Die zurückgebliebenen „Krüppel“ des Wolfgang Dvorak-Stocker, des Verlegers der Biographie vom zurzeitigen Vizekanzler in Österreich

„Zurückgeblieben sind […] die, ja sagen wir mal, Krüppel, diejenigen die nicht wirklich an der Front dienen konnten, aber die natürlich auch nicht eine große Leistung am Feld und im Stall erbringen konnten.“

So wird in Österreich im 17er Jahr gesprochen, wenn der in Österreich ehrenreiche Leopold-Stocker-Verlag zur einhundertjährigen Feier seiner Landwirtzeitschrift lädt. So spricht Wolfgang Dvorak-Stocker, wenn er von der einhundertjährig ehrenreichen Geschichte seiner unternehmerischen Familie den Geladenen berichtet, auf den Krieg von 1914 bis 1918 zu sprechen kommt, aufzählt, wer in den Krieg zog, wer zurückblieb.

Für Wolfgang-Dvorak-Stocker blieben die „Krüppel“ zurück, die nicht an der „Front dienen konnten“ und auch „am Feld und im Stall nicht eine große Leistung erbringen konnten“.

Wie wohl Wolfgang Dvorak-Stocker die Menschen nennt, die nicht mitgehen, nicht an seiner Seite mit seiner identitären Gesinnungskameraderie marschieren, wenn es gilt, hinaus …

Bei diesem Übermaß an gesinnungsgemäßer Tradition kann verstanden werden, daß der zurzeitige Vizekanzler in Österreich seine Biographie vertrauensvoll in die von der harten Schollenarbeit gefurchten Hände dieses Verlegers legt …


Identitäres Jubiläum: 20 Jahre Regierungsunfähigkeit und Regierungsunwürdigkeit

An diesem 24. April 2019 ist Claus Pándi zur Erkenntnis gelangt: „Die Freiheitlichen sind nicht regierungsfähig.“

Das zeichnet Claus Pándi als österreichischen Qualitätsjournalisten aus, bereits nach sechzehnmonatiger schwarzidentitärer Bundesregierung öffentlich zur Erkenntnis zu gelangen, „regierungsfähig sind die Freiheitlichen nicht.“

Vor zwanzig Jahren konnte, kaum daß die schwarzblaue Bundesregierung angelobt war, in der Tageszeitung „Wiener Zeitung“ gelesen werden:

»Seit knapp einer Woche wird mir der Aufenthalt in Costa Rica zum Ärgernis; denn die hiesige kommentarlose und also reine Medienberichterstattung mit täglichen Aufmachern über die aktuellen politischen Vorgänge in Österreich genügt als Beweis dafür, dass von Österreich aus nichts gelenkt werden muss, wie so oft und gerne behauptet wird. Nicht die internationalen Medien zerren Österreich in das denkbar schlechteste Licht, sondern einzig die FPÖ und ihr Steigbügelhalter Wolfgang Schüssel ruinieren die internationale Reputation Österreichs aufs Widerwärtigste. Die Idee der ÖVP, mit der FPÖ, einer auch ohne internationale Proteste nicht regierungswürdigen und -fähigen Partei, zu koalieren, kann nur als Wahnwitz aufgrund von Machtgier und Verantwortungslosigkeit bezeichnet werden. Wodurch wieder einmal mehr der Beweis erbracht ist, dass im Anfang die Biedermänner gefährlicher sind als die Brandstifter. Daher kann die Konsequenz aus diesem nationalen wie internationalen Debakel nur der Rücktritt von Wolfgang Schüssel als Kanzler und Parteiobmann sein, dem eine sofortige Koalitionsaufkündigung durch die ÖVP folgen muss.«

Wortident, aber gekürzt auch in der Tageszeitung „Kurier“. Ob es sich dabei, im Grunde eine Nebensächlichkeit, um denselben Verfasser handelt, kann nicht gesagt werden, wird dieser doch einmal als Bernhard Kraus und einmal als Bernhard Kraut geführt …

Vor zwanzig Jahren war also bereits klar, aber nicht dem schwarzen Parteiobmann, der wohl spätestens im letzten Wintermonat 1999 seinen Plan für eine schwarzblaue Koalition zu zeichnen begann:

„Die Idee der ÖVP, mit der FPÖ, einer auch ohne internationale Proteste nicht regierungswürdigen und -fähigen Partei, zu koalieren, kann nur als Wahnwitz aufgrund von Machtgier und Verantwortungslosigkeit bezeichnet werden.“

Bereits bei der Angelobung im Februar 2000 und ohne daß die schwarzblaue Regierung überhaupt noch zum Regieren gekommen wäre, war das klar:

„FPÖ: nicht regierungswürdige und -fähige Partei.“

In den vergangenen zwanzig Jahren ist die FPÖ nicht regierungswürdiger und nicht regierungsfähiger geworden.

Kurz gesagt: Jubiläum.

20 Jahre Regierungsunwürdigkeit, 20 Jahre Regierungsunfähigkeit.

„Mit den Ereignissen über die Osterfeiertage“ scheinen die Jubiläumsfeierlichkeiten der FPÖ ihre ersten Höhepunkte erreicht zu haben, gesinnungsgemäß und dem Anlaß zwanzig Jahre Regierungsunfähigkeit und zwanzig Jahre Regierungsunwürdigkeit höchst recht angemessen.

Hat sich in diesen zwanzig Jahren in der FPÖ irgend etwas getan? Doch, doch, ja doch, auch die Gesinnungsfernen haben ein Anrecht darauf, nicht ungerecht behandelt zu werden.

Die FPÖ wurde eine identitäre Partei.

Auch Österreich hat Anspruch auf eine gerechte Behandlung. Es hat sich etwas getan in Österreich. Doch, doch, ja doch. Österreich hat nun eine schwarzidentitäre Bundesregierung … also kurz zusammengefaßt: das ist die Veränderung, wie sie in Österreich verstanden wird.

Sonst aber geht es in Österreich zu, wie vor … es könnte alles, was damals geschrieben wurde, zum Beispiel in einem Roman, wiederholt werden, die alten Kapiteln einfach noch einmal hinzugefügt werden, sogar ohne die Mühe, die Namen zu tauschen, sind Namen doch nur, wie es so schön heißt, Schall und Rauch …

Der einzige Mensch, der sich über das österreichische Brauchtum der Veränderung, die in anderen Ländern als Unveränderung bekannt, freuen könnte, und es wird ihm gewünscht, daß er sich freuen kann, ist Bernhard Kraus oder Bernhard Kraut, weil dieser im Angesicht dieses zurzeitigen Österreichs sich vorkommen muß wie im damaligen Österreich, als er dies schrieb von der freiheitlichen Regierungsunwürdigkeit und identitären Regierungsunfähigkeit, mit dem wohligen Gefühl, zurück in Costa Rica zu sein, diesmal aber klug genug, keine Zeitungen mehr aufzuschlagen, die ihm seinen Aufenthalt je noch zu einem Ärgernis …

Das ist ihm zu wünschen, auch wenn er ein von Hoffnung aufgeweichter Narr ist, und das ist er, wenn er schreibt:

„Daher kann die Konsequenz aus diesem nationalen wie internationalen Debakel nur der Rücktritt von Wolfgang Schüssel als Kanzler und Parteiobmann sein, dem eine sofortige Koalitionsaufkündigung durch die ÖVP folgen muss.“

„Das wird nichts mehr.“ Schreibt Claus Pándi. Wie recht er doch hat: Das wird nichts mehr, in und mit Österreich.

Claus Pándi scheint ebenfalls einer seltsamen Hoffnung erlegen zu sein, wenn er in Norbert Hofer und „Herbert“ Fuchs „Ausnahmen“ sehen will … gerade Norbert Hofer, der —

Und gerade Hubert Fuchs, der seinen Herren mit Millionen es im Schlaf weiter geben will …

Was wohl Bernhard Kraut oder Bernhard Kraus zur Erkenntnis von Claus Pándi schreiben würde? Vielleicht. Österreich bräuchte nicht nur Qualitätsjournalistinnen, sondern auch Qualitätswählerinnen … und eines Tages werde es in Österreich, auch in Österreich, sogar in Österreich, diese Qualitätswähler geben, die nach Jahrzehnten endlich erkennen, daß eine identitäre Partei ob ihrer Regierungsunwürdigkeit und ihrer Regierungsunfähigkeit je keine wählbare Partei ist, und soher die Qualitätswähler solch einen Satz für immer obsolet machten:

„Daher kann die Konsequenz aus diesem nationalen wie internationalen Debakel nur der Rücktritt von Wolfgang Schüssel als Kanzler und Parteiobmann sein, dem eine sofortige Koalitionsaufkündigung durch die ÖVP folgen muss.“

In Österreich? In Österreich! „Das wird nichts mehr.“

Forderungen, geschickt an das Christkind

„I call on the Sultanate of #Brunei to withdraw the death penalty by stoning f homosexual acts between consenting adults. The same goes for other countries which have the same cruel & inhuman laws. No one should be criminalized based on their sexual orientation or gender identity.“

… und das Christkind, eben dabei das Osterhasenfell überzuziehen, antwortet nebenbei: „Ich sage mir, besser Diktator sein als schwul.“

Ja, das sind die rechten Worte, um gemeinsam in recht großem Ernst so recht überzeugend ein Mahnmal für ermordete …

Zwischendurch sind Reisen angesagt, zu Menschen, die Werte haben, auf die der Bundeskanzler recht großen Wert …

Und in der Heimat zieht das osterhasenbefellte Christkind noch eine Krachledernde wieder und wieder über und träumt davon, es würden ihm in Steintafel geschlagene Forderungen tagsüber vor sein Tirolerhaus getragen werden …

„Schickt die Lesben, Schwulen und Perversen in den Steinbruch“ …

„Steinigung …“

„Die Homowerber und der Holocaust“ …

Und ist bei Tag die Nachtarbeit getan, freuen sich alle schon auf die verschwitzten Körper, die diesmal, ach, wie oft muß bis dahin noch geschlafen werden, recht besonders schweißglänzend sein werden, wenn sie den Bällen hinterher … aber es kann auch sein, daß bei diesem Spiel nur ein Ball zum Spielen, jedenfalls wird vom Publikum dies stets behauptet, bei diesem Spiel je nur einen Ball gesehen zu haben …

Österreich: „Neonazi-Razzien in ganz Österreich“

Wie nun wohl geredet wird, in diesem Gesinnungsbund? Manche werden vielleicht meinen, die Wohnung, das Haus, das Schloß von Dugin, hätte er in Österreich ein Haus, ein Gut, eine Ritterburg, hätten sie niemals nicht durchsucht. Und wenn doch, müßte nicht erst untersucht werden, ob der duginische Granatwerfer funktionsfähig – sein Granatwerfer ist einsatzbereit …

Wie nun wohl gehofft werden wird, in diesem Gesinnungsbund? Na, hoffentlich hat Zungl schon alle siebzehn Para 9 Millimeter verschenken können, ehe die Polizei sie … bestimmt hat Zungl am Ball in der Hofburg schon alle siebzehn Para 9 Millimeter … ah, bei Zungl werden sie, die Polizei, gar nicht gewesen sein …

Welche Fragen sich nun wohl stellen werden, in diesem Gesinnungsbund. Vielleicht, wie lange das Hayek-Institut jetzt warten muß, um etwa einen Bachheimer wieder zu einem Referat einzuladen … ach, nicht lange, bald schon ist alles wieder beruhigt, geht alles wieder seinen gesellschaftlichen Gang, seinen österreichischen Gang … vielleicht bittet Barbara Kolm, jetzt als Vizepräsidentin, ihn in die österreichische Nationalbank zu einem Vortrag, und er, Bachheimer, kommt dann in Begleitung von Dugin …

In Deutschland, hingegen in Österreich …

Das ist das Aufregende an Romanen, aber auch das Mühsame, es müssen oft viele Kapiteln gelesen werden, in denen nicht Neues über eine Figur zu erfahren ist, aber dann kommt plötzlich ein Kapitel, und es ist von einer Figur etwas zu erfahren, das bislang nicht bekannt war, und oft sind die Schreibenden von Romanen selbst am meisten überrascht, etwas aus der Vergangenheit einer Figur zu erfahren, das ihnen bisher nicht …

Und ganz besonders trifft das auf einen Roman der Wirklichkeit zu. Ach, in wie vielen Kapiteln kommt die Figur Alexander Höferl vor, wird von ihr erzählt, auch davon, daß sie eine nicht unwichtige Rolle bei der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei … aber, daß sie auch deren „Chefredakteur“ war, vor Hans Becker Sothen, nun, das wurde erst jetzt im April 19 beim zufälligen Finden einer Bildunterschrift von dieser Figur bekannt.

Es ist lange her, daß „Unzensuriert-Chefredakteur“ Höferl Kolm interviewte. Das war 2011. Es hat sich seit damals viel verändert, nein, nicht verändert, der eine und die andere sind etwas geworden. Barbara Kolm ist inzwischen Vizepräsidentin der Österreichischen Nationalbank, Alexander Höferl irgendwas beim Innenminister. Und Jürgen Elsässer? Nun, in Österreich Referent vor jenen Menschen, vor denen zu sprechen, auch dem Innenminister ein recht hoher Wert ist.

„Als Interviewpartner haben wir den deutschen Publizisten Jürgen Elsässer und die Generalsekretärin des Hayek-Instituts, Barbara Kolm gewonnen. Zwei sehr gegensätzliche Charaktere: Während Elsässer im Herzen ein Sozialist geblieben ist, preist Kolm im Geiste […] fordert eine Neudefinition der Staatsaufgaben, auf dass auch die Ausgaben der Republik – und damit die Steuern – drastisch sinken mögen. In der Beurteilung der Ereignisse rund um den Euro stimmen die beiden dennoch überein.“

Und in Deutschland, Jürgen Elsässer? Ein Name unter vielen Namen, wie Kubitschek, Höcke, Sellner, Stein, Schachtschneider … Elsässer, bei diesen Namen, auch bei diesem fallen Begriffe wie Antisemitismus, werden Bewegungen genannt wie Pegida, Parteien wie AfD

Eine ehrenreiche Gesellschaft … Würde diese Gesellschaft in Deutschland einen Ball geben und zu diesem die Staatsspitze von Deutschland einladen, die Staatsspitze würde nicht hingehen, sie käme sich wohl zu wenig ehrenreich unter diesen Ehrenreichen vor. In Österreich hingegen fiebert vor allem ein Staatsspitzenmann wohl das ganze Jahr über dem nächsten Ball entgegen …

Sich von einem Schachtschneider beraten zu lassen, nun, dafür dürfte sich in Deutschland die Staatsspitze nicht klug genügen fühlen, hingegen in Österreich …

Kubitschek, in Deutschland ein „Salonfaschist“, in Österreich Referent und Fernsehgast … Kubitschek, prominent auf einem Buchdeckel: eben erst vor kurzem beworben für eine Schrift des Eckart der österreichischen Landsmannschaft …

Ein Name darf nicht fehlen, von einem, der einst nach Österreich aufbrach auch zur Beratung der ÖVP: Sarrazin Thilo.

„Alles begann am 30. August 2010. Damals veröffentlichte der SPD-Politiker und Ex-Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin sein Buch Deutschland schafft sich ab. Es wurde das meistverkaufte Sachbuch des Jahrzehnts in der Bundesrepublik. Darin behauptet Sarrazin, dass Deutschland seine Zukunft durch ungesteuerte Migration aufs Spiel setzen würde.“

Die Quelle dieses Zitates finden Sie in der Collage. Gemeinsame Auftritte von Sarrazin mit der Staatsspitze gibt es in – Österreich, in Deutschland hingegen …

Kubitschek, der Mitfühlende, schrieb den Nachruf auf den verstorbenen Chefredakteur aus dem ehrenreiche Hause der Stockers …

Wer ist in Deutschland schon so klug, sich von einem Höcke die Geschichte erklären zu lassen, so Kluge sind in Österreich nur …

Stein hat Vergangenheitsideen, die in Deutschland verständlicherweise niemand versteht, hingegen in Österreich …

In Deutschland scheint die Staatsspitze wohl das Gefühl zu haben, zu wenig ehrlich zu sein, um der Pegida ebenbürtig zu sein, hingegen in Österreich …

Ach, und in wie vielen Kapiteln wird von Barbara Kolm erzählt, die erahnen lassen, was sie befähigt zur Vizepräsidentin, auch durch den blauen Lobbydunst ist das deutlich zu erkennen, weshalb sie für diese zurzeitige Regierung …

Mit ihr ist in die Österreichische Nationalbank noch ein Mann eingezogen, der … ach, nur weitere Kapiteln, die in einem Roman mühsam zu lesen, aber ein Roman kann sich nicht für seine Kapiteln entschuldigen, es ist die Wirklichkeit, die ihm solche Kapiteln schreibt, wäre die Wirklichkeit nicht so nachsichtig, müßte der Roman nicht so elendig sein …

Um zu einem Ende zu kommen. Alexander Höferl meinte einmal, es hätte bei dieser gesinnungsgemäß zensurierten Website der zurzeitigen identitären Regierungspartei keinen „Chefredakteur“ gegeben.

Das scheint ein weitverbreitetes Gesinnungsleiden in dieser zurzeitigen Regierungspartei zu sein, nicht einmal über die eigene Biographie genau und kompetent Bescheid zu wissen. Erst letzten Sonntag saß ein weiterer aus dieser Partei mit diesem Gesinnungsleiden im Fernsehen …

… und dennoch glauben sie, regieren zu können, während sie nicht einmal imstande sind, sich selbst zu regieren, profunde Aussagen zu sich selbst zu machen … dabei kann es doch nicht so schwer sein, in einem ersten Schritt, ehe irgendein Amt noch übernommen wird, ein Gedächtnistraining zu absolvieren … Volkshochschulen dürften auch das im Programm haben … das wäre einmal der erste Schritt, erfolgreich ein Gedächtnistraining zu absolvieren, menschgemäß kämen dann noch viele, viele weitere Schritte, zumindest viele, viele weitere Kursbelegungen, ehe überhaupt von einer Reife zur Übernahme eines und sei es das geringste Amt im Staate gesprochen werden könnte …

„Das ist ja ein Blödsinn.“

Die gestrige Nacht endete, wie der gestrige Morgen begann, wie eben in Österreich Tage beginnen und Nächte enden: mit den Rechtklügsten – am gestrigen 10. April mit Gernot Blümel, dem zurzeitigen Kanzleramtsminister.

Wie am Morgen geht es auch in der Nacht um den „Regierungsentwurf gegen Hass im Netz“ der schwarzidentitären Bundesregierung in Österreich.

„Das ist ja ein Blödsinn“, was Sie da reden. Entschuldigung.“: Gernot Blümel, Kanzleramtsminister.

Damit hat der zurzeitige Kanzleramtsminister Martin Thür gegenüber in eindrucksvoller Weise, in unheimlich souveräner Art den Regierungsentwurf kurz zusammengefaßt.

Startup Regierungsentwurf

Morgens um sieben sind die Rechtklugen in Österreich, mußte schon oft gedacht werden, am klügsten, wie auch an diesem Morgen …

Gernot Blümel: „Wir wollten auch in Absprache mit der Internetwirtschaft verhindern, daß Start-up-Gründungen davon vielleicht verunmöglicht werden.“

Ehe Sie weiterlesen, überlegen Sie kurz, auf was für eine Frage könnte Gernot Blümel diese Antwort gegeben haben?

Richtig! Sie können sich gratulieren, ebenso klug zu sein wie Gernot Blümel.

Und für jene, die nicht so klug wie Blümel sind, kurz: Es ist die blümelische Antwort auf die Frage, weshalb solche „Forenbetreiber“ wie „Unzensuriert“ von diesem geplanten, wie es nun in diesem Regierungsentwurf vorliegt, Gesetz gegen „Hass im Netz“ nicht erfasst …

Die Aussagen von so recht klugen Männern bieten stets mannigfache Deutungsmöglichkeiten. Ist von ihm gemeint, Unzensuriert sei ein Startupunternehmen oder sieht er in den Damen und Herren der Schreibstaffel der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei potentielle Gründer und Gründerinnen von Startupunternehmen, die bereits auf Unzensuriert ihre Gründungsideen ausloten? Die Damen und Herren der Schreibstaffel werden doch stets von vielen motiviert, zu ihren Ideen der …

Etwa Biersauer, ein Herr oder eine Dame mit immer viel Zuspruch zu seinen oder ihren Ideen, auch gestern sie oder er wieder mit einer Startupidee: „Hundefutter“ … „Hundefutter“ allein als Produkt wäre noch keine recht besondere Startupidee, aber in Verbindung mit der Schaffung von Arbeitsplätzen für ganz bestimmte Menschen wird es zu einer recht besonderen Startupidee. Damit aber noch nicht genug. Ein derart motivierter Startupgründer begnügt sich nicht damit. Eine derart motivierte Startupgründerin weiß, eine „Hundefutter“-Startupfirma kann nur dann erfolgreich noch sein, sich nur dann gegen die massive „Hundefutter“-Konkurrenz durchsetzen, wenn sie von diesen bestimmten Menschen nur das Beste „verarbeiten“ …

So durfte auch an diesem Morgen um sieben mit einem Rechtklugen mit Zuversicht der Tag begonnen werden, daß es in Österreich, jedenfalls zur Zeit, nicht zu einer Verhinderung von Startupideen wie die von Biersauer kommen soll …

Schade nur, daß Biersauer unerwähnt läßt, in welchem Landstrich die „Hundefutter“-Fabrik errichtet werden soll, ob es viele kleine Produktionsstätten über das ganze Land verteilt oder ein großer Komplex konzentriert an einem Ort, an dem zwar noch wenige bis gar keine von den Menschen leben, für die diese speziellen Arbeitsplätze geschaffen werden sollen, nach dieser biersauerischen Startupidee, aber dann, wenn dieser IB-Komplex (IB steht für Industrielle Ballaststofffertigung) errichtet ist, viele, gar alle es an diesen Ort hinziehen würde, soher diese Startupidee auch eine Gegenbewegung zur Landflucht wäre, gar eine ideale Gegenbewegung, durchaus derart attraktiv, es in den Firmennamen aufzunehmen, aber nicht eingeschränkt auf Hundefutter – die Produktdiversifikation muß von Anfang an mitgedacht werden –, sondern kurz: I. G.-Futter …