Mit einem Kanzler Sebastian Kurz Weltspitze in Kunst- und Kulturlosigkeit

Nun will Sebastian Kurz also die erst im letzten Jahr von seiner Partei erhöhte Umsatzsteuer für Beherbergung wieder reduzieren. (Das zeugt eindrucksvoll von der Fähigkeit der kurz’schen Partei, so richtig langfristig, gar weit in die Zukunft hinein zu denken, zu planen …)

Eine Rücknahme der ebenfalls erst im letzten Jahr von seiner Partei erhöhten Umsatzsteuer im kulturellen Bereich, eine Rücknahme der ebenfalls erst im letzten Jahr von seiner Partei und also auch von ihm erhöhten Umsatzsteuer für „Künstler“ fällt Sebastian Kurz nicht ein.

Wie auch?

Es darf mit Recht gefragt werden, ob Sebastian Kurz die Wörter Kunst und Kultur überhaupt geläufig sind.

Denn.

Zu Kunst und Kultur ist von Sebastian Kurz nichts bekannt. Bis auf die Präsentation der Großbauerin, die für ihn, Kurz, stehe für …

Zur Kultur gehört auch die Rede. Und wenn die gar vielen Aussagen von Sebastian Kurz an der Kultur der Rede gemessen werden, begreift Sebastian Kurz von Kultur die Kulturlosigkeit. Und bei der Kunst in jedweder Form gibt es von Sebastian Kurz nichts, mit dem eine Messung möglich wäre.

Es ist für dieses Land auch bezeichnend, daß Kunst und Kultur keine Themen sind, zu denen es mediale Fragen an Kandidaten und Kandidatinnen der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 gibt. Sebastian Kurz nicht danach zu fragen, nun, bei ihm mag dafür christliche Nächstenliebe ausschlaggebend sein, nach dem Bibelwort: Schonet aber die mit Überforderung Beladenen …

Es richten sich bereits viele, viel zu viele darauf ein, es ergeben sich bereits viele, viel zu viele schicksalshörig einer Vergangenheit, die in der Wahlreklame Zukunft genannt wird, daß Sebastian Kurz der nächste Bundeskanzler … kann ein Land aber wie Österreich, das gar so stolz darauf sein möchte, ein Kunst- und Kulturland zu sein – für den Tourismus gewiß ein hergerichtetes ist, im Verkehr mit Fremden gewiß keines – sich tatsächlich einen Bundeskanzler leisten, dem Kunst und Kultur gar nichts sagen, nichts bedeuten, dem Kunst und Kultur so unverständlich sind wie wohl den meisten Menschen die schwarzen Löcher im Universum, sein gesamtes Universum der Kunst und Kultur Finsternis …

Was für Senkungen neben der Umsatzsteuer fallen Sebastian Kurz noch ein? Es sind die Förderungen. Welche Förderungen zu senken es sein werden, auch sein werden, dazu bedarf es keiner Phantasie. Einem Menschen wie Kurz, dem zu Kunst und Kultur nichts einfällt, kann nur eines sofort einfallen, im Bereich von Kunst und Kultur die Förderungen …

Hierzu paßt auch das von der kurz’schen Partei ebenfalls erst im letzten Jahr mitbeschlossene Auslaufen der Bildungsfreibeträge, der Entfall der Bildungsprämie …

Vor langer Zeit wurde gerne die Formulierung für Unentdecktes verwendet: es gäbe weiße Flecken auf der Landkarte. Im Fall der kurz’schen Partei könnte nach dem 15. Oktober 2017 eine neue Formulierung sich durchsetzen: Dank der kurz’schen Partei ist Österreich heute ein schwarzer Fleck auf der Landkarte, was Kunst, Kultur, Bildung … so ein schwarzer Fleck, wie das kurz’sche Programm bereits jetzt ist. Und wie schwarz die kurz’sche Schwärze ist, Sie sich davon eine Vorstellung machen können, wie schwarz die Zukunft in Österreich werden – ein Blick genügt: Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei …

Und wenn Sie einen Blick auf die kurz’sche Finsternis werfen, denken Sie dabei unbedingt auch daran, wie noch schwärzer es werden könnte, mit seiner identitären Partnerin in der Regierung, mit dieser Parlamentspartei mit ihrem recht ausgeprägten … das muß gar nicht weiter, nicht wieder groß ausgeführt werden, eine Zeile von Josef Weinheber bringt es auf den Punkt, seine Bestellung in einem Kaffeehaus …

PS Wie seltsam doch Künstlerinnen und Künstler sind. Sie dienen sich auch jenen an, denen sie vollkommen egal sind, wollen sie nach wie vor Knechte und Mägde der Macht sein und sogar von jenen, von denen sie sich dafür in günstige Position bringend meinen, sie werden die Macht erlangen, und sei es auch nur eine klitzekleine Macht in einem klitzekleinen Staat. Wie Jiny Lan, die Sebastian Kurz malt, mit dem Parlament als Hintergrund; zutreffender allerdings als Hintergrund wäre der unweit vom Parlament gelegene Volksgartentempel, vor dem eine Figur von Josef Müllner steht zur Kenntlichkeit der geistigen Verfaßtheit in diesem Land damals wie heute …

Jiny Lan malt Sebastian Kurz mit falschem Hintergrund

„Kunst darf satt machen“ – Prekäre Perspektiven für Kunstschaffende

Es gab im Juni 2009 eine Konferenz „zur sozialen Lage der Kreativen“. Seit dem sind zweieinhalb Jahre vergangen, die Zeit ist also vergangen, aber daß die Zeit vergeht, ist keine Leistung, bringt für Kunstschaffende noch keine wesentlichen Verbesserungen, außer für jene, die es mittlerweile aufgegeben haben, Kunstschaffende zu sein …

Wie sehr eine breitest angelegte Diskussion notwendig ist, zeigt die Sammlung „zur sozialen Lage der Kreativen“, eine breitest öffentliche Diskussion, die schließlich mit einem gesetzlichen Instrumentarium, genannt „Volksbegehren“, die überfällige massive Handlungsaufforderung an Politik und Gesellschaft wohl zu unterschreiben haben wird müssen …

PS Es will zwar weder polemisiert noch gar so etwas wie ein Gegeneinanderausspiel angepfiffen werden, wird jedoch beispielsweise an den Spielplan der Wiener Staatsoper gedacht, und es geht bei dieser Anregung um eine breiteste öffentliche Diskussion auch um zeitgenössische Inhalte, könnte gar leicht der Satz geschrieben werden: Hochkultur macht Kunst altsatt …

Volksbegehren „Kunst darf satt machen“ – Umfrage

Um einen ersten aktiven Schritt zu setzen zu einem Volksbegehren „Kunst darf satt machen“, ist der Start mit dieser Umfrage gedacht, mit der vorab ausgelotet werden möchte, ob in Österreich überhaupt ein Interesse dafür besteht, für die Verbesserung der wirtschaftlichen Situationen der Kunstschaffenden aktiv einzutreten, ob denn Kunst in allen ihren Ausdruckformen tatsächlich die Bedeutung in Österreich hat, von der stets derart stolz gesprochen wird.

In Volksbegehren „Kunst darf satt machen“ wurden erste Beweggründe angeführt.

Wenn Sie der Meinung sind, es ist wichtig, ein derartiges Volksbegehren auf den Weg zu bringen, es ist nicht wichtig, ein solches Volksbegehren zu starten, sind Sie herzlich eingeladen, sich an der Umfrage zu beteiligen.

Volksbegehren Kunst darf satt machen

Möglicherweise wartet Claudia Schmied bereits ungeduldig auf ein Volksbegehren „Kunst darf satt machen“, um es ebenfalls unterschreiben zu können, als kräftiges und kämpferisches Zeichen dafür, wie sehr sie, auch in diesem Bereich, bereit ist, die dafür zuständige und verantwortliche Ministerin zu fordern, zu fördern, zu unterstützen, zu motivieren, ihr den Rücken zu stärken …

Es ist augenscheinlich, daß Claudia Schmied nicht nur als Bundesministerin für Unterricht einer volksbegehrlichen Motivation durch Eigenunterzeichnung bedurfte, sondern noch viel mehr als Bundesministerin für Kunst und Kultur einer volksbegehrlichen Unterstützung bedürftig ist, um …

Es ist dringend notwendig, über Kunst und Kultur in diesem als Kunst-und-Kultur-Land sich verkaufenden Staat breit zu diskutieren, über die wirtschaftliche Situationen von kunstschaffenden Menschen im besonderen, über die Fragen im allgemeinen, ist etwa der Ruf als Kunstland auf Dauer zu sichern mit einer Kimtschielthal-Art eingefroreren Kulturpolitik, und so weiter und so fort.

Ein Volksbegehren „Kunst darf satt machen“ kann für die überfälligen Verbesserungen und Weichenstellungen für die Zukunft durchaus ein gutes erstes Instrument sein, auch dafür, breit öffentlich zu verankern, wie sehr Kunst in jedweden Ausdrucksformen für dieses Land nach wie vor, noch, internationaler Atout …

PS Das Bildungsvolksbegehren hatte mit Hannes Androsch einen sehr prominenten Unterstützer. Es wäre wohl nützlich und hilfreich, fände sich für ein Volksbegehren „Kunst darf satt machen“ eine ebenso prominente Unterstützerin, die über ein Netzwerk verfügt, das sie zum Mitmachen motivieren kann, um „Kunst darf satt machen“  zu einem tatsächlich erfolgreichen Volksbegehren zu machen, der, wenn notwendig, dafür einen entsprechenden Verein gründet, und sich im Gegensatz zu Dr. Hannes Androsch, dem Präsidenten des Vereins „Bildungsinitiative für die Zukunft“, mit dem Titel Obmann begnügt …

Wie aus an Schas a Kas wird – Österreichische Bundeshymne, das Rezept

Es ist zu wünschen, daß es dem Verlag gelingt, die Änderung der Bundeshymne auf rechtlichem Weg rückgängig zu machen, daß diese Änderung der Bundeshymne nie zum Einsatz kommen darf, denn die durch einen parlamentarischen Beschluß veränderte Bundeshymne ist zuerst eine Beleidigung, eine Unverschämtheit und eine Anmaßung gegen die Literatur, begangen von Abgeordneten … Abgeordnete, die (vor allem im Bundesrat) nicht einmal der stammelfreien Rede fähig sind, hatten sich erdreistet, Literatur gesetzlich zu verändern …

Drei Versionen der Bundeshymne. Und plötzlich soll eine vierte ummöglich sein? Eine ganz neue Bundeshymne, wenn es denn schon eine geben soll.

Es hat auch ein literarischer Schas, und etwas anderes ist dieser Text der Bundeshymne nicht, ein Recht auf Schutz vor Änderungen durch Dritte …

Aber die gesetzliche Änderung dieses literarischen Furzes wurde nicht nur von den Abgeordneten beschlossen und ist vom Bundespräsidenten wohl bereits beglaubigt worden, sondern dieser Gegenwartskas wurde auch medial von vielen akklamiert,  womit österreichische Politik und österreichische Medien vorzeigen, wie Kas hergestellt werden kann, aus einem Schas.

Der Textschas als Bundeshymne ist mit der Hereinnahme der Töchter nicht riechbarer geworden, er stank als Schas, und stinkt jetzt noch mehr als Kas. Denn war es bisher lediglich ein Bruderchor, müssen nun auch die Töchter hinein in den Chor zum Jubel der Treue zum Vater…

Wer den alten Textschas und den nun zum Kas gereiften Text vergleichend liest, kann nur zu einem Schluß kommen, beide verströmen nicht den Duft des Geistes, beide sind absolut lächerlich und falsch. Es könnte zu jeder einzelnen Zeile dieses Schaskases eine vernichtende Interpretation geliefert werden, aber diese stinken derart, daß nur der Raum augenblicklich und fluchtartig verlassen werden kann, in dem diese gesungen werden. Wer aber gestanksresistent ist oder gewisse Vorlieben hat, mag diese selbst Wort für Wort für sich durchgehen und interpretieren, allerdings muß gewarnt werden, es ist nicht ausgeschlossen, bei der letzten Zeile angekommen, in ein Wachkoma … Anderseits kann das Wachkoma auch eine Empfehlung sein, in diesem Zustand lebt es sich in Österreich angenehmer …

Es könnte auch gehofft werden, daß es dem Verlag nicht gelingt, rechtlich erfolgreich gegen diese Änderung zu sein, denn dieser Schaskas belegt doch eindrücklich, daß in diesem Land ein Wörterbuch verwendet wird, in dem gewisse Wörter nicht erklärt werden, etwa „Erneuerung“, „Fortschritt“, „Entwicklung“ …

Wenn es denn unbedingt eine Nationalhymne geben muß, wäre es nun eine gute Gelegenheit gewesen, für einen gänzlich neuen Text, für einen Text, der über das Engnationale hinausweist, auch Frau und Mann elegant und klug auf die gleiche Ebene stellt …

Wie es jedoch scheint, reicht es in Österreich nur mehr bis dahin, aus einem Schas einen …

PS Es gab vorab eine teure Verkostung von dieser Kassorte, einkgekauft mit fremdem Geld von Claudia Schmied, Bundesministerin, das ist nun einmal Teil ihrer offiziellen Arbeitsplatzbezeichnung, für Kultur und Kunst … Der erste Schaskas, gesungen von Christina Stürmer, war für die PR-Kampagne für eine Bildungsreform … Übrigens, als Beweis der hervorragenden Arbeit, die Claudia Schmied als Bundesminnisterin auch für Unterricht leistet, müßte sie nur einen Namen nennen: Nikolaus Pelinka, den sie (im Standard vom 23. Dezember 2011 nachzulesen) „politisch prägte“

Kunstliebe in Österreich

Es wäre nicht groß erwähnenswert, wenn Dr. Martin Graf wieder Odin Wiesinger einlädt, im Parlament seine Werke auszustellen

Denn wem mag es verübelt oder gar vorgeworfen werden, inmitten seiner Bilderwelt wandeln zu wollen, ginge damit nicht stets einher die Verteufelung jedweder anderer Kunst als eine von nicht echten Künstlern und Künstlerinnen …

In diesem Jahr war es im September wieder Zeit, Odin Wiesinger in das Parlament zu laden, einen Künstler, der selbst zur Kunst, die nicht auf Burschenschaftsmotive beschränkt ist, nichts anderes zu sagen hat, als … Es mag nicht wiederholt werden, was von ihm bereits zitiert wurde …

Wie leicht könnte darüber hinweggesehen werden, wäre das lediglich das Kunstverständnis von Freiheitlichen und von Kunstschaffenden mit dem seltenen Glück, mit ihren Kunden auch die Gesinnung zu teilen … Aber diese oft bis zur Bösartigkeit gesteigerte Haltung gegen die Kunst der Gegenwart ist eine in Österreich nach wie vor weit verbreitete … Es wird zwar stolz hingewiesen auf den österreichischen Beitrag zur Kunst der Moderne, aber auf den vor einhundert Jahren, mit verklärtem Blick gefordert, Kunst und Literatur müsse sein wie zur Zeit …