FPÖ: „UNSERE Kinder sterben – wir können nicht mehr warten“

„Die Flüchtlingskrise hat viele Gesichter. Ein besonders hässliches bekommen derzeit die Kärntner zu sehen. “ Schreibt FPÖ-Unzensuriert zu Landesrat Mag. Christian Ragger und seine Aussagen über eine „Aktion als unverschämte Forderung“.

FPÖ Unzensuriert Tiroler Tageszeitung Christian Ragger Preussicher AnzeigerUm was für eine „unverschämte Forderung“ es dabei geht, darauf will gar nicht eingegangen werden. Wenn Sie es interessiert, öffnen Sie die Collage, dann erfahren Sie, worüber der freiheitliche Landesobmann aus Kärnten in einer Presseaussendung am 16. September 2015 sich ausließ. Denn. Es ist wieder einmal offensichtlich, daß vieles daran nicht stimmt. Den Beweis für das in seiner Presseaussendung Behauptete bleibt Christian Ragger schuldig. Auch FPÖ-Unzensuriert bleibt am 18. September 2015 für ihre Ausschmückungen der Presseaussendung von Ragger die Beweise schuldig: kein „Polizeiprotokoll“, auf das sie sich bezieht, wird vorgelegt, wie von Ragger wird auch von ihr kein Beweis vorgelegt, daß es tatsächlich die Forderung nach einem Taschengeld von … gegeben hätte. Das ist halt wieder einmal traditionelle freiheitliche Redlichkeit.

Was für FPÖ-Unzensuriert  wohl ein „Beweis“ sein soll, ist das dem Kommentar beigefügte Foto. Bloß, das Foto beweist weder die Behauptungen in der Presseaussendung von Christian Ragger noch die Behauptungen im Kommentar der FPÖ-Unzensuriert. Das Foto beweist jedoch das genaue Gegenteil von dem, was Christian Ragger und FPÖ-Unzensuriert behaupten. Legt erschütternd offen, wie es Menschen auf der Flucht geht. Auf dem Schild des Mannes in der Mitte kann doch deutlich gelesen werden:

„UNSERE Kinder sterben
wir können nicht mehr warten“

„UNSERE Kinder sterben“ … Ob das Foto tatsächlich etwas mit den Behauptungen von Ragger und FPÖ-Unzensuriert zu tun hat, kann nicht gesagt werden, ob es also tatsächlich in St. Kanzian aufgenommen wurde. Das ist aber auch vollkommen belanglos. Wesentlich daran ist, daß die FPÖ genau weiß, wie es Menschen auf der Flucht geht … „UNSERE Kinder sterben“ … Das recht große christliche Herz der Freiheitlichen kann aber nicht anders, als beweislose Behauptungen zu verbreiten.

Christian Ragger - Muß an meine Familie denkenFreiheitliche lesen „UNSERE Kinder sterben“ und schauen weg. Und wohin schauen sie? Auf ihre Familien. Auch Christian Ragger, der das, wie im Screenprint gelesen werden kann, sagt: „Ich muß an meine Familie denken.“ Dermaßen wird er von der „Kronen Zeitung“ am 30. Juni 2015 zitiert …  Gerade bei Freiheitlichen kann die Vermutung aufkommen, es sei die falsche Bibel noch immer in einer falschen Übersetzung im Umlauf, es müßte beispielsweise richtig heißen: Wer nicht ohne Schuld ist, der werfe Steine …

Tatsächlich erschreckend daran ist aber nicht, was Christian Ragger und FPÖ mit Unterstützung von Unzensuriert an Behauptungen verbreiten. Etwas anderes ist von der FPÖ auch nicht zu erwarten. Erschreckend daran ist, daß diese Behauptungen ungeprüft sofort verbreitet werden. Erschreckend daran ist auch nicht, daß das sofort von gesinnungsgemäß nahestehenden einschlägigen Brüdern und Schwestern weiterverbreitet wird, wie beispielsweise vom „Preussischen Anzeiger“.  Würde der „Preussische Anzeiger“ das nicht auch verbreiten, müßte sich die FPÖ die Frage stellen, was sie denn diesmal falsch gemacht habe. Diesmal aber macht es der „Preussische Anzeiger“ recht raffiniert. Denn. Er schreibt: „Österreichische Tageszeitungen berichten von den Forderungen …“ und stellt einen Screenprint von einem Artikel „20 Asylwerber im Hungerstreik“ aus einer Zeitung her, ohne den Namen der Zeitung zu nennen. Wie übrigens auch eine „Britta DN“ auf der Plattform des Unternehmens Twitter, die, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, angibt, Journalistin zu sein. Auch sie nennt nicht den Namen der Zeitung, für deren Artikel auch Christian Ragger die Quelle … Um welche Tageszeitung aus Österreich es sich dabei handelt, unschwer zu erkennen … Wie diesem Artikel zu entnehmen ist, wurde am „Mittwoch der „Streik wieder beendet“.  FPÖ-Unzensuriert und Christian Ragger berichten davon nichts.

Absolut erschreckend daran aber ist der Umstand, daß derartige beweislose Behauptungen ungeprüft von Medien übernommen werden. Wie in der Collage gelesen werden kann, hat etwa „tirol.com“ am 16. September 2015 aus der Presseaussendung von Christian Ragger – anders kann das nicht genannt werden – einen Artikel gebastelt, ohne freilich darauf hinzuweisen, daß sie einfach eine Presseaussendung abgeschrieben hat, und schmückt die ihre Verbreitung der Behauptungen von dem FPÖ-Funktionär und FPÖ-Mandatar mit einem Foto, das nichts mit der abgeschriebenen Presseaussendung zu tun hat.