Kaum aus dem Dorf zurück, in dem als einziges Magazin „Der Pragmaticus“ zum Verkauf aufliegt, liegen gleich in der Warteecke des nach der Rückkehr sofort besuchten Beauty Salons zwei Exemplare vom „Pragmaticus“ auf, das nicht überrascht, befindet sich dieser doch im wienerischen Bezirk, der vielen Wirkungsstätte, den sie als ihre Heimadresse …
Das Dorf wurde nicht vorzeitig verlassen, weil es in diesem bloß das Magazin „Der Pragmaticus“ gibt, sondern wegen des auf einer Plattform gelesenen Berichts über eine Insel „zeuter“, der so einnehmend war, daß sofort beschlossen wurde, die paar verbliebenen Urlaubstage „auf zeuter“ verbringen zu wollen. Es wurde angenommen, „auf zeuter“ werde es schon einen Flughafen geben, Flüge nach „zeuter“ werde es nur von der Bundeshauptstadt aus geben können, und darum der sofortige Aufbruch nach Wien.
Das Magazin „Der Pragmaticus“ hat eine recht säenswerte Auflage, die muß verteilt werden, und über einen derart gewichtigen Pragmaticus muß auch vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk Österreichs berichtet werden, wenn ein Unternehmer wieder ein Projekt startet.
Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz hat gemeinsam mit Prinz Michael von und zu Liechtenstein ein neues Medienprojekt aus der Taufe gehoben: „Der Pragmaticus“ startete nun als Onlineplattform, ein monatliches Printmagazin erscheint erstmals am Montag. Das neue Medium soll Expertinnen und Experten Raum geben, ihre Inhalte umfangreich und abseits von tagespolitischen Debatten zu publizieren. Laut der Blattlinie sollen Freiheitsrechte und Eigenverantwortung geachtet werden. Als Aufgabe wird definiert, „faktenbasierte Informationen und Orientierung in einer Zeit zu bieten, die von Erregungsjournalismus, Verkürzung und Zuspitzung geprägt ist“. Netzwerk an Expertinnen und Experten „Unser Ziel ist, realistisch an Situationen heranzugehen und nicht in vorgefertigten Modellen zu denken. Kurz: pragmatisch zu handeln“, wird der Initiator und Herausgeber des Mediums, Liechtenstein, der auch die für Entscheidungsträger ausgerichtete Plattform Geopolitical Intelligence Services (GIS) lancierte, zitiert. „Der Pragmaticus“ baut auf ein Netzwerk von über 100 Expertinnen und Experten auf. Personen abseits des „Mainstreams“ sollen nicht ausgeschlossen und ein Schwerpunkt auf die Themenbereiche Wissen, Macht, Geld und Mensch gelegt werden. Auflage von 200.000 Stück Das Magazin soll in einer Auflage von 200.000 Stück erscheinen. Es kann über den Abschluss eines Abonnements auf der Homepage bezogen werden und liegt den österreichischen Tageszeitungen „Die Presse“, „Kleine Zeitung“, „Tiroler Tageszeitung“ und „Vorarlberger Nachrichten“ bei. Als Chefredakteur fungiert Andreas Schnauder, der lange Zeit als Wirtschaftsressortleiter bei der Tageszeitung „Der Standard“ arbeitete. Geschäftsführer der Pragmaticus Verlag AG, die ihren Sitz in Wien-Leopoldstadt hat, ist Jürgen Moosleithner. „Der Pragmaticus“ wird von einem gleichnamigen Talk-Magazin auf Servus TV begleitet. Mateschitz’ jüngstes Medienprojekt, die Rechercheplattform Addendum, wurde vor fast einem Jahr eingestellt.
red, ORF.at/Agenturen: 3. September 2021. Neues Mateschitz-Medienprojekt gestartet.
Nun im Beauty Salon in der Warteecke sitzend und einen Flug nach „zeuter“ suchend, fallen auf dem Warteecktisch die zwei Exemplare des „Pragmaticus“ auf, und da kein Flug nach „zeuter“ zu finden ist, kein Flughafen „auf zeuter“ zu finden ist; „zeuter“ selbst nicht zu finden ist, wird das Taschensuchgerät weggelegt, und darüber nachgedacht,
was fällt zum „Pragmaticus“ über das, was bereits über seinen Hintergrund, Untergrund, Abgrund erfahren wurde, hinaus noch ein.
Sofort kommt in Erinnerung, das ein Unternehmer sagte,
Wie viel Köppel für die Weltwoche bezahlt hat und woher das Geld kam, ist ein Geheimnis. Auch Ryser kriegt es nicht gelüftet. Aber er kann zeigen, warum die Rechten Köppel an der Spitze der Weltwoche wollten. Er sollte die Zeitung zu ihrem Sprachrohr machen. „Den Wettstreit der Ideen gewinnen. Darum geht es“, sagt der Unternehmer Tito Tettamanti, der an dem Verkauf maßgeblich beteiligt war. „Dazu braucht es Zeitungen. Man muss die Ideen säen. Säen, säen, säen. Mit der Weltwoche haben wir eine Lücke gestopft, die Lücke der rechten Opposition.“
Biographie über Roger Köppel. Der will nicht nur spielen. taz. 10. Oktober 2018.
„man muss die Ideen säen. Säen, säen, säen.“ Das paßt dazu, daß der „Pragmaticus“ in Tabaktrafiken mit Lebensmittelverkauf auf dem Land und in Beauty Salons in der Stadt auch gestreut wird. Es erinnert sogleich ebenfalls daran, was in der Sendungsanstalt eines weiteren Unternehmers gesagt wurde: An keiner Debatte sich zu beteiligen, ist das Entscheidende, nur auftreten, immer und überall auftreten, jede Gelegenheit nutzen. Nicht aussprechen lassen. Nicht mal sprechen lassen.
Es erinnert ebenfalls daran, daß die Tagesordnungen von Unternehmen zur eigennützigen Geldverteilung je keinen Änderungen unterliegen, was ihnen einmal zur Vermögensmehrung als Agenda recht
scheint ihnen als Agenda ewig einzusetzende —
Tagesordnungen, so viele zu löschen, so viele neu zu schreiben …
Und im Angesicht der Agenda der Konzerne,
was diese auch gegen den Staat an sich und für sich auf ihre Tagesordnungen gesetzt haben, erscheint es völlig untergeordnet,
was ihre Strippen auf der Straße tragen,
mit welcher Mode ihre Strippen auf der Straße ihr Aussehen versuchen zu peppen,
was deren Strippen sagen und schreiben, in Sendungsanstalten und auf
Plattformen der Tech-bros, ohne die Finanzierung durch
ihre string pullers hätten sie nichts, beispielsweise auch keine Zeitungen, in denen sie schreiben dürfen,
was ihren backers eigennützlich gefällt …
Beinahe könnte Mitleid sich einstellen, Mitleid mit den Strippen, die zwar ab und an sich eingestehen können, daß sie Strippen sind, aber
sie verkennen dabei, wer an den Strippen zieht, sie meinen, an den Strippen zöge eine aus ihren Reihen,
aus ihren Staffeln, und sie sind doch nur angeheuert für Staffelläufe,
deren jeweiliger Startschuß von denen abgegeben wird, die tatsächlich an den Strippen ziehen, und für sie laufen sie, laufen und laufen und meinen,
sie laufen frei, wenn sie beispielsweise meinen bis nach Kärnten zu laufen,
laufen sie doch nur wie Pferde auf den im Eigentum befindlichen Rennbahnen ihrer Compères,
rennen im Kreis, immerzu im Kreis, im Kreis immerzu, auf der Tanzfläche im Spektakel der …






















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