Noch verantwortungsloser scheitern

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka tadelt sich selber, einen identitären Verlagsmarschierer in das Parlament geladen zu haben

Nein, das käme Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka nicht in den Sinn, sich dafür selbst zu tadeln, der türkisgetupften schwarzen Partei käme es ebenso nicht in den Sinn, ihren Wolfgang Sobotka dafür zu tadeln, daß er in diesem Jahr einen identitären Marschierer in das Parlament einlädt …

Der Bote wird mit der möglicherweise zusätzlichen Sonderaufgabe des Badehosentrocknens von dem Mann, der seit dem 17. Mai 19 nur noch baden geht, vornehmlich auf Ibiza, hat aber getadelt, nämlich die Ibizapartei dafür, Martin Graf „in die jüngste Kuratoriumssitzung des Nationalfonds für die Opfer des Nationalsozialismus“ entsandt zu haben.

Was daran aber ist tadelnswert, Martin Graf zu entsenden? Wen sonst soll diese Partei entsenden. Gibt es andere in dieser identitären Partei, die im Bund mit weiteren identitären Parteien Europa … beispielsweise mit der Partei, deren Innenminister eine Frage stellt, die bereits einmal keine Frage war, sondern die Aufforderung zum massenweise …

Es wird nun auch davon gesprochen, geschrieben, dies sei eine Provokation, Martin Graf zu entsenden … Ist es nicht bereits und die entscheidende Provokation, daß derartige Männer und Frauen im österreichischen Parlament ihre Stühle … Für den Badehosentrockner scheinen es noch zu wenige zu sein, deshalb wohl die Einladung eines außerparlamentarischen identitären Marschierers

Es ist dem Boten des Badengegangenen auch keine tadelnswerte Provokation seiner türkisgetupfen schwarzen Partei von allen Menschen in Österreich gewesen, mit einer identitären Partei eine Koalition einzugehen.

Es ist dem Badehosenträger seines Gesegneten auch keine tadelnswerte Provokation, mit ebendieser identitären Partei nach wie vor, also nach der nächsten Nationalratswahl im September 19, eine Koalition wieder eingehen zu wollen, wie aus der türkisgetupften schwarzen Partei allenthalben zu hören ist, auch jetzt noch, nach Ibiza …

Es ist dem Boten seines mit dem Segen eines Drogendealers Versehenen auch keine tadelnswerte Provokation von allen Menschen in Österreich, erneut eine Koalition mit einer Partei eingehen zu wollen, die in wenigen Monaten ihr Jubiläum feiern kann: Zwanzig Jahre Regierungsunfähigkeit, zwanzig Jahre Regierungsunwürdigkeit …

Eine Koalition, ein Bündnis eingehen, mit solch einer Partei … Wie kann das je verantwortet werden? Allein die Redewendung „Etwas eingehen“ ist bereits für jeden verantwortungsbewußten und verantwortungsvollen Menschen Warnung genug. „Eingehen“, das heißt, scheitern, aber nicht besser scheitern, wie es bei Samuel Beckett heißt, sondern nur scheitern, verantwortungslos scheitern. Mit Beckett im Blick auf die türkisgetupfte schwarze Partei gesprochen, wenn es zu einem nächsten Eingehen mit der identitären Partei kommen sollte: Verantwortungslos gescheitert, wieder gescheitert, verantwortungslos gescheitert, wieder gescheitert, weiter scheitern, noch verantwortungsloser scheitern.

2 Gedanken zu „Noch verantwortungsloser scheitern

  1. Pingback: Hakenkreuz, Ibiza und FPÖ oder Strache auf der Suche nach der Unschuld | Prono ever

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