Entwicklung 18 in Österreich: FPÖ unzensuriert – Schreibplatz von Harald Vilimsky: „Dort [Mauthausen] befindet sich der geeignete Standort für seine [Soros] ‚Universität‘. Hunderttausende können sich dort inskribieren – aber niemand kommt dann wieder raus!“

FPÖ unzensuriert - Mauthausen der geeignete Standort für Soros-Universität 23-04-2018

Trashcansinatra: „Dort befindet sich der geeignete Standort für seine ‚Universität‘. Hunderttausende können sich dort inskribieren – aber niemand kommt dann wieder raus!“

Das ist der Kommentar auf der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Regierungspartei am 23. April ’18. Trashcansinatra schreibt nicht Mauthausen hin, schreibt aber die Koordinaten recht nah von Mauthausen. Um genau zu sein, es sind die Koordinaten von Feichter. Entweder hat sich Trashcansinatra ein wenig vertan, aber eher, um sagen zu können, sollte es eine Aufregung, eine Empörung geben, es sei nicht Mauthausen gemeint gewesen. Aber diese Taktik ist in dieser Gesinnungsgemeinschaft eine alte, das Eindeutige so zu bringen, daß bei Empörung durch ein Schlupfloch gekrochen werden kann. Schon im „Weisenbericht“ ist die Taktik mit den schlüpfrigen Formulierungen beschrieben, der vor 18 Jahren zur ersten schwarzblauen Regierung erstellt werden mußte.

FPÖ unzensuriert - Soros-Universität 23-04-2018

Allein dieser Kommentar zu einem Kommentar der FPÖ unzensuriert zur Verteidigung unter dem Titel „Gudenus-Sager ‚antisemitisch‘? – ‚Jerusalem Post‘ schrieb aber das gleiche‘ … Es wird von der Schreibstaffel der FPÖ unzensuriert genau verstanden, worum es eigentlich geht, wenn der Name George Soros fällt. Und auch andere äußern sich in ihren Kommentaren gesinnungsgemäß recht eindeutig auf diesem Schreibplatz von Harald Vilimsky, der für FPÖ unzensuriert ebenfalls schon seine Tastatur gegen George Soros in Stellung brachte …

Mag es auch grauslich sein, allein der Kommentar von Trashcansinatra reichte als Zitat, also Hunderttausende nach Mauthausen, aber es sind diesmal auch weitere zu zitieren, um ein weiteres Mal festzuhalten, was das für eine Website ist. Es ist auch diese Website, auf der der Generalsekretär der identitären Regierungspartei in Österreich schreibt

IRRA: „Da bin ich wieder voll bei ihnen, aber, so wie der ausschaut? Meines Wissens werden ‚Galapagos-Schildkröten‘ sehr, sehr alt!!!! Is a bisl Scheiße!!!!“

Eugens-rache: „‚Galapagos-Schildkröten‘ sehr, sehr alt!!! So so -Sehr, sehr alt also ? Hmmm.. Jo mei , dann muaßn halt endli Wer auf Buggl umme drehn , dann hod sich des mitm sehr sehr alt werden sowieso relativ sehr schnell erledigt . Und was lerne ich daraus? es gibt IMMER eine Möglichkeit und somit einen Weg .“

IRRA: „LOL !“

McErdal: „Rothschild’s Mann für’s Grobe……… *3 Todespläne für das Nachkriegsdeutschland. Der Morgenthau, Kaufmann, Hooton Plan.* wwwwahrheitinside.wordpress.
com/2016/01/23/3-todesplaene-fuer-das-nachk…“

FPÖ unzensuriert - Haltung und klares Engagement - 23-04-2018

Es ist in den Kommentaren alles vorhanden, daß die Frage von FPÖ unzensuriert im Titel schon beantwortet, ob es denn antisemitisch sei, und es ist mehr als das, die gesamte Grauslichkeit, die aus der Vergangenheit gekannt wird: Menschen als Tiere hinzustellen, um sie dann leichter ermorden zu können, das Geschwefel von den „Todesplänen“ und so weiter und so gesinnungsgemäß.

Es darf bei dieser Website niemals vergessen werden, kurz gesagt, von wem diese ist, nämlich von einer Regierungspartei.

fpö unzensuriert - trashcansinatra - 23-04-2018

Es ist also nicht irgendeine Website, beispielsweise wie die von McErdal herangezogene Quelle „Wahrheitinside“, auch wenn Unterschiede … „Wahrheitinside“ werden viele als das sehen, was sie ist, nämlich zu ignorieren. „Wahrheitinside“ verteidigt zum Beispiel Frau Haverbeck, eine Holocaustleugnerin, aber nicht nur diese obskure Website verteidigt sie, sondern auch Menschen, die gewählt werden …

Wahrheit inside - FPÖ unzensuriert

Wenn es auch einen Unterschied in der gesellschaftlichen Stellung dieser Websites gibt, so eint sie im Gemeinsamen, um ein Beispiel zu nennen, der rechte Glaube an Zitate, wie etwa jenes über den Antifaschismus von Silone nach einer Erwähnung von Bondy, das auch ein Hofer, Strache, Gudenus, Kickl …

fpö unzensuriert florianer huber 23-04-2018

McErdal, Eugens-rache, Irra, Trauerspiel sind schon so etwas wie eine Stammeinheit der Schreibstaffel der gesinnungsgemäß zensierten Website, und was sie diesmal zum auf George Soros getauften Antisemitismus schreiben, überrascht nicht, zu oft schon haben sie sich mit Kommentaren hervorgetan, die …

Eigentlich überrascht auch nicht der Kommentar von Trashcansinatra, also Hunderttausende nach Mauthausen, zu oft schon mußte auf der Website der identitären Regierungspartei in Kommentaren gelesen werden, wohin Menschen zu bringen sind …

Kurz fordert Haltung und klares Engagement

FPÖ erfüllt Forderung von ÖVP-Obmann nach Haltung und klarem Engagement

Daß der Bundeskanzler nach der profunden Analyse von einem Nachrichtensprecher der „mächtigste Kanzler“ zur Zeit sei, kann nur zustimmend bestätigt werden, wie es gerade aktuell (und wann ist es nicht aktuell bei der identitären Regierungspartei?) am Beispiel des Antisemitismus gezeigt werden kann.

Im Oktober ’17 forderte er, damals noch nur Obmann, von einer potentiellen Koalitionspartnerin Haltung und klares Engagement. Und nun, im April ’18, schon nach einem halben Jahr erfüllt ihm, dem nun zurzeitigen Bundeskanzler, seine identitäre Koalitionspartnerin diese Forderung uneingeschränkt und bedingungslos: Haltung und klares Engagement im Antisemitismus.

FPÖ erfüllt Forderung nach Haltung von Sebastian Kurz

Das hätte als Nachsatz im Kapitel über Gudenus, Strache, Vilimsky, Orbán und dem George Soros getauften Antisemitismus bereits seinen Platz finden können, aber ein Bundeskanzler mit solcher einer Mächtigkeit, dem also sogar eine Koalitionspartnerin Forderungen in so kurzer Zeit erfüllt, ihm die Vollzugsmeldung darüber von den Höchsten und von einem gar mit einem Stuhl in der Regierung von dieser Partei verdient es, in einem eigenen Kapitel entsprechend gewürdigt zu werden.

Entwicklung 18

Entwicklung 18 in Österreich

Es ist, die Empörung ist groß, erheiternd, wenn Harald Vilimsky ausrückt, um Johann Gudenus beizustehen. Der selbst, wäre die Empörung im gleichen Fall ebenso, einen ausrückenden Gudenus bräuchte, um ihm beizustehen.

George Soros, Open Society Foundations und die für die FPÖ des Harald Vilimsky Pfui-Gack-Werte

Es wird nun viel von einem, kurz gesagt, „neuen Antisemitismus“ geschrieben, geredet … der Antisemitismus wurde getauft und erhielt den Vornamen George, und das tatsächlich Neue daran ist, daß ein Getaufter nicht nur einen Vornamen erhält, sondern auch einen Familiennamen: Soros.

Und zu so einer Taufe gehört offensichtlich traditionell, wieder etwas recht Altes, Namenslisten zu erstellen, Menschen mit ihren Namen öffentlich zu machen, um sie einzuschüchtern, aber auch freizugeben zur …

Gedenktafel zur Gegenwart - Kurz - Strache - Orban

Eine Liste anzulegen, damit hat der zurzeitige Infrastrukturminister vor Jahren schon begonnen, in seinem Handbuch, nicht sehr fleißig, nicht sehr ambitioniert, er setzte nur einen Namen auf seine Liste, den Namen von einer österreichischen Staatsbürgerin …

In Österreich erledigt das die gesinnungsgemäß zensierte Website der identitären Regierungspartei, in der auch Harald Vilimsky über seine oben angesprochenen Werte schreibt:

„Ungarn behauptet ORF-Kommentator […] gehört zu Soros-Netzwerk.“

Was in der Kapitelüberschrift mit „Entwicklung 18“ gemeint ist. Hier darf auf das Kapitel „FPÖ-Historikerkommission“ verwiesen werden. In diesem Kapitel wird vom „Weisenbericht“ erzählt, der vor 18 Jahren verfasst wurde, damals zur schwarzblauen Regierung in Österreich, und davon, wie die Entwicklung in diesen 18 Jahren in Österreich …

Das tausendjährige reich der shirtverkäufer

Es waren drei freundliche Herren und wohl voller Hoffnung, daß es eine gute Entwicklung nehmen kann. Aber ihr Beobachtungszeitraum war ein denkbar kurzer: Februar bis September 2000. Und wäre damals der zurzeitige Vizekanzler in der Regierung gewesen, dann hätten sie mindestens einen Satz so nicht schreiben können:

„Wir haben den Eindruck gewonnen, daß das Verhalten der Minister der FPÖ in der Regierung seit Februar 2000 im allgemeinen nicht kritisiert werden kann.“

So kurz kann ein Vizekanzler der FPÖ des Jahres ’18 gar nicht auf seinem Stuhl in der Regierung sitzen, als er ein solchen Satz verunmöglicht.

Es wurde mit der Empörung das Kapitel eingeleitet, zu der ist noch etwas zu sagen.

tu austria bella matteos

In Österreich lösen Worte Empörung aus. Aber nicht alle. Etwa das „Bravissimo“ von Harald Vilimsky. Obgleich es größte Empörung auslösen müßte, wird bedacht, wem sein freudiger Zuruf gilt, der Liga in Italien. Einer Partei, die es nicht beim Schreiben von Listen mehr beläßt, wie im Winter ’18 einer ihrer Kandidaten es getan hat, der vom Schreibtisch aufstand, um mit einer Glock zur Tat …

Aber auch diese Empörung über Johann Gudenus wird kurz dauern, also rasch enden, eben nach österreichischer Tradition:

Von den österreichischen Gezeiten: Aufregung, Abregung, Belohnung.

Nur Gesinnung macht frei - von Skrupeln

 

Weisenbericht in Österreich vor 18 Jahren und wenn die „FPÖ-Historikerkommission“ 18 Jahre später in ihrer Arbeitsweise Oliver Rathkolb folgt, steht das Ergebnis schon fest: Beschönigung der Vergangenheit mit kritischen Spritzern

Österreich - Schwarzidentitäre Regierung

Mit großer Verwunderung nehmen die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen dieser Resolution beim diesjährigen „Zeitgeschichtetag“ an der Universität Wien zur Kenntnis, dass die geplante „FPÖ-Historikerkommission“, die am 13. Februar 2018 angekündigt wurde, noch immer keine transparente professionelle Vorgangsweise erkennen lässt. Aus der Sicht der professionellen Zeitgeschichtsforschung entspricht die Vorgangsweise der FPÖ 2018 aus mehreren Gründen nicht den gängigen wissenschaftlichen Standards.

Das steht in der Petition. Veröffentlicht am 5. April 2018.

Es haben viele Historiker und Historikerinnen unterschrieben. Oliver Rathkolb ist namentlich zu nennen, er hat zusätzlich durch Interviews hierzu sich hervorgetan.

Diese Petition mit Interviewmehrwert klingt kritisch. Und zugleich doch schon ein Freibrief. Ein Freibrief durch deren vollkommene Akzeptanz des Begriffes „Historikerkommission“. Verwunderlich, daß Historikerinnen der FPÖ diesen Begriff durchgehen lassen.

Österreich - Weisenbericht 2000

Wer sollte es besser als Historiker wissen, was die eigentliche Aufgabe einer Historikerinnenkommission ist?

Der zurzeitige Bundeskanzler weiß es, also was die Aufgabe dieser „FPÖ-Historikerkommission“ zu sein hat:

„Sebastian Kurz begrüßt Historikerkommission der FPÖ.“ Vorfreude auf den neuen Karl May von Wilhelm Brauneder?

Mit dieser Petition und den Interviews von Oliver Rathkolb leisten sie der FPÖ einen Argumentationsdienst von unsagbarem Wert. Als ginge es nur um die Vergangenheit, und das legt der Begriff von „Historikerkommission“ nahe, und es wird der FPÖ das unendlich gefallen, daß es nur um die Vergangenheit gehe, mit der sie, die FPÖ, des Jahres ’18 nichts mehr zu tun habe. Sie eine offene und kritische Partei geworden sei, die die Größe besitze, sich ihrer Vergangenheit mittels einer „Historikerkommission“ zu stellen. Da fällt der kleine kritische Einwand der Historiker nicht ins Gewicht. Im Gegenteil. Weil das Wichtige: die Historikerinnen bestätigen mit der einwandlosen Übernahme des Begriffes „Historikerkommission“ es gehe dabei nur um Geschichte, um die Vergangenheit, aber nicht um die Gegenwart.

Bericht FPÖ-Historikerkommission 18

Es müßten sich die Historikerinnen doch erinnern, daß im Jahr 2000 nicht eine „Historikerkommission“ eingesetzt wurde, sondern drei Herren ersucht wurden, einen „Weisenbericht“ zur damaligen schwarzblauen Regierung zu erstellen. Es wurde mit gutem Grund nicht von einer „Historikerkommission“ gesprochen, sondern es präzise „Weisenbericht“ genannt. Zugegeben, das klingt hochgestochen. Die drei Herren selber nannten es auch schlicht „Bericht“. Wären es Österreicher gewesen, hätten sie es wohl getan, also „Bericht der drei Weisen“ oder „Weisenbericht“ auf das Titelblatt geschrieben.

„Die Entwicklung der politischen Natur der FPÖ von einer rechtspopulistischen Partei mit extremistischer Ausdrucksweise zu einer verantwortungsvollen Regierungspartei ist nicht ausgeschlossen. Allerdings ist eine solche Entwicklung aufgrund der relativen kurzen bisherigen Erfahrungen nicht klar erkennbar.“

Das steht im Bericht von Martti Ahtisaari, Jochen Frowein und Marcelino Oreja. Geschrieben vor 18 Jahren.

Was war nun die Entwicklung von der damaligen FPÖ zur FPÖ 18?

Weisenbericht 2000

Kurz zusammengefaßt:

Damals, im Jahr 2000,  gab es eine schwarzblaue Regierung und die FPÖ eingestuft als „rechtspopulistisch mit extremistischer Ausdruckweise“. 18 Jahre später gibt es eine schwarzidentitäre Regierung und die FPÖ stuft sich selbst als identitäre Partei ein.

Das ist die Entwicklung in 18 Jahren, oder kurz (geeignet für Beschlagwortungen):

Entwicklung 18.

Übrigens, die Arbeitsweise von Oliver Rathkolb.

Wenn die „FPÖ-Historikerkommission“ sich allein nur die eine Tafel von Oliver Rathkolb zum Vorbild nimmt, also seine Tafel für das Karl-Lueger-Denkmal, wird der zurzeitige Bundeskanzler sich weiter freuen können.

Österreich - Diskretion statt Transparenz

Die Petition der Historiker ist überschrieben mit „Transparenz statt Diskretion“. Diskretion statt Transparenz war die Arbeitsweise von Oliver Rathkolb beim Formulieren der Tafel beim Karl-Lueger-Denkmal …

Das Lueger-Denkmal von Josef Müllner mit der Tafel auf Karl-Art von Oliver Rathkolb

Frass, Müllner, Weiss – Vom nazifreundlichen Österreich

Wandergeselle Rathkolb, Irmgard Griss im politischen Wachkoma in Österreich, Scholle des Führers

Kurz noch einmal zusammengefaßt. Die Kritik der Historikerinnen eine Kritik als Hilfe, eine Hilfskritik der Historiker. Der Bericht

„Historikerkommission“ der FPÖ wird so nutzlos, weil konsequenzlos sein, wie es eine „Holocaustkommission“ gewesen wäre. Ein Bericht ändert keine Gesinnung.

der „FPÖ-Historikerkommission wird, wie bereits ausgeführt, nutzlos sein. Wie der Bericht von den drei Herren sich als nutzlos herausgestellt hat. Konsequenzlos allerdings war der „Weisenbericht“ nicht, aber anders als dieser gedacht war: von einer „rechtspopulistischen Partei mit extremistischen Aussagen“ zu einer identitären Regierungspartei mit extremistischen …

Historikerkommission

 

 

„Was bringt die Oper für das Deutsche Volk?“

FPÖ unzensuriert - Was bringt die Oper dem Deutschen Volk

Es gibt wohl im Jahr ’18 keinen besseren Tag als den 20. April, um Einsicht zu zeigen, sich selbstkritisch zu hinterfragen.

Und wer weiß um die Bedeutung dieses Tages recht besser Bescheid als die Website der identitären Regierungspartei?

„Interessant finden wir die Tatsache, dass viele, die behaupten, dass sie die Oper nicht mögen, diese nie in ihrem Leben besucht haben. Sie verstehen nicht, welche spannende und beeindruckende Erfahrung das darstellt. Das bedeutet, dass wir in der Welt der Vorurteile leben. Wir verstehen nicht, wie viele Schubladen wir in unseren Köpfen haben, die unser Denken bestimmen. Wir teilen die Wirklichkeit in einfache Kategorien ein. Als verantwortungsbewusste Menschen müssen wir unsere Vorurteile immer hinterfragen und uns darum bemühen, vorschnelles Urteilen ohne eigene Erfahrung zu vermeiden und einzelne Erfahrungen nicht zu verallgemeinern.“

Das schreibt FPÖ unzensuriert am 20. April ’18. Ist das nicht eine hervorragende Selbsterkenntnis? Ist das nicht eine hervorragende selbstkritische Befragung und Hinterfragung des eigenen Tuns? Gerade an diesem verhängnisvollen Datum.

Es gibt diese Tage der kritischen Selbstbefragung, ab und an. Und dann kommen wieder die Tage des gesinnungsgemäßen Alltags. Die Gegenwart lehrt, solche Tage der Erkenntnis gehen vorüber, bleiben ohne Konsequenzen, ändern die Handlungsweisen nicht im geringsten …

Das lehrt nicht nur die Gegenwart. Das lehrt auch die Vergangenheit. Am 20. April ’18 fragt FPÖ unzensuriert, ob denn die Oper „Schnee von gestern“ sei.

„Interessant finden wir die Tatsache, dass viele, die behaupten, dass sie die Oper nicht mögen, diese nie in ihrem Leben besucht haben. Sie verstehen nicht, welche spannende und beeindruckende Erfahrung das darstellt. Das bedeutet, dass wir in der Welt der Vorurteile leben. Wir verstehen nicht, wie viele Schubladen wir in unseren Köpfen haben, die unser Denken bestimmen.

Das lehrt auch die Vergangenheit. Was für „beeindruckende Erfahrung“ die Oper für den Mann war, der am 20. April, um mit Martin Heidegger zu sprechen, in die Welt geworfen wurde, machten Millionen von Menschen nicht in der Oper, sondern draußen vor der Tür …

Nächte der Oper

Im Jahr ’38 kehrte der am 20. April Geworfene zurück in seine Oper. Auftakt der Nächte der Oper für lange, lange sieben Jahre. Für die Oper im Haus mit von innen verschlossenen Türen, wo mit Operndegen gemordet und Kunstblut verspritzt wird, verkleidete sich sogar der Geworfene, zog einen Frack über den Soldatenrock, während draußen vor der Tür wirkliches Menschenblut zur Sintflut ward.

Kurier - Was Hitler von der Oper lernte

Der Geworfene, ein Pendler zwischen den Opern. Kaum ist die Tieflandvorstellung in Wien vorüber, muß der Frackverkleidete nach Berlin, zu einer Lohengrinvorstellung, mit dem „großen Staatsmann“ aus Ungarn, nein, nicht mit Viktor Orbán, der wohl davon träumt, daß auch von ihm einst so gesprochen wird, wie er über den Mann an der Seite des Geworfenen spricht. Und er, Orbán, kann sich berechtigte Hoffnung darauf machen, wird er doch in der Gegenwart gewürdigt, sogar von Menschen, kurz gesagt, die nicht von ihm abhängig sind …

„Oper. Vollkommen unbedeutend. Was bringt die Oper für das Deutsche Volk? Bereichert es uns in militärischer, materieller, geistiger Form (in Form von Intelligenz) oder schiebt sie gar die Ausländer ab? Die Oper ist ein Paradebeispiel für abgehobenes Menschentum. Abgehoben nicht an Intelligenz oder höherem Geiste, wie der klassische Operngänger gerne glauben soll. Dekadentes Schauspiel. Kreischende Furien auf der Bühne. Der Inbegriff vom Spiessertum. Gutsituierte ‚Geister‘, sich gegenseitig falsch-lächelnd zum Intellektuellen ernennend, sinnieren in des tieferen Sinn des erlebten Spiels. Woher tiefer Sinn kommen soll fragt niemand.“

Das ist der Kommentar von einem Menschen, der sich für die Website der identitären Regierungspartei „politisch Verfolgter“ nennt, von ihm auf FPÖ unzensuriert geschrieben am 21. April ’18.

„Was bringt die Oper für das Deutsche Volk?“ Politisch Verfolgter urteilt hart über die Oper. Und es ist wahr, lehrt die Vergangenheit, die Oper hat, so wie sie vom Geworfenen und seinen Kameraden und Kameradinnen verstanden wurde, nichts Positives gebracht, nur Verheerung, Not, Elend, Tod, Untergang. Der Geworfene und sein Opernreich haben die Oper und also die Hochkultur nicht mißverstanden, sondern blutig genau verstanden und ihre Massenblutkonsequenzen daraus gezogen, die Hochkultur sinkt herab zum Niedrigsten, das Niedrigste steigt auf zur Hochkultur, die Hochkultur nie versiegende Quelle des Barbarischen, die Hochkultur liefert den Treibstoff für Panzer, die Hochkultur die Stahlschmiede für Bomben …

Die Tagesordnung - Krupp - Opel - BASF - Bayer - Siemens - AllianzGöring an der Seite des Geworfenen mit dem ungarischen Staatsmann in der Lohengrinvorstellung … ob er, Göring, Jahre zuvor, nach seiner Sitzung am 20. Februar ’33 mit den vierundzwanzig Herren zur Feier der für alle Seiten erfolgreichen Verhandlung noch in die Oper ging?

In den folgenden zwölf Jahren, während draußen die Welt in wirklichem Blut ersoff, den vierundzwanzig Herren ihre Tresore zu gigantischen Geldarchen drinnen in ihren Villen wurden, werden sich die vierundzwanzig Herren mit Frack und Vatermörder wohl oft in die Oper begeben haben und also sich der Hochkultur hingegeben haben. Während für die Menschen draußen Morden und Ermordet-Werden auf der Tagesordnung stand, stand für die Herren Siemens, Krupp, Opel, Flick, um nur drei namentlich von diesen vierundzwanzig Herren zu nennen, auf dem Theaterzettel vielleicht Tiefland, Rienzi, Lohengrin … Wie die übrigen Herren hießen, Éric Vuillard nennt sie alle beim Namen …

„Was mich betrifft so ist es mir einerlei was Junge von der Oper bzw.von Klassischer Musik halten . ich werde wie schon Jahrzehnte in der Vergangenheit auf in der Zukunft meinen Vier Lebens Säulen treu bleiben die da wären :
Kunst, Geschichte, Literatur und Klassische Musik . Und wenn es wer nicht ausprobiert ?“

FPÖ unzensuriert - Oper Schnee von gestern

Das schreibt Eugens-rache am 21. April ’18 auf FPÖ unzensuriert in seinem Kommentar und bedankt sich artig für „diesen sehr Gut geschriebenen Artikel“ … Ja, Menschen der Hochkultur auf der FPÖ unzensuriert, auch wenn sie wohl keine geldvollgestopften Tresore wie die Herren „im Nirwana der Industrie und Finanz“ haben werden …

Oh, Hochkultur, ewige Quelle, aus der das Barbarische in Fontänen … das lehrt weiter die Gegenwart. Auch Eugens-rache bleibt ihr treu, von dem erst ein Hochkulturkommentar gezeigt werden durfte, Seite an Seite mit dem „politisch Verfolgten“, der sich verfolgt sieht wie Gerd Honsik … 

Oh, Prinz Eugen von Savoyen, Ahn‘ der Hochkultur …

FPÖ unzensuriert - Eintrittspreise zu hoch

Es klagt FPÖ unzensuriert, die Eintrittspreise für die Wiener Staatsoper seien zu hoch, nun, wer die Preisstaffelung der Oper kennt, wird leicht zur Meinung gelangen, die Verantwortlichen der Website der identitären Regierungspartei waren selbst noch nie … Aber Eintrittspreise können leicht gesenkt werden, hierzu reicht es oft schon, die Steuer zu senken. Aber das ist der zurzeitigen schwarzidentitären Regierung kein Anliegen, hingegen die Steuersenkung für Beherbergungsbetriebe sehr wohl. Wenn sie wenigstens zum Schlafen Theater, Kinos aufsuchte und nicht Pensionen, Hotels, dann wäre die Umsatzsteuer ebenso schnell gesenkt wie für das Campieren …

Daran ließe sich beinahe ein Unterschied zwischen Gegenwart und Vergangenheit festmachen. In der Vergangenheit: Vatermörder der Hochkultur, in der Gegenwart: Schlafende der Hochkultur …

„Ich hab‘ noch eine Bombe im Koffer.“

Patriotismus hat noch eine Bombe im KofferDreiundsiebzig Jahre nach dem Ende des Krieges von 1939 bis 1945 muß wieder einmal eine Bombe aus diesem Krieg entschärft werden. Diesmal in Berlin. Am 20. April 2018. Genau an dem Tag des Geburtstages von einem Mann, dessen Geburtstag in Wien in manchen Wirtshäusern mit seiner Leibspeise als Mittagsmenü wieder gefeiert werden wird.

Dreiundsiebzig Jahre nach dem Ende des Krieges bedrohen nach wie vor Bomben aus diesem Krieg von 1939 bis 1945 das Leben von Tausenden von Menschen, verursacht der Krieg von 1939 bis 1945 nach wie vor enorm hohe Kosten. Das ist seit einem dreiviertel Jahrhundert das jährliche Geburtstagsgeschenk des Mannes an alle Menschen, die dafür aufkommen müssen, in Deutschland, in Österreich, in …

Der Patriotismus war diesem und nicht nur diesem Mann Programm zur Mobilisierung der Menschen für seine Vernichtungsphantasien.

Die Hymne des Patriotismus: „Ich hab‘ noch eine Bombe im Koffer.“

Und gerade am 20. April ’18, wenn wieder einmal enorm viel Geld für den Krieg von 1939 bis 1945 ausgegeben werden muß, gerade am 20. April ’18, wenn der Krieg von 1939 bis 1945 weiter Tausende von Menschen mit dem Tod bedroht, fällt unweigerlich und besonders am 20. April ’18 der stolz verkündete „ausgeprägte Patriotismus“ der Partei auf Regierungsstühlen in Österreich ein.

Und als ob der Kosten dreiundsiebzig Jahre nach dem Krieg von 1939 bis 1945 für die Beseitigung der tödlichen Bomben nicht schon genüg wären, wird zusätzlich noch weiter Geld hinausgeworfen, um die Bomber zu ehren, die Bomber zu schützen, etwa für sündteure Inserate … Gesinnungsgemäß aus den Reihen der zurzeitigen identitären Regierungspartei in Österreich.

Die Veränderung hat begonnen

FPÖ und ÖVP schmettern Antrag zur Bekämpfung von Kinderarmut in Österreich im Parlament ab

Es wurden am 19. April ’18 im österreichischen Parlament eine Reihe von Entschließungsanträgen eingebracht.

ÖVP und FPÖ schmettern Antrag zur Bekämpfung von Kinderarmut ab - 19-04-18

Auch einer zur Bekämpfung der Kinderarmut in Österreich. Der Antrag zur Bekämpfung der Kinderarmut in Österreich bekam in der
Abstimmung keine Mehrheit. Ab-
geordnete von ÖVP und FPÖ schmetterten den Antrag, endlich etwas gegen die Kinderarmut in Österreich zu unternehmen, ab.

Unternehmen hingegen können auf die schwarzidentitäre Regierung zählen, und dann ihr Geld. Nicht ganz, vorläufig zumindest. Zur Vermehrung des Firmenreichtums durch Sozialbetrug kommt es – vorläufig – doch nicht, diese Einnahmequelle öffnet die schwarzidentitäre Regierung vorerst einmal nicht.

Credo der schwarzidentitären Regierung:
Schmettern und Abschmettern.

Schmettert ständig von Gerechtigkeit … und ist schon zugleich ihr Abschmettern, wie am 19. April ’18 von dem zur Bekämpfung der Kinderarmut in Österreich.

Für das Schmettern und das Abschmettern hat die schwarzidentitäre Regierung aber nicht zwei Gesichter: für das Schmettern ein freundlich lächelndes, unbedarft wirkendes und für das Abschmettern ein Fratzengesicht. Die schwarzidentitäre Regierung hat für das Schmettern und das Abschmettern nur ein Gesicht, nämlich das freundlich lächelnde und unbedarft wirkende Gesicht, ausgeliehen, kurz gesagt, vom zurzeitigen Bundeskanzler.

Es könnte auch gesagt werden, das Schmettern ist die eine Seite der Medaille, das Abschmettern die andere Seite. Im Fall der schwarzidentitären Regierung stimmt es in keiner Weise. Die schwarzidentitäre Regierung ist ein Groschen mit nur einer Seite, auf dem Schmettern und Abschmettern ein und dieselbe Seite …