Schreibstaffel FPÖ: Wer läutet draußen an der Tür? Die Fuchsien blühn so nah – und wein‘ nicht, sie sind da

Gesinnungsgemäß schreibt FPÖ unzensuriert keinen freundlichen Kommentar zu Ute Bock. Das Bekannte eben. Das ist nebensächlich. Und daß es wüste und abscheuliche Kommentare der Schreibstaffel sofort zu diesem Kommentar der FPÖ unzensuriert gibt – ebenfalls das Bekannte …

Der Kommentar vom Schreibstaffler Jakob Sparrov allerdings

„Allein die Aussicht, dem offenen Asylbetrug durch Ute Bock das schäbige Handwerk legen zu können, ist es wert Blau zu wählen!“

Schreibstaffel FPÖ unzensuriert 28-09-2015ist doch hervorzuheben, weil er aufzeigt, was es für Motive gibt, die FPÖ zu wählen. Und 37 Menschen, die wohl auch Wählerinnen und Wähler sind, können diesem Wahlmotiv etwas abgewinnen, wie ihre Zustimmung zum sparrovschen Kommentar es nahelegt. Ein anderer aus der Schreibstaffel schreibt:

„Frau Bock ist als Gesetzesbrecherin zu belangen.“

Aber das steht nicht auf FPÖ unzensuriert, sondern im „Handbuch für freiheitliche Politik“, das die Handlungsanleitung für das Parteiprogramm der FPÖ ist, Federführend dafür verantwortlich: Norbert Hofer. Norbert Hofer ist aber nicht als Schreibstaffler bekannt, sondern als NR Norbert Hofer, der nebenher auch Abgeordneter im österreichischen Parlament und dritter Präsident des österreichischen Parlaments und stellvertretender Obmann der FPÖ ist. Aufgrund dieser Funktionen wird er in Österreich ganz anders gesehen und behandelt als etwa ein Schreibstaffler Jakob Sparrov, obgleich es zwischen Sparrov und Hofer keinen gesinnungsgemäßen Unterschied gibt, wie die oben zitierten Aussagen es recht gut zeigen.

Schreibstaffel FPÖ - Erstmals seit 70 Jahren das Tiefste als stärkstes WahlmotivNorbert Hofer ist aber nur ein Beispiel dafür. Wird an alle die mündlichen und schriftlichen Aussagen von hohen und höchsten Mandatarinnen und Mandataren der FPÖ gedacht, kann gesagt werden, sie schreiben und reden wie die Schreibstaffler und Schreibstafflerinnen auf FPÖ unzensuriert, und die Schreibstafflerinnen und Schreibstaffler der FPÖ unzensuriert schreiben wie die hohen und höchsten Funktionäre und Funktionärinnen der FPÖ schreiben und reden, daß gesagt werden muß, die Mandatare und Mandatarinnen der FPÖ sind nicht anders zu sehen und zu behandeln als die Schreibstaffler und Schreibstafflerinnen der FPÖ unzensuriert und die Schreibstafflerinnen und Schreibstaffler der FPÖ unzensuriert nicht anders als Mandatarinnen und Funktionäre der FPÖ …

Und wie die schreibstafflerischen Funktionäre und Funktionärinnen nicht gewählt werden können, sind die mandatarischen Schreibstaffler und Schreibstafflerinnen genau als solche einzustufen, nämlich als Schreibstafflerinnen und Schreibstaffler, die ebenfalls nicht gewählt werden können.

Schreibstaffel FPÖ - Wiederbeleben des FaschismusAuf FPÖ unzensuriert schreiben also die schreibstafflerischen Mandatarinnen und Mandatare der FPÖ unzensuriert, also unkontrolliert, während die mandatarischen Schreibstaffler und Schreibstafflerinnen der FPÖ öffentlich doch noch versuchen, ihre Aussagen kontrolliert vorzubringen. Aber auch nicht immer, wie gerade das letzte Beispiel vom Schreibstaffler He.-Chr. Strache gut aufzeigt, als er im Demutsrausch des oberösterreichischen Wahlerfolges seiner Gemein-Schaft unzensuriert, also unkontrolliert sagte:

„Und dann schauen wir mal, was in Wien in 14 Tagen möglich wird. Ich glaube, daß spätestens heute sichtbar geworden ist, daß wir dort erstmals seit 70 Jahren stärkste Kraft werden können“.

Ein ehrlicheres Bekenntnis aus dem rechtvollen Herzen, daß die FPÖ als bodenständige Erbin der NSDAP sich sieht, kann kaum mehr abgelegt werden. Das macht auch noch einmal mehr als verständlich, weshalb es der FPÖ, von He.-Strache aufwärts, beispielsweise vier Monate lang so schwer fiel, ein Wort der Wiederbetätigung zu löschen

Schreibstaffel FPÖ - Aus dem Land schmeißenUnd diese Gesinnung wird auch deutlich durch die Aussagen der Schreibstaffler Hofer und Sparrov, die Einzelpersonen sogar verfolgen wollen, für den einen ist es das Motiv für die Wahl der FPÖ, für den anderen ist es das Programm seiner Partei. Sie meinen, das betrifft Sie nicht, Ihr Name ist nicht Ute Bock. Aber das oben zitierte Wahlmotiv und das oben zitierte freiheitliche Handbuch kann jeden Namen dafür aussuchen und hernehmen, auch Ihren, mag es im Moment noch für Sie den sicheren Anschein haben, Sie geben keinen Anlaß, Sie als Einzelperson zu verfolgen. Gerade die Zeit, auf die sich Erbschreibstaffler He.-Chr. Strache chrähend bezieht, gibt darüber eindrücklich Auskunft, etwa Theodor Kramer, um ein Gedicht aus seinem Band „Verbannt aus Österreich“ aus 1943 zu zitieren.

Ehe mit dem Gedicht aus dem im englischen Exil herausgegebenen Band geschlossen wird, noch etwas mit auf den Weg: Es sind aber nicht nur Einzelpersonen, die von der Schreibstaffel FPÖ in Sonderorte verfrachtet gesehen werden wollen, und da könnten Sie als Einzelperson auch dabei sein, wenn die Schreibstaffel FPÖ Sie zu einer der Gruppen zugehörig wähnt, die in abgelegene Orte …

Wer läutet draußen an der Tür?

Wer läutet draußen an der Tür,Schreibstaffel FPÖ - Steinbrüche nach der Wende
kaum dass es sich erhellt?
Ich geh schon, Schatz. Der Bub hat nur
die Semmeln hingestellt.

Wer läutet draußen an der Tür?
Bleib nur; ich geh, mein Kind.
Es war ein Mann; der fragte an
beim Nachbar, wer wir sind.

Wer läutet draußen an der Tür?
Lass, Schatz, die Wanne voll.
Die Post war da; der Brief ist nicht
dabei, der kommen soll.

Wer läutet draußen an der Tür?
Leg du die Betten aus.
Der Hausbesorger war’s; wir soll’n
am Ersten aus dem Haus.

Wer läutet draußen an der Tür?
Die Fuchsien blühn so nah.
Pack, Liebste, mir mein Waschzeug ein
und wein’ nicht: sie sind da.