Stiehl die Zukunft – Stopp, es reicht!: Ein Diskussionsspiel vor allem für Wähler und Wählerinnen der FPÖ

Stiehl die Zukunft - Ein Diskussionsspiel für Wählerinnen und WählerVielleicht findet sich ein Autor oder eine Autorin von Gesellschaftsspielen, die ein Politspiel vor allem für Wählerinnen und Wähler der FPÖ entwickeln möchte, mit einem Regelwerk zum Ermitteln, wer in diesem Spiel gewinnt, wer verliert, mit ansehnlich gestalteten Spielkarten.

Wahrscheinlich ist aber für ein solches Spiel gar kein Regelwerk notwendig. Denn. Wer beim Beenden des Spiels dabei bleibt, weiter die FPÖ zu wählen, hat verloren, nicht im Spiel, sondern in der Wirklichkeit.

Es sind soher eigentlich auch keine schön gestalteten Spielkarten, die erst käuflich erworben werden müßten, für dieses Spiel notwendig.

Somit ist es ein kostenfreies Spiel. Bis auf die eventuell zu zahlenden Getränke. Denn.

Es kann sehr gut in Wirtshäusern gespielt werden. Bierdeckel können als Karten verwendet werden. Spielerinnen und Spieler nehmen sich einen Stapel Stammtischbierdeckel. Ihre Smartphones, Handys, IPhones kommen, das ist je der Beginn des Spiels, für die Recherche zum Einsatz. Und dann schreiben die Spieler und Spielerinnen auf ihre Bierdeckel, was sie im Internet gefunden haben, worüber sie reden wollen. Ein Spieler oder eine Spielerin übernimmt die Rolle eines Mandatars oder einer Funktionärin der FPÖ, von der oder dem eine auf einen Bierdeckel geschriebene Aussage vorgelesen wird. Dann werden Fragen zur Aussage gestellt. Wahrheitsgehalt, Lügengehalt, Widersprüchlichkeiten, Ungereimtheiten der Aussage besprochen, diskutiert, erörtert … Kommt nach einiger Zeit, ein Spieler oder eine Spielerin zum Schluß, diese Bierdeckelaussage wurde ausreichend diskutiert, sagt er oder sie: „Stopp, es reicht!“ Dann schreiben alle auf, ob es tatsächlich reicht oder nicht. Wenn die Mehrheit ein „Stopp, es reicht!“ notiert hat, wird die nächste Bierdeckelaussage von einem Spieler oder einer Spielerin zur Diskussion gestellt. Kommt nach einiger Zeit der Diskussion eine Spielerin oder ein Spieler zum Schluß, der Rollenspieler oder die Rollenspielerin stiehlt mit den Erläuterungen zur Aussage bloß Zeit von allen, sagt er oder sie: „Stiehl die Zukunft!“ Alle schreiben dann auf, ob das auch deren Meinung entspricht. Wenn das Ergebnis eine Mehrheit für ein „Stiehl die Zukunft!“ ist, scheidet der bestimmte Funktionär oder die bestimmte Mandatarin aus, das heißt, sollte es noch Bierdeckelaussagen von dieser bestimmten Person geben, kommen diese in diesem Spiel nicht mehr zum Einsatz. Diese Bierdeckel sind dann keine Karten mehr in diesem Spiel, werden damit also wieder gewöhnliche Bierdeckel für ihren eigentlichen zugedachten Verwendungszweck. Spieler und Spielerinnen von ausgeschiedenen Funktionären und Mandatarinnen scheiden aber nicht aus dem Spiel aus, sondern nehmen weiter als Fragestellerinnen und Fragesteller am Spiel teil.

Ein Beispiel dazu:

Eine Spielerin schreibt auf einen Bierdeckel die Aussage von NR Christian Höbart, die er am 28. Dezember 2015 postete, und die von Hannes Stiehl desselben Tages geteilt wurde:

„Die Toleranz hört da auf, wo unsere Grundrechte, Kultur und Identität angegriffen werden!“

Ein Spieler erklärt sich bereit, die Rolle des NR Christan Höbart zu übernehmen, eine Spielerin übernimmt die Rolle des Hannes Stiehl, um Rede und Antwort zu stehen zu dieser Aussage. Fragen, Überlegungen zu dieser Aussage könnten u.v.a.m. sein:

Wie können Grundrechte von Menschen, die beispielweise in Österreich um Asyl ansuchen, angegriffen werden? Gibt es für den Angriff auf Grundrechte Beweise, Fakten, die das unzweifelhaft belegen, aber auch berichten, wie dieser Angriff geführt wurde? Ist Höbart respektive Stiehl nicht bekannt, wer tatsächlich in Österreich einzig und allein in der rechtlichen Position ist, um Grundrechte von Bürgern und Bürgerinnen auszuhebeln? Kann Stiehl respektive Höbart stichhaltig darlegen, wie „unsere Kultur“ gänzlich ohne äußere Einflüsse hätte je werden können, was sie ist? Können Höbart und Stiehl stichhaltig ausführen, was „unsere Identität“ ist? Verkörpert heutzutage nicht gerade der fundamentalistische in der Überzahl männliche Anhänger eines Organisierten Glaubens einer extremistischen Auslegung beispielsweise des Islams exemplarisch „unsere Identität“ mit seiner Identität, die eine FPÖ dennoch angegriffen sieht?

Sollte die Diskussion zu einem gewissen Zeitpunkt als unbefriedigend  erachtet werden, kann sie mit „Stopp, es reicht!“, wenn es dafür eine Mehrheit gibt, beendet, das Spiel mit der nächsten Bierdeckelaussage fortgesetzt werden. Sollten die Ausführungen von Höbart und Stiehl derart schwach, unergiebig ausfallen, können beide, wenn es dafür eine Mehrheit gibt, mit „Stiehl die Zukunft!“ aus dem Spiel ausgeschieden werden. Die zwei Spieler beziehungsweise Spielerinnen, die Höbart und Stiehl spielten, dürfen dann keine FPÖ-Mandatare und FPÖ-Funktionärinnen mehr spielen; sie können als Fragespieler und Diskussionspielerinnen aber weiter mitspielen, aber auch, die Rollen von Mandatarinnen und Funktionären einer anderen Partei übernehmen, wenn beispielsweise deren Aussagen zur FPÖ vorgelesen werden.

Dem Spiel sind keine Grenzen gesetzt, um es individuell zu erweitern, es spannender, lustiger zu machen. So wäre es möglich, etwa bei dem oben zitierten Beispiel mit den „Grundrechten“, daß ein Spieler oder eine Spielerin die Rolle einer Person übernimmt, die beispielsweise sagt: Bürgerrechte sind leider einzuschränken. Mitspielerinnen und Mitspieler haben dann diese vorgespielte Person zu erraten. Wer Reinhold Lopatka so gut gibt, daß er von einem Spieler oder einer Spielerin richtig erkannt und erraten wird, braucht als Belohnung für die Lopatka-Darstellung seine oder ihre nächsten drei Biere nicht selbst zu bezahlen.

Ein weiteres Beispiel:

„Ein großer Punkt der von Bürgermeister Andreas Rabl angekündigten Reformmaßnahmen wurde im letzten Gemeinderat beschlossen: die Aufhebung beziehungsweise Abänderung mehrerer Förderrichtlinien. Die Stadt Wels erspart sich dadurch laut Rabl insgesamt 1,1 Millionen Euro. Ersatzlos gestrichen sind Förderungen für mobile Altenhilfe und soziale Betreuungsdienste, barrierefreies Planen und Bauen an öffentlichen Objekten, Badeinbauten und Wohnungskosten für Jugendliche, Familien und Alleinerzieher. Ebenfalls aufgehoben sind nun die Richtlinien der Förderung von Umwelt- und Schallschutzmaßnahmen, der Einbau von Alarmanlagen wird nur mehr mit 300 Euro gefördert. Nach heftiger Kritik der SP-Fraktion wurde ein Abänderungsantrag beschlossen. SP-Fraktionsvorsitzender Stefan Ganzert: ‚Speziell die Aufhebung der Wohnkostenförderung für junge Leute, Familien und Alleinerziehende ist bedauerlich. Wir haben mit unserem Protest erreicht, dass bestehende Anträge, die bis 31.12.2015 beim Magistrat einlangen, noch bearbeitet werden.'“

Ein Spieler übernimmt die Rolle des Andreas Rabl, FPÖ-Bürgermeister, und liest vor, was am 23. Dezember 2015 über die besondere Art von Weihnachtsgeschenken eines Bürgermeisters aus der identitären Gemein-Schaft zu lesen war. Hier stellen sich unweigerlich ein weiteres Mal vordringlich die Fragen nach dem Sozialen der FPÖ, wem gegenüber ist die FPÖ sozial eingestellt? Und so weiter und so fort, bis dann mit „Stopp, es reicht!“ die nächste Bierdeckelaussage oder mit „Stiehl die Zukunft!“ Rabl augeschieden wird …

Stopp es reicht - Stiehl die Zukunft - Kürzungen

Ein letztes Beispiel.

Falls Hannes Stiehl nicht, das kaum anzunehmen ist, schon bei der obigen Beispielrunde ausgeschieden ist, könnte er zur Seite auf der Plattform des Unternehmens Facebook  „Stopp es reicht – Wir fühlen uns nichtmehr sicher“ befragt werden.

„Auch wenn es der Gemeinde und den Flüchtlingsorganisationen nicht passt….! Hier wird weiter gepostet und Aufklärung betrieben!!! Wir lassen uns mit Fakten auch gerne vom Gegenteil überzeugen! Sollten die Angaben dieser Seite der Unwahrheit entsprechen….dann bitte: Eine öffentliche Anfrage an die Polizei und deren Darstellung bzw. Gegendarstellung und Statistik der Einsätze in Breitenfurt. Eine öffentliche Anfrage an die Geschäftstreibenden mit deren Darstellung bzw. Gegendarstellung. Eine direkte Anfrage an die in der Gemeinde wohnenden Anrainer. Die Gemeinde könnte dies z.B. mit einem Bürgerradar kombinieren.!!!!! MfG Hannes Stiehl Vizebürgermeister der Marktgemeinde Kaltenleutgeben“

Was ist „Aufklärung“ daran, Zeitungsverweise zu Lokalteilberichten zu bringen, gerade von der FPÖ, die gesinnungsgemäß Medien sonst ausschließlich als „Lügenpresse“ sieht? Mit welchen „Fakten auch gerne vom Gegenteil überzeugen“? Mit denen, die beispielsweise die gesinnungsgemäß zensierte Website der FPÖ oder die von NR Wendelin Mölzer gesinnungsgemäß geführte ZZ verbreiten? Fühlen „wir uns nichtmehr sicher“ vor dem, zu dem auf der gesinnungsgemäß zensierten Website der FPÖ aufgerufen und angestachelt wird? „Nichtmehr“ verleitet zur Frage, sollen Menschen, auffällig oft in der FPÖ beschäftigt, mit der sogenannten Muttersprache Deutsch, Menschen also, die seit ihrem ersten gesprochenen Wort in ihrem Leben keine andere Sprache als die deutsche sprechen, vermehrt recht günstige bis kostenlose Deutschförderkurse angeboten werden, auch noch Jahrzehnte nach deren Schulabschlüssen? Und so weiter und so fort bis zu Stiehl die Zukunft! – Stopp, es reicht!