Ostern 2017 in Österreich, Traunkirchen

Stephansdom Traunkirchen - Maßvorgabe für Schwanzgröße.jpg

Was für eine Erregung um einen Penis in Traunkirchen, Österreich, genauer, in Österreich, Traunkirchen.

Es gibt also eine Erregung in dem Dörflein Österreich, das in dem Ländchen Traunkirchen gelegen ist, um eine Penisstatue auf einem Privatgrund, an dem vorbei direkt ein Kreuzweg … es wäre eine Zumutung, eine Ungeheuerlichkeit, eine Ärgerlichkeit, wenn gläubige Menschen an diesem Riesenpenis vorbei müßten auf ihrem Kreuzweg, und das ausgerechnet zu Ostern, was für eine Sauerei, Menschen des Jahres 2017 solche Rieseneier zu legen, und diese gegen den trachtigen Brauch nicht einmal zu verstecken …

Kreuzwege - PhalluswegeDer Eigentümer dieser Statue weiß wohl schlicht und einfach nicht, das Suchen nach versteckten Eiern ist das schönste Erregendste, was es auf der Welt, also in Traunkirchen gibt … was für ein Hallo stets, wenn die Kinder in den Soutanen der Pfarrer, in den Krachledernen der Väter …

Nun aber wurde eine Lösung gefunden, die es wieder einmal verstehen läßt, weshalb Österreich in Traunkirchen eine Weltrolle einnimmt. Die Phallus-Statue wird für die Osterzeit, für die Dauer der Prozessionen verhüllt, in einem Gelb, das an ein Osterwunder gemahnt … und sehet, da ward es geschehen, kaum als die rechtschaffenen Männer das Wasser aus ihren Schläuchen ließen, wurde es fest und verhüllte ganz und gar …

Freilich, der Eigentümer hätte sich selbst die Aufregung ersparen können. Er hätte bloß eine andere Penis-Statue auf seinem Privatgrund aufstellen müssen, eine, die passender zum Kreuzweg … sozusagen kreuzwegauthentischer … es gibt doch so schöne, wie das abgebildete Beispiel in der Collage es zeigt … ein bißchen christlicher gestaltet, gepierct mit einem Kreuz, tätowiert mit Mariechen und ihrem Kinde, das ihr zum Geschenk gemacht wurde, vielleicht nach einem erfolgreichen Eiersuchen … Freudig wäre in diesem Falle sofort der Sichtschutz weggeräumt, falsch, die Männer wären erst gar nicht ausgezogen zum Errichten …, und sein kreuzwegauthentischer Schwanz auf seinem Privatgrund in der Sekunde seiner Auferstehung dem Kreuzwege vor seinem Hause einverleibt, gesegnet …

Kreuzweg

Und. Der Eigentümer dürfte mit den hiesigen Maßen nicht vertraut sein. Vielleicht wäre es gar nicht zu dieser Aufregung gekommen, hätte er sich an die Maßvorgabe für hiesige Schwänze gehalten, wie sie auf dem Stephansdom in Wien, Traunkirchen vorgegeben ist, also nicht so enorm groß, nicht so enorm gesund, nicht so enorm himmelhochsteif, sondern klein, deformiert, unbrauchbar winzig, eierlos … Er hätte also eine Stephansdomschwanzkopie mit Uhr an seinem Haus … die hiesigen Männer des Glaubens hätten dann wohl nur gelacht, ha ha ha, wie verhunzt, ha ha ha, wie mickrig, ha ha ha …

Was für wunderbar erregende Ostern 2017 in Österreich, Traunkirchen. Denn. Es scheint sich auch eine Antwort auf die bisher unbeantwortete Frage einzustellen, weshalb der Mann auf dem Kreuz stets in diesem weißen Tüchlein dargestellt wird … es Lendenschutz zu nennen, wäre wohl eine Angabe, das Fetzchen erinnert mehr an eine Windel (in irgendeinem Dom auf dieser Welt soll ja auch eine Windel von diesem Mann, die er als Baby tragen mußte, heute noch angebetet werden, riechend angebetet werden〉 … mit solch einem eierlosen Stephansdomschwänzchen (für diesen Maß genommen wohl an dem Mann vom Kreuz, ist dieser doch das Kirchenmaß schlechthin〉  sind wohl keine anderen Spielchen möglich, Spielchen, für die ein enorm gesundes …

Traunkirchen Oberösterreich.jpg

Für freiheitliche Gemein-Schaft ist Asyl ein Tatbestand, ein Verbrechen

 

„Vermutlich […] Asylwerber“

wird auf der Homepage der freiheitlichen Gemein-Schaft geschrieben ..

Vermutlich ist sonst aus Phrasen bekannt, wie der vermutliche Einbrecher oder der vermutliche Bankräuber oder die vermutliche Ladendiebin oder der vermutliche Mörder und so weiter. Also im Zusammenhang mit einer kriminellen Tat, mit einem Verbrechen. Für die freiheitliche Gemein-Schaft ist Asyl also ein Verbrechen, für die freiheitliche Gemein-Schaft ist soher jemand, der um Asyl ansucht, ein krimineller Mensch …

Nur wer Asyl als Verbrechen wertet, kann schreiben: Vermutlich Asylwerber

Freiheitliche Gemein-Schaft - Asyl ist ein TatbestandHinzukommt, daß von der freiheitlichen Gemein-Schaft ein jeder Mensch, der eine Tat begeht, in dem konkreten Fall eine Sachbeschädigung, sofort ein Asylwerber sein muß und nur ein Asylwerber sein kann, allein aufgrund seines Namens und der Angabe, aus welchem Land er kommt. Obgleich in dem Bericht, auf den sich „Unzensuriert“ bezieht, nicht die Rede davon ist, daß es ein Asylwerber ist. Auch der Polizeisprecher, der zu dieser Sachbeschädigung befragt wurde, spricht nicht davon, daß es ein Asylwerber ist. Für die freiheitliche Gemein-Schaft sind also Menschen, die um Asyl ansuchen, doppelte Verbrecher, zum einen begehen sie für die freiheitliche Gemein-Schaft das erste Verbrechen, nämlich um Asyl anzusuchen, zum anderen sind für die freiheitliche Gemein-Schaft Asylwerber und Asylwerberinnen generell Menschen, die Verbrecher sind. Nach der freiheitlichen Anschauung also ist jemand, der sich der Straftat Asyl schuldig macht, beläßt es nicht bei der Straftat Asyl, sondern ist zu mannigfachen kriminellen Handlungen …

„Vermutlich muslimischer Asylwerber“

wird auf der Homepage der freiheitlichen Gemein-Schaft geschrieben. Nun, in dem Bericht der Tageszeitung „Die Presse“, auf den sich „Unzensuriert“ bezieht, ist mit keinem Wort die Rede davon, daß es ein Moslem ist, der die Sachbeschädigung … Auch der die in diesem Bericht zitierte Polizeisprecher gibt keinen Hinweis auf einen bestimmten Glauben. Es wird zwar davon berichtet, daß sich dieser Mann mit „religiöser Musik“ in Stimmung brachte, aber nicht mit welcher Musik. Für die freiheitliche Gemein-Schaft können es aber nur „Koransuren“ gewesen sein. Der Mann komme, berichtet „Die Presse“, aus Ghana … Ghana ist ein Land, in dem über sechzig Prozent dem Organisierten Glauben christlicher Kirchen angehören und etwa zweiundreißig Prozent dem Organisierten Glauben des Islam … Aber für die freiheitliche Gemein-Schaft kann es nur ein „muslimischer“ … Seltsam sind des Menschen Wege im Herrn, wer kennt nicht die Berichte über christliche Mörder, die zu ihrer Verteidigung angaben, Jungfrau Maria habe ihnen befohlen, Frau und Kind zu töten? Seltsam sind des Menschen Wege im Herrn, weshalb sollte nicht der Heilige Stephanus diesem Mann aus Ghana befohlen haben, seine heiligen Mitkonkurrenten zu zerstören, weshalb sollte sich dieser Mann aus Ghana beispielsweise nicht mit den gregorianischen Chorälen dazu erst so richtig in Stimmung gebracht haben?

Wer aber hier eine Verteidigung des Islam lesen will, muß enttäuscht werden. Es kann der Mann aus Ghana selbstverständlich auch ein Anhänger des Organisierten Glaubens des Islam sein. Seltsam sind des Menschen Wege im Herrn, der einmal Gott genannt wird, der auch Allah genannt wird, von dem auch Theologen vermuten, Gott und Allah und Satan ist ein und dieselbe Figur, erschaffen von Menschen, die dem Wahn Religion anheimgefallen sind …

Der Mann aus Ghana könnte auch ein Anhänger von Naturreligionen sein, immerhin fünf Prozent in Ghana werden als Anhänger von Naturreligionen geführt …

Der Mann aus Ghana könnte aber auch einer ohne Glauben sein, wahnsinnig über den Religionswahn geworden, schritt er zur Tat, zerstörte ein paar Skulpturen und rief „Marionetten“ … Wäre das nicht eine menschenfreundliche Art und Weise, lediglich Skulpturen zu beschädigen, um darauf hinzuweisen, daß der Mensch immer noch eine Marionette der Organisierten Glauben ist, sich immer noch diesen erfundenen Figuren namens Gott oder Allah freiwillig und ohne Not unterwirft, sich von Päpsten, Kardinälen, Imamen, Fernsehpredigerinnen u.v.a.m. an der Nase herumführen läßt?

Was also auf der freiheitlichen Homepage dazu geschrieben wird, könnte beispielsweise als die obligate freiheitliche Hetze bezeichnet werden. Es ist aber abgründiger. Es ist eine ihrer Gesinnung gemäßen Wahrheit, gegossen aus den Becken des christlich-nationalistischen Wahns und aus einer äußerst verengten Sicht, die keine Welt sieht, sondern nur den Morast der eigenen Scholle …