Menschgemäß kann in einer Kurzbesprechung von Gelesenem, wie in jener von Robert Misik in der Wochenzeitung „Falter“, Ausgabe 5/26, nicht differenziert werden, aber es einen „exzellenten Überblick“ zu nennen, „wer verstehen will, auf welche ‚Denker‘ sich die neue Rechte bezieht“, ist gewagt.
Selbstverständlich spielen die in seinem Buch „Politische ‚Klassiker‘ der neuen Rechten – Antidemokratische Denker aus der Weimarer Republik“ genannten sechs Männer eine wesentliche Rolle, doch die „neue Rechte“, wie sie Armin Pfahl-Traughber in seinem Titel nennt, in seinem Buch selbst eine Differenzierung versucht zu unternehmen, bastelt sich ein Bezugssystem, das weit über bloß sechs Männer hinausgeht, sie zieht alles heran, was sie nur heranziehen kann, und es würde überraschen, aus welchen Schriften sie ihre Weltanschauungen zieht. Eine Liste der Herangezogenen steht im Kapitel „Freiheitliche Gemein-Schaft zu wählen, ist freiwilliger Selbsteintritt in die Welt der Psychiatrie“, eine Liste von Schriften und Schreibenden, die weit über die sechs Männer …
Selbstverständlich sind etwa
darunter, unter so vielen, wenn dazu noch an jene erinnert werden darf, die ein Lesekreis in seinen Lektürerunden durchnimmt, dann … Ein Lesekreis, für dessen Lesekreistitel nicht einer der sechs Männer Pate stand, sondern Ray Bradbury …
Oh, es sind so viele, daß diese nicht noch einmal aufgezählt zu werden brauchen, einen Einblick gibt das Kapitel „Vachement réalité“ …
Es ist auch viel „Bildungsbürgerliches“ dabei, allein wenn an das von dieser Schaft recht geliebte Wort
„Metapolitik“ gedacht wird, ein Begriff, den sie von keinem der sechs Männer haben …
Goethe selbstverständlich,
Hölderin natürlich,
Körner freilich,
Jahn,
Arndt …
„Peter Thiel nennt sich Schmittianer“, schreibt Robert Misik, ja, aber, einfach wie kurz gesagt: ohne Mises und Hayek, also ohne den wirtschaftlichen Bezugsrahmen, der wesentlich, ist es unvollständig.
„Jünger wiederum, später auch in der Bundesrepublik verehrt, startete seine Karriere beim Völkischen Beobachter.“ Schreibt Robert Misik.
„Sein erster dezidiert politischer Artikel erschien 1923 im NSDAP-Organ ‚Völkischer Beobachter‘, was Jüngers frühe Nähe […]“, schreibt Armin Pfahl-Traughber richtigerweise.
Aber die Karriere von Ernst Jünger begann weit früher, etwa mit „In Stahlgewittern“, 1920, „Der Kampf als inneres Erlebnis“, 1922 … Wessen Karriere, wenn es so gesagt werden darf, im „Völkischen Beobachter“ begann, ist die von Rudolf Bayr, die als Intendant des Landesstudios Salzburg vom öffentlichen-rechtlichen Rundfunk Österreichs endete.
„Eine neue Generation von Neonazis ist entstanden,
zugleich hat sich ein Milieu der radikalen Neuen Rechten verhärtet,
das immer stärker in die FPÖ hineinwirkt — das hat gerade der aktuelle ‚Rechtsextremismusbericht‘ im Auftrag von Innen- und Justizministerium verdeutlicht.“ Schreibt Robert Misik.
Wenn allein an die Gründung dieser Parlamentspartei gedacht wird, wäre es einmal der Überlegung wert, was aus dieser Partei über Jahrzehnte herauswirkt …
„Menschenpark“ — an Peter Sloterdijk hat der „Salonfaschist“ denken müssen, nicht an die sechs Männer einer untergegangenen Zeit, bei seiner Gründung, an Peter Sloterdijk, der ein neues Buch angekündigt hat,
das am 20. April, so hat es Peter Sloterdijk verkündet, am 20. April 2026 erscheinen wird.

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