Entschädigung Hitler-Geburtshaus-Enteignung nach dem Eisenbahn-Entschädigungsgesetz

Hitler Geburtshaus - Entschädigung der Enteignung nach dem Eisenbahnentschädigungsgesetz

Mit der Überschrift ist bereits zusammenfaßt, was von dieser Gesetzeseinbringung zu halten ist, im Brennglas der Geschichte. Nämlich nichts.

Die Zeit ist über Hitler längst hinweggegangen. Nur in Österreich nicht. Da wird immer noch die Legende gepflegt, es war Hitler allein, der sich allein wählte, der alles allein tat, was es zu tun gab, um Massenmorde, Massenverbrechen, Enteignungen … auch um die Eisenbahn kümmerte er sich selbst, und damit ihm nicht Postenschacher vorgeworfen werden konnte, wechselte er seine Namen millionenfach, für das Organisieren der Reichsbahntransporte etwa wählte er den Namen Eichmann …

Pilgerstätte - In einer hedonistischen Zeit taugt Adolf Hitler nur in der müllnerischen GestaltDas Innenministerium aber ist in der Zeit, also im Heute noch nicht angekommen. Wer braucht in Zeiten des Internets noch nach Braunau zu reisen, um sich vor einem abgewirtschafteten Haus der Wiederbetätigung hinzugeben? Wer will noch in dieser hedonistischen Zeit einen Unschönling wie Adolf Hitler verehren, einem Unschönling gedenken? Das Innenministerium scheint nicht nur mit der Zeit die größten Probleme zu haben, sondern auch mit dem Raum. Wie viele Plätze gibt es in Österreich, die sich für Wiederbetätigung und Gedenken recht hervorragend eignen? In dieser hedonistischen Zeit kann selbst ein Adolf Hitler beispielsweise in Wien verehrt und seiner in Wiederbetätigung gedacht werden, aber in der Gestalt des deutschen Jünglings  vor dem Theseus-Tempel im Volksgarten. Eine Pilgerstätte seit Ewigkeiten der vom gleichen Bildhauer, also von Müllner, geschaffene Kopf unweit davon, auf dem Gelände der Universität, ebenfalls lange bevor Adolf Hitler vom einfachen Wähler zum gewählten Massenmordverbrecher aufstieg, was aber in dieser hedonistischen Zeit manche, wenn sie andächtig vor dem Siegfriedskopf stehen, die Hände zum Gebet gefaltet, seiner gedenken lassen werden, was für ein Kopf er, Adolf Hitler, doch war, was für ein germanischer Kopf, der muß doch ein role model für jeden Maler aus seiner unmittelbaren Heimat …

Wer braucht heute noch Adolf Hitler als Symbol, wenn es reicht, eine Kornblume zu tragen, die in Österreich seit 107 Jahren, um einen markanten Zeitpunkt zu nennen, für alles steht, das auch einem Adolf Hitler recht lieb und teuer war? Teuer eigentlich nicht, teuer kam es seinen Wählerinnen und Wählern …

Das ist im Grunde bloß noch ein Nachtrag, weil es jetzt tatsächlich diesen eigenen Gesetzesentwurf mit der Entschädigungsabsicht nach dem Eisenbahn-Entschädigungsgesetz gibt. Denn, was dazu zu sagen ist, wurde bereits geschrieben, als Antwort auf eine gestellte Frage:

In diesem Haus in Braunau am Inn wurde Wähler Adolf Hitler, der Hitler wählte, geboren.

In diesem Kapitel kann auch noch von weiteren Plätzen in Österreich gelesen werden, die sich bereits jetzt recht eignen und weiter eignen werden, sollte die Enteignung tatsächlich …

Und auch im Kapitel, das von einer Reise erzählt. Von Italien kommend, in Villach eine Rast einlegen, vor einem Gebäude und schon kann bei einer Extrawurstsemmel wieder – abermals wird dazu kein Adolf Hitler gebraucht, oder, wer Deutschtum liest, wird auch seiner …

PS Und es kann – wird an die ständige Suche in diesen Kreisen gedacht, Menschen zu finden, die sie in ihre „politischen Opferlisten“ aufnehmen können, um zu beweisen, wie recht verfolgt sie vom „System“ sind – nicht ausgeschlossen werden, daß durch die geplante Enteignung die Hausbesitzerin für diese Kreise selbst eine wird, die sich für sie stellvertretend eignet für Gedenken und Wiederbetätigung, mit der diese Kreise diese als eine weitere „Zeugin“ ihre Propaganda … Das könnte dann wohl kontraproduktiv genannt werden, eine „Pilgerstätte“ verhindern zu wollen und zugleich beizutragen, daß derartige Kreise mit neuem Stoff versorgt werden für ihre Wiederbetätigungen und Gedenken … und so weiter und so fort

PPS Möglicherweise wird diese besondere Präventionsarbeit des Innenministeriums auch nur nicht verstanden. Um Menschen die Möglichkeit zu nehmen, nach dem Wiederbetätigungsgesetz straffällig werden zu können, muß eben zur harten Maßnahme der Enteignung gegriffen werden. Aber vielleicht weiß das Innenministerium nicht nur recht Bescheid um Zeit, Raum, Symbol, sondern auch um Gesetze, oder gilt etwa das Verbotsgesetz in Braunau nicht? Wenn an manche Angestellte der Exekutive gedacht wird, etwa an den Vizebürgermeister in Kaltenleutgeben, dem ein Glaube gefährlicher als die NPD …

2 Gedanken zu „Entschädigung Hitler-Geburtshaus-Enteignung nach dem Eisenbahn-Entschädigungsgesetz

  1. Pingback: Porajmos und die Geburtshäuser von Adolf Hitler, Martin Luther … | Prono ever

  2. Pingback: Das Lueger-Denkmal von Josef Müllner und die sonderliche Tafel von Oliver Rathkolb | Prono ever

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s