Auf diese Formel kann, mehr, ist das von Frank Stronach und jetzt von Frank Stronach als Team weiter Geleierte, daß gar nichts funktioniere, wenn die Wirtschaft nicht funktioniere, zu berichtigen.
Vorausgeschickt muß werden, daß damit nichts gegen die Tüchtigkeit, nichts gegen persönliche Leistungen von Frank Stronach geschrieben werden will, aber es ist, immer wieder notwendig, klarzustellen, daß auch ein Frank Stronach ohne den Staat nichts wäre, ohne den Staat hätte Frank Stronach noch so tüchtig sein können, aber ohne den Staat wäre seine Firma eine kleine Werkstätte geblieben, und ohne den Staat hätte seine Firma nicht überlebt …
Ohne den Staat wäre die kleine Werkstätte, die Firma Multimatic, wie Frank Stronach sie nannte, und die mit der bereits existiereenden Firma Magna bald fusioniert wurde, also ein kleine Firma geblieben, denn zum Aufstieg trug wohl sehr die dirigistische Wirtschaftspolitik …
Ein weiterer großer Durchbruch folgte im Dezember 1968: Stronach und Pabst verschmolzen ihre Firma Multimatic mit der Magna Electronics, einer schon börsennotierten Firma, die Flugzeugteile und Rüstungsgüter produzierte. Pabst wurde 1971 Vorstandsvorsitzender, Frank Stronach wurde Vize-Präsident. Der Gründer von Magna schied aus dem Unternehmen aus.
Stronach hatte auch das Glück des Tüchtigen. Ihm kam nun ein Freihandelsabkommen zwischen Kanada und der USA zugute, das besagte, für jedes Auto, das die amerikanischen Konzerne in Kanada verkauften, sollte auch dort eines hergestellt werden. Dieser Pakt wurde 1965 geschlossen und war ein dirigistischer Eingriff des Staates in die Wirtschaft. Er kam der Firma Multimatic enorm entgegen. Als Stronach seinen Posten bei der Magna antrat, erreichte der große Autoboom aufgrund des Freihandelsabkommens – es gab keine Zollschranken für Autoexporte nach den USA – seinen Höhepunkt.
Frank Stronach, in Österreich stets fälschlich als Gründer von Magna vorgestellt, konnte weiter auf den funktionierenden Staat setzen, der dennoch stets von ihm denunziert wird …
„Sein persönlicher Erfolgspfad ist anders als seine Ansprüche.“ So seien nicht nur er und seine Tochter Belinda in Kanada politisch gescheitert, auch in seiner unternehmerischen Biographie gebe es einiges aufzuklären – nicht nur weil Magna dank Intervention der kanadischen Regierung vor der Pleite gerettet wurde -, so Androsch: „Stronach war ja früher in Österreich selbst massiv Teil des Systems und hat daraus Nutzen gezogen“.
Wie in Kanada. so auch in den USA:
Uncle Sam sei Dank. Wieder einmal zeigt sich, dass es an der Börse und auch im operativen Geschäft keine Einbahnstraßen gibt. Denn genau jener Markt, unter dessen Zusammenbruch der Zulieferer in der Finanz- und Wirtschaftskrise so stark gelitten hat, feiert jetzt ein Comeback und bereitet Magna entsprechend Freude: die Region Nordamerika. Allen voran hat sich der US-amerikanische Automarkt eindrucksvoll zurückgemeldet, was wiederum insbesondere die „Big Three“, GM, Ford und Chrysler – allesamt große Kunden von Magna -, freut. Niedrige Zinsen, teils finanzielle Anreize und zuletzt auch sinkende Benzinpreise ließen die Amerikaner wieder in die Autohäuser strömen.
Vor dem Hintergrund, dass Stronach mit seiner Partei ja für Wirtschaftsliberalismus steht, sei an dieser Stelle aber ein kritischer Gedanke erlaubt: Gerade die amerikanische Autoindustrie steht nur dank massiver Staatshilfen und Interventionen dort, wo sie nun steht. Ohne diese hätte etwa der notverstaatlichte Branchenführer GM das Comeback des Heimmarktes wohl gar nicht mehr erlebt – von diversen Verschrottungsprämien ganz zu schweigen. So viel zum vermeintlich freien Markt. Als Zulieferer kann sich auch Magna bei Uncle Sam bedanken. Generell steht gerade der austrokanadische Konzern für eine enge Verflechtung von Wirtschaft und Politik, was sich nicht nur, aber auch darin äußerte, dass Magna immer wieder Politiker aus verschiedenen Lagern beschäftigte[.]
Der Dank von Frank Stronach und der Dank jetzt weiter von Frank Stronach als Team ist, den Staat zu diffamieren, zu behaupten, funktioniere die Wirtschaft nicht, funktioniere gar nichts, während sein Unternehmen selbst der schlagendste Beweis dafür ist, daß es eben gerade umgekehrt ist, der funktionierende Staat massiv mit Steuergeld einspringen muß, damit die nicht funktionierende Wirtschaft wieder funktioniert …
Wie in Kanada, wie in den USA, so auch in Österreich:
Dann kam die große Krise. Magna war zu schnell gewachsen, hatte zu stark expandiert und das Unternehmen konnte nur durch massive Unterstützung seitens der Geschäftspartner und der Politik gerettet werden. 1990 übernahm die Voestalpine die Hälfte der europäischen Magna-Produktion und ermöglichte Magnas Fortbestand.
Wenn die Staaten nicht funktioniert hätten, dann gäbe es wohl heute keinen Frank Stronach als Team, der sich Wahlen stellen kann, mit der Behauptung, zu wissen, wie es geht, einen Staat zu lenken, nämlich wie einen wirtschaftlichen Betrieb. Und wer je Frank Stronach als Team zu wählen gedenkt, sollte sich vorher eine Frage beantworten, wer wird den Staat Österreich so vor der Pleite retten können, wie Magna durch Staaten gerettet wurde, sollte sich das ohne Staat nicht funktionierende Wirtschaften eines Frank Stronach in Österreich als Staatslenkungsmodell durchsetzen? Wenn ein Betrieb, um konkret zu bleiben, wie Magna nicht mehr funktioniert, hilft der Staat, wenn ein Staat, um konkret zu bleiben, wie Österreich wie Magna geführt wird und dadurch nicht mehr funktioniert, wer kann dann noch helfen, gibt es doch über dem Staat keinen Staat, der Frank Stronach als Team aus der Patsche helfen könnte … Doch, es gibt die Europäische Union, und diese wird es dann wohl sein müssen, um das von Frank Stronach als Team im Staat Österreich Angerichtetete wieder zu reparieren, zu retten, zu helfen … Aber an der Europäischen Union läßt Frank Stronach und läßt jetzt weiter Frank Stronach als Team ebenfalls kein gutes Haar …
Und noch etwas sollten Wähler und Wählerinnen, die damit liebäugeln, Frank Stronach als Team ihre Stimme zu geben, bedenken, sich erinnern, an das, was ein anderer Milliardär bereits angerichtet hat, wohin dieser Italien gelenkt hat, in welche Misere dieser Milliardär die Menschen in Italien gebracht hat, während er selbst weiter in Luxus … Wer solchen Personen den Staat überlassen will, wer solche wählt, stimmt dafür, daß der Staat nicht mehr funktionieren soll, und wenn ein Staat nicht mehr funktioniert, dann funktioniert wirklich gar nichts mehr.
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