Dann wird es ein schwieriger Flug werden, den dieses Flugzeug dann, dieses Koalitionsflugzeug, das momentan für mein Gefühl ein bißchen herumirrt auf dem Vorfeld und die Startbahn noch gar nicht einmal für sich entdeckt hat. Also hoffen wir, daß das tatsächlich eine, doch, ja, dann nicht verlorengeht, als Orientierung.
Das andere Thema. USA. Und jetzt auch schon die Bestellungen, die Donald Trump, der gewählte Präsident, also auch gemacht hat. Und auch da wieder möchte ich das gar nicht kommentieren, im einzelnen, wo diese Bestellungen gut sind oder nicht. Das, was mir da auffällt, ist diese unglaubliche Arroganz, die in Europa besteht, auch in Österreich, wenn man sich die Diskussionssendungen anschaut, gegenüber den USA, meistens von Leuten, die wirklich von den USA keine Ahnung haben, nicht verstehen, wie da die Dynamik auch in Amerika lauft. Also, ich kann zumindest behaupten von mir, daß ich doch, ich weiß nicht, die letzten Jahrzehnte immer mehrmals pro Jahr in den USA bin und mit vielen Leuten dort in Kontakt bin. Also man darf das nicht unterschätzen diese Problematik, diese Angst vor den Demokraten, und auch da wieder, daß sozusagen der Wille aufgezwungen wird den Menschen, das ist in Amerika ein sehr, sehr hohes Gut, daß Leute nicht, also daß Leute das Gefühl haben, sie wollen nicht vom Staat zu irgendwelchen Dingen gezwungen werden, natürlich auch keine hohen Steuern und eine Erhöhung der Sozialleistungen.
Also alles das ist in Amerika ein ganz ganz großes Thema. Das Zweite ist einfach diese Immigration, genauso wie in Europa auch in den USA, und die Demokraten, die da praktisch die Grenzen fast geöffnet haben, und das eine große Belastung in Amerika ist, als große Herausforderung gesehen wird. Das Dritte, was in den USA wirklich gravierend geworden ist, ist dieses ganze Thema der Wokeness, der Political Correctness, diese Gender Verrücktheiten, also alles das ist, quält die Amerikaner wirklich zu Tode, und da ist der Trump fast so etwas wie ein Befreiungsheld.
Wir haben das ja auch schon in Europa, auch in Österreich schon das Thema, aber jedenfalls wenn jetzt so eine Disruption kommt, also eine Gegenreaktion, eine disruptive Gegenreaktion, so wie sie eben Trump und diese Administration jetzt macht, das ist das, gehört auch zu den Eigenarten der USA, das so anzugehen.

Es könnte an dieser Stelle bereits beendet werden, Martin Engelberg weiter erzählen zu lassen. Es komme jetzt, so Engelberg, zu einer „Disruption“, also zu einer Störung, zu einem Zusammenbruch, zu einer Zerrüttung … eine „disruptive Gegenreaktion“, so Engelberg, mache „Trump und diese Administration“, also eine zerstörerische …
Für solch eine Zerstörung, für solch einen Zusammenbruch, für eine derartige Zerrüttung, für solch eine Spaltung spricht Engelberg das sein Wort —

aber ein wenig Platz ist ihm noch für seine Erzählung einzuräumen, deren Höhepunkt sein Traum von einem Mann für Österreich, einfach wie kurz gesagt, der sehr, sehr …
Also ein Elon Musk, der möglicherweise da reinfahrt in die Bürokratie, in die staatlichen Bürokratien, das wird den Leuten in den USA, glaube ich, sehr viel besser gefallen als den europäischen Moralisten, und wir sitzen aber da im bequemen Fauteuil und tun also moralisieren, was in Amerika passiert, und vergessen vielleicht dabei oder übersehen dabei, daß möglicherweise uns ein Elon Musk hier sehr, sehr gut täte. Also ich glaube, wenn wir die österreichischen Bürokratien da durchforsten wollte, wäre das vielleicht einmal eine gar nicht so schlechte Idee.
Jedenfalls, nochmals gewiß nicht im Detail sozusagen diskutieren, inhaltlich, politisch. Was mich halt von der Dynamik her wirklich stört, ist, dieses wirklich selbstgefällige zurücklehnende Kommentieren, abfällige Kommentieren von dem, was in den USA abgeht.
Ich glaub, da sollten wir als Europäer mehr Demut haben und auch anerkennen, daß jedenfalls die USA momentan auf der Überholspur sind und, so wie die Aktienmärkte und die Märkte es zeigen, ist ein unglaublicher Optimismus da, daß es unter Trump noch viel besser wird, während wir in Europa und gerade auch in Österreich und in Deutschland ja wirtschaftlich sehr, sehr stagnieren. Also da fordere ich doch ein bißchen mehr Demut und, ja, Beruhigung auf unserer Seite ein. Ich denke, das wars […]

„[E]in Elon Musk hier sehr, sehr gut täte“, so sieht es Martin Engelberg. Wer könnte das in Österreich sein? Wer könnte in Österreich all das abdecken, was „ein Elon Musk“ abdeckt, zum Beispiel auch den Antisemitismus? Martin Engelberg muß dabei doch an einen österreichischen Menschen denken, ist er doch gegen einen „importierten Antisemitismus, wie beispielsweise seinem Interview mit dem „Rotary Magazin“ vom 1. Dezember 2023 zu entnehmen ist:
Hubert Nowak: Bei pro-palästinensischen Demonstrationen in Europa sahen zuletzt viele, auch der Deutsche Vizekanzler Robert Habeck, einen importierten Antisemitismus. Haben die recht?
Martin Engelberg: Ja, überhaupt keine Frage! Unser Nationalratspräsident Sobotka hat schon zweimal wissenschaftliche Umfragen in Auftrag gegeben, und da kommt zutage, dass der Antisemitismus bei Menschen mit türkischem oder arabischem Background rund doppelt so hoch ist wie im Rest der Bevölkerung. Wir haben beim traditionellen Antisemitismus aus meiner Wahrnehmung erfreulicherweise einen langsamen, aber doch klaren Rückgang.
Martin Engelberg: Anderseits werden in Ländern wie Syrien oder Ägypten die klassischen alten europäischen antisemitischen Stereotype, wie Blutrünstigkeit, Kindermord und weitere gepflegt und jetzt mit den Flüchtenden sozusagen reimportiert.
Hubert Nowak: Welche Auswirkungen wird das auf die Migrationspolitik haben?
Martin Engelberg: Ich glaube, dass wir in ganz Europa vor diesem Problem stehen. Wir können das nicht weiter zulassen. Wir müssen strenger werden. Das betrifft nicht nur den Antisemitismus, sondern auch die Ablehnung des Staates, unserer Zivilisation, unseres Rechtssystems.
Martin Engelberg: Also, Ungarn hat, glaube ich, die viertgrößte jüdische Gemeinde in Europa. Ich habe nicht gehört, dass es in den mittel-osteuropäischen Ländern jetzt eine besondere Bedrohung gegeben hätte. Die haben natürlich auch kaum Moslems. Das ist eben die andere Seite der sehr restriktiven Zuwanderungspolitik zum Beispiel Ungarns.

Wie es um den Antisemitismus von dem Mann bestellt ist, der solch ein Mann wäre, so Martin Engelberg, der „uns hier sehr, sehr gut täte“, muß nicht „im Detail“ ausgeführt werden; zu dem gibt es eine reichliche Berichterstattung, die leicht aufzufinden ist. Nur ein „Detail“ soll herausgegriffen werden. Genauer, auf einen Namen verwiesen werden, der eingesetzt wird, wenn es gegen jüdische Menschen geht, antisemitische Menschen sich dabei aber herausreden wollen können, nicht antisemitisch zu seien. Nichts davon will hier zitiert werden. Nur das, dieser Mann sieht Donald Trump nicht —
“One thing that scares the system, that scares the machine, is that Donald Trump is not a puppet.
und zwar deshalb, weil es zu lustig ist, wenn etwa an „Russland setzt Elon Musk und Donald Trump als Schachfiguren ein“ in der „Republik“ vom 9. November 2024 … Das ist nur ein Beitrag von vielen Beiträgen in vielen Medien mit „Details“, auf die Martin Engelberg gar nicht eingehen will, würde er dann doch mit seiner Analyse eingehen —
Es sieht ganz danach aus, als hätte Wladimir Putin Elon Musk in den letzten Jahren rekrutiert. Das «Wall Street Journal» berichtete, dass es bereits 2022 bestätigte Kontakte zwischen Putin und Musk gab. Es scheint also, als hätte der Kreml Musk geraten: «Wenn Sie wirklich mit Ihrer Raketenfirma zum Mars wollen, müssen Sie zuerst die Regulierung abbauen. Und dafür muss die Grösse der US-Regierung reduziert werden.» Russland scheint sowohl Elon Musk als auch Donald Trump als Schachfiguren einsetzen zu wollen, um seine Ziele zu erreichen.
Es müssen nach Österreich keine „Schachfiguren“, keine „Marionetten“ geholt werden, sie sind schon da, sie kommen aus Österreich, sie sitzen im Parlament, wenn auch die eine oder der andere es nicht mehr ins Parlament schafft,

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