Ein Künstler für alle Gesinnungszeiten

Für Walter Rosenkranz ist es eine „Freude“ und eine „große Ehre“, von ihm gemalt worden zu sein. Ob es für alle anderen auch eine Ehre oder gar eine große Ehre ist und war, von ihm gemalt worden zu sein? Für Andreas Babler, Christian Stocker, Sigrid Maurer, Udo Jürgens, Maria Lassnig, Ingeborg Bachmann, Franz Klammer, Thomas Koschat, Peter Handke, Peter Kaiser, Christine Lavant, Günther Mittergradnegger u. v. a. m.

Wenn es vom „malenden Richter“ eine Ausstellung gibt, im österreichischen Parlament, dann gehen zu dieser nicht nur hin die Mitglieder der hierzu einladenden Partei

Der freiheitliche Parlamentsklub eröffnete am Dienstag die Ausstellung „NatioMalRat“ des Kärntner Künstlers Dr. Johann Kogelnig. Zahlreiche Abgeordnete, ehemalige Klubmitglieder sowie Gäste aus Kultur und Gesellschaft nahmen an der feierlichen Vernissage teil.

FPÖ-Klubobmann-Stellvertreter Norbert Nemeth begrüßte die Gäste und hob die Vielfalt der Porträts hervor: „Es sind zum Teil nicht bekannte Gesichter, es sind zum Teil sehr bekannte Gesichter. Es sind Porträts von Politikern über Parteigrenzen hinweg, und man erkennt sofort, dass der Künstler einen scharfen Blick für Szenen und Posen hat, der oft schärfer ist als die Linse so mancher Kamera.“

Besondere Bedeutung maß Nemeth dem Bild der Amtsübergabe zwischen Wolfgang Sobotka und Walter Rosenkranz bei: „Dieses Bild ist von besonders großer symbolischer Kraft, denn es steht symbolisch für eine Zeitenwende, da wir Freiheitliche zum ersten Mal den Präsidenten des Nationalrats stellen.“

Der Künstler Dr. Johann Kogelnig bedankte sich für die Möglichkeit, seine Werke im Parlament präsentieren zu dürfen. Seine Kunst beschrieb Kogelnig als bewusst gegen Abstraktion gerichtet: „Ich male das, was man auch erkennt. Ich habe mir gedacht, ich könnte auch zufällig einmal bei meiner Palette ankommen, die fällt auf den Boden, und dann sage ich: Das ist die Galaxis. Aber das ist nicht meine Kunst. Ich male das, was man erkennt.

Erstellt von Freiheitlicher Parlamentsklub – FPÖ. 24.09.2025.

Im Parlament Österreichs kann vielleicht jetzt immer noch an seinem Bild „Pallas Athene“ vorbeigelaufen werden, das Johann Kogelnig dem Parlament aber nur leihweise … Vielleicht entschließt sich der Herr Nationalratspräsident noch zum Ankauf, Geld dafür könnte möglicherweise aus der Rückabwicklung eines Kunstankaufes für das Parlament noch vorhanden sein

Dass ausgerechnet die Politiker der Verlierer-Ampel und der Grünen im blauen Klub zu Ehren kamen, ist dem Kärntner Porträt-Maler Dr. Johann Kogelnig zu verdanken. Der 56-jährige Jurist aus Klagenfurt machte bei seiner Vernissage im Parlament, die auf Initiative des freiheitlichen Kultursprechers Wendelin Mölzer zustande kam, keine politischen Unterschiede bei seiner bildenden Kunst – so waren neben FPÖ-Chef Herbert Kickl, Nationalratspräsident Walter Rosenkranz und dem früheren Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf („Mann in Frack“) auch Politiker anderer Parteien zu sehen.

Unzensuriert. 24. September 2025.

Am SPÖ-Parteitag in Villach war mein Portrait des Landeshauptmannes Peter Kaiser das Geschenk der Landespartei an den scheidenden Obmann.

Johann Kogelnig. Facebook. 21. September 2025.

Johann Kogelnig, ein Künstler für alle Gesinnungszeiten. Er mache keine „politischen Unterschiede bei seiner bildenden Kunst“. Wie schön zu erfahren, daß es noch Künstlerinnen gibt, die in dieser Tradition stehen, „keine politischen Unterschiede“ zu machen. Früher einmal gab es der Künstler mehr, die „keine politischen Unterschiede“ machten, und, denen jedwede Auftraggebende gleich welcher Gesinnung willkommen waren, wenn sie sie nur in ihrer verwendbaren Kunst walten ließen …