Die sich erfüllenden Wünsche des Alexander Van der Bellen im dafür Mustervorzeigeland —

„Ich wünsche Ihnen viel Erfolg in dieser wichtigen und herausfordernden Position. Wir hoffen, dass es Ihnen gelingt, die Hoffnungen und Sehnsüchte […] nach Frieden zu verwirklichen, […] insbesondere Spannungen zu deeskalieren und die Region zu stabilisieren, sowie gute wirtschaftliche Bedingungen und die Grundrechte der Freiheit zu gewährleisten.“

Dies sind die Wünsche des österreichischen Bundespräsidenten, der nicht nur wünschen, sondern sich auch recht herzlich bedanken kann, aber nicht zur montäglichen Angelobung an diesem 6. Dezember 2021, sondern seine Wünsche an den Präsidenten in Iran, der bis dahin bereits berühmt in der Welt als „Schlächter von Teheran“ …

Und was für Erfolge zeitigen seine Wünsche? Es sind deren so viele, daß diese hier gar nicht aufgezählt werden können. So wurde entschieden, in einer Collage all die Erfolge allein schon in diesem letzten Halbjahr 2021 nur mittels Überschriften zu listen. Beeindruckend, wie die Wünsche des Alexander Van der Bellen, einfach wie kurz gesagt, so rasch in Erfüllung gehen: Spannungen zu deeskalieren, zu stabilisieren, gute wirtschaftliche Bedingungen und die Grundrechte der Freiheit zu gewährleisten.

Nur die Wünsche eines Mannes, der um den Wert von Gedenkveranstaltungen weiß, der das Gedenken derart verinnerlicht hat, sind stark genug, um Wirklichkeit zu werden.

Und von noch einem Mann, der sogleich mit dem Mann aus Teheran telefonierte oder, wie es modern vielleicht schon gesagt wird, chattete, der eines nun nicht mehr machen wird können, nach Teheran zu reisen, der Einladung nachzukommen, für die er sich doch artig bedankte, um gemeinsam, einfach wie kurz gesagt, in einer Heerschau die Erfolge …

Die Analysen des Mannes, also des österreichischen Präsidenten, sind wie seine Wünsche von beeindruckender Tiefe, von einer Stärke, die die Wirklichkeit erschüttern läßt. Wie etwa diese vom 4. Oktober 2021, mit der darauf verweist, Antisemitismus, Auschwitz seien nicht vom Himmel gefallen. Im Land von seinem Beglückwünschten wird seine Analyse fortwährend bestätigt, zum Beispiel, daß Auschwitz nicht vom Himmel gefallen sei, weil es, so in dem Land seines Beglückwünschten, es gar nicht gegeben

Der österreichische Bundespräsident ist ein Mann der Wünsche und des Dankes. Wann er immer er danken kann, dankt er, so auch beispielsweise am 28. Mai 2021, mehr oder weniger kurz vor seinen Wünschen an den Mann in Teheran:

„Alles Gute zum 60. Geburtstag, #AmnestyInternational! Organisationen wie @amnesty kämpfen jeden Tag dafür, dass #Menschenrechte für alle gelten. Eine starke zivilgesellschaftliche Stimme ist wichtig, damit die Rechte aller gesichert sind. Auch das Team von @AmnestyAustria arbeitet jeden Tag für ein #Österreich der #Menschenrechte: Ein Österreich, in dem alle Menschen friedlich und respektvoll miteinander leben. Frei die Meinung sagen können, morgens aufstehen und sein können, wer man sein will. (vdb)“

Vielleicht wurde seine Analyse überlesen, vielleicht aber auch, daß er diese seine Analyse noch nicht geschrieben hat, eine Analyse davon, wessen Stimmen derart schwach sind, wer es, weil vielleicht zu sehr mit dem stillen Gedenken vollauf ausgelastet, verabsäumt, jeden Tag dafür zu kämpfen, daß Menschenrechte für alle gelten in einem friedlichen und respektvollen Miteinander, daß es solche Organisationen bedarf, es wichtig ist, daß es starke zivilgesellschaftliche Stimmen gibt, damit die Rechte aller gesichert sind.

Und am Ende. Am Ende bleibt bloß Zuversicht. So die Angelobung an diesem 6. Dezember ’21 durch den österreichischen Bundespräsidenten denn ein Zeichen ist, ist doch der Angelobungstag wieder ein MontagMontag, der Höchstleistungstag des derzeitigen Bundespräsidenten …

Nichts als den Namen hatte

Ich habe @sebastiankurz in e. Telefonat herzlich für seine Tätigkeit als Bundeskanzler d. Republik Österreich sowie als Außenminister & Staatssekretär gedankt. Bedankt habe ich mich auch f.d. gute & vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft! (vdb)

Das schreibt an diesem 2. Dezember 2021 Alexander Van der Bellen, von dem gemunkelt wird, er würde im kommenden Jahr wieder der Wahl sich stellen wollen, um weitere sechs Jahre in der Hofburg – das ist auch der Wunsch, ihn in der Hofburg weiter zu haben, von einem Mann, der beispielhaft dafür steht, daß, sollte Alexander Van der Bellen tatsächlich in 2022 noch einmal der Wahl sich stellen, die Menschen mit ihrer Wahl bestätigen, die Zeiten sind vorbei, als das Wünschen noch geholfen hat.

Es wird jetzt, kaum, daß er das Überfällige getan hat, viel davon gesprochen, geschrieben, spekuliert, was werde von Sebastian Kurz bleiben, aus seiner ohnehin seit langem schon türkis ausgebleichten christschwarzen Partei, die nun dabei ist, die türkisen Flecken aus ihrem Schwarz endgültig herauszuwaschen, ist zu hören, er habe sie, was Wahlen angehe, in lichte Höhen geführt. Die ÖVP ist nun wieder bei dem madigen Stimmenanteil von 2017 angelangt – 2021 wie 2017, vom Kalender her sind zwar vier Jahre vergangen, aber es ist, als wäre nicht einmal ein Jahr vergangen: 2017 bis 2017 hat Sebastian Kurz die ÖVP geführt.

Was für die ÖVP selbst also bleibt, nichts. Was für die Menschen in Österreich von dieser kurzen Zeit 2017 bis 2017 bleibt, nichts. Doch, etwas, Arbeit. Das Zerstörte wieder aufzubauen, das bis auf die Grundmauern abgetragene Vertrauen wieder, die zum Einsturz gebrachte Wahrheit wieder, die ausgebrannten Werte wieder und so weiter und so fort. Das bleibt von dieser kurzen Zeit 2017 bis 2017: ein wirklicher Wiederaufbau, von dem fälschlicherweise in dieser Zeit oft gesprochen wurde, in einem gänzlich unpassenden Zusammenhang, bei dem kein Wiederaufbau vonnöten, sondern ein sorgsamer Umgang, eine Politik der Lösungen

Kaum, daß er das Überfällige getan hat, fehlt es nicht an Versuchen, ihm eine historische, eine ewige Größe zuzuschreiben, und diese hat er zweifellos, in dem Sinne, wie Paul Valéry Geschichte betrachtet: „Ein Mensch, der scheißt, ist in genau diesem Moment ein ewiger Mensch. Er ist identisch mit Moses, Cäsar, Richelieu, dem Anthropoiden.“

Alexander Van der Bellen dankt ihm, kaum, daß er das Überfällige getan hat, also für seine Tätigkeit als Bundeskanzler Hierzu paßt ein Beurteilung aus den Discorsi, die vor bald 490 Jahren erstmals veröffentlicht wurden, die Beurteilung also von einem Mann, der in dieser kurzen Zeit von 2017 bis 2017 auch herhalten mußte, um bildungsbürgerlich sagen zu können, er, der Überfällige, hätte seinen … freilich, diese Beurteilung muß ein wenig an 2017 angepaßt werden, um diese zitieren zu können: Er hatte aber von einem Bundeskanzler nichts als den Namen.

Alexander Van der Bellen dankt ihm, dem, der von einem Bundeskanzler nichts als den Namen hatte, auch für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit

So mag es sich hinter der Tapetentür darstellen, vor der Tapetentür stellt sich das Gute und das Vertrauensvolle als dies dar: das Vertrauensvolle das Mißtrauensvolle, das Gute das Nichts

In dieser kurzen Zeit von 2017 bis 2017 wurden u. v. a. m. auch Manipulationen von Umfragen zugunsten des Mannes, der von einem Bundeskanzler nichts als den Namen hatte, bekannt … Schwerwiegender als das Manipulieren von Umfragen wiegt wohl das Umdeuten, das Manipulieren von Wahlergebnissen, und dies noch gänzlich freiwillig, ganz ohne Not, ohne, einfach wie kurz modern gesagt, zu chatten … Und auch hier, zur Erinnerung für die kommenden Wahlen, die Leistung des guten Vertrauensvollen, der vielleicht einmal sich erklären wird, mit wem er in der kurzen Zeit von 2017 bis 2017 gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet

Vielleicht aber hat Alexander Van der Bellen nur sich selbst gedankt, für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die er mit sich selbst hat, und vielleicht wünscht er ihm alles Gute für die Zukunft (vdb) … Es ist einem jeden Menschen uneingeschränkt alles Gute für seine Zukunft zu wünschen, aber für das Gute im Land ist eine Wiederwahl nicht jedem Menschen zu wünschen.

Was aber aus dieser kurzen Zeit von 2017 bis 2017 bleiben wird, das heißt, bleiben soll, mehr, bleiben muß, ist die Abkehr von den Menschen, die scheißen, und das Achten darauf, das Ermöglichen, daß Menschen scheißen, zu verunmöglichen … Aber auch dies wird bereits seit über vier Jahrhunderten gewußt, wenngleich nicht beherzigt, nicht die scheißenden Menschen sind die Gefahr, nicht die scheißenden Menschen bringen das Schlechte, nicht die scheißenden Menschen sind die Verursacher des Elends, sondern die Willfährigen, die es erst ermöglichen, daß es scheißende Menschen gibt … Übrigens, im Kapitel über die alles durch ihr Ermöglichen Gefährdenden, ist auch die nicht wörtliche, aber nach dem Inhalt letzte Rede des Überfälligen, die jetzt von nicht wenigen von diesen alles Ermöglichenden gelobt wird, zu lesen.

Was von dem Mann, der von einem Bundeskanzler nichts als den Namen hatte, wird vielleicht auch einmal von dem anderen Mann, wenn er seine Zukunft ohne Tapetentür gut und lange, lange genießen kann, gesagt werden, er hatte von einem Bundespräsidenten nichts als das Österreichliche …

Türkis ausgewaschene christschwarze Beschickung der Bundesregierung in Österreich: Dollfuß-Museum – Nehammer freute sich über Beflaggung und auch über Bekundungen entlang der Straße …

Nun soll es, so wird es am 3. Dezember ’21 kundgetan, in der österreichischen Bundesregierung neue … voran Karl Nehammer, der Mann, der dem Begriff Rücktritt eine weitere österreichliche Bedeutung gibt.

Irgendwo dahinter der Mann, der wieder seine Lieblingswörter reiten wird dürfen: Solidarität und Unterstützung. Der Mann, der auch sein Wissen darüber verbreiten wird dürfen, wer alles richtig gemacht hat und macht, mit denen er jedoch nicht zusammengearbeitet hat und nicht zusammenarbeiten wird, und nicht nur deshalb, weil er nicht zum Arbeiten kommt, vor lauter unlauterem Postenringelspiel, das ihm nichts kostet, aber „dem kleinen Manne“ viel.

Irgendwo dahinter der Mann, eine wahre Berühmtheit, der Kosten für Beflaggungen auf den Groschen genau berechnen wird können.

Irgendwo dahinter, der Mann mit dem Stolz auf sein Dorf mit dem Dollfuß-Museum …

„Wir müssen diese Jubiläumsjahre nutzen, um uns mit unserer eigenen Geschichte zu beschäftigen“, erklärt Karner, der auch eine Lanze für das Dollfuß-Museum bricht: „Dort wird das Historische gut erarbeitet und kritisch behandelt. Wir müssen die Thematik immer wieder diskutieren und aus den Fehlern der damaligen Zeit lernen.“ Das hohe Standing des Museums zeigt für Karner auch, dass es aktuell drei Leihgaben für das Haus der Geschichte in St. Pölten gibt. Und angesprochen auf die Vorfälle rund um das NS-Liederbuch von FP-Landtagskandidaten Udo Landbauer, appelliert der Ortschef, sich mit der eigenen Geschichte intensiv zu beschäftigen: „Es gibt nichts Furchtbareres als diese Zeit. Jedem jungen Menschen, der darüber anders denkt, dem empfehle ich einen Besuch in Auschwitz“, zeigt Karner absolut kein Verständnis, warum noch heute Menschen dieser Zeit nachtrauern. Zum Jubiläum des Museums ist für Juni vonseiten der Gemeinde und des Museums ein eigener Festakt mit hochkarätigen Gästen geplant.

Dieser Mann soll nun in der österreichischen Bundesregierung …

Der Lokalaugenschein von Georg List und Michael Gruber gibt Aufschluß darüber, wie in diesem Museum „gut erarbeitet und kritisch behandelt“ – ein „dem großen Bundeskanzler und Erneuerer Österreichs gewidmetes“ Beinhaus … Ein untrüglicher Beweis dafür, wie in diesem Beinhaus „das Historische gut erarbeitet und kritisch behandelt“, ist darüber hinaus die Beteiligung der Familie des Engelbert Dollfuß

Nun hat der Mann, der in der österreichischen Bundesregierung vorangehen soll, etwas gesagt, an diesem 3. Dezember ’21, es sei jetzt in der Pandemie keine Zeit für Marketing … vielleicht wäre die Pandemie längst vorüber, hätte dieser Gehülfe nicht auch es so verstanden, daß Pandemie nur ein anderes Wort für Marketing ist.

Das sollen also die Männer in der österreichischen Bundesregierung sein, mit denen der Vizekanzler zusammen arbeiten soll, wenn sie je noch vom Ringelspiel herunterkommen, mit dem Vorgetretenen soll er, so der Vizekanzler, sehr gut zusammen gearbeitet haben, und er meint, es auch weiterhin … vielleicht gar so gut, daß sie im nächsten Jahr gemeinsam die Tafel in die Kamera halten würden wollen: „We remember“

Wie der Antizionismus in das Regierungsprogramm Österreichs kam

Wie der Antiziganismus nicht in das Regierungsprogramm Österreichs kam, genauer, wie der Antiziganismus nicht in das „Regierungsprogramm“ von den Grünen und von der mittlerweile türkis ausgebleichten christschwarzen Partei kam, noch genauer, wie der Antiziganismus nicht in den Koalitionsvertrag von der mittlerweile türkis ausgebleichten christschwarzen Partei und der Partei Die Grünen – Die Grüne Alternative in Österreich kam.

Es mag sich vielleicht so zugetragen haben.

Es wollte in den österreichischen Parteienvertrag Antiziganismus geschrieben werden, eben genauso wie es nun in den Koalitionsvertrag in Deutschland geschrieben ist.

Doch, es kannte von den Menschen, die am Verfassen dieses Regierungsprogrammes waren, kein einziger das Wort Antiziganismus tatsächlich richtig. Eine Ahnung nur gab es, es müßte so einen Begriff geben, der mit einem Wort alles erklärt, das sonst lange und breit ausgeführt werden müßte. Es wollte wirklich in den Parteienvertrag geschrieben werden, was der Begriff Antiziganismus aussagt. Mit einem Begriff es auf den Punkt, ohne sich umständlich erklären zu müssen. Es wollte im Parteienvertrag der unbändige Wille festgehalten werden, gegen das kämpfen zu wollen, wofür diese Begriffe stehen.

Einfach wie kurz gesagt, ein handlungsanleitendes Bekennntis gegen Antiziganismus wollte in den Vertrag der beiden Parteien geschrieben werden. Es wurde gerätselt, es wurde überlegt, ob es tatsächlich Antiziganismus heißt. Auf die Schulbildung konnten sie dabei nicht zurückgreifen, Antiziganismus, ein Wort, das in der österreichischen Schule nicht gelehrt wird. Es wurde weiter überlegt, gegrübelt, ob Antiziganismus tatsächlich so geschrieben wird: Antiziganismus – oder vielleicht doch irgendwie anders.

Die Eile des Abschlusses gebot es schließlich, zu einer Entscheidung zu kommen. Von einer Sekunde auf die andere herrschte Einigkeit darüber, daß die korrekte Rechtschreibung von Antiziganismus die ist: „Antizionismus“. Und so kam es, daß im „Regierungsprogramm“ der zwei österreichischen Parteien Antizionismus steht – statt Antiziganismus.

Im Koalitionsvertrag in Deutschland kommt Antizionismus nicht vor, dafür Antiziganismus. In Deutschland werden die drei Parteien, als sie in ihren Koalitionsvertrag kein Vorgehen gegen „Antizionismus“ schrieben, vielleicht auch daran gedacht haben, wie etwa schon ein George Orwell „Zionismus“ einstufte. In einen Koalitionsvertrag mit dem Titel „Mehr Fortschritt wagen“ ein Bekenntnis zu schreiben, für Nationalismus, gegen Antinationalismus eintreten zu wollen, das wäre den drei Parteien in Deutschland wohl mehr als unpassend, geradezu gegen den eigenen programmatischen Vertragstitel erschienen.

In Österreich hingegen, mit diesem Regierungsprogramm aus der Welt von gestern … eines jedoch kann diesen beiden Parteien in Österreich nicht vorgeworfen werden, sie würden sich nicht an ihr Regierungsprogramm halten, es nicht umsetzen, es dauerte nicht lange, und ihr in ihr Programm geschriebener Kampf gegen Antizionismus, gegen Antinationalismus ward Flagge …

Virusreisende

Sucharit Bhakdi: Und wenn Sie immer noch sagen, Sie möchten sich impfen lassen, dann ist es Ihre Sache. Das ist in Ordnung. Dann können Sie aber, versuchen Sie nicht, Zwang auszuüben. Dieser Zwang wird ausgeübt. Es wird ausgeübt in Israel, es wird in vielen anderen Ländern schon, kommt es schon. Und wenn Ihr nicht aufpaßt, kommt es hier, so schnell, so schnell, daß Ihr nicht wißt, was Euch getroffen hat, schneller als der Blitz. Und wenn ihr so indolent seid und nicht aufsteht und sagt, nein, mit uns macht Ihr das nicht, dann ist es um Euch geschehen. Und dann werdet Ihr auch nicht die Möglichkeit haben, zu flüchten. Israel. Die Isrealen können nicht mehr flüchten. Das Land ist zu. Das wird hier passieren. Und ich wurde einmal gefragt, von einem Amerikaner, was ich zu Israel zu sagen habe. Für mich die Israelen, dieses Volk, das ich mehr bewundert habe als irgendein anderes Volk auf der Welt, ich war ein Juden-Bewunderer. Ja, Du weißt, ich bin Musikliebhaber, Kunstliebhaber, die größten Geister waren die Juden. Es tut mir leid, wenn ich Euch das sagen muß. Es tut mir leid.

Kai Stuht: Ich hab kein Problem damit.

Sucharit Bhakdi: Ich bin Buddhist. Ich verehrte sie. Du hast meine Schallplattensammlung gesehen. Ich bin diesen jüdischen Musikern nachgereist, um eine Unterschrift von ihnen zu bekommen. Isaac Stern, Dawid Oistrach, ja, Hunderte von Kilometern bin ich gereist, um sie zu hören, ein Autogramm, ich habe sie verehrt. Und jetzt machen sie das. Das Volk, das geflüchtet ist, aus diesem Land, aus diesem Land, wo das Erzböse war, und haben ihr Land gefunden, haben ihr eigenes Land verwandelt in etwas, das noch schlimmer ist, als Deutschland war. So unfaßbar. Und dann habe ich den Amerikanern gesagt, das ist das Schlimme an den Juden, sie lernen gut. Es gibt kein Volk, das besser lernt als sie. Aber sie haben das Böse jetzt gelernt und umgesetzt. Und deswegen ist Israel jetzt living hell, die lebende Hölle. Und ich hatte den Amerikanern gesagt, und wenn ihr nicht aufpaßt, wird Amerika auch die lebende Hölle sein. Und ich sage Euch jetzt, Euer Land wird verwandelt in die lebende Höllle, wenn Ihr nicht bald aufsteht.

Kai Stuht: Das sind ja gerade in Deutschland krasse Thesen, die Du da jetzt aufgestellt hast, für die sind viele natürlich schon wirklich sehr geschassst worden. Warum, warum siehst Du das als so dramatisch an, was in Israel gerade passiert. Ich denke, das können die Leute sich überhaupt nicht vorstellen. Was ist das, was Dich als Thailander und als halber Deutscher dazu bewegt, so etwas zu sagen, oder so eine These aufzustellen.

Sucharit Bhakdi: [unverständlich] These. Hör mal gut zu. Ich bin Wissenschaftler. Ob ich Thai oder deutsch bin, ist egal. Und ich bin Infektiologe, Immunologe, ich hab fast vierzig Jahre lang ein Fach gelehrt, was jetzt mißbraucht wird. Mein Fach wird mißbraucht, um dieses Land in die lebende Hölle zu verwandeln. Und das ist das, was ich nicht ertrage, nicht ertragen werde […]

So spricht Sucharit Bhakdi in einem Interview mit Kai Stuht, kla.tv, verbreitet seit dem 11. Juni 2021, an diesem 28. November 2021 anzuhören.

Sucharit Bhakdi, ein Experte für das Coronavirus, ein Experte für Impfung, und auch ein Experte für Geschichte, Metaphysik und auch vergleichende Länderkunde – Israel noch schlimmer als Deutschland war … Wie kann Israel heute noch schlimmer sein, als das Deutschland des Österreichers war? In welchen überfallenen Ländern stehen heute die Vernichtungslager des Österreichers, in denen Millionen von Menschen ermordet wurden?

So profund die Aussagen von Sucharit Bhakdi zu Geschichte, Metaphysik, Länderkunde, Strafgesetzen, so profund dürfen auch seine Aussagen zum Coronavirus, zur Impfung eingeschätzt werden, eben ein Wissenschaftler ganz nach dem Geschmack der österreichischen Fernsehanstalt eines Süßwasserkleberabfüllers, von dieser recht hoch geschätzt, viele Male eingeladen, um seine profunden Kenntnisse zum Besten …

Und dann gibt es noch eine Virus-Reisende, die ebenso profund wie Sucharit Bhakdi – jedenfalls für die österreichische Fernsehanstalt des Süßwasserkleberabfüllers, wurde sie doch nicht einmal in die seine Anstalt eingeladen, so erst kürzlich wieder am 19. November 2021, um zum Besten zu geben, mit dem diese Anstalt alle zum Besten unterhält.

Sie wird sich wohl jedes Mal nicht nur deshalb darüber freuen, um profund über Coronavirus, profund über Impfung, profund über Demokratie in der Anstalt des Süßwasserkleberabfüllers ihr Bestes von sich geben zu können, sondern auch deshalb, weil sie nach Österreich nicht mit einem Anwalt reisen muß, ihr jede Fahrt nach Österreich jedesmal wie eine Fahrt in das Paradies erscheinen muß, in das Österreich, in dem „Zigeuner“ kein schimpfliches Wort ist, sondern eines, das Kinder in der Schule lernen.

#Kelle vs. #Facebook: 1:0. Mit Dank an Anwalt und amtierenden Facebook-Schreck @steinhoefel: Klage wegen Löschung/Sperre mit Urteil heute ERFOLGREICH: Man wollte #Zigeuner an sich als #Hatespeech canceln. Support für solche wichtige Klagen bitte hier: meinungsfreiheit.steinhoefel.de/2021/03/26/fal…

Dieses Wort – „Zigeuner“ – geht halt viel leichter von der österreichischen Zunge als der eine Begriff, der wohl deshalb den Kindern nicht zugemutet werden will, so großherzig ist das österreichische Bildungssystem, so viel leichter von der Zunge als der eine Begriff, den im Grunde in Österreich alle keinem Menschen zumuten wollen.

Soße der fahrenden ethnischen Minderheiten? Ich komme übrigens aus Rumänien, da gab es viele Zigeuner und die hießen dort deswegen so, weil sie sich auch selbst so nannten.

Es muß den Süßwasserkleberabfüller doch schmerzen, daß die österreichische Bundesregierung nicht seine profunden Virus-Reisenden als Beratende berufen, wie wäre doch alles besser gegangen, wenn diese mit ihren ganzheitlichen Kenntnissen, längst schon hätten sie, die von seiner Anstalt Aufgebotenen, die in seiner Anstalt sich dafür Angebotenen, antisemitisch und antiziganistisch die Pandemie gemeistert

Tradition der österreichischen Bildungslehre

„Aus Verantwortung für Österreich“ nennen die mittlerweile türkis ausgebleichte christschwarze Partei und Die Grünen – Die Grüne Alternative ihren Parteienvertrag, den schlicht Koalitionsvertrag zu nennen, ist ihnen zu gering, dieser muß ihnen, einfach wie kurz gesagt, gleich ein „Regierungsprogramm“ sein.

Es sollen nach diesem

Die österreichische Bundesregierung bekennt sich zur Fortführung der aktiven Erinnerungspolitik im Bildungbereich: Ein besonderer Schwerpunkt wird der konsequenten und langfristigen Sicherung der Erinnerungsarbeit an die Opfer des Nationalsozialismus sowie der Bildungsarbeit gegen Antisemitismus und Rassismus in allen Schultypen gewidmet sein. Die Maßnahmen werden evaluiert.

die „Maßnahmen evaluiert“ werden.

Eine Evaluation nach diesem Regierungsprogramm von diesen zwei Parteien, die sich auf das Regieren verstehen, wie eine Reiterin auf das Reiten ohne Pferd, wird nur zum Ergebnis haben können, alle Maßnahmen, die österreichische Bildungsarbeit zu erfüllen hat, sind österreichisch erfüllt.

Denn. Das Kriterium für das Evaluieren der Bildungsarbeit wird das grüne und türkis ausgebleichte Regierungsprogramm nur sein können. Die Vorgabe aus diesem Programm, daß es den Begriff „Antiziganismus“ nicht gibt, wird durch das für den Unterrichtsgebrauch geeignet erklärte Schulbuch für Geschichte und politische Bildung auf Strich genau bereits erfüllt.

Eine recht aktive Erinnerungspolitik im Bildungsbereich findet im Grunde in Österreich bereits statt, so daß eine Evaluierung gar nicht mehr vonnöten erscheint. Aktiv wird im Bildungsbereich daran erinnert, wie in diesem oben erwähnten Lehrbuch festgehalten, daß Menschen nach wie vor Zigeuner zu nennen sind. Eine recht stark unterstützende Partnerin der recht aktiven Erinnerungspolitik ist in Österreich die österreichische Gesellschaft, insbesondere österreichische Medien verfestigen engagiert das einmal in der Schule Gelernte eindrücklich

Beratung und Aufklärung (Etablierung und Evaluierung, Digitalisierung, Neue Medien, neue Rechte, Rechtsextremismus, Antisemitismus & Islamismus)

Beratung und Aufklärung finden ebenfalls bereits österreichall statt, auch in den neuen Medien etwa, wenn es gilt, den Anfängen zu wehren, daß Antiziganismus eine Wichtigkeit erlangte könnte, die es österreicherlich gemäß abzuwehren gilt, daran arbeiten in Österreich alle engagiert mit, gleich, aus welcher Gesinnungsecke heraus, hierin vereinigen sich alle in einer Ecke zu einer geschlossenen Gesellschaft, strafen alle der Lüge, die gerade in dieser Zeit von einer gespaltenen Gesellschaft in Österreich …

Koalitionsverträge aus zwei grünen Welten, einer davon aus der Welt von gestern

Bei der Bekämpfung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind wichtige Schwerpunkte u. a. die Arbeit gegen Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus […]

So steht es im November 2021 abgeschlossenen Koalitionsvertrag. Es ist nicht aus dem Regierungsprogramm der gegenwärtigen Koalition in Österreich, sondern aus dem Koalitonsvertrag von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP in Deutschland.

Im Koalitionsvertrag von der grünen Partei und der mittlerweile türkis ausgebleichten christschwarzen Partei in Österreich kommt der Begriff Antiziganismus nicht vor. Und das im Heimatland des Verfassers der „Zigeunerfrage“.

Im Koalitionsvertrag von der grünen Partei und der mittlerweile türkis ausgebleichten christschwarzen Partei in Österreich kommt der Begriff Antiziganismus nicht vor, und das im Land des heimgekehrten Österreichers als Hauptäter mit seiner Hauptletztverantwortung für Shoah und Porajmos.

Vor dreißig Jahren sprach in Österreich ein Bundeskanzler verniedlichend davon, „viele Österreicher waren an den Unterdrückungsmaßnahmen und Verfolgungen des Dritten Reichs beteiligt, zum Teil an prominenter Stelle.“ Zum Teil an prominenter Stelle – die prominenteste und hauptverantwortlichste Stelle nahm einzig ein Österreicher ein.

Es mag formal schon stimmen, daß der Österreicher zu diesem Zeitpunkt deutscher Staatsbürger war, jedoch suchte er nie selbst um die deutsche Staatsbürgerschaft an. Ein nationalsozialistischer Kamerad schanzte ihm die Stelle eines braunschweigischen Regierungsrates zu, damit notwendig verbunden war seine Einbürgerung. Und bis zum heutigen Tag ist wohl kein einzig weiterer Fall in Österreich bekannt, daß ein Staatsbürger ohne Einschränkung als Staatsbürger anerkannt wird, ohne die geringste Einschränkung als Österreicher gilt; österreichische Staatsbürgerinnen, die in Österreich geboren sind, aber Eltern und Großeltern haben, die von irgendwo nach Österreich zugewandert sind, gelten dennoch trotz österreichischer Staatsbürgerschaft immer und immer als zum Beispiel Türkinnen.

Nur in diesem einen einzigen Fall gilt in Österreich für diesen prominentesten führenden Hauptverbrecher und prominentesten führenden Hauptmassenmörder: Deutscher Staatsbürger ohne österreichischen Hintergrund. Dabei wäre sein Hintergrund, auch ohne in Österreich geboren worden zu sein, auch ohne österreichische Eltern, Großeltern und Urgroßeltern, so österreichisch wie dieser nur österreichisch sein kann.

Wir schaffen ein modernes Staatsangehörigkeitsrecht. Dafür werden wir die Mehrfachstaatsangehörigkeit ermöglichen und den Weg zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit vereinfachen. Eine Einbürgerung soll in der Regel nach fünf Jahren möglich sein, bei besonderen Integrationsleistungen nach drei Jahren. Eine Niederlassungserlaubnis soll nach drei Jahren erworben werden können. In Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern werden mit ihrer Geburt deutsche Staatsbürgerinnen bzw. Staatsbürger […]

Auch im österreichisch weltengrünen Koalitionsvertrag steht etwas dazu, genauer, steht etwas von Abschiebung von Drittstaatsangehörigen, von gesamtheitlicher Datenbank über Integrationsmaßnahmen von Drittstaatsangehörigen, aber über die Schaffung eines modernen Staatsangehörigkeitsrecht nichts. Dafür:

Bedarfsgerechter Ausbau von staatlichen Integrationsangeboten und -verpflichtungen wie Werte- und Orientierungskursen, Staatsbürgerschaftskursen sowie Mentoring- und Role-Model-Programmen sowie Patenschaftsmodellen – Ausbau und Spezifikation der verpflichtenden Werte- und Orientierungskurse […]

Das Staatsbürgerschaftsgesetz wird einmal angesprochen, aber nicht als Ankündigung eines neuen in die Zukunft gerichteten Staatsangehörigkeitsrechts, sondern als Sicherstellung – von etwas Verspätetem, von etwas Nachträglichem, von etwas die Vergangenheit Gerichtetem …

Was für ein Unterschied zwischen den Koalitionsverträgen in Deutschland und Österreich, mit grüner Beteiligung. Ein allein schon durch die Titel der Verträge gekennzeichneter und nicht für Österreich sprechender Unterschied.

In Österreich heißt die Vereinbarung großspurig nichtssagend: „Aus Verantwortung für Österreich. Regierungsprogramm 2020-2024“ … in Deutschland: „Mehr Fortschritt wagen. Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Koalitionsvertrag 2021-2025 zwischen der SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN UND FDP“ —

An beiden Vereinbarungen sind grüne Parteien beteiligt. In Österreich wird nach wie vor für die Vereinbarung der abstrakte Slogan „Das beste aus zwei Welten“ bemüht — zwei Verträge, aus zwei grünen Welten, der einen von heute und der anderen von gestern …

In Österreich heißt die Vereinbarung großspurig allessagend: „Aus Verantwortung für Österreich. Regierungsprogramm 2020-2024“. Denn. Schon im zweiten Coronaherbst bewahrheitet sich die bittere Erkenntnis aus Erfahrung: Die das abstrakte Wort der Verantwortung auf die Zunge legen müssen, denen zerfällt diese menschgemäß im Munde wie ein modriger Pilz.



Limerickl aus dem Büro Thurnher

Als wäre es ein Reim vom für kurz gewesenen Innenminister.

„Wie wichtig: Antiziganismus gilt Ihr Kampf. Doch Korruptionsbekämpfern nehmen Sie den Dampf. Herr #Sobotka, treten Sie zurück!“

Aber es ist ein „Limerick“ als „Reklame für Falter-Herausgeber Armin Thurnher“. „Limericks von Tante Elfi“, wie ganz in falterischer Traditionsaufklärung aufgeklärt wird.

Wolfgang Sobotka solle, so das Büro Thurnher, also zurücktreten, weil … dieser Windung – Gedankengang zu schreiben, verbietet es sich von selbst – zu folgen, lohnt nicht; es ist ein „Limerick“, ein Limerickl

Wie schön, daß ein Präsident in Österreich wenigstens und das bereits im Jahr 2021 das Wort „Antiziganismus“

In Bezug auf das Gedenken sei es wichtig, das Bewusstsein über die Ermordung von Roma und Sinti durch die Nationalsozialisten – Stichwort Lackenbach – in der Gesellschaft zu verankern, weshalb der Präsident des Nationalrats die Verortung eines nationalen Denkmals zur Erinnerung als auch für den andauernden Kampf gegen den Antiziganismus als besonders bedeutsam hervorhob. Dieser sei mit anderen rassistischen Vorurteilen nicht eins zu eins zu vergleichen, da er über Jahrhunderte gewachsen sei.

auszusprechen vermag. „Lackenbach“ dafür anzuführen, wohl auch noch mit Stolz auf dieses Vorzeigedenkmal — nun, immerhin hat Wolfgang Sobotka nicht die Tafel von Lackenbach vorgelesen, die er kennt, in dieser virtuellen Veranstaltung am 8. April 2021 im österreichischen Parlament … Daß die Veranstaltung virtuell war, zu der Präsident Sobotka lud, authentischer hätte die Veranstaltung gar nicht sein können, authentisch mit dem andauernden virtuellen Kampf gegen Antiziganismus

Lackenbach, wahrlich ein „nationales Denkmal“, ein österreichisches Denkmal, so wird es gewollt, nicht anders, ein anderes wäre freilich ein europäisches Mahnmal, nicht in Lackenbach, sondern auf dem KL-Platz in Wien, aber in Wien gibt es jetzt keinen Platz mehr für ein europäisches Mahnmal, gerade jetzt, da eines errichtet wurde, mit allen Namen, nur nicht mit den Namen der ermordeten „Zigeuner“, wie sie auf der Tafel in Lackenbach genannt …

Büro Thurnher mit seinem Prosaisten Armin Thurnher und seiner Tante Elfi wissen vielleicht gar nicht die tatsächliche Bedeutung von Antiziganismus. Möglicherweise meinen sie, es handle sich um eine besondere „Raucherbekämpfung“, sie deshalb den Rücktritt von Wolfgang Sobotka fordern, weil ihm der Kampf gegen Gitanes (Ziganismus ihnen eine deutsche Übersetzung von Gitanes) so wichtig, daß er den „Korruptionsbekämpfern“ den „Dampf“ nehme … Dampf gereimt auf Kampf läßt durchaus den Schluß zu, Tante Elfi vom Büro Thurnher meint, „wie wichtig“ Sobotka der Kampf gilt gegen das Rauchen, so wichtig, daß er dafür den „Korruptionsbekämpfern“ den „Dampf“ nimmt, noch dazu für seine spezielle und in Österreich ebenso wenig bekannte Nikotinsucht, wie Antiziganismus als Begriff bekannt ist, wie die Bedeutung von Antiziganismus in Österreich bekannt ist.

Woher sollte Tante Elfi auch Antiziganismus kennnen, in Österreich. Aus der Schule etwa? Nicht einmal ein erst 2019 für geeignet erklärtes Schulbuch für den Unterrichtsgebrauch 2021/22 in Österreich für Geschichte und politische Bildung kennt den Begriff Antiziganismus, auch nicht den Begriff Porajmos, dafür aber „Zigeuner“, ohne Anführungszeichen …

Woher sollte Tante Elfi auch Antiziganismus kennen, in Österreich. Aus den Medien etwa? Aus diesen wird sie ein anderes Wort wohl recht gut kennen, aber vielleicht noch kein Wort gefunden haben, um daraus einen reimenden Limerickl …

Aber es muß nicht immer ein Reim sein, wie einer aus dem Steiermärkischen beweist, der recht prosaisch nur erzählt, wie sie „ohne Erlaubnis herumlungern und in Partyzelten abfeiern“ — sie, die „unsere Großeltern Zigeuner nannten“, Großeltern einer Generation, die Antiziganismus wohl auch nicht kannten, nicht kennen wollten, dafür diesen aber bis zur letzten Konsequenz auslebten, und die Generation, die jetzt in der österreichischen Schule Geschichte und politische Bildung lernen, aus dem oben erwähnten Schulbuch, kennen u. v. a. m. Antiziganismus ebenfalls nicht …

PS Die Zeitschrift „Falter“ selbst hat auch einen besonderen Zugang zur Geschichte, wie dieser Artikel vom März 2021 erzählt, einen politisch korrekten wohl, nach österreichlicher Art …

„Zigeuner – überall Geschichte“, ein österreichisches Schulbuch: Von politisch korrekter Lehre Österreichs und politisch inkorrekter Bildung in Österreich

Mit Bescheid des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung vom 11. Februar 2019, GZ BMB-5.018/0100-IT/3/2017, gemäß § 14 Abs. 2 und 5 des Schulunterrichtsgesetzes, BGBl. Nr. 472/86 und gemäß den derzeit geltenden Lehrplänen als für den Unterrichtsgebrauch für die 4. Klasse an Neuen Mittelschulen und an allgemeinbildenden höheren Schulen – Unterstufe – im Unterrichtsgegenstand Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung (Lehrplan 2016) geeignet erklärt.

Mit diesem Bescheid wurde das Schulbuch „überall Geschichte“ als geeignet erklärt, im Februar 2019, also zur Zeit der Bundesregierung des Rücktrittskanzlerweltmeisters und des Dr. Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung bis zum heutigen Tag, 23. November 2021.

Das Besondere an diesem seit mehr als zwei Jahren zum Unterrichtsgebrauch geeignet erklärten Schulbuch ist der besondere Einsatz und der besondere Nicht-Einsatz von Anführungszeichen bei den Wörtern Anschluß und Zigeuner. Wie das Wissensnetz Österreich Zigeuner nicht in Anführungszeichen setzt, sehr wohl aber Anschluß in Anführungszeichen setzt, setzen Elisabeth Engberding, Wilma Heihsler, Ilse Porstner, Robert Wurzrainer in ihrem Lehrbuch Anschluß in Anführungszeichen, nicht aber in Anführungszeichen setzen sie Zigeuner.

Was es mit diesen gesetzten und nicht gesetzten Anführungszeichen auf sich hat, darüber müssen nicht noch einmal Überlegungen angestellt werden. Die Überlegungen zu diesem vor nicht einmal drei Jahren geeignet erklärten Schulbuch für neue Mittelschulen und allgemeinbildenden höheren Schulen (Gymnasien, deren „Ziel und Aufgabe ist es, den Schülerinnen/den Schülern eine umfassende und vertiefende Allgemeinbildung zu vermitteln und damit auch eine Voraussetzung für ein Studium zu schaffen“) sind dieselben Überlegungen, wie diese bereits zum Wissensnetz Österreich vorgebracht sind.

An Österreichs Schulen wird nicht irgendwann in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart gelehrt, Zigeuner ohne Anführungszeichen, Anschluß hingegen mit Anführungszeichen zu schreiben, ist von höchster österreichischer Staatsstelle abgesegnete höchste politisch korrekte …

Und was in Österreich staatlich politisch korrekt ist, wird in Österreich ohne Zwang und ohne gesetzlich vorgeschriebener Pflicht pflichtergeben befolgt, auf mannigfache Weise …

Das Besondere an diesem geeignet erklärten aktuellen Schulbuch Österreichs darüber hinaus ist, was in Österreich nicht gelehrt werden soll; dies zu lehren, wäre in Österreich wohl politisch inkorrekt, und kein Mensch in Österreich möchte als politisch inkorrekt gelten, wofür dieses Schulbuch beispielhaft …

Es ist in Österreich politisch korrekt zu lehren, der Begriff „Holocaust“ werde abgelehnt, heute werde die Ermordung der jüdischen Bevölkerung als „Shoah“ bezeichnet. Politisch inkorrekt hingegen zu lehren, daß die Ermordung der „Zigeuner“ als Porajmos zu bezeichnen ist.

Politisch korrekt zu lehren hingegen, ist

Auch der Mord an den Armenierinnen und Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkrieges wird heute als „Genozid“ bezeichnet. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden europäische Jüdinnen und Juden sowie Menschen anderer Volksgruppen durch die Nationalsozialisten ermordet. Auch hier spricht man von „Genozid“. Während der Kriege nach dem Zerfall Jugoslaiwens wurden ebenfalls Völkermorde verübt. In Ruanda, einem Staat in Afrika, wurden Mittd der 1990er Jahre hunderttausende Tutsis von den verfeindeten Hutus ermordet.

Politisch inkorrekt hingegen, die „anderen Volksgruppen“ so konkret zu benennen, wie diese nach der „Rassengesetzgebung“ konkret benannt wurden, wofür es, kaum daß Österreich wieder so ganz und recht frei war, höchste staatliche Auszeichnung gab

Politisch korrekt — dies aber nur nebenher — daß die Mörder Nationalsozialisten sind, nur Männer die Mörder sind. Politisch inkorrekt hingegen wohl, die Frage von Lesenden, hatten die mordenden Männer nicht wenigstens eine Frau an deren Seite, die … Immer muß Bert Brecht herhalten, auch dafür, Zigeuner ohne Anführungszeichen schreiben zu können, und das wenige Tage auch nach Morden, im Jahr ’20, im Jahr 2020, nicht im Jahr 1920.

Politisch korrekt, Antisemitismus ausführlich zu behandeln. Politisch inkorrekt hingegen, je Antiziganismus hinzuschreiben, politisch inkorrekt hingegen, je Antiromaismus zu erwähnen. Politisch inkorrekt hingegen bereits, je darauf hinzuweisen in einem Schulbuch, in Österreich darauf hinzuweisen, daß es diese zwei Begriffe überhaupt gibt, ja, wie auch, in diesem Land mit der Tradition, keine Anti-Denkschriften, sondern Pro…

30 Jahre, Erinnerung an eine Rede

Die Rede vom damaligen Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzy im österreichischen Parlament vor dreißig Jahren wird als eine historische eingestuft, eine allseits gelobte Rede bis zum heutigen Tag herauf.

Es ist unbestritten, dass Österreich im März 1938 Opfer einer militärischen Aggression mit furchtbaren Konsequenzen geworden war. Die unmittelbar einsetzende Verfolgung brachte Hunderttausende Menschen unseres Landes in Gefängnisse und Konzentrationslager, lieferte sie der Tötungsmaschinerie des Nazi-Regimes aus, zwang sie zur Flucht und Emigration. Hunderttausende fielen an den Fronten oder wurden von den Bomben erschlagen. Juden, Zigeuner, körperlich oder geistig Behinderte, Homosexuelle, Angehörige von Minderheiten, politisch oder religiös Andersdenkende – sie alle wurden Opfer einer entarteten Ideologie und eines damit verbundenen totalitären Machtanspruchs. Dennoch haben viele Österreicher den „Anschluss“ begrüßt, haben das nationalsozialistische Regime gestützt, haben es auf vielen Ebenen der Hierarchie mitgetragen. Viele Österreicher waren an den Unterdrückungsmaßnahmen und Verfolgungen des Dritten Reichs beteiligt, zum Teil an prominenter Stelle. Über eine moralische Mitverantwortung für Taten unserer Bürger können wir uns auch heute nicht hinwegsetzen. Vieles ist in den vergangenen Jahren geschehen, um, so gut dies möglich war, angerichteten Schaden wieder gut zu machen, angetanes Leid zu mildern. Vieles bleibt nach wie vor zu tun, und die Bundesregierung wird auch weiterhin alles in ihrer Macht Stehende unternehmen, um jenen zu helfen, die von den bisherigen Maßnahmen nicht oder nicht ausreichend erfasst oder bisher in ihren moralischen oder materiellen Ansprüchen nicht berücksichtigt wurden.

Das ist die wortwörtliche Abschrift des vom „Wissensnetz Österreich“ veröffentlichten Teils der Rede, die Altbundeskanzler Dr. Franz Vranitzy am 8. Juli 1991 im Parlament der Republik Österreich hielt.

Auffallend an diesem Zitat des Wissensnetzes Österreich, wie es am 21. November 2021 auf seiner Website gelesen werden kann, ist Anschluß in Anführungszeichen gesetzt. Im stenographischen Protokoll des österreichischen Parlaments der Rede von Franz Vranitzky vom 8. Juli 1991 gibt es keine Kennzeichnung von Anschluß durch Anführungszeichen.

Woher nimmt das Wissensnetz Österreich die Anführungszeichen? Aus dem Rede-Manuskript des Dr. Franz Vranitzky? Hatte er in seinem Manuskript Anführungszeichen gesetzt, aber diese in seinem parlamentarischen Vortrag nicht verdeutlicht, so daß die Anführungszeichen nicht in das parlamentarische Protokoll aufgenommen werden konnten? Oder ist es, das eher angenommen werden darf, eine eigenmächtige Veränderung der Rede des Franz Vranitzky durch das Wissensnetz Österreich? Eine eigenmächtige Setzung von Anführungszeichen, die Franz Vranitzky nicht setzte? Und wenn es ein eigenmächtiges Anbringen von Anführungszeichen durch das Wissensnetz ist, weshalb setzt das Wissensnetz nicht auch Zigeuner in Anführungszeichen?

Vor dreißig Jahren, am 8. Juli 1991, spricht Dr. Franz Vranitzky von „Zigeunern“ – in seiner historischen, in seiner in diesem Land allseits hochgelobten Rede …

Hatte er in seinem Rede-Manuskript Zigeuner in Anführungszeichen gesetzt? Anführungszeichen, die den Protokollierenden der Rede im Parlament entgangen sind, und deshalb nicht im Rede-Protokoll des Parlaments angeführt sind?

Jedoch. Filmaufnahmen der Rede von Dr. Franz Vranitzky im Parlament am 8. Juli 1991 lassen nicht den Schluß zu, er hätte in seinem Manuskript, das er verlas, Anführungszeichen gesetzt, weder Zigeuner noch Anschluß in Anführungszeichen gesetzt, keine Geste, kein Zeichen bei seinem Aussprechen von „Zigeuner“ und „Anschluß“ deutet daraufhin, daß in seinem Manuskript die zwei Wörter in Anführungszeichen gesetzt sind.

Es darf also mehr davon gesprochen werden, daß es eine eigenmächtige Verfremdung der Rede von Franz Vranitzky durch das Wissensnetz Österreich ist, und dies macht auch ein weiteres Mal die Lage der Menschen deutlich, die noch dreißig Jahre später so selbstverständlich wie bedenkenlos „Zigeuner“ genannt werden, wie es vor dreißig Jahren für Franz Vranitzky selbstverständlich und bedenkenlos war, sie ebenfalls …

Im nächsten Kapitel werden die eigenmächtig gesetzten Anführungszeichen und die eigenmächtig nicht gesetzten Anführungszeichen noch einmal zur Sprache kommen, im wesentlicheren Zusammenhang mit Bildung, was in der Schule in Österreich gelehrt wird.

Vielleicht wird es noch ein weiteres Kapitel geben. Denn. Dies ist nicht die einzige Auffälligkeit in der Rede von Franz Vranitzky, die es verdient, hervorgehoben zu werden … aber, vielleicht auch nicht.