Marie Salmhofer, Freundin bedeutender Männer

Bedeutend aber ist einzig in dem Sinn zu verstehen, es sind Männer, die sich Wahlen stellen, beispielsweise Christian Höbart.

Marie Salmhofer - Freundin bedeutender MännerOb das Vorstellen dieser Männer, die mit Marie Salmhofer auf der Plattform des Unternehmens Facebook befreundet sind, eine Farbe ist, mit der ein wenig an einem Sittenbild gemalt werden könnte, wird nicht gewußt. Aber ein paar Striche auf dem Geistesbild können mit ihr allemal gezogen werden.

Ein Ausschnitt für das Geistesbild wurde in die Collage geklebt. Doch. Es ist auch ein Ausschnitt für ein Sittenbild, für ein Geistessittenbild.

Marie Salmhofer - Hermann Berger - Hannes StiehlWie gelesen werden kann, geht es um Uwe Sailer, darum, es könnte ihm etwas gefallen, mit dem er einen „Erklärungsbedarf“ hätte, wie Erich Reder meint. Es wird, wie ersichtlich ist, von allen gewußt, daß es nicht jener Uwe Sailer ist, gegen den irgendwer eine Seite auf Facebook eingerichtet hat, mit dem einzigen Begehren, ihn aus dem Polizeidienst zu verjagen. Und obgleich das gewußt wird, stellt Hermann Berger davon einen Screenshot öffentlich. Und obgleich von allen gewußt wird, daß es nicht der Uwe Sailer ist, der aus dem Polizeidienst gejagt werden soll, wird es eifrig kommentiert.

Also trotz des Wissens, daß es nicht stimmt, und auch trotz des Wissens, wer das geschrieben hat, nämlich die „hirn… Frau S“, wie sie genannt wird, die, wie ebenfalls festgestellt wird, „ignoriert“ werden könne, kommt beispielsweise Hannes Stiehl weder als freiheitlicher Mandatar noch als freiheitlicher EU-Wahl-Kandidat noch als Polizist auf die Idee, das Löschen zu verlangen, sondern er hinterläßt lustige Kommentare, die ihn nicht als „Freund von Uwe“ ausweisen.

Es muß hier nichts zur Verteidigung von Uwe Sailer geschrieben werden. Herr Sailer macht das selbst eindrücklich. Möglicherweise auch bereits wegen dieser Denunzierung. Aber es ist doch erwähnenswert. Erwähnenswert, weil auch dieses Beispiel zeigt, wer sich in Österreich Wahlen stellt, wer dennoch in Österreich in nicht geringem Ausmaß gewählt wird, und in dem konkreten Fall zeigt es darüber hinaus auch noch, was für eine Auffassung ein Polizist von Wahrheit und Lüge hat. Es ist bloß zu hoffen, daß dieser sein privater Umgang damit nicht auch seinen Polizeidienst entscheidend prägt.

Hermann Berger, der das auch noch in Umlauf brachte, hat unendlich viel mehr Freunde auf dieser Plattform als Maria Salmhofer, und es sind sehr viele aus der freiheitlichen Gemein-Schaft darunter, aber auch andere Freunde, die  … Das Bild mit den Folgerungen daraus für das eigene Wahlverhalten muß, wie stets, eine jede wahlberechtigte Bürgerin und ein jeder wahlberechtigte Bürger selbst zeichnen.

Ebenso das Bild darüber, was sagt es aus, daß Wahlkandidaten mit Maria Salmhofer befreundet sein wollen, die auf ihrer Seite auf der Plattform des Unternehmens Facebook Ansichten und Meinungen und Auseinandersetzungen veröffentlicht, auf die sogar Kabarettisten und Kabarettistinnen mit ihrer ständigen Suche nach garantierten Lachnummern verzichteten, in ihre Programme aufzunehmen.

Möglicherweise kann das alles auch positiv gesehen werden … Vielleicht sind freiheitliche Freunde von ihr, die sich noch Wahlen stellen, auch irgendwann bald keine Bedeutenden mehr, wie jene zwei Freunde von ihr – Werner Königshofer und Martin Graf …

Mit Hannes Stiehl hätte Heimat ohne Hass die richtigen Fragen in bezug auf die Polizei stellen sollen

Es ist kontraproduktiv, wenn es nicht gut recherchiert ist, wenn es nicht haltbar ist, wenn alles zu einer Vorhaltung aufgebläht wird, sogar  bereits sogenannte private Ansichten einer Polizistin … Auch einer Polizistin und einem Polizisten muß menschgemäß zugestanden werden, außerhalb des Dienstes sich gesinnungsgemäß politisch, weltanschaulich zu äußern, dem Zugriff beruflicher Vorschriften entzogen zu sein … Und zusätzlich war es mit einer vollkommen falschen Frage verknüpft. Denn. Von wem soll die Polizei unabhängig sein? Eine unabhängige Polizei allerdings wäre sehr zu fürchten.

Was von der Polizei aber verlangt werden kann und muß, ist ein unparteiisches dienstliches Verhalten und Vorgehen. Es dürfen in bezug auf unparteiliches Vorgehen und Verhalten höchste Zweifel angemeldet werden. Es wird nicht verwundern, daß im Zusammenhang mit berechtigten Vorbehalten der Name Hannes Stiehl fällt oder fallen muß, über den schon einige Male etwas zu schreiben war, wie nachgelesen werden kann.

Hannes Stiehl - So ist esDiesmal fiel Hannes Stiehl auf, als eigentlich etwas darüber geschrieben werden wollte, wie über Menschen hergezogen wird, nämlich von den Treibern und Treiberinnen von „freies österreich“ auf der Plattform des Unternehmens Facebook, zum Beispiel über Bürgermeister Michael Häupl. Es wollte etwas zu den Kommentaren der Herren Kurt Berhuber und Erhard Brunner geschrieben werden.

Aber es wurde Abstand davon genommen, als die Fotos vom Betriebsausflug 2014 der FPÖ Bezirk Schwechat gesehen wurden, an dem auch Erhard Brunner teilnahm. Kein Mensch verdient es, sich selbst bloßzustellen. Und mit diesem Betriebsausflug kommt Wolfgang Zistler, freiheitlicher Gemeinderat, ins Spiel, der sich für die Burschenschaften einsetzt. Und Hannes Stiehl, der auch freiheitlicher Kandidat in der letzten EU-Wahl war, schreibt dazu, am 5. Juni 2014: „So ist es!“

Für erste Informationen gibt die Collage einen Einblick darüber. Wer daran interessiert ist, sich bitte selbst weiter zu informieren, auf den entsprechenden Seiten.

Und es überraschte ganz und gar nicht, daß Hannes Stiehl ein Freund von Ludwig Reinthaler ist, auf der Plattform des Unternehmens Facebook. Es ist auch nicht überraschend, daß weitere freiheitliche Funktionäre mit Ludwig Reinthaler auf dieser Plattform befreundet sind. Es überrascht auch nicht, auf den ehemaligen freiheitlichen NR Werner Königshofer, auch auf Robert Faller als Freund von Ludwig Reinthaler …

Ludwig Reinthaler, wurde dann gedacht, könnte etwas über Erhard Brunner schreiben, was er beispielsweise an ihm schätzt, oder einer der anderen Freunde, die Erhard Brunner auf dieser Plattform hat, beispielsweise Harald Vilimsky oder Johann Gudenus oder Christian Höbart oder Franz Radl oder Hannes Stiehl oder …

Möglicherweise ist es nicht gleich so spürbar, aber tatsächlich ist es so, daß es ungemein ermüdend ist, auf gewissen Seiten, von gewissen Seiten aus sofort auf die Üblichen zu stoßen, ohne also danach zu suchen, sondern ungewollt, wie sehr würde gewünscht werden, beispielsweise nicht mehr den Namen Hannes Stiehl lesen zu müssen, aber …

Es ist auch nicht von Belang zu erfahren, wer mit wem beispielsweise auf dieser Plattform befreundet ist, oder, „freies österreich“ ihren Apparat auf „Radio Honsik“ eingestellt hat, oder … Tatsächlich wesentlich und wichtig ist, daß solche „Freunde“ nicht mehr gewählt werden. Um ein altes Sprichwort zu variieren:

Wer solche Freunde wählt, braucht keine Feinde mehr.

Und damit solche Freunde nicht mehr gewählt werden, ist es noch mehr vonnöten, umsichtig zu agieren, also Haltbares vorzubringen.

Der verantwortlichen Ministerin für die Polizei ist etwa die Frage zu stellen, wie verhalten sich Polizisten im Dienst, beispielsweise Hannes Stiehl, der einen Glauben gefährlicher findet als die NPD? Hannes Stiehl selbst ist gesinnungsgemäß in dieser Hinsicht zu verstehen, wer wird den Freund eines Freundes gefährlich finden können, also Udo Manfred Voigt von der NPD, der auch ein Freund von Ludwig Reinthaler ist.

NS Daß die Hinweise auf die oben genannten Freundschaften auf dieser Plattform morgen schon nicht mehr bestehen könnten oder die Einsicht verwehrt ist, kann durchaus passieren. Aber heute am 11. Juni 2014 gab es diese und wurden auch entsprechend gesichert, um diese bei Bedarf vorlegen zu können, wer am 11. Juni 2014 mit wem auf dieser Plattform befreundet war. Aber wie bereits erwähnt, wichtig sind die Wahlen, die Wahlen entscheiden darüber, ob weiterhin auch mit Verbindungen auf dieser Plattform zu beschäftigen sein wird oder nicht. Diese Freunde endlich zu denen gewählt werden, über die je kein Wort mehr zu verlieren ist, wie etwa über Erhard Brunner …

 

Als die Polizei einen Passanten zum Demonstranten machte und sich so eine Demonstration selber organisierte

samstag 17-05-14 grätzel lenaugasse 25Am 17. Mai 2014 auf dem Weg in das Eiles, von der Lerchenfelder Straße kommend, wurde ein Passant jäh aus seinem träumenden Vorbereiten auf ein erstes Treffen im Kaffeehaus gerissen, weil er, und da die Ereignisse noch so gegenwärtig sind und immer noch betroffen machen, muß dieser Bericht in der ersten Person geschrieben werden, weil ich mich über die vielen dicht hintereinander parkenden Polizeikastenwägen auf der Auerspergstraße wunderte, alle mit eingeschaltetem Blaulicht, vom Schmerling-Platz bis vor zur Josefstädter Straße.

samstag 17-05-14 grätzel lenaugasse 21Den Weg zum Eiles nach einem Zögern doch auf der Auerspergstraße fortsetzend dachte ich, es müsse hier wohl eine Demonstration stattfinden. Weshalb sonst die vielen Polizeikastenwägen. Was verwunderte war allerdings, es waren keine für Demonstrationen üblichen Geräusche, also Sprechchöre beispielsweise, zu hören, es waren auch keine Demonstranten zu sehen, bloß die vielen vielen Polizeikastenwägen.

samstag 17-05-14 grätzel lenaugasse 20Als auf der Höhe der Josefsgasse immer noch keine Demonstrantinnen zu sehen waren, wurde die Verwunderung noch größer, aber auch die Aufmerksamkeit. Polizisten mit Hunden hingehen waren schon in Sichtweite. Die Konzentration auf das Geschehen auf der Straße war ein Riesenglück. So konnte ich schnell reagieren, als die Polizisten plötzlich eiligen Schrittes losmarschierten und augenblicklich eine Polizistin vor mir mit halbgeballter Faust auf meine Brust klopfend von mir verlangte, zurückzuweichen.

samstag 17-05-14 grätzel lenaugasse 19Schnellstens wich ich geistesgegenwärtig zurück. Heute noch denke, was wäre passiert, wenn ich verträumt mit dieser Freude auf die erste Verabredung nicht so schnell reagieren hätte können … Nach ein paar Schritten zurück blieb ich stehen, drehte mich wieder um und sah also wieder in Richtung Eiles, wo vielleicht meine Verabredung bereits wartete, aber auch die Polizisten und Polizistinnen bewegten sich nicht mehr, standen einfach wieder, mit den Hunden. Die wenigen mir jetzt aufffallenden Menschen, die nicht in Uniform waren und ebenfalls standen, waren vielleicht Demonstranten.

Einer war gewiß ein Demonstrant, denn er trug eine rote Fahne. Es muß also eine Demonstration doch gegeben haben, wenn es diesen roten Fahnenträger … Eine Demonstration, die allerdings bereits vor einiger Zeit zu Ende gegangen sein muß, vermute ich, eine Demonstration, die diesem Fahnenträger möglicherweise nicht lange genug dauerte, oder, er war der Meinung aufgrund der enorm hohen Polizeipräsenz, die Demonstration dauere noch an, und die Polizei im Angesicht eines als Demonstraten einzustufenden Fahnenträgers ebenfalls dieser Meinung war, aber ein Fahnenträger macht noch keine Demonstration …

samstag 17-05-14 grätzel lenaugasse 26Die wenigen anderen Menschen, die wie ich hier stehenblieben, waren vielleicht wie ich einfach nur Passanten, die von der Polizei als Demonstranten mißbraucht wurden. Weil auch die Polizei dem Sprichwort, eine Fahne macht noch keine Demonstration, vielleicht etwas abgewinnen kann. Passantinnen, die von der Polizei wegen vor allem enorm viel fehlender Demonstrantinnen benötigt wurden, um eine Demonstration zu haben, gegen die sie auftreten können … Deshalb mußten Passanten herhalten. Wegen fehlender Demonstration organisiert sich die Polizei selbst eine Demonstration, dachte ich. Und dann die Sorge, wie komme ich jetzt in das Eiles.

samstag 17-05-14 grätzel lenaugasse 18Die Polizistin, die mit Klopfen auf meine Brust mich zurückdrängte, war keine Hilfe. Auf meine Fragen, wie ich jetzt in das Eiles komme, reagierte sie nicht. Der Abstand zwischen ihr und mir war die Breite der Josefsgasse, sie auf der Seite näher zum Eiles, ich auf der Seite immer weiter, wie es mir panisch vorkam, weg vom Eiles. Keine Antwort von ihr. So beschloß ich die Auerspergstraße zu queren, um einen Polizisten zu fragen, was denn hier los sei, wie ich in das Eiles käme, weil ich eine Verabredung hätte. Er antwortete. Er antwortete, wenigstens. Er sagte, er wisse nichts. Das Wiederholen meiner Fragen hatte die Frage zur Antwort, was ich denn jetzt im Eiles wolle, und, er wisse nichts. Aber er sei doch hier im Einsatz, er müsse doch … Er wisse nichts.

samstag 17-05-14 grätzel lenaugasse 17Ich ging weiter. Kam bis zur Josefstädter Straße. Zur Kreuzung. Die Stadiongasse durch einen Polizeikordon versperrt, auch die Auerspergstraße. Von einer Demonstration … Außer Polizisten und Polizistinnen waren sehr wenige Menschen zu sehen, die keine Uniform trugen, ihr Outfit sie auch nicht als Demonstranten und Demonstrantinnen auswiesen. Mutig geworden, die Brustklopferei der stummen und also auskunftsunwilligen Polizistin schon einigermaßen verdaut, ging ich einfach über die Straße, nur ein paar noch, ein paar Meter bis zum Eiles, bis zur ersten Verabredung. Aber direkt vor dem Eiles steht ein Rettungswagen und es wird eine Frau mit einer offensichtlichen Beinverletzung abtransportfähig behandelt, gerade auf die Rettungsbahre gelegt.

samstag 17-05-14 grätzel lenaugasse 16Während die verletzte Frau in den Rettungswagen gehievt wird, wieder verunsichert, ob ich es wagen könnte, jetzt einfach da vorbei in das Eiles zu huschen, prüfte ich, da durch die Ereignisse jetzt doch schon etwas verspätet, ob ich eine Nachricht erhalten habe, das Läuten des Telefons überhört habe. Und tatsächlich habe ich eine Sprachnachricht.

samstag 17-05-14 grätzel lenaugasse 30Die Verabredung ist geplatzt.

Sie hätte vor sich das Riesenpolizeiaufgebot gesehen, das habe ihr Angst … Sie wisse nicht, wann wir einander … Jedenfalls nicht in Wien … So schnell werde sie nicht mehr nach Wien fahren. Das sei ihr zu unsicher. Es tue ihr leid, aber sie habe nicht die Nerven für einen Spießrutenlauf … Auch wenn sie wisse, die Polizei sei dein Freund und Helfer, aber das könne sie jetzt einmal nicht so leicht mehr unterschreiben … Das sei ihr erstes Zusammentreffen mit der Polizei gewesen, in ihrem Dorf gäbe es ja keine Polizisten … Das genüge ihr vollauf für – an dieser Stelle wird es noch undeutlicher zu verstehen durch die Polizeiautosirenen und Hubschraubermotorengeräusche -, genüge ihr vollauf für Jahre oder Jahrzehnte … Ich werde sie fragen, wenn wir – aber je wann und wo? Ein Treffen im Dorf – undenkbar …

Samstag 17-05-14 Grätzel Lenaugasse 14Nun, ohne Verabredung, nicht mehr wissend, was ich bin, ein Passant, ein Demonstrant, gar eine ganze Demonstration, ratlos, in das Eiles wollte ich nicht mehr gehen, verständlicherweise, und dazu noch schlechtes Wetter, an einem Samstag, inzwischen war es etwa 16.00 Uhr geworden, die Karten für das Kino hatte ich schon, für 20.15 Uhr, aber jetzt war es erst 16.00 Uhr. So blieb ich. Wollte wenigstens erfahren, warum ich um meine Verabredung gebracht wurde, warum die Polizei mich als Demonstranten …

samstag 17-05-14 Grätzel Lenaugasse 13Die Rettung mit der verletzten Frau fuhr weg und ich machte mich daran, Erkundigungen einzuholen. Die Polizei frage ich nicht mehr … Wisse nichts … Eine Frau mit Fotoappaat, die ich von ihrer Kleidung her als Demonstrantin verdächtigte, konnte mir auch nichts sagen, sie sei eben erst gekommen, sie wisse auch nicht, was hier los sei …

Samstag 17-05-14 Grätzel Lenaugasse 11Nachdem die Polizei aus mir einen Demonstranten machte und ich mich selbst beinahe zu einen Polizisten, der vermeint, in einer Passantin zielsicher eine Demonstrantin zu erkennen, beschloss ich, keine weiteren Erkundigungen einzuholen, weder bei Menschen in Uniformen noch also bei Menschen in sogenannter normaler Straßenkleidung.

Samstag 17-05-14 Grätzel Lenaugasse 10So blieb ich. Schlenderte in diesem Grätzel umher, Hinter dem Eiles. Lenaugasse, Tulpengasse, Schlösselgasse, Friedrich-Schmidt-Platz, Loidoldgasse, Schmidgasse, Buchfeldgasse. Den Demonstranten mit der roten Fahne sah ich dabei auch einmal noch, am Straßenrand sitzend, in der Nähe vom Eiles.

Samstag 17-05-14 Grätzel Lenaugasse 9Ich blieb, bis 18.15 Uhr. Ein Radfahrer gab dafür den Ausschlag. Der einsame Radfahrer vor einer Polizeiabsperrung fragte um 18.15 Uhr einen Polizisten: „Jetzt können wir nach Hause gehen?“ Der Polizist wackelte mit seinem Kopf, verzog dabei ein wenig seinen Mund, es wirkte zustimmend.

Samstag 17-05-14 Grätzel Lenaugasse 8So beschloß ich zu gehen. Zumal für mich meine Rolle für diesen späten Nachmittag endlich gefestigt klar war, ich für mich eine Identität gesichert gefunden hatte. Ich war ein Beobachter. Kein als Demonstrant polizeilich mißbrauchter Passant mehr. Ein Beobachter.

Und was ich in diesen über zwei Stunden beim Schlendern in diesem Grätzel beobachtete, war nicht viel, ist schnell erzählt.

Samstag 17-05-14 Grätzel Lenaugasse 7Diese großräumige Absperrung geschah wohl aus dem Grund, um Personen, die im Centimenter in der Lenaugasse zum Bier verabredet waren, zu schützen, nein, zu schützen kann nicht gesagt werden. Es hatte mehr den Anschein, um mit diesen Personen einen gemütlichen Nachmittag zu verbringen. Denn diese Personen, vor allem Männer, kamen immer mal heraus auf die Straße, ihre Biere in der Hand, so standen sie gemütlich auf der Straße mit den Polizisten zusammen. Heute frage ich mich, weshalb die Polizistinnen nicht in das Lokal gegangen sind, um einen wirklich recht gemütlichen Nachmittag mit diesen Männern zu verbringen, sondern draußen auf der Straße blieben. Das Wetter war doch recht mistig.

samstag 17-05-14 grätzel lenaugasse 31Längere Zeit stand eine elegant gekleidete Frau vor einer Absperrung. Eine Großmutter von einem jungen Mann, der im Centimeter war. Wie sich herausstellte, als er einmal auch vor die Tür trat und sie ihn rief: „Gabriel, was machst du da?“ An der Absperrung unterhielten sie sich. Die Großmutter wollte, daß er sofort da herauskomme, aber der junge Mann wollte nicht. Er ging wieder in das Lokal. Die Großmutter setzte sich auf die Parkbank, die direkt vor der Absperrung stand, las ein Flugblatt und ihr Gesichtsausdruck immer mehr ein verzweifelter.

Samstag 17-05-14 Grätzel Lenaugasse 6Einmal wurde eine von zwei Polizisten Festgehaltene über den Platz vor dem Centimeter geführt, die Männer ohne Uniformen applaudierten den Männern in Uniformen.

Einmal trugen Frauen Fahnen und anderes Material weg, während die Männer gemütlich unter den Polizisten herumstanden, Bier tranken. Und ich dachte, das sind die Demonstranten, die für die Polizei aber keine Demonstranten, keine zu Demonstrantinnen gemachten Passanten sind, sondern Menschen, mit denen ein gemütliches Beisammensein auf der Straße …

Samstag 17-05-14 Grätzel Lenaugasse 5Alle Fahnenstangen mußten die Frauen nicht wegtragen, ein paar Männer behielten die Fahnenstangen bei sich (also ohne Fahne, die wurden von den Frauen recht schön gefaltet weggebracht), standen gemütlich mit den Stangen in der Hand unter den Uniformierten. Einer schulterte die Stange in der Art von James Dean auf diesem einen weltberühmten Poster, mit einem Unterschied, bei Dean war es ein Gewehr.

Das war es im Grunde, was in diesen mehr als zwei Stunden erlebt wurde, beim Schlendern in diesem Grätzel, beim gemütlichen Beisammensein von …

Samstag 17-05-14 Grätzel Lenaugass 4Es wurde auch viel fotografiert, von beiden Seiten der Absperrungen aus. Auch ich machte Fotos, keine guten. Wie auch? Unvorbereitet, ohne Fotoapparat, also mit dem Handy. Aber die Fotos erzählen dennoch die Geschichte von diesem späten Nachmittag in diesem Grätzel. Zeigen Polizisten, von denen nicht gewußt wird, was sie hier tun, vielleicht auf der Suche nach Passanten und Passantinnen, die sie …, vielleicht auch nur vor dem Regen Schutz suchend … Es ist immerhin schon Mitte des Monats, vielleicht einfach kein Geld mehr, um in das Centimeter auf ein Bier …

Samstag 17-05-14 Grätzel Lenaugasse 3Beim Schlendern und Herumstehen können einem schon seltsame Gedanken kommen, einfach um die Zeit zu vertreiben. Auch hervorgerufen durch keine erhaltenen Auskünfte. Ob die Polizei sich im Datum geirrt hat? Eine Veranstaltungsverwechslung? Die Polizei meinte, hier im Centimeter finde der Akademikerball statt? Diese Vorstellung beim Warten auf die nächste Ereignislosigkeit in der Lenaugasse und um die Lenaugasse herum, war zwar hilfreich zum Vertreiben der Langeweile, aber unrealistisch. Ein paar Minuten konnten dann noch überbrückt werden mit der Überlegung, wie einem der Wkr-Ball einfallen konnte. Die Schlösselgasse evozierte diese absurde Vorstellung. Nicht eigentlich die Schlösselgasse, sondern wer in der Schlösselgasse Quartier hat, in der Schlösselgasse auftritt …

Samstag 17-05-14 Grätzel Lenaugasse 2Kurz bevor der einsame Radfahrer fragte, ob nun nach Hause gegangen werden könne, marschierten aus dem Centimenter die Männer und auch ein paar Frauen unter ihnen geschlossen ab und skandierten irgendwelche Sprüche, unverstehbar. Aber alles dauerte nicht länger als eine halbe Minute, die Gruppe war gleich in der Seitengasse Richtung Friedrich-Schmidt-Platz verschwunden, und auch kein Sprechchor war mehr zu hören. Ob das jetzt die Demonstration war, die mir vor Stunden die Verabredung vereitelte, auf die ich Stunden warten mußte, um doch noch zu erfahren, weshalb dieses Polizeiaufgebot …, das dachte ich noch während unter ganzen Mannschaften von Polizisten, die zu ihren Polizeikastenwägen zurückkehrten, ich zur Straßenbahn ging und auch diese Erklärung gleich wieder verwarf.

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Heute in Österreich – Lieber einmal zu viel anonym anzurufen

Am letzten Freitag wurde in der technischen Abteilung eines Einkaufszentrum beim Vorbeigehen an einem eingeschalteten Fernsehapparat ein Satz aufgeschnappt, Menschen seien der Polizei zu melden, die nicht ins Ortsbild passen würden …

Dieser Satz fiel in der biedergemütlichen Sendung „Heute in Österreich“, nett und freundlich vom Moderator gesprochen, und es wurde zuerst geglaubt, sich verhört zu haben …

Später aber ersetzt die Zeitungslektüre den Gang zur Ohrenärztin … Tatsächlich, heute in Österreich, wird wirklich so gesprochen, es war kein vom Moderator selbst formulierter Satz, sondern seine bloße Weitergabe des Aufrufes der Polizei, wie in der Presse vom 18. November 2011 zu lesen ist …

Bemerkenswerter als die tollpatschige Formulierung über Menschen, die nicht ins Ortsbild passen würden, ist an diesem polizeilichen Aufruf aus dem Burgenland, das amtliche Verbreiten von Gerüchten (da gestützt auf nichts anderes als Vermutungen, als wäre die Polizei eine Sektion von sozial-heimatlichen Parteien), daß nämlich noch heuer Tausende …

Bemerkenswerter als diese tollpatschige und doch alles kenntlichmachende Formulierung ist an diesem polizeilichen Aufruf, die Verdächtigung zur allgegenwärtigen Selbstverständlichkeit zu verfestigen, die Verdächtigung als Normalität weiter zu etablieren: „Lieber einmal zu viel anzurufen“ … Und Verdächtigungen können auch „anonym“ …

Bemerkenswerter als diese tollpatschige Formulierung ist, daß die Sicherheitsbehörden mit ihrer eigentlichen Aufgaben alleine nicht mehr ihre berufliche Erfüllung zu finden scheinen, es sie dazu drängt, sich gesellschaftspolitisch zu äußern, wie erst vor kurzem ein Polizeidirektor in Graz, oder Einschätzungen bar jedweder Angabe von Fakten zu verbreiten, wer gefährlicher als die NPD