Gesinnungsgemäß wollen ein Haider und die um ihn Gescharten nicht einen Gedenktag am 16. Dezember, nicht einen Feiertag am 16. Dezember zur feierlichen Erinnerung an das Geschehen auf dem Kahlenberg am 16. Dezember ’17: ist es doch der Tag, an dem der Abstieg seiner identitären Partei im Grunde schon wieder begann.
Gesinnungsgemäß wollen die um H. Gescharten einen Feiertag, einen Gedenktag für einen Tag vor etlichen Jahrhunderten, als wer am Kahlenberg das tat, was ein Mensch eben tut, der keinen Menschen zum Reden hat, der zu dienen hat: beten, ministrieren. Für solch einen Tag also wollen die um H. Gescharten einen Feiertag, einen Gedenktag, für einen Tag, von dem heute wohl keiner mehr auf Anhieb wissen wird zu sagen, was für ein Wochentag das war. Und noch weniger auf Anhieb, auf welchem Berg das war, dieser Hügel mit seinen vielen wechselnden Namen durch die Zeit: Sauberg, Schweinsberg, Josephsberg, und für eine gewisse Zeit hieß gar ein anderer Hügel in der Nachbarschaft des Saubergs Kahlenberg —
So geschichtsbesessen wie die um H. Gescharten sich auch geben, so geschichtsvergessen sind sie. Wie sonst können die um H. Gescharten bei ihrer Aufzählung in ihrem Entschließungsantrag auf jene Menschen vergessen,
vor dem Hintergrund, dass sich dort auf christlicher Seite die vereinigte Infanterie und
Artillerie der Allianz aus Österreich, Sachsen, Bayern, Baden und des Kirchenstaats
sowie das polnische Reiterheer und ihnen gegenüber das Wien belagernde osmanische
Heer gegenüberstanden,
die ebenfalls dem „osmanische[n] Heer gegenüberstanden, die ebenfalls zur „Niederlage der osmanischen Armee“ beitrugen.
Auf diese Menschen haben die um H. Gescharten vergessen, auf sie haben die um H. Gescharten wohl nicht ohne Absicht vergessen,
so vergessen wie besessen sind sie nicht, die um H. Gescharten, sie wissen, wem zuliebe sie auf diese Menschen pflichtgemäß zu vergessen haben, ihrem nunmehrig einen Führer pflichtgemäß zuliebe, der es ihnen nicht vergessen würde, hätten sie nicht auf diese Menschen vergessen,
über die Menschen aus dem von ihrem Führer überfallenen Land ihr Führer nichts Positives hören lassen will,
über die Menschen aus dem auf ihres Führers Befehl überfallenen Staat ihr Führer nur das Schlechteste verkündet haben will.

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