Austria, halt!

Als Hügel T. von der Einstellung des Verfahrens in Wels erfuhr, habe er nicht gezögert, kann erzählt werden, in der Sekunde darauf einen Antrag auf Prozessverlegung von Christchurch, Neuseeland, nach Wels, Österreich aufzusetzen.

Der „rechtsextreme Australier“, wie er nicht selten in Medien namenlos genannt wird, werde, sobald das Okay für die Verlegung der Verhandlung nach Austria vorliege, auch seine Verteidigungslinie ändern.

Er werde nicht auf seine Handlungen, die er für echt mörderisch hält, eingehen, er werde, davon sei er überzeugt, das auch gar nicht müssen, da er ganz zuversichtlich nicht erwarte, in Austria nach diesen seinen Handlungen befragt zu werden, sondern lediglich zu seinen verwendeten Zeichen, wie „Rune“, „schwarze Sonne“ …

Anders aber als Hügel E. aus Deutschland wolle er die welssche Staatsanwaltschaft aus Respekt vor ihr nicht in die Lage versetzen, ihn „nicht widerlegen“ zu können, er wolle sie überzeugen, daß die von ihm geritzte Rune, die von ihm recht oft verwendete schwarze Sonne auf seiner Einnahme nordischer mit abgemischter griechischer Mythologie basiere, er auf Myth sei …

Er, Hügel T. sei zuversichtlich, er werde welssche Gerichtsbarkeit davon überzeugen können und ebenso eher kurz als lang Wels als „freier Mann“ wieder verlassen können, wie Hügel E. Er wolle dann aber Down over nicht gleich nach Down under verlassen, sondern als „freier Mann“ Städte besuchen, die er bei seinem letzten Aufenthalt in Down over nicht bestaunen konnte, die ihm aber von seiner freiheitlichen Gesinnung her bedeutend scheinen, wie etwa Gröz …

Myth, das habe er persönlich erfahren dürfen, erzeuge außerordentliche Erlebnisse, führe Menschen in Wirklichkeiten von recht besonderer Weise, mit Myth bleibe, davon sei er überzeugt, kein Mensch, was er war, ob mit nordischem, ob mit griechischem … ihm erscheine Wels selbst als ein Mythos, heiliger Ort der Antike nordisch geschaffen. Mystisch nahezu sei es für ihn, daß sein Vorname und der Vorname des von der welsschen Staatsanwaltschaft nicht zu widerlegenden Mannes aus Deutschland von Herkunft und Bedeutung … er könne dies nicht anders deuten als auch eine ihm recht gewogene Vorsehung — letzter Beweis dafür werde ihn aber sein, wenn sein Verfahren in Austria …

Facebookerklärung

Auf der Website der türkisgetupften schwarzen Partei selber ist die „Regierungserklärung“ nicht verortet, sondern es gibt lediglich eine Verlinkung zum Unternehmen Facebook, bei dem die „Regierungserklärung“ des Seb. Kurz veröffentlicht ist.

Soher ist es zutreffender von der „Facebookerklärung“ des Seb. Kurz zu sprechen.

Wenn es, aus welchem Grund auch immer, das Unternehmen Facebook sich dazu entschließt, diese Site der ÖVP mit ihrem Seb. Kurz zu schließen, zu löschen, dann gibt es schlicht und kurz nicht mehr …

Was für ein starkes Zeichen der Unabhängigkeit.

Was für ein starkes Zeichen auch gegen „Hetze“ und „Hass“, die Erklärung gerade auf der Plattform zu veröffentlichen, die eben wieder einmal sich besonders hervortut gegen eine österreichische Ministerin …

Der so oft gescholtene Algorithmus bringt auch diesmal deutlicher als jede Erklärung zutage, wer die weltanschaulichen Nachbarn der ÖVP und des Seb. Kurz sind, wenn im konkreten Fall das Unternehmen Facebook als „ähnliche Seiten Strache, Hofer, Haimbuchner, Kickl“ …

In seiner Facebookerklärung spricht Seb. Kurz davon, daß der „unser Nachbar Rußland im Osten“, also Rußland ein „Nachbar“ von Österreich ist. Er wird wohl aus eigener Erfahrung gesprochen haben, als er in ebendieser Facebookerklärung sich dagegen ausspricht, die neun Jahre in der Schule sollen nicht einfach abgesessen werden, sondern Pflicht zum Erwerb von Bildung … Es werden, ist zu hoffen, in seinen neun Jahren in der Schule nicht Landkarten noch verwendet worden sein, die Rußland als tatsächlichen Nachbarn von Österreich …

In seiner Facebookerklärung spricht Seb. Kurz auch wieder einmal davon, Menschen sollen von „ihrer Arbeit“ leben können, sie sollen von „ihrer Arbeit“ leben können durch Senkung „von Steuern“. Sie sollen also nicht von ihrem Lohn für „ihre Arbeit“ leben können, sondern durch das Senken von Steuern.

Oh, wie paradiesisch könnten Menschen von „ihrer Arbeit“ erst leben, wenn gar keine Steuern mehr eingehoben werden würden. Dann müßten Menschen für „ihre Arbeit“ nicht einmal mehr Gehälter und Löhne gezahlt werden, denn ohne Steuern könnten sie wie Kolm in Frankreich leben – von „ihrer Arbeit“ ohne Lohn und Gehalt …

Wie sehr Seb. Kurz seiner geforderten Pflicht zur Bildung persönlich nachgekommen ist, stellt er in dieser seiner Facebookerklärung“ ein weiteres Mal eindrucksvoll unter Beweis, als er davon spricht, der „Großteil der Bevölkerung“ in Österreich würde „im ländlichen Raum“ leben. Hierfür kann er die Statistik als Zeugin aufrufen: nur 58,3 Prozent der Menschen in Österreich leben in Städten, das ist wahrlich nicht der „Großteil“.

Michael Schnedlitz löse Walter Rosenkranz als Volksanwalt ab

Michael Schnedlitz löse ab sofort Dr. Walter Rosenkranz, der erst vor kurzem zum Volksanwalt nicht nur allein von der FPÖ gewählt worden sei, als Volksanwalt ab, weil Rosenkranz …

In einer ersten Stellungnahme gab Michael Schnedlitz seiner Hoffnung Ausdruck, es werde jetzt rasch Ruhe wieder einkehren, die Aufregung rasch verebben, die die Bestellung zum Generalsekretär der freiheitlichen Partei verursachte, da die Funktion des Generalsekretärs nun doch nicht übernommen werde. Er, Schnedlitz, selbst teile die Kritik daran ohne Abstriche, sehe die Unvereinbarkeit von dieser Gesinnung mit einem Parteiamt gegeben …

Er, Schnedlitz, habe schließlich seinen Obmannkameraden, der den Führungsstock fest in der Hand hält, von der Unvereinbarkeit dieser Gesinnung mit einem derart für die gesamte Republik Österreich wichtigem Amt eines Generalsekretärs überzeugen können

„[S]o Hofer. 2016, als die Aussagen […] Die Bewegung der Identitären habe sich anders entwickelt […] verteidigte der FPÖ-Obmann die Entscheidung[.]“

Er teile aber mit seinem Oberkameraden, der das Stockzepter fest in der Hand hält, die Ansicht, die Identitärinnen hätten sich „anders“, oh, und wie „anders entwickelt“, seit ihrem ersten Hintreten in die ÖffentlichkeitSo „anders“ sich die Identitärinnen seit damals „entwickelt“ haben, so gleich weiter habe sich ihre mit festem Stock geführte Partei …

Abschließend kurz verleiht er, Schnedlitz, seiner Freude Ausdruck, nun in diesem, wenn auch für die gesamte Republik Österreich nicht sehr wesentlichen Amt als „Speerspitze“ … Und im Übereinkommen mit seinem Obmannkameraden werde seine erste Amtshandlung sein, die Umbenennung der Volksanwaltschaft in Pegidaschaft und die Schaffung eines entsprechenden Logos, dessen Hintergrund eine Rune … Dies sei seines Obmannkameraden ausdrücklicher Wunsch, der die Anliegen der Pegidinnen als recht berechtigte …

Das Beste aus

Seit dem einen Morgenjournal mit Sebastian Kurz, als sich plötzlich bei dem Gehörten die Frage stellte, in welcher Umgebung wohl diese morgendlichen Gespräche geführt werden und das Strandbad in Klagenfurt unweigerlich sich als Bildantwort einstellte, ist bei jedem Morgenjournal mit Sebastian Kurz, aber auch mit Karoline Edtstadler, auch mit Elisabeth Köstlinger, auch mit Norbert Hofer augenblicklich und unweigerlich das Strandbad in Klagenfurt zu sehen, wie sie oder er im Strandbad in Klagenfurt sitzen, und reden, so reden, wie eben die Berühmten von Fian im Strandbad in Klagenfurt …

Die zweite Jänner-Woche in diesem Jahr 20 ist wieder einmal eine Strandbad-in-Klagenfurt-Woche. Das Beste aus zwei Wochen des neuen Jahres. Das Beste aus Radio und Strandbad.

Am Dienstag Kurz, am Donnerstag Edtstadler zur morgendlichen Rederei im Strandbad in Klagenfurt.

Am Donnerstag also Edtstadler, befragt zum Punkt, der nicht im Regierungsprogramm enthalten ist, die Höhe des österreichischen Beitrages zum Budget der Europäischen Union:

Webhofer: Zu einem ganz wichtigen Punkt fehlt jedes Wort, nämlich zum mehrjährigen Finanzrahmen, dem Budget.

Edtstadler: Österreich hat hier eine ganz klare Position.

Webhofer: Aber sind diese ein Prozent jetzt ÖVP-Position oder nur ÖVP-Position oder gemeinsame Position?

Edtstadler: Das ist eine Position Österreichs, die wir immer vertreten haben.

Webhofer: Ganz kenne ich mich immer noch nicht aus, die Grünen tragen das mit?

Edtstadler: Das ist eine Position Österreichs, und die werden wir auch so vertreten. Im europäischen Rat hat letztlich auch der Regierungschef Sebastian Kurz das letzte Wort.

Wann und wo und vor allem wie hat Karoline Edtstadler mit Österreich über seine Position geredet? Auch im Strandbad in Klagenfurt? Ist der Wörthersee der Mund Österreichs, mit dem Österreich seine Position artikuliert? Oder die Petzen der Mund, der Österreichs …

Am Dienstag also Sebastian Kurz.

Arthofer: Im Regierungsprogramm stehen viele teure Maßnahmen. Die Gegenfinanzierung dazu fehlt aber, kritisieren die führenden heimischen Wirtschaftsforscher. Haben sie recht?

Kurz: Ich glaube, die führenden heimischen Wirtschaftsforscher, bei allem Respekt, waren im Verhandlungsprozeß nicht eingebunden, zumindest habe ich sie während den Verhandlungen nicht gesehen.

Das könnte durchaus als Qualität gewertet werden, der eigene Papagei zu sein, und mit dieser Rederei plappert Sebastian Kurz sich selber nach, ist also sein eigener Papagei. Diese Plapperei, daß wer nicht dabei war, das hat er von sich selber schon gehört …

Wer wünschte nicht, die einen eigenen Papagei haben, dieser würde Kluges nachsprechen. Aber dafür muß, ist diesen zu sagen, auch im Umfeld des Papageis Kluges …

Es scheint, Sebastian Kurz hat doch einmal etwas Kluges gehört, das er aufnahm und nachsprach, als er von dem „Besten aus zwei Welten“ in bezug auf das Übereinkommen zwischen der türkisgetupfen schwarzen Partei und der grünen Partei … Leibniz meinte es wohl nicht in dem Sinn, wie es nun abgeändert nachgesprochen wurde. Und Leibniz, ein Geisteskontinent hingegen, erntete dafür schon allerlei Spott …

Arthofer: Zu Alma Zadic. Da appellieren die Freiheitlichen an den Bundespräsidenten, diese nicht als Justizministerin anzugeloben, weil Zadic in einem medienrechtlichen Fall erstinstanzlich verurteilt worden ist. Wie finden Sie das vorgehen der FPÖ, Ihres ehemaligen Koalitionspartners?

Kurz: Es stimmt, daß Alma Zadic in erster Instanz strafrechtlich wegen übler Nachrede verurteilt wurde. Das ist ein Faktum. Ich glaube aber, daß sie trotzdem ein Recht darauf haben sollte, weiter beruflich und auch politisch tätig zu sein.

Von Papageien wird gewußt, sie können nicht alles nachsprechen, sie verstehen nicht alles. Und weil sie nicht alles verstehen, kommt dann ab und an etwas ganz anderes heraus. Aber weil sie derart froh und glücklich darüber sind, überhaupt etwas zum Nachplappern verstehen zu können, ist ihnen das von ihnen auch gänzlich falsch Nachgeplapperte gleich „Faktum“ …

Katja Arthofer sagt: „medienrechtlich“. Und Sebastian Kurz versteht und plappert: „strafrechtlich“ …

Es werden wohl noch viele Morgenjournale kommen, zu denen sich augenblicklich und unweigerlich das Strandbad in Klagenfurt, jetzt aber mit einem Papagei auf einem Badehüttendach …

Aus: "Verantwortung für Österreich".

Während es die zwei Parteien mühelos schaffen, „Antisemitismus“, „Antizionismus“, „Shoah“ mehrfach in ihr nun vorgelegtes Regierungsübereinkommen zu schreiben, fehlen auch in diesem Regierungsprogramm die Begriffe „Antiziganismus“, „Antiromaismus“, „Porajmos“ …

Sie, die zwei Parteien, nehmen und sprechen die Wahrheit: „Verantwortung für Österreich“. Auch gegenüber Menschen, die in diesem Land leben?

Gegen die Menschen, die unter diesen Begriffen litten, ermordet wurden, aber übernehmen sie keine „Verantwortung“.

Für die Menschen, die in Europa und somit auch in Österreich nach wie vor leiden, einer nach wie vor gegen sie gerichteten Haltung aussgesetzt sind, finden sie nicht einen Buchstaben, den sie in ihr Regierungsprogramm, das ein Parteienübeeinkommen ist, zu schreiben gewillt sind.

Für Menschen, die nicht nur unter diesem Ungeist zu leiden haben, sondern auch nach wie vor ermordet werden, auch in Österreich, um an die Morde im tiefsten Burgenland zu erinnern, und das nur, weil sie aus diesem Ungeist heraus Menschen sind, die auch weiter ermordet werden dürfen, bewegen die zwei Parteien keinen Finger, erscheint ihnen bereits das Tippen eines Beistrichs für sie in ihr Übereinkommen zu viel der Mühe.

Es hätte erwartet werden können, daß unter der Mitarbeit der Grünen diese Begriffe „Antiziganismus“, „Antiromaismus“, „Porajmos“ endlich in ein österreichisches Regierungsprogramm aufgenommen werden, nicht besonders herausgestellt, aber endlich auf einer Ebene mit „Antisemitismus“, „Shoah“, „Antizionismus“ gleichgestellt genannt.

Sie, die zwei Parteien, werden vielleicht sagen, es werde ja ohnehin von „Rassismus“ gesprochen, in diesem ihrem Regierungsübereinkommen. Ja, das ist wahr. Es hätte dann aber auch nicht gesondert von „Antisemitismus“, „Antizionismus“ geschrieben werden müssen, wenn ohnehin von „Rassismus“ …

Aber so wie „Antisemitismus“, „Antizionismus“ nicht im allgemeinen Begriff „Rassismus“ mitgemeint werden kann, darf auch „Antiziganismus“, „Antiromaismus“ nicht im allgemeinen Begriff „Rassismus“ mitgemeint sein, besonders nicht in diesem Land, besonders nicht in Österreich, also im Portschyland.

Es hätte erwartet werden können, nicht von der türkisgetupften schwarzen Partei, aber von der grünen Partei, daß in einem Regierungsprogramm endlich auch in dieser Hinsicht die Verantwortung, auch die historische Verantwortung zum Ausdruck kommt, und nicht nur die „Verantwortung für Österreich“, wie sie seit jeher in Österreich traditionell verstanden wird, alles von sich zu weisen, zuzudecken, was nur zugedeckt werden kann, wegzuschieben, was nur weggeschoben werden kann.

Von der türkisgetupften schwarzen Partei war und ist das nicht zu erwarten, aus mehrfachen Gründen, nicht nur weil für sie die identitäre Parlamentspartei nach wie vor eine Koalitionsoption ist, sondern auch ihr Obmann, kurz ist es her, sich als Beispringer für den Roma-Frage-Innenminister

Von der grünen Partei aber hätte das durchaus erwartet werden dürfen, aus dieser traditionellen „Verantwortung für Österreich“ auszusteigen, aus diesem sonderlichen Gebilde des Verständnisses von Staatsräson herauszutreten, und für eine tatsächliche Verantwortung im Sinne der Geschichte und Gegenwart gegenüber allen Menschen, die in diesem Land leben, einzutreten …

Kurz zusammengefaßt kann gesagt werden. Die Menschen, die auch in diesem Regierungsprogramm nicht vorkommen, bleiben „aus Verantwortung für Österreich“ weiterhin, nun auch unter grüner Beteiligung, „Zigeuner“

Vielleicht wurde beim Schreiben des Regierungsprogramms angenommen, diesen wird ohnehin so viel öffentliche und auch legistische Aufmerksamkeit geschenkt …

Vielleicht ist aber das, was der schwarze Obmann einst sagte, bereits Teil des nunmehrigen Regierungsübereinkommens, das er mit sich ausverhandelte, daher eine nun nicht mehr aufzunehmende Passage in das Übereinkommen, mit der er klar zum Ausdruck brachte, die „Sicherheit von …“ ist ein „nationales Interesse“ Österreichs …

PS Dem Wunsch nach einem Denkmal des Beispringers trägt die grüne Partei Rechnung, und so ist in diesem Regierungsprogramm auch die Errichtung eines Denkmals mit den Namen der NS-Opfer festgeschrieben.

Ein Denkmal mit allen Namen allerdings der Opfer der Shoah, aber kein Denkmal für die Porajmos-Opfer ist im Regierungsprogramm festgeschrieben, nicht einmal ein ganz kleines mit wenigstens einem Namen stellvertretend für alle Porajmos-Opfer …

Sie, die zwei Parteien, werden vielleicht sagen, es gibt für sie ohnehin diesen Ort im tiefsten Burgenland, in den sich kein Mensch nicht einmal dann verirrt, wenn er sich verirrt, und dort steht ohnehin ein ihr Name für alle stellvertretend …

Ja, das Gedenken wird in Österreich hochgehalten, Jahr für Jahr …

Und haben die „Zigeuner“ nicht den internationalsten Platz in der Hauptstadt von „Verantwortung für Österreich“ zum Gedenken, zu dem jährlich die Spitzen des Staates eilen, zu bekunden die historische Verantwortung, ihnen ihren Beistand zu bekräftigen?

PPS Sonderlich an diesem Regierungsübereinkommen, an dem die grüne Partei beteiligt ist, ist die Verwendung von „Zionismus“ im gleichwertigen Sinn von „Antisemitismus“, also das im Übereinkommen festgeschriebene Bekenntnis zum Auftreten gegen „Antisemitismus“ und „Antizionismus“. Es gab und gibt beim „Zionismus“ breit unterstützte ideologische Richtungen von keiner geringen Bedeutung, den eine grüne Partei, den die österreichische grüne Partei, wie sie gekannt wird, nicht ernsthaft beschützen kann wollen, steht dieser doch, war bisher anzunehmen, im völligen weltanschaulichen Kontrast zu einer grünen Partei.

Das Ende von Geschichte, Transparenz und Korruption

1888

Es hat ein Nachrichtensprecher im öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Österreich Wendelin, nein Andreas Mölzer gegenüber deutlich gemacht, daß es „Unsinn“ ist, sich auf die Datenschutzgrundverordnung auszureden, wie es zur Zeit die FPÖ tut, um zu erklären, weshalb im Zusammenhang mit ihrem „Weißenbericht“ nicht die Burschenschaften

Menschgemäß ist es „Unsinn“, wenn Hafenecker, Mölzer und also die identitäre Parlamentspartei sich auf die DSGVO ausreden, räumt doch die Datenschutzgrundverordnung gerade historischer und wissenschaftlicher Forschung eine privilegierte Stellung ein. „Unsinn“ und, wird bedacht, wie viele Mängel der Gerichtshof eben erst beheben mußte, verursacht, kurz gesagt, durch die ausgeschiedenen Gesetze dieser Partei, die für kurz Regierungspartei war, gepaart mit Unkenntnis der Gesetze, der Datenschutzgrundverordnung …

Mehr aber noch als Unsinn und Unkenntnis dürfte der identitären Parlamentspartei die Datenschutzgrundverordnung ein eben erst entdecktes Ideal sein.

Das ist nicht ohne Ironie. Ist doch die Datenschutzgrundverordnung eine Regelung der Europäischen Union, die für die identitäre Parlamentspartei nicht eben das gelobte …

Wird dieser massive Verweis der identitären Parlamentspartei auf die DSGVO weitergedacht, kann kurz zusammengefaßt gesagt werden, damit ist von ihr im Grunde das Ende der Geschichte verkündet, nicht aber in dem Sinne, wie sonst die Phrase vom Ende der Geschichte verstanden wird, sondern das Ende der Geschichte durch Schweigen über die Geschichte, da ja die Datenschutzgrundverordnung jedenfalls für diese Partei dies nicht …

Geschichte, wissenschaftliche und historische Forschung ist etwas sehr Akademisches, sehr Abstraktes, etwas sehr Allgemeines. Wie sehr müßte der identitären Parlamentspartei im Konkreten ein Staat unter dem absoluten Diktat der Datenschutzgrundverordnung, jedenfalls wie diese Partei die DSGVO versteht, als für sie ein gelobtes Land vorkommen. Wenn nichts mehr geprüft werden dürfte, beispielsweise Postenbesetzungen, Korruption nicht mehr nachgegangen werden dürfte und so weiter und so fort. Denn das, was nicht untersucht werden darf, das gibt es dann einfach nicht mehr, existiert nicht – auf diese Weise wäre Österreich ein Land beispielsweise ohne Korruption, ohne parteipolitische Postengaben, ohne Überprüfbarkeit von Beauftragungen aufgrund von Ausschreibungen … Die vollständige Vernichtung von Transparenz, gerade für diese Partei wohl erster Paragraph, wie ein Land nach ihrem Gesinnungsgeschmacke zu sein hat. Vielleicht trägt diese Partei nun Trauer, weil Österreich noch kein Land ist und vor allem bis jetzt noch kein Land unter einem solchen absoluten Diktat war. Denn dann wäre einer noch Vizekanzler und ihr Anführer, ein weiterer Infrastrukturminister, ein weiterer Innenminister und so weiter und so fort.

Für einen scheint es dieses gelobte Land mit dem absoluten Regime der Datenschutzgrundverordnung in der Deutung der identitären Parlamentspartei aber bereits zu geben, und das wird wohl, kurz gesagt, der identitären Parlamentspartei noch weiter in die Trauer treiben, in eine uferlose …

1889 …

1890 …

1891 …

Österreich, Aufarbeitungsbedarf

1118

Am Beispiel der identitären Parlamentspartei und deren Bericht an ihrem damit begründeten Heiligabend erzählt kann wieder einmal generell festgestellt werden, welch hohen Aufarbeitungsbedarf das gesamte Land hat, dieses Österreich also.

Es kann verstanden werden, wenn eine identitäre Parlamentspartei über die Biographie eines Mannes schweigt, in ihrem rechten Lichte erscheinen läßt, der ihr, auch er, eine Quelle für ihren Bericht ist. Weshalb aber, auch bei ihm, Austria-Forum genau das auch verschweigt, was eine identitäre Parlamentspartei verschwiegen haben will, nun, das ist bloß ein weiteres Beispiel für den großen Aufarbeitungsnachholbedarf in Österreich …

E. Bruckmüller ist die Quelle für den Eintrag über Wandruszka im Austria-Forum. Das kann der identitären Parlamentspartei nicht vorgehalten werden, sich nicht darum bemüht zu haben, viele Quellen für ihren „Weißenbericht“ ausfindig zu machen, also auch auf Bruckmüller …

1119

Auf ein weiteres Beispiel wurde bereits hingewiesen, auf das Verbotsgesetz respektive Wiederbetätigungsgesetz in Österreich.

Die Geschichte dieses Gesetzes ist noch schreiben. Es geht dabei aber nicht um den Teil des Verbotsgesetzes, von dem immer medial breit zu lesen ist, wenn etwa ein Jugendlicher nach diesem verurteilt wird, wenn etwa wieder eine aus der identitären Parlamentspartei für dessen Abschaffung ist, sondern vor allem um den Teil mit dem „passiven Wahlrecht“ …

Diese Geschichte des Gesetzes und dessen Handhabung und Anwendung respektive Nichtanwendung durch den Staat Österreich, durch die sogenannten Staatsspitzen ist noch zu schreiben.

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