Rosenkranzgrenzhappening in Polen: Für Volk, Vaterland und Führerin. Kurz etwas zum identitären Glaubensdada

Glaubensdada - Für Volk Vaterland und Führer

Vor einer Woche marschierten in Polen Menschen zu den Grenzen, mit dem Rosenkranz in der Hand, um …

Ein recht willkommener Anlaß auch für FPÖ unzensuriert, darüber einen gesinnungsgemäßen Kommentar zu bringen, am 8. Oktober 2017:

Für „Volk, Vaterland und gegen Islamisierung Europas“

Zu der Aktion riefen die Stiftung „Gott allein genügt“ sowie die polnische Bischofskonferenz auf. 

An der Gebetsaktion nahmen auch mehr als 300 Kirchen in Grenznähe sowie Kirchen an den wichtigsten Flughäfen des Landes und in anderen Staaten, wo sich polnische Auslandsgemeinden befinden, teil. Ziel war es, für göttlichen Beistand für das polnische Volk und den Staat zu beten. 

Aber auch „für die Bekehrung Polens, die Bekehrung Europas und die Bekehrung der ganzen Welt zu Christus“ wurde gebetet. Denn in der wachsenden Masseneinwanderung nach Europa und den Terrorismus, sieht man die Gefahr einer voranschreitenden Islamisierung, forciert durch die EU und NGOs, die wiederum einen „Kleinkrieg“ gegen die Ost-Staaten führen. 

Recht willkommener Anlaß für das Grenzhappening in Polen am 7. Oktober 2017 war:

Die Aktion fand am Jahrestag der Seeschlacht von Lepanto im Jahr 1571 statt. Die christlichen Mittelmeermächte errangen dabei einen überraschenden Sieg über das Osmanische Reich. In ihrem Aufruf zu der Aktion teilte die Stiftung mit, damals sei „Europa vor der Islamisierung“ gerettet worden.

Und bei dieser Seeschlacht spielte einer aus der Familie Habsburg eine Rolle. Spanisch, ein hochtrabender Name: Don Juan de Austria. Österreichisch klingt sein Name schon weniger hochtrabend, mehr belustigend: Johann aus Österreich. Das klingt wie das Trachtenliedl Anton aus Tirol, dessen Sänger aus St. Jo…

Belustigend aber ist nicht, was er nach Lepanto in das Kreuz seiner Fahne schrieb:

In diesem Zeichen besiegte ich die Türken und werde die Ketzer besiegen.

In diesem Zeichen, also im Zeichen des Kreuzes, werde er „die Ketzer besiegen“. Daran ist stets zu denken, nicht nur, wenn gerade irgendwelche Rosenkranzgrenzorgien etwa in Polen stattfinden, zu denen Aussagen getätigt werden, wie:

In einer live im ultrakatholischen Sender Radio Maryja übertragenen Messe erklärte Krakaus Erzbischof Marek Jedraszewski, er bete „für die anderen europäischen Nationen, damit sie die Notwendigkeit verstehen, zu den christlichen Wurzeln zurückzukehren, damit Europa Europa bleibt.“

Es muß nicht daran erinnert werden, was mit „Ketzern“ durch die Jahrhunderte passierte. Was ihnen angetan wurde. Die Massenmorde. Hingerichtet auf blutrünstigste Arten in „diesem Zeichen“ im wahnhaften Orgien-Mysterien-Theater dieses Organisierten Glaubens. Diese Menschen gaben tatsächlich ihr Blut hin, während der Rosenkranzführer lediglich Wein trank und schwefelte, dies, der Wein, sei sein Blut, den er trinke …

Glauben - Dada

Es ist nicht von der Hand zu weisen, zu sagen, das letzte Abendmahl ist das erste Dada-Gedicht, entstanden während einer Perfomance … Wie überhaupt die gesamten Schriften von Organisierten Glauben Dada zugerechnet werden können, Dada sind. Mit ihren Absurditäten, ihren Verstiegenheiten, ihren Steckenpferdreitereien und so weiter und so fort. Es verwundert bis heute, daß die Künstlerinnen und Künstler der Dada-Bewegung nicht den Rosenkranz als ihr Emblem, nicht den Rosenkranz als ihr Logo nahmen, statt Dada es nicht Rosenkranz oder Kreuz oder Kreuzkranzrosen nannten.

Und zugleich verwundert es nicht, daß von ihnen nicht der Rosenkranz und das Kreuz zum Logo ihrer Dada-Bewegung auserkoren wurde. Ihr Dada war nicht das Programm des Blutsaufens, für sie gab es keine „Ketzer“, sondern nur Menschen mit anderen Meinungen, Ansichten, Weltanschauungen. Nur für Glaubensdada welcher Ausrichtung auch immer gibt es „Ketzer“, also zu Diffamierende, zu Ausstoßende und schließlich zu Ermordende …

Die Kunstrichtung Dada ist längst Geschichte. Keine Bewegung mehr. Der Glaubensdadaismus hingegen mit seinen Führern und Führerinnen, wie immer sie heißen mögen, ob Jesus-sich-selbst-essender-und-trinkender-Christus oder Lesen-und-Schreiben-unkundiger-Mohammed, Jungfrau-mit-Geschlechtsverkehr-Maria, ist nicht Geschichte. Seine Anhänger und Anhängerinnen streifen weiter durch die Welt auf der blutgierigen Jagd nach „Ketzern“ …

Glaubensdada, alles auf der Höhe von keiner Zeit

In einer Hinsicht ist Glaubensdada schon lange Geschichte. In bezug auf seine Diskussionen, Debatten, Diskurse: alles auf der Höhe von keiner Zeit. Wenn es etwa um den Begriff „Identität“ geht. Was für eine leidige Diskussion um die „Identität“, nicht nur in Polen, sondern um Beispiel zu bringen, auch in Österreich, wo diese vor der morgigen Nationalratswahl ebenfalls recht im Mittelpunkt stand, recht angetrieben von besonders zwei Parteien, deren Beiträge zur „Identität“ auf dem Niveau von keiner Zeit …

Dabei ist alles vorhanden, um Diskurse breitest anders, fruchtbringender zu führen. Was alles könnte dafür angeführt werden, wie anders breitest gesprochen und gehandelt werden könnte. Aber die, kurz und also pauschalierend gesagt, Parteien in Österreich haben es sich in ihrer Bequemlichkeit, in ihrer Faulheit eingerichtet, sich nicht zu bewegen, vielleicht ihrer Angst geschuldet, sie könnten, wenn sie sich bewegten, aufgrund ihrer Kurzsichtigkeit, mehr, aufgrund ihrer Blindheit, stolpern …

Identität - Ausdruck der Denkfaulheit.png

Ein Beispiel soll angeführt werden, wie anders und also fruchtbringender die Diskussion sein könnte, etwa im Hinblick auf den Begriff „Identität“. Aus „Es gibt keine kulturelle Identität“ von François Jullien:

Es ist wichtig, sich die Kosten vor Augen zu führen, die es haben kann, wenn man sich hier der falschen Konzepte bedient. Man muss ermessen, welche – politischen – Gefahren es mit sich bringt, wenn man die Vielfalt der Kulturen in Begriffen von Unterschiedlichkeit und Identität betrachtet, sich bewusst machen, welche negativen Folgen das nicht nur für das Denken, sondern auch für die Geschichte haben kann. Ein Buch wie Samuel P. Huntingtons Kampf der Kulturen ist in dieser Hinsicht ein denkwürdiges Beispiel. Dass er die vermeintlich wichtigsten Kulturen der Welt (die „chinesische“, die „islamische“, die „westliche“) in der Logik der Unterschiede und damit der Identität beschreibt, dass er ihre charakteristischen Züge auflistet, sie in einer Tabelle ordnet und eine Typologie erstellt, ist bequem und hat sicherlich zum Erfolg des Buchs beigetragen. Das brachte natürlich nichts durcheinander, wich in keiner Weise von Hergebrachten ab: Es zerstörte keine Klischees – der Vorurteile –, auf die man die Kulturen zu reduzieren beliebt, um sich nicht länger mit ihnen aufhalten zu müssen. Um das Heterogene (die interne „Heterotopie“), das jede Kultur kennzeichnet und das sie von innen her durch Abweichung zur Entfaltung bringt und intensiviert, ausblenden zu können, gibt man sich der Seichtigkeit hin, die jeder Klassifizierung innewohnt, und bestärkt sich somit zugleich in der eigenen Sichtweise. Aber gibt es überhaupt einen „harten, reinen Kern“ einer Kultur? Wenn Huntington dies behauptet, gelingt es ihm nicht ansatzweise, das Interessante an diesen Kulturen zu erfassen. Indem er sie auf Banalitäten reduziert, indem er sich voneinander isoliert und in das einmauert, was vermeintlich ihre Besonderheiten, ihre am klarsten konturierten Unterschiede ausmacht, indem er sie auf ihre Identität zusammenschrumpfen lässt, können die Beziehungen zwischen ihnen eigentlich nur in einem „Zusammenstoß“ enden, in einem clash, wie es im amerikanischen Original heißt. 

Will man ermessen, welche Kosten dadurch entstehen und welche Schäden dies anrichtet, muss man sich – um ein uns näher liegendes Beispiel zu nehmen – ansehen, woran Europa gescheitert ist. Als es darum ging, eine Präambel für die Europäische Verfassung zu entwerfen, wollten wir definieren, was Europa ausmacht, und uns über seine Identität verständigen. Dieses Unterfangen erwies sich jedoch als aussichtslos, wir landeten in der angesprochenen Sackgasse. Die einen behaupteten, Europa sei christlich (und beriefen sich dabei auf seine „christlichen Wurzeln“ oder – in Frankreich – auf das „Erbe Chlodwigs“). Die anderen insistierten darauf, Europa sei in erster Linie laizistisch (und dachten dabei an die folgenreiche „Aufklärung“ und den Aufstieg des Rationalismus). Da man sich nicht auf eine europäische Identität einigen konnte, verfasste man schließlich auch keine Präambel. Daraufhin haben sich Überzeugungen verflüchtigt, die Entschlossenheit ist erschlafft, Energien wurden gelähmt. Man hat keine europäische Verfassung verabschiedet: Man hat Europa abgebaut. Davon hat es sich nicht erholt. Was Europa in Wirklichkeit ausmacht, ist natürlich der Umstand, dass es zugleich christlich und laizistisch (und Weiteres) ist. Es hat sich nämlich im Abstand zwischen den beiden entwickelt: in dem großen Abstand von Vernunft und Religion, von Glauben und Aufklärung. In einem Zwischen, das keine Kompromiss ist, kein einfaches Mittelding, sondern ein In-Spannung-Versetzen, so dass sich beide Strömungen gegenseitig beleben. So kommt es, dass sich die Anforderungen des Glaubens im Abstand zu den Anforderungen der Vernunft geschärft haben und umgekehrt (und das sogar in ein und demselben Geist: Pascal): Von daher rühren der Reichtum oder die Ressourcen dessen, was Europa ausmacht. Oder besser: dessen, was „Europa macht“. Vor diesem Hintergrund ist jede Definition der europäischen Kultur, jede identitäre Annäherung an Europa nicht nur schrecklich vereinfachend und denkfaul. Sondern sie lässt verkümmern, führt zu Enttäuschungen und demobilisiert.

Wishing Kurz New Nemesis …

Das wird in Saudi-Arabien von der Königsdiktaturfamilie mit Freuden aufgenommen werden, die Wünsche des Sebastian Kurz. Deren Opferbereitschaft heute noch gelebte Glaubenspraxis ist. Auch an ihr ist die Zeit, wie es so schön heißt, nicht spurlos vorübergegangen. Das Opfern ist moderner geworden: es wird nicht mehr der eigene Sohn geopfert, oder so getan, als würde der eigene Sohn geopfert werden wollen, sondern die Söhne der Anderen. Allerdings beim Opfern der Söhne der Anderen wird nicht nur so getan, als würden sie geopfert werden wollen, sondern sie werden tatsächlich geopfert.

Auch an Sebastian Kurz ist die Zeit, wie es so schön heißt, nicht spurlos vorübergegangen. Ganz modern heißt nun die Opferbereitschaft bei ihm „neue Gerechtigkeit“. Und ganz modern eingraviert in die Monstranz, die er vor sich herträgt, ist: „Abgabenquote“…

Der Akt der Höflichkeit würde es gebieten, daß nun die saudische Königsdiktaturfamilie Sebastian Kurz einen Wunsch übermittelt, vielleicht:

Wishing Kurz blessed New Nemesis celebrations!

Einen solchen Gruß zu entbieten, kann nicht schwerfallen. Gibt es doch bei diesem Opferfest eine gemeinsame Wurzel von den Organisierten Glauben Islam und Christentum. Es reichte ein Tweet, es muß nicht gleich ein Brief sein.

New nemesis, also neue gerechtigkeit, ist auch der saudischen Königsdiktaturfamilie ein gotthoher Wert, den sie, um einen Namen beispielhaft zu nennen,

Abdullah-Zentrum (kurz Kaiciid) – Verbesserung der Situation für Außenminister: Unschuldig im Kerker, aber ohne Auspeitschung

Sebastian Kurz zwischen Saudi-Arabien und Australien der Kerker von Raif Badawi – Ein Amtszeitresümee

Raif Badawi zu Ehren ihres Gottes und als Zeugnis ihrer Opfer vor kurzens Allah angedeihen läßt. Und zu dieser new nemesis kann Sebastian Kurz nur seine Monstranz, die in der Sonne wie eine Karotte funkelt, in die Höhe heben und verklärt gen Himmel sprechen, möge Allah auch ihn bestärken in seinem Ringen um diese gar so neue und gar so moderne – oder heißt es: modernde …

wishing kurz blessed new nemesis.png

 

Marsch der Familie – Der Pranger sagt alles

Im Freilichtmuseum nahe bei Riga ist eine Holzkirche aufgebaut. Unmittelbar vor dem Eingang zur Kirche steht ein Pranger. Der Holzprangerpfahl ist schlicht, im Gegensatz zum Inneren der Kirche, die reich geschmückt und verziert ist, zur Blendung der Menschen, die in Holzhäusern wohnten, ohne Schmuck, ohne Zier.

Was sprachen die Menschen damals, vor Jahrhunderten, muß gedacht werden, vor der Holzkirche stehend, den Blick auf den Pranger gerichtet, wenn ein Mensch an den Pfahl gekettet war. Und plötzlich sind die Stimmen zu hören, sind die Menschen zu sehen, wie sie im Juni 2017 auf dem Albertinaplatz zu Wien standen, schnaubend sprachen, anprangerten.

Und wenn im kommenden Jahr, was zu erwarten ist, die Familie des Marsches wieder am Albertinaplatz sich versammeln wird, wird der Albertinaplatz unweigerlich als das gesehen werden, zu dem diese Familie den Platz für die Zeit ihres Anprangerns verwandeln, nämlich als Platz vor der Holzkirche mit dem Pranger unmittelbar vor dem Eingang zu ihrem …

Was für eine erfreuliche Veränderung aber wird es 2018 zu 2017 geben. Es wird nichts mehr von dem gehört werden, was sie wieder sagen, was sie nur wiederholen werden, was sie seit Jahren nur stur und starr wiederholen.

Denn.

Der Albertinplatz wird augenblicklich zum Platz vor der Holzkirche mit dem Pranger werden. Und soher werden sie nicht mehr gehört werden müssen. Alles, was sie sagen, was sie wiederholen, sagt der Pranger.

Der Pranger, nahe bei Riga bloßes Museumsdunkelstück, ist Inhalt und Zusammenfassung ihrer seit Jahren in Wiederholungsschleifen auf dem Albertinaplatz vorgebrachten Reden.

Marsch der Familie - Pranger

 

 

Etwas über den Heimgang in die österreichische Normalität

Caroline Sommerfeld unzensuriert.PNG

Das große Furchtthema dieser Jahre ist die Radikalisierung. Nicht generell, sondern fokussiert auf die Radikalisierung von Menschen, die einem Organisierten Glauben anhängen, der ebenso von weit, weit herkommt, als jener, von dem gemeint wird, es sei ein hausgemachter …

Kein Thema hingegen ist die Normalisierung. Es wird zwar ab und an darüber gesprochen, daß es eine „Linksflucht“ gäbe, also die politische Flucht von links nach rechts.

In Österreich scheint es weniger eine Flucht von links nach rechts zu sein, als viel mehr ein sich normalisieren, ein Nachhausegehen in österreichische Zustände, in österreichische Verhältnisse und österreichische Gegebenheiten. 

Das muß gedacht werden, beim Lesen eines Kommentars auf der Unzensuriert der identitären Parlamentspartei. Äußerst selten wird auf Unzensuriert ein Name des Menschen genannt, der einen Kommentar schreibt, genauer, eine gesinnungsgemäß zugerichtete Kopie als Kommentar abliefert.

Am 31. Juli 2017 ist es wieder einmal so weit: Caroline Sommerfeld.

Sie erwählt sich eine belanglose Nachricht aus dem fernen, fernen Australien, die Aussagen von einem Mann, von einem „muslimischen Geschäftsmann“, von einem „muslimischen Präsidenten der australischen Halal-Behörde“. Nun, was dieser Mann von sich gibt, qualifiziert ihn dafür, Vorsteher einer Gaga-Behörde zu sein. Denn. Inhaltlich ist das von ihm Vertröpfelte nichts als nur Gaga. In einem Spottgedicht könnte es, was inhaltlich keinen Reim ergibt, zu einem Reim gebracht werden, sie wären ein Paar: Halal – Gaglal …

Das ist aber schon zu viel, zu diesem Gaglal-Mann aus dem fernen, fernen Australien, in dem es sehr sehr wenige muslimische Männer gibt, und vor allem, die nicht einmal sich selbst wohl glücklich machen können, geschweige denn – genug, es geht ja um die Hinwendung zur österreichischen Normalität, um die Normalisierung jener, die nicht vor dieser Normalität kapitulieren wollen, diese nicht einfach hinnehmen wollen.

Nun, wer ist Caroline Sommerfeld?

Zunächst einmal muß gesagt werden, für sie hat sich die Unzensuriert im Mai 2017 bereits eingesetzt, als sie auf dem Rathausplatz war, zum 1. Mai, aber nicht als sozialdemokratische Mitgeherin, gegen Werner Gruber, mit dem sie eine Auseinandersetzung hatte.

Caroline Sommerfeld schreibt auch für die „Sezession“. Wessen Gesinnung diese „Sezession“ ist, nun, das muß kein weiteres Mal ausgeführt werden. Zu viele Kapiteln erzählen davon, wohin Caroline Sommerfeld heimkommt, in ihrer Bemühung, sich österreichisch zu normalisieren.

Eine österreichische Normalisierung ist auch eine Gagaisierung.

Was tat Caroline Sommerfeld davor? Vor ihrem Heimgang in die österreichische Normalität, von der gesagt werden kann, sie ist die gefährlichste Radikalität.

Aufschlußreich bis zur Kenntlichkeit österreichischer Normalität ist ein Eintrag auf „Metapedia“.

Die Kindergruppe Amerlinghaus ist ein linker Verein der einen Kindergarten betreibt. Er wurde am 03.10.1988 gegründet und hat seinen Sitz am Amerlinghaus.

Selbstbeschreibung: Wir sind eine elternverwaltete und selbstbestimmte Kindergruppe für maximal 13 Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren. Die pädagogische Arbeit erfolgt in Anlehnung an die Pädagogik von Maria Montessori und Rebecca Wild.

Im Kindergarten werden anstatt traditioneller christlicher bzw. germanischer Feste wie Weihnachten/Jul oder St. Martin stattdessen künstliche Ereignisse wie ein „Laternenfest“ oder ein „Jahresabschlussfest“ organisiert. Es soll hier also offensichtlich eine sozialistische Umerziehung der Kinder, unter Verachtung der eigenen Kultur, stattfinden. Obmann: Caroline Sommerfeld-Lethen.

Der Eintrag – beschlagwortet mit „Linksextremismus in Österreich“ – ist zwar nicht aktuell. Denn. Jetzt sitzen andere im Vorstand dieses Vereins, beispielsweise ein Schulenburg. Das aber nur nebenher.

Ach, wie erfolgreich die „sozialistische Umerziehung“ in Österreich war und ist … mit dem Kasperl gar? Gerade mit dem Kasperl ist die Erziehung eine Hinführung zum Krokodil österreichische Normalität …

Das große Thema sollte also weniger die Radikalisierung sein, als viel mehr der Heimgang in die österreichische Normalität. Von dem auch die Geschichte der Caroline Sommerfeld erzählt, wollte sie wer in aller Ausführlichkeit schreiben. Hier ist es bloß eine Skizze der Geschichte. Denn sie ist bloß eine mehr von jenen, die diesen österreichischen Heimgang in die österreichische Normalität antreten.

In diese österreichische Normalität mit dem sonderbarsten Würfelspiel. Es wird zwar gewürfelt, um eine Antwort auf die Frage zu bekommen, wohin sich entwickeln, aber der österreichische Würfel entscheidet letztendlich immer bloß für eine Seite … der Würfel fällt stets auf die rechte Seite. Wäre es wenigstens ein gezinkter Würfel, könnte etwas Positives angeführt werden. Aber der österreichische Würfel ist nicht gezinkt. Gezinkt ist vielleicht von vielen das Leben, ehe sie zum ultimativen Würfeln schreiten. Das Würfelspiel ist ehrlich. Der Würfel dürfte mit Spiegelseiten ausgestattet sein, und er zeigt ihnen bloß, was die Würfelnden in Österreich davor nicht sahen, nicht sehen konnten, nicht sehen wollten …

Österreichische Normalität: kann eine Bedrohung, kurz zusammengefaßt, noch schlimmer klingen?

NS In den Collagen kann auch noch stenografisch etwas erfahren werden, über die „Sezession“, über Caroline Sommerfeld, über deren „klassisches Eigentor“ Jens Kassner schreibt. „Das ist NS-Sprache.“

Caroline Sommerfeld - Das ist NS-Sprache

Papst Franziskus kritisiert Benachteiligung von Frauen

Es gibt in dieser Welt wahrlich nur einen Mann, der die Benachteiligung von Frauen in der Welt wahrhaftig kritisieren darf, der Vertreterinnen und Vertretern von Gewerkschaften beispielhaft vorzeigen kann, wie gegen Benachteiligungen von Frauen erfolgreich vorgegangen werden kann, wie Benachteiligungen von Frauen gänzlich beseitigt werden können, und das ist einzig er, der Ehrlichste Herr

Papst Franziskus.

Er, der Ehrlichste Herr im Erd- und Himmelreich, hat vor Vertreterinnen und Vertretern einer Gewerkschaft am 28. Juni 2017 die Benachteiligungen von Frauen kritisiert. Bescheiden wie er ist, hat er aber nicht erzählt, wie es in seiner Welt, der schwersten Arbeitswelt, die gedacht werden kann, es geschafft wurde, niemals eine Benachteiligung von Frauen zu dulden, wie es in seiner Welt vermieden wurde, unterschiedliche Klassen von Frauen und Männern etablieren zu lassen. In seiner Welt waren Frauen niemals „zweite Klasse“ und in seiner Welt werden Frauen niemals „zweite Klasse“ sein. In seiner Welt gibt es keine Klassen, sondern …

Wie seine Vorgänger in Jahrhunderten wird auch er, Papst Franziskus, die Vollzugsmeldung vor der Geschichte einst erstatten können:

„Als geistlicher und geistiger Führer und Oberhaupt des Reiches des Herrn melde ich vor der Vorsehung nunmehr die Beibehaltung und Erfüllung der einhundert Prozent im Reiche des Herrn!“

Diese Vollzugsmeldung hätte, wäre er nicht so bescheiden, bereits an diesem Mittwoch erstatten können, um die Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaft zu beschämen, aber seine Barmherzigkeit und seine Nächstenliebe haben es ihm wohl verwehrt, die Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaft vor Augen zu führen, wie schwach sie doch seien in ihren Bestrebungen, die „zweite Klasse“ endlich zu beseitigen, sich aufzuschwingen, seiner Organisation gleichzutun, in der nie eine „zweite Klasse“ beseitigt werden mußte, weil es eben nie eine „zweite Klasse“ gab.

Papst Franziskus kritisiert Benachteiligung der Frauen - 28-06-2017.jpg

Albertinamarschplatz – Von den so richtig charmant katholischen Männern Deifels

Bevor ihr Mann stirbt, sagt er zum gemeinsamen Sohn: „Wenn ich sterbe, gib die Mama frei für einen Orden.“

Das ist ein Satz, wie ein Psalm, dargebracht gar modern auf der Website der Erzdiözese Wien, kein Vers aus längst vergangenen Zeiten, sondern verfaßt im Heute. Ein Satz, der etwa einem Hans Rauscher je die Möglichkeit nimmt im Angesicht des katholischen Allahs, „Wortklauberei“ mit „Chancengleichheit von Frau und Mann“ und „Gleichheit“ von Mann und Frau zu betreiben.

Als der Mann stirbt, erzählt die Frau allahergeben glücklich, beauftragt der Mann als Vater einen Mann als Sohn, die Frau freizugeben, wie vielleicht vor Jahrhunderten ein Südstaatenplantagenbesitzer im Angesicht seines Todes mit Güte gen Himmel auffahren wollte, und deshalb seinem Sohne befahl, er solle nach seinem Ableben die Sklavinnen freilassen.

Übrigens, die Deifel heißt mit Vornamen Katharina, und sie sprach am 17. Juni 2017 auf dem Albertinaplatz, ist also eine Familienmarschrednerin …

Ihr Mann, kann ebenfalls auf der Website des Herrn gelesen werden, sei „so richtig charmant katholisch gewesen“ … ein Bild von ihrem Mann gibt es nicht dazu, aber es gibt so viele „so richtig charmant katholische“ Männer, zum Beispiel jenen Mann, der meint, es gäbe einen „Weltkrieg gegen der Ehe“ … mit ihm könnte die Deifel im nächsten Jahr auf dem Albertinaplatz gemeinsam auftreten, erfüllt er doch alle Bedingungen, ein ehrwürdiger Marschredner werden zu dürfen, aber diesem Mann Allahs ist bereits die ganze Welt Albertinamarschplatz …

Marsch für die Familie - Von den so richtig charmant katholischen Männern.jpg

 

Dem Haus des Herrn Schönborn ist Katharina Deifel, Marschrednerin der Familie, eine gute Schwester

Katharina Deifel im Haus des Herrn - Marsch für die Familie 17-06-2017

Was gestern gesprochen wurde, ist nicht zu erwähnen. Es wurde das gesprochen, was Jahr für Jahr gesprochen. Wie es zu erwarten war:

Kurz etwas zum Religiongsgesetzesterror, ein weiteres Mal

Es kommen vielleicht auch deshalb so wenige zu diesem „Marsch für die Familie“, weil es allen klar ist, was hier gesprochen wird, wird jedes Jahr gleich gesprochen, und das ist seit Jahren eben bekannt, es genügt also, es einmal zu hören, um es für ein ganzes Leben zu wissen; diese in diesen Reden transportierten Inhalte sind darüber hinaus seit Jahrhunderten unveränderte und nicht weiterentwickelte Inhalte.

Der „Marsch für die Familie“ ist dabei auch immer ein Etikettenschwindel, Jahr für Jahr. Es wird stets damit geworben, es gehe um die Familie, und dann ist stets viel über Zuwanderung zu hören, über sogenannte ausländische Menschen, über andere, genauer, den Marschiererinnen und Marschierern fremde Organisierte Glauben. Und das alles wird ist ihnen nicht, um es milde auszudrücken, positiv gesprochen. Ganz im Gegenteil.

Nun könnten Sie fragen, weshalb dann überhaupt die Beschäftigung mit dem „Marsch der Familie“, wenn es doch nur die kleinste Gruppe ist, die je auf der Gasse sich versammelt, das zwar Jahr für Jahr, aber eben doch die kleinste Gruppe, ohne Zulauf über die Jahre, und vielleicht waren es gestern sogar weniger als 2016.

Es sind die Rednerinnen und Redner, die nicht unerheblich sind, sie sind unerheblich ob ihrer verbreiteten Inhalte, aber sie nicht unerheblich ob ihrer Verbindungen, ihrer, wie es nun gar modern heißt, Netzwerke, auch nicht unerheblich ob ihrer Funktionen.

Es soll mit dem Arzt begonnen werden, der seinen wichtigen Stuhl bald räumen wird müssen, nämlich seinen im österreichischen Parlament: es sprach gestern wie vorgestern wie vorvorgestern Marcus Franz. Er wird wohl auch 2018 wieder sprechen,

Dr. Marcus Franz, Volksvertreter: „Sie sind nicht das Volk.“

aber dann wird er nur noch beworben werden können mit: der ehemalige Abgeordnete zum österreichischen Nationalrat …

Dann sprach gestern Katharina Deifel, eine römisch-katholische Schwester, die, so Christian Zeitz in seiner Ankündigung, für die Ausbildung von Religionslehrern und Religionslehrerinnen zuständig gewesen sei und auch einer katholischen Gruppe angehöre, die für militärische Verteidigung der Freiheit eintrete … Deifel werde von der Erzdiözese auf ihrer Website im besten Lichte dargestellt, und ganz modern, die Erzdiözese Wien verbreitet von ihr auf der Plattform des Unternehmens Youtube ein Interviewvideo … Hans Rauscher wird aber keine Glosse schreiben können, Christoph Schönborn verurteile das von Deifel Verbreitete, Schönborn distanziere sich von Deifel …

Und dann Ján Čarnogurský. Den ehemaligen Ministerpräsidenten der Slowakei kündigt Christian Zeitz an, eben noch beim Requiem für Alois Mock in der Stephanskirche und jetzt beim „Marsch für die Familie“ … Für ihn, Zeitz, sei Ján Čarnogurský ein „Thomas Morus unserer Zeit“ … Christian Zeit meint das gesinnungsgemäß positiv, aber:

Warum die Gesellschaft keinen „neuen Thomas Morus“ als Lehrer braucht

Franz - Ley Deifel - Marsch 17-06-2017

Ob Michael Ley ebenfalls gestern gesprochen hat, wird nicht gewußt, aber es wird den Marschierern und Marschiererinnen wohl eine Ehre gewesen sein, daß er gestern mit dabei war. Ist er doch ein Mann, der auch in das österreichische Parlament geladen wird. Und sollte er gestern gesprochen haben, was würde er schon gesprochen haben können, als das, was von ihm ohnehin recht bekannt ist, und Werbung für die eigenen Bücher könnte wohl auch dabei gewesen sein:

Parlamentsdinghoferreferent Michael Ley: „Im Grunde verhalten wir uns wie umgedrehte Nationalsozialisten“

Michael Ley im österreichischen Parlament: „Kein Bier für Nazis“

„Wehret den Anfängen“ – Ganz und gar erfüllt von der Wiener Zeitung

Markus Ripfl --national-sozial - Marsch für die Familie 17-06-2017

Und dann soll es gestern irgendwelche Turbulenzen um Markus Ripfl gegeben haben, wie „Marsch für die Familie“ berichtet. Es überrascht nicht, daß Ripfl zu diesem „Marsch“ … gesinnungsgemäß kommt auch kein anderer in Frage:

„Völkeraustausch“ oder Markus Ripfl von der Hofer-FPÖ hat kein Licht zum Lesen von einem Bedeutungswörterbuch

Auf der Plattform des Unternehmens Facebook hat Markus Ripfl eine Beschreibung abgegeben, wenn es eine Selbstbeschreibung ist, kann zu dieser gesagt werden. Es ist wahr, er ist „jung“. Was bei diesen Inhalten, zu denen er gestern hinmarschierte, „revolutionär“ sein soll, erschließt sich nicht. Es bleibt neben „jung“, wofür er nichts kann, nur übrig: „national-sozial“ …

Das wird Ihnen jetzt wohl ein wenig verständlicher gemacht haben, weshalb der „Marsch der Familie“ nicht zu ignorieren ist, obgleich er inhaltlich gänzlich zu ignorieren ist. Es ist kein Marsch für die Familie, aber die Familie marschiert, und die hier marschieren, das sind nicht die sogenannten schwarzen Schafe der österreichischen Familie, sie haben Einfluß, sie werden gehört, von nicht wenigen, die tatsächlich Einfluß haben, die gewählt werden, die nicht wenige in der nächsten Regierung sehen wollen …

Marsch für die Familie - Albertinaplatz - Parlament - Erzdiösese Wien - 17.06-2017.jpg