Presserat der österreichischen Medien: Ausreden für das Verharren in der Rückständigkeit

Der österreichische Presserat hat auf

Wie rückständig ist der Presserat in Österreich?

mit seiner Antwort auf der Plattform des Unternehmens Twitter am 22. September 2015

„Die 60 % beziehen sich auf Online-Artikel auf Webseiten von Printmedien, f die wir so wie die dt. Kollegen zuständig sind“

seine Rückständigkeit noch einmal bestätigt. Und es kann nur noch festgestellt werden, wer rückständig ist, braucht halt auch Ausreden. Denn auf Nachfrage beim deutschen Presserat wurde von diesem selbst noch einmal klar und unmißverständlich mit Schreiben vom 30. September 2015 bestätigt:

„Ja, wir behandeln auch reine Online-Medien, sofern sie journalistisch sind. Die Weichen in der Beschwerdeordnung wurden schon 2009 gestellt. Die Selbstverpflichtung der Medien geschieht sukzessive.“

Presserat Österreich - Ausreden für das Verharren in der RückständigkeitDiese zwei Antworten gegenübergestellt sagen alles über den österreichischen Presserat aus. Vielleicht ist es gar nicht eine Ausrede des österreichischen Presserats, sondern einfach Unwissenheit, vielleicht aber auch schlicht eine bequeme Unwahrheit zum Weitermachen wie bisher, sich neuen Entwicklungen stellen, ach, wie anstrengend, es lebt sich auch so medial recht angenehm, in Österreich. Was immer den österreichischen Presserat zu dieser nicht der Wahrheit entsprechenden Antwort verleitet haben mag, sie ist auch eine deutliche Aussage über österreichische Medien, die keine positive ist.

PS Ausgangspunkt war, um daran zu erinnern, ein österreichisches Online-Medium, das heilfroh sein wird, daß der österreichische Presserat nicht für Online-Medien zuständig sein will, aber auch der österreichische Presserat wird darüber glücklich sein, denn er bekäme wohl täglich allein über dieses Online-Medium Beschwerden über Beschwerden über Beschwerden über …

Österreichischer Presserat - Rückständigkeit und Ausreden