Von Thomas Bernhard gibt es das aus seinen Schriften zusammengetragene Buch „Städtebeschimpfungen“. Und nun das Buch Abuses of Countries — No more comedy. By Donald Trump.
Daß es das Buch Länderbeschimpfungen noch nicht gibt, liegt vielleicht daran, es wird einfach nicht gewußt, wie es angelegt werden soll. Als eine Komödie von Donald Trump? Als eine Tragödie von Thomas Bernhard? Es spräche viel davon, es nicht als Erzählung, sondern einfach als Dramlolett von Thomas Bernhard herauszubringen, mit einer einzigen sprechenden Figur, nämlich Donald Trump, und was Donald Trump in diesem Dramolett zu sprechen hat, ist das, was eben Donald Trump je sagt, über Länder, in der Art also wie Thomas Bernhard über Städte aber auch Länder schrieb, etwa in seinem Weltverbesserer:
Montreux ist ein kaltes Loch in welchem sich jeder dritte den Tod holt In der Schweiz fühle ich mich immer wie in die Falle gelockt
Nicht ein frei erfundenes Dramolett aber, sondern, einfach wie kurz gesagt, ein Dokumentardramolett, und das beginnt je mit dem, was Donald Trump stets zuletzt
Und dann kommt die komplette Familie aus China oder Indien oder einem anderen Höllenloch hinterher
von sich gibt, also mit dem letzten Spruch soll jede Aufführung beginnen. Ein Dokumentardramolett das jedenfalls stets aktuell zu halten ist, da doch kein Monat vergeht, in dem Donald Trump nicht etwas über ein Land weiß, was bis dahin kein Mensch weiß, ebenso umfassend informiert und ebenso umfassend gebildet wie Thomas Bernhard, wenn dieser ebenfalls nicht nur aber auch über Städte und Länder …
Das Bühnenbild für dieses Dokumentardramolett ein eirundes Büro,
Das wäre ein zu „Städtebeschimpfungen“ passender weiterer Band.
Heutigentags hätte Thomas Bernhard vielleicht den Plan aufgegeben, ein Stück über einen rennfahrenden Geistesmenschen zu schreiben, dafür aber mit seiner Vorliebe für hochgestellt begüterte Geistesmenschen —
ein Stück mit dem einfachen wie kurzen Titel Trump … Und vielleicht hätte er es in seiner Selbstverwertung ganz nach seinem Stück Elisabeth II. geschrieben, in dem ein Herr Herrenstein im Rollstuhl sich ängstigt, während seine vom Neffen Eingeladenen auf das Eintreffen der Königin in Wien warten, Herrenstein sich also davor fürchtet, verlassen, alleingelassen zu werden, denn sein Bettdiener Richard, der nach Amerika, nach Kalifornien will, könnte Herrenstein endgültig verlassen für das von ihm Richard unterstellte neue Verhältnis mit Herrn Dr. Schuppich …
Eva Schütz ist doch immer wieder lustig, und das konnte am 23. April 2026 auf der Konzernplattform X wieder einmal gelesen werden, wie lustig Eva Schütz ist:
Während Politiker pathetisch auf die Barrikaden gehen, ist dem normalen Österreicher ehrlich gesagt egal, ob ZARA noch existiert. Gibt’s nicht ZARA, gibt’s drei andere NGOs. Und genau das ist das Problem: Ein aufgeblähter NGO-Apparat, finanziert mit Steuergeld – und wenn man spart, ist der Aufschrei riesig. Weil es auch einfach angenehm ist, sich finanzieren zu lassen über staatliche Förderungen. Mehr dazu von @EvaSchutz in #exxpresslive!
Soviel Lustigkeit macht subventionslustig, und deshalb genau das ist kein Problem: Ein nicht aufgeblähter Apparat, finanziert mit keinem Steuergeld.
„41.259“ Euro Förderung sind kein Steuergeld, sondern — lustig auch, daß die 2025 staatlich ausgeschüttete Förderung an Exxpress aus dem Titel „Qualitätsjournalismusförderung“ …
Die VIUS SE & Co. KGaA wird gerichtlich und außergerichtlich vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin VIUS Management SE, Berlin (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 245682 B), diese vertreten durch ihre geschäftsführenden Direktoren Julian Reichelt und Vera Regensburger.
Seit zwölf Stunden ist auf dieser Konzernplattform ein Posting öffentlich zur Verbreitung, seit zwölf Stunden an diesem 23. April 2026, das nicht zitierbar ist, der Inhalt dieses Postings ist kein Inhalt, sondern ein Unhalt, a non-content, und dennoch haben bereits 10.381 Personen innerhalb von zwölf Stunden diesen Unhalt mit einem „Herz“ gekennzeichnet, und dennoch haben 1.089 Personen innerhalb von zwölf Stunden diesen Unhalt geteilt. Das Posting ist von einer Person, die sich den Namen eines Österreichers gegeben hat, und von dem nun in diesem Posting vom 23. April 2026 behauptet wird, er hätte in allem Recht gehabt, die Welt schulde ihm eine Entschuldigung.
Wenn wer, wäre beinahe voreilig auf einen Unhalt als Antwort gegeben werden wollen, wem einen Entschuldigung mit sofortiger entsprechender Konsequenz, dann schuldet diese Plattform den Menschen eine Entschuldigung, x owes people an epology.
Ob es alles Menschen sind, die diesen Unhalt herzen, teilen, ob es ein Mensch ist, der sich den Namen dieses einen Österreichers gab, vermag nicht gesagt werden, deshalb wird neutral und allgemein von Personen gesprochen, es könnten auch sogenannte Bots sein, vielleicht ist es eine Mischung aus Menschen und Bots, die einen derartigen Unhalt softwaregetrieben schreiben, herzen, teilen …
Es muß eingestanden werden, ohne die Aufklärung durch die patriotische Unzensuriertwäre für immer der Sinn der gestrigen rätselhaften Mitteilung von Isebrand
Dr. Ludwig soll wieder auf sein!
verschlossen geblieben, es würde vielleicht weiterhin gedacht werden, Dr. Ludwig liege mit einer schweren Krankheit darnieder, und Isebrand schicke Dr. Ludwig „Erika“ als Videogenesungslied zu raschen Heilung.
Die Dimension einer solchen Aufklärung kann erst durch ihre Wiedergabe in ihrer Gesamtheit vermessen werden:
Zensur
Ohne Vorwarnung gelöscht: “YouTube” erklärt Krieg gegen deutsche Heimatlieder
Der YouTuber „Dr. Ludwig“ hat jahrelang deutsche Volks- und Marschlieder gesammelt, aufbereitet und einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Sein Kanal ist jetzt weg. Gelöscht, von einem Tag auf den anderen, ohne jede Vorwarnung und ohne Begründung durch die Plattform. Kritik an dem Vorgehen YouTubes kommt vor allem aus der AfD. Jahre an Arbeit, Aufbau und kulturellem Einsatz seien auf einen Schlag vernichtet. Der Verdacht richtet sich auf ein einziges Lied Laut Berichten des Deutschland-Kuriers soll der Auslöser ein Video des volkstümlichen Marschliedes „Erika“ („Auf der Heide blüht ein kleines Blümelein“) gewesen sein. Das Stück stammt von 1938, komponiert von Herms Niel, und war ein beliebtes Soldatenlied der Wehrmacht. Im Kern ist es jedoch ein schlichtes Liebeslied mit starkem Heimatgefühl, völlig legal und in Deutschland nicht verboten. Dennoch reichte offenbar schon die bloße Veröffentlichung, um den gesamten Kanal zu tilgen. YouTube selbst hat bislang keine offizielle Erklärung abgegeben. Thomas R. Deutscher (AfD Bayern) rechnet ab Thomas R. Deutscher von der AfD Bayern hat den Vorgang scharf kritisiert. Hier ging es nicht um schnellen Profit. Der Kanal war laut eigener Aussage nie monetarisiert. Stattdessen wurden über lange Zeit deutsche Lieder, Geschichte und kulturelle Inhalte gesammelt, aufbereitet und zugänglich gemacht. Gerade viele junge Deutsche haben dadurch erstmals wieder Zugang zu einem Stück eigener kultureller Identität gefunden. Während andere nur reden, hat er etwas aufgebaut und bewahrt. Dass so etwas einfach verschwindet, ist ein harter Schlag.Kein Profit, nur Kultur – und trotzdem weg Genau das macht den Fall besonders bitter: „Dr. Ludwig“ hat nie auf Monetarisierung gesetzt. Es ging ihm um Bewahrung deutschen Liedguts, um Geschichte und Identität. Viele Nutzer sahen in seinem Kanal eine der letzten sicheren Quellen für genau diese Lieder, die anderswo immer schwerer zu finden sind. Jetzt ist alles verschwunden. Eine Spendenaktion auf GoFundMe soll „Dr. Ludwig“ dabei helfen, juristisch gegen die Löschung vorzugehen. Muster oder Einzelfall? Der Vorfall reiht sich ein in eine längere Geschichte von Löschungen und Sperrungen historischer deutscher Lieder auf YouTube. Schon früher waren einzelne Videos von „Dr. Ludwig“ betroffen, jetzt traf es den gesamten Kanal. Während Plattformen bei anderen Inhalten oft großzügig sind, scheint bei deutschem Soldaten- und Marschliedgut die Messlatte besonders hoch zu liegen – oder die Algorithmus- und Moderatorenlogik besonders sensibel. Ob bewusste Zensur, automatisierte Überreaktion oder bloße Willkür: Das Ergebnis ist dasselbe. Ein Stück lebendiger Kulturgeschichte wird den Nutzern entzogen.
Das Stück stamme von 1938, klärt gesinnungsgemäß Unzensuriert auf, komponiert habe es Herms Niel, und sei ein beliebtes Soldatenlied der Wehrmacht gewesen. Im Kern sei es, klärt gesinnungsgemäß Unzensuriert auf, jedoch ein schlichtes Liebeslied mit starkem Heimatgefühl, völlig legal und in Deutschland nicht verboten.
So bleibt, was Isebrand dunkel schrieb, nicht unaufgeklärt. Bei den Isebrands dürfte es am 20. April vielleicht als Nachtmahl Eiernockerln gegeben haben, das darf aus der Bildsendung von Isebrand am 20. April 2026 geschlossen werden. Dazu ist keine Aufklärung nötig, auch nicht zu dem von Isebrand am 21. April 2026 verbreiteten Lied von Dr. Ludwig: „Österreich ist ein deutsches Land“ mit u. v. a. m. so recht schlichten Versen wie „Auf diese Worte jeder trau/Doch als nach wütend Weltenbrand/Und die Ostmark ward entrissen/Und deutsch ein jeder Knabe“ —
Aber wo ein Dr. Ludwig, ist auch ein Michel. Der Michel. Der Michel trägt weiter, was Dr. Ludwig — wie am 22. April 2026 zu lesen ist, auf YouTube:
Liederwehr – Der Michel – Dr. Ludwig – Marschliederkanal – Anthem of the DMKB – Hymne des DMKB
13.214 Aufrufe 10.07.2022 ✪ Für Mitglieder schon seit 8. Juli 2022 Die inoffizielle Hymne unseres Deutschen Musikkanalbundes DMKB. Geschrieben von Dr. Ludwig und Marschliederkanal. SUPPORT/Unterstützung: / dermichel CD/ALBUM/SPOTIFY: https: // open.spotify.com/album/37Bsl8… CD/ALBUM/AMAZON: https:// www. amazon.de/Michel/dp/B0979… CD/ALBUM/APPLE MUSIC: / der-michel ODYSEE: https: //odysee.com/@dermichel:1 TWITTER: / dermichel14 TELEGRAM: https: //t.me/dermichel95
Spotify, Amazon, Apple — wie recht von Unzensuriert getan, über Zensur aufzuklären.
Der Michel singt Dr. Ludwig, etwa dieses Lied, gehört auf YouTube ebenfalls am 22. April 2026:
Sänger/Singer: Der Michel Text/Lyrics: Dr. Ludwig / kanal Text 4. Strophe / Lyrics 4th Stanza: Marschliederkanal / marschliederkanal Melodie: Hohenfriedberger Marsch
Ein Kampf für die Lieder! Ein Kampf für die Kultur! Für die deutsche Freiheit Erschallet unser Schwur! Wir wehren uns alle Zeit Gegen die Zensur Im weiten Weltennetz: Für Deutschland nur! Ihr treuen Kameraden, Erneuert unsern Schwur: Ein Kampf für die Lieder! Ein Kampf für Kultur! Ihr treuen Kameraden, Erneuert unsern Schwur: Ein Kampf für die Lieder! Ein Kampf für Kultur! Sie stahlen uns Freude, Zertraten unser Herz. Der alte deutsche Sang, Verleumdet unter Schmerz. Die alte Kultur man nannte Frech Hass und Hetz‘, Doch beugen wir uns niemals Dem Diktatgesetz. Ihr treuen Kameraden, Steht all‘ an unsrer Seit‘: Ein Kampf für die Lieder! Ein Kampf für Kultur! Ihr treuen Kameraden, Steht all‘ an unsrer Seit‘: Ein Kampf für die Lieder! Ein Kampf für Kultur! Wir tragen die Saaten Des alten Deutschtums fort, Im ganzen Weltennetz Zu andrem, bess’ren Ort Und halten fest zusammen, Wohl nun erst recht, Und wollen nie verzagen, Nie sein ein Knecht! Ihr treuen Kameraden, Erneuert unsern Schwur: Ein Kampf für die Lieder! Ein Kampf für Kultur! Ihr treuen Kameraden, Erneuert unsern Schwur: Ein Kampf für die Lieder! Ein Kampf für Kultur! Man kann uns nicht bannen, Nie geben wir uns auf. Wir brechen den Maulkorb Und nehmen wieder Lauf. Aus Funken wird Feuer Und schließlich Fanal, Und morgen steht wieder Ein neuer Kanal! Ihr treuen Kameraden, Steht all‘ an unsrer Seit‘: Ein Kampf für die Lieder! Ein Kampf für Kultur! Ihr treuen Kameraden, Steht all‘ an unsrer Seit‘: Ein Kampf für die Lieder! Ein Kampf für Kultur!
Die Gänseweide, gegenwärtig als Weißgerbelände bekannt, für Jahrhunderte eine Hinrichtungsstätte in Wien, auf der viele, sehr viele Menschen getötet wurden, darunter auch Menschen, die wegen „Sodomie“ ermordet wurden, die heutigentags, so human ist es geworden,
Es wird in dieser Stadt, das darf gerechterweise nicht verschwiegen werden, aber nicht auf die Menschen vergessen, die ebenfalls auf der Gänseweide verbrannt wurden,
In „Karajan in Paris am 20. April“ wurde bereits erzählt, daß eine Figur mit Namen Roy Trabucon dem Österreicher zu seinem 137. Geburtstag gratuliert, und es wurde dabei gedacht, es gibt halt immer einen Menschen, der es nicht lassen kann, einem Massenmörder zu gratulieren.
Und weil es Tausende sind, die das herzen, ist das in einem Appendix zu „Karajan in Paris am 20. April gesondert festzuhalten, an diesem 20. April 2026 zu betonen, daß auf der Plattform, die der Meinungsfreiheitverschrieben vorgibt, von einem, der sich wohl selbst als leaderversteht …
Und dazu von Roy Trabucon auch am 19. April 2026 ebenfalls mit einem Video aufgepeppt, zu sehen: eine Masse in einer Messe, ein Padre, Lichtorgel, Entzückung:
Por la mañana café Por la tarde oración Por la noche Dios Con su protección.
Das Dritte Reich war wirklich eine echte, potente Europäische Union. Deshalb schlossen sich Frankreich, Großbritannien und die Vereinigten Staaten mit der kommunistischen Sowjetunion zusammen, um gegen Adolf Hitler und den Nationalsozialismus vorzugehen.
Das sind u. v. a. m. wohl Meinungen, also auch die von Roy Trabucon, deren Freiheit zu verteidigen gilt, wie es gerade jene jetzt tun, deren Eintreten der Meinungsfreiheit …
Es wird bereits offensichtlich geworden sein, daß Roy Trabucon nicht von Belang ist, aber wenn so viele Menschen Derartiges mit einem „Herz“ würdigen, wenn so viele Menschen sich mit einem „Herz“ den Glückwünschen an den Österreicher anschließen, auf einer derartigen Konzernplattform, dann kann es, einfach wie kurz gesagt, nicht ignoriert werden.
Hinzu kommt, das ebenfalls nicht zu ignorieren ist, eine aktuelle Biographie über den Geburtstagskapelllmeister Herbert Karajan, zu der beispielsweise die „Jüdische Allgemeine“ am 13. Februar 2026 schreibt:
Opportunist oder Gesinnungsnazi? Das historische Bild des Dirigenten Herbert von Karajan leidet seit Längerem unter seiner NSDAP-Mitgliedschaft. Der Historiker Michael Wolffsohn will ihn nun von mehreren Vorwürfen freisprechen
Aus den Briefwechseln gehe etwa hervor, dass Karajan nie große Euphorie für Adolf Hitler gezeigt habe. Einen gemeinsamen Empfang mit Hitler habe er in einem Brief an seine erste Frau Elmy als Pflicht bezeichnet, der er nachkommen müsse. Hitler habe auf der anderen Seite, wie auch der für Kultur zuständige Reichspropagandaminister Joseph Goebbels, Karajan nicht sonderlich geschätzt, weswegen sich die Karriere des Dirigenten im NS-Staat ab 1942 »eindeutig auf dem Abstieg« befunden habe, erklärt Wolffsohn.
Wolffsohn hat im Auftrag der Karajan-Stiftung eine neue Biografie über den Dirigenten verfasst, die dessen Verstrickung in den NS-Apparat untersuchen soll. Als Basis dienten dabei vor allem Karajans private Briefwechsel mit seiner ersten Frau Elmy und seiner zweiten Frau Anita. Das Buch mit dem Titel »Genie und Gewissen: Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus« erscheint kommenden Montag.
Eine Biographie „im Auftrag der Karajan-Stiftung“ —
Johannes Peter Senk hat die Ausführungen von Oliver Rathkolb am 19. Februar 2026 in den „Salzburger Nachrichten“ noch nicht lesen können, und hätte er seine „Analyse“ für die „Jüdische Allgemeine“ erst nach dem 19. Februar und nicht bereits am 13. Februar 2026 geschrieben, diese seine „Analyse“ wäre womöglich etwas anders …
Es ist eine vertane Chance, man merkt den Schnellschuss mit professionellem PR-Getöse. In seinen zentralen Thesen kehrt er zurück zum Start. Er ist 1933 in Salzburg und Ulm der NSDAP beigetreten, dann hat er sich mehrmals umgemeldet, auch 1935. 1938 hat ihm die Ortsgruppe Köln/Aachen um ein Mitgliedsbuch angesucht, da ist das Durcheinander aufgepoppt, und man hat in Salzburg rückgefragt. Wenn Michael Wolffsohn nun aus all dem einen De-facto-Beitritt 1935 konstruiert (zum Antritt als Generalmusikdirektor in Aachen, Anm.), dann offenbar nur, um die These zu festigen, Karajan sei nur formaler Nazi gewesen. Aber das widerspricht den Akten.
Zum Wissensstand von 1945/46. Das Buch liest sich so, als wäre Michael Wolffsohn Herbert von Karajans Anwalt im Entnazifizierungsverfahren. Das wichtigste Entlastungsargument soll offenbar sein: Karajan sei ein unpolitisches Genie und ein Formal-Nazi gewesen. Er sei – nach angeblich unbedeutenden Salzburger und Ulmer Karteikarten aus 1933 – nur aus Karrieregründen 1935 der NSDAP beigetreten.
Das stimmt. Allerdings hat ihn die österreichische Staatsanwaltschaft später trotzdem als Illegalen eingestuft, weil er in der Zeit des österreichischen Verbots Mitglied (in Deutschland, Anm.) gewesen ist. Karajan selbst hat die Geschichte vom Beitritt 1935 in die Welt gesetzt, obwohl es nicht nötig gewesen wäre, noch einmal der NSDAP beizutreten. Damit bezweckte er, nicht als Gesinnungsnazi, sondern als reiner Karrierenazi zu gelten, der ohne Beitritt den Job in Aachen nicht bekommen hätte. Das ist eine Erfindung Karajans, die seine Fans nachgebetet haben. Wolffsohn hat sie übernommen und reitet darauf herum, weil sonst sein Argument für den Karrierenazi zusammenbräche.
Weil es im Konnex zu sehen ist zu den Anzeichen von Antisemitismus in Herbert von Karajans Verhalten. Da ist das Zitat aus dem Brief vom Juni 1934 an seine Eltern, dass er nicht an der Wiener Volksoper dirigieren wolle, weil „das gesamte Palästina dort gesammelt sein“werde. Wolffsohn tut das als „Feld-, Wald- und Wiesenzitat“ab. Das ist degoutant und empörend! Das ist ein klar antisemitischer Code! Das ist gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit! Dieser nach Wolffsohn diskriminatorische Antisemitismus ist ein Treibsatz der NSDAP.
Wo der junge Karajan politisch gestanden ist, zeigt seine Mitgliedschaft bei der Rugia in Salzburg, einer schlagenden Mittelschülerverbindung. Die war damals antisemitisch, sie hatte einen Arier-Paragrafen. Es durften also keine Juden beitreten. Und Marcel Prawy hat einmal das Studienbuch von der Universität Wien präsentiert, in das sich Karajan als „Deutsch Arier“eingetragen hatte. Das haben nur HardcoreDeutschnationale gemacht. Wolffsohn zitiert das zwar, aber ordnet das nicht ein und springt zu einem anderen Thema – wie ein Verteidiger, der bestimmte Dinge nicht sehen will. Als Karajan 1933 der NSDAP beitrat, war er also in deren Ideologie durchaus gefestigt.
Das waren mittelbar alle, allein aufgrund der Tatsache, dass viele Künstler und Dirigenten jüdischer Herkunft vertrieben wurden und deren Stellen frei waren. Da ist er keine Ausnahme. Wer in einem totalitären Regime Teil der Propagandamaschinerie wird, hat das in Kauf genommen. In diesem Sinne war er – mit Erfolgen wie in Paris – ein Stabilisator der deutschen Besatzung.
Unabhängig ja, aber provokant. In zentralen Thesen liegt er [Wolffsohn] daneben, weil er unter anderem nicht bereit ist, die wissenschaftliche Arbeit anderer zu würdigen, obwohl er sich vor seinem KarajanProjekt noch nie mit Musik in der NSZeit befasst hat. Mich stört, wie er andere Autoren oder die Salzburger Straßennamen-Kommission abqualifiziert.
Sabrina Preuß von der AfD Bayern wird von dem Deutschland Kurier, dem Boten der wahrlich reinsten Wahrheit auf HErrn Erden, am 16. April 2026 verbreitet, mit ihrer Wahrheitsfreiheit, die ihr und dem Kurier Deutschlands höchste Meinungsfreiheit, so wahr spricht Sabrina Preuß, daß es ein Vergehen wäre, es nicht ebenfalls weiterzutragen, ihre Verse, die so wahr wie alle biblischen Psalmen wahr, ihre Psalmen gereinigt zur Wahrheit hin in her order like as an apostle of the spirit of GOd —
Stellt Euch vor, Ihr schreibt einen Text, der auf jahrtausendalten Überzeugungen basiert, kein Aufruf zur Gewalt, keine Beleidigung, einfach klassische christliche Lehre. Und zwanzig Jahre später wird dieser Text verboten, und Ihr werdet von dem höchsten Gericht Eures Landes verurteilt. Was wie Dystopie klingt, ist in Finnland gerade bittere Realität geworden. Ist das der Anfang vom Ende des Christentums in Europa? Am 26. März 2026 fällt in Helsinki eine Entscheidung, die Schockwellen durch den ganzen Kontinent gesendet hat. Die ehemalige Innenministerin, Räsänen, und Bischof Pohjola – man möge mir eventuelle Aussprachefehler jetzt verzeihen –, wurde wegen einer Broschüre aus dem Jahr 2004 schuldig gesprochen. Titel der Broschüre war: „Als Mann und Frau schuf ER sie“. Obwohl zwei volle Instanzen sie einstimmig freigesprochen haben, entschied der Oberste Gerichtshof nun mit einer knappen Mehrheit gegen sie. Das Urteil? Geldstrafe und die Anordnung, die Broschüre aus dem Internet zu löschen und die Druckexemplare zu vernichten. Warum ist das so gefährlich? Hier geht es um mehr als um eine Geldstrafe in Höhe von 1.800,00 Euro. Es geht um das Prinzip. Ein Rechtsstaat der EU ordnet an, christliche Inhalte den Zugriff der Öffentlichkeit zu entziehen. So etwas erinnert doch stark an die Bücherverbrennung.
Das Gericht sieht in der Auslegung biblischer Texte eine Beleidigung einer Bevölkerungsgruppe. Dabei wurde ausdrücklich anerkannt, daß es keine Aufrufe zur Gewalt gab. Wenn der Satz „Als Mann und Frau schuf ER sie“ de facto nicht mehr unbeschränkt publizierbar ist, wo endet dann die Zensur? Ist die Bibel dann bald ein illegales Buch? Wir erleben hier eine Transformation des Staates zum Hohepriester der Moral. Der Staat entscheidet nun, welche religiösen Überzeugungen zulässig sind und welche nicht. Viele sehen darin den Anfang vom Ende einer Ära. Wenn das Fundament des christlichen Menschenbildes unter Strafe gestellt wird, verliert die Gesellschaft ihre Wurzeln. Es ist ein massiver Eingriff in die Gewissensfreiheit. Wenn Predigten und theologische Schriften zensiert werden, ist die Religionsfreiheit nur noch eine leere Hülle. Räsänen hat angekündigt, vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu gehen. Es geht nicht nur um sie. Es geht um das Recht jeden Menschens, seine tiefsten Überzeugungen öffentlich zu äußern, auch wenn sie nicht den verkorksten woken Zeitgeist entsprechen. Was denkt Ihr? Ist dieses Urteil ein notwendiger Schutz gegen die Diskriminierung? oder der endgültige Abschied von der Meinungsfreiheit.
Dafür, vom „Hohepriester“ sprechen zu können, wird sie wohl in einer weiteren theologischen Schrift das ihr Hilfreiche gefunden haben. Andreas Schnebel
Jahrgang 1969, war Berufssoldat und arbeitet nun als freier Autor und Publizist. Seine Analysen bewegen sich an der Schnittstelle von christlicher Ethik, Rechtsphilosophie und Ökonomie. Er schreibt u. a. für den Sandwirt und eigentümlich frei über die Notwendigkeit, Freiheit und Verantwortung wieder zusammenzudenken (libertaerechristen.de).
schreibt am 27. März 2026 in „corrigenda“ unter „Der Richter als Hohepriester“:
Nach dem Urteil gegen eine christdemokratische Politikerin und einen lutherischen Bischof in Finnland darf man Bibelverse nurmehr als museales Artefakt zitieren, jedoch keine Geltung für das Heute beanspruchen. Für Christen ist die Situation indes nicht neu. Bei Petrus finden wir eine Lösung
Die Passionsgeschichte liefert das Urbild dieses Prozesses. Vor dem Hohen Rat war die Anklage gegen Jesus theologisch: Gotteslästerung. Um ihn von der römischen Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, musste die Theologie in die Sprache der Macht übersetzt werden. Pilatus interessierte sich nicht für jüdische Blasphemieparagrafen – er interessierte sich für Aufruhr. Deshalb vollzogen die Ankläger den entscheidenden Framing-Wechsel: „Wäre dieser nicht ein Übeltäter (kakopoiós), wir hätten ihn dir nicht übergeben“ (Joh 18,30). Im römischen Protokoll starb Jesus schließlich nicht als Gottessohn, sondern als Aufrührer, der das Volk aufhetzt (Lk 23,2).
In Helsinki erleben wir die juridische Version dieses Pilatus-Effekts. Räsänen spricht von Sünde und Schöpfungsordnung – theologischen Kategorien. Das Gericht übersetzt dies in Diskriminierung und Herabwürdigung – politische Kategorien. Durch diese Übersetzung wird das Evangelium zur Straftat umcodiert. Dabei ist der Prozess nicht nur das Mittel zum Urteil, sondern die Bestrafung selbst: eine jahrelange, zermürbende Prozedur, die als Abschreckung für die gesamte Öffentlichkeit dient. Die Botschaft lautet: Dein Gewissen ist teuer. Kannst du dir diesen Preis leisten?
Die Anordnung, die inkriminierten Passagen der Broschüre zu vernichten, ist kein bloßer Verwaltungsakt. In einer Welt, in der alles digital gespeichert ist, hat die Tilgung von Texten einen rituellen Charakter. Es ist der Versuch, eine abweichende Wirklichkeit aus dem öffentlichen Raum zu löschen.
Wenn ein Gericht argumentiert, religiöse Rede verursache psychischen Schaden und gehöre deshalb verboten, hat der Staat den Bereich äußerer Rechtsordnung verlassen. Er verspricht nicht mehr nur Pax – äußeren Frieden –, sondern eine immanente Form von Shalom: eine widerspruchsfreie Existenz. Das ist ein genuin soteriologischer Anspruch, einer also, der auf Erlösung und Heil abzielt.
Die Richterin agiert als Priesterin eines anthropologischen Bekenntnisses, das mit Geldstrafe und Löschungsanordnung untermauert wird. „Hate Speech“ ist in diesem System nichts anderes als forensische Blasphemie gegen den Gott der absoluten individuellen Autonomie. Kuypers Konzept der Sphärensouveränität benennt exakt die Grenze, die hier kollabiert: Der Staat absorbiert die kirchliche Lehrhoheit, indem er ihre Inhalte einer zivilen Orthodoxieprüfung unterwirft.
Ein Staat, der Texte vernichten muss, um seine Ideologie zu schützen, offenbart seine Schwäche, nicht seine Stärke. Er kann das Konto belasten, aber er kann das Gebet nicht verbieten. Er kann die Broschüre löschen, aber er kann die Wahrheit nicht ungeschehen machen. Das, so Petrus, „stopft dem Unverstand das Maul“ – nicht durch Debatte, sondern durch eine überlegene Ethik (1. Petr 2,15).
Wenn an diesem 16. April 2026 Aussagen von Thilo Sarrazin, Bill Federer und von Pierre Vogel gelesen werden, verbreitet auch an diesem Donnerstag auf verschiedenen Plattformen, so, das verwunderte nicht, könne es wohl auch nicht mehr lange dauern, daß Pierre Vogel die „Berliner Erklärung zur Meinungsfreiheit“ ebenfalls, wie schon Thilo Sarrazin zu zeichnen sich bemüßigt fühlte, unterzeichnet.
Das also wird immer noch und weiter verbreitet, was vor etlichen Jahren Thilo Sarrazin von sich gab. Bis zum Jahr 2030 (Zweitausenddreißig) sind es nur mehr drei Jahre und acht Monate, dann werden 80 % (Achtzig Prozent) der Einwohnerinnen Deutschlands —
Darf man jemand wegen Ehebruch steinigen? Ja, du kannst natürlich nicht jemanden, wenn du hier in Deutschland bist, steinigen wegen Ehebruch, ja, geht ja nicht. Aber wenn jetzt ein islamischer Staat da ist, ja, wenn ein islamischer Staat da ist, dann ist es die Pflicht von dem Führer, dieses Urteil des Korans durchzuführen.
Das also wird immer noch und weiter verbreitet, was Pierre Vogel weißseinallahwannimmer von sich gegeben hat.
Historian Bill Federer: „By 2030, there will be a majority Muslim population in Europe, and they’ll just flat out vote in Sharia law. People forget Egypt was completely Christian for 6 centuries. It’s not anymore. All of North Africa was completely Christian for 6 centuries. It’s not anymore. Constantinople was the largest Christian city in the world, and the largest Christian church in the world for hundreds of years was the Hagia Sophia. And it was turned into a mosque. They want to do the same thing with the Vatican.“ Pay attention to what he’s saying!
Der Historiker Bill Federer: „Bis 2030 wird Europa eine muslimische Mehrheit haben und zweifellos das islamische Scharia-Gesetz verabschieden. Die Leute vergessen, dass Ägypten sechs Jahrhunderte lang vollständig christlich war. Das ist es nicht mehr. Der gesamte Norden Afrikas war sechs Jahrhunderte lang vollständig christlich. Das ist es nicht mehr. Konstantinopel war die größte christliche Stadt der Welt, und über Hunderte von Jahren war die größte christliche Kirche der Welt Santa Sofia. Und sie haben sie in eine Moschee verwandelt. Sie wollen dasselbe mit dem Vatikan machen.“
Das also wird immer noch und weiter verbreitet, was Bill Federer weißseingottwannimmer von sich gegeben hat.
Es könnten jetzt diese weiter verbreiteten Meinungen von Sarrazin und Federer einem sogenannten Faktencheck unterzogen werden, mit dem heutzutage doch immer versucht wird und zumeist vergeblich, Derartigem entgegenzutreten, Derartiges zu widerlegen. Es könnten Statistiken dazu angeführt werden. Aber Meinungen entziehen sich jedwedem Faktencheck und jedweder Weiterverbreitung.
Die Meinungen von Vogel, Sarrazin und Federer sind die Meinungen von Federer, Sarrazin und Vogel, die zu teilen nicht gebraucht werden müssen, die zu verbreiten nicht angetan sind, es sind bloße Meinungen für den Küchengebrauch, und dort sollen sie auch belassen sein, in den Küchen von Vogel, Sarrazin, Federer und all jenen, die meinen, ihr Meinungsvermögen sei haargleich dem von Sarrazin, Vogel und Federer.
PS Im Theaterstück Ubu roi wird allenthalben Merdre! ausgerufen, das im Deutschen zumeist mit Schreise! übersetzt wurde. Es wäre für zukünftige Aufführungen vielleicht an der Zeit für eine neue, doch mehr lokalkoloritische Übersetzung — in Österreich etwa böte sich an: Schaasia …
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