Bankruptcy of Twitter

Es ist nun eine Weile her. Bald werden es zwei Monate sein, daß eine Figur dieses Romans die Nachricht erhielt:

„dein account wurde permanent gesperrt, da er mehrfach oder wiederholt gegen die Twitter Regeln verstoßen hat. Dieser Account wird nicht wiederhergestellt.“

Das ist die einzige je erhaltene Benachrichtigung. Kein Hinweis, gegen welche „Regeln“ denn … in dieser einzigen Nachricht heißt es: „wiederholt“ … nie aber davor eine Benachrichtigung, nie der geringste Hinweis, „wiederholt „gegen und gegen welche „Regeln“ …

Twitter bankrupt

Beinahe hätte ein Satz von Franz Kafka herhalten müssen,

„Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“

um mit diesem auf „your account has been banned“ … beinahe wäre also der Kafka-Satz mißbraucht worden, um einen etwa in der Art

„Denn ohne daß sie je das Geringste anders getan hätte als in den vielen Jahren zuvor, wurde sie eines Nachts ausgesperrt.“

zu formulieren. Aber es ist kein Prozeß. It is not a case. But as an electronic processing that gets worse and worse.

Es sind bloß Geschäftsbedingungen einer Firma. Von irgendeiner Firma unter Millionen und Millionen von Firmen. Only terms of rules of a Company. From any company among millions and millions of companies.

Company failure of Twitter

Eines aber wurde wegen der Aussperrung nie in Betracht gezogen. Zu fragen, warum. Oder gar zu bitten. Wieder eingesperrt zu werden. Es ist nur eine Firma. It is just a company.

Und wenn eine Firma nicht mehr will. Die nächste Firma wartet schon. And if a company no longer wants. The next company is already waiting.

Damit ist diese Firma in den Konkurs gegangen. Eine Pleitefirma. Twitter. Nur eine Pleitefirma mehr. Just another company that went bankrupt. Vorerst einmal nur für eine Figur. Aber. Der Prozeß des Niedergangs kann auf vielfältige Weise beginnen. Er kann angelegt sein, etwa in den Geschäftsbedingungen, auch schon in den Geschäftsbedingungen. In der herrschaftlichen Anwendung von Nutzungsbedingungen durch Firmen, die meinen, nichts erklären zu müssen, willkürlich aussperren zu können, als wären sie Burgen, gebaut für die Ewigkeit.

Aber Burgen sind heutzutage nur noch Ruinen, die als Steinhaufen Landschaften verschandeln. Auch Firmen ergeht es wie Burgen und Schlössern.

Irgendwann existieren sie nicht mehr. Nur noch in alten und also vergilbten Geschäftsbüchern, die niemand mehr freiwillig aufschlägt. Höchstens noch Wirtschaftshistorikerinnen, die von Berufs wegen gezwungen sind, alte und also zerfledderte Dokumente in die Hand zu nehmen, weil es eben der Brotberuf von Historikern ist, zu erforschen, was gab es einst für Firmen, die gar so wichtig erschienen.

Bei Twitter kann der Konkurs, die Pleite rasch kommen. Denn. Wie lange kann eine Firma bestehen, die seit ihrer Gründung vor zwölf Jahren nur Verluste macht. Obgleich sie für ihre Produkte keine Investitionskosten hat. Denn die Produkte stellen die Menschen für Twitter her und Twitter zur Verfügung, wie die vor bald zwei Monaten ausgesperrte Figur. Und das wird nicht die einzige Lieferantin sein, auf die Twitter meint verzichten zu können. Die Aussperrung erfolgte im ersten Quartal 2018.

Twitter muß in diesem Quartal sehr euphorisch sein. Wie zu hören ist, habe diese Firma in dem ersten Quartal 2018 zum ersten Mal seit ihrer Gründung einen Gewinn gemacht.

Wer aber kennt nicht die vielen Erzählungen über Menschen in ihrem Siechtum, wie sie plötzlich nach langem Kampf zwischen Leben und Tod gänzlich unerwartet euphorisch werden, als hätten sie den Tod besiegt, sie sich aufbäumen, von ihrem Krankenlager aufspringen und hinaus auf den Spitalsgang hüpfen, voll Leben erscheinen, aber schon in der Nacht nach eines langen Tages voller Hoffnung, mit großem Appetit und mit Zuversicht auf noch viele, viele Lebensjahre, wieder niedersinken, in das Highttechbed getragen werden im Wissen, wieder apathisch geworden, sie werden zu ihrer Aufbahrung getragen, und sterben. So ergeht es auch Firmen, die meinen, die Pleite, den Konkurs abgewendet zu haben, und dann doch dem Prozeß des Konkurses sich stellen zu müssen. Unabwendbar. Der Pleite ist doch nicht mehr zu entkommen. Und bald sind sie nichts mehr. Nur leere Firmennamen erinnern daran, daß es sie, die Firmen gab, und draußen vor dem Konkursgericht zwitschern die Vögel munter weiter, und machen daraus keinen Staat, daß sie zwitschern.

Firmennamen bleiben zurück. Die Historikerinnen dann lange danach ausgraben, um die Geschichte der Wirtschaft zu schreiben.

Es wird Twitter ein sehr gründlicher Historiker gewünscht, der auch diesen Firmennamen mit so vielen anderen Firmennamen ausgräbt, damit Twitter einst wenigstens in einem Geschichtsbuch wieder aufscheint, auch wenn Wirtschaftsgeschichtsbücher nicht die Bestseller …

Twitter broke

 

Nur etwas noch kurz …

Austria-Forum… zum Umgang mit Bildern … ist es bei Wikipedia, das keine Enzyklopädie aus Österreich ist, nicht ergründbar, weshalb Kurt Schuschnigg geschmeichelt werden soll, kann es beim Wissensportal Austria-Forum nachvollzogen werden. Es ist ein Nachschlagewerk aus Österreich mit den Menschen, die ergeben und hörig der Liebe zur geschönten Vergangenheit

Der Eintrag in Wikipedia ist also nichts anderes als die bloße Abschrift des Textes aus Österreich samt haargenauer Abfolge der Bildverwendungen.

Wikipedia, eine Mulde, in die alle alles hineinwerfen, nicht aber zum Entsorgen, sondern zum vervielfachten Verbreiten von …

PS Zu diesem Wissensnetz gehört auch aeiou. Hierzu konnte auch schon der eine und andere Reim …

Gutter is everywhere

Kandel ist überall

Bis jetzt war das Denkmal für die Opfer der NS-Justiz der ZZ der identitären Regierungspartei ja ein „Schandmal, proletarisches Gedankengut übelster Sorte“ und so weiter und so gesinnungsgemäß.

Am 14. April 2018 aber durfte Georg Immanuel Nagel persönlich die Vorteile des Denkmals erfahren. Wie klein hätte er ausgesehen, wie gar nicht wäre er gesehen worden, hätte er seine Rede auf der Straße halten müssen. Anläßlich einer Demonstration, die den Titel hatte: „Kandel ist überall“.

Aber auf dem Deserteursdenkmal stehend, ach wie recht groß Georg Immanuel Nagel da gleich … und Demonstranten und Demonstrantinnen mußten nicht einander fragen, ob wer den Redner sehe, wo denn der Redner stehe, wieso könne der Redner nicht gesehen werden.

Georg Immanuel Nagel wird wohl erleichtert nach Hause gegangen sein, dann wieder unten auf der Straße, ein sich bewegender Punkt im Verkehrsstrom: unbeachtet, übersehen, ungesehen.

Es war zwar keine Massendemonstration, aber auf dem Denkmal für die Opfer der NS-Justiz stehend und hinuntersehend könnte ihm, dem Nagel, erstanden sein dennoch das Gefühl, vor einer Masse zu sprechen, so aufgerichtet und groß gemacht vom Denkmal …

Was er, Nagel, oben auf ihrem Denkmal herumtretend, den Opern der NS-Justiz zu verdanken hat: kein Übersehener, kein Ungesehener unten auf der Gasse zu sein, wird ihn, wenn er Dankbarkeit kennt, vielleicht veranlassen, den Bildungssprecher der identitären Regierungspartei dafür zu gewinnen, einen Lob- und Dankesartikel für das Denkmal der Opfer der NS-Justiz am Ballhausplatz in der ZZ zu bringen.

Übrigens. Es muß eingestanden werden, der Sinn des Titels erschließt sich nicht. Was für eine Art von „Kandel“ wurde von den Demonstrantinnen gemeint? Milchkandel? Milchkandel ist überall? Dachkandel? Dachkandel ist überall? Haben die Demonstranten diesen Spruch aus dem Englischen übernommen? Gutter is everywhere. Und eigenwillig übersetzt. Eine stimmigere Übersetzung mit dem Wort everywhere wäre wohl: Gosse ist überall oder Schmutz ist überall

Kandel ist überall - Wien 14-04-18

Rauchverbot und Freiheitsrauch – „Opium fürs Volk“

Die ÖVP ist für das Rauchverbot in Lokalen. Der Gesundheit wegen. Die FPÖ ist gegen das Rauchverbot in Lokalen. Der Freiheit wegen.

Das ist keine Fürsprache.

Es ist lediglich eine Feststellung.

Es ist festzustellen, zu was für einer heiligen, also theatralischen Frage es geworden ist: to smoke or not to smoke.

Es ist festzustellen, zu was für einer Heilserwartung das Rauchverbot geworden ist. Ach, wenn es erst das totale Rauchverbot gibt, ist des Menschen Unsterblichkeit, ist des Menschen ewige Gesundheit gewiß.

Es ist festzustellen, was sind das doch für gesundheitsbewußte und mehr noch gute Menschen, die dermaßen um die Gesundheit ihrer Mitmenschen, vor allem der Mitmenschen als Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, besorgt sind. In geschlossenen Öffentlichkeitsräumen. Wie es etwa mit dem servierten Essen bestellt ist, welche Stoffe dieses enthält, der Gesundheit abträglich und des frühzeitigen Todes zuträglich sind, ach, davon stinken aber die Kleidungsstoffe nicht.

Es ist festzustellen, was sind das doch für freiheitsliebende Menschen, die dermaßen um die Freiheit ihrer Mitmenschen besorgt sind. Ist das nicht eine schöne, gar eine neue Freiheit, rauchen zu dürfen, auch in geschlossenen Öffentlichkeitsräumen, zum Sterben im Freien durch …

Es ist festzustellen, diesen Eifer um Vermeidung von Krankheit und Tod durch Umweltverschmutzung gibt es nicht einmal annähernd. Es ist festzustellen, diesen Eifer um die Freiheit vor Umweltverschmutzung gibt es nicht einmal annähernd.

Es ist festzustellen, der einzelne Raucher, die einzelne Raucherin wird an den Pranger gestellt, als Todesbringer, als Gesundheitsvernichterin, aber allen zusammen, Nichtrauchern und Rauchern wird die Freiheit zur Umweltverschmutzung gesichert, und alle zusammen, Raucher und Nichtraucherinnen, wähnen sich menschgemäß gänzlich unschuldig an Millionen von Toten durch Umweltverschmutzung …

Es ist festzustellen, es kann kein Mensch, ob Raucher, ob Nichtraucherin, verantwortlich gemacht werden, was es im Wasser, was es in der Luft gibt. Ach, wäre das Wasser nur ein Raucher, wäre die Luft nur eine Raucherin, wie könnten sie durch die hohle Gasse gejagt und gepeitscht werden und in geschlossenen Räumen versperrt werden, damit sie nicht weiter des Menschen Gesundheit und Leben … Die Raucherin, der Raucher hingegen kann der Schuld überführt werden, durch seine und ihre Tatwaffe: Zigarette. Weder der Raucher noch die Raucherin zeigen, so ungeniert und so unverschämt offen sie sich mit ihrem Mordwerkzeug präsentieren, Schuldeinsicht, Reue …

Übrigens, der deutsche Landwirtschaftsminister hat eben erst „für sich entschieden“, Glyphosat in Deutschland für weitere Jahre zuzulassen. So entscheiden sonst Menschen nur, also für sich, wenn es darum geht, to smoke or not to smoke. Der Landwirtschaftsminister hat, sagt er, „für mich entschieden“. Wird er jetzt ganz allein das Unkrautgift für sich …

Übrigens, Elisabeth Köstinger von der ÖVP hat sich erst vor kurzem der Stimme enthalten, im EU-Parlament bei der Abstimmung über das Verbot von Glyphosat. So ein Stimmverhalten begünstigt die politische Gesundheit, niemanden zu verschrecken … Harald Vilimsky von der FPÖ stimmte gegen das Verbot des Unkrautgifts. So ein Stimmverhalten paßt zu einem Mann aus einer Partei, die sich als rauchende Freiheitssprecher beispielsweise für Männer halten, die meinen, erneuerbare Energie sei Mist ..

Rauchverbot . Opium fürs Volk.png

Kärntner Trachten: Weltkulturerbe

ÖVP-Abgeordnete sind im Anzug, einen Antrag einzubringen, daß Kärntner Trachten zum Weltkulturerbe erhoben wird, und sie erhoffen sich, daß auch die anderen Parteien dem ÖVP-Antrag zustimmen.

Was für eine wunderbare Idee.

Es kann nur, wer Kärnten kennt, von allen dafür Zustimmung geben. Und dann sofort an die Unesco den Antrag schicken. Das kann noch am selben Tag passieren, gleich nach der Abstimmung. Denn. Die Begründung liegt ja schon vor. Seit vierzig Jahren liegt die Begründung vor, wartet seit vierzig Jahren darauf, an die Unesco geschickt zu werden.

Diese für den Kärntner Anzug so einnehmende Begründung hat vor vierzig Jahren ein Heimatdichter geschrieben. Und diese Begründung wird der Unesco vollauf genügen, sich dem Wunsche nie und nimmer verschließen zu können.

Die Begründung für den Kärntner Anzug kann für jede Tracht herangezogen werden, dieser ist sozusagen die Haupttracht kärntnerischer Trachten, das Evangelium kärntnerischen Trachtens.

Sollte die Unesco wider Erwarten eine zusätzliche Erklärung haben wollen, zur von den ÖVP-Abgeordneten angesprochenen „kulturellen Identität“, wird das eine leichte Übung sein, ihr dafür eine fundierte Erklärung nachzureichen, ein paar Absätze von François Jullien wird sie zufriedenstellen.

Kärnten. Reich an Schätzen, kurz: ein Schätzenreich, in dem gar vieles wert ist, als Weltkulturerbe geadelt zu werden, wie beispielsweise die Tafeln im Landhaus

Und wenn Kärntner Trachten Weltkulturerbe sein werden, was für ein Stolz wird auf dem ganzen Lande sein, und wie stolz wird diese auch getragen werden, wenn es weit über die Grenzen hinausgeht, und wenn es einmal weit über die Grenzen hinausgeht, wird dafür die Haupttracht angelegt, der Kärntner Anzug, wenn es einmal etwa ins Oberösterreichische geht, um dort den Lichtbratlmontag, der längst schon Kulturerbe ist, im ehrenreichen Kärntner Anzug zu begehen. Volksverbindend wird das sein, von Erbe zu Erbe …

Und wenn Kärntner Trachten Weltkulturerbe sein werden, wird kein Mensch einem anderen Menschen laut sagen müssen, welche Sprache er zu sprechen hat, im Schätzenreich; der weltkulturerbliche Anzug wird es für ihn sagen, es wird reichen, sich in Kärntner Tracht hinzustellen vor jeden, um zu wissen, wie die Red‘ im Lande zu sein hat.

Und wenn das Kärntner Trachten Weltkulturerbe sein wird, wird es eine Heimkehr sein, wie es einst die recht große Volksschauspielerin beschwor, daß es so kommen wird … „Heimkommen werden wir bestimmt.“

Kärntner Anzug

 

Maria Theresia 2017

Mariatheresia2017

 

Wenn es 2019 in Wien eine Ausstellung geben sollte, zu 130 Jahre Adolf Hitler, was würde dann auf dem Plakat stehen? Führer – Mutter – Massenmörder? Schlechtes Beispiel, er hatte keine Kinder, bloß Krieg und Massenverbrechen. Prinz Eugen? Auch schlechtes Beispiel. Dann eben als Beispiel doch Franz Josef H.: sein Todestag wurde 2016 mit einer Ausstellung ebenfalls an vier Orten zelebriert, jedoch ohne auf dem Plakat anzuführen: Mutter …

Was wäre wohl auf das Plakat von Maria Theresia H. geschrieben worden, wäre sie kein Vater gewesen? Strategin – Als Frau versagt – Reformerin?

Wer vermag es schon zu sagen, wofür das Eck von Andreas Gabalier steht

Wofür steht Andreas Gabalier - Muslim - Kurzist.jpg

Es wurde bereits vermutet, was Matthias Naske zu Andreas Gabalier sagte,

„Tourneeauftakt im Wiener Konzerthaus“ von dem die Meinungsfreiheit Klagenden,

sei interpretierbar wie ein Gedicht. Er und seine Anwälte, seine Anwälte oder er haben kurz und rasch zu einer von gar vielen Interpretationen Zuflucht gesucht, von der sie für sich wohl ein Klagsheil zu erhoffen meinen.

Nun, es gibt viele Interpretationen, die ebenso Klagsglück, aber auch Klagsunheil bringen könnten … hier nur zwei der vielen möglichen weiteren …

Vielleicht stehe er für das Frauenbild eines Mannes, der das Erbe seiner Ahnen hochhält, kurz gesagt, für das Frauenbild eines Muslimen. Steht er doch hart dafür:

Der österreichische Volksmusik-Star Andreas Gabalier verteidigt in GALA mit Nachdruck sein Frauenbild. „Heute traut sich die Frau schon fast nicht mehr, sich zu freuen, wenn sie sich zu Hause um die Kinder kümmert, weil es so hingestellt wird, als wäre das der größte Fauxpas überhaupt“, sagte der 31-Jährige im Interview. „Als müsste sich jede Mutter, die sich den Kindern hingibt und mal auf den Job pfeift, als zweitklassiger Mensch fühlen.“ Die traditionelle Rollenverteilung betrachte er „als etwas Schönes, da ich es selbst auch bei uns so erlebt habe, dass die Mama das mit voller Hingabe gemacht und genossen hat“. Ob eine berufstätige Frau nach der Familiengründung im Job bleibe oder nicht, sei ihr zwar persönlich freigestellt, so Gabalier, bei seiner Freundin stehe das aber nicht zur Diskussion: „Natürlich wird sie als Mutter zu Hause bleiben.“ Mit der TV-Moderatorin Silvia Schneider, die er „ein tapferes Mädel“ nennt, ist Andreas Gabalier seit 2013 liiert. Einen Hochzeitstermin gebe es aktuell nicht an, sagte er GALA: „Gott sei Dank darf das ja der Mann bestimmen. Ich möchte es nicht zwischen Tür und Angel machen.“

Klingt das nicht wie die Deutung des Islams? Etwa vorgebracht von dem Islamischen Zentrum in München, wo es zwar keinen Musikverein gibt, aber er trotzdem gerne auftritt, im Stadion:

Dem Mann obliegt es, die Familie zu versorgen (Koran 4:34). Er ist vor Gott verantwortlich für das Wohlergehen seiner Familie. Eine Familie braucht Führung, so wie es auch in jedem Team jemanden geben muß, der letztendlich Entscheidungen fällt. Die Frau ist die Person, welche die Kinder empfängt, in sich trägt, gebiert, stillt und erzieht; sie trägt die Hauptverantwortung für das Wohl der Kinder. Dies ist ihre wichtigste Aufgabe.

Die gabaliersche Ansicht könnte aber ebenso gut für Kurzismus stehen. Ein, zugegeben, Verlegenheitsbegriff. Es hätte auch gesagt werden können: Köstingerismus. Aber in einem nach Führung schreienden Staat soll das nicht vernebelt werden; deshalb Kurzismus, abgeleitet vom Namen ihres Ob-Mannes. Es ist ein Verlegenheitsbegriff, weil ÖVP, so schlecht als kurz gesagt, soll die ÖVP nicht mehr sein, und was sie werden soll, nun, das weiß, kurz und schlecht gesagt, die christschwarze Partei selbst nicht … vielleicht deshalb die stete Zuflucht zur Verlegenheitserklärung: neu soll sie sein. Nun, wie neu das sein wird, sagt Elisabeth Köstinger auf eindrucksvoll welteingekürzte Weise:

Ich werde Frauen aus voller Überzeugung auf allen Ebenen immer fördern, aber jede Frau soll selbst entscheiden können, ob sie Mutter sein will oder Vorstandsvorsitzende.

Muslim oder Kurzist, auch das also könnte eine Interpretation sein, wofür er stehen möge, der Andreas Gabalier. Und singt er nicht stolz des Mannes Hymne, die wie einst ohne die Frau auskommt?