„Kunst darf satt machen“ – Prekäre Perspektiven für Kunstschaffende

Es gab im Juni 2009 eine Konferenz „zur sozialen Lage der Kreativen“. Seit dem sind zweieinhalb Jahre vergangen, die Zeit ist also vergangen, aber daß die Zeit vergeht, ist keine Leistung, bringt für Kunstschaffende noch keine wesentlichen Verbesserungen, außer für jene, die es mittlerweile aufgegeben haben, Kunstschaffende zu sein …

Wie sehr eine breitest angelegte Diskussion notwendig ist, zeigt die Sammlung „zur sozialen Lage der Kreativen“, eine breitest öffentliche Diskussion, die schließlich mit einem gesetzlichen Instrumentarium, genannt „Volksbegehren“, die überfällige massive Handlungsaufforderung an Politik und Gesellschaft wohl zu unterschreiben haben wird müssen …

PS Es will zwar weder polemisiert noch gar so etwas wie ein Gegeneinanderausspiel angepfiffen werden, wird jedoch beispielsweise an den Spielplan der Wiener Staatsoper gedacht, und es geht bei dieser Anregung um eine breiteste öffentliche Diskussion auch um zeitgenössische Inhalte, könnte gar leicht der Satz geschrieben werden: Hochkultur macht Kunst altsatt …

Volksbegehren „Kunst darf satt machen“ – Umfrage

Um einen ersten aktiven Schritt zu setzen zu einem Volksbegehren „Kunst darf satt machen“, ist der Start mit dieser Umfrage gedacht, mit der vorab ausgelotet werden möchte, ob in Österreich überhaupt ein Interesse dafür besteht, für die Verbesserung der wirtschaftlichen Situationen der Kunstschaffenden aktiv einzutreten, ob denn Kunst in allen ihren Ausdruckformen tatsächlich die Bedeutung in Österreich hat, von der stets derart stolz gesprochen wird.

In Volksbegehren „Kunst darf satt machen“ wurden erste Beweggründe angeführt.

Wenn Sie der Meinung sind, es ist wichtig, ein derartiges Volksbegehren auf den Weg zu bringen, es ist nicht wichtig, ein solches Volksbegehren zu starten, sind Sie herzlich eingeladen, sich an der Umfrage zu beteiligen.

Volksbegehren Kunst darf satt machen

Möglicherweise wartet Claudia Schmied bereits ungeduldig auf ein Volksbegehren „Kunst darf satt machen“, um es ebenfalls unterschreiben zu können, als kräftiges und kämpferisches Zeichen dafür, wie sehr sie, auch in diesem Bereich, bereit ist, die dafür zuständige und verantwortliche Ministerin zu fordern, zu fördern, zu unterstützen, zu motivieren, ihr den Rücken zu stärken …

Es ist augenscheinlich, daß Claudia Schmied nicht nur als Bundesministerin für Unterricht einer volksbegehrlichen Motivation durch Eigenunterzeichnung bedurfte, sondern noch viel mehr als Bundesministerin für Kunst und Kultur einer volksbegehrlichen Unterstützung bedürftig ist, um …

Es ist dringend notwendig, über Kunst und Kultur in diesem als Kunst-und-Kultur-Land sich verkaufenden Staat breit zu diskutieren, über die wirtschaftliche Situationen von kunstschaffenden Menschen im besonderen, über die Fragen im allgemeinen, ist etwa der Ruf als Kunstland auf Dauer zu sichern mit einer Kimtschielthal-Art eingefroreren Kulturpolitik, und so weiter und so fort.

Ein Volksbegehren „Kunst darf satt machen“ kann für die überfälligen Verbesserungen und Weichenstellungen für die Zukunft durchaus ein gutes erstes Instrument sein, auch dafür, breit öffentlich zu verankern, wie sehr Kunst in jedweden Ausdrucksformen für dieses Land nach wie vor, noch, internationaler Atout …

PS Das Bildungsvolksbegehren hatte mit Hannes Androsch einen sehr prominenten Unterstützer. Es wäre wohl nützlich und hilfreich, fände sich für ein Volksbegehren „Kunst darf satt machen“ eine ebenso prominente Unterstützerin, die über ein Netzwerk verfügt, das sie zum Mitmachen motivieren kann, um „Kunst darf satt machen“  zu einem tatsächlich erfolgreichen Volksbegehren zu machen, der, wenn notwendig, dafür einen entsprechenden Verein gründet, und sich im Gegensatz zu Dr. Hannes Androsch, dem Präsidenten des Vereins „Bildungsinitiative für die Zukunft“, mit dem Titel Obmann begnügt …