FPÖ-Unzensuriert widerlegt sich wieder einmal selbst, der Wahrheit verpflichtet zu sein

Unter der Schlagzeile „Nach Gutmenschenhatz: Kamerafrau jetzt arbeitslose Mutter kleiner Kinder“ schafft es FPÖ-Unzensuriert exemplarisch, sich selbst zu widerlegen, also „der Wahrheit verpflichtet“ zu sein. Exemplarisch deshalb, weil nicht einmal auf Daten und Fakten zurückgegriffen werden muß, um zu zeigen, wie FPÖ-Unzensuriert mit der Wahrheit umgeht. Denn sie liefert in diesem Kommentar selbst alles mit.

Es braucht nur das von ihr Geschriebene mit dem Video, das FPÖ-Unzensuriert zum Abruf bereitstellt, verglichen werden.

„Jetzt steht die Mutter kleiner Kinder ohne Job da, obwohl sie nur in Panik gehandelt haben will, als die Menschenmassen auf sie zustürmten. „

FPÖ-Unzensuriert - Der Wahrheit ein Bein stellen

FPÖ-Unzensuriert: „… als die Menschenmassen auf sie zustürmten …“

Derart mitfühlend kann Unzensuriert sein. Diese Art des Mitgefühls ist ja der gesamten FPÖ eigen.

„Als die Menschenmasen auf sie zustürmten“, also auf die Journalistin, die einem Mann, der ein Kind trägt, das Bein stellt. Die Bilder aus dem Video passen nicht dazu, wie die Wahrheit nicht zu dieser identitären Gemein-Schaft mit gesinnungsgemäß zensierten Website paßt. Die Standbilder aus dem Video verdeutlichen das wohl eindrücklicher, als das Abspielen des Videos allein. Mehr muß dazu nicht geschrieben werden. Die Bilder im Abgleich mit dem FPÖ-Unzensuriert-Kommentar sagen alles, was zu sagen ist.

Und dann stellt sie das Bein noch einmal, einem Mädchen. Dabei sind tatsächlich mehr Menschen in ihrer unmittelbaren Nähe. Aber es ist wie eine Wiederholungstat.

Und einer aus der Schreibstaffel, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, erkennt sofort, daß es, wie er mit großer Nachsicht eingesteht, nicht ganz der Wahrheit entspricht, was hier FPÖ-Unzensuriert wieder einmal verkaufen will. Aber es interessiert ihn eigentlich nicht, denn er würde das genauso machen, schließlich sei es ja ein „flüchtender Gesetzesbrecher“ … Und wieder einmal beweisen FPÖ-Unzensuriert und ihre Schreibstaffel, was für ein großes Herz sie haben – für Mütter und Kinder … er hätte an das „getragene Kind gedacht“ und ihm „nur den Weg verstellt“ …

NS Mit ihrer Erklärung, wie von FPÖ-Unzensuriert zitiert,

In einem Brief an ein ungarisches Nachrichtenportal bedauert Petra László ihre „Tat“ und erklärt, wie es dazu kam: Als hunderte Flüchtlinge eine Polizeikette durchbrachen, sei sie in Panik geraten und habe gedacht, dass sie angegriffen werde. Reflexartig wollte sich die Journalistin vor der heranstürmenden Masse schützen und streckte ihr Bein aus. Über dieses stürzte dann ein flüchtendes Kind.

hat sie sich für hohe Aufgaben zusätzlich qualifiziert, also nur innerhalb der gesinnungsgemäß ihr wohl nicht fremden identitären Gemein-Schaft der FPÖ. Zum Beispiel an der Seite der Frau, die einmal österreichische Bundespräsidentin werden wollte, im österreichischen Parlament, und wenn sie dann ein durch österreichisches Steuergeld finanziertes Einkommen wieder hat, könnte sie auch Kolumnistin der FPÖ-Unzensuriert werden, wie die Patronin der FPÖ-Unzensuriert. Eine Qualifikation dafür hat sie sich wohl schon vorher erworben, als sie für einen Sender arbeitete, der der rechtsextremen Partei Jobbik … mehr Übereinstimmungen bedarf es wohl nicht mehr, daß die „Mutter mit kleinen Kindern“ bald wieder sich betätigen kann – in der FPÖ …

Es muß ja nicht gleich das österreichische Parlament sein, sie könnte ja auch in den Wiener Gemeinderat, wenn beispielsweise der Traum von He.-Chr. Strache nach den Wahlen am 11. Oktober 2015 ausgeträumt sein wird, Bürgermeister zu werden, ebenso ausgeträumt sein wird wie der von seiner Pg. der Traum lange schon ausgeträumt ist, Bundespräsidentin zu werden, anstelle von He.-Chr. Strache, der dann seine Wählerinnen und Wähler nicht im Wiener Gemeinderat vertreten wird, weil ihm ein Mandat im Gemeinderat zu gering ist und ihm also seiner Wähler und Wählerinnen vollkommen egal sind. Es könnte aber auch noch dazu kommen, daß die Wählerinnen und Wähler anders, also vernünftig, entscheiden, und es keine derartigen Zugewinne für die FPÖ in Wien gibt, daß zusätzliche Mandate an die FPÖ gehen, weder für einen He.-Chr. Strache noch für eine Petra László …

NSS Wäre FPÖ-Unzensuriert eine Zeitung, hätte beispielweise He.-Chr. Strache wieder etwas, daß er „zum Thema ‚Lügenpresse'“ posten könnte … Und Georg Immanuel Nagel hätte für Ewigkeiten Stoff für seine Kommentare in der vom NR Wendelin Mölzer geführten ZZ zur „Lügenpresse“ anhand des Beispiels – aber Unzensuriert ist halt keine Zeitung und die FPÖ bald, ist zu hoffen, keine Partei mehr, die in allen politischen Gremien in diesem Land vertreten ist. Dafür aber müssen Sie vor allem als Wähler und Sie als Wählerin nicht mehr