Ist die Armee marxistisch …

Wenn ObstdG Mag. (FH) Dr. Markus Reisner, Ph

Seit 1. März 2024 leitet er das Institut für Offiziersausbildung an der Theresianischen Militärakademie. In dieser Funktion ist er gleichzeitig Leiter des FH-Ba-Studiengangs „Militärische Führung“ und somit verantwortlich für die Grundausbildung der österreichischen Offiziere.

Website Bundesministerium Landesverteidigung, gelesen am 23. Februar 2026

in der Sendung „Links. Rechts. Mitte“ der mateschitzens Fernsehanstalt mit dem Titel „Vier Jahre Krieg: Zu viel Geschäft mit dem Gefecht?“ am 22. Februar 2026 Antonio Gramsci zitiert,

Die Zeit der Monster, Gramsci hat das gesagt, die alte Ordnung ist noch nicht gestorben, die neue noch nicht geboren, das ist die Zeit der Monster.

kann das durchaus ein Grübeln auslösen, ob denn das österreichische Bundesheer, das für Klaudia Tanner eine „Armee“, wie sie das Bundesheer am 22. Februar auf der Konzernplattform X stolz bezeichnet, marxistisch unterwandert ist, wenn der für die „Grundausbildung der österreichischen Offiziere verantwortliche Leiter“ Gramsci zitiert.

Ob mit Markus Reisner der „Neustädter Geist“ ein, so könnte die Grübelei weitergehen, nun ein marxistischer Geist

Unterwandert würden es aber nur jene bezeichnen, die überall eine Unterwanderung zu erkennen glauben meinen, die mit ihrer Gesinnung die größte Unterwanderung der Gesellschaft im allgemeinen und der Armee im besonderen zu unternehmen versuchen.

Es braucht sie aber nicht zu beunruhigen, ein Gramsci lesender Offizier ist noch keine Gefahr,

daß es zu einem Geistesaustausch

zum einen ist die Abwehrkraft im Bundesheer recht groß,

zum anderen gehört Gramsci auch in dieser Gesinnungsschaft zur Lektüre, ja, es könnte beinahe gesagt werden,

für diese identitäre Schaft gewissermaßen eine Pflichtlektüre

Wie könnte die Funktion von Markus Reisner verstanden werden? Dazu gibt es eine Überlegung, als welche Antonio Gramsci sie verstanden hätte, er hätte, so die Überlegung, Markus Reisner als einen „organischen Intellektuellen“ …

Ein praktisches Beispiel: Man stelle sich vor, man sitzt Freitagabend vor dem Fernseher und schaut die Zeit im Bild. Wieder einmal erklärt uns Militärexperte Markus Reisner im Gespräch mit Armin Wolf, dass der Westen der Schlafwandler des 21. Jahrhunderts sei, und endlich seine militärische Abwehr aufbauen solle. Allzu schnell ertappt man sich bei dem Gedanken „Ja irgendwo stimmt es ja, Sicherheit ist schon wichtig.“ Sehr wahrscheinlich ist es nicht das Ziel Reisners, die Zuschauerschaft vor den Fernsehgeräten zu täuschen, und ihnen bösgemeinte Kriegspropaganda vorzusetzen. Auch Reisner verkehrte sein Leben lang in der (bürgerlichen) Zivilgesellschaft, machte seinen PhD an einer Universität, lernte Militärtaktiken beim Bundesheer, und sitzt vermutlich mit den Leuten aus seinem Sportverein hin und wieder beim Stammtisch zusammen. Die Ideen, die im Gespräch mit Wolf dann zu Tage treten, sind nichts weiter als Produkte Reisners‘ Teilnahme an verschiedensten Sphären der Zivilgesellschaft, in denen bereits Konsens über bestimmte herrschende Interessen besteht. Gramsci würde jemanden wie Markus Reisner als einen „organischen Intellektuellen“ verstehen.

Organische Intellektuelle sind all jene Akteure, die innerhalb der Zivilgesellschaft führende Rollen in der Konsensbildung und damit in der Herrschaftsstabilisierung einnehmen. Damit verbindet man klassischerweise „Meinungsmacher“, die in der breiten Bevölkerung hohes Ansehen und Respekt genießen, und als inoffizielle Sprachrohre der bürgerlichen Ordnung fungieren. Organisch deswegen, weil sich diese Rolle des Sprachrohrs aus den zivilgesellschaftlichen Umständen ableitet, in denen diese Personen sozialisiert sind. Sie sind es, die bürgerliche Ideen und Interessen in der Öffentlichkeit immer wieder auf ein Neues äußern und schließlich verbreiten, ohne dass sie dies mit irgendeiner bösen Absicht tun. Sie äußern diese Ideen und Interessen, weil sie ihnen als natürlich erscheinen. Doch das ist nur die halbe Miete. Damit daraus auch wirklich Hegemonie entstehen kann, braucht es die ständige Verbreitung und Festigung dieser Ideen und Interessen in allen anderen Sphären der Zivilgesellschaft. Wenn ich also das Interview in der Zeit im Bild am nächsten Tag im Gespräch mit meinen Freunden erwähne, und die Sichtweisen Reisners nüchtern darstelle, und diese Freunde dasselbe bei ihren Bekannten im Sportverein oder in der Bar, oder vielleicht beim Wanderausflug mit den Eltern tun, so sind auch wir zu organischen Intellektuellen geworden. Wir füttern den Senso Communo, ohne es zu wollen oder zu wissen. In dieser Funktion sind wir alle Teil des integralen Staates.

Linkswende. Johannes Litschauer.
Hegemonie: Warum wir immer noch im Kapitalismus leben. 2. Februar 2026

NS Am 23. Jänner 2026 ist von der Rüge zu lesen, berichtet der ORF auf seiner Website:

Der Presserat rügt die „Kronen Zeitung“ für eine im Juni 2025 erschienene Kolumne von Heinz Sichrovsky. In dem mit „350 Experten“ betitelten Beitrag bezeichnete der Journalist den Militärexperten Markus Reisner als […].

Heinz Sichrovsky wird gemäß seiner Intellektualität diese Bezeichnung für Markus Reisner gefunden haben, er, Sichrovsky, sieht eine Glatze, und sofort findet er eine tiefgründige Beschreibung … Er, Sichrovsky, setzt, das könnte zum weiteren Grübeln verleiten, ein „praktizierenden“ davor; weiß er, Sichrovsky, doch mehr, als er in seiner Kolumne ausführt? gefällt er sich in der gar gewichtigen Rolle eines Insiders? der über einen Menschen mehr weiß als er schreibt? der für Eingeweihte schreibt, die genau wissen, was er, Sichrovsky, alles mit dem einem Wort „praktizierenden“ verrät? ihn dafür anerkennend auf die Schulter klopfen?

Michael Bauer hat bereits am 8. Juni 2025 auf der Konzernplattform X auf das von Heinz Sichrovsky Ungehörige reagiert, er, Bauer, sah damit eine „Grenze überschritten“, „dieser Text ist niederträchtige Hetze“ … Ja, Michael Bauer, weiß eben zu genau, wann eine Grenze überschritten, und wann alles in bundesherrlichen Grenzen …