Und weil Geschwefellohnschreiber und Fernsehgeschwefelsprechpuppe am 3. September 2026 gar so klagensreich auf der Konzernplattform X „Immer dieselbe Nummer: Freiheitliche als Nazis diffamieren. Die Nazikeule ist stumpf. Keiner hört mehr hin.“ schreibt, ist er doch ein weiteres Mal zu erwähnen, diesmal zu dem, was am 6. September 2026 zu hören, zu lesen, zu sehen ist.
Zu sehen ist desselben Tages Sandra Gabriel von „Utopia TV Deutschland“ in Tangermünde lächelnd im Gespräch mit Ulrich Siegmund, und zu hören ist, wie er, Ulrich Siegmund, von „Idealismus“ spricht: „[D]as ist ein Idealismus, den spüre ich woanders nicht“.
Wieder einmal etwas über „Idealismus“ zu erfahren, an diesem 6. September 2026, das ist bei der gesinnungsgemäßen Zugerichtetheit von „Utopia TV Deutschland“ auch nicht anders zu erwarten, wen „Utopia TV Deutschland“ aufnimmt, ist voll Idealismus und Expertise, beispielsweise und exemplarisch Markus Krall —
Die „Neue Wache“ lädt ein, in ihr vor der Skulptur von Käthe Kollwitz zu verweilen, und die Tafel an der „Neuen Wache“ verdeutlicht noch einmal den Unterschied zwischen Berlin und Wien, der nicht zugunsten Wiens —
Die neue Wache ist der Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.
Wir gedenken der Völker, die durch Krieg gelitten haben. Wir gedenken ihrer Bürger, die verfolgt wurden und ihr Leben verloren. Wir gedenken der Gefallenen der Weltkriege. Wir gedenken der Unschuldigen, die durch Krieg und Folgen des Krieges in der Heimat, die in Gefangenschaft und bei der Vertreibung ums Leben gekommen sind.
Wir gedenken der Millionen ermordeten Juden. Wir gedenken der ermordeten Sinti und Roma. Wir gedenken aller, die umgebracht wurden wegen ihrer Abstammung, ihrer Homosexualität oder wegen Krankheit und Schwäche. Wir gedenken aller Ermordeten, deren Recht auf Leben geleugnet wurde.
Wir gedenken der Menschen, die sterben mußten um ihrer religiösen oder politischen Überzeugung willen. Wir gedenken aller, die Opfer der Gewaltherrschaft wurden und unschuldig den Tod fanden.
Wir gedenken der Frauen und Männer, die im Widerstand gegen die Gewaltherrschaft ihr Leben opferten. Wir ehren alle, die eher den Tod hinnahmen, als ihr Gewissen zu beugen.
Wir gedenken der Frauen und Männer, die verfolgt und ermordet wurden, weil sie sich totalitärer Diktatur nach 1945 widersetzt haben.
Zu zitieren ist doch etwas, kein Tafeltext, sondern ein Zeitungsartikel. Obgleich es seit 1938 öffentlich bekannt war, brauchte es in Österreich vierundsiebzig Jahre, bis endlich das im Sockel des „toten Kriegers“ versteckte nationalsozialistische Geschwefel entfernt wurde.
Dr. Karl Hareiter, Der Bildhauer Wilhelm Fraß, in: Völkischer Beobachter, 25./26. Dezember 1938, S. 6.
Von 1935 bis 2012, also siebenundsiebzig Jahre lang bekränzten österreichische „Würdenträger“ die Steinfigur mit dem eingelegten identitären Geschwefel …
Ein Wort aus dem Brief des Wilhelm Frass sticht hervor: „Systemzeit“ —
Vom „österreichischen Heldendenkmal“ könnte noch weiterspaziert werden, zu noch einem Mal in Sichtweite des denkmalischen Obelisken für 1683, aber dieses Mal einmal vor Jahren gesehen zu haben, reicht vollkommen aus, es ist
ein Steinbrocken, der, wofür kein Vergleich mit einer anderen Stadt herangezogen kann, nicht für Wien spricht.
mit dem „Wehrmann“ — und das muß an seiner Stelle zugegeben werden —, keinen Spaziergang im August 2026 durch Wien gemacht zu haben, der Wehrmann erinnert, daß zur Finanzierung des Heldendenkmals der Wehrmann wieder zum Einsatz gebracht wurde:
Als 1934 das Äußere Burgtor zu einem Heldendenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges umgewandelt wurde, erinnerte man sich des „Wehrmanns in Eisen“. Zur Finanzierung wurde er aus dem Depot geholt und neuerlich am Schwarzenbergplatz aufgestellt. Benagelt wurde diesmal nicht die Figur selbst, sondern deren Sockel. Mit der Eröffnung des Heldendenkmals im September 1934 wurde diese Aktion beendet und der Wehrmann wieder abgebaut. Am 12. Oktober 1934 wurde die Ritterfigur schließlich an ihrem vorgesehenen Platz in den Arkaden des Neuen Amtshauses Ecke Felderstraße – Ebendorferstraße aufgestellt.
selbstverständlich, selbstverständlich hat Martin Sellner Leo Lugner nicht anwaltlich im nun mit einer Diversion abgeschlossenen Verfahren vertreten, und das wird Leo Lugner dauern, denn wie recht glücklicher noch hätte das Verfahren für ihn, Leo Lugner, ausgehen können, hätte der als „Strippe“ sich bekennende Martin Sellner im Verfahren dieses Plädoyer für Leo Lugner halten können, das sie, die Strippe, am 2. September 2026 auf der Konzernplattform X hält:
160 Stunden gemeinnützige Arbeit für das Posten über Knödel in einem privaten Chat. 4 Jahre Ermittlungen, ein Haftbefehl für das Haus, und jetzt muss Leo Lugner, ein (basierter) Politiker der Freiheitlichen Partei, 160 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Der Grund? In einem privaten Chat hat er am 20. April einige „Andeutungen zu Eiernockerl“ gemacht. Das gilt in Österreich als Neonazi-Code und löst das strenge Gesetz zur „Wiederbetätigung des Nationalsozialismus“ aus. Es wird als schlimmer als Vergewaltigung und Totschlag betrachtet und kann bis zu 10 Jahre Gefängnis nach sich ziehen. Er hatte Glück. Dieses System ist verrückt.
Kein Mensch sonst hätte Leo Lugner besser verteidigen können als eben einer, der um die Qualitäten des Leo Lugner weiß und ob seiner Qualitäten schon einmal für Leo Lugner warb, ihn zu wählen.
Darüber hinaus ist es für einen glücklichen Ausgang in einem Verfahren nicht unwesentlich, wie recht Beschuldigte und Verteidigende aufeinander eingespielt sind, und das wäre im Fall von diesen zwei Herren gesinnungsgemäß gegeben gewesen, so wie sie beispielsweise einander Bälle zuspielen können …
Auf eines aber vergaß die Strippe wohl in der Eile in ihrer nachträglich rasch zu erstellenden Verteidigungsschreibe für Leo Lugner, nämlich hervorzuheben, herauszustreichen, was für Leo Lugner spricht, daß er ein Mann des recht feinen Kunstsinns —
Wann wird es in einem Land tatsächlich gefährlich? Wann wird es in einer Demokratie tatsächlich bedrohlich? Das ist ganz und gar nicht pathetisch gemeint, auch wenn so klingen mag. Aber zwischendurch kann es oder muß es auf diese Art gefragt werden, ausgelöst durch ein Wort, geschrieben auf einer Konzernplattform am 29. August 2026: „Vaterlandsverräter“
Wenn identitäres Vokabular nicht nur von Identitarians verwendet wird, sondern von allen, also auch von jenen, mehr und mehr, die mit Identitarianism gesinnungsgemäß nichts gemein haben, identitäres Vokabular so selbstverständlich wie breitest verwenden, wie beispielsweise die Vokabel „Vaterlandsverräter“, eben erst geschrieben von einem, der gar so genau weiß, woher die Wörter stammen, die Identitarians verwenden, wie „Sonderbehandlung„.
Auch wenn des Österreichers „Blutrichter“ am Volksgerichtshof inbrünstig oft „Vaterlandsverräter“ schrie, so ist auch „Vaterlandsverräter“ nur eine von des Österreichers Gesinnungsgemeinschaft gestohlene Vokabel, die beispielsweise von einem Wilhelm Hohenzollern, der seinen Kuchenberuf Kaiser und König erbte und sich also nicht um diesen bewerben mußte, in der Formulierung „Mitten im Frieden überfällt uns der Feind. Darum auf! zu den Waffen! Jedes Schwanken, jedes Zögern wäre Verrat am Vaterlande.“ verwendet wurde, am 6. August 1914.
Wie das identitäre Vokabular über die Jahrzehnte wieder einsickerte, dafür ist auch „Vaterlandsverräter“ ein Beispiel, das nun nicht mehr vereinzelt verwendet wird, etwa nur von einem wie Jörg Haider, für den es auch mit Forderungen nach Konsequenzen verbunden war, nicht nach mörderischen Konsequenzen, aber mit dem „Entziehen der Staatsbürgerschaft“,
Und Thomas Mayer selbst, er verbreitet seine Erinnerungen auf der Konzernplattform X nicht nur einmal, als er selbst als „Vaterlandsverräter beschimpft“ worden sei, als versucht worden sei, ihn „als Journalist existenziell zu vernichten“ … Was hat er aus der Geschichte, gar aus der persönlichen Geschichte gelernt? Das: nun selbst „Vaterlandsverräter“ auszukunden?
Wie leicht, allzu leicht es ihnen doch stets gemacht wird, verpuffen zu lassen, was als Kritik an Identitarians vorgebracht gemeint, das ist auch am Beispiel der Vokabel „Vaterlandsverräter“ und „Volksverräter“ abzulesen, wenn etwa Ralph Schoellhammer auf der Konzernplattform X am 30. August 2026 schreiben kann:
Wenn Kickl „Volksverräter“ sagt, ist er ein Nazi. Gleichzeitig darf der Standard Journalist aber Andersdenkende als „Vaterlandsverräter“ bezeichnen.
Ja, es ist gutes Land, denn es ist ein Land der Gebildeten, und sogar die, von denen die Gebildeten meinen, sie seien, nein, so höflich sind die Gebildeten, daß sie es in Fragen kleiden, ob denn diese ungebildet seien, sind gebildet, sehr gebildet, bildungsbürgerlich,
gar mit einem eig’nen Literaturkanon, der von anderen Parteien in diesem Maß nicht bekannt —
Identitarians haben eben einen unstillbaren Bildungshunger,
Derart erfüllt sind sie von Bildung, daß sie beispielsweise ihre Lesezusammenkünfte bildungsreich benennen: „Aktion 451“ … Für sie heißt Bildung, auch philosophisch sich zu bilden, und so ist es ihnen nur billig und recht, philosophisch auf der Höhe der Zeit zu sein, soher etwa ein Unternehmen in „Menschenpark“ umzubenennen.
Aber sie lesen nicht nur, sie bilden sich nicht nur, sie schreiben auch, und wo einer von ihnen schreibt, sind sie bewußt gebildet dabei, wie in dieser Woche wieder einmal, bei der Präsentation eines Buches aus dem Leopold-Stocker-Verlag,
Eine derart bewußt gebildete bevorzugte Behandlung, oder einfach wie kurz „Sonderbehandlung“, das am 29. August 2029 für das Magazin „Merkur“ in Deutschland ein selbstverständlich zu verwendendes Wort ist, in einem Bericht zur Klärung, ob die Teilnahme eines Untersuchungshäftlings an einem Trauerzug ein „Sonderrecht war“, eine derartige Sonderbehandlung einer identitär patriotischen Parlamentspartei in diesem Land nicht nur durch Helmut Brandstätter ist wahrlich eine Strategie von hohen Graden, die zukünftige Wahlerfolge —
Der Duden führt neben der historischen Bedeutung ausdrücklich eine zweite an: „besondere [jemanden bevorzugende] Behandlung“. Genau darum geht es auf dem FPÖ-Plakat. Noch deutlicher wird die Bundeszentrale für politische Bildung. Sie beschreibt die Verwendung des Wortes durch Gestapo, SS und Einsatzgruppen, hält für die Gegenwart aber fest: „Im allgemeinen Sprachgebrauch spielt die NS-Bedeutungsfacette keine Rolle“, der Begriff werde „völlig unproblematisch“ für eine besondere oder bevorzugende Behandlung verwendet.
Es ist wohl nicht von ungefähr, daß in der massenmörderischen und massenverbrecherischen nationalsozialistischen Diktatur gerade „Sonderbehandlung“ diese verbrechensverschleiernde Verwendung fand, hat doch bereits im Winter 1917 Kriegsminister von Stein mit seiner Erklärung, das hier noch einmal zu zitieren ist, ein Wort zur gesinnungsgemäßen Umdeutung und zum gesinnungsgemäßen Mißbrauch offeriert:
„Der Herr Kriegsminister von Stein hat mit Bestimmtheit erklärt, daß alle begründeten Beschwerden über Sonderbehandlung von Juden auf Eingehendste geprüft werden und daß gegebenenfalls Abhilfe geschaffen wird.“
wie dieser bereits im Kapitel „Von der Sonderbehandlung zu Sonderbehandlung“ zitiert wurde, und es wird nicht überraschen, daß der Anlaß, mit „Sonderbehandlung“ sich zu beschäftigen, schon einmal die Aufregung um einen Parteikameraden der Landeshauptmann-Stellvertreterin …
Also deshalb braucht es überhaupt ein Verbotsgesetz in Österreich, derart wird an diesem 29. August 2026 es auf der Konzernplattform X erklärt:
Wer trägt die Verantwortung dafür, dass es kein Verbotsgesetz gegen den politischen Islam gibt? Die ÖVP und die anderen Systemparteien.
Und wer trägt die Verantwortung dafür, dass wir überhaupt ein solches brauchen? Die ÖVP und die anderen Systemparteien. Denn sie verteufeln all jene als rechtsextrem, die unsere Heimat schützen wollen, und importieren zugleich die wahren Gefährder.
In Berlin steht in unmittelbarer Nähe zum Reichstag ein Denkmal zum Gedenken an die im deutschen reich ermordeten Menschen, die heutigentags noch, wenn von ihnen auf Brauchtumsart gesprochen und geschrieben wird, besonders in Österreich weiter als „Zigeuner“ —
In Berlin in unmittelbarer Nähe zum Bundestag ist zu lesen, was ein deutscher Bundespräsident bereits vor neunundzwanzig Jahren sagte:
Der Völkermord an den Sinti und Roma ist aus dem gleichen Motiv des Rassenwahns, mit dem gleichen Vorsatz und dem gleichen Willen zur planmäßigen und endgültigen Vernichtung durchgeführt worden, wie der an den Juden. Sie wurden im gesamten Einflussbreeich der Nationalsozialisten systematisch und familienweise vom Kleinkind bis zum Greis ermordet.
Bundespräsident Roman Herzog, 16. März 1997
Und auch das, bereits am 17. März 1982 sagte Bundeskanzler Helmut Schmidt:
Den Sinti und Roma ist durch die NS-Diktatur schweres Unrecht zugefügt worden. Sie wurden aus rassischen Gründen verfolgt […]. Diese Verbrechen haben den Tatbestand des Völkermords erfüllt.“
[…] Juden, Zigeuner, körperlich oder geistig Behinderte, Homosexuelle, Angehörige von Minderheiten, politisch oder religiös Andersdenkende – sie alle wurden Opfer. […] Dennoch haben auch viele Österreicher den „Anschluss“ begrüßt, haben das nationalsozialistische Regime gestützt.
In Österreich hingegen, in Österreich, im Portschyland, gab es einen Bundespräsidenten, dem auch nach Jahrzehnten diese Klarstellungen durch einen Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland und durch einen deutschen Bundeskanzler nicht einmal der Begriff „Antiziganismus“ ein auszusprechender war, dafür aber konnte dieser österreichische Bundespräsident klare Worte an Eltern in Österreich richten, muß jetzt, im Sommer 2026, die Klarstellung eines Bundespräsidenten in Berlin lesend, gedacht werden, ihren Kindern zu erlauben, länger aufzubleiben, weil in den trumpisch regierten Vereinigten Staaten von Amerika Österreich ein Fußballspiel …
Was in Berlin in diesem Sommer 2026 in zentraler Lage, in unmittelbarer Nähe zum Bundestag gelesen werden kann, ist beispielsweise auch das:
Adam Ujvary wird am 23. Juli 1941 im burgenländischen Halbturn geboren. Sein Vater Stefan arbeitet als Taglöhner und unterstützt seine Frau Katharina, eine Marktfahrerin, bei der Ausübung ihres Gewerbes. Im Sommer 1941 wird die Familie mit dem neugeborenen Adam und seinem Bruder Walter nach Lackenbach, ein Zwangslager für Roma, verschleppt. Die Eheleute Ujvary wenden sich in einem Brief an den Bürgermeister ihres Heimatdorfes: ‚[…] wir haben uns das nicht verdient, wo wir immer in der Arbeit gewesen sind und 6 Jahre gedient haben in der Gemeinde keine Schulden weder sonst nichts ankommen lassen haben.‘ Sie bitten darum, zurückkehren zu dürfen. Der Bürgermeister vermerkt „unbeantwortet lassen“ und lässt das Haus der Familie Ujvary veräußern. Die Eltern und Adams einjähriger Bruder Walter sterben im Dezember 1941 an Typhus. Seine drei Schwestern werden im April 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und ermordet. Weil Adam Ujvary als ‚Zigeunerstämmiger‘ nicht in einem Waisenhaus untergebracht werden darf, wird das fünf Monate alte Baby in das Wiener Spital Am Spiegelgrund gebracht. Das Krankenhaus ist eine „Euthanasie“-Einrichtung, in der medizinische Versuche und gezielte Tötungen an Kindern vorgenommen werden. Adam Ujvary wird hier als vermeintlich ‚erbkrank‘ eingestuft und am 30. März 1944 im Alter von zweieinhalb Jahren ermordet.
Nun, am 26. August 2026, können Identitarians wieder einmal einen ihnen leichtgemachten Triumph ernten, diesmal durch die Urteilsverkündigung des Landesgerichts für Strafsachen Wien, Abt. 113, am 25.8.2026:
Wir haben in einer Stellungnahme zur Pressekonferenz der FPÖ am 28.1.2026 behauptet, Privatdozent Dr. Stefan Weber habe geäußert, die Anzahl der Anzeigen nach dem Verbotsgesetz stehe für gar nichts, denn jeder Hitlergruß werde schon als rechtsextrem bezeichnet. Wir widerrufen diese Behauptung als unwahr.
Stiftung Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes Dr. Andreas Kranebitter
Wie leicht wäre es gewesen, auch diesen Triumph den Identitarians nicht zu säen. Einfach etwa dadurch, was Stefan Weber tatsächlich in dieser Pressekonferenz am 28. Jänner 2026 zum „Hitlergruß“ sagte, es könnte kenntlicher nicht sein:
Irgendwann bleibt nur noch ein Kriterium übrig, sozusagen in aller Radikalität des DÖW, dann kann ich sagen, jeder, der in einer Volksgemeinschaft denkt, ist in Österreich ausgeprägter Rechtsextremer, ja, dann muß ich sagen, dann haben wir eine komplette Neudefinition dieses Begriffs, und dann müssen wir das auch transparent machen, daß wir den Begriff Rechtsextrem dann so als Art Heimatliebe oder ähnliches verstehen, ja, und damit wird er leer, dann können wir gleich Heimatliebe sagen.
Stefan Weber in der Pressekonferenz von Christian Hafenecker, 28. Jänner 2026.
Es hätte wohl vieles gegeben, auf das das DÖW in seiner Reaktion auf die hafeneckerische Pressekonferenz entschieden eingehen, fundiert entgegentreten hätte können, stattdessen jedoch die Entscheidung, ein gerichtlich zu widerrufendes weberisches Zitat zu riskieren, die, das mit ein wenig Weitsicht vorhersehbar gewesen wäre, nur zum Einfahren einer neuerlichen Triumphernte für die Identitarians führen konnte, und wohl zum persönlichen Triumph von einem der ihren, dem u. a. das DÖW lange schon eine der „Denunziazionsplattformen“ —
Ein Generalsekretär und ein Abgeordneter im österreichischen Parlament wird schon genau es sich überlegt haben, weshalb er „Denunziazionplattformen“ schreibt und nicht nach der Rechtschreibung Denunziation… Ebenso genau wird er es sich überlegt haben, welche recht besondere Blume er in seine österreichische Reversfahne steckt, mit der er die Ankündigung seiner Pressekonferenz am 28. Jänner 2026 schmücken läßt — wohl zum weithin sichtbaren auch seines Bekenntnisses …
Zwei Beispiele für jene, die an diesem selbstverschuldeten Urteil zum Geschenk an die Identitarians ihre rechte Freude haben: Daß sich in dieser Sache für Michael Scharfmüller sofort Fragen darüber hinaus stellen, wie er gleich am 26. August 2026 auf der Konzernplattform schreibt, verwundert nicht. Desselben Tages auf derselben Plattform „Glückwünsch!“ von Norbert Weidner, unausbleiblich, somit für ihn wohl erwiesen,
daß Burschenschaften nicht so sind, wie er es dem DÖW vorhält, sondern so, das hat Norbert Weidner nicht geschrieben, wie sie dem zurzeitigen Nationalratspräsidenten erscheinen, die für alles zu haben seien, so wie er selbst für alles zu haben sei, „wenn es eine Mehrheit gebe“,
So kann der Begriff des Neutralisierens verwendet werden, ein Denkmal neutralisieren, aber nicht wie es heutigentags schöngeredet verwendet wird, Menschen zu neutralisieren, also zu töten, zu morden. Sie sind, wie bereits Tucholsky schrieb, keine „Neutralisierer“ und keine „Neutralisiererinnen“, sondern —
Menschgemäß sind Soldaten und, das muß heutigentags hinzugefügt werden, Soldatinnen „Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“, aber auch Täterinnen und Täter, und nicht nur bloße Opfer. Mit dem Begriff „Opfer“ sind alle, alle bedacht, die unter „Krieg und Gewaltherrschaft“ leiden, die durch Krieg und Gewaltherrschaft zu Tode gebracht werden, also nicht der Soldat, die Soldatin allein, die Täter und Opfer zugleich …
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.