Endlich Schluß mit der medialen Überstellung von Organisierten Glauben

Es ist unerträglich und es wird immer unerträglicher, diese Überschwemmung mit Berichten über Organisierte Glauben, in diesem Fall über die römisch-katholische Kirche … Ob von Printmedien, ob von Fernsehsendern, ob von Radiosendern, ob von sogenannten neuen Medien, alles wird augenblicklich berichtet, alles wird sofort diskutiert, sogar die größten Nebensächlichkeiten, wie, aktuell jene, daß Helmut Schüller brieflich seinen Herrscher um ein Gespräch bitten …

Während es, um ein Land als konkretes Beispiel herauszugreifen, in Österreich doch so etwas wie eine breite Übereinkunft gibt, für eine Gesinnungsgemeinschaft wohl vor allem aufgrund gesetzlicher Bestimmungen, keine mediale Propaganda für Nationalsozialismus und mehr noch für Kommunismus zu betreiben, wird für den Organisierten Glauben mit seinem Grätzelstaat in einem Stadteil von Rom freiwillig und ohne Not fortwährend die Reklametrommel geschlagen …

Es ist hoch an der Zeit, endlich und endgültig zu begreifen, daß die Ideologie von Organisierten Glauben ebenso überholt und ebenso zu verwerfen ist, wie die von Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus … Ein erster Schritt zur endgültigen Verwerfung der Ideologie der Organisierten Glauben ist damit zu setzen, dieser Ideologie nicht mehr diese bevorzugte mediale Plattform zu bieten …

Aber der Organisierte Glaube der römisch-katholischen Kirche hat die österreichischen Medien noch fest im Griff, Journalisten und Journalistinnen wähnen sich liberal, weil sie in ihren Glossen und Artikeln für eine andere Kirche, die möglich sein könnte, das Wort ergreifen, aber schlußendlich ist ihre Liberalität nur eine im engen Rahmen, der ihnen mit ihrer katholischen Erziehung genagelt wurde …

Am 20. April stellt Hans Rauscher im Standard die Frage, ob Helmut Schüller ein neuer Martin Luther sei? Als ob es nicht reichte, daß es schon einmal einen Martin Luther gab, mit seinem folgeschweren Antisemitismus, mit seiner Bewertung der als von Satan angestifteten Homosexulität, mit seinem deutschen Katechismus der Erziehung, ungehorsamen Kindern den Tod anzudrohen … Hans Rauscher wollte wohl mit seiner liberalen Gesinnung etwas Positives zu Helmut Schüller schreiben, aber wenn er ihn als neuen Martin Luther sieht … Ein Schritt noch vor dem oben gesetzten Schritt ist der, über Organisierte Glauben so zu berichten wie über andere Betriebe … Im Fall von Helmut Schüller hieße das, zu fragen, ob er denn ein Angestellter sei, der doch noch den Sprung in die Selbständigkeit wagt, einen eigenen Betrieb zu eröffnen …

Am 18. April 2012 im Standard ein Interview mit zwei Theologen, Paul M. Zulehner und David Berger, der nicht mehr Religion unterrichten darf … Es werden in diesem Interview zwar Plattformen wie „kreuz.net“ sehr kritisiert, auch vermutet, sie würden wieder Scheiterhaufen anzünden, wenn sie könnten … Paul M. Zulehner, loyal wie gewöhnlich, Christoph Schönborn wird es wieder gefreut haben … David Berger sagt in diesem Interview, er kenne in der Geschichte keinen Grätzelstaatherrscher, der so homophob agiere wie Joseph Ratzinger unter seinem pseudonymisierten Namen Benedikt XVI., eine Aussage, die daran denken läßt, daß Menschen gegen eigene Handlungen Phobien entwickeln können, diese aber nicht sich selbst zum Vorwurf machen, sondern andere dafür stellvertretend an das Kreuz … Eine weitere Aussage wird von David Berger wird jene interessieren können, die Mitgliedsbeiträge an diesen Organisierten Glauben bezahlen, es werde mit Kirchensteuergeld auch die Website „kath.net“ finanziert … Auf „kath.net“ schreibt auch Andreas Laun, ein leitender Angestellter, und es will nicht wiederholt werden, was schon geschrieben wurde, es geht um Abtreibung … Gerade das Thema Abtreibung zeigt sehr gut, daß sie alle aus dem gleichen fruchtbaren Schoß … Ob Andreas Laun, ob Christoph Schönborn …  Der Unterschied ist nicht im Denken, sondern im Formulieren, besonders grauslich formuliert „kreuz.net“ … Der Unterschied ist nicht im Denken, wie gesagt, aber ein Unterschied im Denken wäre auch vollkommen unerheblich, denn sie gehorchen weltweit alle dem Regelwerk dieses Organisierten Glaubens, sie sind nicht Wiederbetätiger, sondern Weiterbetätiger …

PS In der Einleitung zum Interview mit den zwei Theologen wird nicht zum ersten Mal einfach „Gemeinderat“ geschrieben, statt „Pfarrgemeinderat“ … Eine Schlampigkeit, die viel aussagt darüber, wie es tatsächlich um die Trennung von Kirche und Staat bestellt ist, nämlich schlecht …

2 Gedanken zu „Endlich Schluß mit der medialen Überstellung von Organisierten Glauben

  1. Pingback: Eine Korrektur zu “Austria – still in sperm-stained claws of priests” | Prono Ever

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