Auch mit geputzter Brille sieht Andreas Unterberger keine NS-Wiederbetätigung in seinem Tagebuch

Andreas Unterberger TagebuchDafür aber, wird gedacht, putzt sich ein Andreas Unterberger ohnehin nicht seine Brille, also dafür, genau zu schauen, was für Kommentare zu seinen Meinungen gepostet werden. Andererseits werden die Postings im unterbergerischen Tagebuch sehr genau gelesen, muß angenommen werden, denn sie werden bewertet, ihre Verfasser und Verfasserinnen als Poster und Posterinnen mit der Auszeichnung „Poster des Monats“ bedacht, gewürdigt, hervorgehoben. Für McErdal allerdings reichte es nicht, im Mai 2015 „Poster des Monats“ zu werden, aber er oder sie darf darauf stolz sein, daß sein Werbeposting für „Hellstorm – Die grausame Wahrheit“ es im unterbergerischen Tagebuch zur Auszeichnung brachte: „Der beste Kommentar eines Nicht-Abonnenten“.

Nur nebenher: Im Mai 2015 wurde Undine „Poster des Monats“ – für Undine war der 8. Mai 1945 bloß für die „Unwissenden“ „ein Tag der Freude“. Das Wort „Geschichtskosmetiker“ von Undine verdient doch recht die unterbergerische Auszeichnung „Poster des Monats“ …

Andreas Unterberger Tagebuch - Geschichtskosmetiker Poster des Monats Mai 2015Und was von Andreas Unterberger einmal ausgezeichnet wurde, darf auch nicht, so scheint es, wieder gelöscht werden. Vielleicht muß erst die Staatsanwaltschaft an der Tür von Andreas Unterberger klingeln, damit er ebenfalls löscht, was die FPÖ bereits dreimal löschte. Das aber fiel der FPÖ offensichtlich recht schwer. Das dreimalige Löschen von „Hellstorm“ durch die FPÖ unzensuriert darf aber nicht als Abkehr von ihrer Gesinnung gedeutet werden, sie wollte wohl nicht durch das Klingeln der Staatsanwaltschaft gestört werden, gerade in den Wahlkämpfen zu den Wahlen in Oberösterreich und Wien, es hätte ja zu unangenehmen Fragen der Öffentlichkeit führen können, es hätte Wählerinnen und Wähler doch erschrecken können, eine solche Partei zu wählen.

Andreas Unterberger kandidiert nicht. Also hat er auch keine Veranlassung, derartige Werbepostings zu löschen. Auch dann nicht, wenn er direkt darauf angesprochen wird, wie in der Collage gelesen werden kann. Und nebenher gesagt. Wenn es in diesen Tagen eine erfreuliche Nachricht aus Österreich geben kann, dann ist es diese: Andreas Unterberger kandidiert nicht. Es wäre kein Malheur, wenn er kandidieren würde. Das Malheur wäre, daß sogar ein Andreas Unterberger gewählt werden würde. Denn. Das Malheur richten stets Sie vor allem als Wähler und Sie als Wählerin an.

Seit Christa Zöchling Besucher und Besucherinnen von einer Wahlkampfveranstaltung der FPÖ auf dem Viktor-Adler-Markt am 4. September 2015 so eindringlich beschrieben hat,

Christa Zöchling auf dem Viktor-Adler-Markt

kann nicht aufgehört werden, sich vorzustellen, wie sehen Menschen,

Wie sieht ein von Christa Zöchling beschriebener FPÖ-Anhänger aus? Ein Foto

die begeistert an Veranstaltungen der FPÖ teilnehmen, eigentlich aus. Und ein weiteres Gesicht zur zöchlingschen Beschreibung will nicht mehr aus dem Kopf, und es ist das von Andreas Unterberger, aber auch das von Ursula Stenzel, von einer Frau also, die zur Zeit sogar weltweit Furore macht, als die FPÖ-Anhängerin schlechthin. Und was für eine leidenschaftliche Anhängerin der FPÖ sie ist, war bereits am 4. September auf dem Markt in Favoriten zu erleben, als sie bürgerliche Zurückhaltung vergaß und auf die Bühne sprang, um begeistert – ja, wessen Wählerinherz voll ist, deren Mund läuft halt über …

Wer die sonst ungehörte Wählerin Ursula Stenzel, die sogar auf die Bühne durfte, so begeistert reden hörte, wer den sonst unbeachteten seine Pension lebenden Wähler Unterberger so …, wird die Idee nicht so falsch finden, daß gerade in Wahlkampfzeiten (aber eigentlich das ganze Jahr über, auch dann also, wenn keine Wahlen bevorstehen), für Wählerinnen und Wähler öffentliche Sprechplätze in den Städten und Dörfern des Landes eingerichtet werden sollten, damit sie sich aussprechen können, um dann, wenn sie sich erleichtern haben, wenn sie sich alles von der Seele gesprochen haben, auch zur Entgiftung der Leber, gereinigt also, zur Besinnung gekommen, zur Stimmabgabe gelassen, mit Vernunft und Verstand …