Österreich und seine blaue Kunstbetrachtung

Von der Kunstbetrachtung des Johann Kogelnig, eines Bezirksrichters in Ferlach und eines Freizeitmalers in Kärnten, durfte bereits erzählt werden, der, einfach wie kurz gesagt, ein Freizeitkünstler für alle Gesinnungszeiten

Seiner Bedeutung gemäß ist es aber angebracht, noch etwas von ihm zu erzählen, was im am 19. Mai 2026 gehörten Podcast vom 25. September 2025, genannt „Die blaue Viertelstunde“, von ihm selbst und über ihn von Wendelin Mölzer zu erfahren ist.

Vorab jedoch ist ist Wendelin Mölzer mit einem aktuellen Beispiel seiner recht hohen Kunstbetrachtung vorzustellen, wie er diese am 2. Mai 2026 anstellte:

Wien (OTS) – Mit deutlicher Kritik reagierte heute FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer auf den diesjährigen österreichischen Beitrag zur Kunst-Biennale in Venedig. „Was hier unter dem Deckmantel der Kunst präsentiert wird, sorgt nicht nur für Kopfschütteln, sondern für berechtigte Empörung“, so Mölzer. Im Zentrum seiner Kritik steht die Performance der österreichischen Künstlerin Florentina Holzinger, die mit rund 600.000 Euro aus öffentlichen Mitteln unterstützt wird. Besonders umstritten ist dabei der explizite Einsatz von Urin im Rahmen der Inszenierung, der „für viele Menschen eine klare Grenze des Zumutbaren überschreitet“, erklärte der freiheitliche Kultursprecher. Die Kombination aus drastischen Körperdarstellungen und sogenannten „Urin-Tanks“, die mit dem Urin der Besucher gefüllt werden sollen, habe bereits im Vorfeld für breite Diskussionen gesorgt.„Wenn hunderttausende Euro Steuergeld in Performances fließen, in denen der Einsatz von Körperflüssigkeiten bewusst als künstlerisches Mittel eingesetzt wird, dann stellt sich die Frage, ob hier nicht jegliches Maß verloren gegangen ist“, so Mölzer. Kunstfreiheit sei zwar ein hohes Gut, dürfe jedoch „nicht als Rechtfertigung für Provokation um der Provokation willen missbraucht werden“. „Die linke Kulturszene hat offenbar den Bezug zur Lebensrealität der Menschen verloren und die Entscheidungsträger fördern zunehmend Projekte, die nur mehr in einem kleinen, abgeschotteten Kulturbetrieb auf Zustimmung stoßen“, so Mölzer und weiter: „Österreich ist weltweit für seine große kulturelle Tradition bekannt – von der klassischen Musik bis zur bildenden Kunst. Doch anstatt dieses Erbe selbstbewusst zu vertreten, präsentiert man sich mit bewusst provokanten und für viele unverständlichen Inszenierungen!“. Mölzer hielt fest, dass solche Beiträge seiner Ansicht nach nicht geeignet seien, das kulturelle Ansehen Österreichs im Ausland zu stärken. Abschließend forderte er eine grundlegende Neuausrichtung der Förderpolitik. „Es braucht endlich Transparenz, klare Kriterien und vor allem Hausverstand im Umgang mit öffentlichen Mitteln. Die Menschen in unserem Land haben ein Recht darauf, zu wissen, wofür ihr Geld ausgegeben wird – und sie haben ein Recht darauf, dass es verantwortungsvoll eingesetzt wird.“ Daher wird Mölzer das Projekt im Zuge einer parlamentarischen Anfrage genauer hinterfragen.

Seine Kunstbetrachtung bringt Wendelin Mölzer nicht so drastisch vor, wie etwa Gerald Grosz am 16. Mai 2026, aber

Gerald Grosz ist in seiner Kunstbetrachtung ganz seiner

Verbalkunst verpflichtet, von der er meint, sie sei von einer derart recht seltenen Hochwürdigkeit, daß es ihm unumgänglich ist, diese in Bücher zu ergießen.

Ein Verbalkünstler muß, um seine „Zwetschken“ weiter zu verdienen, seine Zwetschkenversorgung nicht verlustig zu gehen, auch drastischer sich gebärden, darf er in keinem Fall hinter dem zurückbleiben, was „Österreich“ ihm vorgibt, das ihn mit Zwetschken reichlich sättigt.

Schlagen dann die Zeitung vor, sehen irgendein nackertes Tuttelmonster aus einer Glocken herausbimmeln, bumm bumm, und ein Brunzbecken, wo Leute hineinbrunzen, und dafür zahlen sie 600 Tausend Euro […] Daß er für ein Becken voll Urin sechshunderttausend Euro zahlt.

Schlag den Grosz! Duell mit Eva Schütz. oe24. X. 16. Mai 2026.

Diese Drastik verstärkt der österreicheske Kunstbetrachter aus dem Steiermärkischen noch dadurch, es im Dialekt vorzubringen. Da, das muß eingestanden werden, nicht die Fähigkeit besessen wird, im Dialekt zu schreiben, ist die obige Wiedergabe des Dialektalen eine dem Standarddeutsch, soweit das möglich ist, angepaßte …

Und das war am 25. September 2025, um zu einem Ende zu kommen, die Kunstbetrachtung von Johann Kogelnig, die Kunstbetrachtung von Wendelin Mölzer und die Kunstbetrachtung von dem Po-dcast-Moderator:

Moderator: Liebe Hörerinnen und liebe Hörer, die FPÖ ist ja nicht nur Heimatpartei, die Sicherheitspartei, die Neutralitätspartei, die Wirtschaftspartei und die Sozialpartei Österreichs, sondern auch eine Kulturpartei. Ganz in dem Sinne hat Kultursprecher Wendelin Mölzer wieder eine alte Tradition aufleben lassen, nämlich das Veranstalten von Kulturevents hier im freiheitlichen Parlamentsklub in Wien. Am 23. September trafen nun Kunstbegeisterte hier ein in den Klubräumlichkeiten, um einer Vernissage beizuwohnen, und zwar mit Werken des Kärntner bildenden Künstlers Johann Kogelinig. Ich freue mich, jetzt den Künstler selbst und FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer hier vor dem Mikrofon zu haben. Dankeschön, daß Sie sich Zeit genommen haben, meine Herren.

Johann Kogelnig: Es freut mich, daß ich da sein darf.

Wendelin Mölzer: Ja, schönen guten Tag auch von meiner Seite. Freut mich, daß wir da zusammenkommen.

[…]

Johann Kogelnig:
Die Kunst ist meine Freizeitbeschäftigung. Das mache ich, wenn ich heimgehe.

[…]

Moderator: Ihre Werke werden stilmäßig als realistisch beschrieben, mit einem expressiven Ausdruck. Und auch eine künstlerische Nähe zum Nötscher Kreis, im Gailtail ist er, glaube ich, wird Ihnen nachgesagt. Wie würden Sie selbst Ihre Art zu malen beschreiben?

Johann Kogelnig:
Ich versuche schon realistisch zu bleiben. Ich halte nichts davon, Farbkleckse irgendwo hinzuschmieren und dann zu erklären, was das jetzt darstellen soll. Versuche aber doch jetzt nicht in einer altfadrischen Manier das zu machen, sondern schon expressonistischer zu arbeiten, und nicht einfach das darzustellen, was der Fotoapparat zeigt, weil man eben beim Malen dann schon auch einen Ausdruck hineinbringen kannn, zum Beispiel des was ich als Charakter in einem Menschen sehe, das kann ich mit Farben darstellen. Also ich versuche realistisch zu malen, aber letztlich hineinzubringen, was ich von der Person oder von dem was ich gerade male, muß ja nicht eine Person sein, sehe. Und das ist dann, was letztlich auch in das Impressionistische, Expressionistische hineingeht.

Moderator: Erinnert mich fast an die Aura-Malerei.

Johann Kogelnig:
Ja, ja, jeder Mensch hat eine Ausstrahlung. Und die zeichnet sich am Fotoapparat nicht ab. Beim Gemälde kann man die hineinbringen.

[…]

Moderator:
Ich habe gelesen, Sie sind ein gebürtiger Rosentaler, ist Ihnen die regionale Identität sehr wichtig?

Johann Kogelnig:
Ich finde, daß die regionale Identität überhaupt etwas wichtiges ist, und auch ich versuche immer wieder einmal solche Themen aufzugreifen, zum Beispiell habe ich jetzt so ein Kirchtagsbild gemacht mit der Gailtaler Tracht, ich finde das einfach schön, habe immer wieder Trachten in den Bildern drinnen, weil verwurzelt in der Region und ich bin der Meinung, daß muß man auch darstellen.

[…]

Moderator: Herr Kultursprecher Mölzer. Die Freiheitlichen gelten ja im politischen Spektrum als rechte Partei, also ein weitläufiger Begriff, von den Linken als sehr negativ besetzt und immer negativ dargestellt und definiert. Und ja, die meisten Künstler outen sich ja gerne als Linke. Glauben Sie, gehört das so zum guten Ton in Künstlerkreisen oder in Künstlerblasen oder leben viele Künstler in ihren elfenbeineren Türmen und schotten sich so ein bißchen ab von der Lebensrealität oder der Gesellschaftsrealität oder sind auch viele politisch links, weil sie die Hand, die sie füttert, nicht beißen wollen?

Wendelin Mölzer:
Bevor ich diese Frage beantworte, es sind ja schon ein paar Antworten vorweggenommen.

Moderator: Oh, Verzeihung.

Wendelin Mölzer: Kein Problem. Na, ch möchte schon grundsätzlich sagen, daß für uns aus freiheitlicher Sicht ist es ganz wichtig, daß Kunst frei sein kann. Das heißt, sie soll weder links noch recht sein, sie soll einmal, kommt immer darauf an natürlich in welchem Bereich, sie soll einmal die Menschen begeistern. Maler wie Johann Kogelnig schafft das auf beeindruckende Art und Weise, daß er Menschen ihren Ausdruck verleiht, ihren Charakter darstellt. Er hat gerade darüber richtig über seine Motive gesprochen, Regionalität, Verwurzelung, Tradition. Aber ich sage jetzt einmal, das ist nicht Sinn der Sache, daß wir als Politik, als freiheitliche Partei sagen, das muß so oder so sein. Im Gegenteil. Wir wollen Kunst- und Kulturbetrieb möglich frei von vor allem parteipolitischen Dingen haben. Natürlich wissen wir, da muß man bei der Frage, es gibt natürlich den Staatskünstler auf der einen Seite, der in Abhängigkeiten ist, da gibt es von uns eine Reihe von Initiativen, daß wir das sozusagen einschränken wollen, auf der anderen Seite hat man natürlich eine linke Bubble, wenn es vor allem darum geht, Meinung zu machen, auch im Kunst- und Kulturbereich, der natürlich vorgespannt ist vor einem Apparat, aber da sind wir, sag ich einmal, sind wir schon metapolitisch, im Gegensatz von der Kulturpolitik ein bißchen weg.

Wendelin Mölzer, daran darf erinnert werden, war einmal auch ein Schulender in Sachen Handbuch seiner Partei, inzwischen dürfte er selbst auch

noch eingehender geschult worden sein, was das Metapolitische anbelangt.

Moderator: Und Herr Kogelnig, sehen Sie das auch so, daß man als Künstler sich nicht unbedingt immer politisch äußern muß, weil das Publikum ist ja nicht immer daran interessiert, was dieser spezifische Künstler da jetzt in der Wahlurne ankreuzelt.

Johann Kogelnig: Das sehe ich grunsätzlich auch so. Mir ist bewußt, daß in der Kunstszene viele eher links sind, wie Sie das angesprochen haben. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber ich denke, auch schon angesprochen jetzt, ich gehe aber davon aus, daß das in der Kunst nichts verloren hat. Die Kunst selbst ist meines Erachtens nichts Politisches, man kann sicher auch politische Kunst machen, aber dann sollte man das klar deklarieren. Man sollte offen sein nach allen Richtungen, auch in der Kunst, und schade ist in dem Zusammenhang insbesondere, daß von manchen dann Gesprächsverweigerung ist, und das ist irgendwie nicht gut, die Kunst muß offen sein, muß diskutieren, und dann entsteht Neues. Und wenn man sagt, ich habe die Wahrheit gepachtet und alles andere ist uninnteressant, das ist eigentlich ein falscher Weg.

Moderator: Herr Kultursprecher Mölzer, Sie haben es schon vorweggenommen, die Kunst muß frei sein. Sind das jetzt auch so die Eckpunkte in der Kulturpolitik der Freiheitlichen für die nächsten Jahre?

Wendelin Mölzer: Das waren immer Eckpunkte der freiheitlichen Politik, also das ist nichts Neues. Wir treten seit Jahr und Tag dafür ein, daß wir diesen Förderdschungel, sag ich jetzt einmal, bereinigt, um einfach ein Bild zu machen, über steuerliche Absetzbarkeit von Kunst- und Kultursponsoring oder Werkankäufen und dergleichen fort. Die Förderungen zu demokratisieren, das ist ein wesentliches Anliegen, das wir immer schon gehabt haben, das gibt es seit Jahr und Tag. Und das wird in Zukunft natürlich auch ein zentrales Element bleiben. Aber lassen wir Sie mir noch konkret etwas zur Vernissage sagen. Das Spannende ist ja des, was unser Künstler, unser Maler Johann Kogelnig, von dem man offensichtlich seinen Beruf nicht erwähnen darf im Zusammenhang mit seiner malerischen Tätigkeit, jemand ist, der eben mit seiner aktuellen Vernissage zeigt, wo wir Werke hängen haben, angefangen Herbert Kickl dargestellt über Beate Meinl-Reisinger bis hin zu Sigi Maurer, und über alle Parteigrenzen hinweg der Künstler hier schafft, die Bilder jetzt nicht bösartig oder sonstwas, sondern alles prachtvolle für sich genommene Portraits sind, und da muß man schon sagen, da sieht man, daß wir nicht darauf Wert legen, uns einen Haus- und Hofmaler zu halten oder was auch immer, was uns immer nachgesagt wird, mit unserem Freund Odin Wiesinger, daß wir uns den quasi als Haus- und Hofmaler halten, es ist ja wirklich eine Frechheit, wie man da versucht, seitens linker Medien zu unterteilen und einzuteilen. Spannend finde ich dabei auch den Umstand, daß man sofort, wenn jemand sozusagen, der eigentlich mit der FPÖ nichts zu tun hat, bei uns eine Vernissage macht im Parlament, den dann quasi anzupatzen, also das ist eine typische Reaktion, die mir absolut unverständlich ist, die ein absolutes No-Go ist.

Moderator:
Hat man das schon versucht, Sie jetzt anzupatzen?

Johann Kogelnig:
Ja, ich denke, daß ist vielleicht ein bißchen Neidgesllschaft, ich nehme das ganz locker. Das ist nichts Dramatisches. Man kann mich nicht anpatzen und, aber ich sehen natürlich , daß das viele Leute mit Argwohn betrachten, daß ich quasi mich mit den Freiheitlichen da einlasse, sozusagen, was ich ganz locker sehe, weil ich male für alle anderen. Vor kurzem hat der Landeshauptmann, wie er zurückgetreten ist, ein Bild von mir gekriegt, das ist ein Sozialist. Ich bin da offen, und ich bin der Meinung, der politsche Diskurs muß erhalten bleiben, in alle Richtungen, und ausgrenzen ist undemokratisch.

Moderator: Sehr erfrischend das zu hören, und das wünschen wir uns auch alles in diesem Kulturland Österreich.