„Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten.“

Das Geschickte von Kurz, doch noch einmal erwähnen?

Ja, warum nicht, einmal noch.

Unzensuriert - Deutsch-Ostafrika Dezember 18.png

Auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei schreibt McErdal einen Kommentar:

„Deutsch-Ostafrika 1918 vs. 2018 – eine Mahnung gegen Migrationspakt und Umvolkung https www youtube watch?V=pTlkzN aK40“

gleich mit einer Verlinkung zum bequemen Aufruf eines Videos von Bernd F. K. Und wie stets erhält McErdal dafür Zustimmung. Es sind auf dieser Plattform stets nicht wenige, die dem Unerträglichsten zustimmen. Die Zustimmungen sind absolut anonym. Nie wird herauszufinden sein, wer solch einer Gesinnung, solchen Verdrehungen zustimmt. Manche wollen sich der Illusion hingeben, wenn solche Kommentare gelöscht werden müssen, wenn solche Schreibende bestraft werden … dann wäre alles – werch ein Illtum. Und was ist mit den Zustimmenden, die aufgrund ihrer vollkommenen Anonymität niemals belangt werden können? Ist dann auch ihre Gesinnung gelöscht, die sie antreibt, solchen Kommentaren zuzustimmen? Könnten die Schreibenden von solchen Kommentaren, die für ihre Kommentare verurteilt werden, nicht mit Recht vom Papst verlangen, sie als Mär-tyrer und -tyrerinnen heiligzusprechen?

Unzensuriert - Europa darf Afrika nicht weichen - in Afrika.png

Und was erzählt Bernd F. K. in seinem Video? Blau-Türkis vor Neid würden Hitler und Goebbels werden bei so viel Talent zur Propaganda von Bernd F. K. Aber sie könnten von Bernd F. K. auch Tantiemen verlangen. geplündert das Propaganda-Arsenal von diesen, wenn allein an ein paar Formulierungen gedacht wird, die hier beispielhaft genannt werden sollen, aus diesem Video von Bernd F. K., bequem abrufbar über die gesinnungsgemäß zensurierte Website der Regierungspartei, für die auch ein Reinhard Olt recht gern Kommentare schreibt; wohl ob dieses Talents von Wilhelm Brauneder berufen, weil eben recht berufen historisch …

„im gegensatz zu heute war vor über 100 jahren deutschland ein kraftstrotzendes land mit einer enormen wirtschafts- und bevölkerungsdynamik und so suchte sich logischerweise der deutsche tatendrang raum im damals dünn besiedelten und damals wie heute unentwickelten Afrika  das bedeutendste schutzgebiet war deutsch-ostafrika raubbau an der natur durch die schwarzen wurde ebenso unterbunden wie der sklavenhandel durch die araber  dafür wurde die wirtschaft entwickelt das recht des stärkeren wurde abgeschafft kapitulierte die schutztruppe aber vom feinde unbesiegt und wie sieht es heute aus überall sehen wir die spuren des verfalls früher gingen hier deutsche und schwarze in die schule heute wie in so vielen brd-schulen auch keine deutschen mehr“

So weiter und weiter. Und gegen Ende:

„diese anlage dokumentiert zum abschluß noch einmal ganz gut was wir so oft beobachten wenn der europäer dem afrikaner weicht“

Unzensuriert - Bernd F K Heia Safai Dezember 18

„Wenn der Europäer dem Afrikaner weicht.“ In Afrika „der Europäer dem Afrikaner weicht“, in Tansania „der Europäer dem Afrikaner weicht.“ Goebbels hätte für so einen Propagandasatz seine eigenen Kinder ermordet, ah, das taten die goebbelsschen Eltern ja auch.

Und dazu spielt Bernd F. K. „Heia Safari“ … nicht gesungen von Heino, obgleich es auch von Heino davon eine recht weltheile Aufnahme gibt.

„Heia Safari“ war ein  1920 publiziertes , kriegsverherrlichendes Jugendbuch von Paul von Lettow-Vorbeck, das von den Nazis in die Grundbuchliste für Schülerbüchereien aufgenommen wurde und noch bis 1952 in neun Ausgaben mit einer Gesamtauflage von 281.000 Exemplaren erschien. Lettow-Vorbeck befahl in Deutsch-Ostafrika unmenschliche Grausamkeiten an der dortigen Bevölkerung: „Das Vorgehen der Truppen, bei denen Plünderungen, Vergewaltigungen, Brandschatzungen, Morde, Tötungen und Folterungen von Gefangenen und Verwundeten und Zwangsrekrutierungen an der Tagesordnung waren, erinnerte an die Kriegsführung längst vergangener Jahrhunderte.“ Die Deutschen rekrutierten Tausende von Afrikanern als Trägersklaven, was viele nicht überlebten. Über 100.000 kamen dabei ums Leben. Flüchtende Träger und desertierende afrikanische Soldaten wurden von Lettow-Vorbecks Soldaten erschossen, öffentlich durch Erhängen hingerichtet oder ausgepeitscht. Verdächtige wurden in Ketten oder Halseisen gelegt und teilweise mit Telefondraht aneinandergebunden. Die schwarzen Soldaten nannten Lettow-Vorbeck den „Herrn, der unser Leichentuch schneidert“. (Mehr zu den Kriegsverbrechen Lettow-Vorbecks)

Heino Heia - Kriegssafari - vom Feinde unbesiegt.png

Bernd F. K. betreibt auch eine Website: „Der BRD-Schwindel“. Gehostet in Rußland, Moskau. Und wie auf dieser Website zu lesen ist, teilt er die Liebe zu bestimmten Versen eines bestimmten Mannes mit dem zurzeitigen Vizekanzler in Österreich.

So könnte leicht wer Bernd F. K. mit dem zurzeitigen Vizekanzler in Österreich verwechseln.

Und das wäre ein Irrtum.

Es könnte auch noch etwas erwähnt werden, im Zusammenhang mit F. K., zu „Umvolkung“ und „Reichsb…“ – nein, wozu noch ein weiteres Mal …

Ein Irrtum allerdings ist es, einen wie Bernd F. K. zum – eben vor der Gefahr der Verwechslung gewarnt, und gleich selbst der Verwechslung erlegen — Vizekanzler gemacht zu haben und den Gemachten auch noch weiter zu behalten …

Bernd F K - Noch sitzt ihr da oben ihre feigen gestalten - Strache.png

 

Eckart, zur Veröffentlichung!

So lautet die Schlagzeile einer Tageszeitung in Österreich von heute. Wie muß das vorgestellt werden? Der Bericht sitzt in einem Wartezimmer und wartet darauf, aufgerufen zu werden. Sie sind dran, zur Veröffentlichung. Wie weiß der Bericht aber, daß er gemeint ist? Hat dieser einen Namen? Mit welchem Namen fühlt sich der Bericht sofort erkannt, angesprochen? Vielleicht, nein, bestimmt, wenn ausgerufen wird: Eckart, zur Veröffentlichung!

Eckart muß aber gar nicht auf die Veröffentlichung warten. Es erscheint ohnehin täglich, was in einem solchen Bericht, kurz gesagt, gebündelt stehen könnte, das aber in diesem Bericht, auf dessen Veröffentlichung die Tageszeitung wartet, nicht stehen wird.

Davon erzählt auch dieser Artikel unter der Schlagzeile „FPÖ-Historikerbericht wartet auf Veröffentlichung“, in dem aufgezählt wird, wer daran mitarbeitet. Es werden Namen genannt. Zum Beispiel:

„Der frühere ‚FAZ‘-Redakteur und Professor Reinhard Olt habe einen Beitrag zur Südtirolpolitik der FPÖ geliefert.“ 

Reinhard Olt. Ein Mann, der weniger auf die Seite der Untersucher gehört, als auf die Seite von jenen, die zu untersuchen wären. Nur kurz und nebenher: Es muß nicht gegendert werden. Es wurden von der FPÖ nur Männer beauftragt.

Das wird der FPÖ gefallen, daß Reinhard Olt von dieser Tageszeitung als „FAZ“-Redakteur vorgestellt wird, und nicht als, beispielsweise, Schreiber für die Unzensuriert, also für die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Regierungspartei.

Ja, das erzählt auch etwas über Österreich. Was einmal wer war und einmal was tat, das ist für immer. Und was immer wer in der Gegenwart so macht und schreibt, ist zu hüllen in den Vergangenheitsschweigemantel … Österreich, letztes Land des Idealismus — was einst ein „gemäßigter idealistischer Nationalsozialist“ sagte, kann heute ein idealistischer Regierungsmann, der für seine Partei so etwas wie ein Kanzler ist, auch sagen …

Und was Reinhard Olt zur FPÖ und Südtirol in diesen Bericht einbringen kann, nun, es reicht zu wissen, was er bisher zu Südtirol … Reinhard Olt hat eine lebhafte Phantasie, die beweißt er bereits durch seine Pseudonyme: Reynke de Vos, Herrolt vom Odenwald …

Und aus der Mitte entspringt die Extreme, das Identitäre

„Wohin gehört Südtirol?“

Reinhard Olt erzählt auch viel darüber, was in Österreich für Qualität gehalten wird, was auszeichnungswert ist, also in Österreich. Reinhard Olt, ein Mann des zweifachen Ansehens. Wie er zum Beispiel in Italien gesehen wird, und wie er in Österreich ausgezeichnet wird.

„Dennoch stellt sich die Frage, weshalb Speckner doch sehr eng mit dem rechtskonservativen Journalisten Reinhart Olt zusammenarbeitet. Olt ist, wie Speckner, der italienischen Sprache nicht mächtig und hat sich – kleines Detail am Rande – durch seine Übersetzung der sardischen Stadt Alghero mit ‚Algerien‘ bei Historikern nicht wirklich einen guten Namen gemacht. Olt publiziert manchmal mit den Pseudonymen Reynke de Vos oder Herrolt vom Odenwald, wenn er für politisch umstrittene Plattformen schreibt.“

Das hat nicht der ehemalige Minister Töchterle gesagt, als er Reinhard Olt mit dem österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst

Reinhard Olt schreibt also für Qualitätsplattformen, wie „EU-Infothek“; eine Quelle des Wissens auch für die gesinnungsgemäß zensurierte …

Reinhard Olt, der Hochgeistspringer von Plattform zu Plattform … da kann auch eine Plattform ja zum deutschen reich nicht umhin, das oltsche Hochgeistige zu verbreiten.

Was einem österreichischen Wissenschaftsminister ehrenkreuzwert ist, kann einer ja zum deutschen reich nur recht …

Kurz: Olt, Österreich, alles roger.

Alles roger? … eine Plattform, für die Olt ebenfalls seit kurzem, wie im September 18 stolz verlautbart von Seumig …

Ob der oltsche Beitrag zu Südtirol so feierlich ausgefallen ist wie seine Rede zur Kerschbaumer-Gedenkfeier? Kerschbaumer muß ein ehrenwerter Mann gewesen sein, sonst wäre doch ein österreichischer NR-Präsident III nicht auch einmal zu einer kerschbaumerischen Gedenkveranstaltung …

Das verbindet einen Olt mit einem NR-Präsidenten III, aber auch mit einem zurzeitigen Vizekanzler in Österreich: das treureiche Gedenken an ehrenwerte Männer in den nördlichen Bergen Italiens:

„Respektvolles Gedenken“ von He.-Chr. Strache, dem nächsten Vizekanzler, gilt Peter Kienesberger, einem mit „Norbert Burger der vier Gründer der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei (NDP)“

Was der FPÖ noch gefallen könnte, an diesem Artikel.

„Nicht fehlen darf das Kapitel Restitution – also die Arbeit der schwarz-blauen Koalition in der Ära Wolfgang Schüssel (ÖVP). ‚Wir wollen hierbei Berichte den Historikern zur Verfügung stellen, auch welchen aus Israel.‘ Hier sei man noch auf der Suche nach Wissenschaftern. ‚Jedenfalls wurde bei der Restitution alles von der FPÖ mitgetragen, das muss man ganz offen und deutlich sagen.'“

Das wird ihr gefallen. „Alles von der FPÖ mitgetragen.“ Damals vor allem von ihr vorgetragen: „Später Dank und Anerkennung“. Für wen? Sie kennen die Antwort. Das ist gesinnungsgemäße Kontinuitität. Und jetzt, noch etwas später, ein zurzeitiges Denkmal …

Und wen nennt die Tageszeitung im Artikel unter der Schlagzeile „FPÖ-Historikerbericht wartet auf seine Veröffentlichung“ noch? Höbelt, naturgemäß, hätte Bernhard geschrieben, oder, wie ein anderer schreiben würde, menschgemäß. Richtig aber ist nur: Höbelt, gesinnungsgemäß …

Lothar Höbelt hat seine Vergangenheit bereits aufgearbeitet: „8. Mai 1945: Tag der Niederlage“ nach dem „sogenannten Holocaust“.

Kurz gesagt, weshalb sollte überhaupt auf die Veröffentlichung eines Berichts gewartet werden, von dem ohnehin gewußt wird, was mit diesem Berichtet gewartet werden soll. Dafür allein steht schon der Mechaniker als Leiter dieser Parteiverschönerungswerkstätte, also Wilhelm Brauneder, der naglerische Schreibkollege aus der Fuhrmanngasse 18 …

Sein Schreibkollege aus der Fuhrmanngasse 18 wurde doch nicht in die Parteiverschönerungswerkstätte berufen, wenngleich er recht dazu gepaßt hätte, gesinnungsgemäß …

Und auch dieser braunederische Schreibkollege erzählt viel über Österreich, diese Plattform der höchst rechten Qualität, mit Verlagen, deren Wert nur ein zurzeitiger Chef ermessen kann …

FPÖ-Historikerbericht wartet auf seine Veröffentlichung

 

Cheffall

Das Kapitel Serienfälle, Einzelfälle, Cheffall, Denkfall kann noch nicht geschlossen werden.

Es wurden zwar schon die von der Tageszeitung gelisteten „Einzelfälle“ angesprochen, die unleidige Sache mit den identitären Söhnen und Töchtern der Gesinnung, die schon recht andere Namen auf ihrem Leerfaß kleben hatte.

Von dem Cheffall im November 18 allerdings erzählt die Tageszeitung nichts, wahrscheinlich stand die Schlagzeile mit „Einzelfälle“ schon fest, und es war keine Zeit mehr, diese auf beispielsweise „Serienfälle“ zu ändern, das der Tatsächlichkeit entspricht. Denn es ist dieser Cheffall auch einer, der unter Serienfälle zu reihen ist, wenn allein an das Zusammenwirken, das so oftmalige, wieder und wieder gemeinsame Betätigen von der vizekanzlerischen Partei mit dem ehrentreuen Verlag in Graz …

Stocker - Strache - Cheffall.png

Als der zurzeitige Vizekanzler mit dem identitären Verlagssohn im Graben seine eigene kleine identitäre Demonstration hat, im November 18.

Der identitäre Verlagssohn, von dem bekannt ist, daß ihm identitäre Demostrationen recht willkommene Anlässe zum Spazierengehen sind, bei jedem Wetter, der identitäre Verlagssohn dabei auch rechten Familiensinn — auch das Verlagsenkerl hat seine Freude an identitären Demonstrationen, hält begeistert sich an Transparenten fest …

So eine identitäre Spazierfamilie muß doch, zwar an Auszeichnungen schon reich, immer wieder ausgezeichnet werden. Und wie kann ein zurzeitiger Vizekanzler in Österreich seine Verbundenheit, seine Ehrbezeugung vor so viel rechtem Familiensinn demonstrieren; einfach wie kurz gesagt, indem er seine Biographie in die treuen Hände dieser Familie legt.

Wahrscheinlich hat die Tageszeitung diese Demonstration der gesinnungsgemäßen Verbundenheit von Gesinnungssohn und Verlagssohn auch deshalb nicht als „Einzelfall“ gelistet, weil es im November 18 im Graben keine identitären Fahnen gab, weil kein sonstiger identitärer Sohn aufmarschierte, also der identitäre Knabe, der auch den Verlag des Verlagssohnes in seinem webseitigen Laden führt, der in früheren Zeit, als es noch kein Internet gab, wohl als sein abseitiger Laden beschrieben worden wäre, und dann war es ja auch, also für die Tageszeitung, keine Demonstration, sie fand nicht auf der Straße statt, sondern im warmen Inneren einer Buchhandlung mit einer der besten Adressen in der Hauptstadt dieses Landes. Und daran ist, es kann die Tageszeitung verstanden werden, ist nichts Verwerfliches, ein familiäres Treffen in einem Bildungsraum, zwischen einem ehrenreichen Vizekanzler und einem Sohn aus recht gutem und mit staatlichen Auszeichnungen über und über behängten Verlag, aus Graz.

Und wenn in Graz zum identitären Familienspaziergang gerufen wird, bei welchem Wetter auch immer, da eilt auch Landtagspräsident III hin, und ist augenblicklich nur noch „Privatmann“, schlicht wie kurz: ein Gleicher unter seines Gleichen …

Und immer noch nicht kann das Kapitel geschlossen werden, es fehlt noch eine Ergänzung zum Patriotismus dieser Gesinnung, der zwar schon öfters angesprochen wurde, aber eine schlichte wie kurze Formel nachzureichen scheint erforderlich.

Cheffall Strache

 

 

Cheffall. Er wäre gut, anstatt so, doch seine Verhältnisse, die sind nicht so.

„Wir wären gut, anstatt so roh,
doch die Verhältnisse, die sind nicht so.“

Als hätte die Tageszeitung österreichischen Qualitätszuschnitts diesen Vers aus einer Oper für den zurzeitigen Vizekanzler in Österreich ein wenig umgeschrieben:

Er wäre gut, anstatt so,
doch seine Partei, die ist nicht so.

Jedenfalls kann das in den Sinn kommen, beim Lesen des Artikels „Die Einzelfälle sind nicht gestrig.“ Ein lustige Schlagzeile, das aber nur kurz nebenher: Was in diesen Fällen aus dem Heute zum Vorschein kommt, ist nur Gestriges, mehr als Gestriges – Vorgestriges von Ewiggestrigen.

Das ist die Fortsetzung des Kapitels Einzefälle, Serienfälle, Cheffälle … in dem es um die gelisteten Einzelfälle dieser Tageszeitung geht, mit denen die Umschreibung des Operntextes eigentlich bereits beginnt:

Er wäre gut, anstatt so, 
doch die Mitarbeiter, die Funktionäre,
die Mandatarinnen, die sind nicht so.

Und seine Fortsetzung findet, mit den vorgestrigen Fällen im Heute.

„Das Verhältnis der FPÖ zu Neonazismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus – eigentlich glaubt Heinz-Christian Strache, alles zu diesen Themen gesagt zu haben.“

Damit wird der Artikel Er wäre gut eröffnet. Zu Antiromaismus hat er noch nichts gesagt, und die Tageszeitung glaubt eigentlich, nichts zu diesem Thema ist zu sagen. Und dieses Thema könnte den stringenten Aufbau von Er wäre gut stören. Aber eigentlich ist es ein Thema, das in Österreich generell stört, von dem nichts gewußt werden will.

Dann wird in Er wäre gut von seiner Festrede zum 100. Geburtstag erzählt: „Es war eine starke Rede.“

Es darf nicht fehlen, seine Rede in der Hofburg, mit der er, meinen nicht wenige in diesem Land, und das sind nicht die Bildungslosen aus dem Gemeindebau, den Konjunktiv aus dem Vers Er wäre gut

„Bereits auf dem umstrittenen Akademikerball Ende Jänner hatte Strache im Zuge der Liederbuchaffäre Udo Landbauer, den damaligen FPÖ-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Niederösterreich, verurteilt. ‚Es ist unsere Pflicht, klar Stellung zu beziehen gegen Antisemitismus, Rassismus und totalitäres Denken‘, sagte er damals. Man kann darüber spekulieren, ob das auf Druck von Sebastian Kurz geschehen ist – immerhin war die türkis-blaue Koalition gerade erst angelobt worden. Jedenfalls hat Strache – aus seiner Sicht – seither immer wieder klar Stellung bezogen. Für ihn liegen die ‚Einzelfälle‘, in denen FPÖ-Funktionäre und/oder -Mandatare und/oder -Mitarbeiter einschlägig auffällig geworden sind, in der Vergangenheit.“

Worüber nicht spekuliert werden kann, ist eines, Er wäre gut hielt eine Rede für innen und draußen.

Zurzeitiger Vizekanzler in Österreich erneuert die Gültigkeit von „Ehre, Freiheit, Vaterland“

Er wäre gut sagt damit nicht die Unwahrheit, daß für ihn die einschlägigen Fälle in der Vergangenheit liegen; gibt es doch in dieser Gesinnungsschaft nur eine zu verwendende Zeit: Vergangenheit. Keine Gegenwart, keine Zukunft, nur Vergangenheit. Und wenn in dieser Gesinnungsschaft ausgedrückt werden will, präsent zu sein, wird das mit einem Zur Zeit abgewandelt.  

Und was so ein Er wäre gut für Probleme hat, ach, welches Lager er abschütteln möchte, welche Kräfte ihn halten, an ihm zerren, in dem Lager, in das er sich gelegt hat, davon wird auch erzählt in diesem Artikel, als wäre dieser eine Adventgeschichte, von einem armen Waisenknaben auf einem rohen Lager, auf das er ohne sein Zutun geworfen ward.

Dann kommt eine kritische Bemerkung, die es zu einer modernen Adventgeschichte macht. Die Durchleuchtung der Burschenschaften lasse noch immer auf sich warten. Wer wurde damit beauftragt? Und vor allem von wem? Ach, armer Er wäre gut, aber seine Verhältnisse, die sind halt so.

Die Verhältnisse, wo werden die eingegangen? In der Fuhrmanngasse 18. Das Durchleuchten hat zu warten, das muß doch zu verstehen sein, zuvor hat ein Buch über Umsturz zu erscheinen, wer von Eckart gerufen, kann sich nicht verweigern …

Und wer will da ungeduldig sein? Übt sich nicht vorbildhaft der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich in geduldiger Vorfreude auf den neuen …

Gleich im ersten Absatz von Er wäre gut, also in dem Absatz ohne Antiromaismus, steht geschrieben:

„Trotzdem hat sich der Vizekanzler und FPÖ-Chef einem STANDARD-Interview gestellt, bei dem es – auch – darum ging. Das muss man positiv anerkennen.“ 

Oh, und was für ein Interview das war, dem der Er wäre gut sich stellen mußte. Es muß ihm vorgekommen sein, er muß sich gefühlt haben dabei, wie jener Mann vor Jahrhunderten, der in Eiseskälte Tage vor der Zugbrücke ausharren mußte, ehe ihn ein Mann in seine Burg einließ, in die warme Stube …

Um dieses Kapitel vorerst wieder einmal zu beenden, soll auf den unerwähnten Antiromaismus zurückgekommen werden. Vielleicht meint die Tageszeitung, es ist eigentlich alles zu diesem Thema gesagt, weil ein Antiromaist „Paragraphe“ für die zurzeitige Regierung in Österreich schreibt.

Kurzens Land und Herbert Kickl gemeinsam es weit gebracht: Waffenrechte Spezial-Paragraphen schreibt ihnen ein „Waffen-Neger-Zigeuner-und-Lobbyist“

Welchem Chef aus der schwarzfeudalidentitären Regierung ist der Fall

Die Einzelfälle sind nicht gestrig - Er wäre gut doch seine Partei die ist nicht so.png

 

 

Einzelfälle, Serienfälle und Cheffälle

Eine Tageszeitung österreichischen Zuschnitts listet nun „Einzelfälle“: „rechtsradikale Entgleisungen in allen Parteien, seit Antritt der Regierung, 50 Fälle sind es inzwischen“.

Einen Einzelfall allerdings gibt es nicht.

Den Einzelfall Strache.

Einen Einzelfall Strache scheint es nicht geben zu dürfen.

Ein Chef, vor allem ein chefiger Vizekanzler, darf, vielleicht eine urösterreichische Spezialität, nie und nimmer ein Einzelfall sein.

Strache ist der Chef dieser Partei, mit so vielen Entgleisungen, daß diese Partei wahrheitsgemäß, doch einmal wahrheitsgemäß behaupten dürfte, sie habe in diesem Land die absolute Mehrheit, mehr noch, eine weit über Zwei-Drittel-Mehrheit und somit verfassungsändernde Mehrheit, was die „rechtsradikalen Entgleisungen“ betrifft; sonst ist sie ja eine, die bei den Wählenden verliert und verliert, weiter.

Strache selbst kommt in dieser Liste der fünfzig Einzelfälle vor. Nicht aber als Einzelfall. Die Einzelfälle berichten von Angestellten und deren Entgleisungen. Wenn es um Entgleisungen geht, sind es in dieser Partei stets die Angestellten. Das hat Tradition in dieser Partei, Herrenmentalitätstradition. 

Kurz, nur nebenher: Sonderlich, im Zusammenhang mit dieser Partei von Entgleisungen zu sprechen. Ist doch die Entgleisung die Leitregel dieser Partei. Seit Bestehen. Und nicht erst seit dem Machen von Sebastian Kurz zum Bundeskanzler. Die Berichte der diesbezüglichen Kommission erscheinen täglich. 

Wie kommt nun der Chef in diesen Regelfällen, die für die Tageszeitung Einzelfälle sind vor?

Wenn es etwa um eine „rassistische Geschichte“ geht, zeigt der Chef dem Angestellten eine „dunkelgelbe Karte“ und verspricht „Qualitätsmanagement“.

Wenn es etwa um George Soros geht, dann „springt“ der Chef bloß seinem Gudenus … Vielleicht bringt diese Tageszeitung doch noch, eines Tages, wenn der Vizekanzler nicht mehr Vizekanzler ist, die Cheffälle. Wie in diesem Jahr 18 der Vizekanzler George Soros nicht bei, sondern gegen ihn gesprungen ist, und „Der Wächter“ mit den gesinnungsgemäßen Wahrheiten das über den Chef verbreitet hat.

Sonderlich ist nach wie vor, dieser Partei Verbindungen zu „Identitären“ vorzuhalten. Mit wem sonst sollte eine Partei, die sich selbst als identitäre Partei deklariert, Kontakt und Fahnenstangen halten?

Ein FPÖ-Funktionär wird in einem Fall dieser Tageszeitung mit „engen Kontakten zu den rechtsextremen Identitären“ vorgeführt. Gerade dieser Funktionär kann durchaus exemplarisch angeführt werden, daß die Einzelfälle nicht Einzelfälle, sondern Serienfälle sind.

Und die Serienfälle sind auch stets Cheffälle.

Wie diesem Funktionär recht bestimmte Männer unvergessen sind, gedenkt auch sein Chef mit Respekt recht bestimmten Männern, und das sozusagen am Vorabend des Montags, an dem er zum Vizekanzler gemacht wurde, als wäre das der letzte fehlende Nachweis noch dafür gewesen, was ihn befähigt, in Österreich zum Vizekanzler gemacht zu werden.

„Respektvolles Gedenken“ von He.-Chr. Strache, dem nächsten Vizekanzler, gilt Peter Kienesberger, einem mit „Norbert Burger der vier Gründer der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei (NDP)“ 

Ein recht besonderer Fall, von der Tageszeitung als Einzelfall aber unerwähnt, ist der Steinfall auf der Mölker Bastei. Ein Fall, der keinem einzelnen Funktionär, keiner einzelnen Angestellten zugeschrieben werden kann, und deshalb wohl als Einzelfall von der Tageszeitung nicht aufgenommen. Es ist nicht nur ein Cheffall, es ist ein Gesamtregierungsparteifall. Und es ist zugleich auch ein Serienfall. Wie diese Partei über Denkmäler, und das nicht einmal, herfällt, die ihr gesinnungsgemäß zuwider sind, wie diese Partei Denkmäler, und das ist noch ein Einzelfall, errichtet, die ihr gesinnungsgemäß stolzreich …

Alle diese Fälle, wie immer sie auch bezeichnet werden mögen, sind stets auch Denkfälle. Der Fall des Denkens. Das Denken fällt. Der Abfall vom Denken.

Eingestanden muß werden, um dieses Kapitel einmal vorerst zu beenden, es wird gezögert, den Fall der Verleihung eines Preises im Herbst 18 an ein gesinnungsgemäßes Magazin dieser Partei hier zu erwähnen, weil keine Kurzbezeichnung für diesen Fall gefunden werden kann, dieser Fall überall eingereiht werden kann …  kurz zusammengefaßt, dieses Medaillensymposium eine einzige Feier der Leitregel dieser Partei ist.

Tageszeitung fragt - nur Einzelfälle - die lange Liste rechter Ausrutscher - Österreich Dezember 18

 

 

Ist doch der Standard von Österreich das Vergessen, sein Führer der Alzheimer, seine Heilige die Demenz.

Wie wird doch gerade in diesem Jahr 18 in Österreich das Erinnern beschworen, Eide darauf abgelegt, nicht zu vergessen.

Wie paradox. Was für eine Unmöglichkeit. Ist doch der Standard in diesem Land das Vergessen, sein Führer der Alzheimer, seine Heilige die Demenz.

Ein Interview mit dem zurzeitigen Vizekanzler in Österreich in einer Tageszeitung österreichischen Qualitätszuschnitts macht das wieder einmal deutlich. Es ist die Lektüre doch immer wieder berauschend, wie wach …

Der Zurzeitige wird gefragt, ob denn noch etwas vom „Rebell“ übrig“ sei. Vergessen sind die Bezeichnungen, mit denen der Zurzeitige für die Zeit bedacht wurde, für die er jetzt als „Rebell“ verkauft wird. Und wer diese Bezeichnungen vergessen hat, kann nicht anders, als die Propaganda zu übernehmen.

Ein Rebell war er nie, ein recht braver Gesinnungssohn immer.

Der Zurzeitige wird gefragt, ob für den „Deutschnationalismus“ geschämt werden müsse; er sage zumeist, er sei ein „Patriot“, wenn er gefragt werde, ob er ein „Deutschnationaler“ sei. Zur Demenz gehört es auch, etwas kognitiv nicht erfassen zu können. Was einst, kurz gesagt, „Deutschnationalismus“ war, ist heute für das Marketing: „Patriotismus“.

Kurz zusammengefaßt: Der Patriotismus der FPÖ ein Abgrund.

Der Zurzeitige sagt, er als „wir Österreicher“ spreche „nicht zufällig Deutsch“ … Zum Vergessen gehört auch, nachzufragen. Was hätte sich alles zur Sprache fragen lassen, beispielsweise, ob das „Deutsch“ seiner Rede das Reden auf …

Goebbels, Höcke, Podgorschek oder kurz gesagt: „Dann reden wir auf gut deutsch“.

Gesinnungsgemäß spricht der Zurzeitige nicht zufällig „Deutsch“ — das Lehrbuch seines Regierungskameraden wird er wohl immer eingesteckt haben …

Er hätte aber durchaus zufällig auch eine andere Sprache, wird an das Herkommen seiner Ahnen …

Der Zurzeitige wird gefragt, ob ihm der Begriff „Wanderjude“ etwas sage. Zum Vergessen gehört auch, zu vergessen zu überlegen, was kann auf eine solche Frage die Antwort nur sein … er kenne den Begriff nicht, eine andere Antwort ist nicht zu erwarten, auf eine ihm helfende Frage. Was wären stattdessen für Fragen möglich gewesen. Aber zur Demenz gehört auch, die Wirklichkeit nicht mehr zu sehen, blind zu sein, während geglaubt wird, zu sehen, weil die Augen doch offen sind.

Was der Zurzeitige wohl geantwortet hätte auf die Frage, ob er die Rothschilds der Website seiner Gesinnungsschaft kenne …

Was der Zurzeitige wohl geantwortet hätte auf die Frage, ob ihm auch bereits die Namenslisten übermittelt wurden, die in Zusammenhang mit den Rothschilds …

Das sind aber keine Namenslisten von Menschen, um diese zu ehren, um diese auszuzeichnen, sondern für einen Ort im Oberösterreichischen …

Für das gesinnungsgemäße Ehren gibt es andere Namenslisten, zuständig recht besonders eine Ikone der Partei des Zurzeitigen …

Dem Zurzeitigen wird vorgehalten, sein „Klubchef Gudenus hat vor einigen Wochen gesagt, es gebe ’stichhaltige Gerüchte‘, Soros unterstütze die Migrationsströme nach Europa“ … Manchmal gibt es dann doch die lichten Momente noch, und es fällt plötzlich ein, was vor Wochen … Woher das sein Klubchef habe, wurde der Zurzeitige nicht gefragt. Er hätte darauf antworten können, schließlich ist er der Anführer, na, von ihm gesinnungsgemäß …

„Der Wächter“ (beispielsweise) hat darüber groß berichtet, im Mai 18. Und aus dem „Wächter“ sind all die Wahrheiten zu erfahren, die der Gesinnungsschaft heiltreu und ehrenteuer … welche Banken die Rothschilds, wie Adolf Hitler und Eva Braun nach Argentinien und so weiter und so fort.

Der Zurzeitige wird gefragt, ob er die Regierung verlassen würde, um Bürgermeister in Wien … er wird nicht nach seiner Verantwortung gefragt, es wird ihm einfach wie kurz zugestanden, er könne in diesem Land werden, was er wolle … Aber er ist ja, kurz gesagt, nicht die einzige Person in dieser Regierung mit dieser Amtsspringerstiefelmentalität …

Der Zurzeitige hätte wenigstens gefragt werden können, werde er sich um das Amt der Bürgermeisterin in Wien bewerben, weil er bereits gewesen sein werde, ein recht erfolgreicher Sportstadtrat in Wien …

Dann kann der Zurzeitige noch von dem „Europa der Vaterländer“ reden, „auf gut deutsch“ sozusagen, und der Fragenden fällt dazu nichts mehr ein, fest im Griff vom Alzheimer, der es verbietet zu erinnern, was vor einer Sekunde …

Dabei, was fiele nicht alles zu „Vaterländer“ ein …

Hofburgrede „Ehre, Freiheit, Vaterland“ recht gehalten für den Bundeskanzler in Österreich

Beim Lesen der FP-ZZ ist es nicht weit zu NPD und Pétain: „Arbeit, Familie, Vaterland“

Der Reichspogromnacht recht besonders gedenken: „Cousin 3. Grades von Rothschild“.

„Kickls Idee umgesetzt.“ Kurz, nachgeredet.

Wie wird doch gerade in diesem Jahr 18 in Österreich das Erinnern beschworen, Eide darauf abgelegt, nicht zu vergessen … einhundert Jahre Anti…

Wie paradox. Was für eine Unmöglichkeit. Ist doch der Standard von Österreich das Vergessen, sein Führer der Alzheimer, seine Heilige die Demenz.

Vizekanzler in Österreich - Der Wächter

 

Der Nikolo stammt aus der Coca.

Was aus Menschen in Österreich so wird, die von dieser Gesinnungsbude aus einmal für das sogenannte höchste Amt im Staat kandidiert haben, der eine abgeschoben zu einer Partei, wenn nicht ganz falsch erinnert wird, im Salzburgischen, der andere in ein Ministerbüro, und beide eint weiter, daß keine Hostie zwischen ihre Gesinnung des Kreuzes paßt.

Die Abgeschobene war in dieser Woche zum Fleischhacker geladen. Es ging um das Abendland. Und worum es geht, wenn es um das Abendland geht, war sofort wieder einmal klar, mit der ersten Wortmeldung der Abgeschobenen klar, schon in dieser fiel nach wenigen Minuten der Name Konrad Lorenz. Für die Abgeschobene eine gesinnungsgemäße Bezugsgröße. Und eine für jene, die in den letzten Regierungsverhandlungen saßen

ÖVP mit Kurz und FPÖ mit Nemeth: Olymp der Veränderungen

und manche von ihnen zu Ministern und Ministerinnen gemacht wurden, an einem Montag im Dezember 17.

Gegen diese Diskussionen in österreichischen Fernsehanstalten helfen, um nicht in diesen Niveauabgrund zu stürzen, vielleicht Witze, wären es bloß Diskussionen in Fernsehanstalten, aber es wird Österreich zur Zeit von solch einer Fernsehanstalt regiert. Dennoch ein Witz. Vielleicht helfen Witze doch gegen alle Fernsehanstalten, wo immer sie ihre Studios haben, am Ballhausplatz, in einer Flugzeuglagerhalle …

Der Spengler Oswald sieht, daß die Pferdemetzgerin Abendland gerade ihren Laden schließen will, und ruft ihr von weitem in Sorge, nichts mehr für seinen Sonntagsbraten zu bekommen, schon laut zu: „Was ist noch übrig?“ Die Abendland streckt dem Spengler die Hand zum Gruß entgegen und ruft zurück: „A Hitlerkeule.“

Ein schlechter Witz. Durchaus. Angepaßt eben an das Niveau der Fernsehanstalten in und um den Ballhausplatz herum …

Und dann geht es beim Fleischhacker weiter, auch um den Nikolo. Mit einem guten Witz. Ein Diskutant, der einmal, wenn es nicht falsch in Erinnerung ist, ein Stellvertreter in einer AKP-nahen Organisation war, reklamiert den Nikolo für die Türkei, und die Abgeschobene wendet sofort ein: aus Griechenland der Nikolo. Daß damals die Gegend von diesem Bischof weder die Türkei noch das Griechenland –, sondern … Daß der Nikolo heute überhaupt noch gekannt wird, ist wohl einzig seiner wirklichen Heimat geschuldet, aus der er tatsächlich stammt, nämlich aus der Flasche Coca Cola.

Servus TV - Abendland - Was ist noch übrig

Die Abgeschobene hat aber nur vorgebracht, was vor kurzem einer aus ihrer Gesinnungsschaft erst von sich gegeben hat, dem beim Nuckeln an der Cola-Flasche auch sofort Griechenland und das zu verteidigende Abendland einfällt, und wo, wo sonst? In einer Fernsehanstalt … „Das sollte uns mahnen!“

Und dieser Mann, zwischen dem und der Abgeschobenen gesinnungsgemäß auch keine Hostie paßt, ist im Grunde auch ein Abgeschobener. Das hat, wenn es nicht falsch in Erinnerung hat, etwas mit der österreichischen Variante der Pegida zu tun. Also auch mit dem Umfeld des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich …

Was in Österreich alles abgeschoben wird. das fällt nebenher zum oben gebrauchten Wort Variante nebenher auch ein: das sind alle nicht abzuschiebenden Koalitionsvarianten …

„Abendland: Was ist noch übrig?“

Solche Fragestellungen sollten sich tatsächlich schon lange erübrigt haben. Untauglich sogar für Witze. Und das nicht nur deshalb, weil gewußt wird, wohin das führt, das Geschwefel um die „Verteidigung des Abendlandes“. Seit Adolf Hitler, dem Blutsturz des christlichen Abendlandes …

Es ist eher schon zu fragen, was wird nach der nächsten Hitlerei übrig sein?

Unter einem Aspekt hätte diese Kreuzstillstandsobsession, dieser Hostienbestandswahrungsfetischismus etwas Positives, allerdings hätte für diesen einzigen positiven Aspekt die Entwicklung vor 1933 stoppen müssen, dann hätte sich das christliche Abendland nicht zu seiner negativsten unter so vielen negativen Auswirkungen entwickelt, nämlich zur massenmörderischen Hitlerei.

Abendland - Letzte Hitlerkeule der Pegida.png

„Der Untergang des Abendlands“. Oswald Spengler. Immer wieder Oswald Spengler. Vor einhundert Jahren – wieder so ein Jubiläum, das in das Gedenkreich 18 paßt – erschienen, kopffüllend weiter für österreichische Fernsehanstalten. Als wären seit einhundert Jahren keine Bücher mehr erschienen. Als hätte nicht ebenfalls vor bald einhundert Jahren, genauer, vor vierundneunzig Jahren, etwa ein Thomas Mann in einem Essay das Spenglerische … es wird ja nicht verlangt, daß in den Fernsehanstalten nur noch sogenannte Nobelpreisträger und Nobelpreisträgerinnen … aber es darf doch erwartet werden, daß in den Fernsehanstalten in und um den Ballhausplatz nicht nur Bücher bestimmend sind, die vor einhundert Jahren geschrieben und schon vor einhundert Jahren zerpflückt, als kalt und unbrauchbar für jedwede Zukunft …

Eine Selbstermahnung: nicht ungerecht werden, daß in den Fernsehanstalten in und um den Ballhausplatz nur ein einziges Buch in einhundert Jahren … In diesen einhundert Jahren wurde ja dann doch noch ein zweites Buch in die Fernsehanstalten geschleppt.