Um Weihnachten herum, wenn es unausbleiblich ist, auf dem Land sich aufzuhalten, sind Spaziergänge die einzige Abwechslung, und die einzige Attraktion auf dem Lande sind die Friedhöfe, auf denen die Spaziergänge unausbleiblich enden.
So ist auch zu dieser Weihnacht, zu der eine Kronenfeder verkündet, es werde mehrWeihnachten gebraucht — Weihnachten als Erlösung, und was für eine Erlösung das ist, das verkündet in seiner feierlich begangenen Weihnacht einer, der nicht nur einen Erlöser in die Welt schickt, sondern viele, viele Erlöser auf die Welt herabschickt, die Menschen zu erlösen.
Auf dem Friedhof, auf dem diesmal gelegenen Spazierweg, unausbleiblich wie auf so vielen Friedhöfen eine Gedenktafel mit der immer selben Inschrift:
In Liebe und Dankbarkeit gedenkt […] seiner im […]krieg […] verlorenen Söhne
Auf dem Friedhof, auf dem diesmal der Spaziergang endet, wird nur den „verlorenen Söhnen“ im Weltkrieg von 1914 bis 1918 gedacht, auf vielen anderen Friedhöfen sind auch die „verlorenen Söhne“ im Weltkrieg von 1939 bis 1945 hinzugefügt, alle aus beiden Kriegen fein säuberlich aufgeschrieben mit Namen und Geburtsdatum. Ach, wie gut Kriege doch sind, es gehen zwar Söhne verloren, aber wer verloren geht, ist nicht tot, kann wiederkommen, so werden auch die Erlöser diesmal sich nur verlieren, aber, wenn sie sich wiedergefunden haben werden, werden sie auferstehen, ihren Heimgang antreten und an die Tür von dem klopfen, der sie herabschickte — seine verlorenen und nun heimkehrenden Söhne …
Der Name dieses verlorenen Sohnes: „Warum geb.1888“. Auch ein zweiter verlorener Sohn mit Namen Warum ist auf dieser Gedenktafel eingetragen, vielleicht war dieser der um zwei Jahre ältere Bruder —
In den Familien Warum, die das Verlierengehen ihrer Söhne zu beklagen hatten, wird vielleicht in Trauer ausgerufen worden sein: Warum?! Warum unsere Söhne? Ihre sie selbst tröstende Antwort darauf wird wohl gewesen sein, weil die Wege des erlöswilligen Herrn unerforschlich, unergründlich …
Derart außerordentlich wird auch die Veranstaltung gewesen sein, über die Freilich am 16. Oktober 2025 berichtet, gesinnungsgemäß selbstverständlich wieder mit einem Teaser der parlamentarischen Anreißerin, darf am 8. Jänner 2026 gelesen werden …
Kritik an „Meinungsindustrie“: Patriots und FPÖ wollen gegen NGO-Dschungel vorgehen Bei einer Veranstaltung im österreichischen Parlament haben patriotische Parteien und die FPÖ den starken Einfluss international finanzierter NGOs scharf kritisiert. Sie fordern mehr Transparenz und Kontrolle.
FPÖ-Chef Herbert Kickl zeichnete in seiner Eröffnungsrede ein scharfes Bild: NGOs seien eine „gesteuerte Meinungsindustrie“, die „Teil der Macht“ wäre und allein von Förderungen lebe. Wenn sich eine Vereinigung „Nicht-Regierungs-Organisation“ nenne, dürfe sie keine Gelder von Regierungen bekommen. Das Gegenteil sei der Fall – und NGOs würden das „Propaganda-Instrument“ der Brüsseler Eliten sein, die den Asylmissbrauch verklären, den Regenbogen-Kult verbreiten und religiöse Klimapolitik machen. Diese Organisationen kassierten Milliarden für „betreutes Denken“ und stellten einen „politischen Schattenapparat“, der den Bürgern keine Rechenschaft ablegen müsse, so Kickl.
Das Programm für „Betreutes Denken“ in „Lechwelten“ wird erst im März 2026 bekanntgegeben werden, bis dahin ist also zu warten, um zu erfahren, wer die Vortragenden sein werden. Mehr befähigt, über „betreutes Denken“ zu sprechen, als der Bergfex wird neben Konrad Paul Liessmann kein dritter Mensch in diesem Land sein. Wenn also im Herbst 2026 im Gebirge Herbert Kickl und Konrad Paul Liessmann Vorträge über „betreutes Denken“ hielten, dann könnte jetzt im Winter davor schon das Urteil gefällt werden, das so ausfiele: mit dem 29. Philosophicum erklommen der Gipfel der Gipfel des Philosophischen …
Es muß eingestanden werden, nicht zu verstehen, was „betreutes Denken“ bedeutet. Was es bedeutet, das zu verstehen, darauf muß noch gewartet werden, bis zum 29. Philosophicum, wenn Konrad Paul Liessmann und …
Am letzten Tag des Jahres 2025 wird im Morgenjournal des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Österreichs über ein in spanischer Sprache geschriebenes Buch mit Erscheinungstermin 27. November 2025 informiert, von dem es derzeit noch keine deutschsprachige Ausgabe gibt; jedenfalls läßt sich mit heutigem Tag, 7. Jänner 2026 keine deutschsprachige Ausgabe finden.
Das ist noch nicht das Bemerkenswerte an dem Bericht im Morgenjournal, über ein Buch, das es bisher lediglich in spanischer Sprache scheinbar zu erwerben gibt. Es ist auch nicht das Bemerkenswerte an dem Buch, daß es wieder einmal um die madigen zwölf Jahre des Österreichers sich dreht.
Bemerkenswert an diesem Bericht ist die Information über einen Mann, der jüdischen Menschen half, ins Ausland zu flüchten. Wieder einmal also ein Bericht über einen Menschen, der jüdische Menschen vor der Ermordung durch das totalitäre Regime des Österreichers rettete. Es kann gar nicht aufgezählt werden, von wie vielen Menschen in den letzten Jahrzehnten gehört wurde, die jüdischen Menschen halfen, jüdische Menschen vor deren Verichtung im Holocaust bewahrten, durch Fluchthilfe, sie dabei unterstützten, aus dem Reich des Österreichers fliehen zu können.
„Das letzte Konzert in Wien“ heißt das jüngste Werk des spanischen Musikexperten Martín Llade. Es geht dabei, richtig, um das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, dessen Live-Übertragung der Autor seit vielen Jahren in Radio und Fernsehen kommentiert. Llade gibt Einblicke in die Entstehung des weltberühmten Konzerts, spickt seine Erzählung aber auch mit zahlreichen Anekdoten. Josef Manola hat mit ihm gesprochen.
Josef Manola: Musikexperte Martín Llade bezeichnet das Neujahrskonzert als größten Werbeträger für Österreichs Kultur.
Martín Llade: Österreich versteht es sehr gut, mit Hilfe des Neujahreskonzerts Werbung zu machen. Ich wünschte, Spanien hätte einen vergleichbaren Event.
Josef Manola: Neue Zeugnisse erlauben es ihm, die Rolle von Clemens Krauss beim ersten Neujahrskonzert darzustellen, wie der Staatsoperndirektor darauf kam, Strauss-Melodien zu dirigieren, erklärt Martín Llade so: Das letzte Mitglied der Strauss-Dynastie hatte das Strauss-Orchester ruiniert. In den 30er Jahren ging es auseinander. Instinktsicher setzte Krauss auf die Werke der Familie Strauss, es sei ein Fest der Musik.
Josef Manola: Das erste Konzert fand am 31. Dezember 1939 im großen Musikvereinssaal statt. Erst ab 1941 wechselte es auf den Neujahrstag. Der Erlös ging an das Kriegswinterhilfswerk der Nationalsozialisten. Das alles im Auftrag Hitlers, der vom Dirigenten erwartete, Wien als Stadt des Optimismus und der Geselligkeit zu etablieren.
Martín Llade: Es ist erstaunlich, daß eines der besten Orchester der Welt diese eher leichte Musik aufführte. Neben den Symphonien mußte sie als zweite Wahl erscheinen. Aber Clemens Krauss wertete sie auf und machte sie zu Gold.
Josef Manola: Der uneheliche Sohn der von Kaiser Franz-Joseph protegierten Hofoperntänzerin Clementine Krauss war als Freund der Nationalsozialisten abgestempelt, daß Krauss kein überzeugter Nazi war, sondern Karriere und Fortkommen im Blick hatte, steht für Martín Llade fest, er meint, die im Verborgenen geleistete Hilfe für jüdische Verfolgte habe sein Mitläufertum unter den Nationalsozialisten wettgemacht.
Martín Llade: Im Wikipedia ist die Rede von 29 ins Ausland gebrachte Menschen. Das stimmt nicht. Es waren 29 Aktionen, in denen zum Teil ganze Familien gerettet wurden.
Josef Manola: Llade erlaubt sich folgenden Kunstgriff. Wo die Biographie des charismatischen Digirenten Lücken aufweist, wird sie vom Autor mit fiktionalen Passagen geschlossen. Wie in einem Krimi beschreibt er die riskanten Unternehmen, um jüdische Familie die Flucht ins Ausland zu ermöglichen. Auch morgen wird Martín Llade wieder das Neujahrskonzert für ein Millionenpublikum in vielen Ländern kommentieren. Die bewegte Geschichte des Konzerts, die er in seinem Buch darstellt, beschäftigt ihn weiterhin.
Martín Llade: Aus dem Markenzeichen der österreichischen Identität innerhalb des deutschen reichs ist inzwischen ein TV-Event geworden, das Zuseher in 150 Ländern am Neujahrstag selig klatschend vereint.
Was es zu diesem Buch noch an Informationen gibt, ist menschgemäß die Beschreibung des Verlages für sein Produkt, in spanischer und in englischer Sprache — to whom it may concern:
Martín Llade, el carismático locutor del Concierto de Año Nuevo, nos descubre los oscuros orígenes de una de las citas musicales más famosas del mundo.
«Gran comunicador, Martín Llade es también un gran escritor». –Zenda
Por el autor de El misterio Razumovski, galardonado en los XV Premios de Literatura Histórica Hislibris
Viena, finales de 1944. Atrapado entre dos frentes, el Tercer Reich ha iniciado el contraataque que decidirá el desenlace de la Segunda Guerra Mundial. Mientras prepara el Concierto de Año Nuevo, el director Clemens Krauss recibe la visita de un enigmático capitán de las SS que parece decidido a averiguar cuál es su relación con unos presuntos traidores al régimen nazi.
Aunque Krauss y su compañera, la cantante Viorica Ursuleac, son dos de los artistas favoritos de Adolf Hitler, el director de orquesta se verá obligado a afrontar un pasado repleto de oscuros secretos, dudas respecto a su lealtad al Reich y una revelación que podría poner en peligro el concierto más famoso del mundo. Un concierto que nació, precisamente, con el apogeo del nazismo.
Con una gran labor documental y fiel a su estilo literario, Martín Llade, el periodista de música clásica que pone voz al Concierto de Año Nuevo, nos acompaña en un viaje al corazón de la célebre gala de Viena.
Martín Llade, the charismatic announcer of the New Year’s Concert, reveals the dark origins of one of the most famous musical events in the world.
“Great communicator, Martín Llade is also a great writer.” -Zenda
By the author of The Razumovski Mystery, awarded at the XV Hislibris Historical Literature Awards
Vienna, late 1944. Trapped between two fronts, the Third Reich has initiated the counterattack that will decide the outcome of World War II. While preparing for the New Year’s Concert, conductor Clemens Krauss receives a visit from an enigmatic SS captain who seems determined to find out his relationship with alleged traitors to the Nazi regime.
Although Krauss and his partner, singer Viorica Ursuleac, are two of Adolf Hitler’s favorite artists, the conductor will be forced to face a past full of dark secrets, doubts about his loyalty to the Reich, and a revelation that could endanger the most famous concert in the world. A concert that was born precisely with the rise of Nazism.
With extensive documentary work and faithful to his literary style, Martín Llade, the classical music journalist who gives voice to the New Year’s Concert, takes us on a journey to the heart of the famous Vienna gala.
Mit „wir brauchen mehr“ schließt Conny Bischofberger am 27. Dezember 2025 „Entchristlichung“ in der tageszeitunglichen Krone des österreichischen Qualitätsjournalismus …
Wenn wir das eine nicht wollen, dann sollten wir das andere umso intensiver pflegen. Weihnachtsevangelium, Herbergsuche, das Kind in der Krippe, Christ sein. Wir brauchen nicht weniger Weihnachten, wir brauchen mehr.
Unter der Schlagzeile „Entchristlichung“ also die Fürsprache für eine Verchristlichung, unter der Schlagzeile „Wehrhaftes Christentum“ führt Andreas Mölzer in ebendieser Krone am 28. Dezember 2025 sein „Andererseits und Einerseits“ aus, in Glauben und Hoffnung „möglicherweise formiert sich aber damit doch wieder so etwas wie ein wehrhaftes Christentum“.
Was ein „wehrhaftes Christentum“, was eine Verchristlichung, was eine Christianisierung bedeutet, wohin ein Christsein-Mehrbrauchen führt, wohin ein wehrhaftes Christentum führt, belegen Jahrhunderte des Leidens der Menschen, die gestraft für die Schuld eines Menschen, der wie ein jeder Mensch unschuldig geboren ward, dessen Vergehen seit nahezu zwei Jahrtausenden gebraucht zur Propagandisierung der Christianisierung und der Wiederchristianisierung …
Es braucht die Vergangenheit nicht bemüht zu werden, um zu veranschaulichen, was mit Verchristlichung und wehrhaftem Christentum einhergeht, die Gegenwart veranschaulicht es allein überreich — derart überreich, daß eine Veranschaulichung nur unvollständig sein kann, stellvertretend, exemplarisch aber können für die vielen Gegenwartsbeispiele …
Womit beginnen, was Verchristlichung bedeutet, was es heißt, mehr wieder christlich sich zu betätigen. Vielleicht damit: Entdemokratisierung.
Womit beginnen, was Verchristlichung bedeutet, was es heißt, wieder mehr christlich sich zu betätigen. Vielleicht damit: Entdemokratisierung. Die Entdemokratisierung, die Verhinderung von Demokratie ist wohl die Ikone von allen Organisierten Glauben, auch von diesem Organisierten Glauben, dessen Abwehr Andreas Mölzer durch ein wehrhaftes Christentum und
so die Unterschiede spielen, zu Pianistinnen wird es ihnen nicht …
Es könnten jetzt alle mit der Demokratie untrennbar verbundenen Werte, alle Werte, die der Demokratie wesenhaft sind, alle Rechte, die der Demokratie Fundament sind, angeführt werden, es sind Werte und Rechte, die jedweder Spielart Organisierten Glaubens zuwider sind, aber das ist nicht notwendig, denn die Rechte und Werte sind bekannt. Und alle diese Werte und alle diese Rechte werden in der Überzahl von Männern vom Tisch gewischt, wie, kurz ist her, von einem nunmehrigen Kardinalsrentner ein demokratischer Wert und ein demokratisches Recht vom Tisch, der ihm zum Altar bereitet,
wischte mit „ob das jetzt wirklich der Wille Gottes ist“ … Er verzichtete dabei darauf, all die schönen Namen des Herrn aufzuzählen, aber es sind dermaßen schöne, daß diese zur Erbauung einmal alle angeführt sein sollen:
Der Barmherzige Der König Der Heilige Der Frieden Der Wahrer der Sicherheit Der Beschützer Der Bewahrer Der Erhabene Der Ehrwürdige Der Unterwerfende Der Vornehme Der Stolze Der Schöpfer Der Erschaffer Der Gestalter Der stets Verzeihende Der Allbezwingende Der Geber Der Verleiher Der Versorgende Der Öffnende Der Allwissende Der Zurückhaltende Der Gewährende Der Erdniedrigende Der Erhöhende Der Verleiher von Ansehen Der Demütigende Der Allhörende Der Allsehende Der Richter Der Gerechte Der Feinfühlige Der Kundige Der Sanfte Der Nachsichtige Der Erhabene Der Großartige Der Allvergebende Der Dankbare Der Allerhöchste Der Große Der Bewahrer Der Erhalter Der Ernährende Der Berechnende Der Majestätische Der absolut Großzügige Der Beobachtende Der Wachsame Der Erhörer der Gebete Der Allumfassende Der Allweise Der Sich liebevoll Zuwendende Der Glorreiche Der Erwecker Der Zeuge Der Wahrhaftige Der Sachverwalter Der Starke Der Kraftvolle Der Standhafte Der Schutzherr Der Preiswürdige Der Lobenswerte Der alles Aufzeichnende Der Beginnende Der die Schöpfung Zurückbringende Der Lebensspendende Der das Sterben Bestimmende Der Lebendige Der Ewiglebende Der Beständige Der Findende Der Ruhmvolle Der Eine Der Einzige Der von allem und jedem Unabhängige Der Mächtige Der absolut Fähige Der Beförderer Der Aufschiebende Der Erste (ohne Beginn) Der Letzte (ohne Ende) Der Offenbare Der Verborgene Der absolute Herrscher Der Erhabene über jeglichen Mangel Der Gute der Rechtschaffene Der Reue Annehmende Der gerechte Vergelter Der Vergeber der Sünden Der Mitleidige Inhaber der (königlichen) Macht/Souveränität Derjenige dem Majestät und Ehre gebühren Der unparteiisch Richtende Der Versammelnde (am jüngsten Tag) Der Reiche Der Unabhängige Der Verleiher der Reichtümer Der Zurückhaltende Der Hindernde Der Schaden Zufügende Der Wohltäter Das Licht Der Führende Der Schöpfer des Neuen Der ewig Bleibende Der einzige Erbe Der Rechtleitende Der Geduldige
Gleich welchen Glauben sie spielen, für die Demokratie ist es stets verheerend, mögen sie beispielsweise dem Calvinismus anhängen, wie jener Mann aus dem Nachbarland, für leitende Angestellte der Kirche ist er der „Erlöser“, der „Erretter“ … Und
Zu Organisierten Glauben gehört das Spirituelle, und das verkörpert des christlichen Magapatrioten christlicher Kriegsminister weithin sichtbar, trägt das Zeichen der „Kreuzritter“, eingeritzt in seine Brusthaut, offen zur Mahnung und Drohung,
Es bedeutet nicht nur Entdemokratisierung, Verhinderung von Demokratie, sondern auch Zerstörung der Demokratie, Errichtung eines autoritären Regimes, es bedeutet Elend, Tod, Leid, massenweises Morden, wie beispielhaft ein weiterer gläubiger Patriot seit etlichen Jahren gesegnet von seiner Kirche …
Nach der feierlichen Vereidigung zur fünften Amtszeit von Präsident Putin am 7. Mai gab es nun ein theologiepolitisch aufschlussreiches liturgisches Nachspiel. In der Mariä-Verkündigungs-Kathedrale hielt Patriarch Kyrill eine Dankandacht ab. Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche würdigte den russischen Präsidenten als von Gott erwählten politischen Führer. Wörtlich sagte er: „Gott helfe Ihnen, den Dienst, den Gott selbst Ihnen anvertraut hat, weiterhin mit Liebe zum Vaterland und mit Mut fortzusetzen.“ Diese theologische Legitimation der politischen Macht fand in einem Segen zeremoniellen Ausdruck. Sie wirft die Frage auf, ob die russisch-orthodoxe Kirche sich als Magd der Politik andient – oder ob sie vielleicht sogar die heimliche Herrin der politischen Agenda ist. Drei Wangenküsse zwischen dem Patriarchen und dem Präsidenten und die Übergabe einer Marien-Ikone an Putin waren das sichtbare Symbol der engen Symbiose von Kirche und Staat.
In einem Strategiepapier der russisch-orthodoxen Kirche wird das militärische Vorgehen Russlands in der Ukraine als „Heiliger Krieg“ gegen den satanischen Westen eingestuft.
Dem russischen Staat wird die Rolle des „Katechon“ zugeschrieben, der das Kommen des Antichrist aufhalte
Ja, Gott Der Allah ist groß, arbeitssam, ständig eifrig, kein Land ist Gott zu gering, für jedes Land, mag es noch so klein und noch kleiner, das kleinste sein, erwählt Gott eine Führerin, vertraut ihr Gottes Dienst an, und so kam es, daß Gott auch nach Österreich eine sandte, und dies in Österreich verkünden ließ, durch einen Mann, der Gottes Sprache versteht, spricht …
Bei solch einem Wunder in Österreich, und es war ein Wunder, wenn auch Österreich einmal ein Führer herabgesandt ward, durfte einer nicht fehlen, der nunmehrige Kardinalsrentner, der sich vielleicht an dieses Wunder, dem er beiwohnen durfte, gar vielleicht von Gott heimlich auserkoren als Apostel des Wunders, mit Rührung und Gottesdankgebeten allenthalben erinnern wird, an dieses Wunder, das Österreich, was für eine Gottes Gnade, traf …
Darum, und eigentlich wollte nur dies festgehalten werden, ist diese Tageszeitung die Krone des Qualitätsjournalismus, die derart Anregendes zu veröffentlichen weiß, und mögen andere Medien Edelfedern beschäftigen, aber
nur diese Tageszeitung hat Kronenfedernin ihrer Schreibstaffel, mußte am 27. und am 28. Dezember 2025 gedacht werden, beim Lesen des kronengefederten Geschriebenen von Conny Bischofberger und Andreas Mölzer, das wieder so eindrücklich …
Nun, am 1. Jänner 2026, hält einer eine Rede, die er vielleicht sich selber schrieb, vielleicht aber wurde diese, auch diese Rede ihm geschrieben, wobei, wenn diese ihm geschrieben wurde, nicht uninteressant wäre zu erfahren, wer seine Schreiberin …
So gesehen können die Staaten Europas ein Vorbild für alle Staaten der Erde sein. Ein Beispiel, dass man es schaffen kann, friedlich miteinander auszukommen.
Was schrieb er sich? Oder, vielleicht: Was ließ er sich schreiben? Selbstverständlich bleibt in dieser Rede nicht unerwähnt, daß im „Osten Europas Krieg herrscht“. Es ist Krieg zwischen zwei Staaten Europas. Was schrieb er sich also? Oder vielleicht: Was ließ er sich also schreiben? Wenn es in dieser Rede heißt, die Staaten Europas würden ein Vorbild für alle Staaten der Erde sein, ein Beispiel, daß es geschafft werden könne, friedlich miteinander auszukommen. Und die Kriege auf dem Gebiet des nicht mehr existierenden Staates Jugoslawien, auch mit Massenmord — Waren die daran beteiligten Staaten keine Staaten Europas?
Drohnen unbestimmter Herkunft werden immer wieder über europäischen Großstädten gesichtet. Wir sind gesteuerter Desinformation ausgesetzt, digitalen Sabotageakten und dem permanenten Versuch, Europa zu spalten. Und wir hören Aussagen, die als Drohung verstanden werden können: Wenn Europa Krieg möchte, könne Europa Krieg haben.
Es ist wichtig, dass wir weiter an die europäische Idee glauben. Es ist wichtig, dass wir zusammenhalten und für unser Europa einstehen.
Ja, es ist wichtig, dass wir einen Europa-Patriotismus entwickeln.
Man will uns von außen teilen, um wirtschaftlich und politisch über uns zu herrschen. Ganz nach imperialer Manier.
Es ist nun einmal einfacher, einzelne kleine Staaten zu dominieren als einen Staatenbund wie die EU mit über 450 Millionen Menschen.
Aber wir Europäer wollen selber bestimmen, wohin wir gehen.
Wir können vorangehen und der Welt zeigen, dass es zwischen dem Recht des Stärkeren und rein kapitalistischen Interessen einen anderen Weg gibt.
Einen Weg, der den Rechtsstaat, die Freiheit des Menschen zur Selbstentfaltung und die Gleichberechtigung von Mann und Frau ernst nimmt.
Der zwischen Interessen ausgleicht, und niemand dem Hunger oder der Obdachlosigkeit preisgibt. Einen Weg, der Heimat für viele ermöglicht, nicht nur für einige willkürlich Auserwählte.
Einen europäischen Weg. Unseren europäischen Weg.
Lassen Sie uns stolz sein auf unser Europa und seine Menschen.
Die größten und wichtigsten Erfindungen haben hier ihren Ursprung:
Die liberale Demokratie. Der Buchdruck, die Dampfmaschine, Penicillin, das Internet und und und. Sogar Fußball ist eine europäische Erfindung!
Wunderbare, große Leistungen in Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Kultur.
Wie schön in dieser Ansprache von hehren Werten geredet wird, aber wie viele Staaten der Europäischen Union selbst halten noch sehr viel von diesem „europäischen Weg“? Es müssen diese Staaten nicht namentlich erwähnt werden, diese sind bekannt, und ein jeder Mensch kann diese, ohne nachzudenken, augenblicklich aufzählen. Und schimmert nicht in dieser Beschwörung eines Patriotismus bereits durch, was sonst als Nationalismus, Chauvenismus beschrieben ist, wenn in dieser Ansprache patriotisch davon geredet wird, „die größten und wichtigsten Erfindungen haben hier ihren Ursprung [Europa]“? „Fußball“ gab es schon lange davor, außerhalb von Europa, der „europäische“ Anteil am Fußball ein erstes Regelwerk, erstellt in einem europäischen Staat, der heute nicht mehr zur Europäischen Union gehört; „Buchdruck“: diesen gab es auch schon lange davor, außerhalb von Europa; der Ursprung des „Internets“ war nicht Europa, freilich gab es beim Internet eine bedeutende Weiterentwicklung in einem Forschungszentrum in Europa, dessen Mitglieder aber nicht nur Staaten der Europäischen Union sind; zum World-Wide-Web. Die entscheidenden Entwicklungen und Verbesserungen der „Dampfmaschine“ wurden durch Erfinder in einem europäischen Staat geleistet, der mittlerweile nicht mehr zur Europäischen Union gehört …
Es gibt nicht nur diese Rede, zu der die Frage angebracht ist, ob die Reden selbst geschrieben oder geschrieben werden, es gibt auch eine einzelne Formulierung, bei der es interessant wäre zu erfahren, ob diese selbst oder ihm geschrieben wurde. Eine Formulierung, die oft verwendet, ist die von der eleganten Verfassung …
Gerade rechtzeitig, einen Tag vor dem Tag der Tage reich an Geschenken, ist ein Buch erschienen, das in der morgigen Nacht der Wunder vortrefflich als Gabe sich eignete:
Wie in jedem Jahr ist nun wieder im besinnlichen Advent die Zeit der Jahresrückblicke ausgebrochen, und wie stets geht es auch darum, was seien die Höhepunkte des Jahres gewesen, welche Begebenheiten führten zu Höhepunkten im Jahr 2025, und ein jeder Mensch hat schon, wird er so kurz vor Weihnachten danach gefragt, seine Sicht auf die Geschehnisse, im Land, in der Welt, auf die Höhepunkte im eigenen Leben.
Und wenn die Zeit gar recht besinnlich und zugleich — zu keiner Zeit sonst im Jahr werden Geschenke in diesem Ausmaß besorgt — verschwenderisch, stellen sich Fragen ein, sogar Fragen, die Dritte betreffen, etwa die Frage danach, wie würde ein zurzeitiger Nationalratspräsident antworten, wenn er gefragt würde werden, was seine persönlichen Höhepunkte in den letzten elf oder gar zwölf Monaten — wird ein jedes Jahr vor seinem Ende gar gerne schon als beendet angesehen, wie jedes Jahr vor seinem Ende abgeschlossen — gewesen seien, welche persönlichen Höhepunkte würden wohl in seine Antwort einfließen …
Würde er als einen seiner persönlichen Höhepunkte meinen,
Spannende Referate von NAbg. Dr. Kolm, Nationalratspräsident Dr. Walter Rosenkranz und Gerald Grosz prägen unsere Klausur – sie steht ganz im Zeichen von Freiheit, Verantwortung und Klartext!
Welche immer der zurzeitige Nationalratspräsident als seine persönlichen Höhepunkte ’25 selbst in einer Antwort, früge ihn wer nach diesen, aufzählte, in der verschwenderisch besinnlichen Adventzeit, und es werden nicht wenige sein, darf angenommen werden, ihm ein Jahr reicher Höhepunkte gewesen sein, und vielleicht wird er sich auch an diese für ihn hier kursorisch aufgezählten Höhepunkte ’25 einst, wenn auch noch nicht in diesem Jahr, erinnern, wenn er von der Last seines Amtes befreit, sich ganz dem Musischen hingeben wird können, mit seiner Gitarre von Schloß zu Schloß …
Es wurde darauf vergessen, zu erzählen, das noch zu erzählen, von der Verlinkung auf der Website der „FPÖ“ zum grazerischen Magazin „Freilich“, also von der direkten freiheitlichen Übernahme des Berichteten von „Freilich“, von der freiheitlichen Aufforderung zum „Weiterlesen“ auf Freilich, also, was die FPÖ, im konkreten Fall ihren Nationalratspräsidenten, betrifft, ist nicht von der FPÖ selbst zu erfahren, sondern von Freilich.
Der November ist vorbei. Von der FPÖ also zum Freilich-Lesen geführt, fällt jetzt im Dezember wieder ein, wovon noch erzählt werden wollte, dafür ist die heimatdienstliche Resolution vom März 2025
verantwortlich, diese erinnerte daran, daß etwas zum Patriotischen noch erzählt werden wollte.
(Es ist nicht zu vergleichen, es ist keine Parallele zum siebenjährigen November des totalitären Regimes von dem massenverbrecherischen und massenmörderischen Österreicher, aber das sollte nicht vergessen werden, im Österreich des 21. Jahrhunderts kann etwas schon mal sieben Jahre dauern, von der Anzeige bis zum Gerichtsverfahren, zur Verurteilung …)
Das Patriotische, von dem noch erzählt werden wollte, ist die zur von der Freiheitlich direkt hingeführten Reklame für das Patriotische auf der Freilich … Bevor auf die Reklame für den „Shop für Patrioten“ einzugehen ist, für den am 9. Dezember 2025 ebenfalls wieder und weiter reklamiert wird, sticht am 9. Dezember 2025 die Reklame für den „Essay – Wettbewerb Was ist ein Europäer?“ der „ESN Party“ hervor …
Wenn Du Antworten auf diese Frage hast und Student oder Promovend bist, dann schreib einen Essay zur Frage „Was ist ein Europäer? Die besten 10 Autoren bekommen ein Honorar in Höhe von 5.000 Euro und stellen ihren Essay auf einer Konferenz vor. Reiche Deinen Essay in einer Länge von 15.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) bei esn.partei@gmail.com als Word-Dokument ein. Bitte füge Deiner Nachricht einen kurzen Lebenslauf und eine Immatrikulationsbescheinigung bei. Einsendeschluß ist der 31.12.2025
5. Informationen über die Herkunft der Beträge: Öffentliche Mittel aus dem EU-Haushalt. Keine privaten oder Drittlandsquellen
Diese Party-Reklame sticht weiter hervor wegen ihrer Zielgruppe „Student oder Promovend“, und von dieser muß es mittels „Immatrikulationsbescheinigung“ bewiesen werden, daß sie nicht „Wir sind das Volk“, sondern, wie sie es wohl selbst parolieren würde:
Denn angesprochen ist die Zielgruppe Männer, aufgefordert ist der Mann zuerst: „Student oder Promovend“ …
Ja, was hätte das Volk, was hätte die Frau zu dieser akademischen Frage auch zu sagen, wird doch das Volk und die Frau schon an dem Wort Essay scheitern, nicht verstehen, was sie abliefern sollen, geradezu verzweifeln daran, wie das gehen soll, in ein „Word-Dokument“ Schrot zu füllen …
Es ist aber auch ein hervorstechender Party-Bericht …
Der Tag der Deutschen Einheit ist […] die ESN-Europapartei am 3. Oktober 2025 zum Familienfest auf dem Theaterplatz in Erfurt eingeladen. Mit dabei: Harald Vilimsky (MdEP) aus Österreich, Björn Höcke (MdL), Dr. Alexander Sell (MdEP), René Aust (MdEP) und andere.
Wieder darauf vergessen, zu erzählen, für Tage, aber jetzt, als wäre ein Knoten in das Schneuztuch gemacht worden, wieder erinnert daran, es zu erzählen, fertig zu erzählen, endlich, am 16. Dezember 2025, erinnert durch Heinrich Sickl, genauer, durch „Stoppt die Rechten“: „Franz M.s. Follower“ … Die Gesellschaft Freilich ist,
Das kommt überraschend. Oder auch nicht: Die 2018 in „Freilich Medien GmbH“ umbenannte „Aula-Verlag Gesellschaft m.b.H.“ wurde vor wenigen Tagen aufgelöst. Nun darf spekuliert werden, warum. Feststeht: Die Anklage gegen den Ex-Aula-Chef ist heftig. Aus der „Aula” wurde „Freilich”
Der Aula-Skandal rund um den Hetzartikel gegen KZ-Befreite führte 2018 zum Ende des burschenschaftlich orientierten Magazins „Die Aula“ – selbst die damals im Bund mitregierende FPÖ konnte der Rechtsaußen-Postille nicht mehr die Stange halten und trennte sich mit mehr oder weniger großen Amputationsschmerzen vom einstigen „publizistischen Flaggschiff des Dritten Lagers“ (Selbstbezeichnung). Die „Aula-Verlag Gesellschaft m.b.H.“ wurde mit leichten Änderungen der Gesellschafter zur „Freilich Medien GmbH“, Heinrich Sickl, damals FPÖ-Gemeinderat in Graz, ersetzte den bisherigen Geschäftsführer Martin Pfeiffer, bis FPÖ-Bezirksrat und stellvertretender Bezirksparteobmann in Graz-St. Leonhard, und aus der ständig am Rand des Neonazismus wandelnden „Aula“ wurde das stark neurechts orientierte „Freilich“-Magazin. Mit notarieller Bescheinigung vom 1.9.25 wurde nun die „Freilich Medien GmbH“ aufgelöst. Eingeleitet hatte Heinrich Sickl als Liquidator die Löschung Ende Mai 2025, als die Anklage seines Vorgängers bereits klar war.
berichtet „Stoppt die Rechten“ am 6. September 2025, aufgelöst worden. Freilich, eingestellt wurde Freilich deshalb nicht, freilich auch, daß sich die Einstellung der Freilich nicht änderte. Nun gibt es eine Nachfolgegesellschaft: Edition Kontext —
Nach dem Urteil erbat Pfeiffers Verteidiger Bernhard Lehofer Bedenkzeit. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass er das Urteil beeinspruchen wird. In seiner Ablehnung dürfte er sich demnach auf eine angebliche Befangenheit der Historiker-Gutachter aus Deutschland sowie auf die Hauptargumentation seines Schlussplädoyers, einen „Rechtsirrtum“, stützen. Wie schon während des Gerichtsverfahrens argumentierte Lehofer in seinem Schlussplädoyer, dass sämtliche Publikationen der Aula strafrechtlich nicht relevant seien, da der Verfassungsschutz seit 2005 über ein Abonnement der Zeitschrift verfügt habe und Pfeiffer somit davon ausgehen konnte, dass der Staatsschutz sämtliche Ausgaben ständig mitgelesen habe.
Ein ehemaliger Staatsschützer hatte im Laufe des Prozesses bestätigt, dass die Zeitschrift von der Behörde abonniert worden war. De facto habe aber kaum jemand reingelesen. Nur er habe sich, wenn es die Zeit erlaubte, hin und wieder darum gekümmert. Laut Lehofer habe sein Mandant gewusst, „alles was veröffentlicht wurde, landet zur Überprüfung bei den Rechtsextremismusexperten des Verfassungsschutzes. Und auch bei der Staatsanwaltschaft“. Wer „das Unrecht der Tat wegen eines Rechtsirrtums nicht erkennt, handelt nicht schuldhaft, wenn ihm der Irrtum nicht vorzuwerfen ist“, so Lehofer mit dem Verweis auf die entsprechende Gesetzesstelle.
Das Konzert trägt den Titel „Nikolo mit Niccolò“ und spielt damit sowohl auf das Datum als auch auf einen der großen Namen des Abends an: Niccolò Paganini. Die beiden Musiker werden Originalwerke des italienischen Virtuosen interpretieren und diese durch weitere Stücke aus unterschiedlichen Epochen ergänzen. Dass Rosenkranz gerne und regelmäßig musiziert, ist kein Geheimnis – so entstand auch die Idee, ihn nach Albeck einzuladen. Hausherr und FREILICH-Geschäftsführer Heinrich Sickl betont die besondere Stimmung des bevorstehenden Auftritts: „Den zweithöchsten Mann im Staat als Künstler im Haus zu haben, ist etwas ganz besonders. Das sollte niemand versäumen“, so Sickl gegenüber FREILICH.
Enden, ja, es muß beendet werden, was begonnen wurde, zu erzählen, das noch fertig erzählen, und dann aufhören, endlich enden mit dem Patriotischen, nur noch das: von der Verlinkung auf der Website der FPÖ zum grazerischen Magazin Freilich, also von der direkten freiheitlichen Übernahme des Berichteten von Freilich, von der freiheitlichen Aufforderung zum Weiterlesen auf Freilich, also, was die FPÖ, im konkreten Fall ihren Nationalratspräsidenten, betrifft, ist nicht von der FPÖ selbst zu erfahren, sondern von Freilich.
Und da es auf den Spendenrückhalt aus dem Volk nicht so recht Verlaß ist, braucht es offensichtlich weitere Einnahmenquellen, einen „Shop“ eben, einen Shop von Patriotinnen, die diesen, wie der Reklame auf Freilich zu entnehmen ist, mit „Der Shop für Patrioten“ reklamieren, der „Patria“-Shop mit einem reichlichen … oh, was kann von „Patria“ alles für den „Rückhalt“ bezogen werden, gesinnungsgemäß etwa Shirts — Shirts sind immer ein Renner,
Und wer könnte für solch ein Unternehmen das Anforderungsprofil für dessen Geschäftsführer besser erfüllen, als eben Torsten Goerke, alles Erforderliche bringt er mit, einschließlich seine reichen Erfahrungen, dieses Geschäft „Patria-Laden“ zu führen, wie dieser Stellenbeschreibung entnommen werden darf:
Der online Shop „Patria Laden“ bietet beispielsweise vieles für den rechtsextremen Lifestyle an: Von Büchern wie „Demokratie ist das Problem“ oder „Kulturrevolution von rechts“, bis hin zu T-Shirts mit rechtsextremen und rassistischen Aufschriften wie „Volkskanzler“ oder „Abschieben rettet Leben“. Laut Impressum gehört der Shop derUudet Brandshipping UG und wird durch den Aktivisten der Identitären Bewegung Torsten Görke vertreten.
Görke: Zwischen rechtsextremem Aktivismus und Unternehmertum Als ehemaliger Stützpunktleiter der Jugendorganisation der rechtsextremen und in Teilen neonazistischen Partei „Die Heimat“ (ehemals NPD) im Salzlandkreis und als aktives Mitglied der Identitären Bewegung ist Torsten Görke schon lange in der rechten Szene aktiv. Die Identitäre Bewegung wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Sie ist dabei gut vernetzt in der deutschsprachigen rechten Szene – es gibt viele Querverbindungen, darunter zur AfD und FPÖ.
Görke scheint ein wichtiger Bestandteil der Szene zu sein, auch weil seine Machenschaften über Aktivismus hinausgehen: Er ist nicht nur der Geschäftsführer der Uudet Brandshipping UG, sondern auch verantwortlich für weitere Unternehmen. Görke ist Teil des Gründungsvorstands des Filmkunstkollektiv-Vereins. Der Verein hat sich darauf spezialisiert, Proteste, Demonstrationen und Aktionen der rechten Szene zu begleiten. Ziel sei, „die Schönheit des Protests“ zu dokumentieren. Das Filmkunstkollektivhat bereits für die Junge Alternative, Identitäre Bewegung oder für das rechtsextreme Magazin Compact gedreht, außerdem setzen sie immer wieder den AfD-Faschisten Björn Höcke in Szene.
Zudem gründete Görke gemeinsam mit IB-Aktivist D. Sebbin „Schanze Eins“, ein Unternehmen, das als Finanzdienstleister der IB dient. Das Hauptziel dieser Firma bestehe darin, Investoren für Immobilienprojekte zu gewinnen. Die Immobilien sollen dann als feste Anlaufstellen und Veranstaltungsorte der Identitären Bewegung dienen, um von da aus Aktionen zu koordinieren. Zuletzt ist die Schanze Eins UG & Co. als Mieterin einer 2020 erworbenen Villa in Schkopau in Erscheinung getreten. Auch für weitere Unternehmen taucht Görke als Geschäftsführer im Handelsregister auf: Darunter für die Kontur & Farbe Görke UG, die Weking Verlag UG und die Grauzone Medien GmbH. Während Grauzone Medien unter dem Motto „keine Zeit für Hässlichkeit“ digitalen Content produziert, sind die anderen Firmen und deren Geschäftstätigkeiten nicht weiter öffentlich dokumentiert.
Weitere Unternehmensgeflechte: Kohorte UG und Phalanx Europa Auf der Seite „Patria Laden“ findet sich neben dem Impressum außerdem ein Verweis auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Kohorte UG. Die Kohorte UG ist auch verantwortlich für den IB-Shop „Phalanx Europa“. Ähnlich wie auf Patria Laden, werden dort zahlreiche Merchandise-Artikel der Identitären Bewegung verkauft. Geschäftsführer der Kohorte UG ist D. Sebbin, ebenfalls Mitbegründer der Schanze Eins. Ähnlich wie Görke scheint auch Sebbin ein umtriebiger Geschäftsmann zu sein. Neben der Kohorte UG ist Sebbin Geschäftsführer des Unternehmens Okzident Media, einem Unternehmen, das verschiedene Mediendienstleistungen anbietet und verantwortlich für das Design des Merchandising-Shops „Phalanx Europa“ ist. Vertreten wird die Okzident Media UG durch den IB-Aktivisten Daniel Fiß. Fiß engagierte sich in seiner Jugend für die NPD-Jugendorganisation Junge Nationalisten und war von 2016 bis 2019 stellvertretender Vorsitzende der Identitären Bewegung Deutschlands. Seit Dezember des vergangenen Jahres arbeitet er als persönlicher Referent für den Landtags-Abgeordneten der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, Nikolaus Kramer.
Keine halben Sachen gesinnungsgemäß ebenso beim Wettbewerb der Party, auch was die Finanzierung betrifft: „Öffentliche Mittel aus dem EU-Haushalt. Keine privaten oder Drittlandsquellen.“ Und kein „Volk“, denn nur „Akademiker“ sind die Gewähr, daß der Wettbewerb eine gesinnungsgemäß recht volle Sache wird, wird doch nach einem „Was“, also nach einer Sache gefragt, es wird nicht nach einem „Wer“, also nach Menschen gefragt, nicht wer sei, sondern was sei — für die Party eine Sache, eine Sache zum Verkauf …
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