Es gibt Figuren, und zu denen gehört Gerald Grosz, die können aus einem Roman, einfach wie kurz gesagt, nicht verbannt werden, weil sie eben in dieser Wirklichkeit immer und überall auftauchen, und sie machen es für ihre Herren, für ihre Herren „machen sie es ohne“, wie die Mariedl in den „Präsidentinnen“, die mit bloßen Händen Klos ausräumt, das ihre Leidenschaft ist, so machen es Figuren wie Gerald Grosz, die mit bloßen Händen Kanäle verstopfen, das ihre einzige, größte Leidenschaft ist.
Figuren wie Gerald Grosz machen es ohne nicht bei ihren Herren zuhause, sondern, sie wollen dabei gesehen werden, öffentlich, beispielsweise im Fernsehkanal der Fellner, der von ihnen „oe…“ abgekürzt für Österreich …
Und auch heute, am 22. Oktober 2024, wieder durfte einer Figur wie Gerald Grosz zugesehen werden, wie sie es ohne macht, Figuren aber wie Gerald Grosz ist es zu wenig, nur gesehen zu werden, wie sie es ohne machen, sie wollen dabei, wie sie es ohne machen, auch gehört werden:
Moderatorin der Fellner: So also die Worte von Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen – Gerald Grosz bei mir im Studio zu Gast. Hallo, lieber Gerald. Ja, jetzt haben wir sie gehört, wir haben uns schon angenommen, eigentlich übergibt er den Regierungsbildungsauftrag an Karl Nehammer. Was sagst du denn zu seinen Worten?
Niveau der Fellner: Er spricht davon, daß der Bundeskanzler im Nationalrat von einer Mehrheit gewählt werden muß. Wär‘ mir neu. Ich war wie Alexander Van der Bellen im Nationalrat. Wir haben in der gesamten Geschichte der Zweiten Republik keinen Bundeskanzler gewählt. Und Bruno Kreisky wurde auch nicht als Bundeskanzler gewählt, sondern war der Bundeskanzler einer mehrjährigen, langjährigen Minderheitenregierung, das heißt […]
erstens, Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat heute, am 22. Oktober 2024, mit keinem Wort davon gesprochen, ein „Bundeskanzler“ müsse im Nationalrat von einer Mehrheit gewählt werden. Und zweitens, Bruno Kreisky war nicht der Bundeskanzler einer „mehrjährigen, langjährigen Minderheitenregierung“. Eineinhalb Jahre sind weder „mehrjährig“ noch „langjährig“. Die Minderheitsregierung dauerte, um genau zu sein, vom 21. April 1970 bis 4. November 1971.
Figuren wie Gerald Grosz können die Bedeutung von Wörtern wohl auch nicht mehr mit konkreten Beispielen begreiflich gemacht werden, und ein Roman kann nicht ein Lehrbuch für Figuren wie Gerald Grosz sein, damit wäre die Intention des Romans verfehlt, und darüber hinaus, Figuren wie Gerald Grosz in einem gewissen Alter lernen auch nichts mehr, das haben sie gemein, diese Figuren, auch wie jene, die in Krems zur Schule ging — Dennoch zwei oder drei konkrete Beispiele, wann von „langjährig“, von „mehrjährig“ gesprochen werden kann:
Es gibt die Altersrente für langjährig Versicherte und die für besonders langjährig Versicherte. Für die Altersrente für langjährig Versicherte benötigen Sie 35 Versicherungsjahre, für die Altersrente für besonders langjährig Versicherte 45 Versicherungsjahre.
Während die Auslegung des Begriffs „mehrjährig“ sich aus dem Wortlaut ableiten lässt (mehrjährig = mehr als ein Jahr = mindestens zwei Jahre), kann bei dem Begriff „langjährig“ nicht unbeachtet bleiben, in welcher Beziehung er steht. „Langjährig“ ist jedenfalls mehr als „mehrjährig“, sodass mindestens ein Zeitraum von drei Jahren zu fordern ist.
mehrjährig = „mehr als ein Jahr“ = mindestens 2 Jahre
langjährig = mehr als „mehrjährig“ = mindestens 3 Jahre
Ein solches Niveau zieht gesinnungsgemäß unweigerlich Niveau an, wie ein Beispiel auf der Konzernplattform X vom 21. Oktober 2024 illustriert, von einer weiteren Figur, Christian Bauer, der dem Niveau der Fellner direkt antwortet, nicht mit Worten, dafür mit einem Bild …

Dieses Niveau, beispielhaft von diesen drei Figuren vertreten, wird, wenn die eine am kommenden Donnerstag tatsächlich zur Präsidentin gemacht werden wird, ab dem 25. Oktober 2024 auf höchster staatlicher Ebene im Inland wie im Ausland auch mehrjährig, langjährig, fünf lange Jahr lang oe …
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