Das Frankenburger Würfelspiel: „Spül‘ ma an Nazi oder nit“ ist entschieden – Premiere ist am 28. Juli 2017

Das Frankenburger Würfelspiel - Blutgericht - Briefmarke Österreich 2005.png

Es erstaunt nicht, daß die Copysite der identitären Parlamentspartei nichts davon erzählt, wer Karl Itzinger war, in ihrer Sonntagsserie, in der sie ihren Geist in der speckigsten Krachledernen, ihre Gesinnung  dirndlhochgeschnürt zum Frühschoppen … es erstaunt auch diesmal nicht, daß sie nicht berichten will, was dieser, Itzinger, vor und nach 1945 … davor war das „Gesetz“ auf seiner Seite, danach mußte ein Gesetz geschaffen werden, damit solche seine Gesetze nie wieder …

Und noch etwas erstaunt nicht, mögen sich auch viele fragen, weshalb Oberösterreich, warum immer wieder Oberösterreich. Wer will noch erstaunt sein, noch lange nach Antworten suchen, warum immer wieder Oberösterreich. Am 28. Juli 2017 gibt es in Frankenburg eine Premiere. Mit „800 Laiendarsteller“. Sie sollten es aber nicht „Frankenburger Würfelspiel“ nennen, sondern so, wie es in der gesetzlich geregelten Massenverbrechenszeit hieß: „Das Blutgericht am Haushamerfeld“.

Frankenburg - Karl Itzinger - Rosenberg, Geburtstag, Hitler und Würfelspiel

Denn gewürfelt wird in Frankenburg nicht. Vielleicht wurde irgendwann gewürfelt in Frankenburg, ob sie einen Nazi nachspielen sollen oder ob sie einen Nazi nicht nachspielen sollen. Einmal gewürfelt. Auf dem Itzingerweg oder auf der Würfelspielstraße zusammengekommen, um es einmal auszuwürfeln. Und dann fiel der Würfel für immer auf Karl Itzinger. Und so gibt es am 28. Juli 2017 in Frankenburg, Oberösterreich wieder einen …Nicht nur treu zu Karl Itzinger zu stehen, ist Frankenburg eine Ehre, sondern auch die Traditionsfahne des Laienspiels stolz weiterzutragen, des Laienspiels, das eine Hochblüte in jener Zeit hatte, als die Gesetze noch ganz der Gesinnung von …

Und noch etwas erstaunt nicht, im Zusammenhang mit Karl Itzinger den Leopold-Stocker-Verlag erwähnt zu finden, vor 1945 und nach 1945, als seine Witwe ersuchte, die Werke ihres verstorbenen Mannes wieder auflegen lassen zu dürfen … wo sonst, als im Stocker-Verlag …

Und mit dem Stocker-Verlag sind wir wieder am Anfang des Kapitels, bei Copysite der …

NS Daß, wie in der Collage gelesen werden kann, Steppenwolf „Das Blutgericht“ gleich gesinnungsgemäß nutzt, auch das erstaunt nicht, zu viel wird von Steppenwolf schon gewußt.

 

Frankenburger Würfelspiel - Gewürfelt wird nicht - Gespielt was die Alten spülten

PPS Es könnte wer sagen, ach, der Copysite werde ein Vorwurf gemacht, zu verschweigen, wer Karl Itzinger … Dem ist nicht so. Wie könnte auch. Ob in Frankenburg groß erzählt wird, in diesem Jahr werde wieder aufgeführt ein … wohl kaum. Es ist „Erinnerungskultur Österreichs“, wie auf „Austria Forum“ zu lesen ist. Und darunter ein Artikel aus der Wiener Zeitung vom 21. Juni 2012, der „freundlicherweise zur Verfügung gestellt“ … Und was kann bei Johann Werfring zu Itzinger darin gelesen werden, am 21. Juni 2012? Das, was auch die Copysite nicht schreibt.

„Karl Itzlinger verfasste sein Drama zum Würfelspiel, welches bis heute in Frankenburg aufgeführt wird. Auch das im Museum ausgestellte Bauernkriegsschach entstand 1925.“

Der Wiener Zeitung ist das „Wehret den Anfängen“ äußert wichtig, und Johann Werfring hätte bestimmt etwas anderes geschrieben, aber unter „Itzlinger“, wie Itzinger bei Werfring heißt, hat er einfach nichts Anrüchiges gefunden, und so wird es für die Zeitung der Republik Österreich in Ordnung gegangen sein, wie ja auch die Artikel des Christian Ortner oder des Kotschy …

Austria Forum - Das Frankenburger Würfelspiel - Wiener Zeitung

Vom Parlament, vom Rathaus nur eine Armlänge zur Stöhr

Vom Parlamnt vom Rathaus nur eine Armlänge zur Stöhr.png

Was würde eine Buchhandlung über die Menschen, die sie aufsuchen, erzählen können? Was erzählte Stöhr über ihre Käufer und Käuferinnen?

Es wird gewußt, was die Unzensuriert über Stöhr schreibt: Lob und Empfehlung. Und vor allem, bei ihr die Bücher zu kaufen, die Unzensuriert ans Herz legt, zum Beispiel: Alain de Benoist, „Kulturrevolution von Rechts“. Ein Buch als Mittel, also als Medikament gegen die Krankheit, unter der gerade Leserinnen und Leser der Unzensuriert bevorzugt zu leiden scheinen, Österreich, gerade Österreich sei schwer, unheilbar erkrankt am linken Hegemonialsyndrom.

Vielleicht erzählte Stöhr von einem solchen Tag, an dem vorwiegend Männer auf ihrem abendlichen Nachhauseweg vom Rathaus und vom Parlament bei ihr noch hineinschauen, um die Bücher zu erwerben, von denen sie tagsüber im Parlamentsbüro oder während einer Gemeinderatssitzung in der Unzensuriert gelesen hätten, um sich gegen das linke Hegemonialsyndrom zu immunisieren, aber auch, wenn sie noch Fakten und Daten benötigen könnten etwa für eine bevorstehende Reise zu einem Kongreß, zu dem sie als Referenten, seltener als Referentinnen eingeladen …

Manch ein Mann braucht vielleicht nur neuen Stoff für die lange Bahnfahrt nach Hause, ins Oberösterreichische

Manch ein alter Mann kommt vielleicht nur vorbei, um beim Anblick der Waffen in den Büchern und Magazinen zu träumen, wie aus seiner Wohnung eine Kaserne wird, um alle Waffen unterzubringen, die er in der Wirklichkeit nicht haben darf, und davon, wie er das Gesetz verhaftet, weil es ihm Böses antut.

Denn, sagte die Stöhr. Es ist nicht weit vom Rathaus, vom Parlament zur ihr

Vielleicht erzählte Stöhr auch von ihrem Traum, der sich eines baldigen Tages ihr erfüllen möge, darum bete sie ihre Rosenkränze fünf- bis achtmal am Tage, wenn nicht nur vom Rathaus, nicht nur vom Parlament, sondern auch vom Bundeskanzleramt vorwiegend Männer auf ihrem abendlichen Nachhauseweg bei ihr noch hereinschneien …

Denn, sagte die Stöhr. Auch vom Bundeskanzleramt ist es gar nicht weit zu ihr. Eine durchgestreckte Armlänge, mehr nicht, wie Stöhr kurze Distanzen dabei recht anschaulich beschriebe.

Habe Sie noch weitere Träume, für die sie bete, könnte die Stöhr gefragt werden. Und sie erzählte dann vielleicht von ihrem Traum, eines baldigen Tages zu einer Lesung zu ihr einladen zu können, von einer jetzt schon hochgestellten Person, die dann noch höhergestellt …

Was könnte die Stöhr noch gefragt werden? Vielleicht. Ob sie nicht Befürchtungen habe, eines Tages könnten andere Herren bei ihr vorbeischauen und ihre Bücher und Magazine genauer unter die Lupe … Nein, das müßte die Stöhr nicht gefragt werden. Die Bücher und die Magazine der Stöhr sind ja schon die Antwort darauf, und vielleicht finge dann ein Roman über die Stöhr so an, der im von der Unzensuriert recht empfohlenen Jungbrunnenverlag erscheinen könnte, geschrieben von einem Manne mit einem recht ausgewählten Pseudonym, zum Beispiel kurz, aber doch prägnant: Dietrich …

Und ein Dietrich entlehnte oder – wie es der Lieblingsbeschäftigung in diesen Kreisen angemessen wäre – kopierte einen Anfangssatz von einem Roman, dessen Titel er aber gesinnungsgemäß nicht kopieren könnte, sondern umzuschreiben hätte auf Das Tribunal:

Jemand musste S. verleumdet haben, denn ohne dass sie etwas Böses getan hätte, wurde sie eines Morgens verhaftet.

Zur Stöhr ists nicht weit für recht belesene Herren

 

Dem Rind allein gehört die christliche Liebe der Unzensurierten

Uncensored

 

Es könnte viel dazu geschrieben werden, wie sehr Sex mit Tieren verbreitet ist, in Deutschland, in Österreich, kurz gesagt, in Europa. Auch zum Tiersextourismus. Auch zu Vereinen beispielsweise in Deutschland, die sich als Lobby für Sex mit Tieren, für Beziehungen zwischen Mensch und Tier wie in Lebensgemeinschaften, Ehen verstehen. Auch zu Menschen, die Tiere für den Sex mit Menschen dressieren, und so weiter und so fort.

Der Anlaß dazu?

Die Unzensuriert der identitären Parlamentspartei kopiert wieder einmal einen Artikel gesinnungsgemäß um, in dem es um einen Mann in der Schweiz geht, der mit einem Rind … Gesinnungsgemäß wird im Kommentar von der Unzensuriert die sogenannte nationale Zugehörigkeit des Mannes hervorgehoben. Gesinnungsgemäß wird in den Kommentaren der Schreibstaffel diesem Mann gesinnungsgemäß augenblicklich ein Glaube unterstellt, ebenfalls gesinnungsgemäß ist der Schreibstaffel sofort recht klar, nur dieser Glaube, der nicht der ihre ist, ist verantwortlich für das, was der Mann mit dem Rind …, wie viele auch diesmal solchen Kommentaren ihre positive Zustimmung … und so weiter und so schrecklich fort.

Es wird aber nichts dazu geschrieben, wie sehr Sex mit Tieren verbreitet ist, in Deutschland, in Österreich, kurz gesagt, in Europa. Denn. Das heißt bloß, in die Falle zu gehen. Ihre Debatte, die keine Debatte ist, weiterzuführen, weiterzutragen, und soher unfreiwillig zu unterstützen. So unnütz also der umkopierte Kommentar, weil es die Information im Originalartikel bereits gibt, ist, so unnütz die Kommentare der Schreibstaffel sind, so unnütz wäre das Aufzeigen, daß der Tiersex keine importierte Sexpraktik ist, sondern europäischer Hausgebrauch, engagiert gehegte christliche Tradition des Abendlands …

Weshalb wird dann nicht darüber geschwiegen?

Weil.

Nun. Unzensuriert in englischer Übersetzung: Uncensored. Es ist wohl nicht von ungefähr, daß gerade Websites mit pornographischem Material ebenfalls nicht abgeneigt sind, den Namen Unzensuriert führen. Es wird viel davon gesprochen und geschrieben, wie sehr im Internet Haß und Hetze verbreitet werden. Aber nicht gewürdigt, daß es auch ein pornographisches Schreiben sade’scher Figuren ist, mußte beim Lesen der Kommentare der Schreibstaffel wieder einmal gedacht werden. Und es ist ebenfalls nicht von ungefähr, daß Kommentare, auch von der Schreibstaffel der Unzensuriert der identitären Parlamentspartei, geschrieben sind, als wären sie Übersetzungen, gleich wie automatisierte Übersetzungen in das Deutsche von anderssprachigen Sites mit pornographischem Material, wie in der Collage gelesen werden kann.

Besonders pornographisch wird es aber stets, wenn es gegen Frauen .. dann kennen die Männer der Schreibstaffel kein Halten mehr, dann steigt ihre Leitungskurve an, als wären sie noch junge Männer in vollem Saft … Franz Dinghofer auf FPÖ unzensuriert sucht für IS Bombenziele in Österreich aus.

Es ist nicht nur Pornographie, gegen die das sonst als Pornographie Bekannte keine Pornographie ist, es ist aber eine Pornographie von Menschen, die nicht dumpf, ungebildet sind. Denn. Sie informieren sich, sie lesen, sie überlegen, sie haben ihre Denker. Denkerinnen weniger. Wenn einer oder eine aus der Schreibstaffel schreibt, wie in der Collage gelesen werden kann, bevorzugt werde eine „Partnerschaft mit den Visegradstaaten“, dann ist er oder sie eins mit einem ehrenwerten Denker, und das muß ein ehrenwerter Denker wohl sein, wenn er im österreichischen Parlament …

Eine Zeitung findet ihren Zugang in die Casa Maria blind durch den Hintereingang

Miinisterium für Kunst und Kultur oder kurz Casa Maria.png

Es kann verstanden werden, es kann nachvollzogen werden, wenn Sebastian Kurz seine Kandidatin präsentiert als eine, die wie keine andere für Kunst und Kultur stehe, zum einen, weil eine Kandidatin muß gelobt werden, und vor allem eine Kandidatin des Sebastian Kurz muß von ihm über alle Maßen gelobt werden, also mit heißer Luft – obwohl, bei Sebastian Kurz von heiß und Luft zu sprechen, da es nicht einmal Luft ist, was er … das wäre für ihn also schon ein Lob, würde geschrieben werden, er produziere heiße Luft … er wird ohnehin schon dermaßen viel gelobt, hingeschrieben zu dem, was er selbst werden möchte in diesem Land, nach dem 15. Oktober 2017, aber von dem (sollte er es je werden) dann allen schwarz vor Augen nur …

Daß Maria Großbauer für Sebastian Kurz eine sei, die wie keine andere für Kunst und Kultur stehe, seine Einschätzung kann verstanden werden. Denn, wie kann einer, der hinsichtlich Kunst und Kultur noch gar nicht aufgefallen ist, in diesem Bereich ist er tatsächlich verhaltensunauffällig, zu unterscheiden wissen zwischen Kunst und Kultur und Werbung, in der Maria Großbauer hauptsächlich beschäftigt war. Wenn eine gar ein Buch über ihren eigenen Vater schreibt, wer will es Sebastian Kurz nachtragen, daß er überzeugt sein muß, sie sei eine, die wie keine andere für Kunst und Kultur stehe.

Nicht verstanden werden kann, nicht nachvollzogen werden kann, wie eine österreichische Zeitung der sogenannten Qualitätspresse ein solches Interview, wie in der Collage gelesen werden kann, gleich dazu liefern kann. Aber vielleicht ist Katharina Mittelstaedt ein Pseudonym von Sebastian Kurz, denn ein anderes Interview hätte Sebastian Kurz mit Maria Großbauer, also mit seiner Kandidatin, mit der er gewinnen will, auch nicht zum Besten von ihm selbst und seiner Kandidatin führen können. Aber es ist wohl noch toller. Katharina Mittelstaedt ist kein Pseudonym von Sebastian Kurz, jedoch der mediale Standard in diesem Land ist, kurz wie blöd gesagt, von Tag zu Tag mehr Sebastian Kurz …

Welchen Eingang Sebastian Kurz in die Casa Maria genommen hat, wird nicht gewußt, aber diese Zeitung österreichischen Qualitätszuschnitts kann nur den Hintereingang genommen haben. Und für diese Zeitung ist Maria Großbauer bereits jetzt ministrabel … es wird zwar erst in Monaten gewählt, aber die Zeitung fragt jetzt schon Maria Großbauer, ob es denn Gespräche gegeben habe, sie Ministerin … für Werb… nein, natürlich für Kunst und Kultur, denn sie stehe ja wie keine andere, sagte die Zeitung anläßlich der Präsentation ihrer Kandidatin, für den Kunst- und Kulturbereich … Es kann doch eine Zeitung, die Kanzlerin werden will, nicht kümmern, wie die Menschen wählen werden, aber es kann viel dazu getan werden, daß die Menschen wählen, wie gewollt wird.

Was für lichte Zeiten mit einer Maria Großbauer als Kunst- und Kultur-Ministerin für Künstler und Künstlerinnen dann … wenn also die Großbauerin „ihren Spirit“ als Ministerin einbringen könnte … Oh, herrliche Zeiten, ihr „Spirit“ würde der Großbauerin vielleicht nahelegen, den Ministeriumsnamen gleich einmal zu kürzen, wie sperrig: Ministerium für Kunst und Kultur, sondern einfach kurz: Casa Maria. Wahrlich, die Großbauerin stehe wie keine andere für Kunst und Kultur. Und das beweist sie bereits jetzt. Ist das großbauerische Logo nicht ein zukunftsstarkes Werk für Kunst und Kultur in diesem Land? An Frack und Lederhose wird dieses Land genesen, und mit dem Segen von Odin, unterstützt von einer Künstlerin: modern, elegant, luxuriös und Hofer …

Ach, und wie gut wird es erst der musikalischen Entwicklung in diesem Land tun, nicht nur zur Weihnachtzeit Weihnachtslieder, sondern das ganze Jahr, wofür, und das noch ein Beweis für Kurzens authentisch treffsichere Wahl, sie schon im Februar 2017 fast täglich mit ihrem Sohn übte, sang, nämlich Weihnachtslieder … Jetzt, ein paar Monate später, im Sommer, übt sie vielleicht mit Kind und Kurz das Lied ein, und der Mahler, könnte er das noch erleben, wäre wohl ganz gerührt, und komponierte nimmermehr, hörte er die Großbauerin mit Kind und Kurz singen: „Zu den Alten zieht’s uns hin – Ein Aschen lodert tief in unsren Herz’n drin“ …

Folge 3: Österreich im langen Herbst, nach der Nationalratswahl 15. Oktober 2017

Österreichs Wirklichkeit der politischen Vielfalt

Es war gedacht, das Kapitel über die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 in viele Folgen aufzuteilen. Aber, ist jetzt schon zu fragen, wozu. Was die Folge der Nationalratswahl im Herbst sein wird, ist bekannt.

Es wird zu einem Österreich im langen Herbst kommen.

Die Entscheidung ist bereits gefallen, ehe noch gewählt wurde. Die Regierungsfarben sind gewählt. Was noch offen ist, ist die Regierungsfarbenzusammensetzung.

Es wird entweder eine rotblaue oder eine kurzschwarzblaue Regierung.

Auch wie es um das Parlament bestellt sein wird, ist bereits jetzt ebenso bitter absehbar.

Es wird wieder ein Dreiparteienparlament im Zuschnitt der 1960er Jahre werden. Das ist kein Widerspruch, wenn gesagt wird, vielleicht schaffen es noch ein oder zwei Parteien mehr wieder in das Parlament gewählt zu werden. Es mit Müh und Not gerade noch zu schaffen. Wenn also Neos und Grüne es gerade noch schaffen, wieder in das Parlament gewählt zu werden, gerade einmal je mit einem Prozentanteil von etwas über der Vier-Prozent-Hürde, dann kann bereits von einer realpolitisch inexistenten Opposition gesprochen werden. Von einer absolut geschwächten, die drei Parteien der 1960er Jahre nicht einmal zu kitzeln vermögenden Opposition. Vielleicht schafft es auch, wenn er mit einer Liste antritt, noch Peter Pilz über die Vier-Prozent-Hürde zu humpeln. Dann wären es sechs Parteien im Parlament. Das sähe dann nach demokratischer Vielfalt aus. Aber in Wahrheit wird es auch mit sechs Parteien im Parlament nur ein Dreiparteienparlament sein. Denn die Opposition wird aus Sicht der drei Parteien der 1960er Jahre nur eine Lachopposition sein. Realpolitisch also eine vollkommen kraftlose, wirkungslose, ohnmächtige Opposition. Wird darüber hinaus bedacht, wer in das Parlament gewählt werden könnte, ist das noch absehbarer. Zum Beispiel Irmgard Griss. Von der Handvoll der Neos-Abgeordneten kann, wie sie nun seit knapp zwei Jahren politisch erlebt werden konnte, Irmgard Griss abgezogen werden, also eine noch weitere Schwächung der Opposition, sie wird, und es kann auf den Konjunktiv verzichtet werden, sie wird eine Minusabgeordnete sein.

Es wird also derzeit alles getan – nicht von den drei Parteien der 1960er Jahre, denn diese haben sich schon in den 1960er Jahren eingerichtet und richten sich forciert darauf weiter ein –,

Systempartei Hofer-FPÖ – Der Unwille zur Veränderung in Österreich

Österreich zurück in die 1960er Jahre und also in die Dreiparteiendemokratie zu bringen. Es müssen auch die Grünen gefragt werden, was treibt sie an, derart unpolitisch zu agieren, im Angesicht der Drohung einer schwarzblauen oder rotblauen Regierung, derart unpolitisch alles dazu beizutragen, daß die parlamentarische Opposition in Österreich nach dem 15. Oktober 2017 die schwächste sein wird, gänzlich bewußtlos. Ist Peter Pilz nach einem langen politischen Leben die politische Luft schon dermaßen ausgegangen? Fürchtet Peter Pilz politisch künstlich beatmet werden zu müssen, um politisch noch Luft zu bekommen? Meint er, daß das Parlament für ihn das Beatmungsgerät sein muß? Mehr wird, falls er mit einer eigenen Liste antritt, seine Anwesenheit im Parlament nicht sein, falls er dann in das Parlament gewählt werden wird, er wird in das Parlament gehen, um sich zur künstlichen Beatmung an die Parlamentsmaschine anschließen zu lassen, ebenso werden an den wenigen vorgesehenen Anschlüssen seine wenigen ehemaligen und es gerade noch in das Parlament schaffenden Kolleginnen und Kollegen zur politisch künstlichen Beatmung hängen, während es für eine tatsächliche Opposition im Parlament gar keine Luft mehr geben wird.

Es muß dabei aber auch ein weiteres Mal auf die unrühmliche Rolle der Medien in Österreich hingewiesen werden, die alles daran setzen, um jetzt etwa die Grünen im schlechtesten Licht auftreten zu lassen, ihnen Vorwürfe zu machen, die sie zu den drei Parteien der 1960er Jahre nicht mehr auf das Papier bringen wollen, obgleich diese nicht anders agieren, etwa, daß nur ein zu kleiner Kreis entscheide, und so weiter und so fort.

Nationalratswahl in Österreich am 15. Oktober 2017 – Kein Zurück zum Dreiparteienparlament, keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre!

Folge 1: Wahlen in Österreich, Nationalratswahl 15. Oktober 2017: Von der politischen Vielfalt und der medialen Wirklichkeitsarmut.

Folge 2: Wahlen in Österreich

Vielleicht wird doch noch eine Folge zu schreiben sein. Denn. Es bleibt. Was kann jetzt noch getan werden. Im Angesicht der Drohung, Österreich im langen Herbst. Also in der Kargheit. In der Kälte. Im Grau. In Nässe und Matsch. Mit entlaubten Bäumen, deren verwelkten Blätter die Böden bedecken, nichts mehr wächst, bloß noch die Einfalt, sich alle vorbereiten auf einen langen Schlaf, eingewickelt in groben Trachtendecken und so weiter und so fort.

Es kommt wie zwar stets, aber vielleicht wie noch nie auf die Wählenden an, am 15. Oktober 2017.

Nationalratswahl15-10-2017 Österreich nicht Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie 1960er Jahre

Fellner-Eklat

Auf der Gasse wurde am 13. Juli 2017 eine Ankündigung aus der Umsonst gesehen, die fotografiert werden mußte.

Fellner-Eklat bei oe24tvtalk

Was wird angekündigt, das heute erst am Abend um 21.30 Uhr am Fernsehen zu sehen sein soll? Ausgestrahlt von dem Umsonstfernsehkanal. In einer Sache ist die Ankündigung wahr zu nennen. Die Umsonst schreibt „Islam-Eklat bei oe24.tv Talk“. Sie gibt damit zu, es wird keine „Islam-Debatte“.

Eine Islam-Debatte, ein Islam-Diskurs kann es auch schwerlich werden, bei den Geladenen, die von der Umsonst als „Experten“ verkauft werden, sogar als „Islam-Experten“, wie etwa Christian Zeitz. Zwischen ihm und Katharina Deifel sitzt eine NR der identitären Parlamentpartei.

Es reicht die Ankündigung vollkommen aus, um heute um 21.30 Uhr irgend etwas anderes zu machen, irgendwas zu sehen, als ebendiesen Fellner-Eklat.

Nur um ein Beispiel stellvertretend aus dieser Ankündigung herauszunehmen. Christian Zeitz bezeichne „Bio-Österreicher“ als „Rassismus“ … Was für ein Experte! Er bezeichnet also alle sogenannten Einheimischen, die wie er für das sogenannte Einheimische vor- und hintreten und sich dabei selbst als „Bio-Österreicher“ oder als „Bio-Deutsche“ stolz und ehrenreich bezeichnen, als Rassisten und Rassistinnen: Alphabet of Enlightenment, H-H: Haverbeck, Höcke, Hofer, Holocaust.

Allein an diesem Beispiel wird klar, daß heute um 21.30 Uhr alles besser ist, als sich den Fellner-Eklat anzusehen, sogar ein Herzinfarkt, ein Gehirnschlag ist dagegen erfreulicher, gewinnbringender, sinnvoller und so weiter und so fort.

Der Fellner-Eklat ist aber nur stellvertretendes Beispiel, wie in diesem Land, also in Österreich, über den Islam diskutiert wird. Deshalb sollten ab sofort Sendungen, zu der „Experten“ und „Expertinnen“ vom Schlage der oben namentlich genannten nicht Islam-Debatte oder Islam-Diskurs oder Islam-Diskussion genannt werden, sondern kurz und schlicht: Fellner-Eklat. Es sind jene einerseits zu bewundern, die sich die Mühe machen, mit solchen „Experten“ in einer Fernsehsendung zu diskutieren, andererseits tragen sie jedoch dazu bei, solchen „Expertinnen“ zu Ansehen und Breitenwirkung zu verhelfen. Es sollte also verweigert werden, mit solchen „Expertinnen“ und „Experten“ zu diskutieren, gleichzeitig aber gefordert werden, daß, wenn es um einen wirklichen Islam–Diskurs gehen soll, tatsächliche Expertinnen und Experten dazu eingeladen werden, und nicht solche, für die das unter Anführungszeichen gesetzte „Experte“ oder „Expertin“ bereits eine ungerechtfertigte Auszeichnung ist. Wie kann je erwartet werden, daß es je eine redliche Diskussion geben kann, wenn bereits mit einem solchen Bild auf der Umsonstwebsite dafür angeheizt wird. Eigentlich schon unverständlich, eine solche Einladung anzunehmen, um unter einem derartigen Bild – ja, was zu können? Diskutieren zu können wohl nicht.

Fellner im Wahlkampf

Mit Zeitz und Deifel sind diesmal also gleich zwei vom „Marsch für die Familie“ mit dabei an der Fellner-Front. Der Titel für diese Sendung wäre soher treffender und genauer: Fellner-Eklat bei oe24tv.Marschtalg.

Sie werden nicht wissen, wer Zeitz oder Deifel ist, worum Sie uneingeschränkt zu beneiden sind. Damit Sie aber besser verstehen können, weshalb hier von einem Fellner-Eklat gesprochen wird, ein paar Informationen über diese Menschen, die nicht einmal als „Experten“ und „Expertinnen“ unter Anführungszeichen zu bezeichnen sind.

Katharina Deifel

Christian Zeitz

Oe Fellner im Kampf - Die große Wahldiskussion

Im Neoscheinwerfer die Allianz der Seifenwasserwörter

Maxl - Neos Allianz für Freiheit und Verantwortung

Nun hat also Irmgard Griss doch bei den Neos „angedockt“, wofür sie vor rund einem Jahr noch „keinen Grund“ sah, wie zu lesen war, also bei den Neos „anzudocken“. Vor rund einem Jahr hätte es für sie eine „Denkfabrik“ werden können – wohl mit ihr als Denkschuhfabriksdirektorin. Aber sie wollte nicht ausschließen, daß „daraus eine Liste entsteht“. So funktionieren Träume. Alles ist möglich, alles kann sich verwandeln, eine Denkfabrik zu einer Liste, kein Grund zu einem Grund zum Andocken.

Und das Schöne an den Träumen ist, es muß nichts bewiesen, es muß nichts umgesetzt werden. Also in der Wirklichkeit. In der Wirklichkeit kann aber von den Träumen schön erzählt werden. Und das macht Irmgard Griss, von Träumen erzählen. Von diesen ihren Träumen, in denen sie Seifenwasserwörter pustet.

Das Schlimme an diesen ihren Träumen allerdings ist, daß so viele in Österreich meinen, Österreich sei die Kopflandschaft von Irmgard Griss, in der sie ihre Träume spielen läßt, sie spielen für Irmgard Griss Traumfiguren, die ihr Seifenwassergepuste zu bewundern, ihr zu applaudieren haben, als wäre sie die langerwartete Heilsbringerin. Allen voran spielen sehr viele Medien für sie Traummedien, berichten derart positiv über sie, wie nur Traumzeitungen über einen Menschen in seinem eigenen Traum berichten. Aber solche Träume sind, außer bei Irmgard Griss, äußerst selten. Zumeist berichten Traumzeitungen im eigenen Traum über die dunklen Seiten, über das Verworfene, über das Abgründige des diesen Traum erleidenden Menschen.

Das Gute ist, es gibt die Wirklichkeit mit ihrem Gedächtnis. Und es muß nur an den Vorgänger von Irmgard Griss gedacht werden, der ebenso auf Wortseifenblasen setzte, kurz gesagt, er setzte wie sie auf „Werte“. Weitere Seifenblasenwörter von ihm waren: „Fairness, Wahrheit, Transparenz“. Ihre weiteren sind „Freiheit, Verantwortung“. Er hat Österreich für seinen Traum mißbraucht. Und viele haben sich für seinen Traum mißbrauchen lassen, also seine Liste gewählt. Und heute, Juli 2017, nichts mehr. Er und seine Liste haben aufgegeben, treten nicht mehr an. Er und seine Liste hätten am 15. Oktober 2017 auch keine Chance gehabt, in der Nationalratswahl. Keine Chance, noch einmal in das Parlament gewählt zu werden. Die Menschen sind aus seinem Traum herausgetreten, zurück in die Wirklichkeit, in der sein Traum sich als das erwies, was ein Traum ist: ein Traum, der verpufft, von dem nichts bleibt, wenn die Nacht vorüber ist, und das Tagwerk in der Wirklichkeit beginnt, vielleicht noch, daß ein paar Erinnerungsfetzen vom Traum bleiben, die aber flugs weggewischt werden, meist mit der Bemerkung, was sei denn das wieder für ein absonderlicher Traum gewesen.

In Erinnerung an dieses gelangweilte, geldzählende Traumgreislein mit seinen Seifenblasenwörtern wird es schon nicht schwerfallen, am 15. Oktober 2017 nicht noch einmal in einen nächsten Traum mit lauter Seifenblasenwörter zu wechseln, und stattdessen in der Wirklichkeit zu bleiben.

Bei dem kanadischen Traumautomechaniker konnte wenigstens, so sonderlich seine Aussagen auch waren, zu seinen Gunsten angeführt werden, er sei in der Wirklichkeit als Geschäftsmann erfolgreich gewesen, und von daher wäre es ihm zuzutrauen gewesen, auch in der Politik … Aber was kann bei der Gerichtssaalträumenden zu ihren Gunsten angeführt werden? Wenn sie in der Wirklichkeit etwas zu beweisen hat, scheitert sie, in der Wirklichkeit hat sie keinen Erfolg aufzuweisen. Wird ihr in der Wirklichkeit eine Aufgabe übertragen, setzt sie es augenblicklich in den Sand. Ja, im Traum, da hätte ihre Sendung „Im Namen des Volkes“ funktioniert, wäre ihre Sendung erfolgreich gewesen, und es ist anzunehmen, in ihrer Traumwirklichkeit oder in ihrem Wirklichkeitstraum ist diese Sendung, die in der tatsächlichen Wirklichkeit sofort wieder abgesetzt wurde, die erfolgreichste Sendung, die es je gegeben hat, oh Traum, die es gibt und weiter erfolgreich läuft und läuft …

Und eines noch fällt zu Irmgard Griss ein. Dieses ständige Lächeln. Und das erinnert an Maxl. Einem aus der Sendung „Wir leben im Gemeindebau“. Es verbindet sie einiges. Maxl, Franzl und Irmschl. Zum einen das Benehmen, die Aussagen, das alles zusammen läßt verstehen, weshalb derartige Soaps einen so hohen Suchtfaktor haben. Maxl und Irmschl verbindet darüber hinaus noch etwas, eine Partei, eine Liste gründen zu wollen. Irmschl jetzt nicht mehr, nach dem sie einen Grund geträumt hat, bei den Neos doch andocken zu können. Maxl hat, es wurde nicht nachgeforscht, inzwischen wohl die Idee einer Parteigründung von einem Bier zum anderen wieder verworfen. Dabei wäre Maxl mit seiner Partei für Simmering in einer Hinsicht wählbar gewesen. Er hat nicht mit Seifenblasenwörtern geschäumt, sondern er wollte schlicht und einfach nur ganz Konkretes: saubere Straßen in Simmering, keinen Gassen mit Hundekot … das wäre dann überprüfbar gewesen, ob er sein Wahlversprechen eingehalten hat oder nicht, er hätte haftbar gemacht werden können, wenn er es nicht … Aber bei Irmschl? Bei ihren Seifenblasenwörtern? Irmschl aber will, Politiker und Politikerinnen haftbar machen, von ihnen Schadenersatz gar verlangen. So funktioniert Politik im Traum. Im Traum geht es zusammen: Androhung von Schadenersatz bei gleichzeitigem höchsten Handlungsspielraum. Und was für Schadensersatzsummen Politiker und Politikerinnen zahlen können, im Traum jede Summe, selbst wenn es Milliarden sind, im Traum ist das keine Augenauswischerei und auch, kurz gesagt, kein extremer Populismus. Maxl wäre trotz seiner recht konkreten Anliegen und Wahlversprechen mit seiner Liste kein wählbarer Maxl gewesen. Dafür sind auch seine Fotos verantwortlich, die ihm behördliche Aufmerksamkeit zuteil werden ließen. Von Irmschl gibt es keine Fotos, auf denen sie zu sehen ist, grüßend wie Maxl, aber ihre geschichtliche „Expertise“ besteht nur aus Seifenblasenwörtern, die sogar in Österreich schon längst geplatzt und naß auf den Boden gefallen sind und aufgetrocknet, ausgetrocknet, aber die Kleingerichtssaalgärtnerin versucht halt, das Ausgetrocknete zu gießen, in ihrem Traum wird es ihr wohl gelingen, daß aus dem Ausgetrockneten etwas sprießt, begnadet, so träumt es ihr wohl, wie sie ist. Aber in der Wirklichkeit hat sie nicht einmal Wasser, um wenigstens mit Wasser zu kochen.

PS Daß im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts Menschen, die Parteien oder Listen oder Denkfabriken gründen wollen, oder bei einer Partei andocken, weil sie bequem risikofrei gewählt werden wollen, derartige Zugänge zur österreichischen Vergangenheit haben, verwundert nicht, wenn etwa berücksichtigt wird:

Leopold Kunschak, Franz Dinghofer, Karl Renner – Die nach ihnen benannten Preise der drei Parteien erzählen viel vom Zustand Österreichs in seinem Halbdunkel

Irmgard Griss neos - Allianz für Freiheit und Verantwortung