Warum

Um Weihnachten herum, wenn es unausbleiblich ist, auf dem Land sich aufzuhalten, sind Spaziergänge die einzige Abwechslung, und die einzige Attraktion auf dem Lande sind die Friedhöfe, auf denen die Spaziergänge unausbleiblich enden.

So ist auch zu dieser Weihnacht, zu der eine Kronenfeder verkündet, es werde mehr Weihnachten gebraucht — Weihnachten als Erlösung, und was für eine Erlösung das ist, das verkündet in seiner feierlich begangenen Weihnacht einer, der nicht nur einen Erlöser in die Welt schickt, sondern viele, viele Erlöser auf die Welt herabschickt, die Menschen zu erlösen.

Auf dem Friedhof, auf dem diesmal gelegenen Spazierweg, unausbleiblich wie auf so vielen Friedhöfen eine Gedenktafel mit der immer selben Inschrift:

In Liebe und Dankbarkeit gedenkt […]
seiner im […]krieg […] verlorenen Söhne

Auf dem Friedhof, auf dem diesmal der Spaziergang endet, wird nur den „verlorenen Söhnen“ im Weltkrieg von 1914 bis 1918 gedacht, auf vielen anderen Friedhöfen sind auch die „verlorenen Söhne“ im Weltkrieg von 1939 bis 1945 hinzugefügt, alle aus beiden Kriegen fein säuberlich aufgeschrieben mit Namen und Geburtsdatum. Ach, wie gut Kriege doch sind, es gehen zwar Söhne verloren, aber wer verloren geht, ist nicht tot, kann wiederkommen, so werden auch die Erlöser diesmal sich nur verlieren, aber, wenn sie sich wiedergefunden haben werden, werden sie auferstehen, ihren Heimgang antreten und an die Tür von dem klopfen, der sie herabschickte — seine verlorenen und nun heimkehrenden Söhne

Ach, wie gut Kriege doch sind, so verkünden es die Gedenktafeln, gehen doch in Kriegen keine Frauen und keine Männer, die keine Söhne sind, verloren, nur Söhne, die Soldaten sind, gehen verloren.

Was die Gedenktafel auf diesem Friedhof aber recht besonders macht, ist der Name eines Sohnes, der Soldat war, einst von seinem ganz in Patriotismus aufgegangenen Herrn herabgeschickt zur Erlösung der Menschen; er ließ Söhne verlorengehen, bis er schließlich selbst verlorenging, der, auch er, schuldlos daran, daß uniformlose Frauen und Männer in diesem Krieg wie in allen Kriegen und in immer mehr Kriegen seit diesem ersten Weltkrieg immer mehr und mehr uniformlose Männer und Frauen nicht verlorengehen, aber ihr Leben verlieren, wie es milde heißt, aber, ungeschönt gesagt, in einem Krieg das Leben zu verlieren, heißt: ermordet zu werden. Massenweise werden seit diesem ersten Weltkrieg in Kriegen uniformlose Menschen getötet, ermordet.

Der Name dieses verlorenen Sohnes: „Warum geb.1888“. Auch ein zweiter verlorener Sohn mit Namen Warum ist auf dieser Gedenktafel eingetragen, vielleicht war dieser der um zwei Jahre ältere Bruder —

Warum, was für ein Name auf einer Gedenktafel für mordende und schließlich selbst ermordete Soldaten.

Die zwei verlorenengegangenen Söhne Warum werden sich vielleicht bei ihrem Ausmarsch gefragt haben, warum haben sie in den Krieg zu ziehen,

sehr vielleicht aber werden sie sich das nicht gefragt haben, sondern sie werden es mit Hurrah! hingenommen haben, als des Herrn …

In den Familien Warum, die das Verlierengehen ihrer Söhne zu beklagen hatten, wird vielleicht in Trauer ausgerufen worden sein: Warum?! Warum unsere Söhne? Ihre sie selbst tröstende Antwort darauf wird wohl gewesen sein, weil die Wege des erlöswilligen Herrn unerforschlich, unergründlich …

Wonach aber, seit es Kriege gibt, nicht mehr zu fragen ist: Warum Kriege? Die Antwort darauf ist vollkommen klar und weithin bekannt, und wird auch um diese Weihnacht herum wieder einmal klar gegeben: jetzt zu dieser Weihnacht geht es wieder einmal um Flüssiges im konkreten, im allgemeinen geht es immer um Bares.

Und wonach, seit es Kriege gibt, ebenfalls nicht mehr zu fragen ist. Nach dem Wer. Heute weniger denn je.

Die Haftbarmachenden eines jeden Krieges bis herauf zu dieser Weihnacht sind stets bekannt — heute mehr denn je.

es sind, einfach wie kurz mit einer Beschreibung von Aldoux Huxley, gestern wie heute boy gangsters

Gefördertes Schreiben

Was die patriotische oder identitäre respektive identitäre-patriotische Partei veröffentlicht, schreibt Freilich ihr. Genauer gesagt. Als eine „identitäre, patriotische Partei“ fällt dieser österreichischen Parlamentspartei die Aufgabe zu, Anreißerin für Freilich zu sein, Teaser für das, was Freilich verbreitet, auf ihrer Website zu platzieren. Oder, einfach wie kurz gesagt: Die Parlamentspartei eine Wasserträgerin oder Kofferträgerin der Freilich

Freilich könnte angenommen werden, die Parlamentspartei als patriotische Wasserträgerin würde dafür reichlich belohnt werden, etwa dadurch, daß Freilich auf der Website der identitären Kofferträgerin Werbung schaltet. Dem ist aber nicht so. Ganz im Gegenteil. die Wasserkofferträgerin scheint ihre für Freilich zu erfüllende Aufgabe derart dankbar zu sein, daß sie, die Parlamentspartei, Werbung auf Freilich schaltet. Vielleicht deshalb, weil ihr, der Parlamentspartei, doch etwas zugetraut wird, eine Aufgabe ganz eigenständig ausführen zu können, weil sie, die Parlamentspartei, eine einzige Aufgabe für sich gefunden hat, und sie dadurch endlich nicht mehr damit hadern muß, aufgabenlos zu sein.

Und welche Werbung auf Freilich sonst noch geschaltet wird, das durfte erst vor kurzem erzählt werden, von Patria, Höcke, Jongen, Olympia, Kassegger, ESN-Party …

Freilich ist aber auch eine besorgte Herrin, die weiß, es muß auch gegeben, nicht nur genommen werden, so belohnt sie doch allenthalben die Parlamentspartei mit Berichten, etwa über das Symposium des Gitarrespielkundigen im österreichischen Parlament, aber auch dadurch, für einen Auftritt des Gitarrenzupfers in einem Schloß zu werben. Es wird gesinnungsgemäß nur über das Außerordentlichste berichtet, und der Auftritt des parlamentarischen Gitarristen gehört dazu,

spielt er doch an der Seite eines Geigers auf, der tief aus der österreichischen Kultur

Derart außerordentlich wird auch die Veranstaltung gewesen sein, über die Freilich am 16. Oktober 2025 berichtet, gesinnungsgemäß selbstverständlich wieder mit einem Teaser der parlamentarischen Anreißerin, darf am 8. Jänner 2026 gelesen werden …

Kritik an „Meinungsindustrie“: Patriots und FPÖ wollen gegen NGO-Dschungel vorgehen
Bei einer Veranstaltung im österreichischen Parlament haben patriotische Parteien und die FPÖ den starken Einfluss international finanzierter NGOs scharf kritisiert. Sie fordern mehr Transparenz und Kontrolle.

Das wird die parlamentarische Anreißerin wohl gekränkt haben, daß Freilich sie nicht als „patriotische Partei“, sie von den „patriotischen Parteien“ scheidete, sie nicht unter den „Patriots“ einreihte, gerade sie, die doch die Bergspitze des Patriotismus sich wähnend … So eine Kränkung kann lange nachwirken, um es ihr ein wenig zu mildern, soll das zu ihrer Tröstung umgeschrieben werden: Patriots wollen vorgehen. Bei einer Veranstaltung, zu der die patriotische Parlamentspartei geladen, im österreichischen Parlament haben patriotische Parteien den …

Ach, wäre es die Kränkung allein, aber wie stünde sie denn da, die patriotische Parlamentspartei, früge sie der Präsident, weshalb sie nicht als patriotische Partei geführt, was sagte sie zu ihrer Verteidigung dem Präsidenten, der doch eben zum Neujahr den Vorsatz Patriotismus

In der patriotic affair der patriotischen Parlamentspartei sprach auch ihr sie anführender Bergfex

FPÖ-Chef Herbert Kickl zeichnete in seiner Eröffnungsrede ein scharfes Bild: NGOs seien eine „gesteuerte Meinungsindustrie“, die „Teil der Macht“ wäre und allein von Förderungen lebe. Wenn sich eine Vereinigung „Nicht-Regierungs-Organisation“ nenne, dürfe sie keine Gelder von Regierungen bekommen. Das Gegenteil sei der Fall – und NGOs würden das „Propaganda-Instrument“ der Brüsseler Eliten sein, die den Asylmissbrauch verklären, den Regenbogen-Kult verbreiten und religiöse Klimapolitik machen. Diese Organisationen kassierten Milliarden für „betreutes Denken“ und stellten einen „politischen Schattenapparat“, der den Bürgern keine Rechenschaft ablegen müsse, so Kickl.

„Betreutes Denken“, damit ist der Bergfex ganz auf der Höhe seiner Zeit und Konrad Paul Liessmann ganz auf der Höhe des Bergfexes, ist er, Liessmann, als Mitintendant ebenfalls verantwortlich für die Programmierung des Philosophicums Lech, dessen Titel für dessen Abhalten im Gebirge in September 2026: „Betreutes Denken“ …

Das Programm für „Betreutes Denken“ in „Lechwelten“ wird erst im März 2026 bekanntgegeben werden, bis dahin ist also zu warten, um zu erfahren, wer die Vortragenden sein werden. Mehr befähigt, über „betreutes Denken“ zu sprechen, als der Bergfex wird neben Konrad Paul Liessmann kein dritter Mensch in diesem Land sein. Wenn also im Herbst 2026 im Gebirge Herbert Kickl und Konrad Paul Liessmann Vorträge über „betreutes Denken“ hielten, dann könnte jetzt im Winter davor schon das Urteil gefällt werden, das so ausfiele: mit dem 29. Philosophicum erklommen der Gipfel der Gipfel des Philosophischen …

Denn auch Herbert Kickl ist ein ausgewiesener Philosoph, wie bereits vor Jahren ein zur damaligen Zeit mit an der Staatsspitze stehender Mann ihm bescheinigte …

Es muß eingestanden werden, nicht zu verstehen, was „betreutes Denken“ bedeutet. Was es bedeutet, das zu verstehen, darauf muß noch gewartet werden, bis zum 29. Philosophicum, wenn Konrad Paul Liessmann und …

Wenn aber wer von gefördertem Schreiben spräche, das könnte sofort verstanden werden, gibt es doch dafür ein recht konkretes Beispiel, anhand dessen das geförderte Schreiben sich, wie es so schön heißt, von selbst erklärt. Das Beispiel ist der „Essay-Wettbewerb“ der ESN-Party. Für das Schreiben der Essays gibt es Geld, und das Geld kommt von der Europäischen Union — „Informationen über die Herkunft der Beträge: Öffentliche Mittel aus dem EU-Haushalt. Keine privaten oder Drittlandsquellen“ … So einfach wie kurz ist gefördertes Schreiben zu erklären und zu verstehen.

Gefördertes Schreiben kann menschgemäß vieles beinhalten, zum Beispiel auch das Schreiben von geschalteter Werbung. Wenn „keine privaten oder Drittlandsquellen“ angezapft werden, dann werden beispielsweise für Reklame auf Freilich wohl auch „öffentliche Mittel“ …

Forschungsbedarf

Am letzten Tag des Jahres 2025 wird im Morgenjournal des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Österreichs über ein in spanischer Sprache geschriebenes Buch mit Erscheinungstermin 27. November 2025 informiert, von dem es derzeit noch keine deutschsprachige Ausgabe gibt; jedenfalls läßt sich mit heutigem Tag, 7. Jänner 2026 keine deutschsprachige Ausgabe finden.

Das ist noch nicht das Bemerkenswerte an dem Bericht im Morgenjournal, über ein Buch, das es bisher lediglich in spanischer Sprache scheinbar zu erwerben gibt. Es ist auch nicht das Bemerkenswerte an dem Buch, daß es wieder einmal um die madigen zwölf Jahre des Österreichers sich dreht.

Bemerkenswert an diesem Bericht ist die Information über einen Mann, der jüdischen Menschen half, ins Ausland zu flüchten. Wieder einmal also ein Bericht über einen Menschen, der jüdische Menschen vor der Ermordung durch das totalitäre Regime des Österreichers rettete. Es kann gar nicht aufgezählt werden, von wie vielen Menschen in den letzten Jahrzehnten gehört wurde, die jüdischen Menschen halfen, jüdische Menschen vor deren Verichtung im Holocaust bewahrten, durch Fluchthilfe, sie dabei unterstützten, aus dem Reich des Österreichers fliehen zu können.

Was aber nicht aufgezählt werden kann, denn kein einziger Bericht aus all den Jahrzehnten ist in Erinnerung, was aber nicht aufgezählt werden kann, sind Berichte von Menschen, die „Zigeunern“ zur Flucht verhalfen, sie vor deren Vernichtung im Holocaust retteten.

(„Zigeuner“ werden sie hier aus einem einzigen Grund genannt, weil die Operette „Der Zigeunerbaron“ nach wie vor eine recht beliebte Operette ist, und deren Schöpfer Strauss der Liebling der Nation, der im Bericht über das spanischsprachige Buch erwähnt wird.)

Das zu erforschen, wie viele Menschen und ob es überhaupt Menschen gab, die „Zigeunern“ halfen, sie unterstützten, aus dem Reich des Österreichers fliehen zu können, sie versteckten, um der Vernichtung im Holocaust zu entgehen, das wäre ein Forschungsgegenstand, und dies zu erforschen, ist das Bemerkenswerte, ist das Aufmerkenswerte, weshalb überhaupt dieser Bericht über ein spanischsprachiges Buch zu erwähnen ist.

Und wenn es die Menschen gab, die „Zigeunern“ Fluchthilfe leisteten, sie versteckten, so gehört es unbedingt auch zu diesem Forschungsdesiderat,

wie erging es den Menschen, die „Zigeunern“ halfen, unterstützten, versteckten, wurden sie nach den sieben madigen Jahren in Österreich des Österreichers dafür bedankt? wurden sie dafür geehrt?

Über das Buch von Martín Llade selbst kann nichts erzählt werden, nur das zitiert werden, was am letzten Tag des Jahres 2025 im Morgenjournal berichtet wurde, auch wenn es nicht das Aufmerkenswerte ist, das zu erwähnen, so hat dieser Bericht doch dazu geführt, anzuregen, zu erforschen, wie viele Menschen und ob es überhaupt Menschen gab, Menschen, die keine jüdischen Menschen waren, zu helfen, Menschen also zu helfen, die im Reich des Österreichers auf derselben Vernichtungsstufe

„Das letzte Konzert in Wien“ heißt das jüngste Werk des spanischen Musikexperten Martín Llade. Es geht dabei, richtig, um das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, dessen Live-Übertragung der Autor seit vielen Jahren in Radio und Fernsehen kommentiert. Llade gibt Einblicke in die Entstehung des weltberühmten Konzerts, spickt seine Erzählung aber auch mit zahlreichen Anekdoten. Josef Manola hat mit ihm gesprochen.

Schon und nicht nur für Abraham a Sancta Clara waren „Zigeuner“ auf derselben Stufe, predigte er doch sie seien „Judä Iscarioths nahe Brüder und Anverwandte“

Abraham a Sancta Clara, ein Augustiner wie der derzeitige Papst, das aber nur nebenher, zu dieser Abschweifung verleitet durch eine Reportage von Josef Manola über „Zigeuner“, gesendet im Oktober 2025.

Josef Manola: Musikexperte Martín Llade bezeichnet das Neujahrskonzert als größten Werbeträger für Österreichs Kultur.

Martín Llade: Österreich versteht es sehr gut, mit Hilfe des Neujahreskonzerts Werbung zu machen. Ich wünschte, Spanien hätte einen vergleichbaren Event.

Josef Manola: Neue Zeugnisse erlauben es ihm, die Rolle von Clemens Krauss beim ersten Neujahrskonzert darzustellen, wie der Staatsoperndirektor darauf kam, Strauss-Melodien zu dirigieren, erklärt Martín Llade so: Das letzte Mitglied der Strauss-Dynastie hatte das Strauss-Orchester ruiniert. In den 30er Jahren ging es auseinander. Instinktsicher setzte Krauss auf die Werke der Familie Strauss, es sei ein Fest der Musik.

Josef Manola: Das erste Konzert fand am 31. Dezember 1939 im großen Musikvereinssaal statt. Erst ab 1941 wechselte es auf den Neujahrstag. Der Erlös ging an das Kriegswinterhilfswerk der Nationalsozialisten. Das alles im Auftrag Hitlers, der vom Dirigenten erwartete, Wien als Stadt des Optimismus und der Geselligkeit zu etablieren.

Martín Llade: Es ist erstaunlich, daß eines der besten Orchester der Welt diese eher leichte Musik aufführte. Neben den Symphonien mußte sie als zweite Wahl erscheinen. Aber Clemens Krauss wertete sie auf und machte sie zu Gold.

Josef Manola: Der uneheliche Sohn der von Kaiser Franz-Joseph protegierten Hofoperntänzerin Clementine Krauss war als Freund der Nationalsozialisten abgestempelt, daß Krauss kein überzeugter Nazi war, sondern Karriere und Fortkommen im Blick hatte, steht für Martín Llade fest, er meint, die im Verborgenen geleistete Hilfe für jüdische Verfolgte habe sein Mitläufertum unter den Nationalsozialisten wettgemacht.

Martín Llade: Im Wikipedia ist die Rede von 29 ins Ausland gebrachte Menschen. Das stimmt nicht. Es waren 29 Aktionen, in denen zum Teil ganze Familien gerettet wurden.

Josef Manola: Llade erlaubt sich folgenden Kunstgriff. Wo die Biographie des charismatischen Digirenten Lücken aufweist, wird sie vom Autor mit fiktionalen Passagen geschlossen. Wie in einem Krimi beschreibt er die riskanten Unternehmen, um jüdische Familie die Flucht ins Ausland zu ermöglichen. Auch morgen wird Martín Llade wieder das Neujahrskonzert für ein Millionenpublikum in vielen Ländern kommentieren. Die bewegte Geschichte des Konzerts, die er in seinem Buch darstellt, beschäftigt ihn weiterhin.

Martín Llade: Aus dem Markenzeichen der österreichischen Identität innerhalb des deutschen reichs ist inzwischen ein TV-Event geworden, das Zuseher in 150 Ländern am Neujahrstag selig klatschend vereint.

Oh, Musikverein, der Tröstungen reich …

Oh, philharmonisches Orchester, der Klänge reich …

Oh, Staatsoper, der Bilder reich …

Und ein Sprößling des Philharmonischen spielt, kurz ist es her, zum Nikolo auf, nicht im Musikverein, nicht in der Staatsoper, aber in einem Schloß, an die Seite eines Mannes gestellt, dem ein mächtiges Amt gegeben ward …

Was es zu diesem Buch noch an Informationen gibt, ist menschgemäß die Beschreibung des Verlages für sein Produkt, in spanischer und in englischer Sprache — to whom it may concern:

Martín Llade, el carismático locutor del Concierto de Año Nuevo, nos descubre los oscuros orígenes de una de las citas musicales más famosas del mundo.

«Gran comunicador, Martín Llade es también un gran escritor». –Zenda

Por el autor de El misterio Razumovski, galardonado en los XV Premios de Literatura Histórica Hislibris

Viena, finales de 1944. Atrapado entre dos frentes, el Tercer Reich ha iniciado el contraataque que decidirá el desenlace de la Segunda Guerra Mundial. Mientras prepara el Concierto de Año Nuevo, el director Clemens Krauss recibe la visita de un enigmático capitán de las SS que parece decidido a averiguar cuál es su relación con unos presuntos traidores al régimen nazi.

Aunque Krauss y su compañera, la cantante Viorica Ursuleac, son dos de los artistas favoritos de Adolf Hitler, el director de orquesta se verá obligado a afrontar un pasado repleto de oscuros secretos, dudas respecto a su lealtad al Reich y una revelación que podría poner en peligro el concierto más famoso del mundo. Un concierto que nació, precisamente, con el apogeo del nazismo.

Con una gran labor documental y fiel a su estilo literario, Martín Llade, el periodista de música clásica que pone voz al Concierto de Año Nuevo, nos acompaña en un viaje al corazón de la célebre gala de Viena.

Martín Llade, the charismatic announcer of the New Year’s Concert, reveals the dark origins of one of the most famous musical events in the world.

“Great communicator, Martín Llade is also a great writer.” -Zenda

By the author of The Razumovski Mystery, awarded at the XV Hislibris Historical Literature Awards

Vienna, late 1944. Trapped between two fronts, the Third Reich has initiated the counterattack that will decide the outcome of World War II. While preparing for the New Year’s Concert, conductor Clemens Krauss receives a visit from an enigmatic SS captain who seems determined to find out his relationship with alleged traitors to the Nazi regime.

Although Krauss and his partner, singer Viorica Ursuleac, are two of Adolf Hitler’s favorite artists, the conductor will be forced to face a past full of dark secrets, doubts about his loyalty to the Reich, and a revelation that could endanger the most famous concert in the world. A concert that was born precisely with the rise of Nazism.

With extensive documentary work and faithful to his literary style, Martín Llade, the classical music journalist who gives voice to the New Year’s Concert, takes us on a journey to the heart of the famous Vienna gala.

Was von diesem Kapitel aber einzig bleiben soll, ist der Forschungsbedarf, jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, an dem es umfassend erforscht ist, wie es den Menschen erging, ob ihnen dafür gedankt wurde, ob sie dafür geehrt wurden, daß sie Menschen halfen, die ebenso lebensdringliche Hilfe, lebensnotwendigen Schutz brauchten, ob sie, wenn sie Mitläuferinnen waren, mit ebenso großer Nachsicht ihres Mitläufertums wie Clemens Krauss bedacht wurden, wenn es denn Menschen und wie viele Menschen es denn gab, die im Verborgenen riskante Unternehmen wagten, aber nicht als Krimi soll es beschrieben werden, sondern als Bericht vorgelegt werden, wie es für eine Forschung angemessen und unabdingbar ist.

Entdemokratisierung

Mit „wir brauchen mehr“ schließt Conny Bischofberger am 27. Dezember 2025 „Entchristlichung“ in der tageszeitunglichen Krone des österreichischen Qualitätsjournalismus …

Wenn wir das eine nicht wollen, dann sollten wir das andere umso intensiver pflegen. Weihnachtsevangelium, Herbergsuche, das Kind in der Krippe, Christ sein. Wir brauchen nicht weniger Weihnachten, wir brauchen mehr.

Unter der Schlagzeile „Entchristlichung“ also die Fürsprache für eine Verchristlichung, unter der Schlagzeile „Wehrhaftes Christentum“ führt Andreas Mölzer in ebendieser Krone am 28. Dezember 2025 sein „Andererseits und Einerseits“ aus, in Glauben und Hoffnung „möglicherweise formiert sich aber damit doch wieder so etwas wie ein wehrhaftes Christentum“.

Was ein „wehrhaftes Christentum“, was eine Verchristlichung, was eine Christianisierung bedeutet, wohin ein Christsein-Mehrbrauchen führt, wohin ein wehrhaftes Christentum führt, belegen Jahrhunderte des Leidens der Menschen, die gestraft für die Schuld eines Menschen, der wie ein jeder Mensch unschuldig geboren ward, dessen Vergehen seit nahezu zwei Jahrtausenden gebraucht zur Propagandisierung der Christianisierung und der Wiederchristianisierung …

Es braucht die Vergangenheit nicht bemüht zu werden, um zu veranschaulichen, was mit Verchristlichung und wehrhaftem Christentum einhergeht, die Gegenwart veranschaulicht es allein überreich — derart überreich, daß eine Veranschaulichung nur unvollständig sein kann, stellvertretend, exemplarisch aber können für die vielen Gegenwartsbeispiele …

Womit beginnen, was Verchristlichung bedeutet, was es heißt, mehr wieder christlich sich zu betätigen. Vielleicht damit: Entdemokratisierung.

An die Spitze dieses Organisierten Glaubens wurde im Jahr 2025

von nicht ganz zwölf Dutzend Männern ein Augustiner gewählt, der bald nach seiner Wahl der christlichen Einsicht öffentlich Ausdruck verlieh:

„Demokratien seien nicht für alles die beste Lösung.“

Womit beginnen, was Verchristlichung bedeutet, was es heißt, wieder mehr christlich sich zu betätigen. Vielleicht damit: Entdemokratisierung. Die Entdemokratisierung, die Verhinderung von Demokratie ist wohl die Ikone von allen Organisierten Glauben, auch von diesem Organisierten Glauben, dessen Abwehr Andreas Mölzer durch ein wehrhaftes Christentum und

Conny Bischofberger in einer umso intensiveren Pflege des Christseins, „wenn wir das eine nicht wollen“, also diesen scheinbar so gegensätzlichen Organisierten Glauben zum christlich Organisierten Glauben „nicht wollen, dann sollten wir das andere umso intensiver“ …

Den Unterschied zwischen diesen Organisierten Glauben möchten wohl Conny Bischofberger und Andreas Mölzer Klavierspielen können, aber sie können noch

so die Unterschiede spielen, zu Pianistinnen wird es ihnen nicht …

Es könnten jetzt alle mit der Demokratie untrennbar verbundenen Werte, alle Werte, die der Demokratie wesenhaft sind, alle Rechte, die der Demokratie Fundament sind, angeführt werden, es sind Werte und Rechte, die jedweder Spielart Organisierten Glaubens zuwider sind, aber das ist nicht notwendig, denn die Rechte und Werte sind bekannt. Und alle diese Werte und alle diese Rechte werden in der Überzahl von Männern vom Tisch gewischt, wie, kurz ist her, von einem nunmehrigen Kardinalsrentner ein demokratischer Wert und ein demokratisches Recht vom Tisch, der ihm zum Altar bereitet,

wischte mit „ob das jetzt wirklich der Wille Gottes ist“ … Er verzichtete dabei darauf, all die schönen Namen des Herrn aufzuzählen, aber es sind dermaßen schöne, daß diese zur Erbauung einmal alle angeführt sein sollen:

Der Barmherzige Der König Der Heilige Der Frieden Der Wahrer der Sicherheit Der Beschützer Der Bewahrer Der Erhabene Der Ehrwürdige Der Unterwerfende Der Vornehme Der Stolze Der Schöpfer Der Erschaffer Der Gestalter Der stets Verzeihende Der Allbezwingende Der Geber Der Verleiher Der Versorgende Der Öffnende Der Allwissende Der Zurückhaltende Der Gewährende Der Erdniedrigende Der Erhöhende Der Verleiher von Ansehen Der Demütigende Der Allhörende Der Allsehende Der Richter Der Gerechte Der Feinfühlige Der Kundige Der Sanfte Der Nachsichtige Der Erhabene Der Großartige Der Allvergebende Der Dankbare Der Allerhöchste Der Große Der Bewahrer Der Erhalter Der Ernährende Der Berechnende Der Majestätische Der absolut Großzügige Der Beobachtende Der Wachsame Der Erhörer der Gebete Der Allumfassende Der Allweise Der Sich liebevoll Zuwendende Der Glorreiche Der Erwecker Der Zeuge Der Wahrhaftige Der Sachverwalter Der Starke Der Kraftvolle Der Standhafte Der Schutzherr Der Preiswürdige Der Lobenswerte Der alles Aufzeichnende Der Beginnende Der die Schöpfung Zurückbringende Der Lebensspendende Der das Sterben Bestimmende Der Lebendige Der Ewiglebende Der Beständige Der Findende Der Ruhmvolle Der Eine Der Einzige Der von allem und jedem Unabhängige Der Mächtige Der absolut Fähige Der Beförderer Der Aufschiebende Der Erste (ohne Beginn) Der Letzte (ohne Ende) Der Offenbare Der Verborgene Der absolute Herrscher Der Erhabene über jeglichen Mangel Der Gute der Rechtschaffene Der Reue Annehmende Der gerechte Vergelter Der Vergeber der Sünden Der Mitleidige Inhaber der (königlichen) Macht/Souveränität Derjenige dem Majestät und Ehre gebühren Der unparteiisch Richtende Der Versammelnde (am jüngsten Tag) Der Reiche Der Unabhängige Der Verleiher der Reichtümer Der Zurückhaltende Der Hindernde Der Schaden Zufügende Der Wohltäter Das Licht Der Führende Der Schöpfer des Neuen Der ewig Bleibende Der einzige Erbe Der Rechtleitende Der Geduldige

Und so gibt es viele Rechte, die im Laufe der Demokratisierung errungen wurden, die zur Weiterentwicklung der Demokratie, die zur Verbesserung der Demokratie wesentlich beitrugen, Werte und Rechte, die von Organisierten Glauben sie peinigend empfunden werden, als Dornenkrone, die ihnen aufgesetzt, Dornenkronen über Dornenkronen, persönlich einem jedem Organisierten Glaubenskopf aufgesetzt, in den Glaubensschädel gerammt …

Gleich welchen Glauben sie spielen, für die Demokratie ist es stets verheerend, mögen sie beispielsweise dem Calvinismus anhängen, wie jener Mann aus dem Nachbarland, für leitende Angestellte der Kirche ist er der „Erlöser“, der „Erretter“ … Und

wohl auch, unausgesprochen, ungewürdigt: Beschützer christlich pädagogischer Betätigungen —

Der für Wiederverchristlichung stehende Magapatriot beweist einmal mehr, gerade wieder in den ersten Tagen des Jahres 2026,

wie Gott durch ihn wirke, um Pastor Paul Goodman zu zitieren, der bereits über die erste Amtszeit des Magapatrioten schrieb, damit Donald’s Bible anpreisend:

‚Donald Trump, amerikanischer Patriot‘ tut genau das und legt in Bildern und Worten dar, wie Gott durch diesen bemerkenswerten Mann gewirkt hat.“ sorgfältig ausgearbeitet, um die Aufmerksamkeit junger Denker zu fesseln

Zu Organisierten Glauben gehört das Spirituelle, und das verkörpert des christlichen Magapatrioten christlicher Kriegsminister weithin sichtbar, trägt das Zeichen der „Kreuzritter“, eingeritzt in seine Brusthaut, offen zur Mahnung und Drohung,

daß er ständig bereit zum „spirituellen Krieg“

Es bedeutet nicht nur Entdemokratisierung, Verhinderung von Demokratie, sondern auch Zerstörung der Demokratie, Errichtung eines autoritären Regimes, es bedeutet Elend, Tod, Leid, massenweises Morden, wie beispielhaft ein weiterer gläubiger Patriot seit etlichen Jahren gesegnet von seiner Kirche

Nach der feierlichen Vereidigung zur fünften Amtszeit von Präsident Putin am 7. Mai gab es nun ein theologiepolitisch aufschlussreiches liturgisches Nachspiel. In der Mariä-Verkündigungs-Kathedrale hielt Patriarch Kyrill eine Dankandacht ab. Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche würdigte den russischen Präsidenten als von Gott erwählten politischen Führer. Wörtlich sagte er: „Gott helfe Ihnen, den Dienst, den Gott selbst Ihnen anvertraut hat, weiterhin mit Liebe zum Vaterland und mit Mut fortzusetzen.“ Diese theologische Legitimation der politischen Macht fand in einem Segen zeremoniellen Ausdruck. Sie wirft die Frage auf, ob die russisch-orthodoxe Kirche sich als Magd der Politik andient – oder ob sie vielleicht sogar die heimliche Herrin der politischen Agenda ist. Drei Wangenküsse zwischen dem Patriarchen und dem Präsidenten und die Übergabe einer Marien-Ikone an Putin waren das sichtbare Symbol der engen Symbiose von Kirche und Staat.

Das sperrige Motiv des „Katechon“ ist jüngst wieder aufgenommen worden. In einem Strategiepapier der russisch-orthodoxen Kirche kommt es vor, um der neoimperialen Kriegspolitik des Kreml theologische Weihen zu geben. Russland sei ein Bollwerk gegen die westliche Dekadenz. Schon der umstrittene Staatsrechtler Carl Schmitt hatte in der Weimarer Krisenzeit ein Interesse an politischen Ordnungsmächten entwickelt. Der autoritäre Staat könne als „Katechon“ fungieren und das Chaos aufhalten.

Unter Rückgriff auf Schmitt hat der politische Philosoph und neurechte Denker Alexander Dugin, Mitglied des Moskauer Thinktanks „Katehon“, Russland die Rolle des Aufhalters zugeschrieben und die geopolitische Expansion ausdrücklich begrüßt.

In einem Strategiepapier der russisch-orthodoxen Kirche wird das militärische Vorgehen Russlands in der Ukraine als „Heiliger Krieg“ gegen den satanischen Westen eingestuft.

Dem russischen Staat wird die Rolle des „Katechon“ zugeschrieben, der das Kommen des Antichrist aufhalte

Heiliger Krieg. Jan-Heiner Tück. Communio. Politik, Gesellschaft und Ethik, 20.5.2024

Ja, Gott Der Allah ist groß, arbeitssam, ständig eifrig, kein Land ist Gott zu gering, für jedes Land, mag es noch so klein und noch kleiner, das kleinste sein, erwählt Gott eine Führerin, vertraut ihr Gottes Dienst an, und so kam es, daß Gott auch nach Österreich eine sandte, und dies in Österreich verkünden ließ, durch einen Mann, der Gottes Sprache versteht, spricht …

„Ein Segensgebet beten dürfen. Würdet Ihre Eure Hände ausstrecken. Vater, wir danken dir so sehr. Für diesen Mann. Für die Weisheit, die du ihm gegeben hast. Für das Herz, das du ihm gegeben hast für dein Volk. Wir beten und danken, daß Gerechtigkeit in einer Nation eine Nation aufrichtet. Daß Sünde für alle furchtbar ist. Wir beten zu Gott, daß du ihm gerechte Führung gibst, riesige Weisheit und auch viel Schutz. Ist jeder damit einverstanden? Amen.“

Bei solch einem Wunder in Österreich, und es war ein Wunder, wenn auch Österreich einmal ein Führer herabgesandt ward, durfte einer nicht fehlen, der nunmehrige Kardinalsrentner, der sich vielleicht an dieses Wunder, dem er beiwohnen durfte, gar vielleicht von Gott heimlich auserkoren als Apostel des Wunders, mit Rührung und Gottesdankgebeten allenthalben erinnern wird, an dieses Wunder, das Österreich, was für eine Gottes Gnade, traf …

Lange ist das her, in Gottes Jahren gezählt freilich ist es kurz her, daß dieses Wunder geschah, und nun ist ein Mann gekommen, geschickt nach Österreich, es wird nicht gewußt, von wem gesandt, er allein wird die Namen von denen wissen, die ihm den Dienst anvertraut, es müssen mehrere sein, nicht nur Gott, sondern Götter, ließ er doch verkünden: „Euer Wille geschehe“ und

„Ihr seid der Chef – Ich Euer Werkzeug“ …

Darum, und eigentlich wollte nur dies festgehalten werden, ist diese Tageszeitung die Krone des Qualitätsjournalismus, die derart Anregendes zu veröffentlichen weiß, und mögen andere Medien Edelfedern beschäftigen, aber

nur diese Tageszeitung hat Kronenfedern in ihrer Schreibstaffel, mußte am 27. und am 28. Dezember 2025 gedacht werden, beim Lesen des kronengefederten Geschriebenen von Conny Bischofberger und Andreas Mölzer, das wieder so eindrücklich …

Patriotismus

Es gab in Österreich einen Bundespräsidenten, der, so verriet er es einmal,

alle seine Reden selbst schrieb.

Nun, am 1. Jänner 2026, hält einer eine Rede, die er vielleicht sich selber schrieb, vielleicht aber wurde diese, auch diese Rede ihm geschrieben, wobei, wenn diese ihm geschrieben wurde, nicht uninteressant wäre zu erfahren, wer seine Schreiberin …

So gesehen können die Staaten Europas ein Vorbild für alle Staaten der Erde sein. Ein Beispiel, dass man es schaffen kann, friedlich miteinander auszukommen. 

Was schrieb er sich? Oder, vielleicht: Was ließ er sich schreiben? Selbstverständlich bleibt in dieser Rede nicht unerwähnt, daß im „Osten Europas Krieg herrscht“. Es ist Krieg zwischen zwei Staaten Europas. Was schrieb er sich also? Oder vielleicht: Was ließ er sich also schreiben? Wenn es in dieser Rede heißt, die Staaten Europas würden ein Vorbild für alle Staaten der Erde sein, ein Beispiel, daß es geschafft werden könne, friedlich miteinander auszukommen. Und die Kriege auf dem Gebiet des nicht mehr existierenden Staates Jugoslawien, auch mit Massenmord — Waren die daran beteiligten Staaten keine Staaten Europas?

Drohnen unbestimmter Herkunft werden immer wieder über europäischen Großstädten gesichtet. Wir sind gesteuerter Desinformation ausgesetzt, digitalen Sabotageakten und dem permanenten Versuch, Europa zu spalten. Und wir hören Aussagen, die als Drohung verstanden werden können: Wenn Europa Krieg möchte, könne Europa Krieg haben. 

Es ist eine Rede der Ungenauigkeit, eine Rede, die auf Ungenauigkeit mit Ungenauigkeit antwortet. Von einem Kriegsverbrecher in der im europäischen Teil seines von ihm autoritär beherrschten Staates liegenden Hauptstadt ist nichts anderes zu erwarten, als Ungenauigkeit, wenn er droht, sollte „Europa“ einen Krieg wollen, dann sei er für einen Krieg bereit, er sagt „Europa“ und meint die „Europäische Union“, und in dieser Neujahrsansprache wird von „Europa“ gesprochen, ebenso ungenau,

dabei hätte in dieser Rede, um durchgängig und tatsächlich genau zu sein, ausschließlich von der Europäischen Union, von den Staaten der Europäischen Union gesprochen werden müssen.

Es ist wichtig, dass wir weiter an die europäische Idee glauben. Es ist wichtig, dass wir zusammenhalten und für unser Europa einstehen. 

Ja, es ist wichtig, dass wir einen Europa-Patriotismus entwickeln. 

Man will uns von außen teilen, um wirtschaftlich und politisch über uns zu herrschen. Ganz nach imperialer Manier. 

Es ist nun einmal einfacher, einzelne kleine Staaten zu dominieren als einen Staatenbund wie die EU mit über 450 Millionen Menschen. 

Aber wir Europäer wollen selber bestimmen, wohin wir gehen. 

Wir können vorangehen und der Welt zeigen, dass es zwischen dem Recht des Stärkeren und rein kapitalistischen Interessen einen anderen Weg gibt. 

Einen Weg, der den Rechtsstaat, die Freiheit des Menschen zur Selbstentfaltung und die Gleichberechtigung von Mann und Frau ernst nimmt. 

Der zwischen Interessen ausgleicht, und niemand dem Hunger oder der Obdachlosigkeit preisgibt. Einen Weg, der Heimat für viele ermöglicht, nicht nur für einige willkürlich Auserwählte. 

Einen europäischen Weg. Unseren europäischen Weg. 

Lassen Sie uns stolz sein auf unser Europa und seine Menschen. 

Die größten und wichtigsten Erfindungen haben hier ihren Ursprung: 

Die liberale Demokratie. Der Buchdruck, die Dampfmaschine, Penicillin, das Internet und und und. Sogar Fußball ist eine europäische Erfindung! 

Wunderbare, große Leistungen in Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Kultur. 

Es sei wichtig, heißt es in dieser Rede, einen „Europa-Patriotismus zu entwickeln“. Ungenauigkeit, aber auch Gedankenlosigkeit zeichnet diese Rede aus. Es muß nicht auf die Vergangenheit verwiesen werden, was „Patriotismus“ bedeutet, wohin „Patriotismus“ führt, vor 112 Jahren etwa in den Weltkrieg von 1914 bis 1918, etwa nur zwei Jahrzehnte später gleich wieder in den nächsten Weltkrieg, mit Holocaust, es ist mehr als ausreichend der Blick in die Gegenwart, in der Patriotinnen auf europäischen Boden einen Krieg führen, es reicht der Magapatriot mit seinen libertär kriegerischen Begierden, es reichen die patriotischen Parteien etwa in Österreich, in Deutschland, und in anderen — der Gegenwart, in dieser Gegenwart einem Patriotismus das Wort zu reden, ist eine Verharmlosung des Patriotismus, mag dieser auch in einer kontinentalen oder übernationalen Spielart … Und wohin werden die Menschen sich wenden, wenn sie Patriotismus hören, die dem ständigen patriotischen Gerede ausgesetzt sind und sich aussetzen? An die, die so lange schon Patriotismus trommeln, und wer trommelt, hat nichts Heilvolles im Sinn, denn es widerspricht der Gesinnung zum eigenen Heil … Und sie wenden sich bereits dieser Patriotismusgesinnung zu,

wenn etwa allein an die Umfragen in Österreich, in Deutschland

Wie schön in dieser Ansprache von hehren Werten geredet wird, aber wie viele Staaten der Europäischen Union selbst halten noch sehr viel von diesem „europäischen Weg“? Es müssen diese Staaten nicht namentlich erwähnt werden, diese sind bekannt, und ein jeder Mensch kann diese, ohne nachzudenken, augenblicklich aufzählen. Und schimmert nicht in dieser Beschwörung eines Patriotismus bereits durch, was sonst als Nationalismus, Chauvenismus beschrieben ist, wenn in dieser Ansprache patriotisch davon geredet wird, „die größten und wichtigsten Erfindungen haben hier ihren Ursprung [Europa]“? „Fußball“ gab es schon lange davor, außerhalb von Europa, der „europäische“ Anteil am Fußball ein erstes Regelwerk, erstellt in einem europäischen Staat, der heute nicht mehr zur Europäischen Union gehört; „Buchdruck“: diesen gab es auch schon lange davor, außerhalb von Europa; der Ursprung des „Internets“ war nicht Europa, freilich gab es beim Internet eine bedeutende Weiterentwicklung in einem Forschungszentrum in Europa, dessen Mitglieder aber nicht nur Staaten der Europäischen Union sind; zum World-Wide-Web. Die entscheidenden Entwicklungen und Verbesserungen der „Dampfmaschine“ wurden durch Erfinder in einem europäischen Staat geleistet, der mittlerweile nicht mehr zur Europäischen Union gehört

Es gibt nicht nur diese Rede, zu der die Frage angebracht ist, ob die Reden selbst geschrieben oder geschrieben werden, es gibt auch eine einzelne Formulierung, bei der es interessant wäre zu erfahren, ob diese selbst oder ihm geschrieben wurde. Eine Formulierung, die oft verwendet, ist die von der eleganten Verfassung

Eine Person, die auszuschließen ist, daß sie Dritten Reden schreibt, wird es wohl dauern, nicht selbst auf die Formulierung von der schönen, von der eleganten Verfassung gekommen zu sein, müßte dieser doch

gesinnungsgemäß die elegante Verfassung gefallen wie keiner zweiten parteianführenden in Österreich

Rudolf Bayr

Gerade rechtzeitig, einen Tag vor dem Tag der Tage reich an Geschenken, ist ein Buch erschienen, das in der morgigen Nacht der Wunder vortrefflich als Gabe sich eignete:

Rudolf Bayr
A Winter Carol
Of Friendship
by K. I. — AI Press

Es wurden in der Eile, um das Buch, das sich nahtlos an die Erzählungen der fernen Nacht in einem Stall, die den Geschenketag begründete, noch rechtzeitig fertigzubringen, nicht mehr alle Kapitel, die bereits in den letzten Wochen von K. I. veröffentlicht wurden, in das Buch aufgenommen, dafür kann es aber mit neuen Kapiteln aufwarten, ebenso überraschend, glaubhaft und wirklich wie die Stallnacht vor Jahrtausenden …

Nicht nur wegen der Druckeile wurden die Kapitel nicht aufgenommen, sondern auch deswegen, denn es sind Kapitel darunter, die am Tage der Wunder in einem Buch nicht gelesen würden werden wollen, trübten diese doch nur das Fest der Wahrhaftigkeit

Und wer prüfen möchte, ob es denn ein Geschenk sein könnte, kann es hier zur werten Prüfung öffnen und dann entscheiden, ob es ein noch zu besorgendes Geschenk …

Two piggeries

Es ist eine Gepflogenheit, auch eine mediale, a former president zu Auftritten zu verhelfen, ihn lange, lange, recht lange nach seiner Amtszeit noch zu befragen, und was er je zu sagen imstande, gleich zu welcher Frage, worüber er je zum Sprechen zu kriegen ist, ist über Schweine, von denen er am meisten versteht, dieser eine ehemalige Präsident, der nach seiner Amtszeit (four-year-term) wieder wurde, was er war: a full-time hog farmer (Vollzeitschweinebauer),

und im Falle eines weiteren Mannes, der als Nebenerwerbspräsident (spare-time president) seinen Schweinestall genauso (administer his piggery just like the former president) noch bewirtschaftet wie der full-time hog farmer seinen Schweinehof, sind es ebenfalls hogs, zu denen er etwas zu sagen hat, die er am meisten versteht …

Höhepunkte eines zurzeitigen Nationalratspräsidenten in Österreich im Rückblick ’25

Wie in jedem Jahr ist nun wieder im besinnlichen Advent die Zeit der Jahresrückblicke ausgebrochen, und wie stets geht es auch darum, was seien die Höhepunkte des Jahres gewesen, welche Begebenheiten führten zu Höhepunkten im Jahr 2025, und ein jeder Mensch hat schon, wird er so kurz vor Weihnachten danach gefragt, seine Sicht auf die Geschehnisse, im Land, in der Welt, auf die Höhepunkte im eigenen Leben.

Und wenn die Zeit gar recht besinnlich und zugleich — zu keiner Zeit sonst im Jahr werden Geschenke in diesem Ausmaß besorgt — verschwenderisch, stellen sich Fragen ein, sogar Fragen, die Dritte betreffen, etwa die Frage danach, wie würde ein zurzeitiger Nationalratspräsident antworten, wenn er gefragt würde werden, was seine persönlichen Höhepunkte in den letzten elf oder gar zwölf Monaten — wird ein jedes Jahr vor seinem Ende gar gerne schon als beendet angesehen, wie jedes Jahr vor seinem Ende abgeschlossen — gewesen seien, welche persönlichen Höhepunkte würden wohl in seine Antwort einfließen …

Würde er als einen seiner persönlichen Höhepunkte meinen,

Spannende Referate von NAbg. Dr. Kolm, Nationalratspräsident Dr. Walter Rosenkranz und Gerald Grosz prägen unsere Klausur – sie steht ganz im Zeichen von Freiheit, Verantwortung und Klartext!

Maximilian Krauss. 12. November 2025. X

diese Klausur in Langenlois mit seinem Referat — für Maximilian Krauss wird es wohl ein persönlicher Höhepunkt gewesen sein, wenn er verzückt schreiben kann: Spannende Referate von Kolm, Grosz und Rosenkranz prägen

Ein musischer Mensch, und der zurzeitige Nationalratspräsident ist ein musischer Mensch, würde die Lektüre zu seinen persönlichen Höhepunkten in jedem Jahr zählen, denn Lesen bildet und prägt. Ob er zu seinen Lesehöhepunkten aus ’25 das Buch seines Klausurreferatskompagnons

Auch Nationalratspräsident Walter Rosenkranz ließ sich mein neues Buch nicht entgehen. Ein Bestseller, der bewegt, provoziert und die Augen öffnet – weil Wahrheit nicht bequem ist.

Danke an alle, die den Mut haben, selbst zu denken und zu lesen, was andere lieber verschweigen würden

G. G. 12. November 2025. Facebook.

zählen würde?

Wieder einmal selbst zur Gitarre zu greifen, gerade im Advent, in einem Schloß, das gar frei auch vom Parteipolitischen, zum Nikolo, würde er meinen, das sei als persönlicher Höhepunkt ’25 zu werten?

Nur Gitarre und Geige — beurlaubt von Amtslast, Politik, Parteipolitik, hingegeben und verpflichtet bloß der musischen Tradition

Könnte er als persönlichen Höhepunkt ’25 unerwähnt lassen, die von ihm ins Parlament zum Symposium Geladenen mit den Verleihungen an die edelste Elite des Landes?

Welche immer der zurzeitige Nationalratspräsident als seine persönlichen Höhepunkte ’25 selbst in einer Antwort, früge ihn wer nach diesen, aufzählte, in der verschwenderisch besinnlichen Adventzeit, und es werden nicht wenige sein, darf angenommen werden, ihm ein Jahr reicher Höhepunkte gewesen sein, und vielleicht wird er sich auch an diese für ihn hier kursorisch aufgezählten Höhepunkte ’25 einst, wenn auch noch nicht in diesem Jahr, erinnern, wenn er von der Last seines Amtes befreit, sich ganz dem Musischen hingeben wird können, mit seiner Gitarre von Schloß zu Schloß

Siebenjähriger November, Gezeiten in Österreich, der direkte Weg von Freiheitlich (FPÖ) zu Freilich – Werbung für „Shop der Patrioten“, Björn Höcke und eine Sache zum Verkauf

Es wurde darauf vergessen, zu erzählen, das noch zu erzählen, von der Verlinkung auf der Website der „FPÖ“ zum grazerischen Magazin „Freilich“, also von der direkten freiheitlichen Übernahme des Berichteten von „Freilich“, von der freiheitlichen Aufforderung zum „Weiterlesen“ auf Freilich, also, was die FPÖ, im konkreten Fall ihren Nationalratspräsidenten, betrifft, ist nicht von der FPÖ selbst zu erfahren, sondern von Freilich.

Es darf angenommen werden, daß das Vergessen darauf geschuldet ist den österreichischen Gezeiten: für ein paar Tage Flut der Aufregung, dann Ebbe der Aufregung für lange, lange, sehr, sehr lange. Dieser Aufregungsflut mit sofort nach wenigen Tagen einsetzender Aufregungsebbe durfte im November 2025 wieder einmal zugesehen werden, als der ehrenwerte Nationalratspräsident der FPÖ zum Franz-Dinghofer-Symposium ins österreichische Parlament

Der Grund, um es nicht wieder zu vergessen, für die Aufregungsflut war die Erinnerung an die „November-Pogrome“, die jedoch nicht im November 1938 endeten, sondern bis zum Paroxysmus massenmörderisch gesteigert wurden — zum sieben Jahre dauernden November des Österreichers…

Die Aufregungsflut im November 2025 dauerte aber nicht einmal einen Monat, alles in allem wohl gerade einmal eine kurze Woche.

Und gleich setzte ein das gesinnungsgefällige Berichten aus ehrenreichen Reihen

Freilich, was wäre das gesinnungsgefällige Berichten zur Entlastung am Tag der Abhaltung des Symposiums ohne Freilich

Der November ist vorbei. Von der FPÖ also zum Freilich-Lesen geführt, fällt jetzt im Dezember wieder ein, wovon noch erzählt werden wollte, dafür ist die heimatdienstliche Resolution vom März 2025

Der Heimatdienst als Wahrer und Hüter […]
Der Heimatdienst als patriotisches Gewissen […]
Der Heimatdienst als patriotische „NGO“
[…]

verantwortlich, diese erinnerte daran, daß etwas zum Patriotischen noch erzählt werden wollte.

(Es ist nicht zu vergleichen, es ist keine Parallele zum siebenjährigen November des totalitären Regimes von dem massenverbrecherischen und massenmörderischen Österreicher, aber das sollte nicht vergessen werden, im Österreich des 21. Jahrhunderts kann etwas schon mal sieben Jahre dauern, von der Anzeige bis zum Gerichtsverfahren, zur Verurteilung …)

Das Patriotische, von dem noch erzählt werden wollte, ist die zur von der Freiheitlich direkt hingeführten Reklame für das Patriotische auf der Freilich … Bevor auf die Reklame für den „Shop für Patrioten“ einzugehen ist, für den am 9. Dezember 2025 ebenfalls wieder und weiter reklamiert wird, sticht am 9. Dezember 2025 die Reklame für den „Essay – Wettbewerb Was ist ein Europäer?“ der „ESN Party“ hervor …

Wenn Du Antworten auf diese Frage hast und Student oder Promovend bist, dann schreib einen Essay zur Frage „Was ist ein Europäer? Die besten 10 Autoren bekommen ein Honorar in Höhe von 5.000 Euro und stellen ihren Essay auf einer Konferenz vor. Reiche Deinen Essay in einer Länge von 15.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) bei esn.partei@gmail.com als Word-Dokument ein. Bitte füge Deiner Nachricht einen kurzen Lebenslauf und eine Immatrikulationsbescheinigung bei. Einsendeschluß ist der 31.12.2025

5. Informationen über die Herkunft der Beträge:
Öffentliche Mittel aus dem EU-Haushalt.
Keine privaten oder Drittlandsquellen

Für diese Party „Verantwortlich im Sinne des Presserechts“ ist Dr. Alexander Sell. Was für eine schreiender Name! Sell! Eingedeutscht wäre ihm sein Name aber vielleicht allzu kenntlich: Verkauf — aber warum nicht? Wenn schon „Partei“ ausgedeutscht zu „Party“ wird …

Diese Party-Reklame sticht hervor wegen der „Herkunft der Beträge“: „Öffentliche Mittel aus dem EU-Haushalt“. Womit die Frage verbunden werden kann, ob sich dieser Party-Verein selbst als NGO versteht, im Gesinnungssinne ihrer Partei in Deutschland, die eine Tochter respektive eine Enkelin von einer Partei in Österreich, da diese selbst eine Tochter von einer Tatepartei und also in bezug auf die Partei in Deutschland eine Großtatapartei, die selbst eintritt für „Schluss von Förderungen ohne Nutzen“?

Diese Party-Reklame sticht weiter hervor wegen ihrer Zielgruppe „Student oder Promovend“, und von dieser muß es mittels „Immatrikulationsbescheinigung“ bewiesen werden, daß sie nicht „Wir sind das Volk“, sondern, wie sie es wohl selbst parolieren würde:

Wir sind die Akademiker

Denn angesprochen ist die Zielgruppe Männer, aufgefordert ist der Mann zuerst: „Student oder Promovend“ …

Ja, was hätte das Volk, was hätte die Frau zu dieser akademischen Frage auch zu sagen, wird doch das Volk und die Frau schon an dem Wort Essay scheitern, nicht verstehen, was sie abliefern sollen, geradezu verzweifeln daran, wie das gehen soll, in ein „Word-Dokument“ Schrot zu füllen …

Es ist aber auch ein hervorstechender Party-Bericht …

Der Tag der Deutschen Einheit ist […] die ESN-Europapartei am 3. Oktober 2025 zum Familienfest auf dem Theaterplatz in Erfurt eingeladen. Mit dabei: Harald Vilimsky (MdEP) aus Österreich, Björn Höcke (MdL), Dr. Alexander Sell (MdEP), René Aust (MdEP) und andere.

Ein Party-Bericht, der an den Besuch dieser sehenswerten Stadt im August 2025 erinnert, als auf dem Theaterplatz erlebt werden durfte, wie der „Tag der Deutschen Einheit“ wohl vorgefeiert wurde, in einer Limousine, aus der mit dröhnendem Lautsprecher „Das ist unser Deutschland“ möglicherweise auf diese family party schon eingestimmt wurde. Das soll die Redewendung wieder populär gemacht haben: Erfurt, eine sehenswerte, aber nicht hörenswerte Stadt

Und das Foto zu diesem Party-Bericht erinnert an ein Foto, an ein Foto aus Moskau, das ebenfalls Harald Vilimsky zeigt, in Erfurt wie in Moskau ist Harald Vilimsky der Fotograf, das scheint seine Berufung zu sein, der Leibfotograf der leader

Es wurde oben gesagt, bevor vom Patriotischen erzählt wird, soll noch — aber das ist ein Irrtum, denn es wird bereits durchgängig vom Patriotischen erzählt, von der Party über Erfurt bis Moskau zum Leibfotografen

Wieder darauf vergessen, zu erzählen, für Tage, aber jetzt, als wäre ein Knoten in das Schneuztuch gemacht worden, wieder erinnert daran, es zu erzählen, fertig zu erzählen, endlich, am 16. Dezember 2025, erinnert durch Heinrich Sickl, genauer, durch „Stoppt die Rechten“: „Franz M.s. Follower“ … Die Gesellschaft Freilich ist,

Das kommt überraschend. Oder auch nicht: Die 2018 in „Freilich Medien GmbH“ umbenannte „Aula-Verlag Gesellschaft m.b.H.“ wurde vor wenigen Tagen aufgelöst. Nun darf spekuliert werden, warum. Feststeht: Die Anklage gegen den Ex-Aula-Chef ist heftig. Aus der „Aula” wurde „Freilich”

Der Aula-Skandal rund um den Hetzartikel gegen KZ-Befreite führte 2018 zum Ende des burschenschaftlich orientierten Magazins „Die Aula“ – selbst die damals im Bund mitregierende FPÖ konnte der Rechtsaußen-Postille nicht mehr die Stange halten und trennte sich mit mehr oder weniger großen Amputationsschmerzen vom einstigen „publizistischen Flaggschiff des Dritten Lagers“ (Selbstbezeichnung). Die „Aula-Verlag Gesellschaft m.b.H.“ wurde mit leichten Änderungen der Gesellschafter zur „Freilich Medien GmbH“, Heinrich Sickl, damals FPÖ-Gemeinderat in Graz, ersetzte den bisherigen Geschäftsführer Martin Pfeiffer, bis FPÖ-Bezirksrat und stellvertretender Bezirksparteobmann in Graz-St. Leonhard, und aus der ständig am Rand des Neonazismus wandelnden „Aula“ wurde das stark neurechts orientierte „Freilich“-Magazin. Mit notarieller Bescheinigung vom 1.9.25 wurde nun die „Freilich Medien GmbH“ aufgelöst. Eingeleitet hatte Heinrich Sickl als Liquidator die Löschung Ende Mai 2025, als die Anklage seines Vorgängers bereits klar war.

berichtet „Stoppt die Rechten“ am 6. September 2025, aufgelöst worden. Freilich, eingestellt wurde Freilich deshalb nicht, freilich auch, daß sich die Einstellung der Freilich nicht änderte. Nun gibt es eine Nachfolgegesellschaft: Edition Kontext

Kontext … Wem fiele nicht sogleich Ludwig Wittgenstein ein, nein, menschgemäß nicht, aber Konrad Paul Liessmann, der am 13. Dezember 2025 schreibt: „In einer medial aufgeheizten Stimmung fehlt jedes Gespür für den Kontext von Sätzen […]“.

Wahrlich, ein philosophisch verbliebenes Land — von Wittgenstein zu …

Über das „Urteil in Graz“ schreibt Freilich am 4. Dezember 2025, erwähnenswert davon ist besonders die eine Passage, daß der „Verfassungsschutz seit 2005 über ein Abonnement der Zeitschrift verfügt habe, ein ehemaliger Staatsschützer hatte im Laufe des Prozesses bestätigt, dass die Zeitschrift von der Behörde abonniert worden war“ …

Nach dem Urteil erbat Pfeiffers Verteidiger Bernhard Lehofer Bedenkzeit. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass er das Urteil beeinspruchen wird. In seiner Ablehnung dürfte er sich demnach auf eine angebliche Befangenheit der Historiker-Gutachter aus Deutschland sowie auf die Hauptargumentation seines Schlussplädoyers, einen „Rechtsirrtum“, stützen. Wie schon während des Gerichtsverfahrens argumentierte Lehofer in seinem Schlussplädoyer, dass sämtliche Publikationen der Aula strafrechtlich nicht relevant seien, da der Verfassungsschutz seit 2005 über ein Abonnement der Zeitschrift verfügt habe und Pfeiffer somit davon ausgehen konnte, dass der Staatsschutz sämtliche Ausgaben ständig mitgelesen habe.

Ein ehemaliger Staatsschützer hatte im Laufe des Prozesses bestätigt, dass die Zeitschrift von der Behörde abonniert worden war. De facto habe aber kaum jemand reingelesen. Nur er habe sich, wenn es die Zeit erlaubte, hin und wieder darum gekümmert. Laut Lehofer habe sein Mandant gewusst, „alles was veröffentlicht wurde, landet zur Überprüfung bei den Rechtsextremismusexperten des Verfassungsschutzes. Und auch bei der Staatsanwaltschaft“. Wer „das Unrecht der Tat wegen eines Rechtsirrtums nicht erkennt, handelt nicht schuldhaft, wenn ihm der Irrtum nicht vorzuwerfen ist“, so Lehofer mit dem Verweis auf die entsprechende Gesetzesstelle.

Darüber, da es durchaus im Kontext zu sehen ist, was zum Patriotischen noch erzählt werden wollte, ist am 16. Dezember 2025 die Reklame „#Kein Millimeter nach Brüssel! – ESN – Dr. Marc Jongen“ zu sehen; Jongen, inhaltlich verknüpft, eingeflochten in das patriotische Gewebe …

Am 5. Dezember 2025 berichtet Freilich vom bevorstehenden Auftritt des zurzeitigen Nationalratspräsidenten mit Gitarre am Nikolaustag im Schloß Albeck; so einnehmend wie Freilich am 11. November 2025 über das Symposium im Parlament, zu dem der zurzeitige Nationalratspräsident lud, gesinnungsgemäß schrieb, da kann es sich doch der zurzeitige Nationalratspräsident nicht nehmen lassen, im Schloß Albeck zum

Nikolo wieder einmal zur Gitarre zu greifen, in diesem besonderen Schloß, in das besondere Menschen zu Vortragsarien vor gehobenen Publikum geladen werden,

wie etwa der junggesunde Erzbischof zum Symposium zu Beginn des Jahres 2025, der forsch von

einem zum anderen Symposium durch die Jahre unterwegs,

Für das Konzert in Albeck hat er sich erneut mit Dominik Hellsberg zusammengetan. Dieser stammt aus einer renommierten Wiener Musikerfamilie und steht seit vielen Jahren auf nationalen und internationalen Bühnen.

Paganini im historischen Ambiente

Das Konzert trägt den Titel „Nikolo mit Niccolò“ und spielt damit sowohl auf das Datum als auch auf einen der großen Namen des Abends an: Niccolò Paganini. Die beiden Musiker werden Originalwerke des italienischen Virtuosen interpretieren und diese durch weitere Stücke aus unterschiedlichen Epochen ergänzen. Dass Rosenkranz gerne und regelmäßig musiziert, ist kein Geheimnis – so entstand auch die Idee, ihn nach Albeck einzuladen. Hausherr und FREILICH-Geschäftsführer Heinrich Sickl betont die besondere Stimmung des bevorstehenden Auftritts: „Den zweithöchsten Mann im Staat als Künstler im Haus zu haben, ist etwas ganz besonders. Das sollte niemand versäumen“, so Sickl gegenüber FREILICH.

Dem Veranstalter ist es wichtig, dass der Rahmen des Konzerts ganz ohne politische Botschaften gestaltet wird. „Bewusst unpolitisch“ solle der Abend sein, erklärte Sickl zuvor schon gegenüber der Kleinen Zeitung. Rund 150 Gäste finden im Saal Platz, besondere Sicherheitsmaßnahmen sind nicht vorgesehen. Das liegt auch daran, dass Schloss Albeck seit vielen Jahren als Kulturstätte etabliert ist: Etwa 100 Veranstaltungen pro Jahr – von Jazz bis Lesungen, von Theater bis Kammermusik – machen das Haus zu einem Fixpunkt im regionalen Kulturkalender.

und so schließt das Jahr 2025 mit dem letzten Höhepunkt: der zurzeitige Nationalratspräsident an der Gitarre mit an seiner treuen Seite wieder sein Geiger Dominik Hellsberg

Und wenn es nicht das Vergessen ist, wird am 18. Dezember 2025 gedacht, daß es kein Fertigwerden mit dem Patriotischen gibt, mit dem Erzählen vom Patriotischen, sondern das Aufhören, aufhören zu wollen, vom Patriotischen zu erzählen, endlich aufhören, denn schon zu viel, viel zu viel vom Patriotischen

Enden, ja, es muß beendet werden, was begonnen wurde, zu erzählen, das noch fertig erzählen, und dann aufhören, endlich enden mit dem Patriotischen, nur noch das: von der Verlinkung auf der Website der FPÖ zum grazerischen Magazin Freilich, also von der direkten freiheitlichen Übernahme des Berichteten von Freilich, von der freiheitlichen Aufforderung zum Weiterlesen auf Freilich, also, was die FPÖ, im konkreten Fall ihren Nationalratspräsidenten, betrifft, ist nicht von der FPÖ selbst zu erfahren, sondern von Freilich.

Die FPÖ macht gesinnungsgemäß auf ihrer Website mit „FPÖ-Nationalratspräsident Rosenkranz verbietet Gendern im Parlament“ Gusto zum Weiterlesen auf Freilich, was FPÖ lediglich werbend ankündigt, führt Freilich vollständig aus, wie auch an diesem 18. Dezember 2025 weiterhin zu lesen ist, aber mit einer neuen Reklame, und

woanders als auf Freilich könnte einer aus der FPÖ eine „Besinnliche Adventzeit“ reklamieren?

Ja, so ganz recht nach dem burschenkecken Motto der Reklame von Olympia auf Freilich: „Nur keine halben Sachen“

Und das wäre — solch ein Vorwurf der saucy boys will wohl nicht riskiert werden — doch nur eine halbe Sache, eine Freilich ohne Reklame, ohne für Spenden zu reklamieren mit Björn Höcke, die wohl ein Barometer für den „Rückhalt aus dem Volk“

Aber der „Rückhalt aus dem Volk“ ist nie eine ganze Sache, zu oft nicht einmal eine halbe Sache, und eine halbe Sache ist eine null Sache,

eine Sache mit halber Kraft angehen, das wußte schon ein Dramatiker,

ist eine mit null Kraft

Und da es auf den Spendenrückhalt aus dem Volk nicht so recht Verlaß ist, braucht es offensichtlich weitere Einnahmenquellen, einen „Shop“ eben, einen Shop von Patriotinnen, die diesen, wie der Reklame auf Freilich zu entnehmen ist, mit „Der Shop für Patrioten“ reklamieren, der „Patria“-Shop mit einem reichlichen … oh, was kann von „Patria“ alles für den „Rückhalt“ bezogen werden, gesinnungsgemäß etwa Shirts — Shirts sind immer ein Renner,

gerade solche, wird wohl von ihnen hoffnungsreich gemeint werden, mit derart bruststarken Slogans wie „Volkskanzler – White Girl Summer – Waldgang“, und wenn schon auf Freilich Reklame für Patria, dann kann Patria doch nicht anders, als auch Freilich im shop shelf zum Verkauf …

Und wer könnte für solch ein Unternehmen das Anforderungsprofil für dessen Geschäftsführer besser erfüllen, als eben Torsten Goerke, alles Erforderliche bringt er mit, einschließlich seine reichen Erfahrungen, dieses Geschäft „Patria-Laden“ zu führen, wie dieser Stellenbeschreibung entnommen werden darf:

Der online Shop „Patria Laden“ bietet beispielsweise vieles für den rechtsextremen Lifestyle an: Von Büchern wie „Demokratie ist das Problem“ oder „Kulturrevolution von rechts“, bis hin zu T-Shirts mit rechtsextremen und rassistischen Aufschriften wie „Volkskanzler“ oder „Abschieben rettet Leben“. Laut Impressum gehört der Shop derUudet Brandshipping UG und wird durch den Aktivisten der Identitären Bewegung Torsten Görke vertreten.

Görke: Zwischen rechtsextremem Aktivismus und Unternehmertum
Als ehemaliger Stützpunktleiter der Jugendorganisation der rechtsextremen und in Teilen neonazistischen Partei „Die Heimat“ (ehemals NPD) im Salzlandkreis und als aktives Mitglied der Identitären Bewegung ist Torsten Görke schon lange in der rechten Szene aktiv. Die Identitäre Bewegung wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Sie ist dabei gut vernetzt in der deutschsprachigen rechten Szene – es gibt viele Querverbindungen, darunter zur AfD und FPÖ.

Görke scheint ein wichtiger Bestandteil der Szene zu sein, auch weil seine Machenschaften über Aktivismus hinausgehen: Er ist nicht nur der Geschäftsführer der Uudet Brandshipping UG, sondern auch verantwortlich für weitere Unternehmen. Görke ist Teil des Gründungsvorstands des Filmkunstkollektiv-Vereins. Der Verein hat sich darauf spezialisiert, Proteste, Demonstrationen und Aktionen der rechten Szene zu begleiten. Ziel sei, „die Schönheit des Protests“ zu dokumentieren. Das Filmkunstkollektivhat bereits für die Junge Alternative, Identitäre Bewegung oder für das rechtsextreme Magazin Compact gedreht, außerdem setzen sie immer wieder den AfD-Faschisten Björn Höcke in Szene.

Zudem gründete Görke gemeinsam mit IB-Aktivist D. Sebbin „Schanze Eins“, ein Unternehmen, das als Finanzdienstleister der IB dient.  Das Hauptziel dieser Firma bestehe darin, Investoren für Immobilienprojekte zu gewinnen. Die Immobilien sollen dann als feste Anlaufstellen und Veranstaltungsorte der Identitären Bewegung dienen, um von da aus Aktionen zu koordinieren. Zuletzt ist die Schanze Eins UG & Co. als Mieterin einer 2020 erworbenen Villa in Schkopau in Erscheinung getreten. Auch für weitere Unternehmen taucht Görke als Geschäftsführer im Handelsregister auf: Darunter für die Kontur & Farbe Görke UG, die Weking Verlag UG und die Grauzone Medien GmbH. Während Grauzone Medien unter dem Motto „keine Zeit für Hässlichkeit“ digitalen Content produziert, sind die anderen Firmen und deren Geschäftstätigkeiten nicht weiter öffentlich dokumentiert.

Weitere Unternehmensgeflechte: Kohorte UG und Phalanx Europa
Auf der Seite „Patria Laden“ findet sich neben dem Impressum außerdem ein Verweis auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Kohorte UG. Die Kohorte UG ist auch verantwortlich für den IB-Shop „Phalanx Europa“. Ähnlich wie auf Patria Laden, werden dort zahlreiche Merchandise-Artikel der Identitären Bewegung verkauft. Geschäftsführer der Kohorte UG ist D. Sebbin, ebenfalls Mitbegründer der Schanze Eins. Ähnlich wie Görke scheint auch Sebbin ein umtriebiger Geschäftsmann zu sein. Neben der Kohorte UG ist Sebbin Geschäftsführer des Unternehmens Okzident Media, einem Unternehmen, das verschiedene Mediendienstleistungen anbietet und verantwortlich für das Design des Merchandising-Shops „Phalanx Europa“ ist. Vertreten wird die Okzident Media UG durch den IB-Aktivisten Daniel Fiß. Fiß engagierte sich in seiner Jugend für die NPD-Jugendorganisation Junge Nationalisten und war von 2016 bis 2019 stellvertretender Vorsitzende der Identitären Bewegung Deutschlands. Seit Dezember des vergangenen Jahres arbeitet er als persönlicher Referent für den Landtags-Abgeordneten der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, Nikolaus Kramer.

Belltower News. 12. März 2025. Felix Michaelis.

NS Eine halbe Sache, um auf die Reklame der saucy boys zurückzukommen, bloß wäre es, könnten die boys selbst wohl meinen, gewesen, hätte es nicht eine so recht feine anzumutende Abstimmung über das November-Symposium und den Verleihungen im österreichischen Parlament gegeben …

Keine halben Sachen gesinnungsgemäß ebenso beim Wettbewerb der Party, auch was die Finanzierung betrifft: „Öffentliche Mittel aus dem EU-Haushalt.
Keine privaten oder Drittlandsquellen.“ Und kein „Volk“, denn nur „Akademiker“ sind die Gewähr, daß der Wettbewerb eine gesinnungsgemäß recht volle Sache wird, wird doch nach einem „Was“, also nach einer Sache gefragt, es wird nicht nach einem „Wer“, also nach Menschen gefragt, nicht wer sei, sondern was sei — für die Party eine Sache, eine Sache zum Verkauf