FPÖ – Die allerletzte Farce der Wählenden

Es muß, wird gedacht, doch einmal erwähnt werden, wie schädlich es ist, wenn gerade Menschen in Deutschland und in Österreich geistige Anleihen nehmen bei gewissen Menschen aus Rußland. Das war so mit den bekannten verheerenden und mörderischen Folgen, als etwa (und nicht nur er) Moeller van den Bruck Dostojewskis Ideen aus dem „Tagebuch eines Schriftstellers“ zur Ausarbeitung seiner konservativen Heilslehre vom „Dritten Reich“ nahm.

Fjodor Dostojewski war es einmal (und ist es noch in dem von Vladimir Putin regierten und geträumten Rußland), und nun ist es Alexander Dugin, der mit seinem Gekrähe recht anziehend wirkt – in Österreich auf freiheitliche Funktionäre und Mandatarinnen, also von He.-Chr. Strache aufwärts.

Die FPÖ ist keine Wahl - Sagt der HausverstandDas allein ist bereits eine Farce. Dugin faselt, was bereits auch ein Dostojewski faselte, und das alles war und ist hochgefährlich, das Geschwefel von dem Nationalen, dem Patriotischen und so weiter und so fort. Damit stets verbunden, die Herabwertung anderer Menschen, das Diffamieren, Antisemitismus beispielsweise inklusive. Das duginsche Nach-Gefasel muß nicht noch einmal näher ausgeführt werden, es kann hier nachgelesen werden:

Freiheitliche Gemein-Schaft zu wählen …

FPÖ stellt sich mit Spitzenkandidaten …

Altgesinnungsaustausch mit Johann Gudenus

Putin-Ideologe …

Fjodor Dostojewski wurde nachgesagt, er hätte vorausgesehen, was im 20. Jahrhundert in Europa dann tatsächlich passierte. Es ist anders gekommen, wenn darin etwas Prophetisches gesehen werden will, als er beispielsweise 1876 schrieb „Das allerletzte Wort der Zivilisation“. Im Rückblick auf das in diesem Jahr von ihm Beschriebene hat etwas Beängstigendes, Erschreckendes. Daß es, kann es zusammengefaßt werden, nämlich 139 Jahre später zu keinen nennenswerten Veränderungen in der Sichtweise, in der Handlungsweise gekommen ist.

„Ja, in Europa braut sich etwas anscheinend Unvermeidliches zusammen.“

So beginnt Dostojewski sein allerletztes Wort der Zivilisation. Und es wollte eigentlich der gesamte Artikel hier zitiert werden, aber dann hätte auch das Unhaltbare zitiert werden müssen, beispielsweise das Antisemitische. Und das Nationalistische darin … Nur soviel, es geht darin auch um ein Europa, das zusieht, genervt und beunruhigt ist, um Ermordungen und um keine Rettung davor …

Möglicherweise ist dieser Artikel im Internet zu finden, wer ihn lesen will, wird diesen schon finden. Vielleicht bei Andreas Unterberger. „Tagebuch eines Schriftstellers“ war ja von Dostojewski eine Ein-Mann-Zeitschrift, also kein Tagebuch im herkömmlichen Sinn. Etwas Ähnliches probiert ja auch Andreas Unterberger. Es wird auch nicht ganz zufällig sein, daß Andreas Unterberger seinen Block „Das nicht ganz unpolitische Tagebuch“ nennt. Freilich, bescheiden wie Andreas Unterberger einmal ist, nimmt er es sich nicht heraus, sich mit Dostojewski zu vergleichen, und so nennt er sein Tagebuch schlicht „das nicht ganz unpolitische“. Möglicherweise sieht sich aber Andreas Unterberger durch Dostojewski allein zu wenig gewürdigt. Sieht er seine Größe erst recht präsentiert durch den Verweis auf einen zweiten Giganten der Feder, nämlich auf Thomas Mann, der in Anlehnung an Dostojewski den Titel fand: „Betrachtungen eines Unpolitischen“ … Was Andreas Unterberger mit diesen beiden Schriftstellern verbindet? Der Stil ist es nicht. Eine Verbindung zu Thomas Mann ist wohl nur zu dessen Zeit der „Betrachtungen“

Die größte Farce allerdings geben die Wählerinnen und Wähler, die nach wie vor Parteien Ihre Stimme geben, die solches Geschwefel eines Dostojewski zum „Dritten Reich“ führen läßt und heute derartiges Geschwefel eines Dugin …

Es wäre zu hoffen, daß Wählende sich in den letzten Wahlen vor allem auch sich selbst die allerletzte Farce bereits vorspielten. Es ist dringend geboten, daß kommende, schon die nächsten Wahlen nicht mehr …

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