„Wien setzt ein klares Zeichen gegen Antisemitismus. Angesichts global steigenden Antisemitismus und der österreichischen Tätervergangenheit ist es alternativlos, entschieden gegen jede Form des Antisemitismus aufzutreten.“
Vergessen darf dabei auch nicht die überzeugende Klarheit der Erklärtafel zum Kunschak-Müllner-Mal des Oliver Rathkolb, der sich dazu durchgerungen hat, in seine Zusatztafel als Erklärtafel im Gegensatz zu seiner bisherigen Zusatztafel nun doch aufzunehmen, daß Josef Müllner der NSDAP beigetreten sei.
Nun, ab dem Juni 2026 für alle Ewigkeit strahlt gesäubert und herausgeputzt Josef Müllner selbst auf dem KL … Zu Josef Müllner ist mehr zu sagen, als das Lapidare von Oliver Rathkolb, dem, ist am 12. Juni 2026 auf der Website der Stadt Wien „Wien Geschichte Wiki“ zu lesen, widerspricht:
Josef Müllner und seine Werke sind heute wegen seiner Unterstützung des Nationalsozialismus in den Jahren 1938 bis 1945 stark umstritten. Er selbst war aber kein Mitglied der NSDAP.
Damit gewußt wird, wer nun auf dem KL gesäubert und herausgeputzt erstrahlt, soll zitiert werden, was auf der Website der Universität Wien am 12. Juni 2026 zu lesen ist:
Nach dem „Anschluss“ fand die Präsentation der österreichischen Künstler auf der Kunst-Biennale in Venedig 1938 nicht mehr im österreichischen, sondern im deutschen Pavillon statt. Zu den Künstlern, die dem neuen NS-Kunstgeschmack entsprachen, gehörte Josef Müllner, der mit seinen neoklassizistischen Werken neben jenen seines Schülers Josef Thorak (einer von Hitlers Lieblingsbildhauern), Michael Drobils, Rudolf Hermann Eisenmengers, Switberg Lobissers u. a. auf dieser internationalen Bühne NS(-kompatible)-Kunst repräsentierte.
Josef Müllner und seine Werke sind heute wegen seiner Unterstützung des Nationalsozialismus in den Jahren 1938 bis 1945 stark umstritten. Er trat der NSDAP als Anwärter bei, schuf in der NS-Zeit wichtige und programmatische Werke. Seine Hitlerbüste, zentral in der Aula der Akademie der bildenden Künste platziert, wurde im Juli 1940 feierlich in Anwesenheit der Größen von NSDAP, Wehrmacht, Stadt, Staat und Hochschulen eröffnet. Der Völkische Beobachter vom 14. Juli 1940 berichtete: „Der Vertreter des Gauleiters SS-Oberführer Karl Scharitzer umriß die Bedeutung der Kunst in unseren Tagen […] und wies auf das hohe Vorbild des Führers hin, dessen schöpferischem Genius die Neugestaltung der Welt zu danken ist. SS-Oberführer Scharitzer nahm hieran die Enthüllung der Führerbüste vor und überreichte nach diesem feierlichen Akt den Professoren die vom Führer gezeichneten Auszeichnungen. Die Büste des Führers in der Akademie wurde auf Grund eines Staatsauftrages von Bildhauer Professor Josef Müllner aus Laaser Marmor geschaffen.“ Das Foto der Büste wurde prominent mit dem Hitlerzitat „Kunst ist eine erhabene und zum Fanatismus verpflichtende Mission“ als Frontispiz an den Beginn der Publikation Jahresbericht der Akademie 1940 gesetzt. Die Büste selbst wurde zu Kriegsende zerstört. Müllner führt die Plastik nach Kriegsende nicht mehr in seinem Werkkatalog und betont in einer biographischen Aufzeichnung, er hätte die Statue „nur mit Widerwillen“ geschaffen.
In der NS-Zeit erhielt er 1943 eine 4-Zimmer-„Reichsdienstwohnung“ auf Lebenszeit und mehrere wichtige Kunst-Preise. Trotz früherer Anträge wurde er erst 1947 entnazifiziert.
Ehrungen
Josef Müllner wurde in allen politischen Systemen mit Preisen ausgezeichnet, um nur einige zu nennen u.a.
Hofpreis mit Franz Josefs-Goldstipendium (1901)
Reichelkünstlerpreis (1906)
Großes silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich (1926)
Staatspreis der Republik Österreich (1928)
Ehrenkreuz der Republik Österreich (1930)
Ehrenzeichen der Universität Wien (1936)
Preis der Stadt Wien für die Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens (1941),
Silbernes Treuedienst-Ehrenzeichen der Akademie der bildenden Künste (1942)
Raphael Donner-Preis der Stadt Wien (1943)
Große goldene Medaille der Künstlergenossenschaft Künstlerhaus (1944)
Ehrenmitglied der Wiener Akademie der bildenden Künste (1948, 2023 widerrufen)
Ehrenbürger der Stadt Wien (1949)
Ehrenbürger von Baden (1949)
Straßenbenennung: Josef-Müllner-Straße in Baden bei Wien (1983)
Verleihung des Ehrenzeichens der Universität Wien wurde vom Akademischen Senat am 27. Juni 1936 beschlossen für „seine Verdienste als Mitglied und Beirat des Kunstausschusses der Universität Wien“ wobei ihm explizit hoch angerechnet wurde, dass er als Schöpfer des Heldendenkmals in der Aula („Siegfriedskopf“) der Universität großzügig finanziell entgegengekommen sei – die Verleihung erfolgte am 10. Juli 1936.
Die Akademie der Bildenden Künste aberkannte die ihm 1948 verliehene Ehrenmitgliedschaft aufgrund seiner NS-Belastung im Frühjahr 2023 wieder (die 1948 bei der Verleihung bereits bekannt war).
Und sogar auf „Wikipedia“ ist am 12. Juni 2026 eine Vorlage zu lesen, die ohne eigene Formulierungsbemühungen Oliver Rathkolb hätte übernehmen können:
Müllner war „Ehrenbursche“[3] der der deutsch-nationalen Verbindung Deutscher Kunstakademiker Athenaia, einer Hauskorporation an der Akademie der bildenden Künste in Wien, der er bis zu ihrer Auflösung als Alter Herr[5] angehörte. Der damalige Rektor der Akademie Alexander Popp würdigte die Verbindung in seiner Rede zum 250-jährigen Bestehen der Akademie als „Keimzelle der nationalsozialistischen Bewegung“. Drei Tage nach dem sogenannten Anschluss Österreichs unterzeichnete Müllner einen Diensteid an Hitler.[6] Im November 1938 wurde Müllner eingeladen dem Reichskultursenat beizutreten, was er aus Zeitgründen und, wie er selbst betonte, nicht aus mangelndem Idealismus ablehnte.[6] Er wolle hingegen durch seine Hände Arbeit „zur Verherrlichung der nationalsozialistischen Idee“ beitragen.[6] 1940 trat Müllner in die NSDAP ein.[7] Im gleichen Jahr schuf er, einem Staatsauftrag folgend, aus Laaser Marmor eine Hitler-Büste.[8] 1944 wurde er in die Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda aufgenommen.[9] Außerdem gehörte Müllner dem NS-Dozentenbund, dem NS-Altherrenbund und dem Reichsluftschutzbund an.[7] Müllner und seine Werke, insbesondere der Siegfriedskopf und das Karl-Lueger-Ehrenmal sind heute wegen seiner Unterstützung des Nationalsozialismus stark umstritten.
Und zu diesem Josef Müllner schreibt Oliver Rathkolb auf seine Erklärtafel einfach wie kurz, er sei 1940 der NSDAP beigetreten, eine Formulierung wie, 1940 habe er eine neue Dienstwohnung bezogen, eine Formulierung, wäre sie ein Gegenstand, die ein Zierbrunnen … Übrigens, ein schräger Zierbrunnen steht in unweit von dem Müllner-Kunschak-Mal und der Toleranzgedenktafel des antisemitischen Täters …
Das KL-Grätzel ist ein derart besonderes Grätzel, das doch noch
ein eigenes Kapitel verdiente, unter besonderer Berücksichtigung der rathkolbischen Erklärung.
Anläßlich der Präsentation, die ihnen eine Feier, am 11. Juni 2026 sagen
Veronika Kaup-Hasler: Das ehemalige Denkmal Dr. Karl Lueger ist jetzt zu einem Mahnmal geworden, und das durch den Eingriff von Kunst. Ein langer demokratischer Prozeß hat jetzt eine weitere Etappe erreicht, nämlich in der Umsetzung dieser Schrägstellung von Klemens Wihlidal.
Klemens Wihlidal: Es geht darum, daß das Mahmanl um 3,5 Grad geneigt wurde. Ich habe mehrere Neigungswinkel ausprobiert und dann mich irgendwo da eingependelt, wo ich gemerkt habe, hier ist wirklich was ins Wanken geraten, mit 3,5 Grad, hier wird Lueger der Boden unter den Füßen weggezogen.
Veronika Kaup-Hasler: Dieser Mann hat doch auch etwas befeuert, was viel später dann natürlich auch den Boden bereitet hat für das Nazi-Regime, für die Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden aus Wien. Diesen Mann ins Wanken zu bringen, bedeutet, daß wir das nicht aus dem Gesichtsfeld räumen, wir beschäftigen uns mit Geschichte, aber wir wollen uns kritisch auseinandersetzen, und das ist eigentlich, was wir immer anstreben.
Veronika Kaup-Hasler: Das Feiern eines Mahnmals, ich weiß es nicht, also ich muß ehrlich sagen, für mich ist hier das stille Nachdenken darüber und die Verstörung, die das auslöst, was soll man denn dann feiern? Also sie würden uns das wahrscheinlich furchtbar übelnehmen, wenn wir mit Blasmusikkapelle und Militärmarschmusik hier auftauchen, weil dann würden sie sagen, das ist, das wäre eine Verherrlichung des Denkmals. Insofern halte ich die Zurückhaltung für die adäquate und angemessene Reaktion auch auf das Kunstwerk, und jetzt lassen wir das mal wirken im öffentlichen Raum. Und schauen wir, was das mit uns macht.
Klemens Wihlidal: Der Eingriff erscheint schlicht, verändert jedoch die symbolische Wirkung des Denkmals grundlegend. Er irritiert und fordert auf, sich kritisch mit der Person und der Thematik auseinanderzusetzen. Das Denkmal wird so zu einem öffentlich sichtbaren Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus, gegen Ausgrenzung und Hetze.
Was Veronika Kaup-Hasler ein „Mahnmal“, ist Klemens Wihidal weiter ein „Denkmal, genauer, er pendelt zwischen Mahnmal und Denkmal … Was ein Mahnmal auf dem KL wäre, wurde bereits geschrieben.
PS In der Rathauskorrespondenz vom 11. Juni 2026 ist bezüglich des finanzielllen Aufwandes zu lesen:
Die Gesamtkosten des Projekts „Schieflage (Karl Lueger 3,5°)“ belaufen sich im Zeitraum 2022 bis 2026 auf rund 776.000 Euro.
Es darf angenommen, in dieser Summe von 776.000 Euro sind nicht enthalten die wohl auch stattlichen Kosten für den „demokratischen Prozeß“ und die
einhunderttausend Euro für den für eine kurze Zeit auf dem KL gelagerten Bretterverhau. Vielleicht aber kommt es noch zu einer Offenlegung der Steuergeldgesamtkostenabrechnung für das auf dem KL, was jetzt mit einem aus dem Parlament eben erst bekanntgewordenen Spruch, der es noch zu einem geflügelten Wort bringen könnte, deren Saldo: Danke für Nichts.
Ein menschgemäßes Nichts gibt es nicht, menschgemäß entsteht aus allem Menschengemachten etwas, bloß für Martin Heidegger gibt es ein Nichts, das nichtet, wenn aber wer etwas nichtet, dann ist es der Mensch, in dessen Bilanz als Saldo wie in diesem Fall wieder einmal ausgewiesen werden kann:




































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