Tax Freedom Day der Austrian Tea Party

Vor ein paar Tagen durfte Barbara Kolm wieder ihre medialen Aufttritte haben, um als Direktorin des Instituts, das in Österreich den tax freedom day für Österreich berechnet, darüber zu reden, wie lange in Österreich in einem Jahr für den Staat gearbeitet werden müsse …

Tax freedom day - Austrian Tea Party

Ach, was für Abgaben-Belastungen, staatliche Förderungen nehmen zu müssen.

Es ist eine äußerst umstrittene Methode, weil eine äußerst einseitige, die vollkommen die Leistungen des Staates unberücksichtigt läßt, das große Gesamte einer Gesellschaft völlig ausblendet. Wie läuft wohl so eine Berechnung ab? Das Bild mag nicht aus dem Kopf gehen, daß Vermögende auf für sie billigen weil subventionierten Theatersitzplätzen sitzen, den Aufführungen gar nicht aufmerksam folgen können, weil sie immerzu kopfrechnen müssen, wie sie die Mehrwertsteuer für noch größere Säcke sich ersparen könnten, um all das Geld auch noch unterbringen zu können, das sie sich etwa durch staatlich sanktionierte kreative Buchführung an Abgaben ersparen, aber diese für sie steuerschonenden Berechnungen derart belastend finden, daß sie der Meinung sind, mehr als acht Monate in einem Jahr damit belastet zu sein, Abgabenvermeidungen zu berechnen …

Die Berechnung dieses Steuergedenktages wird als eine wissenschaftliche, also als eine objektive und somit ideologiefreie präsentiert. Barbara Kolm ist Mitglied der Austrian Tea Party. Das sagt allein schon alles aus, was von dem tax freedom day zu halten ist.

Es ist eine ideologiegetriebene Berechnung, nicht mehr, aber die sich medial gut verkaufen läßt, die breit medial nachgeschrieben wird.

Es könnten viele Beispiele angeführt werden, was es für die Menschen in Österreich hieße, wenn sich in Österreich die Tea-Party-Ideologie durchsetzte. Nur eines soll kurz gestreift werden. Das Institut, dem Barbara Kolm vorsteht, führt zur Berechnung der Belastung durch den Staat u.a. auch die Sozialbeiträge an. Es wird ihr selbst vielleicht möglich sein, beispielsweise eine Operation zu bezahlen, ohne sich dafür in horrende Schulden stürzen zu müssen, aber wie viele Menschen in Österreich, die aufgrund ihrer extrem niedrigen Löhne keine direkten Steuern zahlen und auch sehr geringe Sozialabgaben, könnten sich eine lebensrettende Operation gar nicht leisten, weil es ihnen nicht einmal möglich wäre, sich für eine einzige lebensrettende Operation finanziell existenzgefährdend zu verschulden.

2 Gedanken zu „Tax Freedom Day der Austrian Tea Party

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