Auch eine freiheitliche Gemein-Schaft will nur Paläste und eine Rolex als Kopf, die für sie tickt

Aber wer soll ihr die Paläste bezahlen? Menschgemäß alle Menschen, die sie wählen und auch jene, die sie nicht wählen. Oder anders gesagt, in der Sprache der freiheitlichen Gemein-Schaft ausgedrückt: das Volk soll ihr die Paläste errichten, das Volk, für das derartige Parteien, zu der auch die freiheitliche Gemein-Schaft gehört, vorgeben zu sein, das Volk soll sich für derartige Parteien die Paläste vom Mund absparen, für diese Parteien, die stets posaunen, für das Volk da zu sein, für das Volk arbeiten zu wollen.

Diese Parteien, zu der eben in Österreich die freiheitliche Gemein-Schaft gehört, wollen, wie es in einem Sprichwort heißt, wie die Made im Speck leben. Der Speck ist solchen Parteien das Volk, das sie stets ausweiden zu gewillt sind. Nicht nur in Österreich.

Daran sollten Wähler und Wählerinnen denken, wenn sie derartigen Parteien wählen wollen. Sie sollten sich fragen, was kann von Parteien erwartet werden, die stets nur in Palais und in besten Hotels herumlungern, nicht nur körperlich herumlungern, sondern es ist auch ein permanentes geistiges Herumlungern. Das Kennzeichen derartiger Parteien ist eine geistige Faulheit, für die stets das Volk die Zeche bitter zu bezahlen hat.

Und mit wem verkehren Vertreter und Vertreterinnen solcher Parteien? Mit Oligarchen. Mit Reichen. Mit der Aristrokratie. Kurz mit all jenen, für die das Volk nichts anderes ist als Verschubmasse, für die das Volk nichts anderes ist als Rekrutierungsmasse, weil sie von vorne und hinten bedient werden wollen, in ihren Palästen.

Rolexköpfe in PalästenUnd dieses Treffen, das es am letzten Wochenende in Wien gegeben hat, zeigt das wieder einmal allzu deutlich, wird die Liste durchgegangen, wer daran teilnahm. Und mittendrin gesinnungsgemäß Vertreter der freiheitlichen Gemein-Schaft. Wie nebensächlich ist die Frage nach der ideologischen Ausrichtung. Gleichgültig, ob rechtsextremistisch, ob nationalbolschwestisch, ob …, das Entscheidende ist, es sind Volksvernichter. Es ist auch gleichgültig, was beispielsweise bei diesem aktuellen Treffen gesprochen wurde. Es ist mit geistiger Faulheit am besten zusammengefaßt beschrieben. Wer geistige Faulheit nicht kennt, kann empfohlen werden, beispielsweise den Bericht über dieses Treffen im „Tagesanzeiger“ nachzulesen.

Und von wem sind Vertreter solcher Parteien beeindruckt, etwa He.-Chr. Strache? Von einem Nigel Farage, für den „die Finanzmärkte überreguliert“ sind. Es muß nicht ausgeführt werden, was deregulierte Finanzmärkte für das Volk bedeuten – ohnehin hypogut bekannt. Aber auch Nigel Farage wird gewählt. Das Glück für derartige Parteien der geistigen Faulheit ist die geistige Faulheit ihrer Wähler und Wählerinnen, aber die werden für ihre Wahl keine Paläste bekommen, sondern eine saftige Rechnung …

Aber das ist nur allzu gut bekannt, auch aus der Geschichte, denn die Ahnen derartiger Parteien gaben schon vor, dem die heutigen Gestrigen nacheifern …

Es ist aber im Angesicht der Wahlen in Europa immer wieder festzuhalten, daß beispielsweise in Österreich von den teuersten Adressen, an denen sich die freiheitliche Gemein-Schaft recht bevorzugt aufhält, es keine Straßen und Brücken gibt – nach Simmering oder Floridsdorf oder Favoriten oder …

Hotel Bristol

Palais Epstein

Palais Palffy

Palais Liechtenstein

Wiener Hofburg

Die einzige Verbindung zwischen beispielsweise Simmering und derartigen Feinste-Adressen-Parteien ist das Stimmzettelkreuz, nach solchen Ausflügen darf das Volk je wieder zurück nach Favoriten in den Sozialbau, wie er ihm etwa von einer freiheitlichen Gemein-Schaft zugestanden wird …