Die Diagnose von Dr. Marcus Franz

Wenn Sie in der Posse

Dr. Marcus Franz, Volksvertreter: „Sie sind nicht das Volk.“

waren, wird Ihnen noch seine Diagnose in Erinnerung sein – „selbsternannter Inquisitor … Monoman … eingeengt … kranke … brauchen Behandlung …“ –, nicht nur in Erinnerung sein, vielleicht werden Sie sogar an weiteren eigenen Diagnosen von diesem Heilpraktiker interessiert sein.

Es dürfen ein paar nachgeliefert werden. Als eine Art Beipackzettel zur obigen Posse. Womit auch gleich ein Versäumnis nachgeholt wird, nämlich die Posse ohne Programmzettel zur Aufführung gebracht zu haben.

Die Diagnosen von Dr. Marcus Franz, alle von diesem Mittwoch, 22. Februar 2017:

Die „Befreiung“ der Frau führte in neue Knechtschaft am Arbeitsplatz, zur Doppelbelastung oder zu Kinderlosigkeit

Ehrlich – war’s das wert?

wäre die eigene Geburtenrate hoch genug, hätte Migration gar keinen Platz

Nur noch absurd. #Feminismus im Narrenmodus. Aber nicht nur im Fasching..

Das Ende der europäischen Kultur wurde durch die linke Ideologie und die Antibabypille vorbereitet.

Ich habe nicht das Recht, sondern die Pflicht, ein missionarischer Rechter zu sein. Noch immer viel zu viele Linke!!

„Flüchtlinge“ wurden „gerettet“?
Oder eher: illegale Migranten wurden eingeschleust?

bitte um Ihren Input!

Dr. Marcus Franz ist ein recht fleißiger Diagnostiker, wie auch weitere aus vergangenen Tagen belegen, wie Sie nachlesen können, sollte Ihnen das Interesse nicht

Wie gut, werden Sie vielleicht denken, daß es nicht nur die freie politische Wahl von Parteien, Kandidaten und Kandidatinnen gibt, sondern auch die freie Wahl der Ärzte und Ärztinnen …

Dr. Marcus Franz scheint in Anbetracht seiner Fließbandausschüttung von Diagnosen zu spüren, daß ihm bald nur noch seine Praxis bleiben wird, in der er seine eigenen Diagnosen … das österreichische Parlament wird er bald nicht mehr dafür nützen können, dort endet seine Zeit, spätestens 2018. Es wird sich wohl keine Partei mehr finden, die ihn als Kandidaten … nachdem sogar die christschwarze Partei recht rasch erkannt hat, daß er ihr kein volksvertreterischer Arzt des Vertrauens ist.

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Dr. Marcus Franz, Volksvertreter: „Sie sind nicht das Volk.“

Nationalratsabgeordenter Marcus Franz weiß wer das Volk ist.jpg

Bühne: Twitter.

Zeit:  Februar 2017.

Personen: Dr. Marcus Franz, Abgeordneter im österreichischen Parlament; Mensch aus dem Volk.

Originalaufnahme.

Franz: warum schicken Sie mir immer wieder Ihre kranken Elaborate? Wenn Sie Behandlung brauchen–> Termin in Ordi. Aber nicht hier

Volk: Weshalb schreiben Sie dann hier, wenn Sie nichts wissen wollen? Meinen Sie, der Button „Antworten“ ist als Zierde gedacht? Interessiert es Sie als „Volksvertreter“ nicht, was das Volk denkt? Ist es für Sie krank und muß von Ihnen behandelt werden?

Volksvertreter: Sie sind nicht das Volk, sondern ein selbsternannter Inquisitor aller rechten Meinungsträger. Monoman und eingeengt.

Nichtvolk: — —

Österreich, Platz der schlampigen Erinnerungen

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Platz der schlampigen Erinnerungen, mußte augenblicklich gedacht werden, beim Lesen der rauischen Zeilen, die an zwei Herren gerichtet sind. Das Umbenennungsgeschwefel von dem einen ist aber weiter in keiner Zeile zu erwähnen. Hätte also die Feder der Edlen nicht die „Tüchtigkeit“ als Tugend der „kleinen Schlampe“ hervorgehoben, wäre das Bild nicht in den Sinn gekommen: da steht der Österreicher auf seinem Platz der schlampigen Erinnerungen und schreibt sich seinen Teil.

Was Österreich, wie an diesem Tag es die Feder der Edlen stellvertretend wieder einmal belegt, tatsächlich fehlt, ist ein Platz, dessen Name den Charakter von Österreich weithin sichtbar und kenntlich macht, und was charakterisiert Österreich mehr als schlampige Erinnerungen

Und nur zur Seite gesprochen: ein Heldenplatz, ein Platz der Helden paßt doch gar nicht zu Österreich … Helden sind sie, wenn das Wort überhaupt dafür verwendet werden darf, wenn sie einem in unbedingter Gehorsamspflicht folgen dürfen, sie mit strenger Peitsche geführt werden … die Gehülfen statt die Helden ist das passendere Wort – Österreich, ein Platz für männliche und weibliche Gehülfen.

osterreich-platz-der-schlampigen-erinnerungenPlatz der schlampigen Erinnerungen, auch ein Platzname zum Gedenken an Prinz Eugen von Savoyen, der, wie

Die Höhle teilen sich Freiheitliche, Innozenz XI., die kleine Prinzenschlampe Eugen …

nachgelesen werden kann, genannt wurde: petit salope  … und die kleine Schlampe sitzt auf einem Pferd auf dem Heldenplatz, auf einem Pferd aber, das nicht tot auf dem Boden liegt, sondern … sie hätte auch anders dargestellt werden können: sitzend auf massakrierten Menschen und auf abgeschlachteten Pferden …dem Bildhauer wäre als Vorlage für ein solches Denkmal ein Satz ausreichend gewesen:

„‚Meine Leute konnten auf den Leichen der Feinde stehen wie auf einer Insel‚’– und auch auf den Leichen von mehr als 3 500 eigenen Pferden.”

Ein derartiges Denkmal mit einer auf  Tausenden von toten Menschen und Tausenden von toten Pferden sitzenden Kleinschlampe, so nüchtern muß das gesehen werden, hätte wohl auch nicht vermieden, daß am anderen Ende des Heldenplatzes

Für die von NR Mölzer geführte ZZ ist Deserteursdenkmal auf dem Ballhausplatz ein „Kameradenverräterdenkmal“

Jahrhunderte später ein Mahnmal errichtet werden mußte … und in seinem Schreibsturmlauf gegen dieses feiert Reservemajor Moser den „Türkenbezwinger“ Eugen Savoyen …

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Christliche Impfungen Zölibatitis und Katechekokken

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Es wundern sich manche, daß es für die eine Umsonst in Österreich überhaupt eine Meldung wert sei, aber in einem gar so katholischen Land muß doch immer wieder darauf hingewiesen werden, was Menschen, vor allem jungen Menschen angetan werden kann,  wenn sie die falschen Impfungen erhalten – sie beginnen zu masturbieren.

Die eine Umsonst erfüllt, dafür ist sie nicht zu schelten, hier nur einen hohen Auftrag, wie er allen vorgegeben

Wie leicht ist doch der richtige Impfstoff zu bekommen, um Menschen, vor allem die jungen Menschen vor der Unzucht mit sich selbst, die so widervatikanürlich ist, zu bewahren, nicht nur leicht zu bekommen, sondern der Impfstoff Katechekokken ist ganz und gar umsonst …

Die Umsonst berichtet über die Gefahren, die die Heilprakterin in den falschen Impfungen sieht, ohne aber die richtige Impfung ihren Leserinnen und Lesern, den um das Rückenheil ihrer Kinder besorgten Vätern und Müttern mitzuliefern. Wahrscheinlich ist sie der Meinung, dieser zeitgemäße Impfstoff ist allen bekannt. Aber wer weiß. So ist nur recht und billig, hier das Versäumnis der Umsonst nachzuholen:

„Masturbation ist die absichtliche Erregung der Geschlechtsorgane, mit dem Ziel, geschlechtliche Lust hervorzurufen. ‚Tatsache ist, daß sowohl das kirchliche Lehramt in seiner langen und stets gleichbleibenden Überlieferung als auch das sittliche Empfinden der Gläubigen niemals gezögert haben, die Masturbation als eine in sich schwere ordnungswidrige Handlung zu brandmarken‘, weil ‚der frei gewollte Gebrauch der Geschlechtskraft, aus welchem Motiv er auch immer geschieht, außerhalb der normalen ehelichen Beziehungen seiner Zielsetzung wesentlich widerspricht‘. Der um ihrer selbst willen gesuchten geschlechtlichen Lust fehlt ‚die von der sittlichen Ordnung geforderte geschlechtliche Beziehung, jene nämlich, die den vollen Sinn gegenseitiger Hingabe als auch den einer wirklich humanen Zeugung in wirklicher Liebe realisiert‘ (CDF, Erkl. ‚Persona humana‘ 9).“

Eine mögliche Nebenwirkung des Impfstoffes Katechekokken ist aber noch unzureichend erforscht, nämlich die Nebenwirkung der Benennung als „Gemeinde moderner Christen“. Wie in der Collage gelesen werden kann, geht von der Bezeichnung „Gemeinde moderner Christen“ noch nicht die Wirkung aus, modern zu sein, wenn „Ursache krankhafter Selbstbefleckung in unchristlichen Impfungen“ … jedoch, wer weiß schon um die Langzeitfolgen von einer einmal vorgenommenen Selbsteinschätzung …

Schwer allerdings ist ein weiterer Impfstoff zu bekommen, es gibt viele Hürden, aber wer alle genommen, darf sich schließlich auserwählt wähnen, mit Zölibatitis geimpft sieht er – und da es nur Männer sind, dürfen, eine leichte Übung bei diesem Organisierten Glauben, die Frauen unerwähnt bleiben – vor sich so viel von ihm weit zu Öffnendes, das erst einen winzigen Spalt … aber er weiß, mit Zölibatitis geimpft stößt er sich an jedem Tage, an dem es ihn nach einem Hallelujah verlangt, durch jedes Nadelöhr ins Himmelreich und sieht seine jubilierenden weißen Engel mit angelegten Flügeln im Fluge steil gen … Und es steht geschrieben, wieder und wieder ward es zu schreiben, so auch im dritten Kältemonat des Herrn 2017, sehet diesmal Australien: viele und viele und noch viele mehr stießen durch Nadelöhre zu preisen des Herrn Herrlichkeit …

Die kronenreale Welt des Christian Kern: „Ostarbeiter“

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An diesem vorletzten Sonntag im Februar 2017 bringt es die Krone des österreichischen Mediums zu ihrem ersten Höhepunkt in diesem Jahr: „Ostarbeiter“ …

„Ostarbeiter“ scheint ihr generell schon seit Jahren eine Bezeichnung zu sein, die ihr mindestens einmal im Jahr einen schreiberischen Höhepunkt gewährleistet, von der sich auch weitere Zeitungen in diesem Land durch deren Verwendung einen …

Am verwichenen Freitag klärt die eine Umsonst über die „irre Welt des  …“ auf; er wird vielleicht am Freitag und auch am Samstag noch gezweifelt haben, an seiner Welt, ob diese  … vielleicht fühlte er sich gar als Kasperl … aber am Sonntag wird es ihm ganz klar wieder gewesen sein, wie recht real seine Welt ist, ein Blick auf die Krone reicht, um ihn wissen zu lassen, wie richtig es von ihm ist, eine Tracht anzuziehen, einen Bart wachsen zu lassen. Denn. Wenn es noch „Ostarbeiter“ gibt, muß es auch einen … Er wird möglicherweise an diesem Sonntag mit sich übereingekommen sein, nur noch die Kroneschließlich hat die Krone auch ein recht großes Herz für das Kasperl …

In welcher Zeit, fragen Sie, „Ostarbeiter“ die Bezeichnung schlechthin war? Sie haben bestimmt ein Smartphone, Sie kennen bestimmt Wikipedia, dann sind Sie mindestens so gebildet und modern wie die Journalistinnen und Journalisten von der Krone oder der Bundeskanzler von der Facebookbahn, und es muß Ihnen hier nicht vorgesagt werden, wann die „Ostarbeiter“ …

christian-kern-ost-arbeiterEs war, nur ein kleiner Hinweis, die Zeit der recht vielen Aufnäher,  auch die „Ostarbeiter“ und die „Ostarbeiterinnen“ wurden mit einem Aufnäher mit blauem Untergrund gekennzeichnet, eine Auszeichnung allerdings waren die Aufnäher nicht.

Damals aber gab es keine „Bremse“. Es wurden „Ostarbeiter“ und „Ostarbeiterinnen“ geholt, noch und noch, es konnten nicht genug sein, in Anlehnung an ein heute sehr strapaziertes und zum Hauptschimpfwort gewordenes Wort könnte gesagt werden; es war eine aggressive Willkommenskultur – ausgegeben ward die Parole Willkommensoffensive, zu der das Lied komponiert: Es zogen gar viele gen Osten …

Ganz im Gegensatz zu heute. Menschen, die westlich von Moskau wohnen, sollen nicht mehr kommen.

Das also hat sich geändert, aber der Geist, der Wörter verwenden läßt, wie eben „Ostarbeiter“, dieser Geist ist unverändert der vorherrschende Geist in diesem Land. Dieser Geist brachte wohl auch einen jungen Mann dazu, sich als Wiedergeburt von … aber dabei erlag er einem Irrtum, die Materialisierung dieses Geistes in einem Trachtenbartmännchen ist nicht notwendig, solange der Geist in Österreich so real ist, in so vielen Zeitungen des Landes, also nicht nur in der Krone des österreichischen Mediums …

Memelauer und der arme Riedl-Daser

Memelauer-Orientierung - Christoph Riedl-Daser - Was ein armer Sprecher alles aufsagen muß.jpg

Und Christoph Riedl-Daser ist tatsächlich ein armer Mann. Denn er muß als Sprecher der Sendung „Orientierung“ des österreichischen Fernsehens Berichte ansagen, wie am heutigen Tage über den Bischof Michael Memelauer, bei denen zu fragen ist, wer schreibt im ORF all das Schöngefärbte, wer hat im ORF diesen Einfluß, um derart Schönfärberisches von Christoph Riedl-Daser aufsagen lassen …

Es dürfte auch die Bezahlung keine besondere sein. Denn Christoph Riedl-Daser muß, wie es scheint, allenthalben für den Lebensuntehalt zusätzliche Arbeiten übernehmen, wie etwa das Moderieren von Veranstaltungen,

ORF im Dienste von Ewald Stadler – Gehört Hochstapelei zu Österreich?

in denen dann Männer des Hochstapels auftreten – wohl auch für den ORF kein wirkliches Renommee.

Zur „mutigen Predigt“ des ehemaligen leitenden Angestellten der katholisch-römischen Filiale in Österreich zu Sylvester vor fünfundsiebzig Jahren kann nichts mehr hingezufügt werden. Denn. Es ist alles bereits festgehalten in

Kurt Scholz malt mit der memelauerischen Sylvesterpredigt 1941 schönfarbig weiter am milden katholischen Selbstbild.

Die scholzschen Zeichenminuten wurden 2015 auch vom ORF verbreitet, damals aber über seine Radiofrequenz.

Eines vielleicht. Im Fernsehbericht von diesem Sonntag wird die Frage gestellt, warum Memelauer zwar zur Euthanasie, aber sich nicht zur „zunehmenden Gewalt gegenüber Juden“ geäußert habe. Das soll wohl dem Bericht den kritischen und also mutigen Anstrich …

Aber wieder keine Erwähnung von Roma und Sinti. Wenn bedacht wird, wie diese Menschen in ganz Europa im 21. Jahrhundert weiter und immer weiter … dann sind sie zu erwähnen, nein, dann sind sie an erster Stelle zu nennen. Weshalb, das muß nicht ausgeführt werden, es kann nachgelesen werden.

Warum hat sich Memelauer nicht gegen die Verfolgung und Ermordung der Roma und Sinti gestellt? Diese Frage stellt sich auch vor dem Hintergrund der seit ein paar Tagen in Wien zu sehenden Ausstellung: „Wien nach Luther“.

Es wäre, nein, es ist hoch an der Zeit für eine gesamteuropäische Ausstellung in vielen europäischen Hauptstädten gleichzeitig: Brennen für Luther. Nicht nur als stationäre Ausstellung, sondern als Wanderausstellung, die in ganz Europa zu zeigen ist, nicht nur in den Städten, sondern auch in den Taldörfern, in den Bergdörfern … eine Wanderausstellung, die freilich nicht 1945 enden darf und auch nicht enden kann, weil die Geschichte gegen diese Menschen nicht zu Ende ist … Hierbei ist es tatsächlich angebracht, nicht nur über das Ende der Geschichte zu theoretisieren, sondern deren Ende zu fordern.

Wie wirkt das Kreuz?

In der Umsonst stellt am 17. Februar 2017 der leitende Angestellte des Organisierten Glaubens der römisch-katholischen Kirche die Frage: „Wie wirkt das Kreuz?“

Darauf gibt es eine einzige Antwort, mit der seine Frage umfassend und erschöpfend beantwortet ist:

Nicht so, wie er es versucht zu verkaufen.

Daß er es positiv versucht darzustellen, kann nachvollzogen werden. Jedes Faktotum bietet auf Märkten seine Ware schreierisch feil, und es ist ergötzlich, zuzuhören und zuzuschauen, wie das  Wiesenmarktverkaufsvolk seine Ware in den höchsten Tönen lobt, beispielsweise ihre Küchenmesser mit den nie stumpfwerdenden Klingen …

Esuren-und-psalme-ein-kreuzs ist erheiternd, wie er mit der Klinge fuchtelnd sich heißer schreit, seine Stimme überschlägt:

„Wozu steht ein Kreuz im Gerichtssaal?
Was soll das Kreuz in der Schule?
Wozu das Kreuz im Spital?“

„Dass Gott Gerechtigkeit und nicht Parteilichkeit erwartet.“
„Das Kreuz soll etwas verändern, die Welt gerechter machen.“

Vergessen hat er diesmal auf die Frage nach dem Warum des Kreuzes auf den Gipfeln … Vielleicht doch nicht vergessen, möglicherweise wollte er für sich selbst ein wenig Abwechslung. Denn. Immer die gleichen Sprüche aufsagen, ist auf die Dauer doch eintönig, macht das Stumpfe noch stumpfer …

„Wie wirkt das Kreuz?“ Das Kreuz hat gewirkt, aber nicht wie es dieser Marktfahrer mit der fuchtelnden Klinge schreierisch versucht darzustellen. Das Kreuz erinnert, daß die Welt seit über eintausendsechshundertdreißig Jahren nicht gerechter geworden ist, das Kreuz erinnert daran, daß es als Logo dieses Organisierten Glaubens, der die unumschränkte Macht für Jahrhunderte hatte, die Welt gerechter zu machen, mindestens seit der Zeit, als diese Organisation vor 1637 Jahren Staatsreligion im römischen Reich wurde, nichts dazu beigetragen hat, die Welt gerechter zu machen.

Ganz im Gegenteil.

Das Kreuz trug weltweit viel zur Zunahme der Ungerechtigkeit bei, schuf sein eigenes Regime der Ungerechtigkeiten.

Die Welt war und ist voller Kreuze, die Welt ist nach wie vor voller Ungerechtigkeiten.

Und die Ungerechtigkeiten nehmen nicht ab, sondern zu und zu und zu …

In einem aber spricht der Marktfahrer wahr, die „Diskussion“ über „religiöse Zeichen im öffentlichen Raum“, über „Kopftuch“, „Burka“ und „Kreuz“, ist tatsächlich eine „Sackgasse“, weil eine Diskussion, deren Grundlage Schnurren sind, zu nichts führt.

Schnurren können zur Erheiterung erzählt werden, aber niemals Grundlage für eine ernsthafte Diskussion sein. Es kann nur Wahnsinn genannt werden, wenn Menschen Schnurren als Kleidungsvorschrift befolgen, und es kann nur Wahnsinn genannt werden, wenn auf Kleidungsvorschriftsschnurren mit Gesetzen reagiert wird, um das Tragen von bestimmten Tüchern zu verbieten. Dabei ist es nicht einmal gewährleistet, daß in den Schnurren tatsächlich festgehalten ist, es seien von Frauen Tücher auf diese eine bestimmte Art …

Soher ist der Kapiteltitel, weil zutreffender, zu ändern:

Ein ewiges Kreuz mit den Schnurren

Was für eine Schnurre, etwa die Sure 24, 31:

„Und sprich zu den gläubigen Frauen, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen und daß sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen, bis auf das, was davon sichtbar sein muß, und daß sie ihre Tücher über ihre Busen ziehen sollen und ihre Reize vor niemandem enthüllen als vor ihren Gatten, oder ihren Vätern, oder den Vätern ihrer Gatten, oder ihren Söhnen, oder den Söhnen ihrer Gatten, oder ihren Brüdern, oder den Söhnen ihrer Brüder, oder den Söhnen ihrer Schwestern, oder ihren Frauen, oder denen, die ihre Rechte besitzt, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb haben, und den Kindern, die von der Blöße der Frauen nichts wissen. Und sie sollen ihre Füße nicht zusammenschlagen, so daß bekannt wird, was sie von ihrem Zierat verbergen. Und bekehret euch zu Allah insgesamt, o ihr Gläubigen, auf daß ihr erfolgreich seiet.“

Es gibt auch andere Übersetzungen, in denen deutlicher davon gesprochen wird, wer mit der Formulierung „die ihre Rechte besitzt“ gemeint ist: in einer sind es „Sklavinnen“, in einer anderen „Leibeigene“ … Ist das nicht insgesamt eine exemplarische Schnurre? Ist das nicht eine Schnurre: „von männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb haben“?

Und was wird die nächste mörderische Bande, die auf die IS-Mordbande folgen wird so sicher wie das Amen, herauslesen, allein aus dieser surigen Schnurre oder schnurrigen Sure? Die Pflicht zum Inzest? Christliche Menschen haben das ja vorgelebt, beispielsweise Johannes …

Es kann nur Wahnsinn genannt werden, die nach wie vor unentwegten Forderungen nach Exegese von Suren, von Versen aus diesen uralten Büchern, ob diese nun Koran oder Bibel oder wie auch immer genannt …

Es gibt für diese Verse, Psalmen ein Wort, mit dem die Exegese vollständig auf ewig niedergeschrieben ist: Schnurre.

Es kann nur Wahnsinn genannt werden, daß es hierbei kein Weiterkommen gibt, Diskussionen, deren Grundlage Schnurren sind, nicht endlich für immer von allen Seiten beendet werden, wie lange schon rennen alle mit Sacktüchern über den Augen gegen die Feuermauern am Ende der Gassen, sehr lange schon, länger als zehn Jahre, vor über zehn Jahren hat etwa Umberto Eco … daran ist ein weiteres Mal zu erinnern,  da leider …

Remember nothing – Sebastian Kurz and his merits

Mit der Frage vom Marktfahrer, wie das Kreuz wirke, wurde begonnen. Mit einer Frage nach der Wirkung soll das Kapitel geschlossen werden. Wie hätte es sich auf den Verlauf der Geschichte der letzten 131 Jahre ausgewirkt, wenn Richard Krafft-Ebing für die von ihm beschriebenen und die für ihn seienden sexuellen Abweichungen – Sadismus und Masochismus – als Namensgeber nicht Schriftsteller genommen hätte, sondern „Kreuz“, wenn er also für Sadismus und Masochismus einen einzigen Begriff genommen hätte, Sadismus und Masochismus nur mit „Kreuz“ kategorisiert …