Dr. Eugen Halker ersucht nur um Beistand auf seinem Bildungsweg

Es gibt keinen Grund, gleich aufzuschrecken, wenn persönliche Daten verbreitet werden, und das nicht mit den besten Absichten, oder E-Mails versandt werden, die als Drohung verstanden werden könnten. Deshalb gleich als erste Schreckreaktion die eigene Arbeit, wie erst vor kurzem passiert, wie darüber ausführlich medial berichtet wurde, zu beenden, das Betreiben einer Website einzustellen – eine nicht nachvollziehbare Reaktion. Die heute erhaltene E-Mail ist wieder so ein Beispiel, auf die reagiert werden kann oder auch nicht. Diesmal wurde entschieden, eine Antwort zu schicken, wie unten gelesen werden kann. Es wurde auch entschieden, es öffentlich zu machen. Aber das ist nicht der eigentliche Grund, es öffentlich zu machen.

dr eugen halker - fpö - mannheimerDer eigentliche und gewichtigere Grund ist ein anderer. Und zwar der: Wie in der Collage gelesen werden kann, ist eine der Quellen von Dr. Eugen Halker ein Michael Mannheimer. Das allein ist aber noch nicht erwähnenswert, gefährlich oder tragisch. Tragisch und vor allem gefährlich wird es erst dadurch, daß beispielsweise ein Michael Mannheimer nicht nur für einen Eugen Halker ein Informant ist, sondern auch für gewählte Mandatare und Mandatarinnen, beispielsweise – und es wird nicht überraschen, daß es ein Funktionär der identitären Gemein-Schaft alias FPÖ ist – Hannes Stiehl, wie hier gelesen werden kann. Tatsächlich tragisch und gefährlich daran aber ist eines, daß ein solches Personal einer derart weltanschaulich zugerichteten Gemein-Schaft in verantwortungsvolle Ämter gewählt wird, von zu vielen, von viel zu vielen immer noch gewählt wird, tragisch und gemeingefährlich für deren Wählerinnen und Wähler aber selbst.

 

„Sehr geehrter Herr Dr. Halker,

es sollte wohl eine Drohung sein, wenn Sie von „drakonischen Reaktionen“ schreiben und „fällt euch was auf? Ja, wir interessieren uns zunehmend für euch!“ – –

Aber es ist gut so! Ihr zunehmendes Interesse nämlich. Es bleibt nur zu hoffen, daß Sie auch alles ganz genau lesen, es verstehen und daraus lernen. Dann wird Ihnen es nicht mehr passieren können, daß Sie etwas Falsches verschicken. Und mit Ihrer diesmaligen E-Mail haben Sie es an die falschen Adressen geschickt. Dafür bin ich als Ihr Adressat allein schon das beste Beispiel. An welcher Stelle und vor allem mit welcher Legitimation hätte ich je „unhaltbare Versprechen hinsichtlich Asyl, Beschäftigung, Sozialleistungen und Aufenthaltstitel“ geben können?

Möglicherweise haben Sie bis jetzt die Produkte der freiheitlichen Partei als einzige Quellen Ihrer Informationsbeschaffung in Anspruch genommen, war die Quelle der identitären Gemein-Schaft die einzige für Sie erreichbare, um Ihren Durst und Hunger nach Wissen und Bildung zu stillen. Und es scheint, allmählich hegen Sie selbst den Verdacht, aus diesen freiheitlichen Quellen fließt kein Wissen, läßt Bildungsbeflissene nur allein durstig und hungrig zurück. Die FPÖ übernimmt keine Verantwortung dafür, daß sie Falsches verbreitet, sie redet sich stets heraus, und Sie bleiben über, öffentlich ausgestellt mit dem Falschen, das sie verschicken, als wären Sie ein Dummkopf, und sind doch ein Doktor … Vielleicht haben Sie andere Quellen, aber dann sind es solche, aus denen auch eine FPÖ gierig säuft und dabei Wissen und Bildung ertränkt. Weshalb hier die FPÖ angeführt wird? Was Sie schreiben, klingt wie ein Echo des stets Falschen aus den freiheitlichen Bergen.

Es ist sehr erfreulich, daß Sie nun, Herr Doktor, zunehmend bereit sind, sich für andere zu interessieren. Das kann für Sie der Beginn sein, einen wunderbaren Bildungsweg zu nehmen. Ich hoffe, Sie haben bisher aufmerksam gelesen und daraus bereits gelernt, was diesmal in Ihrer E-Mail falsch war. Es ist auch zu hoffen, daß Ihnen die große Schrift in meiner Antwort an Sie hilfreich ist. Denn ein Mensch, der am Beginn seiner Bildungslaufbahn steht, muß unterstützt werden, wie es irgend nur möglich ist. Und dabei kann auch eine große Schrift schon sehr hilfreich sein, wird doch gewußt, wie schwer sich Menschen gerade am Beginn ihres Lernens mit dem Lesen tun, wie noch jeder Buchstabe mit dem Zeigefinger berührt und geführt werden muß, um dann endlich mit Stolz ein ganzes Wort zusammenhängend lesen zu können. Geben Sie Ihren Willen zur Bildung nicht auf, rufe ich Ihnen zu, bleiben Sie Ihrer Wissensneugier treu. Sie schaffen es. Sie verlieren nicht Ihre Ehre, wenn Sie – und das wissen Sie offenbar ohnehin schon selbst, vielleicht noch etwas vage, denn ohne falsche Scham und ohne falschen Stolz haben Sie bereits einbekannt, interessiert zu sein. Menschgemäß haben Sie – und das ist allzu verständlich – es noch nicht ganz frei und frank herausgesagt, ein Suchender nach dem Wahren, ein Dürstender nach Bildung zu sein, sondern es ein wenig verborgen getan, mit Worten, die nicht wenige als Drohung verstehen werden wollen.

Da Sie mich erneut als Adressaten (wenn auch einen für das von Ihnen diesmal Vorgebrachte wieder falschen) auswählten, werden Sie wohl vor allem die Kapitel auf www.pronoever.wordpress.com lesen und Ihnen bisher wohl nicht verständlich gewesen sein. Wenn es Ihnen eine Unterstützung sein sollte, lade ich Sie herzlich ein, Ihnen das persönlich ein wenig verständlicher zu machen, Ihnen selbstverständlich beizustehen, ohne daß Ihnen hierfür Kosten erstehen, sozusagen die Einladung zu einer kostenlosen Nachhilfe, nein, nicht Nachhilfe, zu kostenlosen Ermunterungsstunden für das Wagen des Abenteuers Bildung.

Bei dieser Einladung an Sie fällt mir noch ein Grund ein, weshalb ich gleich auf die identitäre Gemein-Schaft kam. Vor etlichen Jahren haben burschenschaftliche Freunde des ehemaligen III. Präsidenten NR Dr. Martin Graf persönliche Daten von mir veröffentlicht, wie Sie hier nachlesen können. Diese haben aber die Einladung bis heute nicht angenommen. Sie werden wohl bessere Lehrende gefunden haben. Zu wünschen ist es ihnen. Ich bin Ihnen selbstverständlich nicht gram, wenn Sie andere als mich für Ihre so dringend notwendigen Ermunterungsstunden wählen – für das Finden von für Sie kompetenteren Gesprächspartnerinnen und – partnern haben Sie bereits einen guten ersten Schritt mit Ihrer Wahl der Empfängerinnen und Empfänger (wenn auch die falschen für das, was Sie schrieben) Ihrer E-Mail getan – eine reiche und gute Auswahl.

Und verzeihen Sie mir, daß ich Ihnen erst jetzt und das erste Mal antworte, daß ich so dumpf war, Ihre vorherigen E-Mails nicht gleich als Bitte um Unterstützung bei Ihrem Versuch, sich umfassend zu informieren, sich nicht tendenziös zu bilden, verstanden habe, Sie erst möglicherweise bereits mit einer gewissen Verzweiflung und auch einer Enttäuschung, keine Antwort erhalten zu haben, diesmal von Ihrem zunehmenden Interesse schreiben mußten, in gewisser Art, erst auf den Tisch hauen mußten, um gehört zu werden. Schelten Sie mich dafür nicht allzu sehr, auch ich habe noch viel zu lernen, noch genauer zu lesen, noch genauer hinzuhören.

Mit freundlichen Grüßen,
Bernhard Kraut“

 

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