist ein Mensch, so wurde es einst verstanden, der die Sprache eines anderen nicht versteht, nur, sollte ihm dieses Glück beschieden sein, seine eigene Sprache. Konrad Paul Liessmann versteht die Sprache der Frauen nicht.

Im Prater blühn wieder die Bäume

Konrad Paul Liessmann versteht nicht, wenn Frauen davon sprechen, daß das Gedicht von Eugen Gomringer sie an sexistische Übergriffe, an sexistische Belästigungen erinnern, sie, die Frauen, zum Objekt des Begaffens verdinglichen.

Im Gedicht kommen Alleen vor.

avenidas y flores y mujeresIm Gedicht kommen Blumen vor. Und Frauen kommen im Gedicht vor. Auf einer Stufe. Zusammen an den Wegesrand gestellt, zum Bewundern, aber es kann ein abgründiges …

Wie leicht wäre es doch zu verstehen, daß Frauen von Männern nicht mit Blumen in Alleen in eine Reihe gestellt sich sehen wollen.

Aber Konrad Paul Liessmann versteht die Sprache der Frauen nicht. Wie sollte er erst tonlose Blumen verstehen können, die ihm einiges über Männer erzählen könnten. Sie könnten ihm erzählen, daß ihnen Männer wie Basho vielleicht lieber sind als Männer wie Goethe, Männer wie Tennyson ganz und gar ein Greuel, eine tödliche Gefahr, die sich in Gedichten mit ihnen … obgleich Basho, anders übersetzt, auch ein „Bewunderer“, letztlich ein Vereinigungsbegehrer … das könnten die am Rand auf der Prater Hauptallee ihm nicht erzählen, es treibt die Männer nicht die Wissenschaft, nicht die Dichtung in die Alleen, wo sie unruhig wichsen, wenn die Blätter treiben und auch nicht …

Wie oft haben Frauen schon erzählt, auf der Prater Hauptallee an wichsenden Männern vorbeilaufen zu müssen, wenn sie die Prater Hauptallee zur sportlichen Ertüchtigung aufsuchen. (Es erschließt sich nun wie von selbst die tiefe Bedeutung des beliebten Liedes: „Im Prater blühn wieder die Bäume.“)

Es mag Konrad Paul Liessmann ein Kunstfreund sein, ein Gegner der Kunstzensur, aber ein Gegenwartsfreund, ein Fortschrittsfreund, ein Zukunftsfreund kann er nicht genannt werden, und er wird sich viele Freunde gemacht haben, unter den Bewunderern mit den Barbareneiern auf der Prater Hauptallee, mit seiner Unterzeichnung des „Briefes der 800“,

Heinz Mayer bestätigt die Notwendigkeit der Binnen-I-Schreibung – Teil 8 der Komödie in Fortsetzung

mit dem im Grunde nichts anderes gefordert wurde, als die Zensur der Sprache.

Dem Gedicht von Eugen Gomringer gebührt aber die höchste Auszeichnung. Es zieht Konrad Paul Liessmann die Hose aus, und zum Vorschein kommen …

Avenidas y gachósEin Elend ist aber stets das Interpretieren von Gedichten. Wer wird das Gedicht noch übermalen wollen, wenn dabei an die „Bewunderer“ auf der Prater Hauptallee gedacht wird, wie sie hinter Bäumen versteckt ihr kümmerliches und stets nur für Sekunden steifes Glied wichsen und wichsen, die ärmliche Hugo-Boss-Hose bis zu den Wadeln hinuntergelassen, mit ihren entblößten Bierschwangerschaftsstreifenbäuchen  – wer wollte dann nicht auch dieses Gedicht in Goldlettern in einem Goldrahmen an der Wand im besten Zimmer der Wohnung haben.

Männer in Alleen allein. In Berlin – und der Disput geht um das Gedicht auf einer Mauer in Berlin. Stehen sie auch wichsend in den Alleen, und nicht nur in Wien, kann das Gedicht gerade in Berlin auch Erbarmen mit dem „Bewunderer“ hervorrufen, so „alleen“, das Kümmerliche in der Hand, mit sorgenvollem, bekümmertem Gesicht, das können die Mimik der unverschämten Überlegenheit und die Posen der geilen Frechheit nicht verbergen, mit hilfloser Tonlosigkeit nach Aufmerksamkeit, nach einer Geste, mag diese auch ablehnend sein, der Zuneigung, mit dem Wichszeichen ständig den Satz „Lass mir nicht so alleene da stehn!“ …

Und ob Konrad Paul Liessmann wirklich ein Kunstfreund ist? Vielleicht von sehr alter Kunst. Es wäre stimmig. Kommt er doch auch bei der Philosophie nicht so recht an die Gegenwart heran, bleibt Jahrzehnte davor stehen, wie er so eindrücklich in Salzburg …

„Doch das ist nichts Neues“

… wo er gerade einmal bis …

Alleen und Männer

Übrigens, beim „Brief der 800“ war gesinnungsgemäß die FPÖ die treibende Kraft, also die Partei, in der die Männer meinen, Eier wie Odin zu haben, und weil es ebenfalls sehr aktuell ist, dürfen die Burschenschaften nicht unerwähnt bleiben. Wie sehr würde sich wohl gerade in diesen Tagen die montagsgemachte identitäre Regierungspartei wünschen, es wäre die heutige Zeit noch eine so recht gute alte Zeit, in der ein Wortführer (gesinnungsgemäß ein Mann) einmal sagt, eine Debatte um die Burschenschaften brauche es jetzt nicht, und augenblicklich ist die Debatte beendet. Wie lange ist das schon her, daß Konrad Paul Liessmann

Rund um und aus Odin Wiesinger dampft es

genau das sagte, in einer Fernsehdiskussion – aber wer hört schon auf …

Das wäre jetzt ungerecht, zu sagen, er werde nicht gehört … es könnte ihm noch ein großer Aufstieg bevorstehen, zum ersten Philosophen, kein zu großes Wort, der FPÖ und der AfD …

Konrad Paul Liessmann - Aufstieg zum führenden Philosophen

Facebookameisen

Es ist doch rührend, wie Armin Wolf nun beschreibt, daß er keinen Deal mehr mit Mark Zuckerberg wie bisher haben will, also er bekennt schon ein, er hätte keinen „persönlichen Deal“ mit Mark Zuckerberg gehabt. Aber für eine Facebookameise ist es doch eine Trostträumerei, die durch den Küniglbergstudioalltag schweben läßt, irgendwie halt doch mit Mark Zuckerberg, mit ihm auf Augenhöhe fern so nah …

So muß das geschrieben sein. Immerhin ist Armin Wolf ja nicht irgendeine Facebookameise, in Österreich ist er wer, also keine Facebookameise, sondern ein respektabler, heiß umfehdeter Fernsehjournalist.

Armin Wolf will keinen Deal mehr mit Mark Zuckerberg

Aber in der Welt von Facebook ist er eine Facebookameise von über zwei Millarden Facebookameisen, die tippseln und posteln mit allen ihren Beinchen auf ihren Tastaturen tapsen und so weiter. Ameisen selbst, nicht frei von Einflüssen und Nachrichten aus der Menschenwelt, werden wohl ihrem Nachwuchs die Facebooklebewesen als Vorbild vorhalten, ihm sagen, seid so emsig wie diese, wenn ihr richtige Ameisen, eurem Namen gerecht werden wollt, wenn ihr groß seid. Aber laßt euch nicht alles gefallen, stemmt alle eure Beinchen auch einmal richtig in den Boden und sagt es dem da oben so richtig hinein, ihr könnt auch wie er da oben einmal richtig unzufrieden sein, aber am Throne rüttelt nicht, bekundet weiter eure Ergebenheit, dient ihm weiter eifrig, aber nicht emsig wie eine Ameise …

Wie lieb stolz er, die Facebookameise Armin Wolf, auf seine rund 280.000 Abos … Bob Marley hat 68 Millionen Abos (und das ist großzügig um fast 500 Tausend abgerundet), und Bob Marley ist tot, seit 37 Jahren.

Andreas Gabalier hat fast 800 Tausend Abos. Als ob Inhalt auf Facebook zählte.

Und Armin Wolf redet von Inhalt, von seiner Leistung, die er für Mark Zuckerberg, also nicht persönlich für Mark Zuckerberg, erbracht hätte.

Als ob auf Facebook Inhalt zählte.

Helene Fischer hat rund 1,6 Millionen Abos. Sogar He.-Chr. Strache hat mit rund 750 Tausend Abos – wie viele Abos mehr als Facebookameise Armin Wolf? Und mit rund 740 Tausend Abos ist Sebastian Kurz ja im Gegensatz zu Armin Wolf eine Facebookbulldoggenameise …

Das sind Zahlen vom heutigen Tag, 19. Februar 2018.

Als ob auf Facebook Inhalt zählte.

Das ist der kleine, liebenswerte Glaube der Facebookarbeitsameisen.

Nun aber, da das Facebookameisenego um seine Reichweite fürchtet, gar, um seine Reichweite zur Befriedigung seines Facebookameisenegos zu halten, Geld in die Hand nehmen müßte, möchte es einmal so unzufrieden sein, wie Mark Zuckerberg. Und wie schnell so eine Facebookameise etwas begreifen kann, wenn es um das eigene Geld geht, jetzt nach acht Jahren auf Facebook sieht er einen Vorteil darin, daß die Texte, die er auf Facebook schreibt, ihm gehören, und nicht mehr Mark Zuckerberg, also nicht persönlich Mark Zuckerberg …

Acht Jahre lang war es der Facebookameise egal, wem seine Texte gehören, wer mit seinen Texten machen kann, was er oder sie oder ein Konzern will. Nun aber, in der Furcht um Reichweitenerkürzung und Geldausgabe zur Verhinderung … aber vielleicht ahnte er doch von Beginn an, daß auf Facebook kein Inhalt zählt, und soher es egal ist, wem die Texte gehören.

Und was ist jetzt mit dem „Unterwandern mit Journalismus“? Beim Geld hört sich das Unterwandern auf. Das ist aber keine andere Geschichte, nur ein anderes Kapitel, in dem die Facebookameise auch vorkommt.

Und hat der zehnjährige Sportstadtrat von Wien, der er nie war, und jetzt montagsgemachter Vizekanzler ist, wobei äußerst fraglich ist, ob er das, wenngleich er es formal auch ist, je sein wird, das über Armin Wolf nicht auf Facebook getippselt? Das ist aber keine andere Geschichte, nur ein anderes Kapitel … 

Als ob auf Facebook Inhalt zählte.

Ist Erich Körner-Lakatos, der vieles recht satirisch weiß, der Satirenlehrmeister von He.-Chr. Strache, dem zehnjährigen Sportstadtrat von Wien?

Zehn Jahre Sportstadtrat von Wien - Heinz-Christian Strache

„Da ich zehn Jahre Sportstadtrat in Wien war, weiß ich, wovon ich spreche.“ Das sagt He.-Chr. Strache in einem am 15. Jänner 2018 veröffentlichten Interview.

Was für eine Aufregung wieder einmal, um einen Funktionär der montagsgemachten identitären Regierungspartei.

Für das identitäre Personal scheint das Zeitwort „funktionieren“ zum Hauptwort „Funktionär“ zu sein, also stets gesinnungsgemäß zu funktionieren, und es funktioniert auch stets gesinnungsgemäß – eine Tradition, von der es mit Ehre und Treue erfüllt ist, seit den Führungstagen eines Reinthallers (aber nicht nur seit diesen) bis herauf zu He.-Chr. Strache, der nun meint, sich auch als Satiriker versuchen zu dürfen, weil seine Satirenlehrjahre nun er meint, hinter sich zu haben, er vielleicht sogar eine Satirenprüfung erfolgreich abgeschlossen hat.

Und wer aus diesem Gesinnungsbunde könnte einem He.-Chr. Strache recht besser bescheinigen, eine Satirenausbildung erfolgreich abgeschlossen zu haben? Augenblicklich fällt der Satirenmeister aus diesem Gesinnungsbunde ein: Erich Körner Lakatos …

Zum Verstehenkönnen von Satiren der freiheitlichen 

Faschistische Partei ist für freiheitlichen ZZler eine sozialistische – Diesmal aber keine Satire von Erich Körner-Lakatos

Satire und Freiheitliche

„Lieber H.“err – Satire, wie sie freiheitliche ZZler lieben

Lehren Sie, Erich Körner-Lakatos, Norbert Hofer zusätzlich in Privatstunden keine Geschichte

ZZler Erich Körner-Lakatos – Kein Anstand und keine Höflichkeit gegen das deutsche Reich und Adolf Hitler

FPÖ-ZZ: „Ob der verbotene Hitlergruß im Alltag sich überhaupt vermeiden ließe“

Pferdeapfel auf Blattsalat mit österreichischen Qualitätszeitungen

Einem für die ZZ Tätigen kann ein Wunsch nicht erfüllt werden

Kapitel um Kapitel so weiter und so fort …

Es gibt viele Sätze von Erich Körner-Lakatos, mit denen er die Aufnahmeprüfung der ZZ bestanden haben könnte; aber vielleicht war es doch dieser, mit dem er alles abdeckt, was für ein gesinnungsgemäßes Funktionieren gefordert wird:

„Exaltierte Anhänger des neuen Ritus würden vielleicht den Holocaust vorschlagen, weil den dürfe man ja, ganz im Gegensatz zu unserem christlichen Herrgott, nicht leugnen.“

Generell kann gesagt werden, um keinen Menschen persönlich zu meinen: Es gibt einen Ort, an dem die Wirklichkeit zur Wirkicklheit wird. Das ist „Zur Zeit“. Wirkicklheit ist auch eine Wirklichkeit, aber eine recht besondere, in der durch Buchstabenverschiebungen die Wirklicheit sich zur Gesinnungswirklichkeit … Wie das genau funktioniert, kann wohl beispielsweise „Ostmärker“ Melisch assistiert vom montagsgemachten Innenminister, zwei schreibende Männer für „Zur Zeit“, kompetent Auskunft erteilen:

Freiheitliche ZZ betätigt sich als eifrige Wiederleserin von Robert Jan Verbelen, einem SS-Mörder und Revisionisten

Es wird nicht gewußt, ob Wilhelm Brauneder mit anderen Männern des Wortes ebenso vertraut ist wie mit Karl May, aber ein Robert Jan Verbelen mit seinen Spionageromanen könnte ein weiterer sein, der eine Titelvorlage für den Bericht der „Kommiss…“

„Sebastian Kurz begrüßt Historikerkommission der FPÖ.“ Vorfreude auf den neuen Karl May von Wilhelm Brauneder?

abgeben könnte, zum Beispiel: „Mister Inkognito“ oder „Der Affe auf dem Galgen“ …

 

Zur Zeit - Einer von uns

Österreich: „Antiziganismusbericht“ und „Antisemitismusbericht“

Aus Anlaß des in dieser Woche veröffentlichten Antisemitismusberichtes ist es nicht uninteressant, einmal zu vergleichen, wie sieht es in der Berichterstattung über Antisemitismusbericht und Antiziganismusbericht im Vergleich aus.

Österreich - Antisemitismusbericht - Antiziganismusbericht

So unerfreulich die beinahe Verdoppelung der antisemitischen Vorfälle in Österreich seit 2014 sind, so erfreulich ist die breite Berichterstattung darüber.

Zum Antiziganismusbericht kann nichts Erfreuliches geschrieben werden. Es ist alles unerfreulich.

Wer in eine Suchmaschine, wie in der Collage gelesen werden kann, die zwei Berichte eingibt, erhält unter „News“ folgende Ergebnisse: 41.600 Einträge für „Antisemitismus Bericht Österreich“ und 70 Einträge für „Antiziganismus Bericht Österreich“ …

Einundvierzigtausendsechshundert Einträge zu „Antisemitismus Bericht Österreich“ und siebzig Einträge zu „Antiziganismus Bericht Österreich“ …

Sagt das nicht bereits alles?

Offenbart das nicht bereits die gesamte Ungeheuerlichkeit in diesem Land.

2018 ist zum großen Gedenkjahr ausgerufen, in dem alle in diesem Land – also die sogenannten Bildungsnahen, zu denen Menschen, die in Politik und Medien beschäftigt werden, wohl gezählt werden dürfen – es sich hoch anrechnen werden, niemals vergessen zu wollen, was in der Vergangenheit an Unmenschlichkeit begangen wurde, mit Würde und Pathos werden alle in diesem Land ein Bekenntnis gegen den Antisemitismus ablegen, von den Redaktionsstuben bis in die Hofburgstuben, von den Fernsehanstaltskammern bis in die Ballhausplatzkammern.

Von allen – also von den sogenannten Bildungsnahen, zu denen Menschen, die in Politik und Medien beschäftigt werden, wohl gezählt werden dürfen – vergessen werden, auch im zur Eigenfeier ausgerufenen Gedenkjahr die Menschen, die heute noch unter dem Antiziganismus zu leiden haben, es wird kein Bekenntnis gegen Antiziganismus abgelegt werden, von den Redaktionsstuben bis in die Hofburgstuben, von den Fernsehanstaltskammern bis in die Ballhausplatzkammern wird es das geben, was es zum Antiziganismusbericht gibt: Schweigen.

Ein Kapitel mehr. Ein Kapitel dazu, wie viele noch zu den bereits geschriebenen:

Landeshauptmann von Burgenland - Unvergessen in der Welt

Romane Thana – Von der Großzügigkeit der österreichischen Gesellschaft gegen Walter Dostal

Der Landeshauptmann von Burgenland ist in der Welt berühmt

Und was, Alexander Van der Bellen, ist mit dem Antiziganismus?

Hofschreibe für M. T. Habsburg, Mutterregentin des Antiziganismus

Häupl präsentiert kein erstes Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus im Wiener Rathaus

Schriften von Martin Luther – 500 Jahre Weltkulturerbe Antiziganismus

Nicht kurzer als der Kurz.

Gedenkt der Staatsspitze in Österreich – Ohne Sinti und Roma, aber wer will schon neben ihr sitzen

Antiromaismus und Antisemitismus

Holocaust ist gleich Shoa und Porajmos

Porajmos und der christliche Ökumene-Anhänger Adolf Hitler unter dem Einfluß von Martin Luther

Der halbe Luther von Michael Bünker oder „Zigeuner“ werden Opfer sein dürfen, wenn sie keine Opfer mehr sind

Wie über Zigeuner geschrieben wird – einst und jetzt

FPÖ-Willi-Vilimskys und „Neger-und-Zigeuner“-Lobbyist Zakrajsek geben eine Pressekonferenz,

Roma und Sinti in Europa 2013 – Der Geist von und der Traum von einem legalen Auschwitz im eigenen Garten

Freiheitliche Gemein-Schaft, weiter so mit dem Hetzen – Das klärt über das lebensbedrohliche Leben von Roma und Sinti in Europa auf

Die empörte Zurückweisung von Martin Luther, er sei ein „Zigeuner“

Und Kapitel um Kapitel so weiter und so fort …