Nun will er also, der Ja-Nein-Ja-Mann, doch wieder einmal Parteivorsitzender der SPÖ werden, aber, wie es sich für einen Ja-Nein-Ja-Establishmentmann gehört, er, Gerhard Zeiler, will sich nicht die Mühe antun, die Stimmen der einfachen Mitglieder der SPÖ dafür zu gewinnen, er will, wie es für einen Establishmentmann der einzige akzeptable Weg nur sein kann, er soll vom Establishment der Partei den einfachen Mitgliedern der Partei als Parteivorsitzender vorgesetzt werden, und die, die einfachen Mitglieder, haben ihm dann zu applaudieren, zu folgen.
Jedenfalls so stellt der Ja-Nein-Ja-Zeiler es sich vor, die einfachen Mitglieder sind auf Abstand zu halten, der Kontakt mit den einfachen Mitgliedern ist auf ein Minimum zu beschränken, die einfachen Mitglieder sind in einem Riechabstand zu halten, er, der Establishmentmann, oben auf dem Podium, sie, die einfachen Mitglieder, unten im Saal ihm zum Zuklatschen beordert, wofür er ihnen, den einfachen Mitgliedern, von seinem erhöhten Platz zuzuwinken stets großzügig bereit ist, als einziger für ihn denkbarer und vorstellbarer Kontakt mit der Basis.
Das ist die Essenz der Auslassungen, von ihm unterstützenden Establishmentmann Peter Pelinka in der heutigen Nachrichtensendung, 26. September 2026, auf „Österreich 1“:
Zu Gast der Journalist Peter Pelinka, er unterstützt Zeiler bei der Kandidatur zum SPÖ-Vorsitz. Pelinka läßt durchklingen, daß die mächtige Wiener Landespartei Zeile unterstützt, und er geht davon aus, daß die Kandidatur vom Parteivorstand ohne langes Unterschriften sammeln unter Parteimitgliedern entschieden wird. Wieso er Zeiler für den Richtigen hält, um die SPÖ aus dem Umfragetief von rund 15 % zu führen, dazu sagt Pelinka:
Aus zwei Gründen. Er ist erstens ein äußerst kommunikativer Mensch, ein sehr symphatischer Mensch. Und das zweite ist ja, er hat die richtigen Rezepte, aus meiner Sicht, wie die SPÖ sich künftig verstärkt positionieren muß. Ich sage aber gleich dazu, das ist keine Revolution, gar kein Putsch, sondern da bewirbt sich einfach ein sehr qualifizierter Kandidat um die Parteivorsitzstellung. Er wird sicher symbolisieren, einen ganz wesentlichen Punkt, der sich in der künftigen allfälligen Wahlkampfführung positionieren wird, er wird Österreich zukunftsfit und zukunftsfroh machen können.
Interviewer: Das haben andere auch schon versprochen.
Peter Pelinka: Ja, aber er wird’s halten.
Interviewer: Ihm trauen Sie es zu?
Peter Pelinka: Ja.
Interviewer: Traut ihm die Partei zu?
Peter Pelinka: Das werden wir sehen.
Interviewer: Als Entscheidendes in diesem Wahlpoker gilt die Unterstützung von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. Hat sich Zeiler da rückversichert, hat er die Unterstützung der Wiener?
Peter Pelinka: Das müssen Sie ihn im Detail fragen. Er hat sicher Gespräche geführt. Und für mich ist auch ein wesentliches Indiz, daß die entscheidende Vertraute von Michael Ludwig, Doris Bures, kürzlich in einem Interview gesagt hat, mit 15 % in Umfragen kann man nicht zur Tagesordnung übergehen.
Interviewer: Wenn Sie als Parteiinsider von Indizien sprechen, aus der Partei, könnte ich das so interpretieren, die Wiener machen zumindest freundliche Nasenlöcher.
Peter Pelinka: So können Sie das interpretieren.
Interviewer: Laut Parteistatut stehen Zeiler zwei Wege an die SPÖ-Spitze offen, entweder er sammelt rund 15.000 Unterschriften von Parteimitgliedern, zehn Prozent aller Parteimitglieder wären das, oder er schafft es, im Parteivorstand nominiert zu werden. Welchen Weg wird er wählen?
Peter Pelinka: Das müssen Sie im Detail ihn fragen.
Interviewer: Aber haben Sie die Manpower, um fünfzehntausend Unterschriften zu sammeln in drei Monaten, glaube ich.
Peter Pelinka: Ich glaube ehrlich gesagt, daß sich in der nächsten Zeit weisen wird, daß der öffentliche Druck auch in der Partei so stark wird, daß sich auch der Parteivorsitzende, der ein strategisch kluger Mann ist, sehen wird, es ist besser, er zieht sich zurück.
Interviewer: Das heißt, Sie setzen auf einen Beschluß des Parteivorstandes und einen Sonderparteitag?
Peter Pelinka: So ist es.
Wenn, so Peter-Details-weiß-ich-nicht-Pelinka, auf das Establishment in der Partei gesetzt wird, weil er, Zeiler, nicht fünfzehntausend Stimmen für sich zu gewinnen imstande sein wird, wie soll er, Zeiler, dann Millionen Stimmen zu gewinnen imstande sein, in einer Wahl, in der nicht nur das Establishment seiner Partei wählen werden wird? Er, Zeiler, mag das „richtige Rezept“ haben, um vom Establishment seiner Partei in den Parteivorsitz gehoben zu werden, aber das ist ein äußerst dünnes Rezeptbuch, genauer, ein Rezeptbuch mit einer einzigen halbgefüllten Seite …
Ein Ja gab es von Gerhard Zeiler schon einmal, vor zehn Jahren, mit einem sogleich darauffolgenden Nein, und nun gibt es wieder ein Ja, dem wieder ein Nein folgen kann, wenn das Establishment der Partei doch nicht sein Rezept ausprobieren will.
Abgesehen davon, würde Gerhard Zeiler ein Geschenk an die Establishmentpartei FPÖ sein,
a gift to the identitarians, nicht nur deswegen, weil sie als
the establishment party of the identitarians genüßlich gesinnungsgemäß ausschlachten würde,
die SPÖ, die ihr eine der Systemparteien ist, hieve einen Establishmentmann an ihre Spitze,
sondern auch, weil mit Gerhard Zeiler ihr, der identitarian patriotic party,
einr zweiter Koalitionsast wüchse, sie dann, es komme ja auf sie und nicht auf die SPÖ an, so einst Zeiler, entscheiden könne, mit wem sie eine Bundesregierung eingehen wolle, je nach dem, wer ihr für ihre eigene Zukunft „zukunftsfroher“ dienlicher erscheinen werde, Gerhard Zeiler oder Christian Stocker, von dem Peter Pelinka das hübsche Wort „zukunftsfroh“ …
Nun kann es nur „zukunftsfit und zukunftsfroh“ mit Österreich werden, schreibt doch Gerhard Zeiler schon so lange, so lange an seinem richtigen Rezeptbuch, diskutierte es etwa ein Jahr lang mit einem, einig mit diesem darin, was für Österreich und die SPÖ an Veränderung not, ließ es, als wäre es ein Speck, zehn Jahre lang abhängen, um es jetzt aus der Selchkammer, als wäre diese eine Denkkammer …
Einen Einblick, wie es unter Establishmentmännern zugeht, gibt das Interview von Gerhard Zeiler vom Mai 2016, über das im Morgenjournal vom 13. Mai 2016 berichtet wird, mit zitierten zeilerischen Aussagen im Originalton aus seinem ZIB2-Interview:
Zeiler gegen Pauschalausschluss der FPÖ Nachdem Hans Niessl gestern bekanntgegeben hatte, dass auch die SPÖ-Burgenland für Christian Kern votiert, hat Gerhard Zeiler seine Bereitschaft, für das Amt des Bundesparteivorsitzenden zu kandidieren, zurückgezogen. In der Zib2 hat der Medienmanager dennoch eine zentrale Frage der SPÖ-Strategie angesprochen: der pauschale Ausschluss der Zusammenarbeit mit der FPÖ sei falsch – jede Parteienkoalition müsse an Inhalten gemessen werden. Was die FPÖ betrifft, ist für Zeiler die Europafrage entscheidend.
Gerhard Zeiler: Eines ist klar, Es wird niemand in der Sozialdemokratie eine Koalition mit einer FPÖ machen, die sich nicht voll und ganz zu Europa bekennt. Warum nicht? Weil, wenn wir aus der EU austreten, dann treten wir auch aus dem EURO aus, das ist für ein Exportland und für ein Tourismusland wirklich der größte Schaden, den man sich vorstellen kann. Nicht auf die SPÖ kommt es so sehr an, es kommt auf die FPÖ an, ob sie jemals mit der SPÖ auf Bundesebene koalitionstauglich sein wird.
Interviewerin: Das heißt aber, die SPÖ sollte für sich Bedingungen definieren, unter denen sie Koalitionen eingeht, aber nicht eine Partei per se ausschließen?
Gerhard Zeiler: Aber das ist doch das Natürlichste auf der Welt, das macht man ja, die Umstände …
Interviewerin: Aber es gibt einen Parteitagsbeschluß, der die FPÖ als Partei ausschließt und nicht unter inhaltlichen Bedingungen.
Gerhard Zeiler: Den habe ich auch immer schon als falsch empfunden.
Moderator: Zeiler macht auch klar, daß er mit Kern schon seit längerem einig darin war, daß die Zukunft der SPÖ nur mit einem radikalen Neustart möglich sei, und dazu sei ein Führungswechsel unbedingt nötig.
Gerhard Zeiler: Einer der ersten, mit denen ich darüber geredet habe, ist Christian Kern. Und wir sind seit einem Jahr in Diskussion darüber. Wir hatten beide eine Rolle zu spielen. Wir waren beide uns einig, daß diese Veränderung für das Land und für die SPÖ notwendig ist. Ich hätte, wäre am Parteitag noch einmal Werner Faymann angetreten, als Gegenkandidat aufgetreten. Jetzt ist es nicht notwendig, Werner Faymann ist zurückgetreten, und der Christian Kern hat meine volle Unterstützung.























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