Am 30. Jänner 2026 hielt Christian Stocker, der in Erinnerung bleiben wird als der fleißigste saltoschlagende Bundeskanzler, eine aufmerkenswerte Rede, und die aufmerkenswerteste Passage daraus ist wohl diese:
Deshalb bin ich als Bundesparteiobmann der Volkspartei aus Überzeugung hier völlig klar. Es wird mit mir keine Vermögens- oder Erbschaftssteuer geben. Wir sind die einzige Kraft in diesem Land, die dafür steht und auch garantiert, daß man sich durch Arbeit und Fleiß etwas schaffen kann und es auch behalten kann. Wir werden das auch weiterhin tun.
So viel „Arbeit und Fleiß“ sollte nicht nur durch keine von ihm angesprochenen Steuern allein belohnt, für so viel „Arbeit und Fleiß“ muß eine eigene Auszeichnung für die Verdienten von „Arbeit und Fleiß“ geschaffen werden, die es verdient, den Namen jenes Mannes zu tragen, der das so klar erkennt und klar benennt, „daß man sich durch Arbeit und Fleiß etwas schaffen kann“, so eine Auszeichnung verdient den Namen Christian Stocker —
Christian-Stocker-Award-for-Industriousness …
Die ersten Preisträger des Christian-Stocker-Award-for-Industriousness könnten nur sein, darüber gibt es keinen Zweifel, jedwede Jury könnte keine anderen dafür as first erkoren, als René Benko und
Mark Mateschitz. Robert Vitek schreibt in der Tageszeitung „Kleine Zeitung“ in der ersten Februar-Woche 2026 zwar davon,
[w]enn man die Ungleichheit zwischen arm und reich auf die Kategorien faul und fleißig umlegt, bleibt nur mehr eine auf Permanenz gesetzte Beleidigung für 99,9 % der Bevölkerung[,]
aber es ist keine „Beleidigung für 99,9 % der Bevölkerung“, sondern der liebevoll gemeinte Ansporn zu „Arbeit und Fleiß“, um auch das zu schaffen, was 0,1 % schaffen, awie — oh, so viele bros, die für den Christian-Stocker-Award genannt werden könnten — beispielsweise, einfach wie kurz genannt: Peter Thiel, also ein Ansporn für all jene, die Robert Vitek stellvertretend aufzählt:
Liebe Ärzte, Rechtsanwälte, Notare, Universitätsprofessoren, Geschäftsführer und sonstige Gutverdienende, ihr seid alle faule Hunde im Vergleich zu unseren Multimilliardären.
Einen aufmerkenswerten Satz soll aber doch noch von ihm zitiert sein, dieser fiel in der Rede gegen sein Ende hin:
Wir brauchen in diesem Land die hellsten Köpfe und keine finsteren Gestalten.



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