Ministrandist

Papst Franziskus besuchte die Flüchtlingsinsel Lampedusa bereits zu einem Zeitpunkt, da die Insel zuallererst noch als Urlaubsziel bekannt war. Und in seiner Enzyklika Laudato si warnte er bereits vor den Folgen der Klimakrise, als viele noch vom schlechten Wetter sprachen.

Als wäre der leitende Angestellte seines Organisierten Glaubens ein Vorreiter in Sachen Informationen, einer, der vor allen anderen auf Lagen in der Welt aufmerksam machte,

so jedenfalls stellt es Michael Landau am östermittwöchlichen 16. April 2025 drei Minuten vor sieben Uhr im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Österreichs dar.

Er hätte, so Landau, bereits zu einem Zeitpunkt Lampedusa besucht, als diese Insel zuallerst noch als Urlaubsziel bekannt gewesen sein soll. Er hätte, so Landau, bereits vor den Folgen der Klimakrise in seiner Enzyklika Laudato si gewarnt, als viele noch vom schlechten Wetter gesprochen haben sollen.

Es ist ein besonderer Meßdienst, den Michael Landau ausübt, Ministrant und Propagandist Seines Herrn in einem: Ministrandist

Michael Landau, zuallerst Papst —

Wann also besuchte der leitende Angestellte dieses Organisierten Glaubens Lampedusa?

Es war 2013.

Es reicht ein Blick in die mediale Berichterstattung, daß bereits Jahre zuvor über Jahre aufmerksam gemacht wurde, was auf Lampedusa vor sich geht, bereits seit Jahren vor seinem leitenden Angestellten war Lampedusa längst nicht mehr „zuallerst noch als Urlaubsziel“ bekannt. Vielleicht hat sein leitender Angestellter den Film „Terraferma“ aus 2011 gesehen, zwei Jahr vor seinem Besuch der Insel, der die Migration qua Lampedusa thematisiert.

Und nicht anders verhält es sich mit seiner Warnung vor den Folgen der Klimakrise in seiner Enzyklika Laudato si aus 2015. Kein Vorreiter des Aufmerksam-Machens, ein nachlaufender Beter, dem Michael Landau verklärt ergeben dient. Die Quellen, die er in seinem Herrnlobgesangsbuch nennt, sind zuallerst und beinahe ausschließlich aus dem eigenen Herrenhause. Es kann gar nicht aufgezählt werden, wie viele Jahre, Jahrzehnte zuvor bereits von so vielen und vielen begonnen wurde, zu warnen, für Veränderungen zu arbeiten, für eine Abkehr sich massiv auszusprechen, aufmerksam zu machen.

Vielleicht hat er den Film mit Al Gore aus 2006 gesehen: „Eine unbequeme Wahrheit“. Al Gore war beispielsweise bereits beteiligt am Zustandekommen des Kyoto-Protokolls in 1997. Ohne alle den vielen, vielen Menschen, die bereits Jahrzehnte vor ihm sich mit dem Klima ernsthaft und sorgenvoll auseinanderzusetzen begannen und sich auseinandersetzen, was wüßte er von der Klimakrise? Das, was in Gebeten steht, wenn darin Klima je vorkommen sollte. Aber alle diese vielen, vielen Quellen fehlen in seinem Herrnlobgesang, den Platz im Buch wird er gebraucht haben für seine Gebete …

Sein leitender Angestellter steht, wenn beten arbeiten ist, arbeitend vor der Tür, öffnet einmal einen Spalt dahin, einmal einen Spalt dorthin, aber dabei stets, wie Michael Landau trefflich bemerkt:

Immer wieder beweist der Papst ein Gespür für den richtigen Moment.

Ein Jesuit lernt eben zuallerst, das richtige Gespür für den rechten Moment …