Religiöse Beschneidung und Völkermord

Über die Aussage in kashoferischer Qualität des Ariel Muzicant wurde bereits geschrieben, aber seine Verharmlosung und seine Diffamierung ist noch einmal aufzugreifen, da es heute zu diesem einhelligen Auftritt der Organisierten Glauben kam, bei dem sich auch die christlichen Sekten für die religiöse Beschneidung mächtig ins Zeug legten …

Die Verharmlosung der Shoa durch Ariel Muzicant läßt durch das massive Eintreten der christlichen Sekten für die rituelle Beschneidung an einen Völkermord denken, der nicht allein durch das Töten von Menschen durchgeführt wurde, sondern auch durch Kastration, die, wie hier schon ausgeführt wurde, Sigmund Freud mit der Beschneidung in Verbindung bringt …

Es ist ein Völkermord, den gläubige Christen und Christinnen, die Tasmanien kolonisierten, verübten, über den John Gray in Von Menschen und anderen Tieren – Abschied vom Humanismus schreibt:

Als 1772 Schiffe mit europäischen Siedlern landeten, schienen die Eingeborenen sie überhaupt nicht zu beachten: Weil sie auf einen derartigen Anblick durch nichts vorbereitet waren, lebten sie weiter wie gewohnt. Sie hatten den Siedlern nichts entgegenzusetzen. Im Jahr 1830 waren von ursprünglich etwa 5000 Menschen nur noch 72 übrig. In den Jahrzehnten dazwischen hatte man die Ureinwohner zu Sklaven gemacht und sexuell missbraucht, gefoltert und verstümmelt. Man jagte sie, als seien sie Schädlinge, und erhielt für ihre Haut ein staatliches Kopfgeld. Wenn man einen Mann tötete, band man seiner Frau seinen Kopf um den Hals und ließ sie damit herumlaufen. Männer, die man nicht umbrachte, kastrierte man meistens. Die Kinder schlug man tot. Als der letzte männliche eingeborene Tasmanier, William Lanner, 1869 starb, öffnete Dr. George Stokell, ein Mitglied der Royal Society von Tasmanien, das Grab und machte sich aus Lanners Haut einen Tabakbeutel. Der Genozid war vollendet, als einige Jahre später die letzte „Vollblut“-Eingeborene starb.

Der Symbolersatz Beschneidung wurde in Tasmanien zur grausamen Wirklichkeit der Kastration und zur tatsächlichen Vernichtung eines ganzen Volkes -, daran mußte gedacht werden beim Auftritt der leitenden Angstellten der christlichen Sekten zur Schützenhilfe für die rituelle Beschneidung, ausgelöst durch die völlig in die Irre gehende und in Zusammenhang mit der Beschneidung jedweder Grundlage entbehrenden Warnung des Ariel Muzicant …

PS In die Collage wurden noch einmal Aussagen von Sigmund Freud und von Moses Maimonides aufgenommen, der von einer schwerwiegenden Operation spricht -, das Schneiden der Fingernägel zählte bis heute nicht zu Tätigkeiten, die operativ … Aber Moses Maimonides spricht auch deutlich aus, welchen Zweck die Beschneidung hat -, das ist nachzulesen unter: Der Dreifaltigkeit Verteidigung des Rechts der Eltern auf Erziehung mit dem Messer

Und mehr zu Sigmund Freud und auch den heute von den vier Sekten wieder vorgebrachten Unterstellungen

PPS Über eine Aussage von Oskar Deutsch durfte schon einmal voll Bewunderung geschrieben werden … Und auch heute abverlangt Oskar Deutsch Anerkennung für seine Aussage, ein Verbot der Beschneidung wäre eine geistige Vertreibung … Sollte in Israel eines Tages die Bewegung, die für ein Verbot der Beschneidung in Israel ist, derart stark werden, daß in Israel ein solches Verbotsgesetz -, wäre das dann auch eine Vertreibung? Und wenn ja, wer vertriebe wen? Der Jude den Juden? Oder gäbe es dann keine Juden mehr, sondern nur noch Unbeschnittene, die Beschnittene vertrieben? Und wo wäre dann der Platz der Jüdinnen? Könnten Jüdinnen, die ja Markierungen nicht würdig sind, denen also keine direkte Bande zu den Überirdischen zugestanden wird, in Israel bleiben oder müßten sie zuvor mit bloßem Wasser von Menstruationsblut gereinigt mit ihren Irdischen …

Ein Gedanke zu „Religiöse Beschneidung und Völkermord

  1. Petition gegen Beschneidung
    20. Juli 2012

    Text der Petition

    Der Deutsche Bundestag möge beschließen, Personensorgeberechtigten jede rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung eines Jungen (Zirkumzision) oder eines Mädchens (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) im Hinblick auf die Verwirklichung der körperlichen Unversehrtheit des Kindes oder Jugendlichen bis zu dessen Volljährigkeit zu untersagen. Um dem Individuum die Option auf ein Leben mit unversehrten Genitalien und mit der Option auf eine selbstgeschriebene Biographie zu ermöglichen, insbesondere im Hinblick auf die Entscheidung, ob eine lebenslange Sexualität mit oder ohne Präputium (Junge) oder Klitorisvorhaut (Mädchen) verwirklicht wird, möge der Bundestag beschließen, in das Bürgerliche Gesetzbuch Buch 4 Familienrecht Abschnitt 2 Verwandtschaft Titel 5 Elterliche Fürsorge § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge einzufügen:

    § 1631d
    Verbot der rituellen Genitalmutilation

    Die Eltern können nicht in eine rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung ihres Sohnes (Zirkumzision) oder ihrer Tochter (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) einwilligen. Auch das Kind selbst kann nicht in die Beschneidung einwilligen. § 1909 findet keine Anwendung.

    http://eifelginster.wordpress.com/2012/07/21/297/

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