Gefördertes Schreiben

Was die patriotische oder identitäre respektive identitäre-patriotische Partei veröffentlicht, schreibt Freilich ihr. Genauer gesagt. Als eine „identitäre, patriotische Partei“ fällt dieser österreichischen Parlamentspartei die Aufgabe zu, Anreißerin für Freilich zu sein, Teaser für das, was Freilich verbreitet, auf ihrer Website zu platzieren. Oder, einfach wie kurz gesagt: Die Parlamentspartei eine Wasserträgerin oder Kofferträgerin der Freilich

Freilich könnte angenommen werden, die Parlamentspartei als patriotische Wasserträgerin würde dafür reichlich belohnt werden, etwa dadurch, daß Freilich auf der Website der identitären Kofferträgerin Werbung schaltet. Dem ist aber nicht so. Ganz im Gegenteil. die Wasserkofferträgerin scheint ihre für Freilich zu erfüllende Aufgabe derart dankbar zu sein, daß sie, die Parlamentspartei, Werbung auf Freilich schaltet. Vielleicht deshalb, weil ihr, der Parlamentspartei, doch etwas zugetraut wird, eine Aufgabe ganz eigenständig ausführen zu können, weil sie, die Parlamentspartei, eine einzige Aufgabe für sich gefunden hat, und sie dadurch endlich nicht mehr damit hadern muß, aufgabenlos zu sein.

Und welche Werbung auf Freilich sonst noch geschaltet wird, das durfte erst vor kurzem erzählt werden, von Patria, Höcke, Jongen, Olympia, Kassegger, ESN-Party …

Freilich ist aber auch eine besorgte Herrin, die weiß, es muß auch gegeben, nicht nur genommen werden, so belohnt sie doch allenthalben die Parlamentspartei mit Berichten, etwa über das Symposium des Gitarrespielkundigen im österreichischen Parlament, aber auch dadurch, für einen Auftritt des Gitarrenzupfers in einem Schloß zu werben. Es wird gesinnungsgemäß nur über das Außerordentlichste berichtet, und der Auftritt des parlamentarischen Gitarristen gehört dazu,

spielt er doch an der Seite eines Geigers auf, der tief aus der österreichischen Kultur

Derart außerordentlich wird auch die Veranstaltung gewesen sein, über die Freilich am 16. Oktober 2025 berichtet, gesinnungsgemäß selbstverständlich wieder mit einem Teaser der parlamentarischen Anreißerin, darf am 8. Jänner 2026 gelesen werden …

Kritik an „Meinungsindustrie“: Patriots und FPÖ wollen gegen NGO-Dschungel vorgehen
Bei einer Veranstaltung im österreichischen Parlament haben patriotische Parteien und die FPÖ den starken Einfluss international finanzierter NGOs scharf kritisiert. Sie fordern mehr Transparenz und Kontrolle.

Das wird die parlamentarische Anreißerin wohl gekränkt haben, daß Freilich sie nicht als „patriotische Partei“, sie von den „patriotischen Parteien“ scheidete, sie nicht unter den „Patriots“ einreihte, gerade sie, die doch die Bergspitze des Patriotismus sich wähnend … So eine Kränkung kann lange nachwirken, um es ihr ein wenig zu mildern, soll das zu ihrer Tröstung umgeschrieben werden: Patriots wollen vorgehen. Bei einer Veranstaltung, zu der die patriotische Parlamentspartei geladen, im österreichischen Parlament haben patriotische Parteien den …

Ach, wäre es die Kränkung allein, aber wie stünde sie denn da, die patriotische Parlamentspartei, früge sie der Präsident, weshalb sie nicht als patriotische Partei geführt, was sagte sie zu ihrer Verteidigung dem Präsidenten, der doch eben zum Neujahr den Vorsatz Patriotismus

In der patriotic affair der patriotischen Parlamentspartei sprach auch ihr sie anführender Bergfex

FPÖ-Chef Herbert Kickl zeichnete in seiner Eröffnungsrede ein scharfes Bild: NGOs seien eine „gesteuerte Meinungsindustrie“, die „Teil der Macht“ wäre und allein von Förderungen lebe. Wenn sich eine Vereinigung „Nicht-Regierungs-Organisation“ nenne, dürfe sie keine Gelder von Regierungen bekommen. Das Gegenteil sei der Fall – und NGOs würden das „Propaganda-Instrument“ der Brüsseler Eliten sein, die den Asylmissbrauch verklären, den Regenbogen-Kult verbreiten und religiöse Klimapolitik machen. Diese Organisationen kassierten Milliarden für „betreutes Denken“ und stellten einen „politischen Schattenapparat“, der den Bürgern keine Rechenschaft ablegen müsse, so Kickl.

„Betreutes Denken“, damit ist der Bergfex ganz auf der Höhe seiner Zeit und Konrad Paul Liessmann ganz auf der Höhe des Bergfexes, ist er, Liessmann, als Mitintendant ebenfalls verantwortlich für die Programmierung des Philosophicums Lech, dessen Titel für dessen Abhalten im Gebirge in September 2026: „Betreutes Denken“ …

Das Programm für „Betreutes Denken“ in „Lechwelten“ wird erst im März 2026 bekanntgegeben werden, bis dahin ist also zu warten, um zu erfahren, wer die Vortragenden sein werden. Mehr befähigt, über „betreutes Denken“ zu sprechen, als der Bergfex wird neben Konrad Paul Liessmann kein dritter Mensch in diesem Land sein. Wenn also im Herbst 2026 im Gebirge Herbert Kickl und Konrad Paul Liessmann Vorträge über „betreutes Denken“ hielten, dann könnte jetzt im Winter davor schon das Urteil gefällt werden, das so ausfiele: mit dem 29. Philosophicum erklommen der Gipfel der Gipfel des Philosophischen …

Denn auch Herbert Kickl ist ein ausgewiesener Philosoph, wie bereits vor Jahren ein zur damaligen Zeit mit an der Staatsspitze stehender Mann ihm bescheinigte …

Es muß eingestanden werden, nicht zu verstehen, was „betreutes Denken“ bedeutet. Was es bedeutet, das zu verstehen, darauf muß noch gewartet werden, bis zum 29. Philosophicum, wenn Konrad Paul Liessmann und …

Wenn aber wer von gefördertem Schreiben spräche, das könnte sofort verstanden werden, gibt es doch dafür ein recht konkretes Beispiel, anhand dessen das geförderte Schreiben sich, wie es so schön heißt, von selbst erklärt. Das Beispiel ist der „Essay-Wettbewerb“ der ESN-Party. Für das Schreiben der Essays gibt es Geld, und das Geld kommt von der Europäischen Union — „Informationen über die Herkunft der Beträge: Öffentliche Mittel aus dem EU-Haushalt. Keine privaten oder Drittlandsquellen“ … So einfach wie kurz ist gefördertes Schreiben zu erklären und zu verstehen.

Gefördertes Schreiben kann menschgemäß vieles beinhalten, zum Beispiel auch das Schreiben von geschalteter Werbung. Wenn „keine privaten oder Drittlandsquellen“ angezapft werden, dann werden beispielsweise für Reklame auf Freilich wohl auch „öffentliche Mittel“ …