Es kam jetzt zur Bestellung von Roland Weinert zum Parlamentsdirektor durch Walter Rosenkranz auch die Burschenschaft Libertas ins Gespräch,
der beide angehören, wie Stoppt die Rechten am 28. Mai 2026 nachweisen kann.
Die Parlamentspartei des zurzeitigen Nationalratspräsidenten hat „Remigration“ zum parlamentswürdigen Wort erhoben.
Ein Wort, das versucht wird, nach Deutschland zur breitesten Verbreitung zu tragen.
Es gab schon einmal ein Wort, das versucht wurde nach Deutschland zu tragen, mit dem die Burschenschaft Libertas untrennbar verbunden ist,
Unser Wahlspruch Freiheit-Ehre-Vaterland bildet die Leitlinie unseres Tuns. Als „weiße“ Burschenschaft ist tadellose Haltung in jeder Hinsicht für uns Liberten selbstverständlich.
die Burschenschaft Libertas, die sich untrennbar auch mit dem österreichischen Bundesheer verbunden fühlt und handelt, wie auf ihrer Website am 17. Juni 2026 zu lesen ist:
Unser Wahlspruch Freiheit – Ehre – Vaterland beinhaltet für uns selbstverständlich die Verpflichtung diese Werte gegebenenfalls auch mit der Waffe zu verteidigen. Zahlreiche unserer Bundesbrüder haben nicht nur den Präsenzdienst beim Bundesheer absolviert, sondern leisten darüber hinaus in verschiedensten Funktionen teils in der Miliz, teils als Berufssoldaten im Österreichischen Bundesheer ihren Beitrag zur Landesverteidigung. Der folgende Abschnitt ist vor allem für unsere jungen Bundesbrüder gedacht. Gerne unterstützen wir aber auch jeden anderen, der sich über seine kommende Zeit beim Bundesheer informieren möchte: Eignungsprüfung Wels Einjährig-Freiwillig beim ÖBH Fachoffizier Burschenschaft & Militär
Nun aber zum Wort, das wie „Remigration“ aus Österreich nach Deutschland zur breitesten Verbreitung versucht wurde zu exportieren: „Antisemitsmus“. Hierzu genügt es, einen Artikel zu zitieren, der am 6. November 1966 im „Spiegel“, Ausgabe 46, veröffentlicht wurde. Es geht dabei um das Buch von Peter G. J. Pulzer, der 1929 in Wien geboren wurde, dessen Familie 1939 wegen der NS-Totaldiktatur aus Österreich nach Großbritannien emigrierte: „Die Entstehung des politischen Antisemitismus in Deutschland und Österreich 1867-1914“.
ANTISEMITISMUS
Rache für Königgrätz
Daß der politische Antisemitismus des 19. und 20. Jahrhunderts eher von Österreich her auf Norddeutschland einwirkte als umgekehrt, erwies ein britischer Historiker.
Der Oxforder Geschichtsforscher Peter G. J. Pulzer untersuchte in seinem neuen Werk zum erstenmal die Wechselbeziehungen zwischen judenfeindlichen Gruppen in Deutschland und Österreich*.
Im deutschen Kaiserreich hatte, so Pulzer, der politische Antisemitismus nur geringen Einfluß. Die 1878 von dem Berliner Hofprediger Stoecker gegründete antisemitische Christlich-Soziale Arbeiterpartei verkümmerte nach anfänglichen Erfolgen.
Demgegenüber stieg in Österreich zu etwa gleicher Zeit die dortige Christlich -Soziale Partei unter Führung des später von Hitler bewunderten Karl Lueger zur »staatstragenden« (Pulzer) Partei auf.
1897 wurde Lueger Bürgermeister von Wien. Aus den Wahlen für die österreichischen Reichsratssitze im Jahre 1907 gingen die Christlich-Sozialen sogar als stärkste Fraktion des österreichischen Abgeordnetenhauses hervor. Vorher schlossen sich ihnen Österreichs Altkonservative an und tolerierten damit auch Luegers judenfeindliche Demagogie.
Doch Luegers politischer Antisemitismus vermochte die reichsdeutschen Parteien nicht zu infizieren. Die antisemitische Ansteckung ging vielmehr von anderen Herden aus: von Vereinen, Verbänden und Organisationen, die sowohl in Deutschland als auch in Deutsch -Österreich beheimatet waren.
Besonders eindrucksvoll erläutert Pulzer diesen Vorgang am Beispiel der »Deutschen Turnerschaft«, der auch Deutsch-Österreichs Turner als »Turnkreis XV« angehörten. 1901 warfen die 50 000 turnenden Österreicher alle jüdischen Vereine und Einzelmitglieder aus ihrem Turnkreis hinaus und traten – da der deutsche Dachverband die Juden in Schutz nahm – aus der Deutschen Turnerschaft aus.
Ein ähnlicher, wenn auch weniger langwieriger Vorgang spielte sich im »Deutsch-Österreichischen Alpenverein« ab. 1921 führte die österreichische Sektion den »Arierparagraphen« ein. Bereits drei Jahre später hatten die österreichischen Bergsteiger ihre arischen Freunde in Deutschland überzeugt. Die jüdische Sektion Donauland mußte aus dem Alpenverein ausscheiden.
Auch der 1896 gegründete österreichische Wandervogel hatte schon bis 1913 »Slawen, Juden und Welsche« exmittiert, während – so Pulzer – »der rassistische Flügel in Deutschland noch einen harten Kampf auszufechten hatte«. Erst nach dem Ersten Weltkrieg beherrschte der Antisemitismus auch die reichsdeutschen Wandervogel-Gruppen.
Ebenso war der studentische Antisemitismus nach Pulzers Erhebungen »in Österreich stärker«. Als erste Burschenschaft schloß die Wiener »Libertas« 1878 alle jüdischen Mitglieder aus. Bis 1890 wurden alle österreichischen Burschenschaften antisemitisch, und 30 Jahre später war der Judenhaß unter österreichischen Studenten »fast allgemein«.
»In Deutschland«, betonte Pulzer, »wo der deutsch-jüdische Antagonismus nicht durch andere nationale Haßgefühle intensiviert wurde und wo die liberale Tradition stärker war, wurde der Antisemitismus nie allgemein.«
Zwar gründeten antisemitische Studenten des Reiches bereits 1881 den Kyffhäuser-Verband, doch erlangte dieser »Juden ‚raus!«-Verein erst nach 1918 Bedeutung.
Historiker Pulzer resümiert die ideologische »Gleichschaltung“: »Ernst Niekischs … geistvolles Wort, Hitler sei die Rache für Königgrätz … faßte vor allem den Sieg der süddeutschen völkischen Ideologie über den klassischen Nationalismus und Chauvinismus Preußens und des Nordens zusammen.«


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