Versammelte Alte Menschen um Michael Ley

Ob die alten Männer sich auf dem Friedhof zum Begräbnis von Dr. Michael Ley, der zum Zeitpunkt seines Selbstmordes mit 68 Jahren ein nach Lebensjahren tatsächlich alter Mann war, wird nicht gewußt, hingegen ist bekannt, daß alte Männer auf ihn, ein jeder für sich in seiner Stube, Nachrufe schrieben und sie sich auf diese Weise zu einer Versammlung am Grab des Michael Ley einfanden.

Wann ein Mann alt ist, ist an seinen Lebensjahren festzumachen, aber auch, wie es an den Männern der Ley-Nachrufe wieder einmal feststellbar ist, so manchen von ihnen wird nach ihren Lebensjahren nicht nachgesagt werden können, sie seien alt, und sind es doch … Zur Unterscheidung, zur Abgrenzung ist es vielleicht angebracht, dafür eine klare Schreibweise zu wählen. Von alten Männern zu schreiben, wenn sie nach Lebensjahren tatsächlich alt sind, von Alten Männern zu schreiben, wenn sie unabhängig von ihrem Alter alt sind. Und da es unter den Alten Männern doch auch Frauen gibt, ist es, einfach wie kurz gesagt, angebracht, von Alten Menschen zu sprechen.

In dieser Versammlung der Nachrufe auf Michael Ley von Alten Menschen tummeln sich, wie nicht anders zu erwarten,

Michael Scharfmüller, dem Michael Ley sein tiefes Denken anvertraute, wie im Nachruf zu lesen ist:

In einem Gespräch mit Info-DIREKT-Chef Michael Scharfmüller stellte er klar, dass nicht Info-DIREKT antisemitisch sei, sondern das grundlose Schwingen der Antisemitismus-Keule gegen Projekte wie Info-DIREKT antisemitische Vorurteile erzeuge. Dadurch, dass berechtigte Kritik an Personen wie George Soros als antisemitisch gebrandmarkt werde, würden manche Menschen nämlich erst auf die Idee gebracht, dass es eine jüdische Weltverschwörung gäbe.

Stürzenberger, noch ein Michael, sozusagen die Dreifaltigkeit der Michels, Michael Ley, Michael Scharfmüller, Michael Stürzenberger, und in seinem Nachruf auf einer Website, die ebenfalls das tiefe Denken recht hegt, so viele Namen von Menschen, die für tiefste „Aufklärungsarbeit“ stehen, der nun, so Stürzenberger, ein Michael „unserer Aufklärungsbewegung“ fehle …

[…] Elmar Forster vom Blog „Unser Mitteleuropa“ anrief und mir die traurige Botschaft übermittelte, dass Michael Ley nicht mehr unter uns ist. Eigentlich sollte ich – wie auch Stefan Ullrich, der Gründer von „deusvult.info“ – ein Kapitel zu seinem neuen Buch […] Zu viel Negatives musste er auch im Rahmen seiner Aufklärungsarbeit erleben. Bei einer Podiumsdiskussion zusammen mit dem damaligen österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache, dem Publizisten Henryk M. Broder und der Islamkritikerin Laila Mirzo am 13.2.2019 in Wien anlässlich seiner Buchveröffentlichung […] Die AfD schätzte sein Wissen und holte ihn immer wieder als Experten, beispielsweise zum Menschenrechtsausschuss des Bundestages am 6. Juni 2019, in dem er eindrucksvoll […] Zu der Präsentation seines Buches „Reconquista“ luden ihn die AfD-Bundestagsabgeordneten Petr Bystron und Volker Münz am 30.1.2020 in den Fraktionssaal der AfD im Berliner Bundestag ein. […] Zuletzt sah ich Michael bei der AfD-Veranstaltung „Das Staatsverständnis des Islam“ am 25.7.2021 in Unterschleißheim. Dort stellte er seine neueste Publikation „Der Islamische Totalitarismus“ vor, in der er auch wichtige Texte von Udo Ulfkotte, dem Salzburger Weihbischof Andreas Laun und der Publizistin Elisabeth Sabaditsch-Wolff veröffentlichte. Michael […]

Eine Ehre auch ihm, einen Nachruf auf Michael Ley zu schreiben, auch wenn er nicht Michael heißt, sondern Martin, und auch er führt mit Stolz Namen dieser tiefsten „Aufklärungsbewegung“ an.

Ein Buch haben Ley und ich zusammen verantwortet: Den Sammelband Nationalmasochismus, erschienen 2018, der außer unseren eigenen Beiträgen Texte von Caroline Sommerfeld, Siegfried Gerlich, Michael Klonovsky, Tilman Nagel, Andreas Unterberger und Michael Mannheimer […] Im Zentrum stand einer von Leys zentralen Gedanken: Daß der heutige “Nationalmasochismus” der Deutschen, also ihre lustvolle Selbstabschaffung und Selbsterniedrigung, eine Art psychopathologische Umkehrung der exzessiven nationalistischen Überhöhung vergangener Zeiten sei, eine These, die auf ähnliche Weise bereits Armin Mohler vertreten hatte. Nach diesem Muster deutete Ley in seinem Buch Hitlers Kinder (2018) auch die “Generation der Achtundsechziger”. […] Damit hatten wir eine solide gemeinsame Grundlage. Ich rechne Michael Ley hoch an, daß er als einer der ersten intellektuellen “Überläufer” aus dem Mainstream Kontakte zur Identitären Bewegung und ihrem Umfeld geknüpft hat, namentlich zu Martin Sellner und Alexander Markovics (der damals noch in diesem Rahmen aktiv war), und dies nie verleugnet oder sich “distanziert” hat, obwohl ihm diese “Nähe zu Rechtsextremen” natürlich immer wieder angekreidet wurde und zu seinem Verstoß aus den Salons des erlaubten Denkens beigetragen hat. […] Für Ley war Westeuropa bereits verloren. “Sieh dir doch Frankreich an”, sagte er einmal abwinkend zu mir. “Wie soll es denn möglich sein, diese Millionen wieder zurückzuschicken, wo sie herkommen? Das kann doch nur in einem riesigen Blutbad enden!” Wenn er noch irgendeine Hoffnung hatte, dann allenfalls, daß der weniger multikulturalisierte, mittlere und östliche Teil Europas (in etwa dem Raum der österreichisch-ungarischen Monarchie entsprechende) Kern einer “neuen europäischen Föderation” werden könnte, eine Art letztes Refugium oder letzte Bastion des alten Europa.

Martin hieß mit seinem Familiennamen einmal anders, aber dieser Name dürfte ihn, der sich als großes Licht erschaut hat, nicht angemessen erschienen sein, so wählte er für sich einen Namen, der bereits davon zeugt, was für ein Licht

Jetzt, da Michael Ley gestorben ist, er nie mehr in einem Kapitel auftreten wird, stellt sich die Frage, ob nicht so viele, die mit ihm das Establishment der „Aufklärungsarbeit“ für ihre „Aufklärungsbewegung“ bildeten, die ebenfalls in so vielen, viel zu vielen Kapiteln auftraten, mit ihm verabschiedet werden, und mögen sie an Lebensjahren so alt werden wie Hiob, der, wie es im Buch der Märchen heißt, nach 140 Jahren satt an Lebensjahren starb, sie nie mehr in einem Kapitel auftreten zu lassen, etwa

Michael Scharfmüller,

Michael Stürzenberger,

Karl-Michael Merkle, der sich auch einen anderen Namen gab, mit Vornamen aber Michael weiter heißen wollte, ja, heißen wollte, er ist gestorben, am 13. März 2022, mit 67 Jahren, ein letztes Mal auch ihn nennen, mit seinem Elternnamen, der in den Kapiteln sonst immer mit seinem sich selbst ausgesuchten Namen, noch ein Michael, sozusagen die Vierfaltigkeit der Michels,

Heinz-Christian Strache,

Henryk M. Broder,

Laila Mirzo,

AfD,

Andreas Laun,

Elisabeth Sabaditsch-Wolff,

Caroline Sommerfeld,

Michael Klonovsky, noch ein Michael, sozusagen die Fünffaltigkeit der Michels,

Alexander Markovics,

Udo Ulfkotte, dessen Tod mit 57 Jahren in 2017 eine gesinnungsgemäß zensurierte Website nicht wahrhaben wollte und vielleicht weiter wartet, auf ein neues Buch von ihm,

mit der Verabschiedung der Figur Andreas Unterberger sollte die Verabschiedung dieser Figuren fortgesetzt werden, aber Andreas Unterberger soll in einem späteren Kapitel verabschiedet werden, mit einer Figur, die ebenfalls einen Nachruf auf einen Michel schrieb. Zwischen diesem Verabschiedungskapitel und dem nächsten Verabschiedungskapitel ist ein Kapitel einzuschieben, über noch einen österreichischen Martin, der in einem Nachruf genannt wird, der, gäbe er sich einen anderen Namen als den seiner Eltern, sich wohl mit seinem Gesinnungskameraden um den Namen Lichtmess …

Es sind, um genau zu sein, zwei Kapitel einzuschieben, auch dieses über die schon im Umlauf gewesenen „Begriffe“ wie „Umvolkung“, als der österreichische Martin gerade einmal sechzehn Monate alt war, und das österreichische Kleinstkind Martin all die „Begriffe“ weder lesen noch schreiben noch aussprechen