Robert Musil: „Über die Dummheit. Mit besonderer Berücksichtigung der einheimischen“ – Klaus Amann, KI und Verfassung

Eben erst wurde das Kapitel, ein weiteres Kapitel über Geschichtsklitterung beendet, und schon einen Tag später muß eine weitere gewärtig werden,

aber kann es denn eine Geschichtsklitterung genannt werden, wenn es eine automatisch erstellte Information ist? Geschichtsklitterung wird doch zu einem bestimmten Zweck aus einer bestimmten Gesinnung heraus betrieben, aber welchen bestimmten Zweck aus welcher bestimmten Gesinnung heraus kann KI,

genauer, zu welchem Zweck und welcher Gesinnung folgend können die string pullers behind AI, Geschichtsklitterung betreiben, wenn sie beispielsweise am 27. März 2026 derart informieren:

„Die Poetik des Geistes“ ist eine bekannte Rede von Robert Musil, die er am 12. März 1938 – also unmittelbar vor dem „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland – im Wiener Konzerthaus hielt. Es handelt sich um eine programmatische Äußerung des Autors, die auch die letzte selbstständige Publikation zu seinen Lebenszeiten darstellte. De Gruyter Brill
Kernpunkte der Rede und ihre Wirkung:
Historischer Kontext: Die Rede wurde von den Hörern und Kritikern aufgrund des Zeitpunkts als brisant empfunden.
Thematik: Musil setzt sich darin mit der Rolle des Geistes, der Intellektualität und der Kunst in einer sich verdüsternden poliitischen Lage auseinander. Er plädiert für die Freiheit des Geistes gegenüber der heraufziehenden Barbarei.
Rezeption: Trotz der ernsten Lage wurde die Rede von Wiener Zeitungen freundlichen besprochen.
Verbindung zu Musils Werk: Die Rede spiegelt die intellektuelle Haltung wider, die auch sein monumentales Hauptwerk, den Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ (1930/1933) durchzieht. Dieser Roman thematisiert ebenfalls die Krise des Indiviuums und der Kultur in einer „Wirklichkeit als das ziellose Ergebnis einer Überfülle von Möglichkeiten“.
Musil starb 1942 im Schweizer Exil.

Google. Übersicht mit KI. 27. März 2026.

Selbstverständlich hielt Robert Musil am 12. März 1938 keine Rede, auch nicht eine mit dem Titel „Die Poetik des Geistes“, im Wiener Konzerthaus

Eine automatische Information, eine automatische Bildungsvermittlung ist keine Geschichtsklitterung einer bestimmten Gesinnung zu einem bestimmten Zweck, sondern eine Informationsbastelei, eine Bildungsbastelei aus zusammengestohlenen Daten; bei einem Menschen, der solches von sich gibt, würde es wohl einfach wie kurz als Dummheit abgetan werden. Es ist auch keine Geschlichtsklitterung, weil eine Geschichtsklitterung wird konsequent betrieben, immer wieder vorgebracht, und das ist durch KI nicht der Fall, denn schon wenige Minuten nach dem Obigen wurde das angezeigt:

„Die Poetik des Geistes“ ist der Titel einer Rede von Robert Musil, die im Jahr 1936 als seine letzte selbstständige Publikation zu Lebzeiten veröffentlicht wurde.
Hier sind die wichtigsten Fakten zu diesem Werk laut dem Suchergebnis:
Historischer Kontext: Die Rede wurde von Wiener Zeitungen freundlich aufgenommen.
Rezeption: Die Brisanz der Inhalte wurde sowohl von den Zuhörern im Saal als auch von den
Rezensenten der Druckfassung erkannt.
Bedeutung: Es handelt sich um ein Werk aus der späten Schaffensphase von Robert Musil, das
seine literarischen und gesellschaftlichen Ansichten zusammenfasst. Die Rede ist eng mit Musils Engagement im
kulturellen und politischen Diskurs der Zwischenkriegszeit verbunden.
Quelle: Die Informationen stammen aus einer Publikation von De Gruyter Brill, die sich auf Musils Reden bezieht (vgl. De Gruyter Brill).

Google. Übersicht mit KI. 27. März 2026.

Und wenige Minuten danach dies:

„Die Poetik des Geistes“ ist eine bedeutende, im Jahr 1937 veröffentlichte Rede von Robert Musil, die zugleich als seine letzte selbstständige Publikation zu Lebzeiten gilt.
Wichtige Aspekte zu „Die Poetik des Geistes“:
Entstehung & Kontext: Die Rede wurde in Wien gehalten und von der zeitgenössischen Presse wohlwollend, aber als als brisant wahrgenommen.
Inhalt: In diesem Werk setzt sich Musil mit der Rolle des Geistes, der Intellektualität und der Literatur auseinander. Es spiegelt seine essayistische und kritische Haltung wider, die auch in seinem Hauptwerk „Der Mann ohne Eigenschaften“, zentral ist.
Thematik: Wie in vielen seiner Werke analysiert Musil die Kluft zwischen Ratio (Logik, Wissenschaft) und Seele/Geist (Emotion, Ästhetik), eine Thematik, die er als „Poetik des Geistes“ ausformuliert.
Bedeutung: Diese Publikation wird oft als eine Art „Selbstvergewisserung“ Musils verstanden, in der er seinen eigenen literarischen Ansatz gegen den Zeitgeist und den aufkommenden Faschismus verteidigt. De Gruyter Brill +4
Die Rede ist eng mit seiner intensiven Arbeit an „Der Mann ohne Eigenschaften“ verbunden, an dem er bis zu seinem Tod 1942 arbeitete.

Google. Übersicht mit KI. 27. März 2026.

12. März 1938,

1936 und mit

1937

dann doch einmal das richtige Jahr … Denn:

Robert Musil hielt seinen Vortrag am 11. März 1937 auf Einladung des Österreichischen Werkbundes im Großen Saal des Ingenieur- und Architektenvereins in Wien. Aufgrund des großen Erfolgs wurde die Rede sechs Tage später, am 17. März, wiederholt. Von einer zweiten Wiederholung (vor 400 Hörerinnen und Hörern in der Volkshochschule ‚Volksheim‘ am Ludo Hartmannplatz 7, Wien XVI) am 7. Dezember 1937 berichtet Musil im Tagebuch.

Nachwort. Klaus Amann. Robert Musil. Über die Dummheit. 3. Auflage. 2025. Jung und Jung KG.

Der Titel seiner Rede war nicht „Die Poetik des Geistes“, sondern „Über die Dummheit“, nach einem „Titelentwurf auf einem der Notizblätter“ von Robert Musil: Über die Dummheit. Mit besonderer Berücksichtigung der einheimischen“ —

Und was hat es mit der „Poetik des Geistes“ auf sich? Im Nachwort von Klaus Amann ist die Auflösung zu lesen:

Musils Über die Dummheit erschien im Mai 1937 im Bermann-Fischer Verlag in Wien. Die 48-seitige Broschüre (in der Schriftenreihe ‚Ausblicke‘, in der im selben Jahr auch Paul Valérys Die Poetik des Geistes erschien) war Musils letzte selbstständige Publikation zu Lebzeiten. Die Rede, die mehrere Wiener Zeitungen freundlich besprachen, wurde von den Hörern im Saal wie auch von den Rezensenten der Druckfassung durchaus in ihrer Brisanz erkannt und u. a. als „erbarmungslose Anklage gegen das Nazitum und dessen Schergen gelesen“ (vgl. Corino 2003, S. 1236 f.)

Woher aber hat Klaus Amann seine bildungsreiche Information, im selben Jahr sei auch Paul Valérys Die Poetik des Geistes erschienen? Von einer KI? Und wenn, von welcher KI? Es erschien tatsächlich in der Schriftenreihe Ausblicke vom Berman-Fischer-Verlag im Jahr 1937 ein Buch von Paul Valéry, jedoch mit dem Titel: „Die Politik des Geistes“.

So kann einfach wie kurz gesagt werden, KI stiehlt dumm, setzt das Gestohlene zu etwas vollkommen Wertloses zusammen und verhökert in der dummen Annahme, dabei nicht erwischt zu werden, Blödheiten als Information und Bildungsgut anbieten und verkaufen zu können. Dumm daran aber ist, daß nicht wenige und immer mehr Menschen, derartige Blödheiten von dummy thieves als ernstzunehmende Informationen und als Bereicherung ihrer Bildung aufsaugen und, ebenso dumm, weiter verbreiten.

„Über die Dummheit“ von Robert Musil gab es in den letzten Jahren nicht wenige Neuauflagen, so daß gefragt werden könnte, weshalb mußte Jung und Jung KG auch noch eine Neuerscheinung herausbringen, und dann eine mit dieser Falschinformation im Nachwort von Klaus Amann, wenn es denn nur eine Falschinformation ist?

Es ist menschgemäß zu verlockend, „Über die Dummheit“ wieder und wieder zu verlegen, zumal zu viele Figuren der Gegenwart auch in dieser Rede beschrieben scheinen, wie diese auch in „Science, Liberty & Peace“ von Aldous Huxley aus 1946

Nicht die Rede „Über die Dummheit“, muß zugegeben werden, war ausschlaggebend, zu dieser Ausgabe zu greifen, sondern das Nachwort von Klaus Amann, in dem Hans Kelsen erwähnt wird, um —

hat doch am 25. März 2026 ein identitär patriotischer Parteimann in einer Fernsehsendung, die er wohl als Geschichtsklitterungssendung verstanden hat, eine zur Beruhigung gedacht dienliche Auslegung der Verfassung vorgebracht —

Der Volkskanzler ist ein Begriff, den unsere Verfassung so nicht kennt, und wenn Herbert Kickl Bundeskanzler ist, hat er genau die Möglichkeiten, die die österreichische Verfassung gibt.

ein weiteres Kapitel zur österreichischen Verfassung … Das ist nun in einem weiteren Kapitel zu schreiben, auch wenn „Verfassung“ in der Überschrift des Kapitels steht, so ist dieses Kapitel mit KI und Dummheit bereits mehr als ausgelastet, aber es kann nicht enden, ohne Paul Valéry,

zu dem Thomas Bernhard einfällt, von dem KI, auch von Thomas Bernhard, Fabelhaftes

In „Drei Tage“ von Ferry Radax sagt Thomas Bernhard:

Die Franzosen haben mich außer Valéry überhaupt nie interessiert. Von Valéry der „Herr Teste“. Ist auch ein Buch, das völlig zerlesen ist, ich muß es mir immer wieder neu anschaffen, weil es immer wieder kaputt ist, ausgelesen, zerfranst.

„Dummheit ist nicht meine Stärke.“ Es wird wohl dieser Satz gewesen sein, mit dem sich Thomas Bernhard uneingeschränkt identifizierte, und ihn dazu trieb, diesen immer wieder zur Selbstvergewisserung zu lesen, diesen immer wieder in einer neuen, schönen Ausgabe zu lesen.

Mit „Dummheit ist nicht meine Stärke.“ beginnt „Monsieur Teste, ein Satz, der so leicht zu merken ist, daß das Buch nur einmal und nicht immer wieder angeschafft werden muß, ein Satz, der schon beim ersten Mal aufschlagen in einer Buchhandlung für ein ganzes Leben zu merken ist, das Buch nicht einmal und schon gar nicht mehrmals zu kaufen gebraucht wird, sofern es nur um das Selbsterkennen in diesem einen ersten Satz …