In der SPÖ dominiert zwar eine pro-israelische Haltung, dennoch fallen Gruppierungen mit antisemitischen Standpunkten, getarnt als Israelkritik, auf. Gibt es in Diskussionen, um Antisemitismus in den eigenen Reihen vorzubeugen?“
So steht es im Interview im Magazin „nu“, Nr. 95 (1/2024), das Danielle Spera mit Andreas Babler führte … Andreas Babler ist so freundlich, und er antwortet ihr darauf unmißverständlich und klar.
Die Frage von Danielle Spera unmittelbar davor lautet:
Welche dieser Maßnahmen sollten bei einer möglichen Regierungsbeteiligung […]
Und ihre letzte Frage, die sie in diesem „Dossier: Wahlen“ Andreas Babler stellt, ist:
Würden Sie als Zeichen der Solidarität die israelische Fahne auf dem Bundeskanzleramt hissen?
Eine Frage, die Flaggenfrage offensichtlich die wichtigste Frage für „nu“, die Karin Kraml dem „Bundeskanzler“ stellt, die Mark E. Napadenski Beate Meinl-Reisinger stellt, die Rainer Nowak aber nicht Karl Nehammer stellt, die Nathan Spasić Werner Kogler auch nicht stellt; vermutlich, weil unter ihrem Bundeskanzler, einfach wie kurz gesagt, das Bundeskanzleramt bereits mit der „israelischen Fahne“ beflaggt war, und es sich soher erübrigt, Karl Nehammer und Werner Kogler danach zu fragen, ist doch, wie von einem aus Wien vertriebenen Menschen geschrieben wurde, der heißeste Wunsch der Menschheit: etwas zweimal tun zu dürfen,

Danielle Spera zu Andreas Babler: „bei einer möglichen Regierungsbeteiligung“, Mark E. Napadenski zu Beate Meinl-Reisinger: „falls Neos der nächsten Regierung angehört“, Nathan Spasić zu Werner Kogler: „bei einer erneuten Regierungsbeteiligung“, für Rainer Nowak scheint es sich erübrigt zu haben, Karl Nehammer zu sagen: „bei einer möglichen Regierungsbeteiligung“ oder „falls die ÖVP der nächsten Regierung angehört“; für „nu“ hat Karin Kraml die Antwort, wer „Bundeskanzler“ ganz ohne mögliche, ganz ohne falls, ganz ohne bei, und dieser „Bundeskanzler“ wird das Bundeskanzleramt beflaggen, je nicht mit der „israelischen Fahne“ …
„Bundeskanzler“ wurde von Karin Kraml befragt, „wie definieren Sie Antisemitismus“.
Und damit, nu, hat Karin Kraml recht getan, den zu befragen, dessen Partei Antisemitismus recht zu definieren weiß, mehr noch, einen Namen mit eingeführt hat, daß kein Mensch fortan sagen kann, in deren Reihen muß Antisemitismus —
Nathan Spasić fragt Werner Kogler: „Waren Sie schon einmal in Israel?“ Und Werner Kogler antwortet: „Nein, aber hoffentlich in nächster Zukunft einmal.“
„Nein“ antwortet „Bundeskanzler“ auf die Frage von Karin Kraml, ob er „persönlich in Israel“ war, und auf ihr nachgereichtes „Warum“ antwortet „Bundeskanzler“:
Es hat sich während meiner politischen Tätigkeit, auch als Innenminister, einfach nicht ergeben, und privat bin ich vor allem innerhalb Österreichs in den Bergen unterwegs. Ich schließe aber nicht aus, dass ich einmal in der Pension Israel einen Besuch abstatte […]
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.