Es gibt Zufälle, von denen gesagt werden könnte, die seien so unwahrscheinlich, daß es diese gar nicht geben kann, und doch geschehen sie, wie am 9. Juni ’24, als Harald Vilimsky von Armin Wolf den Vornamen „Herbert“ bekommt, Harald Vilimsky mit Herbert von Karajan seine erste Antwort in diesem Interview gibt und gleichzeitig, so ist das moderne Leben, eine Platte von Ludwig Hirsch gespielt wird, genau in dem Moment, Herbert über die Lautsprecher zu hören ist, als Harald Vilimsky sagt:
Eine kleine Träne kullert da vielleicht runter, daß es nicht dreißig Prozent geworden sind, ja, das stimmt, aber ich mag mit einem, einem, einem, Bericht geben, bekanntesten österreichischen, ah, Dirigenten antworten, Herbert von Karajan, der gesagt hat, wer all seine Ziele erreicht hat, der hat sie bloß zu tief gesteckt. Bei der nächsten Wahl sind die 30 % ein Ziel, daß wir dann erreichen wollen.
Kein Zufall ist es, daß Harald Vilimsky Herbert von Karajan zitiert, und das in der Nacht der Wahl zum Europäischen Parlament, es ist auch unwahrscheinlich, daß Harald Vilimsky ein anderes Zitat dazu einfiele. Es zeugt wieder einmal von dem recht hohen Bildungsanspruch der Mannen und Frauen dieser Partei, und es ist gut vorstellbar, daß Harald Vilimsky ein eifriger Parteigänger der Klassik ist, den Musikverein vielleicht nicht regelmäßig, aber doch zu recht besonderen Anlässen aufsucht.
Und weil es in diesem Interview um eine Wahl geht, in der niedrig gewählt wurde, soll doch das Zitat in einer weiteren Variante, wie es auch bekannt ist, angeführt werden: „Wer all seine Ziele erreicht, hat sie zu niedrig gewählt.“ Vielleicht hat Harald Vilimsky Herbert von Karajan richtig zitiert, vielleicht auch nicht, aber in seiner Gesinnung und Art wohl richtig: „zu tief“ … Mit Zitaten hat es in dieser Partei, nebenher auch gesagt, stets eine rechte Bewandtnis. Herbert von Karajan wird auch diese Aussage zugeschrieben: „Ich glaube an Wiedergeburt, ich komme sicher wieder.“ Vor fünfunddreißig Jahren starb Herbert von Karajan. Was sicher ist, er ist sicher nicht wieder gekommen, und das Ziel von Harald Vilimsky, bei der nächsten Wahl — Das ist von ihm eine doch einmal realistische Einschätzung, kaum mehr als dreißig Prozent sind für eine solche Partei in einer Wahl nicht zu erzielen, das war schon damals so, als die Partei, die recht viel für Herbert von Karajan überhatte, viel für ihn getan hatte, er wohl auch viel für sie getan hatte, in den letzten wirklich freien Wahlen gerade etwas mehr als dreißig Prozent erzielte, dabei sogar Stimmenverluste von rund vier Prozent hinzunehmen hatte.
Um was ging es noch, in diesem Interview? Um das Wahlplakat dieser Partei, für das Harald Vilimsky gesinnungsgemäß recht gute Worte fand, ein Wahlplakat, das der „Bild“ in Deutschland das „ekelhafteste“ …

An der Stelle des Interviews wird der Fernsehapparat ausgeschaltet, um noch einmal die Platte abzuspielen, Herbert von Hirsch im Ganzen anzuhören, denn während des Interviews wurden nur Teile …
Jetzt wan‘ doch net!
Ich weiss net was i machen soll mit Dir.
Schau, wie Du ausschaust, herst
Was?
A Papiertaschentuch?
Na, tuet mer lad,
Aber Klopapier kann ich Dir hol’n
im Notfall ka ma si da eini schneuzen…
Bitte, i man, s’war ja nur a Vorschlag!
Stört Di die Musik, soll i s’Radio abtuen?
Pass einmal auf;
jetzt werd‘ i Der was sagen
ganz ehrlich, ganz brutal.
Also für mich ist der
i man I kenn ihn ja net, aber
für mich ist der Kerl ein Schwein, jawohl ein Schwein!
sondern weil er überhaupt angefangen hat mit Dir, verstehst mi?
Was? geliebt habts ihr Euch?
Geh‘ derzähl‘ mir doch nichts!
Wast denn Du überhaupt was wahre Liebe ist?
wast Du das wirklich?
I versteh‘ Di net, i versteh‘ Di wirklich net!
Du bist du schaust
Hat Dir Dei Haberer bessere Witze derzählt?
Jetzt wan‘ doch net scho wieder, grad hast Du no gelacht!
Wane, lache, wane, lache
Hörst Du, du bist ja richtig hysterisch, bist ja Du!
Wie?
du willst geh’n?
ja aber warum denn auf amal?
Ich hab‘ mir dacht, du willst a bisserl reden Willst Di a bisserl aussprechen!
Na ja, wiest willst!
Ja, ja, Ist eh klar i lass schö grüessen, klar
Ja und du, gel, wenn’st was brauchst, ruefst an!
Du siehst, ich bin immer für Dich da!
Als‘ dann
Servus Herbert und hör‘ auf zum wanen!
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