„Don’t ask — don’t tell“

Es wurde gedacht, nach bald vierzig vergangenen Jahren seit der Uraufführung müßte es möglich geworden sein, in einer Aufführung das homosexuelle Verhältnis zwischen Richard und Rudolph herauszuarbeiten, darzustellen, endlich auf die Bühne zu bringen, Elisabeth II. kommen zu lassen. Und weil das wieder nicht geschehen ist, jedenfalls nach der Theaterkritik von Ella Kurowski in der Tageszeitung des österreichischen Qualitätsjournalismus am 4. Juli 2026, ist ein weiteres Kapitel zum gay play von Thomas Bernhard zu schreiben.

Was muß das für eine seltsame Aufführung in Gmunden am 3. Juli 2026 gewesen sein, so seltsam jedenfalls nach der Theaterkritik von Ella Kurowski, seltsam wie die Theaterkritik selbst.

Ab 11. Oktober 2026 wird dieses Spiel in der Kammer mit Blick auf den herrschaftlichen Gürtel wohl unverändert in der gmundnerischen Fassung in Linz gegeben werden, wird in den Kammerspielen nicht zu sehen sein, was bereits in Gmunden nicht zu sehen war, soher wird Linz wie Gmunden sein, gilt auch für Linz, was für Gmunden gilt …

Vorauszuschicken ist, es geht in keiner Weise darum, gar darauf zu pochen, daß ein Theaterstück in vollkommener Werktreue auf die Bühne zu bringen ist. Aber das, was nach dieser Theaterkritik in Gmunden geboten wurde, gibt das Stück von Thomas Bernhard nicht her, und das Stück gibt auch nicht her, was zum Stück selbst in der Theaterkritik …

In Gmunden wie in Linz eine Aufführung nach dem Regiekonzept gemäß dem Titel eines Beitrags im Katalog zur Ausstellung „Friederisiko. Friedrich der Große“: „Don’t ask — don’t tell“.

Hass, Hass, Hass: „Elisabeth II.“ bei den Salzkammergut Festwochen

Sven-Eric Bechtolf zieht als Wutredner Rudolph Herrenstein in den Bann – die Koproduktion mit dem Landestheater Linz ist vorab im Stadttheater Gmunden zu sehen

Rudolph Herrenstein aus Thomas Bernhards Drama Elisabeth II. ist ein unangenehmer Zeitgenosse und klassischer Wutbürger. Zu seinem Unmut sind Persönlichkeiten des Wiener Großbürgertums in seine Ringstraßenwohnung geladen. Sie alle wollen vom dortigen Balkon die Ankunft der britische Königin bestaunen. Das gibt ihm Gelegenheit zu einer allumfassenden Abrechnung.

In Koproduktion mit dem Landestheater Linz bringen die Salzkammergut Festwochen erneut eine Premiere in dem von Karin Bergmann, fortan Intendantin der Salzburger Festspiele, verantworteten Schauspielprogramm. Regie führt David Bösch. Elisabeth II. – Keine Komödie ist das vorletzte Drama des Autors und gleichzeitig das einzige, das er nie aufgeführt sah. Es geht um Abhängigkeitsverhältnisse, Eliten und existenzielle Fragen.

Auf typisch zynische Weise zeichnet Bernhard ein Bild der österreichischen Gesellschaft. Den Spiegel vorhalten, das schafft Bernhard auch heute noch, weit über drei Jahrzehnte nach seinem Tod. Verstohlene Blicke im Zuschauerraum, wenn auf der Bühne gegen Burgtheaterdirektoren gewettert wird; brüllendes Lachen, wenn Altausseer auf die Schaufel genommen oder das gesamte Salzkammergut als Nazinest bezeichnet wird.
Herrenstein (Sven-Eric Bechtolf) interessiert weder die Queen noch die Wiener Schickeria, das weiche Ei am Morgen, der Katholizismus, der Semmering oder die Nazis. Im Allgemeinen interessiert ihn so gut wie nichts. Dennoch echauffiert er sich zum Leidwesen seiner Angestellten stundenlang über hochrangige, mit ihm bekannte Persönlichkeiten. Haushälterin Fräulein Zallinger (Gunda Schanderer) reagiert herrlich resigniert, der Diener (Christian Higer) furchtbar unterwürfig. Ein komisches, fast schon berührendes Trio ist das mit einer Hauptfigur, die man nur entsetzlich finden kann.

Übrig hat Herrenstein für seine Mitmenschen wenig. Einzig sein Diener Richard ist ihm lieb. „Du bist der einzige Mensch, den ich aushalten kann“, offenbart er ihm. Aber das auch nur, weil der im Rollstuhl sitzendende Monomane ohne diesen nicht lebensfähig wäre. Mit zittrigen Händen und verräterischen Mienen dulden die beiden Angestellten sogar dessen üble Beleidigungen, grundlose Züchtigungen und sexuellen Annäherungen. Subtile Andeutungen enden in expliziten Szenen: Spätestens als die beiden beim Versuch, Herrenstein vom einen in den anderen Stuhl zu verfrachten, eng umschlungen in unmissverständlichen Positionen landen – und verharren – wird klar: Herrenstein ist nicht so lustlos, wie er vorgibt.

Trotz seiner wortkargen Rolle überzeugt Christian Riger als Richard durch nuanciertes Spiel und feinste Mimik. Erst als gegen Ende des Stückes sein Vorgesetzter scheinbar tot ist, entwischt ihm ein Grinser. Gunda Schanderer als Fräulein Zallinger besticht durch perfektionierte Teilnahmslosigkeit.

Trotz seiner wortkargen Rolle überzeugt Christian Riger als Richard durch nuanciertes Spiel und feinste Mimik. Erst als gegen Ende des Stückes sein Vorgesetzter scheinbar tot ist, entwischt ihm ein Grinser. Gunda Schanderer als Fräulein Zallinger besticht durch perfektionierte Teilnahmslosigkeit. Die versammelte Gesellschaft, „die grässlichen Leute“, bekommt man bis auf Doktor Guggenheim, solide gespielt von Lutz Zeidler, nie zu Gesicht. Die Gästeschar hat Regisseur Bösch geschickt als Schattenspiel inszeniert.

Wiener Balkonsturz

Bühne und Licht (Patrick Bannwart) sind so karg, klinisch und trist wie Herrensteins Gemüt. Als zentraler Fokuspunkt dient ein prunkvoller, übergroßer Luster. Nichts auf der Bühne erlaubt den Zusehenden auch nur für einen Augenblick aus der Misere zu entfliehen. Selbst das Kostüm ist weitgehend schwarz gehalten. Einzig den Höhepunkt des Dramas – den Wiener Balkonsturz, wenn man so will – hätte man mit mehr Wucht versehen können. Vielleicht soll das aber gerade Herrensteins Gleichgültigkeit unterstreichen.

Am Ende bleibt das Bild einer Figur, die alles hat und sich doch nur beklagt. Tosender Applaus und Standing-Ovations zur Premiere im Gmundner Stadttheater. Zurecht. Ab 11. Oktober findet die Produktion in gleicher Besetzung im Landestheater Linz dann eine neues Zuhause. (Ella Kurowski, 4.7.2026)

Rudolph Herrenstein ist ein Großindustrieller, ein reicher Mann, und als solcher lebensfähig unabhängig von seinen Angestellten, denn er kann es sich leisten, jederzeit neues Dienstpersonal einzustellen. Frau Zallinger hingegen wird darauf angewiesen sein, einen Arbeitsplatz zu haben, und Arbeitnehmerinnen nehmen viel in Kauf, sich ihren Arbeitsplatz zu erhalten. Freilich, darüber hinaus gibt es zu Frau Zallinger nichts zu sagen, als das, was Herrenstein selbst zu ihrer Bedeutung in seinem Hause sagt:

Ein Mensch
der jahrelang völlig allein lebt
nur mit Ihnen Richard
mehr oder weniger nur mit Ihnen
das Fräulein Zallinger zählt ja nicht

Was Ella Kurowski in Gmunden vorgesetzt wurde, wird ab dem 11. Oktober 2026 dem Publikum in Linz vorgesetzt werden. Dabei, sie hätte nicht auf die Bühne schauen müsssen, bloß, vorausgesetzt, der Text wurde stückgetreu vorgetragen, bloß das Gesprochene sich genau anhören müssen, einfach nur das Stück lesen …

Dennoch echauffiert er sich zum Leidwesen seiner Angestellten stundenlang über hochrangige, mit ihm bekannte Persönlichkeiten. Haushälterin Fräulein Zallinger (Gunda Schanderer) reagiert herrlich resigniert, der Diener (Christian Higer) furchtbar unterwürfig. Ein komisches, fast schon berührendes Trio ist das mit einer Hauptfigur, die man nur entsetzlich finden kann. Mit zittrigen Händen und verräterischen Mienen dulden die beiden Angestellten sogar dessen üble Beleidigungen, grundlose Züchtigungen und sexuellen Annäherungen. Subtile Andeutungen enden in expliziten Szenen: Spätestens als die beiden beim Versuch, Herrenstein vom einen in den anderen Stuhl zu verfrachten, eng umschlungen in unmissverständlichen Positionen landen – und verharren – wird klar: Herrenstein ist nicht so lustlos, wie er vorgibt.

Gleichgültigkeit eines klassischen Wutbürgers? Der Diener furchtbar unterwürfig? Ein Trio? Mit zittrigen Händen? Dulden die beiden Angestellten üble Beleidigungen, grundlose Züchtigungen und sexuelle Annäherungen? Subtile Andeutungen enden in expliziten Szenen? Richard und Frau Zallinger beim Versuch, Herrenstein von einen in den anderen Stuhl zu verfrachten, eng umschlungen in unmissverständlichen Positionen?

Was in Gmunden wie ab 11. Oktober 2026 in Linz gespielt wurde, kann am 9. Oktober 2026 bereits gesagt werden, dem ist, einfach wie kurz gesagt, das Stück selbst gegenüberzustellen.

Fräulein Zallinger tritt ein und deckt den
Frühstückstisch für Herrenstein und Richard


Herrenstein [zu Richard]
Ich wollte einmal unabhängig sein von Ihnen
aber ich scheiterte

Richard setzt sich Herrenstein gegenüber, sie
frühstücken, Fräulein Zallinger bleibt an der Tür stehen


Herrenstein [zu Richard]
Und ich habe nicht auf Sie gehört
ich habe tatsächlich nicht auf Sie gehört
das ist ja eine Katastrophe
Ich habe nicht hingehört
Sie haben das gesagt
und ich habe nicht hingehört

Herrenstein [zu Richard]
glauben Sie nicht daß wir das zuviel ist an einem Tag
die Königin von England
und all diese Leute
und auch noch der Juwelier Heldwein
und auch noch der Direktor Holzinger

Muß ich denn überhaupt dasein
wenn die Leute kommen
ich muß doch im Grunde gar nicht dasein
ich bin doch völlig überflüssig
Finden Sie nicht auch Richard

Richard gibt Fräulein Zallinger ein Zeichen,
hinauszugehen und eine Banane zu holen, und Fräulein
Zallinger geht hinaus


Herrenstein [zu Richard]
Auf dem Semmering haben sie ja das Gasthaus Zur Tenne
da können Sie sich vergnügen
Ich brauche Sie ja nicht immer
aber natürlich muß ich wissen
daß Sie in der Nacht da sind
ich brauche Sie ja nicht aber ich muß wissen
daß Sie da sind
Haben Sie in den fünfundzwanzig Jahren
die Sie jetzt bei mir sind niemals gedacht
daß Sie mich töten wollen
erschlagen
von hinten
so
das wäre doch naheliegend
Ich habe oft gedacht
vielleicht erschlägt er mich
aber Sie haben es doch nicht getan
niemals
obwohl Sie sehr oft dazu Lust gehabt haben
nicht Lust
die Notwendigkeit haben Sie gespürt
mich zu töten
das fühlt ein Mensch wie ich genau
Ich weiß was Sie denken
wenn Sie so hinter mir stehen
die meiste Zeit schweigen
wortlos
Sie werden mich nicht umbringen
seit langer Zeit bin ich sicher in diesem Punkt

Richard schiebt Herrenstein vor die Standuhr und gibt ihm den
Uhrschlüssel
Fräulein Zallinger und die Mädchen sind stehengeblieben und
beobachten, wie Richard Herrenstein hochhebt und
wie Herrenstein die Uhr aufzieht, mühselig unter
Stöhnen und Husten
Richard hilft Herrenstein in den Rollstuhl zurück und schiebt
ihn in die Salonmitte

Herrenstein [zu Richard]
Daß Sie mich immer noch ertragen
wundert mich
Herrenstein [zu Richard]
Ist es möglich
daß Sie mich in den Ohrensessel setzen
streckt die Arme und Beine aus und läßt sich in den
Ohrensessel setzen und zurückfallen


Herrenstein
will, daß ihn Richard wieder aus dem Ohrensessel
heraushebt und in seinen Rollenstuhl setzt

[zu Richard]
So helfen Sie mir doch heraus aus dem Ohrensessel
aus diesem entsetzlichen Ohrensessel
aus meinem Sterbesessel

Und in Gmunden so auch in Linz wieder gegen die Regieanweisungen, schreibt Ella Kurowski: „Spätestens als die beiden [Richard und Frau Zallinger] beim Versuch, Herrenstein vom einen in den anderen Stuhl zu verfrachten, eng umschlungen in unmissverständlichen Positionen landen“ —

Herrenstein [zu Guggenheim]
Sie wissen es noch nicht
aber Richard hat mir gedroht
mich zu verlassen
ein Erpessungsversuch möglicherweise
wahrscheinlich ein Erpressungsversuch
faselt etwas von Amerika Kalifornien
seit Wochen lebe ich unter dieser Bedrohung
das war vorauszusehen
daß dieses Verhältnis einmal in Brüche gehen wird
Ich bot ihm eine enorme Gehaltserhöhung
das beeindruckte ihn nicht sonderlich
Aber ohne Richard bin ich erledigt

Ich glaube er hat auch
ein neues Verhältnis
ich bin mir ganz sicher
ich weiß auch wer das ist
Sie kennen doch diesen Doktor Schuppich


Guggenheim
Schuppich

Herrenstein
Genau dieser Doktor Schuppich

Ich hatte ihn einmal unter Vertrag
nicht unsympathisch aber gefährlich
Jede Möglichkeit nützt Richard aus
um mit Schuppich zusammen zu sein
Stellen Sie sich vor Richard geht mir weg
und läßt mich sitzen
Mehr oder weniger habe ich ihm
mein halbes Vermögen versprochen
darauf war er gar nicht eingegangen
als überhörte er alles was ich diesbezüglich sagte
Nichts als Schläue durchtrieben Guggenheim

Guggenheim
Ich kann mir nicht vorstellen
daß Richard Sie verläßt

Herrenstein
Das sagt gar nichts
Wenn wir einen Menschen am notwendigsten brauchen
verläßt er uns
Ein fremder Mensch an meiner Seite
ist mir unerträglich
Die Verläßlichkeit von Richard
läßt zu wünschen übrig
alle Augenblicke ertappe ich ihn
bei einer Ungenauigkeit
aber ich sagte nichts
ich sage absolut nichts
er darf nicht glauben ich weiß von dieser Sache

Gugenheim
Schuppich hat doch dieses Buch geschrieben

Herrenstein
Ja
in dem ich auf gemeine Weise vorkomme
verschlüsselt
aber ich komme vor
lauter Details
die ihm nur Richard zur Kenntnis gebracht haben kann
Zuerst hatte ich große Lust
den Mann zu verklagen
dann sah ich die Lächerlichkeit eines solchen Vorgangs
Totschweigen ist die einzige Methode
Ich hätte mir nur geschadet
mehr dadurch geschadet
als durch das was in Schuppichs Buch
steht

Herrenstein
Guggenheim ins Ohr
Richard will nach Altaussee
weil Schuppich dort ein Haus hat
Diese Schuppich sind eine alte Nazifamilie
der Vater war SS-Obersturnbannführer
Ich gehe aber auf den Semmering
ich hasse den Semmering und gehe doch hin
Schon als Kind habe ich den Semmering gehaßt
Natürlich ist Altaussee ein schöner Ort
aber ich gehe nicht nach Altaussee
aus allen diesen Gründen Guggenheim
ich gehe auf den Semmering
obwohl mir davor graut
Heute laufen auf dem Semmering
die wil gewordenen Proleten mit Hosenträgern und
Pumphose herum
jedes Hotel ist heute ein Gewerkschaftsheim
Das könnte Richard so passen
mich in Altaussee auf der Terrasse sitzenzulassen
und sich mit Schuppich herumzutreiben
Was wenn mich Richard wirklich verläßt
ich glaube es ist nur eine Drohung eine Erpressung
Die Amerikageschichte von der er faselt
ist eine völlig frei erdundene Guggenheim

Herrenstein [zum Neffen]
Wenn mich Richard verläßt habe ich gedacht
habe ich wenigstens dich
aber dieser Gedanke ist doch ein absurder
Du hast richtig gehört
sehr leise aber deutlich
Richard hat vor
nach Amerika zu gehen
mit diesem Doktor Schuppich
mit dem er ein Verhältnis hat
dann stehe ich da

Richard trifft sich an den Wochenenden
mit diesem Schuppich in Altaussee
dafür habe ich Beweise
und zwar in meinem Haus

Herrenstein
Die ganze Zeit habe ich
hier
zeigt es
diesen Brustschmerz
sehen Sie Richard hier
Richard tritt vor
Herrenstein
Hier Richard hier
genau da
da genau
genau da
Richard muß die Stelle berühren

Herrenstein [zu Richard]
Haben Sie wieder amerikanische Nachrichten
Richard
Keine neuen
Herrenstein
Das wäre für mich furchtbar
wenn Sie mich im Stich ließen
schließlich dauert es mit mir ja nicht mehr lange
haben Sie doch noch diese kurze Zeit durch
Was bietet Ihnen Amerika überlegen Sie
In Ihrem Alter Mitte fünfzig
da kann man doch nicht nach Amerika gehen
um ein neues Leben anzufangen
das ist ja alles schon von vornherein zum Scheitern verurteilt

Herrenstein
zieht an Richards Rock
Ich zahle Ihnen doch mehr
als alle anderen Ihnen je Richard
Wenn ich gesund wäre
ich würde glatt mit Ihnen nach Amerika gehen
Aber wahrscheinlich ist Amerika nur eine Finte
die Sie mir vormachen
eine raffiniert vorgemachte Finte
Sie haben mich immer getäuscht Richard
Schließlich sind Sie in meine Schule gegangen

Herrenstein
winkt Richard ganz an sich heran
Glauben Sie daß ich auf den Zahnarzt verzichten kann
mein Gebiß ist locker
auf dem Semmering brauche ich keine Zähne
mein Neffe fährt uns hinauf
und holt uns wieder ab
Aus Altaussee wird nichts Richard
das schlagen Sie sich aus dem Kopf
Der Doktor Schuppich ist doch der Mann
der dieses widerliche Buch veröffentlicht hat
in dem ich vorkomme
Was der Doktor Schuppich in seinem Buch
über mich geschrieben hat inst alles nicht wahr
und doch
Wielange kennen Sie denn den Doktor Schuppich schon
Sie kennen ihn doch schon eine ganze Zeit
Hat Sie Doktor Schuppich zu Amerika überredet
Ich will nicht in Sie eindringen
aber schließlich interessiere ich mich für das
was den Menschen betrifft
der mir der Nächste ist
das sind ausschließlich Sie Richard ausschießlich
zieht an Richards Rock
Das wissen Sie doch Richard
Sie wissen ganz genau
wie ich zu Ihnen stehe

Ich brauhe Ihnen ja nicht zu sagen
wie groß meine Sympathie für Sie ist
das ist ja keine Neuigkeit
aber vielleicht ist es notwendig das
einmal auszusprechen
Wenn Sie mich verlassen töten Sie mich
ich bin ohne Sie nichts wert das wissen Sie
dann bin ich nicht nur ein Krüppel
sondern ein toter Krüppel
Was ist wenn ich Ihnen das Haus in Altaussee vermache
das ist doch ein Beweis
Aber Sie sind doch kein schlechter Mensch
Auf dem Semmering werde ich mein Testament abändern
in Ihrem Sinn Richard in Ihrem Sinn
Herrenstein im Flüsterton
Sie können alles von mir haben
wenn Sie bleiben alles
wirklich alles

Herrenstein
Ein abstoßendes Schauspiel
Ein plötzlicher Krach und Aufschrei aller auf dem Balkon Stehenden; der Balkon reißt ab und stürzt in
die Tiefe
Herrenstein klammert sich an Richards Rock

Richard schiebt Herrenstein langsam bis vor die
Balkontür
Herrenstein versucht, in die Tiefe zu schauen
Der Staub hat sich verzogen
Richard schiebt Herrenstein noch ein Stück
Herrenstein nach einer Pause

Wahrscheinlich sind sie alle tot

In Gmunden wie in Linz auch wieder, wie es Ella Kurowski sah: „Erst als gegen Ende des Stückes sein Vorgesetzter scheinbar tot ist, entwischt ihm ein Grinser.“

Scheinbar tot klammert sich Herrenstein an Richards Rock, versucht in die Tiefe zu schauen?

Richard
nach einer ebenso langen Pause schon im
Aufheulen der Sanitätswagen und der Feuerwehr
Sicher

Vorhang

Es fällt, wenn über Elisabeth II. geschrieben wird, nicht selten das Wort „Misanthrop“, um Herrenstein zu charakterisieren. Das führt zu einem, der ebenfalls nicht selten als „Misanthrop“ beschrieben wird, zu Friedrich II. von Preußen. „Der alte Fritz“ soll auch homosexuell gewesen, und das bis heute, von nicht so wenigen, nach wie vor nicht wahrgehabt, kleingeredet, verschwiegen werden will.

Rund zweihundert Jahre nach dem Tod von Friedrich II. schreibt Thomas Bernhard seine Elisabeth II., setzt seinen Herrenstein in einen Rollstuhl in einer herrschaftlichen Kammer mit einer Standuhr, läßt ihn sagen, sein Ohrensessel sei sein Sterbesessel; Friedrich II. starb in seinem Ohrensessel, und hinter seinem Ohrensterbesessel steht heute noch, wie zu sehen ist, wenn sein Schloß in Potsdam, zu dem Frauen keinen Zutritt hatten, besucht wird, eine Standuhr.

Vor zweihundertvierzig Jahren starb Friedrich II., der ebenfalls wie Herrenstein einen langjährigen Diener hatte, der von ihm reichlich belohnt, beschenkt, der viel zu sagen, zu bestimmen hatte, Friedrich II. beriet sich in öffentlichen und privaten Angelegenheiten mit Michael Gabriel Fredersdorff … Und wie Herrenstein verhielt sich Friedrich II., als beispielsweise in England über ihn, wie er es selbst nennt, ein „verleumderisches kleines Buch“ erschien: „im tiefsten Vergessen zu begraben“ …

Zum Glück, lieber Mylord, bin ich sehr gleichgültig gegen alles, was in Wort und Schrift auf meine Kosten zu Markt gebracht wird; ja, ich bin sogar ganz stolz darauf, wenn ich einem armen Schriftsteller Honorar eintrage, der sonst vielleicht Hungers sterben müßte. Jederzeit habe ich das Urteil der Welt verachtet und bei all meinem Tun und Lassen allein auf das Zeugnis meines Gewissens Wert gelegt. Ich diene dem Staate mit all den Fähigkeiten und mit all der Redlichkeit, die die Natur mir zuerteilt hat. So gering meine Gaben sein mögen, schuldig bleibe ich dem Staate nichts; man kann eben nicht mehr geben, als man selber hat. Im übrigen gehört das nun einmal zum Wesen eines Mannes in öffentlicher Stellung, daß Kritik und Satire und oft sogar Verleumdung ihn aufs Korn nehmen. Wer nur je einen Staat geleitet hat, sei er Minister, General oder König, ohne Stiche ist er nicht davongekommen; es sollte mir leid tun, wenn es mir allein anders beschieden wäre. Und so verlange ich keine Widerlegung des Buches noch eine Bestrafung des Verfassers. Ich habe das Pamphlet mit sehr kühlem Kopfe gelesen und es sogar einigen Freunden mitgeteilt. Es gehört eine größere Eitelkeit, als ich sie besitze, dazu, um sich über derartige Anwürfe zu ärgern, wie sie jeden auf seinem Wege treffen können; ich müßte auch weniger Philosoph sein, als ich es bin, wollte ich mich vollkommen und über jede Kritik erhaben dünken. Ich gebe Ihnen die Versicherung, lieber Mylord, die Schmähungen des anonymen Verfassers haben nicht den mindesten Wolkenschatten über die Heiterkeit meines Daseins gebreitet; meinetwegen können sie noch zehn Pasquille dieser Art zusammenschreiben, mich soll es in meinem Handeln und Denken nicht im geringsten stören.

Friedrich II. An den Lord Marschall von Schottland. Berlin, 23. Oktober 1753.

Im Vergessen begraben, totgeschwiegen selbst ist Friedrich II. nicht, das ist lediglich nebenher zu erwähnen, daß ein zurzeitiger Nationalratspräsident in Österreich Friedrich II. preist, am 20. Juni 2026 in der Wiener Hofburg, als den „Philosophen auf dem Thron“ …

Es stellt sich nun jedoch heraus, daß das Nebenher-Erwähnte das Wesentliche ist. Denn. Es ist belanglos, wie ein konservatives Stück gespielt wird, in Wien wie Gmunden wie Linz, ein Stück von einem, der bloß fähig zum schimpferischen Geschwefel, von einem pre-trumpic playwright, ein Stück wie die davor und wie das danach. Es ist unerheblich, wie konservativ ein durch und durch konservatives Stück aufgeführt wird, wie verschämt das Offensichtliche dieses Verhältnisses zwischen zwei Männern versteckt wird, heutigentags, in einer Zeit also, in der sogar in der Politik die Homosexualität nicht mehr schamreich versteckt, totgeschwiegen, im Vergessen begraben, unter der Tuchent ausgelebt wird, schildmaiden of the far rights, beispielsweise jene in Deutschland, sich offen dazu bekennen.

Für den zurzeitigen Nationalratspräsidenten ist also Friedrich II. ein Philosoph auf dem Thron, und er würde, darf angenommen werden, sich wieder einen Philosophen auf dem Thron wünschen, von denen es in seiner Gesinnungsgemeinschaft doch recht viele gibt, etwa den, der von einem „modernen Idealismus“ philosophiert — Wolfgang Caspart …

Für den zurzeitigen Nationalratspräsidenten wäre wohl ein Philosoph auf dem Thron der wünschenswerteste, von dessen Bekenntnis er wohl recht weiß, was er vorgibt sein zu wollen, eben wie Friedrich II., nämlich der erste Diener —

Unweigerlich fallen zu Friedrich II. die Habsburgischen ein, etwa Franz-Ferdinand Habsburg mit seiner krankhaften Leidenschaft der Massentiertötung und dazu das, was Friedrich II. über Menschen mit einer derartigen Besessenheit, zu morden, massenweise zu morden, schrieb:

Die Jagd ist nicht die eines denkenden Wesens würdige Beschäftigung. Es steht zu befürchten, dass die Menschen, die sie ausüben, ebenso unmenschlich gegen Menschen werden, wie sie es gegen Tiere sind, oder dass die grausame Sitte, mit Gleichgültigkeit Schmerzen zu verursachen, ihr Mitgefühl für das Unglück ihrer Nebenmenschen abstumpft.

Gedacht wird freilich nicht der von Franz-Ferdinand Habsburg ermordeten Tiere, und das waren Hunderttausende von ermordeten Lebewesen, am „zentralen Gedächtnisort der Republik Österreich“, gedacht wird an diesem zentralen Ort des Gedenkens Franz-Ferdinand Habsburg,

Franz-Ferdinand Habsburg also wird u. a. m. am zentralen Gedächtnisort der Republik Österreich gedacht …

An Friedrich II. wird auch erinnert, um sich einer Habsburgischen anzudienen, für die Lobhudelei auf eine Habsburgische, und das noch dreihundert Jahre nach ihrer Geburt …

Es fällt zu Friedrich II. in Österreich noch einer ein, der vor zweihundertneunzig Jahren starb, heutigentags weiter als Held gefeiert, aber wie es um seine Sexualität bestellt war, das soll nicht gefragt und nicht erzählt werden.

Unweigerlich fällt zu den Habsburgischen die ordensreiche Partei des zurzeitigen Nationalratspräsidenten ein weiteres Mal ein; das ist das Umfeld, in dem ein Habsburg sich in rechtbester Gesellschaft wohlfühlend seine Geschichte zum besten geben kann, etwa die, als sein Vater Friedrich von Hayek …

October 7th

Am 7. Oktober 2026 erhält auf dieser Konzernplattform Heinrich Luitbold Himmler zahlreiche Geburtstagswünsche, an diesem 7. Oktober 2026 also, an dem der vielfachen Verbrechen und dem massenhaften Morden vor drei Jahren gedacht wird. Es sind nicht nur Geburtstagswünsche an Luitbold Himmler, sondern diese werden auch auf die widerwärtigste Weise mit dem massenhaften Mordverbrechen vor drei Jahren verbunden, wenn etwa „Grand_Wizard“ das verbreitet,

How awesome is it that Himmlers birthday is on 10/7? Hahahaha. Hey jews….LETS REMEMBER 10/7!!!! Fuck your 1000 dead goblins, Himmler reins the boss today! TKD.

und es mit „TKD“ beendet, also mit dem Aufruf „Total Kike Death“. Wer nach diesem Aufruf massenhhaft getötet werden soll, ist offensichtlich, das muß nicht ausgeführt werden.

Daß an diesem 7. Oktober 2026 das Telegramm von Luitpold Himmler an Amin Al-Husseini zitierend verbreitet wird, was sonst soll an einem solchen Tag auch auf dieser Konzernplattform verbreitet werden, wenn auf dieser eine „National Socialist Party“ ebenfalls am 7. Oktober 2026 ihr Geschwefel verbreiten kann?

Es ist erfreulich, daß der Account, ist schon einen Tag später, am 8. Oktober 2026 zu lesen, von „NatSoc_PartyUSA“ doch gesperrt wurde, wenngleich es in den USA kein Gesetz wie in Österreich gegen nationalsozialistische Wiederbetätigung gibt, und es bei der Sperrung auch bleibt, es nicht nur eine „temporarily“ …

Wie recht schön die Geburtstagswünsche an Luitbold Himmler bildlich geschmückt werden, etwa Himmler mit einem Mädchen auf seinem Schoß … Und für „lengthymeatpuppet“ ist es

October 7th is a solemn day of remembrance for the entire world.
Happy Birthday brother, we miss you.

Es ist wahr, der 7. Oktober ist ein Gedenktag, aber nicht für Luitbold Himmler, nicht für Himmler … Im Profil „lengthymeatpuppet“ fällt eine Verlinkung auf, zu Ernst Zündel, zu einem „Zeugen“ von Gerd Honsik, und um was für einen „Zeugen“ es sich bei Ernst Zündel handelt, das muß nicht ausgeführt werden, in einem Buch von dem wiedergängerischen Österreicher Gerd Honsik …

Luitbold Himmler verstand sich als patriotisch, so ist es nur recht, wenn am 7. Oktober 2026 darauf hingewiesen wird, wer außer Himmler noch am 7. Oktober Geburtstag hat, nämlich der „Patriot“ Wladimir Putin,

der „Patriot“ Wladimir Putin, wie dieser ehrfürchtig und ergeben von dem Magazin „Compact“ genannt wird, das bereits zum seinem Anlasse 7. Oktober 2025 eine „Medaille Patriot Wladimir Putin“ …

7.10.: Vorstellung unserer Medaille „Patriot Wladimir Putin“
Wir präsentieren die Silbermedaille zum geeigneten Anlass – am 7. Oktober ist der Geburtstag des russischen Präsidenten – und an einem besonderen Ort, der Botschaft der Russischen Föderation. Für uns ist es eine große Freude, in diesem festlichen Rahmen zur deutsch-russischen Freundschaft beitragen zu können. Mit der Medaille ehren wir einen Staatsmann, der sich unverbrüchlich für das Christentum und die abendländischen Werte einsetzt und sich nicht der Aggressivität des westlich-woken Imperialismus unterwirft. An der Vorstellung teilnehmen können alle Medienvertreter – ein Akkreditierungsgesuch kann per E-Mail bis zum 29. September an chefredaktion@compact-mail.de gestellt werden.

Compact. 17. September 2025. X.

Aufmerkenswert an dieser Ankündigung einer patriotischen Veranstaltung ist doch auch, daß „Medienvertreter“ ihr „Akkreditierungsgesuch“ nicht an die „Botschaft der Russischen Förderation“ zu stellen hatten, sondern an „Compact“ …

Denn es steht geschrieben, wer das Heilwort „System“ spricht, ist im Heil

Es mag in den Vereinigten Staaten von Amerika kein Strafbestand der Wiederbetätigung sein, was auf dieser Konzernplattform heute, am 7. Oktober 2026, zu lesen und zu sehen ist, in Österreich hingegen ist es ein Strafbestand der Wiederbetätigung, und wer in dem zu dieser Wiederbetätigung beigefügten Video zu sehen ist, ist ein Österreicher, ein Österreicher, der selbst in diesem Video zu sehen, er ist einer von den dreien, die marschieren, irgendwohin, nein, nicht irgendwohin, sondern in den Untergang …

Wie viele von den 10.046 Personen, die das allein schon innerhalb von drei Stunden aufgerufen haben, waren Personen aus Österreich? Wie viele von den 748 Personen, die dem bereits innerhalb von drei Stunden ihr Herz geschenkt haben, waren Personen aus Österreich? Wie viele von den 76 Personen, die das bereits innerhalb von drei Stunden an diesem 7. Oktober 2026 weiterverbreitet haben, waren Personen aus Österreich?

Was an diesem nationalsozialistischen Geschwefel der „National Socialist Party – Official Page“ in den USA aufmerkenswert ist, ist ein Wort,

das heutigentags auch in Österreich unaufhörlich gebetet wird, als wäre es ein für Merkschwache geschriebener Rosenkranz, der einzig ein Wort enthält, einzig nur dieses Wort, das durch seine ständige Wiederholung ihnen zum Heilworte werden solle:

System

Denn es steht geschrieben, wer das Heilwort System spricht, ist im Heil.

Der Rosenkranz beginnt mit dem Hissen des Kreuzes:
Im Namen des Systems …


Es folgt das Systembekenntnis:
Ich glaube an System …
Ehre sei dem System …

Es folgt das Gebet des Systems:
System unser …

Nun werden drei Gegrüßet seist du, System gebetet, die um folgende Bitten ergänzt werden:
… und gebenedeit ist System deines Systems, System, das uns den Reichtum vermehre
… und gebenedeit ist System deines Systems, System, das in uns die Heilung stärke
… und gebenedeit ist System deines Systems, System, das entzünde das Feuer
Ehre sei dem System


Nun beginnen die Betrachtungen der Rosenkranzgeheimnisse, die mit einem Systemunser eingeleitet werden und denen jeweils zehn Gegrüßet seist du, System mit der Einfügung eines Geheimnisses folgen. Abgeschlossen wird jedes Gesätz mit dem Ehre sei dem System.

System
1. System
2. System
3. System
4. System
5. System


System
1. System
2. System
3. System
4. System
5. System

System
1. System
2. System
3. System
4. System
5. System


System
1. System
2. System
3. System
4. System
5. System


System
1. System
2. System
3. System
4. System
5. System

Wenn’s mal ehrlich

Es ist nicht zu klären, wer die Frage stellt, die das salzburgische Gruppenbild mit Siegmund schmückt: „Ist die AfD bereit unser Land zu regieren?“ Wer diese Frage beantworten könnte, ist Marlene Svazek, die in der Mitte dieser Gruppe für das Foto mit Festung im Hintergrund platziert ist.

Eine Antwort, wie diese Frage zu verstehen ist, hat am 3. Oktober 2026 Luca Maurice Strauf, dem der Vorname „Helmut“ recht lieb zu sein scheint, auf der Konzernplattform gegeben:

Deutsche Einheit bedeutet ein Deutschland, das das gesamte deutsche Volk in einem Staat vereint. Heute gedenken wir einem Etappen-Sieg auf dem Weg dorthin.

Helmut Strauf. 3. Oktober 2026. X.

Anschaulich hat er, Helmut Strauf, sein Geschreibe mit einer Landkarte versehen, um unmißverständlich klarzumachen, was für ihn zu Deutschland in einem Staat vereint gehört: gesinnungsgemäß u. a. auch Österreich —

Am 20. Juni 2026 sprach einer in der Wiener Hofburg auch in einer Art von Ball, denn es drehte sich alles um seine Partei, von Einheit, allerdings ohne Landkarte zeichnete er lautmalerisch sein ersehntes homogenes Land …

Luca Maurice Strauf färbte nach seinem Sehnen eine Landkarte ein, die ein Österreicher einmal nach seinem Sehnen in etwa zeichnete, die ihm dann seine Vorsehung war. Kaum aber, daß er, Helmut Strauf, dieses Geschreibe mit Landkarte verbreitete, am 3. Oktober 2026, ist ihm wohl bewußt geworden, daß es zu ehrlich, daß die Zeit für so viel Ehrlichkeit noch nicht da, und so hat Luca Maurice Strauf dieses sein Geschreibe mit Landkarte wieder gelöscht, vorerst einmal gelöscht, im Bewußtsein vielleicht, es wird ihm je nicht vorgeworfen werden können, je unehrlich …

Und wer so ehrlich wie Luca Maurice Strauf ist gesinnungsgemäß einer und nicht der einzige der „Gäste“, die für Maximillian Krauss „ganz tolle Gäste“ — auf dem „Akademikerball 2026“ …

„Wir haben ganz tolle Gäste aus ganz Österreich, und auch aus dem Ausland“, sagt Maximillian Krauss der Sendungsanstalt seiner Partei der Patriotinnen. Das „auch aus dem Ausland“ könnte den sich selbst als „Patrioten“ verstehenden Helmut Strauf geschmerzt haben, aber er wird es verzeihlich finden, denn noch ist die Zeit der uneingeschränkten Ehrlichkeit — „Ganz tolle Gäste“ fanden sich am 20. Februar 2026 in der Wiener Hofburg ein, etwa Walter Rosenkranz „auf seinem Ball“, Leo Lugner, Christian Hafenecker, Susanne Fürst …

Zum Wahlfeierbesuch von Susanne Fürst in Magdeburg am 6. September 2026 wird Ulrich Siegmund, würde er gefragt werden, wohl auch nichts anderes sagen können, als das: ganz tolle Gäste —

Auf einem Ball wird nicht nur getanzt, sondern auch geplaudert, und es ist durchaus vorstellbar, daß beispielsweise Leo Lugner mit Helmut Strauf in der Wiener Hofburg recht erinnerungsreich sich ausgetauscht haben könnten, etwa über ihre Erlebnisse auf der Straße — Strauf in Gießen, Lugner in Deutschkreutz …

Gotthardt

Von „Daniel Gugger 888“ ist nicht bekannt, daß Frank Gotthardt sein Arbeitgeber ist, daß Frank Gotthardt ihn finanziert, aber Daniel Gugger 888 erfüllte alle Qualifikationen, alle Anforderungen wohl zur recht vollsten Zufriedenheit von einem wie Frank Gotthardt, um von einem wie Frank Gotthardt finanziert zu werden, etwa Medien u. a. mit Julian Reichelt, von einem wie Frank Gotthardt angestellt zu werden, etwa Gernot Blümel.

Frank Gotthardt scheint zu jenen zu gehören, denen die eigene Vermögensmehrung zu wenig sinnerfüllend, zu wenig lebensfüllend, denn sonst wären sie nicht so sendungsreich, uneigennützig bereit, den Menschen ihre Erweckung verkünden zu lassen, und dafür uneigennützig der Menschen Vermögen …

Vielleicht mehr noch als Julian Reichelt, der auf der Konzernplattform erst am 1. Oktober 2026 über eine „Satanistin“ zu schreiben weiß, ist Daniel Gugger 888 der recht Geeignete für einen wie Frank Gotthardt, schrieb Daniel Gugger 888 doch bereits am 6. September 2026 auf ebendieser Konzernplattform über eine „Satanistin“ …

888 Jetzt ist alles klar, wieso diese Satanistin nicht von Sender kommt, obwohl sie eine Lüge nach der anderen mit Zwangsgeldlohn vom Steuerklaven raushaut

Daniel Gugger 888. 6. September 2026. X

Man muss neidlos anerkennen: Sie ist die erfolgreichste Satanistin aller Zeiten.

Julian Reichelt. 1. Oktober 2026. X

Als Gernot Blümel, einfach wie kurz gesagt, noch ein Minister in Österreich war, damals schon schrieb eine Figur über eine „Satanistin“, eine, die sich also ebenfalls schon so lange anböte, von einem wie Frank Gotthardt finanziert zu werden, eine für einen wie Frank Gotthardt recht geeignete Arbeitnehmerin …

In rechtbester Gesellschaft

Chris Veber schmückt sein Friedrich-Hayek-Zitat am 29. September 2026 auf der Konzernplattform mit dem Bild eines Parteivorsitzenden,

der nun abgelöst werden soll, zu dem als sein Ablöser ein Ja-Nein-Ja-und-wohl-bald-wieder-Nein-Mann gedrängt ist …

In der gesinnungsgemäßen Gesellschaft des Friedrich Hayek sind wahrlich Geistesgrößen, nicht nur Chris Veber,

sondern auch beispielsweise eine Frau, die einmal im Gemeinderat von Innsbruck saß, und nun ihren Stuhl im österreichischen Parlament …

Obgleich Chris Veber eine Geistesgröße wie beispielsweise diese Frau wurde er in der letzten Gemeinderatswahl in Innsbruck von den Wählenden nicht seiner Geistesgröße gemäß gewürdigt, seine Partei erhielt lediglich 0,34 % der Stimmen, und er selbst als „Bürgermeisterkandidat“ lediglich 0,28 %, während die mit seiner Partei in bezug auf Geistesgröße vergleichbare Partei und deren „Bürgermeisterkandidat“ …

Hätte Friedrich Hayek mit Chris Veber und der ehemaligen Gemeinderätin in Innsbruck je ein Gespräch führen können, er hätte wohl beide als Professorinnen in die Gesellschaft aufgenommen und nicht nur sozusagen als Studenten unter Professorinnen, wie den Vater damals —

Als Otto von Habsburg in den 1940er-Jahren zufällig Friedrich von Hayek in der Schweiz begegnete, führte das Gespräch schließlich dazu, dass Otto von Habsburg anlässlich der Gründungsversammlung der von Hayek initiierten Mont Pèlerin Society geladen und als „einziger Nicht-Ökonom in die Gesellschaft aufgenommen“ wurde, sozusagen als „Student unter den Professoren“. So erzählte es Karl Habsburg bei den 2019 Hayek Tagen in Wien.

19.06.2019. OTS0050. F.A.v. Hayek Institut. Britt Schier.

Der auf dieser Konzernplattform als „Libertärer“ sich selbst präsentierende Chris Veber wäre kraft seiner Geistesgröße wohl einst auch ein rechtwürdiger Nachfolger von der Frau, die Friedrich Hayek nicht als Professorin in die Gesellschaft aufnehmen konnte, als Präsident des nach Friedrich Hayek benannten Instituts …

Chris Veber weiß nicht nur, Friedrich Hayek zu zitieren, ebenso tief weiß er,

Chris Veber will „ein bisserl über das völlige Staatsversagen in Österreich mit uns sprechen…“

und da das, was er, Chris Veber, „mit uns sprechen [will]“, so tief gedacht ist, seine Geistesgröße so anschaulich macht, ist es eine Selbstverständlichkeit, daß es Verbreitung findet, etwa von „Unbequeme Wahrheit – bequehme Lüge – Verschwörung“ auf YouTube …

All das Tiefgedachte von Chris Veber verdiente es, hervorgehoben zu werden, ob über „Schülervornamen“, ob über „Freiheit“, ob über „Lügen“, aber es soll hier beschränkt bleiben auf ein herausragendes Beispiel, und zwar auf das vom 21. August 2026, in einem automatisch hergestellten Transkript.

Wenn es noch einen Zweifel gegeben haben könnte, daß er, Franz Christian Veber, für sein Lebenswerk den Award des Hayek-Instituts nicht verdiente, so hat er letztlich mit seiner Rede über das Staatsversagen alle Zweifel ausgeräumt, er verdient diesen Lebenswerkpreis, ist er doch einem Lebenswerkpreisträger dieses Instituts recht ebenbürtig, mit seiner durchdachten Reduzierung der Steuern, seinem Dozieren im Geiste Hayeks:

Ähm ja, die Steuern müssen um 70% reduziert werden, geht sich locker aus.

Hallo, der Chris Weber und die möchte mal ein bisschen über das Staatsversagen bei uns reden. Also generell gibt’s ja
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in einer Gesellschaft, in einem Staat einen Art Vertrag zwischen den Bürgern und dem Staat der Regierung. Und der Vertrag lautet so: Die Bürger geben das
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Recht auf Gewalt auf. Also, sie geben das Gewaltmonopol an den Staat ab.
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Sie zahlen dem Staat auch ein bisschen Steuern und dafür schützt dieser Staat dann die Bürger. Das wäre ungefähr so da der da der der Sinn eines Staates.
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Unglücklicherweise hat unsere Regierung diesen Staatsvertrag mit dem Volk einseitig aufgekündigt.
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Also die Bürger werden im Land nicht mehr geschützt. Die Grenzen des Staates werden nicht mehr geschützt, was die ureigenste Aufgabe des Staates wäre.
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Jetzt heißt halt ja, wie soll man die Grenzen schützen? Wenn jemand drüber will, dann darf man ihn ja nicht hindern. Das wäre ja unmenschlich. Also kann jeder kommen und dann bei uns tun
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und lassen, was er will. Und wird auch noch von den Bürgern durchgefüttert zwangsweise.
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Ich würde es mal als komplettes Staatsversagen bezeichnen und das hat in meinen Augen eigentlich auch zurfolge, dass der Staat weder ein Anrecht auf den
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Gehorsam der Bürger noch auf die Steuern der Bürger hat. Wenn er seine Aufgaben nicht erfüllt, dann müssen die Bürger ihren Teil auch nicht leisten. Aber das
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ist nicht der einzige Punkt, wo es bei uns komplett daneben geht.
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Ähm der Staat sollte auch das Wohl der Bürgermehren, das materielle Wohl, den Wohlstand.
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Er tut das Gegenteil. Er ruiniert die Wirtschaft mit idiotischen bürokratischen Erfindungen und mit idiotischen Abgaben wie der CO2 Abgabe und mit der idiotischen Klimareligion.
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Also, der Staat ruiniert die Wirtschaft und macht die Bürgermer auch hier
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völliges Staatsversagen.
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Was haben wir noch? Äh eigentlich sollte die Verfassungen, sollten die Grundrechte den Bürger vor
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dem Staat schützen. Das ist der Sinn von Grundrechten. Der Staat muss nicht geschützt werden, weil der hat ja das Gewaltmonopol von den Bürgern bekommen.
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Die Bürger müssen vor der Regierung geschützt werden. Das ist der Sinn von Grund und Freiheitsrechten. Die wurden bei uns dahingehend interpretiert, dass
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die Bürger vom Staat überwacht und kontrolliert werden, ob sie ja die Regierung nicht kritisieren. Und wenn sie die Regierung kritisieren, dann kommt in der Früh die Polizei und macht
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einen netten Besuch, weil Regierungskritik ist rechts und ganz ganz böse. Also auch hier ein völliges Versagen.
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Dann hätten wir den Verfassungsgerichtshof, der die Einhaltung dieser Grundrechte kontrollieren sollte. Unglücklicherweise
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wird er von der Regierung beschickt und beruft sich auf Experten, die auch von der Regierung beschickt werden. So wird
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es nichts. Liebe Richter. Wenn ihr von der Regierung ausgesucht werdet und wenn ihr Experten anhört, die von der Regierung geschickt werden, dann ist
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logisch, dass ihr macht, was die Regierung will. völliges Versagen. Dann haben wir die Medien, die fünfte Gewalt,
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vierte Gewalt, chuldige. Ähm, die sollten die Regierung kontrollieren.
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Wie läuft’s bei uns? Die Medien werden von der Regierung bezahlt und schreiben die Regierung schön und sagen den
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Bürgern, wie toll die Regierung ist und wo toll das Programm der Regierung ist und wie böse die Opposition ist.
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Ja, versagen, also egal, wo man in Österreich hin und her schaut, es ist auf allen Ebenen ein völliges Staatsversagen.
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Ich glaube, das muss man das Ganze wieder mal vom Kopf auf die Füße stellen. Wir brauchen so wenig Start, wie es nur irgendwie
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geht, also so wenig wie nur irgendwie geht, der muss reduziert werden auf die Grundfunktionen. Schutz der Grenzen, Sicherheit der Bürger im Inneren,
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vielleicht noch ein paar Dinge wie Infrastruktur oder so. Ähm ja, die Steuern müssen um 70% reduziert werden, geht sich locker aus.
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Ähm, die Medienfinanzierung muss gestrichen werden, die Richter müssen vom Volk gewählt werden.
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Äh ja, und wir brauchen so viel Freiheit wie irgend möglich, weil so wie es bei uns jetzt läuft, so werdt es nichts
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machen. Das fährt mit großer Geschwindigkeit auf den Abgrund zu. Das sollten wir ändern und zwar rasch. So,
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ich wünsche euch einen schönen Nachmittag.

„Declaration of Rights“

Heutigentags wird der Spruch „Das Recht geht vom Volk aus“ wieder recht bemüht,

und auch „Wir sind das Volk“,

„Alles für das Volk“,

„Durch das Volk“,

das „Volk“ als „Souverän“ umgarnend betätigen sich wieder recht viele im Namen dieser Sprüche

und nach ihrem als „Volkswille“ kostümierten eigennützlichen Willen soll ihnen

eine Regierung des Volkes

wieder ihr Endsieg sein, und entgegen diesem Geschwefel hat bereits vor 214 Jahren Percy Bysshe Shelley klare Worte gefunden, wie es um Recht und Regierung bestellt ist, wer tatsächlich eine Regierung beauftragt, seine Deklaration hat Ret Marut vor 108 Jahren ins Deutsche übertragen, und er, Ret Marut, hat dieser „Erklärung der Menschenrechte“ unter dem Titel „Endsieg“ einen Vers aus „Motet“ von Matthias Claudius vorangestellt, veröffentlicht in „Der Ziegelbrenner, 27. Juli 1918, Heft 4“.

Freilich von heute aus muten manche Paragraphen der „Declaration of Rights“ seltsam an, aber der Vollständigkeit halber sollen auch diesen sonderlichen Paragraphen nicht verschwiegen sein, zumal sie nicht seltsamer und nicht sonderlicher und so nicht schreibbar mehr sind, als das heute, 214 Jahre später, recht besonders im Blick auf Rechte, Volk, Souveränität und so weiter Verbreitete.

„Declaration of Rights“ endet mit „Erwache! — Erhebe Dich! — oder […]“,

wie recht viele sind heutigentags wieder mit diesem Spruch

gegen die Menschenrechte,

auch gegen die schon von Percy Bysshe Shelley erklärten Rechte unterwegs, denen die Richtung ihres Weges gewiesen mit der allerletzten Zeile seiner „Declaration of Rights“ …

„falle für ewig.“

Endsieg

Der Mensch lebt und bestehet
Nur eine kleine Zeit;
Und alle Welt vergehet
Mit ihrer Herrlichkeit.

Die Menschenrechte

von

Percy Bysshe Shelley

Dublin, 1812.

(wurde bisher noch niemals in deutscher Sprache veröffentlicht)

1. Die Regierung hat keine Rechte; sie ist nichts anderes als die Inhaberin einer Vollmacht, die ihr von verschiedenen Individuen ausgestellt wurde zu dem Zwecke, deren Eigentum und deren Rechte zu schützen. Deshalb ist sie eben auch nur, soweit sie auf Grund der Einwilligung ihrer Auftraggeber überhaupt besteht, insoweit nützlich, als sie für deren Wohlergehen wirkt.

2. Sobald diese Individuen glauben, daß die Form der Regierung, die sie selbst oder ihre Vorfahren festgelegt haben, sich schlecht eignet, ihre Glückseligkeit zu befördern, so haben sie das Recht, diese Form zu ändern.

3. Die Regierug ist ersonnen, um die Rechte zu sichern. Die Rechte des Menschen sind Freiheit und eine gleiche Beteiligung an den Erzeugnissen der Natur.

4. Die Wohltat der Regierten ist oder sollte sein, also der Ursprung der Regierung: Niemand besitzt irgendwelche Autorität, die ihm nicht ganz ausdrücklich vom Willen der Regierten übertragen worden ist.

5. Obgleich keine Regierung so schlecht ist als jene der Türkei, so ist dennoch keine einzige so gut als sie sein müßte. Die Mehrheit eines jeden Landes hat das Recht, ihre Regierung zu vervollkommnen und auszubauen. Die Minderheit des Landes darf sie bei diesen Absichten nicht stören; sie soll sich von der Mehrheit trennen und ihre eigene Regierungsform nach ihrer eigenen Ansicht bilden.

6. Jeder hat das Recht, in gleicher Weise an den Vorteilen und an den Lasten der Regierung beteiligt zu sein. Irgendwelche Unfähigkeit oder Unmöglichkeit, seine Meinung zu äußern, hat allein schon durch deren Vorhandensein schamlose Tyrannei auf Seiten der Regierung und unwissende Sklaverei auf Seiten der Regierten im Gefolge.

7. Die Rechte des Menschen im gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft sind lediglich zu schützen vor einem gewissen Grad der Beschränkung, die von den Schändern jener Rechte ausgeübt wird. Der Erduldende hat ein Anrecht darauf, daß der Grad der Beschränkung so geringfügig ausfällt, als dies nur irgend möglich ist.

8. Als einfacher Beweis für die Unredlichkeit irgend eines Antrages dürfte anzusehen sein, wenn er durch Macht erzwungen werden muß, anstatt daß man durch Vernunftsgründe zu seiner Annahme überredet. Kann die Regierung nicht durch Vernunft gestützt werden, so kann sie durch List und Schwindelei noch viel weniger gestützt werden.

9. Kein Mensch hat das Recht, den öffentlichen Frieden durch persönlichen Widerstand gegen die Ausübung des Gesetzes zu stören, auch dann nicht, wenn dieses Gesetz schlecht ist. Er soll sich darein fügen, jedoch zur selben Zeit die äußersten Kräfte seines Verstandes und seiner Geistesgaben gebrauchen, um die Beseitigung dieses Gesetzes zu fördern.

10. Der Mensch muß das Recht haben, in einer bestimmten Art und Weise zu handeln, eine es seine Pflicht werden kann. Er darf, bevor er muß.

11. Der Mensch hat das Recht, so zu denken, wie seine Vernunft ihn leitet; es ist eine Pflicht, die er sich selbst schuldig ist, in unbehinderter Freiheit zu denken, damit er aus Ueberzeugung handeln kann.

12. Der Mensch hat das Recht zu uneingeschränkter Freiheit des Forschens und des Untersuchens. Unwahrheit ist ein Skorpion, der sich selbst tot sticht.

13. Der Mensch hat nicht allein das Recht, seine Gedanken auszusprechen, sondern er hat die Pflicht, es zu tun.

14. Kein Gesetz hat das Recht, die Menschen abzuschrecken, Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit zu üben. Der Mensch soll die Wahrheit sprechen bei welcher Gelegenheit es auch immer sei. Eine Pflicht kann niemals ein Verbrechen sein; und was nicht verbrecherisch ist, kann folgerichtig auch nicht schädlich sein.

15. Das Gesetz kann nicht das zu einem Verbrechen machen, was seiner Natur nach tugendhaft, harmlos oder unschuldig ist, ebensowenig wie es das, was seiner Natur nach verbrecherich ist, zu etwas Harmlosen machen kann. Die Regierung kann kein Gesetz machen; sie kann nur verkünden und entscheiden wie das Gesetz vor seiner Neubildung beschaffen war; zum Beispiel: die Sitte rührt von den unvergänglichen Beziehungen der Dinge zu einander her.

16. Das gegenwärtige Geschlecht kann nicht die Nachwelt binden und verpflichten: die Wenigen können nicht etwas geloben für die Vielen.

17. Kein Mensch hat das Recht, etwas Unredliches oder Uebles zu tun, selbst wenn es gut ausgehen kann.

18. Das Zweckdienliche und Ratsame ist in den Sitten (also in der Moral-Anschauung) unzulässig. Politik führt nur dann zur Gesundung, wenn sie ausgeübt wird innerhalb der Grundsätze höherer Sittlichkeit: sie ist tatsächlich das Sittengesetz des Volkes.

19. Der Mensch hat nicht das Recht, seinen Mitmenschen zu töten. Es ist keine Entschuldigung, wenn er es in Uniform tut: er fügt zu der Schändlichkeit der Knechtschaft auch noch das Verbrechen des Mörders.

20. Jeder Mensch, welches auch immer sein Heimatland sein mag, hat an einem Platze dieselben Rechte wie jeder andere — die Rechte der allgemeinen Weltbürgerschaft.

21. Die Regierung eines Landes muß jeglicher Meinung gegenüber vollkommen unparteiisch sein. Religiöse Zwistigkeiten, die blutigsten und bösartigsten von allen, haben ihren Ursprung in der Parteilichkeit.

22. Eine Vollmachts-Inhaberin, die diese Vollmacht von den Individuen nur zu dem Zwecke erhalten hat, deren Rechte zu schützen, hat damit keineswegs auch die Macht übertragen bekommen, die Meinungs-Aeußerungen jener Individuen zu unterdrücken.

23. Der Glaube ist unwillkürlich; nichts Unwillkürliches ist verdienstlich oder tadelnswert. Seines Glaubens wegen darf kein Mensch für schlechter oder besser angesehen werden.

24. Christ, Deist, Türke und Jude haben gleiche Rechte: sie sind Menschen und Brüder.

25. Wenn die religiösen Anschauungen einer Person mit Eurer eigenen auch nicht übereinstimmen, so liebt ihn nichtsdestoweniger. Wie verschieden würden die Euren geworden sein, hätte ein Zufall der Geburt Euch in die Tatarei oder nach Indien versetzt!

26. Diejenigen, die da glauben, daß der Himmel dasselbe ist, was die Erde gewesen ist, ein Vorrecht in den Händen weniger Begünstigten, würden gut tun, ihre Ansicht reiflich zu überdenken; wenn sie finden, daß diese Meinung von ihrem Pfaffen oder von ihrer Großmutter herkommt, so könnten sie nichts Besseres tun, als sie zu verwerfen.

27. Kein Mensch hat das Recht, für irgendwelche andere Besitztümer geachtet zu werden als für die der Tugend und der Begabung. Titel sind Flitterkram, Macht ist ein Vergifter der Gesinnung, Ruhm ist ein Quark und übertriebener Reichtum eine Schmähschrift auf seinen Besitzer.

28. Kein Mensch hat das Recht, mehr an sich zu reißen, als er genießen und verdauen kann; was der Reiche dem Armen gibt, während zu gleicher Zeit Millionen sterben, ist nicht eine vollkommene Gnade, sondern ein unvollkommenes Recht.

29. Jeder Mensch hat das Anrecht an einem gewissen Anteil von Muße und Freiheit, weil es seine Pflicht ist, einen gewissen Grad von Kenntnissen zu erreichen. Er darf, bevor er muß.

30. Mäßigkeit des Körpers und des Geistes sind notwendig für alle, die frei sein wollen; weil ohne Mäßigkeit weder ein edles Gefühl der Menschenliebe das Herz bewegen kann, noch kühler und frischer, entscheidender Mut seinen Eingebungen zu folgen vermag.

31. Der alleinige Nutzen einer Regierung ist der, den Lastern des Menschen Einhalt zu gebieten. Wenn der Mensch heute unfähig eines Verbrechens würde, so hätte er morgen das Recht, zu fordern, daß die Regierung und mit ihr alle Uebel, die sie im Gefolge hat, zu beseitigen sind.

Mensch! Du, dessen Rechte hier klargestellt sind, sei länger nicht gleichgültig gegenüber der Erhabenheit Deiner Bestimmung. Gedenke Deiner ewigen Rechte, Deiner unveräußerlichen und unverfälschbaren Besitztümer, die Dir Tugend und Weisheit verbürgen, mit deren Hilfe Du aufzusteigen vermagst zur Glückseligkeit und zur Freiheit. Sie sind niedergeschrieben für Dich von einem, der Deine Würde kennt, dessen Herz zu jeder Stunde hoch schlägt in edlem Stolze bei der Betrachtung dessen, das Du erreichen könntest; von einem der nicht gleichgültig ist gegenüber Deiner Entartung und dem in jedem Augenblick seines Daseins die schmerzhafte Ueberzeugung zugetragen wird von dem, was Du heute in Wahrheit bist.

Erwache! — Erhebe Dich! —
oder falle für ewig.

„Wirklich letztklassig“

Es wird vielleicht schon wer sich gefragt haben, wird je noch etwas von Gernot Blümel erzählt werden, wird diese Figur je noch einmal in einem Kapitel vorkommen. Ja, aber es ist wenig, fraglich, ob dafür ein eigenes Kapitel gerechtfertigt ist.

Am 20. September 2026 hatte sie einen Auftritt, in der Sendung „Das Gespräch“, und alle von ihr in dieser Sendung getätigten Aussagen sind in einem einzigen Satz, den sie selbst in dieser Sendung sagte, faßbar, mehr ist von ihr nicht mehr zu erzählen:

Also ich finde, den Frame, den Sie jetzt versuchen, der ist wirklich letztklassig.

„Letztklassig“ dürfte ihm, Gernot Blümel, wohl auch sein unmittelbar davor von Susanne Schnabl angesprochenes „Salär“ gewesen sein, er, Gernot Blümel, also bloß noch ein Angestellter von Frank Gotthardt, der auch sein Medium entlohnt …

Es rechtfertigt kein eigenes Kapitel dafür, und es wird auch dadurch kein eigenes Kapitel, wenn von einem zweiten Satz aus dieser Sendung

Gefährliche Intelligenz: Bedroht die KI die Menschheit?

erzählt wird, den Susanne Schnabl einwarf:

Elon Musk ist Europäer

In Südafrika, in Kanada, in den Vereinigten Staaten von Amerika wird nun die Hochachtung für Europa unermeßlich steigen, zu erfahren, daß Elon Musk ein Europäer sei, und zugleich eingesehen werden, daß es nicht darauf ankommt, wo wer geboren, wo wer sein Leben verbringt, wo wer, wie es so schön heißt, sozialisiert, sondern wo die Ahnen sind, alles, was wen, wie es gar schön heißt, prägt, ist geprägt durch die Ahninnen. Das zu erkennen, das zu wissen, ist nur einem Menschen in Österreich gegeben, in Österreich, dem Land, in dem es seit jeher nur auf den Nachweis der Herkunft ankommt, in Österreich, in dem Land, und nur in dem Land kann ein solcher Nachweis erbracht werden. Und so hat Susanne Schnabl am 20. September 2026 den Nachweis erbracht, daß Elon Musk ein Europäer sei, wie es beispielsweise auf der Website „Ahnenforschung“ am 28. September 2026 sie bestätigend gelesen werden durfte:

Elon Musk. Geburtsort: 28. Juni 1971. Geburtsort: Pretoria. Geburtsland: Südafrika

Elon Musks Ahnenforschung beginnt bei seinem Vater Errol Musk (geboren 1946 in Südafrika).

Der Vater gab 2022 an, auf Elon Musk „nicht stolz“ zu sein, der Sohn hingegen beschrieb Errol als „schrecklichen Menschen“. Grund dafür ist möglicherweise auch, dass Errol Musk einst drei Menschen erschoss. Da es sich um bewaffnete Einbrecher handelte, wurde die Tat jedoch als Selbstverteidigung beurteilt und Errol Musk erhielt einen Freispruch.

Von 1970 bis 1979 war er verheiratet mit Maye Musk, der Mutter von Elon Musk. Sie beschrieb die Ehe im Nachgang als missbräuchlich und beschuldigte ihren Ex-Ehemann der häuslichen Gewalt. Zwei weitere Kinder zeugte Errol Musk mit Jana Bezuidenhout. Diese Beziehung machte vor allem aufgrund der familiären Beziehung Schlagzeilen: Bezuidenhout ist seine Stieftochter, die er kannte, seit sie vier Jahre alt war.

Ein deutlich besseres Verhältnis hat Elon Musk zu seiner Mutter, Maye Musk. Sie wurde 1948 als Maye Haldeman geboren. Mit sieben Jahren zog sie gemeinsam mit ihren Eltern aus Kanada nach Südafrika. Dort lernte sie in der High School ihren späteren Mann Errol kennen. Nach der Scheidung verdiente Maye Musk den Lebensunterhalt für sich und ihre drei Kinder mit dem Modeln und Nebenjobs in Forschungslaboren. Gleichzeitig war sie für einen Masterstudiengang in Ernährungswissenschaften eingeschrieben. 2017 wurde sie als ältestes Model der Firma Markenbotschafterin für die Kosmetikmarke CoverGirl. 2023 verlieh ihre ehemalige Universität ihr einen Ehrendoktortitel. Maye Musk arbeitet seit mehr als fünfzig Jahren als Model. Sie war unter anderem auf dem Cover der Magazine Vogue, Times und Sports Illustrated abgebildet. Zudem verfasste sie mehrere Bücher über Ernährung und unterrichtete das Fach an der Universität Toronto.

Die Ahnenforschung führt Elon Musks Linie mütterlicherseits auf die Familie Haldeman zurück. Sein Großvater Joshua Norman Haldeman wurde 1902 im US-amerikanischen Minnesota geboren. Er war Chiropraktiker, Landwirt und Pilot. In Amerika war Haldeman ein politischer Aktivist, in den Fünfzigerjahren zog er nach Südafrika. Dort unterstützte er die Apartheid, verbreitete Verschwörungstheorien und starb 1974 bei einem Flugzeugabsturz.

Maye Musk erwähnt in ihren Memoiren, die Familie ihres Vaters sei im 18. Jahrhundert aus der Schweiz ausgewandert. Mithilfe der Ahnenforschung lässt sich diese Geschichte bis ins Jahr 1544 zurückverfolgen. Damals wurde Bartholomeus Haldimann in Eggiwil (Kanton Bern) geboren.

Bartholomeus Haldimanns Nachfahren traten später von der Staatskirche zu den Täufern über. Diese christliche Glaubensgemeinschaft lehnt unter anderem die Kindestaufe und den Kriegsdienst ab. Sie wurden aus religiösen Gründen verfolgt und wanderten daher nach Amerika aus. Das erste dort geborene Familienmitglied war laut der Ahnenforschung John Haldeman. Drei Generationen später folgte auf ihn ein weiterer John Haldeman mit dem Zweitnamen Elon – der Urgroßvater Elon Musks, nach dem dieser benannt wurde.

Auf der väterlichen Seite konnte die Ahnenforschung für Elon Musk niederländische und englische Wurzeln nachweisen. Eine von Errol Musks Großmüttern war Niederländerin. Seine Eltern sind eine Engländerin und ein englischstämmiger Südafrikaner. Errol Musks Vater Walter Henry J. Musk diente im zweiten Weltkrieg. Er war der Sohn eines englischen Maurers, der vermutlich um die Jahrtausendwende nach Südafrika auswanderte. Im Jahr 1891 lebte er noch mit seiner Frau und seinen Kindern in Tottenham, England. Ab dem Jahr 1901 konnte die Ahnenforschung einen Wohnsitz in Pretoria nachweisen – wo siebzig Jahre später Elon Musk geboren wurde.

Soher würde fast ein eigenes Kapitel doch gerechtfertigt sein, wenn noch über die Sendung „Das Gespräch“ vom 27. September 2026 erzählt werden würde, deren Anlaß ein Ja-Nein-Ja-und-vielleicht-bald-wieder-Nein-Mann war, aber das Letzte, was von diesem Establishmentmann zu erzählen wäre, hat dieser selbst in der Nachrichtensendung unmittelbar davor von sich erzählt, wovor er nicht zurückscheuen würde, der Parteivorsitzende solle seine Fraktion in der Regierung führen, er würde also den Vizekanzler, aber auch den Finanzminister oder andere Minister machen …

A gift to the identitarians

Nun will er also, der Ja-Nein-Ja-Mann, doch wieder einmal Parteivorsitzender der SPÖ werden, aber, wie es sich für einen Ja-Nein-Ja-und-vielleicht-bald-schon-wieder-Nein-Establishmentmann gehört, er, Gerhard Zeiler, dürfte aber die Mühe scheuen, die Stimmen der einfachen Mitglieder der SPÖ dafür zu gewinnen, er will, wie es für einen Establishmentmann der einzige akzeptable Weg nur sein kann, er soll vom Establishment der Partei den einfachen Mitgliedern der Partei als Parteivorsitzender vorgesetzt werden, und die, die einfachen Mitglieder, haben ihm dann zu applaudieren, zu folgen.

Jedenfalls so stellt der Ja-Nein-Ja-Zeiler es sich vor, die einfachen Mitglieder sind auf Abstand zu halten, der Kontakt mit den einfachen Mitgliedern ist auf ein Minimum zu beschränken, die einfachen Mitglieder sind in einem Riechabstand zu halten, er, der Establishmentmann, oben auf dem Podium, sie, die einfachen Mitglieder, unten im Saal ihm zum Zuklatschen beordert, wofür er ihnen, den einfachen Mitgliedern, von seinem erhöhten Platz zuzuwinken stets großzügig bereit ist, als einziger für ihn denkbarer und vorstellbarer Kontakt mit der Basis.

Das ist die Essenz der Auslassungen, von ihm unterstützenden Establishmentmann Peter Pelinka in der heutigen Nachrichtensendung, 26. September 2026, auf „Österreich 1“:

Zu Gast der Journalist Peter Pelinka, er unterstützt Zeiler bei der Kandidatur zum SPÖ-Vorsitz. Pelinka läßt durchklingen, daß die mächtige Wiener Landespartei Zeile unterstützt, und er geht davon aus, daß die Kandidatur vom Parteivorstand ohne langes Unterschriften sammeln unter Parteimitgliedern entschieden wird. Wieso er Zeiler für den Richtigen hält, um die SPÖ aus dem Umfragetief von rund 15 % zu führen, dazu sagt Pelinka:

Aus zwei Gründen. Er ist erstens ein äußerst kommunikativer Mensch, ein sehr sympathischer Mensch. Und das zweite ist ja, er hat die richtigen Rezepte, aus meiner Sicht, wie die SPÖ sich künftig verstärkt positionieren muß. Ich sage aber gleich dazu, das ist keine Revolution, gar kein Putsch, sondern da bewirbt sich einfach ein sehr qualifizierter Kandidat um die Parteivorsitzstellung. Er wird sicher symbolisieren, einen ganz wesentlichen Punkt, der sich in der künftigen allfälligen Wahlkampfführung positionieren wird, er wird Österreich zukunftsfit und zukunftsfroh machen können.

Interviewer: Das haben andere auch schon versprochen.

Peter Pelinka: Ja, aber er wird’s halten.

Interviewer: Ihm trauen Sie es zu?

Peter Pelinka: Ja.

Interviewer: Traut ihm die Partei zu?

Peter Pelinka: Das werden wir sehen.

Interviewer: Als Entscheidendes in diesem Wahlpoker gilt die Unterstützung von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. Hat sich Zeiler da rückversichert, hat er die Unterstützung der Wiener?

Peter Pelinka: Das müssen Sie ihn im Detail fragen. Er hat sicher Gespräche geführt. Und für mich ist auch ein wesentliches Indiz, daß die entscheidende Vertraute von Michael Ludwig, Doris Bures, kürzlich in einem Interview gesagt hat, mit 15 % in Umfragen kann man nicht zur Tagesordnung übergehen.

Interviewer: Wenn Sie als Parteiinsider von Indizien sprechen, aus der Partei, könnte ich das so interpretieren, die Wiener machen zumindest freundliche Nasenlöcher.

Peter Pelinka: So können Sie das interpretieren.

Interviewer: Laut Parteistatut stehen Zeiler zwei Wege an die SPÖ-Spitze offen, entweder er sammelt rund 15.000 Unterschriften von Parteimitgliedern, zehn Prozent aller Parteimitglieder wären das, oder er schafft es, im Parteivorstand nominiert zu werden. Welchen Weg wird er wählen?

Peter Pelinka: Das müssen Sie im Detail ihn fragen.

Interviewer: Aber haben Sie die Manpower, um fünfzehntausend Unterschriften zu sammeln in drei Monaten, glaube ich.

Peter Pelinka: Ich glaube ehrlich gesagt, daß sich in der nächsten Zeit weisen wird, daß der öffentliche Druck auch in der Partei so stark wird, daß sich auch der Parteivorsitzende, der ein strategisch kluger Mann ist, sehen wird, es ist besser, er zieht sich zurück.

Interviewer: Das heißt, Sie setzen auf einen Beschluß des Parteivorstandes und einen Sonderparteitag?

Peter Pelinka: So ist es.

Wenn, so Peter-Details-weiß-ich-nicht-Pelinka, auf das Establishment in der Partei gesetzt wird, weil er, Zeiler, nicht fünfzehntausend Stimmen für sich zu gewinnen imstande sein wird, wie soll er, Zeiler, dann Millionen Stimmen zu gewinnen imstande sein, in einer Wahl, in der nicht nur das Establishment seiner Partei wählen werden wird? Er, Zeiler, mag das „richtige Rezept“ haben, um vom Establishment seiner Partei in den Parteivorsitz gehoben zu werden, aber das ist ein äußerst dünnes Rezeptbuch, genauer, ein Rezeptbuch mit einer einzigen halbgefüllten Seite …

Ein Ja gab es von Gerhard Zeiler schon einmal, vor zehn Jahren, mit einem sogleich darauffolgenden Nein, und nun gibt es wieder ein Ja, dem wieder ein Nein folgen kann, wenn das Establishment der Partei doch nicht sein Rezept ausprobieren will.

Abgesehen davon, würde Gerhard Zeiler ein Geschenk an die Establishmentpartei FPÖ sein,

a gift to the identitarians, nicht nur deswegen, weil sie als

the establishment party of the identitarians genüßlich gesinnungsgemäß ausschlachten würde,

die SPÖ, die ihr eine der Systemparteien ist, hieve einen Establishmentmann an ihre Spitze,

sondern auch, weil mit Gerhard Zeiler ihr, der identitarian patriotic party,

einr zweiter Koalitionsast wüchse, sie dann, es komme ja auf sie und nicht auf die SPÖ an, so einst Zeiler, entscheiden könne, mit wem sie eine Bundesregierung eingehen wolle, je nach dem, wer ihr für ihre eigene Zukunft „zukunftsfroher“ dienlicher erscheinen werde, Gerhard Zeiler oder Christian Stocker, von dem Peter Pelinka das hübsche Wort „zukunftsfroh“ …

Nun kann es nur „zukunftsfit und zukunftsfroh“ mit Österreich werden, schreibt doch Gerhard Zeiler schon so lange, so lange an seinem richtigen Rezeptbuch, diskutierte es etwa ein Jahr lang mit einem, einig mit diesem darin, was für Österreich und die SPÖ an Veränderung not, ließ es, als wäre es ein Speck, zehn Jahre lang abhängen, um es jetzt aus der Selchkammer, als wäre diese eine Denkkammer …

Einen Einblick, wie es unter Establishmentmännern zugeht, gibt das Interview von Gerhard Zeiler vom Mai 2016, über das im Morgenjournal vom 13. Mai 2016 berichtet wird, mit zitierten zeilerischen Aussagen im Originalton aus seinem ZIB2-Interview:

Zeiler gegen Pauschalausschluss der FPÖ Nachdem Hans Niessl gestern bekanntgegeben hatte, dass auch die SPÖ-Burgenland für Christian Kern votiert, hat Gerhard Zeiler seine Bereitschaft, für das Amt des Bundesparteivorsitzenden zu kandidieren, zurückgezogen. In der Zib2 hat der Medienmanager dennoch eine zentrale Frage der SPÖ-Strategie angesprochen: der pauschale Ausschluss der Zusammenarbeit mit der FPÖ sei falsch – jede Parteienkoalition müsse an Inhalten gemessen werden. Was die FPÖ betrifft, ist für Zeiler die Europafrage entscheidend.

Gerhard Zeiler: Eines ist klar, Es wird niemand in der Sozialdemokratie eine Koalition mit einer FPÖ machen, die sich nicht voll und ganz zu Europa bekennt. Warum nicht? Weil, wenn wir aus der EU austreten, dann treten wir auch aus dem EURO aus, das ist für ein Exportland und für ein Tourismusland wirklich der größte Schaden, den man sich vorstellen kann. Nicht auf die SPÖ kommt es so sehr an, es kommt auf die FPÖ an, ob sie jemals mit der SPÖ auf Bundesebene koalitionstauglich sein wird.

Interviewerin: Das heißt aber, die SPÖ sollte für sich Bedingungen definieren, unter denen sie Koalitionen eingeht, aber nicht eine Partei per se ausschließen?

Gerhard Zeiler: Aber das ist doch das Natürlichste auf der Welt, das macht man ja, die Umstände …

Interviewerin: Aber es gibt einen Parteitagsbeschluß, der die FPÖ als Partei ausschließt und nicht unter inhaltlichen Bedingungen.

Gerhard Zeiler: Den habe ich auch immer schon als falsch empfunden.

Moderator: Zeiler macht auch klar, daß er mit Kern schon seit längerem einig darin war, daß die Zukunft der SPÖ nur mit einem radikalen Neustart möglich sei, und dazu sei ein Führungswechsel unbedingt nötig.

Gerhard Zeiler: Einer der ersten, mit denen ich darüber geredet habe, ist Christian Kern. Und wir sind seit einem Jahr in Diskussion darüber. Wir hatten beide eine Rolle zu spielen. Wir waren beide uns einig, daß diese Veränderung für das Land und für die SPÖ notwendig ist. Ich hätte, wäre am Parteitag noch einmal Werner Faymann angetreten, als Gegenkandidat aufgetreten. Jetzt ist es nicht notwendig, Werner Faymann ist zurückgetreten, und der Christian Kern hat meine volle Unterstützung.

Alfons Riedel war kein Oskar Werner

Es ist nicht mehr weithin zum österreichischen Nationalfeiertag am 26. Oktober 2026, an dem wieder Kränze zum äußeren Burgtor, zum Einlaß auf den Heldenplatz geschleppt werden, zum „zentralen Gedächtnisort Österreichs“, wie dieser auf der Website bezeichnet wird, deren „Eigentümer und Herausgeber Bundesministerium für Landesverteidigung“ …

Auch in Deutschland gibt es einen „zentralen Gedächtnisort“, über den beispielsweise auf der Website „Berlin.de — Das offizielle Hauptstadtportal“ zu lesen ist:

Die Neue Wache an der Straße Unter den Linden erinnert als Zentrale Gedenkstätte in Deutschland an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Käthe Kollwitz Skulptur erinnert an Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

Nachdem die Wache im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde, ließ die DDR-Führung das Gebäude rekonstruieren und im Jahre 1960 zu einem Mahnmal für die Opfer des Faschismus und des Militarismus umgestalten. Im Innern brannte eine „Ewige Flamme“ über den Urnen eines unbekannten KZ-Häftlings und eines unbekannten Soldaten. Seit 1993 befindet sich im Innern die Skulptur „Mutter mit totem Sohn“ von Käthe Kollwitz und erinnert an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Größer kann der Unterschied zwischen dem „zentralen Gedächtnisort“ in Wien und der „zentralen Gedächtnisstätte“ in Berlin nicht sein, wie bereits erzählt wurde,

der nicht zugunsten Wiens ausfällt …

Von Alfons Riedel mit seinem im frass’schen Krieger, der nach wie vor am zentralen Gedächtnisort in Österreich liegt, versteckten Brief ist doch und noch zu erzählen, von dem Brief, über den auf der vom Bundesministerium für Landesverteidigung verantworteten Website nichts zu erfahren ist, sondern lediglich von dem im frass’schen Krieger versteckten frass’schen Schreiben, wie am 24. September 2026 zu lesen ist:

Entstehungsgeschichte
Das Ehrenmal ist sichtbarer Ausdruck einer neuen Erinnerungskultur im Österreichischen Bundesheer. Seit seiner Gründung im Jahr 1955 fand das militärische Totengedenken an der Skulptur des Toten Kriegers in der „Krypta“ des 1934 errichteten Heldendenkmals im Äußeren Burgtor statt. 2012 wurde in dieser Skulptur ein verborgenes Dokument aufgefunden. Der Bildhauer Wilhelm Frass hatte darin seiner nationalsozialistischen Gesinnung Ausdruck verliehen. Dadurch stand die „Krypta“ im Widerspruch zu den Werten des Österreichischen Bundesheeres, denn der Schutz von Demokratie und Menschenrechten bestimmt auch dessen Traditionspflege. Als Konsequenz wurde das militärische Totengedenken am Nationalfeiertag und zu Allerseelen in der „Krypta“ eingestellt. Nach einer Zwischenlösung wurde das neue Ehrenmal in der Ehrenhalle des Heldendenkmals errichtet und am 26. Oktober 2019 seiner Bestimmung übergeben. Parallel dazu erläutern eine Tafel und eine Ausstellung in der „Krypta“ den historischen Hintergrund für die Realisierung dieses neuen Gedenkortes. Dieser Ort verleiht zugleich dem Bekenntnis zu einer zeitgemäßen und zukunftsorientierten Traditionspflege Ausdruck.
Gestaltung
Zentrales Element des Ehrenmales ist das Hoheitszeichen – ein weißes Dreieck, eingeschrieben in einem roten Kreis. Das Hoheitszeichen versinnbildlicht die gesellschaftliche Verantwortung des Österreichischen Bundesheeres sowie seine Aufgaben und Leistungen – militärische Landesverteidigung, Schutz der demokratischen Freiheiten und der staatlichen Einrichtungen, Hilfe bei Katastrophen sowie Friedenssicherungsoperationen im Ausland
„SICHERHEIT.“ – „EINSATZ.“ – „FRIEDE.“ – diese Begriffe auf dem Ehrenmal verweisen auf den Auftrag des Österreichischen Bundesheeres zur Wahrung von Frieden in demokratischer Freiheit.
Die miteinander verbundenen Platten aus Streckmetall symbolisieren einerseits das Zusammenwirken und die gelebte Gemeinschaft im Österreichischen Bundesheer und dessen Verankerung in der Gesellschaft. Andererseits veranschaulicht die unterschiedliche Neigung der Platten das breite Leistungsspektrum und die praktizierte Diversität innerhalb des Österreichischen Bundesheeres.
Inschrift
Die Widmung „ÖSTERREICHISCHES BUNDESHEER – GEDENKT ALLER, DIE IN AUSÜBUNG DES DIENSTES IHR LEBEN GELASSEN HABEN“ erweist zum einen allen Angehörigen des Österreichischen Bundesheeres, die in Dienst und Einsatz ihr Leben verloren haben, ein ehrendes Gedenken. Zum anderen richtet sie sich an alle Besucher dieses Ehrenmals und bindet sie in das Gedenken ein.

Das also ist die Inschrift am zentralen Gedächtnisort Österreichs in Wien, und das ist die Inschrift an der zentralen Gedächtnisstätte Deutschlands in Berlin

Die neue Wache ist der Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Wir gedenken der Völker, die durch Krieg gelitten haben. Wir gedenken ihrer Bürger, die verfolgt wurden und ihr Leben verloren. Wir gedenken der Gefallenen der Weltkriege. Wir gedenken der Unschuldigen, die durch Krieg und Folgen des Krieges in der Heimat, die in Gefangenschaft und bei der Vertreibung ums Leben gekommen sind. Wir gedenken der Millionen ermordeten Juden. Wir gedenken der ermordeten Sinti und Roma. Wir gedenken aller, die umgebracht wurden wegen ihrer Abstammung, ihrer Homosexualität oder wegen Krankheit und Schwäche. Wir gedenken aller Ermordeten, deren Recht auf Leben geleugnet wurde. Wir gedenken der Menschen, die sterben mußten um ihrer religiösen oder politischen Überzeugung willen. Wir gedenken aller, die Opfer der Gewaltherrschaft wurden und unschuldig den Tod fanden. Wir gedenken der Frauen und Männer, die im Widerstand gegen die Gewaltherrschaft ihr Leben opferten. Wir ehren alle, die eher den Tod hinnahmen, als ihr Gewissen zu beugen. Wir gedenken der Frauen und Männer, die verfolgt und ermordet wurden, weil sie sich totalitärer Diktatur nach 1945 widersetzt haben.

Es hat zwar etwas von Ehrlichkeit, wenn das Schreiben von Alfons Riedel, das als „Friedensbotschaft“, als „pazifistisches Schreiben“ angesehen wird, auf der Website der österreichischen Landesverteidigung keine Erwähnung findet, denn der Soldateska geht es, auch wenn der „Friede“ als ihr „Auftrag“ vorgeschoben wird, nicht um Frieden, sondern vor allem auch um die Bewahrung des Mannes Ideal: Held —

Wenn auf der Website des österreichischen Verteidigungsministeriums gar so betont von „Traditionspflege“ des österreichischen Bundesheeres geschrieben wird, ist es hoch an der Zeit, die „Tradition“ und deren „Pflege“ des österreichischen Bundesheeres endlich umfassend zu durchleuchten …

Es mag nicht wenigen das Schreiben von Alfons Riedel als „Friedensbotschaft“, als „pazifistisches Schreiben“ erscheinen,

Als Mitarbeiter an dem toten Krieger hat mir das Erlebnis des großen Krieges als Jugendlicher im Hinterland, mit all seinem Heroismus und Schrecken, den nachhaltigsten Eindruck gemacht und hege ich in voller Erkenntnis der heroischen Größe des Kampfes der deutschen Nation um ihr Lebensrecht nur einen Wunsch, der bisher leider nur Wunsch von Generationen war und geblieben ist:
„ Ich wünsche, daß künftige Generationen unseres unsterblichen Volkes nicht mehr in die Notwendigkeit versetzt werden, Denkmäler für Gefallene aus gewaltsamen Auseinandersetzungen von Nation zu Nation errichten zu müssen. “
Alfons Riedel
Bildhauer
Wien im April 1935

Weshalb aber Alfons Riedel den „Wunsch“ in Anführungszeichen setzte, das könnte als seine Distanzierung von diesem Wunsch gelesen werden, als Ausdruck dafür, daß es nicht sein Wunsch — einerlei, was er in seinem Brief über „Heroismus“, „heroische Größe des Kampfes der deutschen Nation“ mit seinen Anführungszeichen ausdrücken wollte, festzuhalten ist hierzu, er, Alfons Riedel trat nur wenige Jahre später der NSDAP bei, deren Gesinnung und Begehren einzig Kampf, Krieg, Mord, Gefallene … Vielleicht schwebten ihm, Alfons Riedel, künftige Denkmäler bloß noch für Sieger, Heroen der deutschen Nation vor, und so einer wollte er selbst wohl auch an der Ostfront werden, und wurde doch nur ein Kriegsgefangener … Wäre es ihm, Alfons Riedel, ernst gewesen, was er in seinem als „Friedensbotschaft“, als „pazifistisches Schreiben“ verkauften Brief schrieb, er hätte es beispielsweise einem Oskar Werner gleichtun können, also nicht der Kriegs- und Massenmordpartei beizutreten, also nicht als Soldat in einem Eroberungskrieg sich zu verdingen, sondern zu desertieren, wie Oskar Werner, der „Lieblingsschauspieler“ von einem, dessen zurzeitiges Lieblingswort „Remigration“ ist, von dem je nicht zu erwarten war, daß ihm Oskar Werner sein „Lieblingsschauspieler“ …

Alfons Riedel, viel ist über ihn nicht zu erfahren, etwa auf der Website „Wien Geschichte Wiki“ ist am 24. September 2026 lediglich das zu lesen:

Alfons Riedel, * 31. Juli 1901 in Wien, † 1. April 1969 in Wien, Bildhauer. Riedel, der während des Ständestaats den damals illegalen Sozialdemokraten angehörte, war ein Mitarbeiter von Wilhelm Frass und legte vor der endgültigen Montage des Denkmals des toten Soldaten am Äußeren Burgtor der von Frass in einer Mulde im Sockel des Denkmals mit einem pronationalsozialistischen Schreiben deponierten Blechkapsel im April 1935 einen pazifistischen Text bei, in dem er den Wunsch äußerte, dass spätere Generationen „nicht mehr in die Notwendigkeit versetzt werden, Denkmäler für Gefallene aus gewaltsamen Auseinandersetzungen von Nation zu Nation errichten zu müssen“.

Wien Geschichte Wiki. 24. September 2026. Diese Seite wurde zuletzt am 17. Juni 2025 um 14:53 Uhr bearbeitet.

Dabei, was kann nicht alles über Alfons Riedel erzählt werden.

Etwa das, daß er ein Schüler von Josef Müllner, der seit kurzem gesäubert und herausgeputzt auf dem Karl-Lueger-Platz steht, gewesen ist.

Etwa das, daß er mit Wilhelm Frass in der Türkei war, in der Türkei, in der damals noch andere aus Österreich Arbeit fanden, ihre Arbeit, zu der sie am besten befähigt, Diener starker Männer …

Etwa das, daß von ihm wie von Frass, von Müllner, von Eisenmenger u. a. m. Werke im sogenannten öffentlichen Raum Wiens nach wie vor herumstehen, aufgemalt … Wer zum Beispiel im Stadtkino im Künstlerhaus einen Film sieht, hat nicht nur die Leinwand im Blick, sondern auch seine Mahagonimasken, links und rechts dazu die Wandbilder von Rudolf Hermann Eisenmenger und Rudolf Holzinger. Eisenmenger schuf 1955 den heute versteckten Eisernen Vorhang, Rudolf Holzinger war über ein Jahrzehnt zuvor beim Schaffen des Kartons für das arisierte Ronacher dabei. Ob der von Holzinger mitausgeführte Eiserne Vorhang noch zu sehen ist, wurde nicht nachgeprüft, wird soher nicht gewußt, was in der Staatsoper aber noch in den Pausen genossen werden darf, das wird gewußt, die Tapeten von Eisenmenger.

Da Franz Kralicek 1943 starb, konnte er den Vorhang für das arisierte Ronacher nicht fertigstellen, so wurden Rudolf Holzinger, Max Frey und Günther Baszel beauftragt mit der Finalisierung des Kartons mit 26 Figuren und einem Wagner-Zitat: „Ehrt eure deutschen Meister“.

Von Franz Kralicek ist heutigentags noch in der Faulmanngasse sein Sgraffito zu sehen, mit dem Spruch: „Es gibt nur einen Adel, den Adel der Arbeit“. Was lediglich abgeschlagen wurde, ist der Name des Österreichers, dem dieses Zitat damals zugeschrieben wurde. Auch ein Beispiel dafür, daß die Gesinnungsgemeinschaft dieses Österreichers nur zu einem befähigt war, massenhaft zu stehlen.

Im Wildganshof im dritten Wiener Gemeindebezirk ist heutigentags noch das Terrakottarelief „Pflügender Bauer“ von Alfons Riedel zu sehen, das einst mit dem nun verräumten Spruch „Wir reden nicht, sondern handeln“ versehen war, stolz verziert mit dem Namen des österreichischen Sprücheklopfers.

Wie sie mit ihrem sie anführenden Österreicher „handelten“, ist bekannt, wie sie, die heutigentags nur „reden“, „handeln“ werden, wird sich im vollen Ausmaß erst bitter herausstellen —

Und danach, danach, nach dieser jetzt noch nur herbeigeredeten Marschoffensive, wird es wieder heißen, es war bloß Idealismus, nacktreiner Idealismus …

Dieser Spruch „Wir reden nicht, sondern handeln“ prangt zwar nicht mehr unter dem pflügenden Bauern des Alfons Riedel, aber gesagt wird dieser auch heutigentags sehr gerne; ein Spruch ist ein Spruch ist ein bedenkenloser Spruch, außer, dieser ist ein Spruch, der wird von gewissen Menschen mit einem bestimmten Gesinnungshintergrund verwendet.

Und zum riedelschen pflügenden Bauern noch der riedelsche Anton Wildgans im Wildganshof — Anton Wildgans, was für ein Lyriker.

Etwa das, daß Alfons Riedel von Oktober 1961 bis November 1965 Präsident des Künstlerhauses war, das Rudolf Hermann Eisenmenger von 1939 bis 1945 auch war.

Etwa das, daß für Alfonds Riedel auf den „Krieg folgten der Preis des Unterrichtsministeriums, der Professorentitel und das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.“

Etwa das:

Am 1. Jänner 1941 trat er der NSDAP bei, nachdem er im Jahr 1940 zumindest zweimal erfolglos versucht hat, einen öffentlichen Auftrag an Land zu ziehen. Von 1942 bis 1945 war er an der Front – irgendwo „im Osten“, wie er in einem Feldpostbrief an seine Kollegen vom Künstlerhaus schrieb. Nach Kriegsende war Riedel ein halbes Jahr in russischer Kriegsgefangenschaft. Bereits im Dezember 1945 verbürgte sich der damalige Künstlerhaus-Direktor Karl Maria May für Riedel: In einer eidesstattlichen Erklärung erläuterte er, dass dieser der NSDAP „nur aus wirtschaftlichen Gründen beigetreten [ist]. Sein Verhalten gegenüber anders Gesinnten war stets freundschaftlich und hilfsbereit, in jeder Weise.“

Karl Maria May, Präsident des Künstlerhauses von 1945 bis 1954, also erklärte eidesstattlich, das Verhalten von Alfons Riedel sei gegenüber anders Gesinnten stets freundschaftlich und hilfsbereit, in jeder Weise gewesen. Ein anders Gesinnter muß demnach Karl Maria May das NSDAP-Mitglied Alfons Riedel erschienen sein, ist doch von einer NSDAP-Mitgliedschaft des Karl Maria May nicht in Erfahrung zu bringen. Über Karl Maria May gibt es auf „Wien Geschichte Wiki“ diese am 24. September 2026 gelesene Auskunft:

Karl Maria May verbrachte seine Jugend in St. Pölten, besuchte die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt und die Akademie der bildenden Künste (bei Rudolf Bacher) und erhielt 1912 ein Romstipendium. Von 1914 bis 1918 und 1941/1942 nahm er als Offizier am Ersten und am Zweiten Weltkrieg Teil. May war ab 1928 Mitglied und vom 26. April 1945 bis zum 16. Juni 1954 Präsident des Künstlerhauses (Leitung der Wiederherstellung nach dem Zweiten Weltkrieg, Eröffnung des Künstlerhauskinos). Von ihm stammt ein Porträt Theodor Körners. Er war Professor (1946). May malte ursprünglich religiöse Kompositionen, dann Porträts, Landschaften und Genre.

Wien Geschichte Wiki. 24.September 2026. Diese Seite wurde zuletzt am 8. August 2025 um 17:20 Uhr bearbeitet.

Darüber hinaus ist über Karl Maria May doch und noch zu erfahren, am 24. September 2026, in der „Wikipedia“, jedoch in der englischsprachigen Ausgabe, in der deutschsprachigen Wikipedia gibt es keinen Artikel zu Karl Maria May:

Es gibt einen weiteren Raum am zentralen Gedächtnisort Österreichs, den „Weiheraum“, zu dem am 24. September 2026 auf der Website des Landesverteidigungsministeriums zu lesen ist:

Weiheraum für den österreichischen Widerstand 1965

Am 27. April 1965, 20 Jahre nach der Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, wurde im linken Flügel des Äußeren Burgtors der Weiheraum für die Opfer des österreichischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus eröffnet (Architekt: Robert Kramreiter).

Der schwarze Marmorblock mit dem Staatswappen auf der Oberseite trägt die Inschrift „IM GEDENKEN AN DIE / OPFER IM KAMPFE / FÜR ÖSTERREICHS FREIHEIT“.

Das also ist eine weitere Inschrift am zentralen Gedächtnisort Österreichs, zu der im „Weiheraum“ am 24. September 2026 eine besondere Ausführung auf „CityABC Das Wien Wiki“ zu lesen ist:

Weiheraum – Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus

Der schwarze Marmorblock Auf der gegenüberliegenden Seite wurde 1965 von Robert Kramreiter ein weiterer Raum eingerichtet – ein Weiheraum zum Gedenken an die Freiheitskämpfer 1934-1945. Ursprünglich war dieser Raum als Kultraum für nichtkatholische Bekenntnisse und als Aufbahrungsraum für Staatsbegräbnisse in Verwendung.

Heute enthält er einen schwarzen Marmorblock, der an der Oberseite das Bundeswappen zeigt. An der Vorderseite ist der Schriftzug „IM GEDENKEN AN DIE OPFER IM KAMPFE FÜR ÖSTERREICHS FREIHEIT“ angebracht. Der Raum erinnert daran, dass in der NS-Zeit 2.700 Österreich hingerichtet wurden, weitere 16.100 wurden in Gestapohaft umgebracht, 82.000 Menschen, darunter 65.000 Juden, wurden in Konzentrationslagern ermordet.

Der Weiheraum ist nur am Nationalfeiertag zugänglich.[4]