Es gibt nun diese Plakate „Ihr seid der Chef : Ich Euer Werkzeug“ in überfluteten Gassen, Feldern, Plätzen, Straßen, Äckern, und die Frage reihum, wer wird auf diesen mit „Chef“ angesprochen, wem wird mit diesen geschworen, „Chef Werkzeug“ — aber welches „Werkzeug“ zu sein.
Das hat sich nun aufgeklärt. Denn „der Chef“ war da, „in Wien“.
Wie lange „der Chef da“ war, vielleicht nur, mehr wurde nicht herausgekriegt, auf Blitzbesuch an diesem Freitag, vielleicht für zwei oder drei Tage, jedenfalls lange genug, damit ein des Präsidenten Herzen im Schutze einer Schirmstaffel vor dem Sturm zum „Chef“ eilen konnte.

Wie lange der Blitzbesuch auch währte, ist einerlei, ob für einen Tag kurz; er dauerte jedenfalls lange genug, um nicht nur zu erfahren, wer „der Chef“,
sondern auch, um was für ein „Werkzeug“ es sich dabei handelt, das dem „Chef“ ein „Werkzeug“ sein will, vor dem „Chef“ soldatisch knapp, aber doch stolz salutiert: „Ich Euer Werkzeug“. Es ist, genau besehen, kein „Werkzeug“ im üblichen Verständnis. Es ist ein Bindfaden, ein Strick, ein Garn, ein Bändchen, oder einfach wie kurz gesagt: eine „Strippe“ …
im großzügigen Verständnis ein Werkzeug, ein Werkzeug der Kommunikation, wenn an die Redewendung gedacht wird, an der Strippe hängen, also am Fernsprecher …
Jedenfalls sagen zwei, die „der Strippenzieher“ mit einem Blitzbesuch „auf eine Melange“ in Folge auf zwei mal acht Kaffee ist gleich „16“, ehrt, sie seien vom „Chef“ die „Strippen“ —
Es muß ihnen, den ausführenden Organstrippen, schon dann, wenn auch bloß
zwei oder drei um den „Chef“ versammelt sind, eine Lichtmess der Aufklärung —

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