Die längst überfällige Auflösung

Am 24. August 1949 tritt der sogenannte Nordatlantikvertrag in Kraft.

Die vertragschließenden Staaten bestätigen ihren Glauben an die Ziele und Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen und ihren Wunsch, mit allen Völkern und mit allen Regierungen in Frieden zu leben. Sie sind entschlossen, die Freiheit, das gemeinsame Kulturerbe ihrer Völker, gegründet auf die Prinzipien der Demokratie, auf die Freiheit des einzelnen und die Grundsätze des Rechts, sicherzustellen. Sie sind bestrebt, die Stabilität und Wohlfahrt im nordatlantischen Gebiet zu fördern. Sie sind entschlossen, ihre Bemühungen um eine gemeinsame Verteidigung und um die Erhaltung von Frieden und Sicherheit zu vereinigen. Daher sind sie übereingekommen, diesen Nordatlantikpakt zu schließen.

Diesen Vertrag mit der oben zitierten Präambel unterschrieb auch eine Diktatur. Portugal. So verstieß die Nato bereits bei ihrer Gründung ihre „Prinzipien der Demokratie, […] die Freiheit des einzelnen und die Grundsätze des Rechts“. So beseelt von den „Prinzipien der Demokratie“ konnte es nicht ausbleiben, daß aus einem Mitgliedsland eine Diktatur wurde. Griechenland. Von 1967 bis 1974. Und weil es eine Militärdiktatur war, konnte ein Militärbündnis wie die Nato nicht gegen eine Militärdiktatur sein, die im Verständnis eines Militärbündnisses ja eine Demokratie — Griechenland trat 1974 selbst für eine Weile aus der Nato aus, aber nach dem Zusammenbruch, nach dem Ende der rechtsextremistischen und nationalistischen Militärdiktatur …

Artikel 6. Als ein bewaffneter Angriff auf einen oder mehrere der vertragschließenden Staaten im Sinne des Artikels 5 gilt ein bewaffneter Angriff auf das Gebiet irgendeines dieser Staaten in Europa oder Nordamerika, auf die algerischen Departements Frankreichs, auf die Besatzungen, die irgendein Vertragsstaat in Europa unterhält, auf die der Gebietshoheit eines Vertragsstaates unterliegenden Inseln im nordatlantischen Gebiet nördlich des Wendekreises des Krebses oder auf die Schiffe und Flugzeuge irgendeines Vertragsstaates innerhalb dieses Gebietes.

Erst nach der erkämpften Unabhängigkeit Algeriens wurde 1963 aus dem Artikel 6 „auf die algerischen Departements Frankreichs“ gestrichen. So war die Nato von ihrer Gründung an, auch ein Bewahrungsbündnis von brutalstem Kolonialismus. Der französische Kolonialismus in Algerien war einer der rohesten. Nur vier Jahre nach dem „Massaker von Sétif“ schließen sich Staaten zusammen, auch dafür, gegenseitigen Beistand zu leisten zur Verteidigung des Kolonialismus.

Es war am 8. Mai 1945 als Menschen in Sétif für „Gleichheit, Unabhängigkeit“ demonstrierten, am gleichen Tag also, an dem in Europa Menschen ihre wiedererlangte Unabhängigkeit, das Ende des Krieges, die Niederschlagung einer Diktatur feierten.

Es folgte durch den französischen Staat die äußerst blutige Niederschlagung des Rechts auf Unabhängigkeit der Menschen in Algerien mit Tausenden von Toten, die Demütigung von Menschen durch die französische Armee:

L’armée organise des cérémonies de soumission où tous les hommes doivent se prosterner devant le drapeau français et répéter en choeur : « Nous sommes des chiens et Ferhat Abbas est un chien ». Certains, après ces cérémonies, étaient embarqués et assassinés. [4]

Männer mußten sich also vor der französischen Flagge niederwerfen und im Chor wiederholen: „Wir sind Hunde […]“ und danach wurden auch welche von ihnen ermordet. Von 1954 bis 1962 dann der „Algerienkrieg“. Vom Nato-Gründungsmitglied Frankreich mit äußerster Brutalität geführt. Eine achtjährige Barbarei dafür, Menschen ihre Freiheit, ihre Unabhängigkeit, ihre Rechte zu verweigern, die Prinzipien also, die auch Frankreich mit seiner Unterzeichnung des Nato-Vertrags … Und was tat die Nato in diesen acht Jahren, was taten die Mitgliedstaaten der Nato in diesen acht Jahren für die „Erhaltung des Friedens und der Sicherheit“, zu der sie sich vertraglich verpflichteten — Sie, die Nato, ließ Frankreich gewähren, sie, die Mitgliedsstaaten der Nato ließen Frankreich gewähren, wohl in der Hoffnung, Frankreich werde in Algerien einen barbarischen Sieg erringen, damit den Kolonialismus für alle bewahren.

Für die „Erhaltung des Friedens und der Sicherheit“ wurde also 1949 die Nato gegründet. Wie viele Kriege folgten darauf? Sogenannte „Stellvertreterkriege“, von Korea bis —

Die Nato, ein Bündnis für nichts. Gegründet nur für die Eindämmung des Einflusses von der Sowjetunion und des Kommunismus. „Containment-Politik“ und „Roll-Back-Politik“ sind die damit einhergehenden Begriffe, die Präambel zu diesem Vertrag die Maske. Es ging einzig um die Ausbreitung des Kapitalismus und die Aufrechterhaltung des Kolonialismus, um das Zurückdrängen von Kommunismus

Die Nato war die Henne, und das Ei der Warschauer Pakt, der mit dem 14. Mai 1955 in Kraft trat. Könnte gesagt werden, um die Frage zu klären, ob zuerst das Ei und dann die Henne oder zuerst die Henne und dann das Ei. In der zeitlichen Abfolge der Gründungen könnte das so gesagt werden. Aber. Es sind zwei Eier. Zuerst wurde das Ei Nato und dann das Ei Warschauer Pakt gelegt – wenn auch in einem zeitlichen Abstand von sechs Jahren gelegt, sind es doch Zwillingseier, verwechselbar in ihren Vertragsausschmückungen.

Die Vertragschließenden Seiten haben beschlossen, Unter erneuter Bekundung ihres Strebens nach Schaffung eines auf der Teilnahme aller europäischen Staaten, unabhängig von ihrer gesellschaftlichen und staatlichen Ordnung, beruhenden Systems der kollektiven Sicherheit in Europa, das es ermöglichen würde, ihre Anstrengungen im Interesse der Sicherung des Friedens in Europa zu vereinigen, Unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Lage, die in Europa durch die Ratifizierung der Pariser Verträge entstanden ist, welche die Bildung neuer militärischer Gruppierungen in Gestalt der „Westeuropäischen Union“ unter Teilnahme eines remilitarisierten Westdeutschlands und dessen Einbeziehung in den Nordatlantikblock vorsehen, wodurch sich die Gefahr eines neuen Krieges erhöht und eine Bedrohung der nationalen Sicherheit der friedliebenden Staaten entsteht, In der Überzeugung, daß unter diesen Bedingungen die friedliebenden Staaten Europas zur Gewährleistung ihrer Sicherheit und im Interesse der Aufrechterhaltung des Friedens in Europa notwendige Maßnahmen ergreifen müssen, Geleitet von den Zielen und Grundsätzen der Satzung der Organisation der Vereinten Nationen […]

Der „Warschauer Pakt“ löste sich 1991 auf. Die Nato aber nicht. Obgleich es für die Nato sogar ein vertragliches Ablaufdatum gibt, eine Haltbarkeitsangabe von zwanzig Jahren, das heißt, 1969 hätte das Ei Nato schon entsorgt werden können. Das Ablaufdatum für das Ei Nato also um mehr als fünf Jahrzehnte überschritten. Und immer noch will es nicht entsorgt werden. Sogar im Gegenteil, es wollen nun noch weitere Staaten das stinkende Ei … was für einen Gestank abgelaufene Eier und erst recht so lange schon abgelaufene Eier verursachen, ist jedem Menschen nur zu gut bekannt, der es einmal verabsäumt hat, diese aus seiner Wohnung —

Was alles in diesen dreiundsiebzig Jahren, seit dem Legen des ersten Eis, was alles in diesen siebenundsechzig Jahren, seit dem Legen des zweiten Eis, erreicht hätte werden können, nach den „Prinzipien“, mit denen die zwei Zwillingsvertragseier so lieblich bemalt wurden, wären die an das Militär verschwendeten, den Menschen entwendeten Ressourcen anders, also sinnvoll, also friedensfördernd, also demokratieförderd, also verständigungsfördernd, also begegnungsfördernd, also erdenschutzfördernd verwendet worden, all die Billionen … das muß nicht wiederholt werden, aber darauf ist immer wieder hinzuweisen, auf diese Kapitalverbrechen —

„Z“

Der Buchstabe „Z“ ist in den letzten Monaten zum berüchtigsten Buchstaben aufgestiegen. Zu einem Buchstaben von der Schwere eines Buches, so deutungsreich wie beispielsweise die Bibel; so viele fühlen sich berufen, „Z“ zu interpretieren. Als was wird „Z“ nicht schon alles gedeutet, auch das „Hakenkreuz“ etwa wollen nicht wenige im „Z“ bereits erkennen.

Das „Hakenkreuz“, das sonst, etwa in Österreich, nicht erkannt wird, wenn es tatsächlich ein Hakenkreuz ist.

Und in Deutschland beispielsweise soll es nicht beim Deuten allein bleiben, es werden Handlungen gefordert, also das strafrechtliche Verfolgen von Menschen, die den Buchstaben „Z“ zeigen, die Plakate, Wände mit dem Buchstaben „Z“ beschmieren, „Z“ auf Plattformen telegrammieren, mit dem „Z“ auf Transparenten und Shirts auf die Straße zum Demonstrieren gehen, gar ein gesetzliches Verbot gefordert.

Jedes verbotene Symbol hat, einfach wie kurz gesagt, zumeist nicht nur eine Bedeutung, die durch eine Reflexverbotsgesetzgebung mit verboten werden, und so rasch ein Symbol verboten ist, so rasch ist ein neues Symbol von jenen gefunden, die jedwedes Symbol, jedweden Buchstaben, jedwedes Zeichen für ihre abgründige Gesinnung zu mißbrauchen gewillt sind —

„Z“ hat, auch „Z“ hat mannigfache harmlose Bedeutungen, findet mannigfache harmlose Verwendung. Ein berühmtes „Z“ ist dreiundfünfzig Jahre alt. Ein „Z“ als Titel eines Films. Eines Films über die Aufklärung des Mordes an einem Politiker, der kurz vor seiner Ermordung eine Rede hält für Abrüstung, gegen den Krieg, gegen die Nato, auf die in einem weiteren Kapitel einzugehen sein wird, der eine Rede hält für ein friedliches Miteinander.

Ein „Z“ als Symbol, das besagt: „Er lebt“. „Er“, der Wille“, „lebt, der Wille zur Ablehnung jedweder Diktaturen, der Wille für den Einsatz für Demokratie. Dieses über fünfzig Jahre alte „Z“ soll Verbreitung finden, vor allem in Rußland, dieses „Z“ soll das putinsche „Z“ übermalen, ersetzen, auslöschen.

„Für die Helden von heute“ – Hurra!“

Ein Putin-Verehrer, eine Putin-Anhängerin wird die nun seit einigen Wochen laufende Fernsehwerbung des Unternehmens „Mediamarkt“ nicht mehr mit Falco in Verbindung bringen, sondern mit dem russischen Militär, die mit einem dreifachen „Hurra!“ auf seines Führers einfaches „Hurra!“ antworten, wie beispielsweise am 9. Mai 2022 anläßlich der Parade zum „Tag des Sieges“, und sich daran wohl erfreuen, fern von Moskau von „Helden“ und Hurra!“ —

Selbstverständlich hat diese seine Fernsehreklame nichts mit einer Werbung für den Krieg zu tun. Es ist bloße Werbung, aus den Untiefen der letzten Jahrhunderte. Eine Aktion dieses Unternehmens dazu lief bis zum 22. Mai 2022 unter dem Slogan „klick klick Hurra!“. Das ist keine Putin-Parole, aber auch keine Parole zum einundzwanzigsten Jahrhundert passend.

Mit dem Militär, mit Kaiser und Reich jedoch hat es zu tun, mit dem neunzehnten Jahrhundert – „Hipp, hipp, hurra!“ … „Der Kaisermarsch“, Text und Musik von Georg Kunoth, 1892. Und gar einfallsreich wurde es schon kurz darauf einmal umgedichtet auf „Ball-Heil-Hurra! Borussia!“. Das war 1934.

Helden von Heute

Kunden, Mitarbeiter & Produkte – unsere Helden!

„Wir haben den Fuß am Gas, die Mode fest im Griff, uns entgeht kein letzter Schrei, unser Outfit hat den letzten Schliff, …“ – so singt Falco in seinem Song aus dem Jahr 1998. Auch heute fangen diese Zeilen den aktuellen Zeitgeist perfekt ein und beschreiben genau, wofür unsere trendbewussten Kunden stehen. MediaMarkt: Der Platz für die Helden von Heute!

„Kunden, Mitarbeiter & Produkte“ sind also des Unternehmens Mediamarkt „Helden“ – Geräte sind Menschen, Menschen sind Geräte, und alle Geräte sind männlich. So fängt das Unternehmen Mediamarkt „den aktuellen Zeitgeist perfekt ein“, mit einem „Song“ aus dem letzten Jahrhundert:

„Wir haben den Fuß am Gas …“

… und das Raumklima im Nobel-Hobel fest im Griff mit ’nem Tannenduftbaum

Orbáns Division

Lieber Viktor!

Das ist für Österreich nicht nur ein Bekenntnis zur Freundschaft, sondern es ist auch ein Bekenntnis zu den guten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern.

So am 28. Juli ´22 Karl Nehammer zu Viktor Orbán. Dann spricht der österreichische christgrünschwarze Bundeskanzler gleich über Nationalsozialismus, Rassismus und gar Antisemitismus, was er mit dem ungarischen Ministerpräsidenten alles in Freundschaft, Offenheit und Klarheit aufgelöst

Unmittelbar nach Auflösung in aller Freundschaft, Offenheit und Klarheit von Nationalsozialismus, Rassismus und gar Antisemitismus, im unmittelbaren Anschluß daran spricht der österreichische Bundeskanzler von den für Österreich ganz wichtigen geostrategischen Partnern:

Ungarn ist für uns ein ganz wichtiger geostrategischer Partner, wenn es um die Frage der Sicherheit geht. Ungarn grenzt unmittelbar an die Ukraine an. Es wird in der Ukraine Krieg geführt. Ungarn war sehr rasch eines der Länder, das auch massiv belastet war, gleich durch die ersten Fluchtbewegungen, genauso wie unser Nachbarland die Slowakei oder auch Polen. Österreich hat von Vornherein darauf geachtet, daß wir in guter Zusammenarbeit hier zueinander stehen und einander helfen. Ich darf das als österreichischer Bundeskanzler sagen, ich bin sehr beeindruckt von der Solidarität und Hilfsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher. Wir haben mittlerweile mehr als 80 Tausend Ukrainerinnen und Ukrainer und ihre Kinder aufgenommen, sie versorgt und auch dafür gesorgt, daß die Kinder am Schulunterricht teilhaben können. Das ist nur deshalb möglich, weil die Menschen in Österreich und die Zivilgesellschaft zusammengeholfen haben.

Was aber dazukommt, Ungarn für uns ein noch wichtigerer Partner in dieser Frage ist, Österreich ist, so wie Ungarn auch, massiv von einer Welle irregulärer Migration betroffen. Mit dem Unterschied, daß die Welle in Ungarn aufschlägt, aber sich dann weiter ausstreckt, zum Teil eben auch in Österreich dann zum Erliegen kommt, was heißt, daß wir mittlerweile 31 Tausend Asylanträge haben, und wir sind nur bei der Hälfte des Jahres. Das heißt, 80 Tausend Ukrainerinnen und Ukrainer, 31 Tausend Asylanträge von Menschen aus Afghanistan, Syrien, Irak, Pakistan, Indien, Bangladesh. Das sind die Herausforderungen, mit denen Österreich tatsächlich jetzt, neben der Energiekrise, neben der Inflation, neben der Teuerung, neben der Pandemie, auch zu kämpfen hat.

In so einer Zeit braucht es Partnerschaft und auch Freundschaft, wenn es darum geht, diese Probleme zu lösen. Wir kooperieren schon seit längerem in polizeilichen Fragen. Das Innenministerium führt mit dem ungarischen Innenministerium, sprich mit der Polizei, gemeinsame Streifen durch an der österreichisch-ungarischen Grenze, genauso aber auch sind 50 Polizistinnen und Polizisten eingesetzt an der ungarischen-serbischen Grenze, um hier die ungarische Polizei zu unterstützen.

Aber wir beide sehen und wissen und spüren, daß das nicht genug ist. Und auch da brauchen wir gemeinsam einen weiteren wichtigen geostrategischen Partner, und das ist Serbien. Deswegen nehme ich den Vorschlag des ungarischen Premierministers sehr gerne an, daß wir gemeinsam eine Konferenz machen, zwischen Ungarn, Serbien und Österreich, um genau diese Frage, nämlich der Eindämmung der irregulären Migration, beginnend schon am Westbalkan über Serbien, Montenegro, Nordmazedonien, all diese Fluchtrouten identifizierend, daß wir hier Lösungen finden, um den Druck vor allem auch schon zu beginnen von der ungarischen Grenze wegzunehmen, aber natürlich auch von der serbischen Grenze.

Große Herausforderungen, aber mit der Entschlossenheit, der Klarheit und der Ehrlichkeit zueinander bin ich zuversichtlich, daß Österreich und Ungarn gemeinsam diese Herausforderungen gut bewältigen werden.

Viktor Orbán dividiert für seine „Schlacht“ auseinander, was nach seiner Gesinnung nicht zusammengehört, und stellt dafür seine Division auf. Eine Aufnahme der „Armee von George Soros“ wird von ihm gesinnungsgemäß abgelehnt, denn, die „Sorrosschen Truppen“ sind zu bekämpfen.

Wer aber zu seiner Division zugehörig, läßt Rekommandeur Orbán als Oberbefehlshaberstratege der Eindämmung der gesamten „Überflutung“ seinen Deichkommandeur, befohlen zur Eindämmung der „Wellen“, rapportieren. Deichkommandeur Nehammer sieht und weiß und spürt, wie er immer, schaut er in die Augen der Schlachtmeister, viel und tief spürt, moderne Zeiten fordern moderne Wörter. Deshalb spricht er in seinem Rapport an seinen Rekommandeur nicht von „Kameraden“, sondern von „Partnern“. Und er ist dabei seiner Sprachbodenheimat tief verhaftet, er spricht also nicht von „Playern“, wie sein Vorvorgänger.

Er nennt die „ganz wichtigen Partner“, unmittelbar im Anschluß an seine Ausführung von Verantwortung in bezug auf Rassismus und gar Antisemitismus, zuerst, wie es sich für einen Rapportierenden geziemt, Ungarn, und dann Serbien

Ungarn – Serbien – Österreich werden, so der rapportierende Deichkommandeur, „Lösungen finden“, „Herausforderungen gut bewältigen“.

Das kann Deichkommandeur „zuversichtlich“ sein lassen, hat doch in diesem Juli `22 Serbien mit seinem schwarzgewandeten Innenminister eindrücklich wieder einmal bewiesen, wie „Lösungen“ auszusehen haben, wie zu „bewältigen“ ist —

„Die Bilder der serbischen Polizeieinsätze vom 14. Juli im Grenzgebiet zu Ungarn wecken Erinnerungen an schreckliche Zeiten und Geschehnisse“, heißt es in einer Stellungnahme der Wiener NGO „SOS Balkanroute“ zu verstörenden Fotos, die das serbische Innenministerium aussandte. „Hunderte Männer mussten – wie auf den Fotos zu sehen ist – auf Befehl die Arme über den Kopf halten, gebeugt gehen und schlussendlich vor dem serbischen Innenminister Aleksandar Vulin, der den Einsatz in einer schwarzen Uniform begleitete, auch noch knien“, werden die verstörenden Szenen an der Grenze zwischen Serbien und Ungarn beschrieben.

„Serbien ist kein Parkplatz für Abschaum aus Asien“. Diese höchst umstrittene Aussage tätigte anlässlich der Polizeiaktion Innenminister Aleksandar Vulin vor versammelten Medienleuten. Serbien werde nicht zulassen, dass seine Lebensweise durch Kriminelle gefährdet werde, die mit dem Leid und der Armut von Menschen Geschäfte machten, ließ er wissen. 

„Mit solchen rassistischen Aussagen rechtfertigt also Innenminister Vulin das skandalöse Vorgehen seiner Einheiten. Dabei ist Vulin, der erst Anfang Juni von seinem Amtskollegen Gerhard Karner in Wien empfangen wurde, am Balkan als extremer Nationalist, Verfechter eines ‚Groß-Serbien‘ und auch für das notorische Leugnen des Völkermords in Srebrenica 1995 bekannt“, kritisiert „SOS Balkanroute“ die Aussage Vulins, aber auch den österreichischen Innenminister scharf. „Karner und Vulin haben gemeinsam im Juni eine Pressekonferenz in Wien abgehalten und ihre ‚enge Zusammenarbeit‘ im Kampf gegen ‚illegale Migration‘ hervorgehoben.

Nowadays, Austria and Hungary are two countries recombined by one language

Die Rede von Viktor Orbán vom 23. Juli ´22 gibt auch darüber tiefe Einblicke, weshalb „wir immer gern kommen“, weshalb „ein Ungar sich in Wien immer zuhause fühlt“, wie er in seiner „Erklärung nach dem Treffen mit dem österreichischen Bundeskanzler“ am 28. Juli ´22 Karl Nehammer schmeichelt.

Beide Reden sind auf der ungarischen Regierungsseite gleichrangig auf ein und derselben Seite zur Lektüre und zur Weiterverbreitung zur Verfügung gestellt, und es sind keine Wetten darauf abzuschließen, welche von den beiden Reden massive Verbreitung finden wird; es wird die vom 23. Juli 22 sein, aufgrund ihrer Klarheit, Offenheit und Nichtverklauselierung

Es ist die Sprache, die heutzutage Österreich und Ungarn wieder verbindet, zwei Länder zwar, aber vereint durch eine Sprache. So ist es allzu verständlich, daß Orbáns immer gern kommen, sich in Wien immer zuhause fühlen, sie müssen nichts übersetzen, sie können darauf vertrauen, ohne Übersetzung verstanden zu werden, wie sie auch darauf vertrauen können, ohne Übersetzung zu verstehen,

wenn sie beispielsweise von Oswald Spengler und seinem „Untergang des Abendlandes“ reden,

wenn sie von „Bevölkerungsaustausch“ reden,

wenn sie von „Überflutung“ reden,

Es sind die Zeiten der Überflutung Europas mit Migrantenmassen endgül­tig vorbei, wir brauchen keine neuen Wege der Migration! Das brauchen wir nicht! Wir brauchen mehr Schutz für unsere Bürger! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)

beispielsweise im österreichischen Parlament, dann verstehen sie jedes Wort,

wenn sie „Das Heerlager der Heiligen“ nicht mehr zum Lesen empfehlen müssen, weil es hier in Wien, Österreich längst schon empfohlen, gelesen, sie sich so recht gleich gesinnungsreich darüber austauschen können,

wenn sie von jenen reden, „die in der Lage sind, sich selbst biologisch zu erhalten“, sie wissen, daß sie nicht nur ohne Übersetzung verstanden, sondern

„Die Geschichte habe gezeigt, daß nur diejenigen Nationen überleben können, die sich biologisch selbst erhalten können.“ „Was diejenigen anlangt, die faul und ungewaschen in der Hängematte des Sozialstaates dösen, so betont Orbán, er werde von der bisherigen Beschäftigungspolitikk nicht abrücken.“

auch zitiert werden,

wenn sie von „Sorrosschen Truppen“ reden,

wenn sie von der „Armee des George Soros“ reden,

wenn sie von „Gender“ reden,

wenn sie von „Migration“ reden,

wenn sie von der „großen historischen Schlacht, die wir ausfechten, Demografie, Migration, Gender“ reden,

wenn sie von „Visegráder“ reden,

wenn sie ebenso voller Vertrauen von Donald Trump reden,

wenn sie vom „armen Salvini“ reden,

darum wissen sie, weshalb sie sich immer zuhause fühlen, in Wien, Österreich —

Nicht aber die Sprache allein verbindet sie, sondern insgesamt das „bildungsbürgerliche“ Milieu, in dem etwa die Literatur generell einen recht, recht großen Platz einnimmt. Sie können zitieren und lernen von beispielsweise Hölderlin, den auch Orbáns, das darf mit Gewißheit angenommen werden, zitieren können, diesmal aber hat ein Orbán seine Liebe zur Literatur mit Ferenc Molnár in Baile Tusnad (Tusnádfürdő) gestanden, von ihm gelernt zu haben.

Ich öffne eine Klammer, um auch über die europäischen Werte sprechen zu können. Da ist z.B. der neueste Vorschlag der Kommission der Europäischen Union, der sagt, jeder müsse obligatorisch seinen Gasverbrauch um 15% senken. Ich sehe nicht, wie sie das erzwingen wollen, obwohl es dafür ein deutsches Know-how von früher gibt, so meine ich das, und hinzu kommt noch, wenn auch dies zu keinem Ergebnis führen sollte und jemand nicht genug Gas hat, dann nimmt man es von denen weg, die es haben. Also die Europäische Kommission handelt nicht so, dass sie die Deutschen auffordern würden, ihre letzten zwei-drei noch arbeitenden Atomkraftwerke nicht zu schließen, da diese billige Energie produzieren würden, sondern lässt zu, dass diese geschlossen werden, und wenn die Energie ausgeht, werden sie von uns, die sie haben, weil wir sie angespeichert haben, werden sie von uns das Gas mit irgendeiner Methode wegnehmen. Ungarisch nennt man das „Einstand“ (im Ung. ‘das Eigentum des Schwächeren durch drohenden Auftritt wegnehmen‘), wie wir das aus dem Roman „Die Jungen von der Paulstraße“ von Ferenc Molnár gelernt haben, darauf können wir uns vorbereiten.

So sehr ist Wien Budapest und Budapest Wien, daß auf „Die Jungen von der Paulstraße von Ferenc Molnár“ in Österreich einem Orbán sofort mit dem Bewunderungsausruf „Liliom!“ —

Ferenc Molnár, so heimisch in Wien, daß sein, als wäre er aus Wien gebürtig, Name eingeheimischt: Franz Molnar. Liliom, in Budapest ein Rekommandeur im Stadtwäldchen, Liliom, in Wien ein Ausrufer, ein Anpreiser im Wiener Prater. Liliom, eine Paraderolle für jeden Schauspieler in Österreich, der sich – wenn sonst nur berühmt für seinen Bubengrußspruch – zu den Großen zählen will, vom Burgtheater bis zu den Salzburger …

Jeder hat schon einmal eine Schießbude im Stadtwäldchen [Wiener Prater] gesehen. Erinnern Sie sich daran, wie kindisch, wie komisch alle Figuren dargestellt sind? Arme, schlechte Schildermaler malen diese Figuren so, wie sie sich das Leben vorstellen. Ich wollte das Stück auch in solcher Weise schreiben. Mit den Gedanken eines armen Schaukelgesellen im Stadtwäldchen, mit seiner Phantasie und seiner Ungehobeltheit.

Die gemalten Schilder, die ihm aufgefallen sind, haben also Ferenc Molnár darauf gebracht, wie es einem Programmheft des Burgtheaters zu entnehmen ist, ein „Stück auch in solcher Weise schreiben“ zu wollen. Seit damals, als es die „armen, schlechten Schildermaler“ zuhauf noch gab, hat sich doch eines geändert, die „Figuren“ malen sich jetzt selber, aber wie „kindisch, komisch alle Figuren“ sich darstellen, das wird so wie damals nicht, das will so damals nicht —

Viktor Orbán erklärt Karl Nehammer das „Gemischtrassige“: „immer nach einem kulturellen Konzept zu interpretieren“

Auf der Staatswebsite Ungarns sind, ist am 31. Juli 2022 zu lesen, die Reden Viktor Orbáns in zeitlicher Reihenfolge auf ein und derselben Seite aufgeführt, zuerst die Rede über das „Gemischtrassige“ und über „ein deutsches Gas-Know-how von früher“, darauf die Rede, mit der Viktor Orbán dem österreichischen Bundeskanzler öffentlich erklärt, das „immer nach einem kulturellen Konzept zu interpretieren“

Ehe aber Viktor Orbán Karl Nehammer das „Interpretieren“ erklären kann, ist noch auf einem roten Teppich beim Abhören militärischer Blasmusik zu marschieren. Das aber ist schnell erledigt. Denn es ist ein recht kurzer Weg vom Deserteursdenkmal bis zum Bundeskanzleramtstor.

In „aller Freundschaft, Offenheit und Klarheit“ wird nach diesem kurzen Marsch Karl Nehammer erklärt, er, Viktor Orbán, gehe „immer nach einem kulturellen Konzept“ vor.

So wissend, was denn ein „kulturelles Konzept“ sei, steht am 28. Juli ´22 Karl Nehammer neben Viktor Orbán, daß er, der ungarische Ministerpräsident, sein „kulturelles Konzept“ nicht erläutern muß, zumal er in seiner Rede, auch in seiner Rede vom 23. Juli ´22 in aller „Freundschaft, Offenheit und Klarheit“ auf sein „kulturelles Konzept“ ausführlich eingeht, er am 28. Juli annehmen darf, Karl Nehammer kenne sein „kulturelles Konzept“.

[Der Rede in Tusnádfürdő (Baile Tusnad) scheint Viktor Orbán wohl wegen ihrer Klarheit seines „kulturellen Konzepts“ den größten Wert beizumessen, ist doch auf der ungarischen Staatswebsite diese mit einem Bild von seinem Auftritt gekrönt, während ein Foto aus Wien mit dem ihn doch erst in allem zu unterrichtenden österreichischen Bundeskanzler als nicht der Rede wert –]

Sollte das „kulturelle Konzept“ dem österreichischen Bundeskanzler doch nicht umfassend geläufig sein, so hat Karl Nehammer die Gelegenheit, so transparent ist die ungarische Regierung des Viktor Orbán, das „kulturelle Konzept“ nachzulesen, wie es Viktor Orbán in seiner Rede vom 23. Juli wieder einmal deutlich vorgestellt, und so hilfsbereit ist die ungarische Regierung, es ist leicht zu finden, gleich auf derselben Seite unter der „Erklärung von Viktor Orbán nach seinem Treffen mit dem österreichischen Bundeskanzler Karl Nehammer“

Viktor Orbán antwortet am 28. Juli ´22 in Wien Karl Nehammer mit seiner Rede vom 23. Juli ´22 in Bálványos (Quelle der zitierten Rede: „Cabinet Office of the Prime Minister“, 30. Juli 2022)

Am 28. Juli 2022 wird in Wien, Österreich, Viktor Orbán mit dem höchsten Ehren, die gesinnungsgemäß militärische sind, empfangen, von einem österreichischen Bundeskanzler, der einer christschwarzgrünen Bundesregierung vorsteht. Auf dem roten Teppich schreitet Karl Nehammer Seite an Seite mit Viktor Orbán. Und es schreiten noch welche mit, so jedenfalls können sie es empfinden, daß auch für sie die christschwarzgrüne Bundesregierung den roten Teppich ausrollt, daß auch ihnen die höchsten Ehren, die gesinnungsgemäß militärische sind, zuteil werden. Sie aber sind nicht zu sehen. Zu sehen ist bloß der Körper von Viktor Orbán. In seinem Körper aber haben sie mehr als genügend Platz. Der Körper von Viktor Orbán ist ihr Transporter, von dem aus sie bequem die höchsten Ehren, die gesinnungsgemäß militärische sind, die ihnen die österreichische christschwarzgrüne Bundesregierung je zuteil werden lassen kann, empfangen können. Im Körper von Viktor Orbán steckend beim durch den christschwarzgrünen Bundeskanzler geleiteten höchsten Staatsempfang mit dabei: Anders Breivik, Andreas Mölzer, Brenton Tarrant

Am 23. Juli 2022 spricht Viktor Orbán in Baile Tusnad, von der „Rasse“. Es ist nur sein Mund zu sehen. Es sprechen noch welche mit, so jedenfalls können sie es empfinden, daß auch ihre Münder sprechen, ihre Münder vereint zu dem einem Mund von Viktor Orbàn: Tarrant Brenton, Mölzer Andreas, Breivik Anders —

„Rasse“, ein Wort, das die österreichische Bundesverfassung zur schönsten, zur elegantesten Verfassung eines Landes macht, wohl wert, zehntausendfaches Echo im österreichischen Gesetzeswerk —

Am 28. Juli 2022 findet Karl Nehammer, Vorstehender der christgrünschwarzen Bundesregierung, in Wien die rechten Worte darauf, die er Viktor Orbán in sein dreifaltiges Mundgesicht sagt, in einer Pressekonferenz, in der „zwei Fragen“ von Journalistinnen zugelassen, Journalisten zwei Fragen zu stellen großzügig erlaubt:

Lieber Viktor!

Jetzt habe ich viel über Freundschaft gesprochen. Freundschaft heißt aber auch, daß man Ehrlichkeit untereinander walten läßt, also die Kraft und die Fähigkeit hat, über die Unterschiede oder unterschiedliche Auffassungen auch auf Augenhöhe und in Wertschätzung, aber trotzdem in aller Klarheit zu sprechen. Und auf der anderen Seite natürlich auch über die letzten Vorkommnisse, die Ihnen allen bekannt sind, aus der Rede des Premierministers, wo es mir wichtig war, die österreichische Position klarzustellen, mir wichtig war, daß wir in Österreich jede Form von Verharmlosung oder Relativierung, von Rassismus oder gar Antisemitismus auf das Schärfste zurückweisen, verurteilen. Warum? Weil Österreich hier eine besondere Verantwortung hat aufgrund seiner eigenen Geschichte. Sie wissen, es war für uns ein langer Weg, als Österreich zu erkennen, welche Verantwortung wir tragen, auch in dem Bekenntnis, daß wir Teil dieses verbrecherischen Systems des Nationalsozialismus waren. Und daher sind die Fragen für uns besonders sensibel. Und gleichzeitig aber auch, sage ich hier, haben wir es in aller Freundschaft, Offenheit und Klarheit auch aufgelöst.

In aller Freundschaft, Offenheit und Klarheit antwortet Viktor Orbán direkt ins das einfaltige Mundgesicht von Karl Nehammer:

Es gibt hier eine ideologische Finte, über die es sich in so einer multiethnischen Umwelt zu sprechen und auch auf sie zu achten lohnt. Die internationalistische Linke benutzt eine Finte, eine ideologische List, jene Behauptung, in Europa würden an sich schon gemischtrassige Völker leben. Das ist ein historisches und semantisches Blendwerk, denn es werden verschiedene Dinge miteinander vermischt, denn es gibt die Welt, in der sich die europäischen Völker mit den von außerhalb Europas Kommenden vermischen. Na, das ist die gemischtrassige Welt. Und es gibt uns, wo sich die innerhalb Europas lebenden Völker vermischen, sich bewegen, arbeiten und umziehen. Deshalb sind z.B. wir im Karpatenbecken nicht gemischtrassig, sondern ganz einfach das Gemisch der in ihrem eigenen europäischen Zuhause lebenden Völker. Und wenn die Konstellation der Sterne eine glückliche ist und der Wind günstig weht, dann verschmelzen sich diese Völker auch in so einer hungaro-pannonischen Soße und erschaffen eine eigentümlich neue europäische Kultur. Dafür haben wir immer gekämpft, wir sind bereit, uns miteinander zu vermischen, aber wir wollen nicht gemischtrassig werden.

So ausführlich spricht der vierfaltige Mund von Viktor Orbán nicht zu Karl Nehammer. Er muß in Wien das alles nicht wiederholen, zumal seine gesamte „Rassenrede“ auf der offiziellen ungarischen Website nachgelesen werden kann: „Cabinet Office of the Prime Minister“.

Eine Rede, die nicht nur heute, am 30. Juli 2022, auf dieser Website zu lesen ist, sondern eine, so mächtig stolz wird er auf diese sein, noch lange, lange staatliche Verbreitung finden wird. So genügt es Viktor Orbán in Wien vollauf, lediglich von „Kultur“ statt von „Rasse“ zu sprechen, genauso wie beispielsweise Andreas Mölzer irgendwann nicht mehr von „Umvolkung“ sprach, sondern von „Ethnomorphose“ —

Für Rassismus, für Geschichte, für intellektuelle Fragen ist auch Zeit übriggeblieben. Als Zusammenfassung der Gespräche: daß wir eine positive Antwort bekommen haben. Ich kann vor Freude den Bürgern Ungarns verkünden, daß wir auf Österreich auch in den kommenden Jahren zählen können. Und wir können auf die Zusammenarbeit mit Österreich zählen. Und natürlich ist die Lage andersrum ebenfalls so. Ich habe mich auch davon überzeugt, daß in den wichtigsten Fragen, also Antisemitismus und Rassismus, das einfach vollständig ist, was der österreichische Bundeskanzler denkt, das denke ich auch. Und noch dazu denkt das Ungarn nicht nur, sondern ist auch stolz auf seine Leistung. Ungarn hat fantastische Ergebnisse erzielt hinsichtlich der Bekämpfung von Antisemitismus und Rassismus. Und unsere Regierung war diesbezüglich ganz besonders ein Spitzenreiter. Deshalb habe ich Herrn Bundeskanzler gebeten, wenn sensible, historische oder geistige intellektuelle Fragen zutage gefördert werden sollten und Zweifel bestehen, dann sollte stets gemäß einem kulturellen Konzept das analysiert werden, was aus Ungarn kommt. Eine biologische Betrachtungsweise ist bei keiner politischen Frage möglich in Ungarn. Was möglich ist, das ist die Betrachtungsweise gemäß einer kulturellen Grundlage. Ich möchte nicht herumfuxen, ich weise nicht hin, ich rede nicht drumrum, ich habe eine sehr deutliche Stellung. Ich definiere mich als Politiker gegen die Einwanderung. Ich möchte nicht, daß Ungarn zu einem Einwanderungsland wird, und ich möchte nicht, daß die Migration in Ungarn stärker wird. Diesen Standpunkt habe ich stets vertreten und das werde ich auch künftig tun, das hat keine biologischen Grundlagen, das ist keine rassistische Frage für uns. Das ist eine Frage der Kultur, ganz einfach, unsere Zivilisation soll so erhalten werden, wie das jetzt der Fall ist.

So also wiederholt Viktor Orbán am 28. Juli 2022 in Wien im Beisein seines österreichischen Empfangsvorstehers gesinnungsgemäß seine Rede vom 23. Juli 2022 einfach wie kurz. Für einen „Philosophen“ wie Viktor Orbán, als der er sich, so oft spricht er das Philosophische, das Geistige, das Intellektuelle in dieser Pressekonferenz an, in Wien zu erkennen gibt, ist es ein Rechtleichtes, verschiedene Begriffe für seinen gleichen Inhalt zu verwenden, in Wien also die Begriffe aus der Sommeruniversitätsrede gegen Begriffe, die ihm bloße Synonyme sind, einzutauschen, die zwar nichts am Gesinnungsinhalt ändern, aber in Wien, in Österreich so süßlich klingen wie ein Strauß-Walzer – „Kultur“ …

Da ich manchmal mißverständlich formuliere, das kommt vor. Ich habe Herrn Bundeskanzler gebeten, jede damit zusammenhängende Information im kulturellen Kontext zu betrachten, weil in Ungarn diese Ausdrücke, diese Sätze oder die Position, die von mir vertreten wird, eine kulturelle, zivilisatorische Position ist. Ich möchte wiederholen, ich bin stolz auf die Resultate, die von Ungarn hinsichtlich der Bekämpfung von Rassismus in den vergangenen Jahren zu verzeichnen waren.

Es gibt noch allerhand zu erzählen, das aber im nächsten Kapitel, zu dem die „Rasserede“ aus dem „Cabinet Office of the Prime Minister“, wie sie zwei Tage nach dem für ihn in Österreich gegebenen Staatsempfang offiziell verbreitet, heranzuziehen ist, die auch verstehbar macht, weshalb, wie der „Prime Minister“ in der Pressekonferenz am 28. Juli 2022 betont, „wir immer gern kommen, ein Ungar sich in Wien immer zuhause fühlt, und ich denke, sehr viele, vielleicht jeder Österreicher kann sich in Budapest zuhause fühlen“. Es gibt diese Männer aus Österreich, die sich im orbánschen Ungarn so zuhause fühlen, daß sie es sogar als ihren Sterbeheimatland erwählten. Mit einem Zitat aus der „Rasserede“, deren Quelle das „Cabinet Office of the Prime Minister“ ist, wird das nächste Kapitel beginnen, vielleicht mit diesem:

Ich bitte Sie also, dass wir es nicht verwechseln, wir uns nicht täuschen lassen, es gibt Krieg, es gibt eine Energiekrise, eine wirtschaftliche Krise und Kriegsinflation, und all das verdeckt vor unseren Augen wie ein Paravent, steht wie ein Paravent zwischen uns und der Frage von Gender und Migration, dabei entscheidet sich die Zukunft in diesen Fragen. Das ist die große historische Schlacht, die wir ausfechten, Demografie, Migration, Gender.

Der Wert des „Bundespräsidenten“ in Österreich spiegelt sich in den Kandidaturen wider

Kurz, sehr kurz ist es her, daß Staatsoberhaupt meinte, es brauche ihn, den „Bundespräsidenten“.

Was gebraucht wird, so die allgemeine Ansicht, hat einen Wert. Das Gebrauchte hat einen Wert. Was nicht gebraucht wird, hat keinen Wert.

Was verbraucht, ist ohne Wert. Was aufgebraucht, was aufgetragen, besitzt höchstens noch einen Restwert.

Den Wert des Amtes des „Bundespräsidenten“ in Österreich spiegeln die sehr vielen Kandidaten und die sehr wenigen Kandidatinnen wider, mittlerweile sind es achtzehn Männer und drei Frauen, die für Unterstützungserklärungen, um zur Wahl zugelassen zu werden, werben, für die das Amt des „Bundespräsidenten“ einen Wert hat, wie für Menschen mit besonderen Vorlieben und persönlichen Interessen weggegebene, nicht mehr gebrauchte Gegenstände eben immer noch einen Wert haben, sie in diesen weiter einen Wert zu erkennen vermögen, im Ausüben ihrer Liebhaberei, sie bereit sind, auf Trödelmärkten Unsummen dafür auszugeben, für Dinge, die andere zum Verkauf in der Hoffnung auf Flohmärkten anbieten, doch noch etwas für das zu bekommen, was sie selbst nicht mehr brauchen, in ihren Heimen ihnen nur noch benötigten Platz wegnehmen, für sie nur noch wertlose Last —

Aber auch in diesem Jahr, in Österreich im Herbst, mit der Wahl am 9. Oktober ’22, wird und will der Blick in den Spiegel der Werbenden nicht getan werden, dabei offenbaren gerade heuer die Kandidatinnen recht besonders den Wert des „Bundespräsidenten“ wie nie zuvor.

Es wird zwar allenthalben von „Clownkandidaten“, von „Spaßkandidaten“ gesprochen, geschrieben, aber daß nur noch „Spaßkandidaten“, „Clownkandidaten“ sich bewerben, nur noch „Clownkandidaten“, nur noch „Spaßkandidaten“ das Amt des „Bundespräsidenten begehren, und die damit einhergehende Frage, weshalb nur noch „Spaßkandidaten, „Clownkandidaten“ das Amt des „Bundespräsidenten“ besetzen wollen, wird nicht gestellt, dabei sagt es doch alles über das Amt aus, wenn es nur noch „Spaßkandidaten“, „Clownkandidaten“ sind, die bereit dafür sind und, vor allem, die einzig willlig noch dafür bereitstehen, den „Bundespräsidenten“ zu geben.

Der eine oder andere Werber wird Freunde, Bekannte, Nachbarinnen, seinen Stammtisch im Dorfwirtshaus wohl dazu ermuntern können, ihn in seiner Liebhaberei zu unterstützen, ob es aber für jeden Werber reichen wird, um zugelassen zu werden, kann noch nicht gesagt werden, etwa für den Werber, der zum

Impfen: klares Nein, weil ich Augenzeuge bei den Untersuchungen der C-Impfstoffe war und laut Aussage des Physiker es sich NICHT um eine Schutzimpfung handle, sondern um ein Gen-veränderndes Waffensystem! (Die Bibel bestätigt dieses in konkreten Versen,666-Offenbarung 13.16-18 die Vorbereitung für das Mahlzeichen). Wichtiges :Bibel, lesen (Keine Kirche)

oder etwa für die Werberin, um wenigstens hier gleichberechtigt und gleichgestellt eine Frau und einen Mann beispielhaft aus der Riege der „Clownkandidaten“ und „Spaßkandidaten“ für die Wahl in Österreich im Herbst auftreten zu lassen, für die

Denn Österreich hat bis heute keinen Friedensvertrag und ist somit noch alliierte Besetzungsmacht. Es muss endlich ein Friedensvertrag her!

So stellen sie sich auf einer Website vor, die von einem Mann betrieben wird, der selbst kandidiert, und dennoch allen Werbenden eine Plattform zum Präsentieren bietet, ganz im Gegensatz etwa zur Website, die eine Enzyklopädie vorgibt zu sein, und der als Werbender sich keiner Diskussion mit seinen Mitwerbenden verweigerte

Der Tageszeitung Standard

Der Krieg hat sie in ihrer rechten Einstellung nicht extremer oder radikaler gemacht. Eher im Gegenteil. Beispiel: Ganz der typische Hipster, produziert Kusja T-Shirts mit seinem eigenen Logo: einem eingerahmten Totenkopf. Der erinnert zwar an eine SS-Division, ist angeblich aber nur ein Piratenlogo.

Was in der „taz“ am 23. Juli 2022 ein „Artikel“, was in der Tageszeitung „Der Standard“ am 23. Juli 2022 eine „Reportage“, eines ist gewiß, beide Produkte, Artikel, der eine Reportage oder Reportage, die ein Artikel, sind von Philip Malzahn. Als der Artikel als Reportage oder die Reportage als Artikel gelesen ward, mußte gedacht werden, wie lieblich das geschrieben ist, wie einnehmend für die Dargestellten es geschrieben ist, wie nachsichtig es geschrieben ist, wenn etwa von „Runen“, wenn von „Hakenkreuz“ geschrieben wird, was im Grunde, so wie es geschrieben ist, das doch für recht feine Jungs sind, die bloß „alle Patrioten natürlich. Nationalisten, ja. Keine Nazis.“

Als die Reportage, die ein Artikel, als der Artikel, der eine Reportage, oder kurzum: der „Lokalaugenschein“ gelesen ward, mußte gedacht werden, wer würde beispielsweise in Österreich mit so viel Güte, mit so viel Wärme schreiberisch ihnen begegnen? Dafür muß nicht lange nachgedacht werden, bei diesen Verbindungen zwischen Menschen aus Österreich und Menschen aus der Ukraine —

Auch dafür muß nicht lange nachgedacht werden, wer beispielsweise in Österreich aufschreien würde, schreiberisch aufschreien würde, wenn von Männern zu erfahren ist, daß auf ihren Leibern „Hakenkreuze“, „Runen“, sie „T-Shirts“ herstellen mit Zeichen, zu all dem sie erklären, oh, das seien so doch so uralte Symbole, alt wie die Welt …

Aber. Das ist, wenn dieser Artikel oder diese Reportage oder dieser Lokalaugenschein etwas Interessantes aufzuweisen hat, dann sind es die Unterschiede, die Unterschiede in den Fassungen für die „taz“ und für „Der Standard“.

Das an den Beginn gestellte Zitat ist aus der Fassung für die Tageszeitung des medialen österreichischen Standards, aus der „Reportage“, aus dem „Lokalaugenschein“. In der „taz“ kommt dieses Zitat nicht vor, diese Beweisführung zu ihren Gunsten, der Krieg habe „sie in ihrer rechten Einstellung nicht extremer oder radikaler gemacht. Eher im Gegenteil. Ganz der typische Hipster […]“ Ein „Hipster“ ist doch der rechtbeste Beweis, ein „Hipster“ könne weder extrem noch radikal – das haben „Hipster“ schon, auch ohne Krieg, zur Genüge schon bewiesen, die proud boys, denen Donald Trump das Ständchen „Stand by“

Kusja führt die kleine Einheit an, Punf feuert die Geschosse ab. Ihr Auftreten ist ungewöhnlich für den Krieg: wie Hipster. In westlichen Großstädten würde sich keiner nach ihnen umdrehen. Kusja trägt einen gepflegten Schnauzer, nimmt seine silberne Analogkamera immer mit.

So steht es in der Reportage für Österreich. Im Artikel für Deutschland:

Kuzya führt die kleine Einheit an, Punf zieht die Schnur. Ihr Auftreten ist ungewöhnlich für den Krieg, zu hipsterig. In Berlin-Kreuzberg würde sich keiner nach ihnen umdrehen. Kuzya trägt einen gepflegten Schnauzer, nimmt seine silberne Analogkamera immer mit.

Im Artikel für Deutschland treten „Hipster“ nicht auf, nur einmal die vorsichtige Wendung: „zu hipsterig“. Dazu fällt ein Wort ein, das erst vor kurzem im Zusammenhang mit einem Kandidaten für die „Bundespräsidentenwahl in Österreich im Herbst verwendet wurde, mit dem gefragt werden könnte, da wie dort.

„Hipster“, ein „Paria“? „Hipster, kein „Paria“?

Lohnt es, darüber nachzudenken, warum in Deutschland die „Hipster“ nicht und in Österreich die „Hipster“ schon in diesem „zwielichtigen“ Milieu, warum in Deutschland „Hipster“ nicht in einem Atemzug, warum in Österreich „Patrioten“ Hipster … Das in Deutschland so mutig von Philip Malzahn geschriebene „zu hipsterig“, das werden Hipster ihm wohl großzügig nachsehen, vielleicht sogar schmunzelnd aufnehmen, so extrem oder radikal wie sie, im Gegenteil — Und stolz wird vielleicht auch dabei sein – Berlin-Kreuzberg, nicht nur ein Stadtteil, sondern: westliche Großstädte

Die zwielichtige Vergangenheit Asows, sie scheint keine Rolle zu spielen. Dabei gibt es sie: Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen, Misshandlung von Kriegsgefangenen, Angriffe auf Sinti und Roma. Die USA wollten die Gruppe einst auf die Terrorliste setzen.

Das steht geschrieben im Artikel und in der Reportage als Lokalaugenschein. Menschgemäß sind „Agriffe“ keine friedlichen Handlungen, und doch scheint „Angriffe“ im Zusammenhang mit „Sinti und Roma“ ein zu schwacher Ausdruck dafür zu sein, was diese „Angriffe“ tatsächlich sind. Es sind „Pogrome“. Auch in der Ukraine. Wie verhamlosend „Angriffe“ hingegen bei dieser gegen diese Menschen in und außerhalb der Ukraine fortwährenden Geschichte, „Angriffe“ nahezu beschönigend —

Lohnt es, all den Unterschieden zwischen diesen zwei Fassungen, die eine für Deutschland, die andere für Österreich, nachzugehen?

Es ist Sommer. Es ist Urlaub. Warum also nicht.

Österreich ’22, Schule der Patriarchen – „Bundespräsidentenwahl“: Gegen die „Verzweiflung“ Rosenkranz und Van der Bellen

Walter Rosenkranz redet von „Verzweiflung“. Alexander Van der Bellen redet von „Verzweiflung“. Was aber gegen „Verzweiflung“ wirklich hülfe, dafür handeln sie nicht.

Sie reden von Verzweiflung. Das Reden, das gegen Verzweiflung so viel hilft, wie der Rosenkranz fünfmal am Tag, wie das Bellen einmal in fünf Jahren – gar nicht.

Aber sie reden nicht vom Zweifel. Wogegen sie, auch dagegen nicht handeln, ist die Auflösung des Zweifels, des Zweifels, daß es in Österreich je noch eine Entwicklung —

Die „Bundespräsidentenwahl“ in Österreich im Herbst macht es wieder einmal mehr als kenntlich. Staatsoberhaupts

Absage an ein TV-Duell mit Rosenkranz. Die Wählerschaft kenne Van der Bellen nun ja schon, „wozu also Politik-Show?“, die die Würde des Amtes beschädigen könnte, fragte der Bundespräsident in der Tiroler Tageszeitung. Aus dem Mund des Staatsoberhaupts ist das starker Tobak. Natürlich sind TV-Debatten keine tiefsinnigen Diskussionen, für viele sind sie aber die einzige Möglichkeit, einen eingehenderen Blick auf die Kandidaten […]

Staatsoberhaupt kommt aus einer Partei, die, so geht die Legende, für Überwindung, Entwicklung … und nun, Staatsoberhaupt redet wie die vor Jahrzehnten der Wiederwahl sich stellenden „Bundespräsidenten“ auch in der Absage … „die Würde des Amtes“ —

Es ist pure Wiederholung. Dieses Kapitel könnte auch so geschrieben werden, wie es vor zwölf Jahren geschrieben wurde, auch eine Wiederholung, aber die Wiederholung kann nicht dem Roman vorgeworfen werden, ein Wirklichkeitsroman kann nur enthalten, was die Wirklichkeit enthält, und die österreichische Wirklichkeit enthält nichts als Wiederholungen.

Wer andere Romane lesen will, muß für andere Wirklichkeiten sorgen.

„Bundespräsidentenwahl absagen“, wie vor zwölf Jahren ein Kapitel genannt, dazu könnte, mit Schaudern, gefragt werden, aber dann bliebe ja — Nein, dazu gehörte untrennbar ein zusätzliches Gesetz, mit dem das Ende der jetzigen Amtsperiode mit dem vorgesehenen Datum beschlossen ist, und ab dem 26. Jänner 2023 das Amt des „Bundespräsidenten“ unbesetzt bleibt, bis entschieden ist, ob es je wieder und vor allem wie dieses Amt geben soll. Nur weil Staatsoberhaupt meint, „es braucht ihn“, heißt das bloß, das Vorstellungsvermögen, wie die Amtsgeschäfte sonst erledigt werden könnten, hält nicht mit, mit dem Politikvermögen, daß dieses würdige Amt erfordert.

Und dazu gehört unweigerlich, Sie ahnen es, eine Wiederholung, wenn es denn das Amt weitergeben soll, eine umfassende und tiefgreifende Reformierung auch und zuerst des „Bundespräsidentenwahlgesetzes“

(und ja, es sind leider nur Männer) zu werfen.

Es sind (in Klammern gesetzt, wie alles, was wichtig ist, je in Klammern), „und ja, es sind leider nur Männer“, so klagt ein Kommentator einer Tageszeitung des medialen Standards in Österreich. Und die „Leider-nur-Männer“ haben alle schon die Zulassung zur Wahl, die „Leider-nur-Männer“ haben nach Fabian Schmid alle schon die sechstausend Unterstützungserklärungen als Ticket, um in „TV-Debatten“ eingelassen zu werden, nur die drei Frauen, die ihre Kandidaturen ebenfalls bekanntgegeben haben, ach, nur die drei Frauen, leider, leider, leider haben die sechstausend Unterstützungserklärungen nicht und leider nicht zusammengebracht —

Aber die Frauen brauchen darüber gar nicht zu verzweifeln, den Männern geht es ja auch nicht besser, der Kommentator dieser Tageszeitung des österreichischen Standards des Qualitätsjournalismus findet nicht die Absage von Staatsoberhaupt an alle Männer unverständlich, bloß die „Absage an ein TV-Duell mit Rosenkranz“. Es sind schlagende Argumente, die der Kommentator dafür vorbringt.

Rosenkranz kommt aus dem rechten Eck, ein Paria kann er aber nicht sein – hat ihn doch Van der Bellen selbst als Volksanwalt angelobt. Eine Debatte würde es Van der Bellen erlauben, Rosenkranz’ Positionen sachlich zu widerlegen. Damit könnte er womöglich jene erreichen, die diese blauen Ansichten teilen. Sich dem nicht zu stellen und Diskussionen zu verweigern – das ist es, was tatsächlich die Würde des Amtes beschädigen könnte.

Staatsoberhaupt würde dem Kommentator wohl zurufen, er solle Geschichte lernen, Denn.

„Rechte“ würde es in Österreich gar nicht geben, so sensibel wird in Österreich, um auch das zu wiederholen, damit umgegangen, so Staatsoberhaupt —

Und ein „Paria“? Gesinnungsgemäß gewiß nicht, aber schon gar nicht in Österreich, und auch nach den Ansichten etwa von Max Weber oder Hannah Arendt ebenfalls nicht, aus dem Volk, im Gegenteil.

Und ob die Männer die sechstausend Unterstützungserkärungen zusammenbekommen werden, das wird erst am 29. August zu erfahren sein, zwanzig Tage nach dem Sticktag 9. August. Und vielleicht ist dann doch eine Frau mit sechstausend Unterstützungserklärungen mit dabei, die „sachlich zu widerlegen“ keines Menschen demokratische Pflicht sein wird, aber diskutierte recht besonders die eine Werberin, wie könnte der Mann, von dem Fabian Schmid meint, er hätte schon die sechstausend …, dann vor dem Fernsehapparat immer wieder ausrufen, ja, die sagt genau was auch …