Deutsche Regierung fordert Verhaftung und Internierung von Juden in Ungarn. Klingt wie 1944, ist aber 2025.
Julian Reichelt, 3. April in seinem ’25 auf der Konzernplattform X
Atemberaubende Anti-Israel-Propaganda auf @oe1 mit Renata Schmidtkunz, garniert mit absurden Verschwörungstheorien. Auch der glühende Antisemit Karl Marx kommt zu Wort. Kann man alles machen. Aber warum müssen alle Haushalte für so etwas bezahlen??
Franz Schellhorn, 4. April in seinem ’25 auf der Konzernplattform X
Die Grünen hätten den Juden verhaften lassen. Kein Erbarmen!
Julian Reichelt, 4. April in seinem ’25 auf der Konzernplattform X
Wie je gewichtig das ist, was Franz Schellhorn je zu sagen hat, ist nie klarer noch zu erkennen gewesen, als in dem was Julian Reichelt von sich gibt, zu dem vitello, das sich wohl selbst auch als ein vitello d’oro sieht, um es anbetend zu tanzen ist. Er, Julian Reichelt, weiß nicht einmal den Namen dieses einen einzigen Menschen, gegen den es einen Haftbefehl gibt. Seinen Namen aber kennt Claudia Plakolm, „Bundesministerin ohne Portefeuille“, deren Aussagekraft der von Julian Reichelt ebenbürtig ist, wenn sie in bezug auf den Haftbefehl gegen diesen einen Menschen von einem „Affront für Österreich“ … Und wenn eines Tages, und dieser Tag kann und wird wohl kommen, die Anklage, das anhängige Gerichtsverfahren wegen „Bestechung, Betrug und Untreue“ in Israel selbst in eine Verurteilung mündet, Benjamin Netanjahu in Haft genommen werden wird, für Jahre in das Gefängnis muß, was wird dann Julian Reichelt schreiben, vielleicht: Das israelische Gericht hat den Juden verhaften lassen. Kein Erbarmen? Verhaftung und Internierung von Juden in Israel? Klingt wie 1944, ist aber?
Und ist zu Franz Schellhorn selbst noch etwas zu schreiben, kann zu ihm noch etwas hinzugefügt werden, das über das hinausgeht, was hier zu Julian Reichelt und Claudia Plakolm —
Damit kein Mensch etwas Falsches weitererzählen kann, also daß Karl Marx noch leben würde, denn Karl Marx ist seit 142 Jahren tot, und dennoch schreibt Franz Schellhorn, in dieser Sendung käme auch Karl Marx zu Wort. In dieser Sendung aber sind tatsächlich nur Pankaj Mishra und Renata Schmidtkunz „im Gespräch“ …
Er, Franz Schellhorn, weiß aber recht genau, für welche Gespräche alle Haushalte zu bezahlen haben, nämlich für jene, an denen er selbst beteiligt ist, wie wieder einmal am verwichenen Sonntag, 30. März 2025, das kann er, Franz Schellhorn, als „Das Gespräch“ nur gutheißen, für das alle zu zahlen haben, und solche Gespräche, wie jenes von Pankaj Mishra und Renata Schmidtkunz, muß ein vitello scheuen wie Gott die Aufklärung. Den vitelloni muß dieses Gespräch vorgekommen sein, als wären sie selbst „im Gespräch“, als würde über sie gesprochen werden, ohne daß sie namentlich genannt werden, wie bitter muß es doch für einen domestico sein, dafür auch noch zu bezahlen zu haben, einen Hörspiegel vorgesetzt zu bekommen.
Es gibt ein vitello, das nun recht „goldenen Zeitalter“ wiederkäut, und sich selbst wohl als oltre il vitello und zugleich als vitello d’oro sieht, um es alle vitelloni anbetend zu tanzen haben,
und doch fällt zu ihnen bloß ein Film von Federico Fellini ein: „I Vitelloni“, der von den „Männern“ erzählt, die aus dem Kleinbürgerlichen nicht herauskommen — „Kälber“ im Müßiggang auf der umzäunten Wiese, das oltre il vitello d’oro kann sich selbst wohl nur durch die englische Übersetzung Supercalf oder durch die deutsche Übersetzung Überkalb schmeicheln, und die vitelloni domestici tun ihm, dem vitello, auch darin nach …
Das Drehbuch ist nicht von ihnen geschrieben, wer könnte das je auch annehmen, allein schon das oben Zitierte spricht dagegen, das je annehmen zu können, vitelloni können menschgemäß nicht schreiben, sie folgen bloß austrians …



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