„Das ist so ein lupenreiner Fall von Arbeitsverweigerung

Das sagt in der „Satire-Show“ Oliver Welke am 5. September 2025,

Das ist so ein lupenreiner Fall von Arbeitsverweigerung.

also in der „Heute-Show“, die die „Nachrichtenlage [kommentiert]“, während es zur gleichen Zeit im südöstlich gelegenen Nachbarland von Deutschland eine enorme Aufregung um das Wort „Arbeitsverweigerung“ gibt, das literarisch, wie könnte es auch anders im Land eines Karl Kraus sein, verhandelt wird, mit der Erkenntnis, das dem dieses Wort „Arbeitsverweigerung“ Verwendeten Ungemach …

Es ist zwar nicht mit der größten Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß es in Deutschland ebenfalls zu einem derartigen Sprachverhandlungshöhenflug kommen könnte, aber für Manch-Geniales aus diesem krausen südöstlichen Land sind allenthalben auch manche in Deutschland empfänglich, deshalb sollte es doch bereits jetzt festgehalten werden, wem und warum Oliver Welke am 5. September 2025 „Arbeitsverweigerung“ vorhält, damit es auch wieder leicht aufgefunden werden kann, wenn es in Deutschland zu einem Sprachverhandlungshöhenflug kommen sollte, damit dann alle leicht sich informieren können, was der Anlaß, wovon denn überhaupt und genau gesprochen:

13:49
Frage des Jahres: Was bringt der Herbst der Reformen? Der
13:55
Angekündigte. Ihre größten Streitthemen hat die Bundesregierung
sicherheitshalber an diverse
14:00
Kommissionen delegiert. Sehr praktisch. Die zum Thema Rente wird ihre
Ideen aber
14:06
erst 2027 vorstellen und Bärbel Bas, unsere Arbeitsministerin, hat Zweifel,
14:12
ob die dann noch in dieser Legislatur umgesetzt werden. Zitat:
„Welche Pflöcke wir in dieser Regierung noch einschlagen
14:18
können, werden wir sehen. Alles andere ist dann Sache der nächsten
Regierung.“ Das gibt’s doch. Das ist so ein
14:25
lupenreiner Fall von Arbeitsverweigerung. Jetzt mal ernsthaft,
14:30
die Arbeitsministerin arbeitet nicht, also jedenfalls nicht an der Rente.

Im südöstlichen Nachbarland von Deutschland wird also jetzt zur gleichen Zeit über den Sprachverhandlungshöhenflug heftig gesprochen, geschrieben, aber die satirische Kolumne in einer Tageszeitung, die die Nachrichtenlage satirisch kommentiert, u. v. a. m. auch mit „Arbeitsverweigerung“, ist nicht mehr leicht aufzurufen, um selbst nachverfolgen zu können, ob diese satirische Kolumne zur Kommentierung der Nachrichtenlage einen derartigen Sprachverhandlungshöhenflug rechtfertigt.

Um die Mühe zu ersparen, wenn es dereinst, wenn es je um „Arbeitsverweigerung“ in einer Sprachverhandlung in Deutschland gehen sollte, wurde es hier schon einmal vorsorglich festgehalten. Menschgemäß mit etwas Mühe war auch die satirische Kolumne vom 23. September 2021, die die Nachrichtenlage satirisch kommentiert, zum Zitieren aufzutreiben, so daß ein jeder Mensch sich an der Satire erfreuen kann, und auch daran, zu was für einen Sprachverhandlungshöhenflug eine solche Kolumne …

Freilich, und darin ist schon ein Unterschied zwischen Deutschland und seinem südöstlichen Nachbarland zu erkennen, im südöstlichen Land geben sich die Menschen nicht mit einem Zitat, in dem „Pflöcke“ vorkommen, zufrieden, im südöstlichen muß es schon ein „Denkmal“ sein, und „Denkmäler“ sind doch mehr als „Pflöcke einem Sprachhochland würdig. Es kann die Kolumne der Satire zitiert werden, freilich, und das wird zu verstehen sein, bis auf die Passagen, die ebenfalls im Gesamten im satirischen Geist der Kolumne geschrieben sind, mit der „Arbeitsverweigerung“, die müssen unleserlich gemacht sein – mit gekreuzten Balken …

Bereits der Titel „Denkanstoß für Denkmäler“ ist in diesem südöstlichen Land mit seinen n-fachen Denkmälern für sich schon ein durch und durch satirischer Titel und würdig für eine durch und durch satirische Kolumne, die die Nachrichtenlage satirisch kommentiert.

Denkanstoß für Denkmäler

Seit Ausbruch der Covid-Pandemie werden klassische Smalltalk-Pausen-Überbrückungs-Phrasen wie „Was sagst zum Wetter?“oder „Das Fernsehprogramm wird auch immer schlechter“immer öfter abgelöst durch die stoßseufzerhaft vorgetragene Forderung: „Eigentlich müßte man den Machern des Ibiza-Videos ein Denkmal setzen!“
Die Vorstellung, dass ohne dieses Video moralische oder intellektuelle Talsohlen wie Herbert Kickl oder Beate Hartinger-Klein sich als Minister in der Corona-Krise machtpolitisch verwirklicht hätten, erinnert als Gruselgedankenspiel an die Schilderung eines verhinderten Flugpassagiers, der das Boarding eines kurz darauf abgestürzten Flugzeugs nur durch zufällige Umstände knapp versäumt hat.
Umso erstaunlicher, dass von staatlicher Seite her der Umgang mit den für das Video Verantwortlichen keine Spur von Dankbarkeit erkennen lässt. „Es geht letztlich nur darum, den Angeklagten zu bestrafen, da er das Ibiza-Video gemacht und Teile davon veröffentlicht hat!“, erklärten dieser Tage die Anwälte des wegen Drogenhandels angeklagten Julian Hessenthaler. Dem hält der Staatsanwalt entgegen, dass es nur um Kokain und nicht um Politik gehe – eine Trennlinie, die nicht immer leicht zu ziehen ist, wie man aus den jüngsten Enthüllungen rund um einige Martin-Ho-Lokale weiß.
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Und sonst nichts.
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX – Denn gerade paradoxe Interventionen können Großes auslösen und verdienen ebenso die Ehrung durch ein Memorial. So gesehen könnte ein Thomas-Schmid-Handy-Monument schon in Planung sein.
Und sollte die ÖVP das alles ohne massiven Absturz in der Wählergunst überstehen, wäre ihrerseits ein Denkmal für Pamela Rendi-Wagner und Hans Peter Doskozil fällig.