Und dazu von Roy Trabucon auch am 19. April 2026 ebenfalls mit einem Video aufgepeppt, zu sehen: eine Masse in einer Messe, ein Padre, Lichtorgel, Entzückung:
Por la mañana café Por la tarde oración Por la noche Dios Con su protección.
Das Dritte Reich war wirklich eine echte, potente Europäische Union. Deshalb schlossen sich Frankreich, Großbritannien und die Vereinigten Staaten mit der kommunistischen Sowjetunion zusammen, um gegen Adolf Hitler und den Nationalsozialismus vorzugehen.
Das sind u. v. a. m. wohl Meinungen, also auch die von Roy Trabucon, deren Freiheit zu verteidigen gilt, wie es gerade jene jetzt tun, deren Eintreten der Meinungsfreiheit …
Es wird bereits offensichtlich geworden sein, daß Roy Trabucon nicht von Belang ist, aber wenn so viele Menschen Derartiges mit einem „Herz“ würdigen, wenn so viele Menschen sich mit einem „Herz“ den Glückwünschen an den Österreicher anschließen, auf einer derartigen Konzernplattform, dann kann es, einfach wie kurz gesagt, nicht ignoriert werden.
Hinzu kommt noch eine aktuelle Biographie über Herbert Karajan, zu der die „Jüdische Allgemeine“ am 13. Februar 2026 schreibt:
Opportunist oder Gesinnungsnazi? Das historische Bild des Dirigenten Herbert von Karajan leidet seit Längerem unter seiner NSDAP-Mitgliedschaft. Der Historiker Michael Wolffsohn will ihn nun von mehreren Vorwürfen freisprechen
Aus den Briefwechseln gehe etwa hervor, dass Karajan nie große Euphorie für Adolf Hitler gezeigt habe. Einen gemeinsamen Empfang mit Hitler habe er in einem Brief an seine erste Frau Elmy als Pflicht bezeichnet, der er nachkommen müsse. Hitler habe auf der anderen Seite, wie auch der für Kultur zuständige Reichspropagandaminister Joseph Goebbels, Karajan nicht sonderlich geschätzt, weswegen sich die Karriere des Dirigenten im NS-Staat ab 1942 »eindeutig auf dem Abstieg« befunden habe, erklärt Wolffsohn.
Wolffsohn hat im Auftrag der Karajan-Stiftung eine neue Biografie über den Dirigenten verfasst, die dessen Verstrickung in den NS-Apparat untersuchen soll. Als Basis dienten dabei vor allem Karajans private Briefwechsel mit seiner ersten Frau Elmy und seiner zweiten Frau Anita. Das Buch mit dem Titel »Genie und Gewissen: Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus« erscheint kommenden Montag.
Eine Biographie „im Auftrag der Karajan-Stiftung“ —
Johnannes Peter Senk hat die Ausführungen von Oliver Rathkolb am 19. Februar 2026 in den „Salzburger Nachrichten“ noch nicht lesen können, und hätte er seine „Analyse“ für die „Jüdische Allgemeine“ erst nach dem 19. Februar und nicht bereits am 13. Februar 2026 geschrieben, diese seine „Analyse“ wäre womöglich anders ausgefallen …
Es ist eine vertane Chance, man merkt den Schnellschuss mit professionellem PR-Getöse. In seinen zentralen Thesen kehrt er zurück zum Start. Er ist 1933 in Salzburg und Ulm der NSDAP beigetreten, dann hat er sich mehrmals umgemeldet, auch 1935. 1938 hat ihm die Ortsgruppe Köln/Aachen um ein Mitgliedsbuch angesucht, da ist das Durcheinander aufgepoppt, und man hat in Salzburg rückgefragt. Wenn Michael Wolffsohn nun aus all dem einen De-facto-Beitritt 1935 konstruiert (zum Antritt als Generalmusikdirektor in Aachen, Anm.), dann offenbar nur, um die These zu festigen, Karajan sei nur formaler Nazi gewesen. Aber das widerspricht den Akten.
Zum Wissensstand von 1945/46. Das Buch liest sich so, als wäre Michael Wolffsohn Herbert von Karajans Anwalt im Entnazifizierungsverfahren. Das wichtigste Entlastungsargument soll offenbar sein: Karajan sei ein unpolitisches Genie und ein Formal-Nazi gewesen. Er sei – nach angeblich unbedeutenden Salzburger und Ulmer Karteikarten aus 1933 – nur aus Karrieregründen 1935 der NSDAP beigetreten.
Das stimmt. Allerdings hat ihn die österreichische Staatsanwaltschaft später trotzdem als Illegalen eingestuft, weil er in der Zeit des österreichischen Verbots Mitglied (in Deutschland, Anm.) gewesen ist. Karajan selbst hat die Geschichte vom Beitritt 1935 in die Welt gesetzt, obwohl es nicht nötig gewesen wäre, noch einmal der NSDAP beizutreten. Damit bezweckte er, nicht als Gesinnungsnazi, sondern als reiner Karrierenazi zu gelten, der ohne Beitritt den Job in Aachen nicht bekommen hätte. Das ist eine Erfindung Karajans, die seine Fans nachgebetet haben. Wolffsohn hat sie übernommen und reitet darauf herum, weil sonst sein Argument für den Karrierenazi zusammenbräche.
Weil es im Konnex zu sehen ist zu den Anzeichen von Antisemitismus in Herbert von Karajans Verhalten. Da ist das Zitat aus dem Brief vom Juni 1934 an seine Eltern, dass er nicht an der Wiener Volksoper dirigieren wolle, weil „das gesamte Palästina dort gesammelt sein“werde. Wolffsohn tut das als „Feld-, Wald- und Wiesenzitat“ab. Das ist degoutant und empörend! Das ist ein klar antisemitischer Code! Das ist gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit! Dieser nach Wolffsohn diskriminatorische Antisemitismus ist ein Treibsatz der NSDAP.
Wo der junge Karajan politisch gestanden ist, zeigt seine Mitgliedschaft bei der Rugia in Salzburg, einer schlagenden Mittelschülerverbindung. Die war damals antisemitisch, sie hatte einen Arier-Paragrafen. Es durften also keine Juden beitreten. Und Marcel Prawy hat einmal das Studienbuch von der Universität Wien präsentiert, in das sich Karajan als „Deutsch Arier“eingetragen hatte. Das haben nur HardcoreDeutschnationale gemacht. Wolffsohn zitiert das zwar, aber ordnet das nicht ein und springt zu einem anderen Thema – wie ein Verteidiger, der bestimmte Dinge nicht sehen will. Als Karajan 1933 der NSDAP beitrat, war er also in deren Ideologie durchaus gefestigt.
Das waren mittelbar alle, allein aufgrund der Tatsache, dass viele Künstler und Dirigenten jüdischer Herkunft vertrieben wurden und deren Stellen frei waren. Da ist er keine Ausnahme. Wer in einem totalitären Regime Teil der Propagandamaschinerie wird, hat das in Kauf genommen. In diesem Sinne war er – mit Erfolgen wie in Paris – ein Stabilisator der deutschen Besatzung.
Unabhängig ja, aber provokant. In zentralen Thesen liegt er [Wolffsohn] daneben, weil er unter anderem nicht bereit ist, die wissenschaftliche Arbeit anderer zu würdigen, obwohl er sich vor seinem KarajanProjekt noch nie mit Musik in der NSZeit befasst hat. Mich stört, wie er andere Autoren oder die Salzburger Straßennamen-Kommission abqualifiziert.
Sabrina Preuß von der AfD Bayern wird von dem Deutschland Kurier, dem Boten der wahrlich reinsten Wahrheit auf HErrn Erden, am 16. April 2026 verbreitet, mit ihrer Wahrheitsfreiheit, die ihr und dem Kurier Deutschlands höchste Meinungsfreiheit, so wahr spricht Sabrina Preuß, daß es ein Vergehen wäre, es nicht ebenfalls weiterzutragen, ihre Verse, die so wahr wie alle biblischen Psalmen wahr, ihre Psalmen gereinigt zur Wahrheit hin in her order like as an apostle of the spirit of GOd —
Stellt Euch vor, Ihr schreibt einen Text, der auf jahrtausendalten Überzeugungen basiert, kein Aufruf zur Gewalt, keine Beleidigung, einfach klassische christliche Lehre. Und zwanzig Jahre später wird dieser Text verboten, und Ihr werdet von dem höchsten Gericht Eures Landes verurteilt. Was wie Dystopie klingt, ist in Finnland gerade bittere Realität geworden. Ist das der Anfang vom Ende des Christentums in Europa? Am 26. März 2026 fällt in Helsinki eine Entscheidung, die Schockwellen durch den ganzen Kontinent gesendet hat. Die ehemalige Innenministerin, Räsänen, und Bischof Pohjola – man möge mir eventuelle Aussprachefehler jetzt verzeihen –, wurde wegen einer Broschüre aus dem Jahr 2004 schuldig gesprochen. Titel der Broschüre war: „Als Mann und Frau schuf ER sie“. Obwohl zwei volle Instanzen sie einstimmig freigesprochen haben, entschied der Oberste Gerichtshof nun mit einer knappen Mehrheit gegen sie. Das Urteil? Geldstrafe und die Anordnung, die Broschüre aus dem Internet zu löschen und die Druckexemplare zu vernichten. Warum ist das so gefährlich? Hier geht es um mehr als um eine Geldstrafe in Höhe von 1.800,00 Euro. Es geht um das Prinzip. Ein Rechtsstaat der EU ordnet an, christliche Inhalte den Zugriff der Öffentlichkeit zu entziehen. So etwas erinnert doch stark an die Bücherverbrennung.
Das Gericht sieht in der Auslegung biblischer Texte eine Beleidigung einer Bevölkerungsgruppe. Dabei wurde ausdrücklich anerkannt, daß es keine Aufrufe zur Gewalt gab. Wenn der Satz „Als Mann und Frau schuf ER sie“ de facto nicht mehr unbeschränkt publizierbar ist, wo endet dann die Zensur? Ist die Bibel dann bald ein illegales Buch? Wir erleben hier eine Transformation des Staates zum Hohepriester der Moral. Der Staat entscheidet nun, welche religiösen Überzeugungen zulässig sind und welche nicht. Viele sehen darin den Anfang vom Ende einer Ära. Wenn das Fundament des christlichen Menschenbildes unter Strafe gestellt wird, verliert die Gesellschaft ihre Wurzeln. Es ist ein massiver Eingriff in die Gewissensfreiheit. Wenn Predigten und theologische Schriften zensiert werden, ist die Religionsfreiheit nur noch eine leere Hülle. Räsänen hat angekündigt, vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu gehen. Es geht nicht nur um sie. Es geht um das Recht jeden Menschens, seine tiefsten Überzeugungen öffentlich zu äußern, auch wenn sie nicht den verkorksten woken Zeitgeist entsprechen. Was denkt Ihr? Ist dieses Urteil ein notwendiger Schutz gegen die Diskriminierung? oder der endgültige Abschied von der Meinungsfreiheit.
Dafür, vom „Hohepriester“ sprechen zu können, wird sie wohl in einer weiteren theologischen Schrift das ihr Hilfreiche gefunden haben. Andreas Schnebel
Jahrgang 1969, war Berufssoldat und arbeitet nun als freier Autor und Publizist. Seine Analysen bewegen sich an der Schnittstelle von christlicher Ethik, Rechtsphilosophie und Ökonomie. Er schreibt u. a. für den Sandwirt und eigentümlich frei über die Notwendigkeit, Freiheit und Verantwortung wieder zusammenzudenken (libertaerechristen.de).
schreibt am 27. März 2026 in „corrigenda“ unter „Der Richter als Hohepriester“:
Nach dem Urteil gegen eine christdemokratische Politikerin und einen lutherischen Bischof in Finnland darf man Bibelverse nurmehr als museales Artefakt zitieren, jedoch keine Geltung für das Heute beanspruchen. Für Christen ist die Situation indes nicht neu. Bei Petrus finden wir eine Lösung
Die Passionsgeschichte liefert das Urbild dieses Prozesses. Vor dem Hohen Rat war die Anklage gegen Jesus theologisch: Gotteslästerung. Um ihn von der römischen Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, musste die Theologie in die Sprache der Macht übersetzt werden. Pilatus interessierte sich nicht für jüdische Blasphemieparagrafen – er interessierte sich für Aufruhr. Deshalb vollzogen die Ankläger den entscheidenden Framing-Wechsel: „Wäre dieser nicht ein Übeltäter (kakopoiós), wir hätten ihn dir nicht übergeben“ (Joh 18,30). Im römischen Protokoll starb Jesus schließlich nicht als Gottessohn, sondern als Aufrührer, der das Volk aufhetzt (Lk 23,2).
In Helsinki erleben wir die juridische Version dieses Pilatus-Effekts. Räsänen spricht von Sünde und Schöpfungsordnung – theologischen Kategorien. Das Gericht übersetzt dies in Diskriminierung und Herabwürdigung – politische Kategorien. Durch diese Übersetzung wird das Evangelium zur Straftat umcodiert. Dabei ist der Prozess nicht nur das Mittel zum Urteil, sondern die Bestrafung selbst: eine jahrelange, zermürbende Prozedur, die als Abschreckung für die gesamte Öffentlichkeit dient. Die Botschaft lautet: Dein Gewissen ist teuer. Kannst du dir diesen Preis leisten?
Die Anordnung, die inkriminierten Passagen der Broschüre zu vernichten, ist kein bloßer Verwaltungsakt. In einer Welt, in der alles digital gespeichert ist, hat die Tilgung von Texten einen rituellen Charakter. Es ist der Versuch, eine abweichende Wirklichkeit aus dem öffentlichen Raum zu löschen.
Wenn ein Gericht argumentiert, religiöse Rede verursache psychischen Schaden und gehöre deshalb verboten, hat der Staat den Bereich äußerer Rechtsordnung verlassen. Er verspricht nicht mehr nur Pax – äußeren Frieden –, sondern eine immanente Form von Shalom: eine widerspruchsfreie Existenz. Das ist ein genuin soteriologischer Anspruch, einer also, der auf Erlösung und Heil abzielt.
Die Richterin agiert als Priesterin eines anthropologischen Bekenntnisses, das mit Geldstrafe und Löschungsanordnung untermauert wird. „Hate Speech“ ist in diesem System nichts anderes als forensische Blasphemie gegen den Gott der absoluten individuellen Autonomie. Kuypers Konzept der Sphärensouveränität benennt exakt die Grenze, die hier kollabiert: Der Staat absorbiert die kirchliche Lehrhoheit, indem er ihre Inhalte einer zivilen Orthodoxieprüfung unterwirft.
Ein Staat, der Texte vernichten muss, um seine Ideologie zu schützen, offenbart seine Schwäche, nicht seine Stärke. Er kann das Konto belasten, aber er kann das Gebet nicht verbieten. Er kann die Broschüre löschen, aber er kann die Wahrheit nicht ungeschehen machen. Das, so Petrus, „stopft dem Unverstand das Maul“ – nicht durch Debatte, sondern durch eine überlegene Ethik (1. Petr 2,15).
Wenn an diesem 16. April 2026 Aussagen von Thilo Sarrazin, Bill Federer und von Pierre Vogel gelesen werden, verbreitet auch an diesem Donnerstag auf verschiedenen Plattformen, so, das verwunderte nicht, könne es wohl auch nicht mehr lange dauern, daß Pierre Vogel die „Berliner Erklärung zur Meinungsfreiheit“ ebenfalls, wie schon Thilo Sarrazin zu zeichnen sich bemüßigt fühlte, unterzeichnet.
Das also wird immer noch und weiter verbreitet, was vor etlichen Jahren Thilo Sarrazin von sich gab. Bis zum Jahr 2030 (Zweitausenddreißig) sind es nur mehr drei Jahre und acht Monate, dann werden 80 % (Achtzig Prozent) der Einwohnerinnen Deutschlands —
Darf man jemand wegen Ehebruch steinigen? Ja, du kannst natürlich nicht jemanden, wenn du hier in Deutschland bist, steinigen wegen Ehebruch, ja, geht ja nicht. Aber wenn jetzt ein islamischer Staat da ist, ja, wenn ein islamischer Staat da ist, dann ist es die Pflicht von dem Führer, dieses Urteil des Korans durchzuführen.
Das also wird immer noch und weiter verbreitet, was Pierre Vogel weißseinallahwannimmer von sich gegeben hat.
Historian Bill Federer: „By 2030, there will be a majority Muslim population in Europe, and they’ll just flat out vote in Sharia law. People forget Egypt was completely Christian for 6 centuries. It’s not anymore. All of North Africa was completely Christian for 6 centuries. It’s not anymore. Constantinople was the largest Christian city in the world, and the largest Christian church in the world for hundreds of years was the Hagia Sophia. And it was turned into a mosque. They want to do the same thing with the Vatican.“ Pay attention to what he’s saying!
Der Historiker Bill Federer: „Bis 2030 wird Europa eine muslimische Mehrheit haben und zweifellos das islamische Scharia-Gesetz verabschieden. Die Leute vergessen, dass Ägypten sechs Jahrhunderte lang vollständig christlich war. Das ist es nicht mehr. Der gesamte Norden Afrikas war sechs Jahrhunderte lang vollständig christlich. Das ist es nicht mehr. Konstantinopel war die größte christliche Stadt der Welt, und über Hunderte von Jahren war die größte christliche Kirche der Welt Santa Sofia. Und sie haben sie in eine Moschee verwandelt. Sie wollen dasselbe mit dem Vatikan machen.“
Das also wird immer noch und weiter verbreitet, was Bill Federer weißseingottwannimmer von sich gegeben hat.
Es könnten jetzt diese weiter verbreiteten Meinungen von Sarrazin und Federer einem sogenannten Faktencheck unterzogen werden, mit dem heutzutage doch immer versucht wird und zumeist vergeblich, Derartigem entgegenzutreten, Derartiges zu widerlegen. Es könnten Statistiken dazu angeführt werden. Aber Meinungen entziehen sich jedwedem Faktencheck und jedweder Weiterverbreitung.
Die Meinungen von Vogel, Sarrazin und Federer sind die Meinungen von Federer, Sarrazin und Vogel, die zu teilen nicht gebraucht werden müssen, die zu verbreiten nicht angetan sind, es sind bloße Meinungen für den Küchengebrauch, und dort sollen sie auch belassen sein, in den Küchen von Vogel, Sarrazin, Federer und all jenen, die meinen, ihr Meinungsvermögen sei haargleich dem von Sarrazin, Vogel und Federer.
PS Im Theaterstück Ubu roi wird allenthalben Merdre! ausgerufen, das im Deutschen zumeist mit Schreise! übersetzt wurde. Es wäre für zukünftige Aufführungen vielleicht an der Zeit für eine neue, doch mehr lokalkoloritische Übersetzung — in Österreich etwa böte sich an: Schaasia …
Es geht um Toleranz, mit der Balthasar Hubmaier mit einer Gedenktafel geehrt wurde, die am 10. Juni 2003 feierlich auf diesem Platz enthüllt wurde, auf diesem Platz der Feiern seit einhundert Jahren …
Und was der Evangelischen Kirche von Balthasar Hubmaier erzählenswert ist, ist ihr auch teilenswert:
Gedenktafel für Hubmaier in Wien enthüllt
Keine Toleranz und Religionsfreiheit vor 475 Jahren
Keine Toleranz und Religionsfreiheit vor 475 Jahren
Wien, 11. Juni 2003 (epd Ö) Eine Gedenktafel für den Täufer Balthasar Hubmaier am Stubentor in Wien hat der Bezirksvorsteher für Wien Innere Stadt, Kommerzialrat Franz H. Drundwalt, vor zahlreichen Vertretern der Religionsgemeinschaften am 10. Juni enthüllt.
Anlass für den Festakt war der 475. Todestag Hubmaiers und das 50-jährige Bestehen der Baptistengemeinden in Österreich. Eingeladen hatte der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) und der Bund der Baptistengemeinden in Österreich.
„Es ist klare Aufgabe der Kirche, Friedensmacher zu sein“, sagte Dr. Denton Lotz, Generalsekretär der Baptist World Alliance. Dies sei häufig in der Geschichte nicht so gewesen: „Die, die den Himmel von oben bringen wollen, haben oft die Hölle von unten gebracht.“ Unselig sei die Verquickung von Staat und Kirche, denn dann werden „immer Minderheiten unterdrückt.“ Daher seien die Baptisten stets dafür eingetreten, Staat und Kirche strikt zu trennen. Die Kirchen müssen allerdings „immer das Recht haben, dem Staat zu sagen: Was ihr tut, ist falsch“. In diesem prophetischen Amt zeige sich die Religionsfreiheit.
„Es ist die Verpflichtung des Staates, der religiösen Dimension Raum zu geben“ sagte Ministerialrat Dr. Werner Jisa. Der Leiter des Kultusamtes im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur weiter: „Der Staat ist die neutrale Instanz, in die die Religiosität in all ihrer Pluralität hereingenommen ist.“ Im institutionellen Bereich gebe es eine klare Unterscheidung und Trennung, „und das ist gut so.“ Als es in Österreich eine „Verquickung von Staat und Kirche gab, war dies zum Wohl der Menschen gedacht, wurde aber zu ihrem Nachteil.“
„Diese Tafel soll erinnern an eine schmerzliche Zeit, als andere Konfessionen als die katholische verfolgt wurden“ sagte Mag. Werner Horn, Superintendent von Wien, bei der Enthüllung der Tafel zum Gedenken an Dr. Balthasar Hubmaier am Stubentor. Heute werde die Religion und die Meinung des anderen respektiert, diese Tafel solle dabei helfen, auch zukünftig „in einem Land und in einer Gesellschaft zunehmender Toleranz zu leben.“
Hubmaier: Kein Recht für die Obrigkeit, über den Glauben zu urteilen
Balthasar Hubmaier wurde etwa 1485 in Friedberg bei Augsburg geboren, hingerichtet worden ist er am 10. März 1528 in Wien. Hubmaier hat Theologie und Philosophie studiert und führte 1524 in Waldshut die Reformation ein: Der Gottesdienst wurde verdeutscht, die Bilder und Statuen wurden beseitigt, die Fastengebote und der Zölibat wurden abgeschafft, er selbst heiratete 1525.
Da er von der österreichischen Regierung verfolgt wurde, wich er nach Schaffhausen aus. Hier schrieb er 1524 sein Hauptwerk „Von Ketzern und ihren Verbrennern“, in dem er sich gegenüber dem Vorwurf der Ketzerei rechtfertigt. Er spricht der Obrigkeit das Recht ab, über den Glauben zu urteilen.
Im Herbst 1524 schloss sich Hubmaier in Zürich den Täufern an und setzte sich für die Erwachsenentaufe ein. Unter der Beschuldigung, an dem Bauernkrieg in Waldshut beteiligt gewesen zu sein, wurde Hubmaier schließlich 1527 an die Habsburger ausgeliefert und auf der Burg Kreuzenstein inhaftiert. Als er den Widerruf verweigerte, wurde er vor ein Ketzergericht gestellt und zum Tode verurteilt.
Wenn es nicht derart intolerant anmuten würde, würde beinahe vorgeschlagen werden wollen, den nach dem müllnerischen Bürgermeister benannten Platz auf Platz der Toleranz umzubennen, werden doch an diesem Ort seit jeher so viele Zeichen der Toleranz —
Und wer weiß, wer für die Meinungsfreiheit nicht nur, sondern ein unglaubliches Glück ist, so wie es Norbert Bolz weiß, kann nur und muß rechtens zu den Iniatiorinnen der „Berliner Erklärung zur Meinungsfreiheit“ gehören, kann sich nicht einfach damit begnügen,
Nicht nur Norbert Bolz, Sucharit Bahkdi gehören zu den Iniatorinnen und Erstunterzeichnerinnen der Berliner Erklärung, sondern so viele weitere, die, einfach wie kurz gesagt, zu den Hellsten gehören, die zur Zeit der Meinungsfreiheit Ritterinnen …
In Ehrfurcht dürfen all die Namen auf der Website am 14. April 2026 gelesen werden, und dies wird als Auftrag verstanden, die Namen der Ritterlichen weiterzutragen, ihre Namen ins Land zu rufen, die, um es mit einem Wort des Glücksbringers zu sagen, von der Providence,
Initiatoren der Berliner Erklärung: Dr. phil. Michael Andrick, Philosoph und Publizist; Prof. Dr. Norbert Bolz, emeritierter Professor für Medienwissenschaft, Kommentator, Publizist; Dr. Carsten Brennecke, Rechtsanwalt für Presse-, Wettbewerbs- und Äußerungsrecht; Prof. Dr. Heike Egner, Humangeographin und Publizistin; Prof. Dr. Michael Esfeld, Ordentlicher Professor für Wissenschaftsphilosophie; Prof. Dr. Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin und Publizistin; Prof. Dr. Ralf Höcker, Rechtsanwalt und Autor; Alexander Horn, Unternehmensberater und Publizist; Dr. med. Gunter Frank, Arzt und Autor; Kay Ray, Kabarettist; Fabian Nicolay, Kommunikations-Designer und Publizist; Prof. Dr. Marcel Niggli, Ordentlicher Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie; Prof. Dr. Werner J. Patzelt, emeritierter Professor für Politikwissenschaft; Jan Ristau, Fachanwalt für Steuerrecht, Steuerberater und Publizist; Prof. Dr. Günter Roth, Professor für Sozialmanagement im Ruhestand; Andrea Seaman, Geschäftsführer Bündnis Redefreiheit; Prof. Dr. Henrieke Stahl, Professorin für Slawistik und Publizistin; Prof. Dr. Anke Uhlenwinkel, Professorin für Didaktik der Geographie und Wirtschaftskunde; Dr. iur. habil. Ulrich Vosgerau, Rechtsanwalt und Publizist; Achim Winter, Moderator und Satiriker; Dr. phil. Christian J. Zeller, Soziologe und Publizist
Erstunterzeichner der Berliner Erklärung: Stephanie Adam, Physiotherapeutin und Frauenrechtlerin; Karin Adrian, Rechtsanwältin; Patrik Baab, Journalist und Politikwissenschaftler; Michael Baitinger, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Strafrecht; Marcel Barz, Wirtschaftsinformatiker und Datenanalyst; Prof. Dr. Rainer Baule, Professor für Betriebswirtschaftslehre; Sabine Beppler-Spahl, Diplom-Volkswirtin, Publizistin, Vorsitzende Freiblickinstitut e. V.; Prof. Dr. Ralf B. Bergmann, Physiker; Jörg Bernig, Schriftsteller; Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, Professor für Medizinische Mikrobiologie im Ruhestand; Peter Bickel, freier Journalist, Grafikdesigner, Webentwickler; Martina Binnig, Journalistin und Autorin; Dr. med. Svetlana Bischofs, Fachärztin für Allgemeinmedizin i. R.; Dr. Felix Böllmann, Rechtsanwalt, Director of European Advocacy bei Alliance Defending Freedom International; Dr. med. Jürgen Borchert, Internist, Homöopath, Psychotherapeut; Prof. Dr. Eva Borst, Erziehungswissenschaftlerin; Prof. Dr. Hardy Bouillon, außerplanmäßiger Professor für Philosophie; Prof. Dr. Andreas Brenner, Professor für Philosophie; Mathias Bröckers, Journalist und Autor; Prof. Dr. Aris Christidis, Professor für Informatik i. R.; Prof. Dr. med. Paul Cullen, Arzt und Publizist; Dr. Thomas Darsow, Jurist und Autor; Roberto De Lapuente, Publizist und Redakteur; Dr. Jan Dochhorn, dr. theol., Associate Professor; Sorin Dragoi, Bildgestalter, Filmemacher, Kunsthandwerker; Martina Eberhart, Staatsanwältin i. R., Mitglied im Netzwerk KRiStA; Alfred Emmert, Verleger und Herausgeber; Eva Engelken, Juristin, Gründerin und 1. Vorsitzende Frauenheldinnen e. V.; Christa Ehrhardt-Foitzik, Rechtsanwältin; Georg Etscheit, Autor und Journalist; Dr. Bernd Fischer, Physiker, Publizist und Vorsitzender der Stiftung Meinung & Freiheit; Michael Fischer, im Vorstand der Initiative „1bis19 – Für Grundrechte und Rechtsstaat“ ; Lisa Fitz, Kabarettistin, Schauspielerin, Autorin; Prof. Dr. Egon Flaig, emeritierter Professor für Alte Geschichte; Prof. Dr. Lothar Fritze, Philosoph und Politikwissenschaftler; Jürgen Fliege, Pfarrer emeritus; Dr. med. Johann Frahm, Internist; Dr. Kai Funkschmidt, wissenschaftlicher Referent; Holger Garbrecht, ehemaliger Geschäftsführer multinationaler Technologieunternehmen; Carlos A. Gebauer, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht und Publizist; Prof. Dr. phil. Frank Göttmann, Universitätsprofessor i. R., Geschichte der Frühen Neuzeit; Matthias Guericke, Richter und Vorstandsmitglied des Netzwerks Kritische Richter und Staatsanwälte; Dr. Michael Günther, Biomechaniker; Prof. Dr. Gerd Habermann, Wirtschaftsphilosoph und Publizist; Prof. Dr. med. Dr. phil. Dipl.-Psych. Georg Hörmann, emeritierter Professor für Pädagogik/Gesundheitspädagogik; Karin Hark, Vorstandsmitglied des Netzwerks Kritische Richter und Staatsanwälte; Dr. Norbert Häring, Journalist, Blogger und Buchautor; Waldemar Hartmann, Journalist und Fernsehmoderator; Prof. Dr. med. Steffen Hauptmann, Arzt und Pathologe; Axel Heinz, kaufmännischer Angestellter; Prof. Dr. Detlef Hiller, Professor für Internationale Soziale Arbeit; Prof. Dr. Peter Hoeres, Professor für Neueste Geschichte; Prof. Dr. Stefan Homburg, Professor für Öffentliche Finanzen i. R.; Carsten Jakob, Rechtsanwalt; Ocke Thomas Jürs, Rechtsanwalt und Vorstandsmitglied der Anwälte für Aufklärung e. 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Thomas Külken, Facharzt für Allgemeinmedizin; PD Dr. Axel Bernd Kunze, Erziehungswissenschaftler und Publizist; Prof. Dr. Ulrich Kutschera, Evolutionsbiologe, Autor und Komponist ; Dr. Jobst Landgrebe, Unternehmensberater und Wissenschaftstheoretiker; Dr. med. Simone Lauer, Fachärztin für Allgemeinmedizin; Dr. Christian Lehmann, Musikwissenschaftler und Autor; Vera Lengsfeld, Autorin und DDR-Bürgerrechtlerin; Cornelia Letsche, Rechtsanwältin, Mediatorin, Coach; Dr. Katja Leyhausen-Seibert, Sprachwissenschaftlerin und Autorin ; Christoph Lövenich, Politologe und Publizist; Prof. Dr. Stephan Luckhaus, Mathematiker; Sebastian Lucenti, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht; PD Dr. Stefan Luft, Politikwissenschaftler; Prof. Dr. Christoph Lütge, Professor für Wirtschaftsethik; Dr. Hans-Georg Maaßen, Rechtsanwalt, Präsident des BfV a. 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also nach dem recht alten deutschen Wort, von der Vorsehung den Menschen zum Meinungsheile gesandt, oh, wie sehr verdienten sie mehr als die hier prosaische Nennung, ihnen eine goldene Tafel inmitten von Berlin zu errichten, das wäre noch die geringste der Pflichtschuldigkeit gegen sie … Den Rittern der Komitees von dem „Bündnis Rede Freiheit“ aber, die den Wert der absoluten männlichen Mehrheit noch zu bedienen wissen, sind mehr als Tafeln zu widmen, ihnen sind übergroße diamantene Büsten …
Mehr noch als Vorstand und Geschäftsführung, mehr noch als die Mitglieder der Kern-Komitees, der Medien-Komitees, der akademischen und der künstlerischen Komitees in Deutschland und in der Schweiz des Bündnisses der Rede vonwegen Freiheit weiß der Glücksbringer die Meinungsfreiheit zu gewähren, weiß dieser Auserwählte, wie Meinungsvielfalt einzig zu garantieren ist, einfach wie kurz gesag: just under a single leader.
“[T]he indispensable duty of all men to adore the superintending providence of Almighty God.”
The Bible teaches: “In all circumstances give thanks.” As such, it is fitting that we mark this special year as a unique occasion to celebrate our proud history, reflect on our abundant blessings, pray for our country and our people, and rededicate ourselves as one Nation under God.
In honor of the occasion, Trump announced at the breakfast that he will hold an event, titled “Rededicate 250” on the National Mall in Washington, D.C., on May 17 “to rededicate America as one nation under God.”
The president brought up his executive order related to the Johnson Amendment, which eased restrictions on pastors commenting on political issues. He also noted he expanded the Mexico City Policy to prevent taxpayer funds for international organizations that support abortion and “radical gender ideology.”
Trump also touted his executive actions “to slash federal funding for any public school that pushes transgender insanity” on children and “stopped the mutilation of children” with policies that restrict hospitals from offering drugs and surgeries to minors to make them appear like the opposite sex. He also said, “We got men out of women’s sports.”
“We’re still fighting it, but, you know, transgender for everybody – they want transgender for everybody,” he said. “We stopped it.”
Southern Cross. The Roman Catholic Diocese of Savannah. February 05, 2026.
May 17, 2026. Day of yet another consecration. O golden day again. This will have been another golden day …
und das bereits scheinbar seit ein, zwei oder drei Wochen, wie es am 12. April 2026 in einer Buchhandlung unerwartet zu sehen war, und das entgegen der Ankündigung von Peter Sloterdijk für sein Buch „Der Fürst und seine Erben/Über große Männer im Zeitalter der gewöhnlichen Leute“ höchstselbst: „Veröffentlichungsdatum 20. April 2026“ —
Es gibt die Ansicht, ein Buch, dessen erster Satz nicht ansprechend ist, ist ein Buch, das nicht zu kaufen ist.
Es kann nicht gesagt werden, wie ansprechend des Fürsten erster Satz ist, denn es wurde, in der Buchhandlung, einzig nur die Seite mit den Vorsprüchen aufgeschlagen, und: Norbert Bolz in die Gesellschaft von Vergil, William Shakespeare, Jacob Burckhardt, Victor Hugo, Friedrich Nietzsche gehoben —
Es gibt nach Gedichten Lieder, die scheinen für allerlei Gelegenheiten geeignet, attraktiv für offenbar unterschiedliche, gar entgegengesetzte Gesinnungen zu sein, so auch
Die Anfangszeilen „Wenn alle untreu werden“ sind heute wahrscheinlich bekannter als der Text des Gedichts. Zu dessen Wirkungsgeschichte, an der die Verbindung mit einer geläufigen Melodie Anteil hat, nur so viel, dass es, mit scheinbar kleinen Eingriffen in den Text – vor allem der Ersatz der 1. P. Sg. durch die 1. P. Pl., der freilich viel ändert, aus dem individuellen Bekenntnis eines Ich einen Appell an eine Gruppe macht –, gegen Ende des 19. Jahrhunderts vor allem in Österreich ein Kampflied der radikalten Deutschnationalen geworden ist, zumal im akademischen Milieu, mindestens zwei damals entstandende deutsch-völkische Studenverbindungen haben es zu ihrem ‚Bundeslied‘ gemacht.23Das hat Theodor Herzl 1896 nicht daran gehindert, es seinen Anhängern als Lied der jüdischen Nation zu empfehlen.24 Einige Jahrzehnte später ist es dann mit einer weiteren Änderung auf welchen Wegen immer zum Lied der SS geworden.
23. Die 1892 gegründete schönerianische Burschenschaft Germania an der Universität Innsbruck und die 1906 entstandene Fachschaft Rugia an der Höheren Fachschule für Gartenbau in Eisgrub in Mähren (jetzt in Wien).
24. Jacques Kornberg, Theodor Herzl: From Assimilation to Zionism, Bloomington, Indiana University Press 1933, S. 52. (= Jewish Literature and Culture).
„Sind Könige je zusammen gekommen, So hat man immer nur Unheil vernommen“. Politische Gedichte über den Wiener Kongress. Sigurd Paul Scheichl. Universität Innsbruck. Austriaca: Cahiers universitaires d’information sur l’Autriche Année 2014 79 pp. 81-98. Gelesen am 13. April 2026.
wurde in einer Nacht desselben Jahres ebenfalls „Wenn alle untreu werden“ gesungen, von Menschen, die nicht des Österreichers Vernichtungskommando …
Thomas Lackmann: Was bedeutet Treue für Sie? Sie schildern in Ihren „Erfahrungen und Erinnerungen“ eine Szene in der Berliner Hasenheide…
Arnold Paucker: Die Nacht zum 1. Mai 1933. Ich war bei den Deutsch-Republikanischen Pfadfindern. Wir verbrannten unsere Fahnen, damit sie nicht den Nazis in die Hände fallen, und sangen ein Lied aus den Befreiungskriegen: „Wenn alle untreu werden, so bleiben wir doch treu, dass immer noch auf Erden für euch ein Fähnlein sei.“
Tagespost. Kultur: Unter der Dusche? Die Internationale. Leben im Widerstand: ein Gespräch zum 85. Geburtstag des Historikers Arnold Paucker. Stand: 06.01.2006. Gelesen am 13. April 2026.
Was für eine Aufregung das wieder einmal war, nach dem kameradschaftlichen Begräbnis auf dem Hernalser Friedhof im September 2024, sie, Norbert Nemeth, Harald Stefan und Martin Graf, hätten, so wurde es berichtet, es vielleicht sogar selbst auch gesungen, mit Sicherheit aber dem Lied „Wenn alle untreu werden“, der SS höchstes Gesinnungsbekenntnis, am Grabe gelauscht … dabei hörten sie doch bloß die von ihrer sucherischen Leichengangkameraderie gesungene Fassung dieses Bekenntnisliedes Heinos, von dem es mehr als eine Fassung gibt, die heinoische dürfte jene von Friedrich Silcher und Friedrich Erk, Deutsches Commersbuch, sechste Auflage, 1861, herausgegeben von Hermann und Moritz Schauenburg …
Dabei haben sie am Grabe doch vielleicht nur gesungen oder vielleicht nur ergriffen gelauscht, was Heino sang und vielleicht immer noch singt, wenn er beispielsweise —
Polizei, Security, Gegenkonzert im selben Ort: So umstritten war ein Auftritt von Heino selten. In Bad Belzig singt der 87-Jährige vor Deutschlandfahnen und Bundesadler für einen Feuerwehrmann, der nach dem Abspielen aller drei Strophen des Deutschlandliedes seine Funktion verlor.
Bild. Mark Pittelkau. 7. April 2026.
— und der Alt-Herren-Verband des Corps Erz zu Leoben auf seiner Website, gelesen am 12. April 2026, wohl auch zum Singen veröffentlicht bereitstellt, und nicht nur „Wenn alle untreu werden“, sondern viele weitere Lieder, als wäre es ein Album wie von Heino mit den „schönsten deutschen Heimat- und Vaterlandslieder[n]“ …
wenn alle un werden so bleiben wir doch Tru das immer noch auf Erden für euch ein Fleinsein gefähte unsre Jugend ihr Bilder bessere Zeit die UN zu Männer tuugend und liebesot geweit wollt immer von uns weichen und immer nah sein treu wie die Deutschen reichen wie Mond und Sonnenschein eins wir es wieder helle in aller brüdind sie kehen zu der Quelle in lieb und Treue ihr Sterne sein uns Zeugen die ruhig niederschau wenn alle Brüder schweigen und falschen Götzen Trum wir wollen das Wort nicht brechen nicht en werden gleich voll predigen und sprechen vom heiligen Deutschen Reich
Heino. Wenn alle untreu werden. Transkript. Klaus Störtebeker. YouTube. 635.829 Aufrufe 16.01.2014 Gelesen am 12. April 2026
NS So bleibt, vielleicht, nur noch die Aufklärung, was denn im automatisch erstellten Transkript etwa „Fleinsein“ bedeuten könnte, es ist bloß die automatische Wiedergabe von „Fähnlein“ …
Es hat seine Richtigkeit, daß Josef Müllner gesäubert und herausgeputzt bereits auf dem KL wieder steht, auf seiner Wirkungsstätte, also lange vor dem von ihm hier einbetonierten Bürgermeister, der dann irgendwann in den nächsten Wochen erst wieder gesäubert und herausgeputzt auf den KL verbracht werden wird —, hat doch der Bürgermeister keine Bedeutung, bloße Figur der Propaganda.
Es hat auch von der Zeit her seine Richtigkeit, daß Josef Müllner gerade zu Ostern im April ’26 schon auf den KL zurückgebracht wurde, und nicht erst später zusammen mit seiner Propagandafigur, sind doch die österlichen Tage die Putztage im Jahr schlechthin.
Auf dem KL-Gelände zu feiern, darauf wurde in dieser Stadt es immer schon verstanden, bis zum heutigen Tag herauf, beispielsweise so auch vor etwas mehr als neunzig Jahren, als der 25. Todestag gefeiert ward. Von dieser Todesfeier gibt es ein kurzes Filmdokument. Im Film ist eine Fahne zu sehen, auf der geschrieben steht:
Wenn alle untreu werden wir bleiben dennoch treu heil dir
Da es ein Stummfilm ist, kann nicht gesagt werden, ob in dieser Todesfeier am KL-Gelände auch gesungen wurde, zum Beispiel das Lied der Untreue,
Wenn alle untreu werden, so bleib‘ ich dir doch treu, dass Dankbarkeit auf Erden nicht ausgestorben sei. Für mich umfing dich Leiden, vergingst für mich in Schmerz, drum geb‘ ich dir mit Freuden auf ewig dieses Herz.
Oft muß ich bitter weinen, dass du gestorben bist, und mancher von den Deinen Dich lebenslang vergisst. Von Liebe nur durchdrungen hast du so viel getan, und doch bist du verklungen, und keiner denkt daran.
Du stehst voll treuer Liebe noch immer jedem bei, und wenn dir keiner bliebe, so bleibst du dennoch treu. Die treuste Liebe sieget, am Ende fühlt man sie, weint bitterlich und schmieget sich kindlich an dein Knie.
Ich habe dich empfunden, O! lasse nicht von mir, lass innig mich verbunden auf ewig sein mit dir. Einst schauen meine Brüder auch wieder himmelwärts, und sinken liebend nieder, und fallen dir ans Herz.
Aber sie haben nicht dieses Lied der Treue von Novalis gesungen, um einen ihnen lieben verstorbenen Menschen der Lauterkeit und Menschlichkeit zu beweinen, sondern das von Max von Schenkendorf, der das Gedicht von Novalis mißbrauchte, für seinen „erneuerte[n] Schwur, Junius 1814, an Friedrich Ludwig Jahn“, jedoch ebenfalls nicht aus Anlaß seines Todes, denn Jahn starb 1852 …
Mit Novalis freilich lassen sich keine Jahn-Turnhallen, keine Jahn-Denkmäler errichten, das weiß etwa der Grabredner und der Schenkendorfsänger auf dem Hernalser Friedrich recht genau,
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