Tapfer lachend zieht Wolfgang Fellner aus, um Urteile zu erwirken


Schuft aus Wien.png

Und wieder einmal muß die Tageszeitung, die nicht „Österreich“ heißt, aber sich als „Österreich“ versteht und empfindet, ein Urteil veröffentlichen, am 23. Juli 18.

Und Wolfgang Fellner, der nicht der Herausgeber der „Kronen Zeitung“ ist, sondern jener Zeitung, die gratis, aber Österreich nicht umsonst erhält … hat also wieder ein Urteil erwirkt. 

Es kann Wolfgang Fellner verstanden werden, in seinem tapferen Kampfe gegen die Tageszeitung, die sich als „Österreich“ versteht und empfindet, ihr es nicht durchgehen zu lassen, sich auch noch als „Die Fackel“ präsentieren zu wollen.

Kann ein Mann, der so tapfer kämpft, dabei sein Lachen nicht verliert, ein Schuft sein?

Solch einen Mann treffend zu beschreiben, was für Reaktionen solch ein Mann auszulösen vermag, das zu beschreiben, dafür bräuchte es besondere Talente; gegenwärtig besitzt diese Talente nur ein Mann in Österreich, ein ihm ebenbürtiger Mann und zum Interview gern geladener Mann –  der so niveauvoll, so klug, so ganz und gar vergeistigt von seinen körperlichen Reaktionen zu reden weiß, die ausgelöst durch …


Wolfgang Fellner - Hinaus mit dem Schuft

 

Janich

Was die Kommentare der Schreibstaffel unter dem Kommentar der gesinnungsgemäß zensurierten Website mit dem Kommentar über die Liste Pilz zu tun haben, erschließt sich nicht, wenn nicht gewußt wird, was die eigentliche Aufgabe der postings persons tatsächlich ist.

Deutlich spricht das Oliver Janich aus.

Es kann McErdal, dieser seit langem bekannten posting person aus der gesinnungsgemäßen Schreibstaffel dieser Website, dafür trotzdem nicht gedankt werden, mit der Verlinkung in ihrem Kommentar vom 8. dieses Monats 18 zu Oliver Janich auf diesen aufmerksam gemacht zu haben. Auf einen Mann, zu dem nicht mehr zu sagen ist, als, er heißt Oliver Janich, und es können Menschen nicht verstanden werden, die nur ein einziges Wort von ihm je für mitteilenswert, verbreitenswert halten können, und es können Menschen schon gar nicht verstanden werden, die gar noch für ihn Werbung machen, seine Bücher positiv …

Um kein Mißverständnis aufkommen zu lassen, es geht hierbei in keiner Weise darum, welcher Weltanschauung, welcher Gesinnung Oliver Janich sich verpflichtet fühlt und – um nicht so streng wie Marcus Steinweg zu seindenkt; es kann so einfach kurz wie schlicht gesagt werden: was er liefert, ist nichts.

Was er liefert, ist nichts. Und für sein Nichts mit einer unverantwortlichen und gemeingefährlichen Methode des Einsatzes von ihm passenden Materialien, die Quellen, sogar Originalquellen genannt werden. Um das Nachvollziehen zu können reicht allein aus, das von McErdal verlinkte und verbreitete Video von Oliver Janich anzusehen, um für alle Zeiten festzustellen, das Geld, das seine Bücher kosten, beispielsweise einem bettelnden Menschen zu geben, statt je nur ein Buch von ihm zu kaufen, ist kein weggeworfenes Geld …

Oliver Janich

Allein, was er in diesem Video über seinen Zugang zu Quellen sagt, das läßt bereits erahnen, von welcher Qualität seine Quellen etwa in seinem Buch „Die Vereinigten Staaten von Europa“ sind, mit seinen „tausend Fußnoten“, wie er stolz vermerkt; ein Buch, das seine Werber und Werberinnen hat, wie beispielsweise Lisa Fitz, Christine Kaufmann, Xavier Naidoo … Und natürlich gibt es einen Eintrag über dieses Buch, auch über dieses Buch auf „Wikipedia“ … Es mag altmodisch erscheinen zu denken, der Sinn von Enzyklopädien sei die Sammlung von Wesentlichem, von Bedeutendem, von Entscheidendem. Aber in Zeiten des Digitalen verkommen Enzyklopädien mehr und mehr zu Nachschlagewerken, wobei die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Nachschlagewerk“ verlorengeht, es nur mehr digitale Sammlungen zum Nachschlagen

In diesem Video sagt Oliver Janich also zu seinen Quellen. Es geht in dieser Passage darum, wer in den Medien gefördert werde und wer nicht, wer in den Medien aufsteige und dann „ehrliche Journalisten“ aussortiere. Als Quelle gibt Janich einen AfD-Mitarbeiter an, der ihm unter vier Augen das erzählt hätte. Und das abschließende Fazit von Oliver Janich über sein Gespräch mit dem AfD-Mitarbeiter:

„Dieser Mensch ist mir gegenübergesessen. Eine bessere Quelle gibt es nicht.“

 Er heißt Oliver Janich. Und mehr ist von ihm ja nicht zu lesen.

Was die eigentliche Aufgabe der postings persons auf solchen Websites tatsächlich ist, erschließt sich vollends, wenn das von Oliver Janich im oben angesprochenen Video berücksichtigt wird, das stellvertretend und exemplarisch genommen werden kann für derartige Websites:

„Mehr sage ich jetzt nicht. Aber Ihr könnt Euch austoben in den Kommentaren. Riskiert Ihr ja nur Eure eigene Sperrung, weil Ihr wahrscheinlich weniger als fünfzig Tausend Abonnenten habt.“

Und sie toben sich aus, in ihren Kommentaren toben die posting persons, unter jedwedem Kommentar beispielsweise auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei in Österreich, wie stets und also weiter auch im Juli 18. Eine ruft zum Spenden für die Anschaffung der Massenmordwaffe zum Einsatz auf hoher See auf, und bis das Geld zusammen ist, begnügt sie sich mit einer „Glock“, um bereit zu sein, bei sich auf dem Lande, wenn …

MG 42 MARK 48 GLOCK

Die „Glock“ hat sie noch nicht eingesetzt, aber die „Glock“ wurde in diesem Jahr bereits eingesetzt von einem Kandidaten, dessen Partei jetzt eine Regierungspartei ist, gegen Menschen, die, fürchtet sie, in ihr Haus auf dem Lande …

Für eine weitere scheint „das gute alte MG 42“ ein recht geeigneteres Gerät als ein Besen zu sein. „Der Dreck gehört hinausgeschossen“. Vielleicht ist damit ein Wettbewerb verbunden, Besen gegen MG 42, ein Kunstkehrwettbewerb. Wer macht das Einfamilienhaus besser und schneller sauber, gekehrt auf die altbekannte Art mit Besen oder geschossen mit dem Maschinengewehr, das aus der Zeit ist von jenen, die „tausend Jahre“ regieren wollten. Wie bescheiden seit damals Regierende wurden, beispielsweise der Innenminister, der bloß „dreißig Jahre ohne Opposition regieren“ will …

Eine weiß in ihrem Kommentar auch recht genau, „wer die Hand aufhält“: „der alte Judas“.

Das ist die eigentliche Aufgabe und die tatsächliche Funktionserfüllung der postings persons auf derartigen Websites, wie Oliver Janich aufklärt, durch seine Ermunterung, die er in seinem oben angesprochenen Video mehr als einmal ausspricht, weil er selbst kann ja nicht riskieren, daß er …

Oliver Janich fordert ohne Staat rechtsstaatliche Tribunale

In diesem oben angesprochenen Video blendet Janich immer mal wieder Werbung für sein Buch „Sicher ohne Staat“ ein; es soll keinen Staat mehr geben, alles privat organisiert sein, beispielsweise auch die Rechtssprechung soll zu einer „Privatrechtssprechung“ werden, wie er in diesem Video es nennt. Wem also die „Privatrechtssprechung“ einer Firma nicht für ihn gut erscheint, wechselt schlicht und ergreifend einfach kurz die Anbieterin … Und dann gibt es in diesem Video eine Passage, in der Janich davon spricht, es müsse „Tribunale“ geben, „rechtsstaatliche Tribunale“, „wie Nürnberg“, aber „Nürnberg“ war für ihn „nicht rechtsstaatlich“, mehr wolle er dazu nicht sagen, aber „Ihr könnt euch austoben in den Kommentaren“ … Gegen wen die „Tribunale“ veranstaltet werden sollen, das muß hier nicht ausgeführt werden: auch hierzu toben viele in …

Ist das nicht putzig? Da schreibt einer ein Buch darüber, daß es keinen Staat mehr geben soll, daß alles privat organisiert werden soll, von der Polizei bis zur Justiz, das Recht privatisiert werden soll, und dann will er zugleich „rechtsstaatliche Tribunale“ in seinem für ihn buchmäßig bereits abgeschafften Staat … Das ist ein Fundament, auf dem können Gebäude errichtet werden, die kürzer halten als es braucht, Auslassungspunkte …

Wem Oliver Janich vertraut, das ist doch erwähnenswert, denn auch in bezug auf Vertrauen ist er in bester Gesellschaft. Es geht in diesem seinem oben angesprochenen Video um Tote, er würde es gerne haben, wenn alle Todesfälle untersucht werden würden, um die Todesursachen zu klären, da ihm die angegebenen suspekt sind, durch einen Menschen, den er, Janich, „vertraut“. Und wem vertraut Janich? Einzig einem Professor, der „viel zum Euro gemacht hat“ – und in Österreich höchstes Ansehen und Vertrauen genießt, also bei der einen zurzeitigen Regierungspartei …

Janich

Robert Seeger und Edi Finger plaumentieren live aus dem Heurigen Zum Hool

Es ist Gemütlichkeit der gemütlichsten Gemütlichkeit, eben österreichische Gemütlichkeit, wie zwei Männer auf das Spielfeld blicken und dabei reden.

Und es ist auf höchstem Niveau, wie Robert Seeger und Edi Finger junior Fußballspiele kommentieren, etwa das Spiel von Brasilien und Serbien. Auch sie erreichen gemütlich leicht das aus anderen Stuben bekannte Niveau von Medienmenschen aus Österreich

Mögen in anderen Ländern Sportreporterinnen vielleicht ihre Arbeit darin sehen, nur über das eine Spiel profund zu berichten, das sie zu kommentieren haben, diese zwei Herren in Österreich jedoch geben sich damit nicht zufrieden. Und sie können es auch nicht.

Schließlich arbeiten sie für eine Fernsehanstalt, die einen Bildungsauftrag hat. Für die fellnerische Anstalt.

Und wie sie diesen Bildungsauftrag erfüllen, übererfüllen, sie kommentieren nicht einfach, sie plaudern lehrbeflissen nicht nur zum Fußball in einer lehrfreudigen Atmosphäre …

Und so lehrten sie gestern etwa beim Spiel von Brasilien und Serbien über „reinrassige Schweizer“ unter Anwendung einer bislang nicht bekannten Methode, „Reinrassigkeit“ anhand der Namen der schweizerischen Fußballspieler zu bestimmen, und Edi Finger trug als Beispiel für einen solchen Namen einen aus nur Konsonanten bestehenden vor, wie ein Lautgedicht von Jandl.

WM 2018 - Fußball - Live aus dem Hool Finger und Seeger

 

Hurra! Hurra! Hurra!

Für unzensuriert.at ist die Übermittlung des Aktenpakets ein glatter Freispruch vom Vorwurf der Verfassungsfeindlichkeit. Nicht nur, dass es offensichtlich zu keinem Zeitpunkt eine Überwachung, Beobachtung oder Analyse unseres Wirkens gab, finden sich dazu auch keine Einträge in der Staatsschutzanalysedatenbank, wie vom BVT mitgeteilt wurde.

Immer wieder begründen Mainstream-Medien ihre negative Kritik an unzensuriert.at auf eine Einschätzung des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT). Die veröffentlichten Inhalte seien „zum Teil äußerst fremdenfeindlich“ und würden „antisemitische Tendenzen“ aufweisen. Auch „verschwörungstheoretische Ansätze und eine pro-russische Ideologie“ seien vertreten.

Müßig zu erwähnen, dass die Medienauskunft über die Nicht-Beobachtung und Nicht-Analyse nie in einem Medium aufschien. Dem anfragenden Journalisten passte das wohl nicht ins Konzept.

Wenn sonst kein Medium darüber berichtet, müssen eben selbst für den eigenen „Freispruch“ die Tasten angeschlagen werden. Getan am 06.06.18. Allerdings, ein „Freispruch“ ohne Anklage. Mag es für die FPÖ unzensuriert ungewöhnlich erscheinen, ihr gar gesinnungsgemäß irreal vorkommen, aber auch für einen „Freispruch“ ist in einem der Rechtsstaatlichkeit verpflichteten Land ein Gerichtsverfahren notwendig. Eine „Beobachtung“ ist noch kein Prozeß, eine Beobachtung selbst kann also weder zu einer Verurteilung noch zu einem Freispruch führen, höchstens zur Einleitung eines Gerichtsverfahrens, in dem dann über Schuldspruch und Freispruch zu urteilen ist.

FPÖ unzensuriert selbst beobachtet recht viel und versteht ihr Beobachten schon als Schuldspruch, ihre Beobachtungen sind ihr bereits Urteile. Wohl deshalb ihre Meinung, die „Nicht-Beobachtung“ durch das BVT sei für sie ein „glatter Freispruch“.

Was aus dieser Freispruchselbstausstellung nicht zu erfahren ist, und das wurde wohl auch nicht beim BVT angefragt, ob denn die Tastaturstaffel der FPÖ unzensuriert beobachtet werde … Denn. Würde die Tastaturstaffel vom BVT beobachtet werden, ergäbe das – nach der gesinnungsgemäßen Logik dieser Website, wonach Beobachtung gleich Urteilsspruch ist – eine glatte Verurteilung, keinen Freispruch.

Es könnten hierfür viele Schreiberinnen und Schreiber der Tastaturstaffel einzeln angeführt werden, aber stellvertretend für diese reicht ein Mann, der seit mehreren Jahren auf dieser Website sein gesinnungsgemäßes Wesen treibt, und gesinnungsgemäß auch zu diesem Freispruchkommentar der FPÖ unzensuriert seinen Kommentar weiß:

Da bin ich aber froh! Allerdings wüsste ich schon ein paar Leute, die man unter Beobachtung stellen sollte! Z.B. unter psychiatrische Beobachtung. Denn wenn Leute das grammatische Geschlecht nicht vom biologischen Geschlecht unterscheiden können oder dem läppischen „Klima“-Aberglauben anhängen, so stellen diese geistig Zurückgebliebenen eine ernste Gefahr für die Allgemeinheit und speziell für die Jugend dar. Also wäre die psychiatrische Beobachtung dieser Leute in einer umzäunten Einrichtung ratsam. Für das Wohl der Allgemeinheit!

Es muß nicht erwähnt werden, daß auch dieser Kommentar viel Zustimmung erfährt, wie auf dieser Website überhaupt alles, was gesinnungsgemäß recht und gut ist, Zustimmung erfährt …

Ebenfalls nicht zu erfahren ist aus dem Freispruchkommentar dieser Website, ob von ihr der „glatte Freispruch“ auch als „glatter Freispruch“ für ihre Tastaturstaffel verstanden wird. Das darf aber angenommen werden, wird berücksichtigt, daß Kommentare der Tastaturstaffel bei ihr nicht das Verlangen nach Löschungen steigert, ab und zwar wird es getan, zögerlich und oft erst nach …

Hierfür könnten unzählige Kommentare angeführt werden, aber einer aus dem Mai 18 reicht stellvertretend aus, eines Großbürgers Kommentar mit einer nicht unraffinierten Holocaustleugnung, wie in diesem Kapitel gelesen werden kann:

Zurzeitiger Vizekanzler in Österreich erneuert die Gültigkeit von „Ehre, Freiheit, Vaterland“

Es will jetzt gar nicht nachgeforscht werden, ob dieser Kommentar inzwischen … im Mai 18 jedenfalls, wie in einem weiteren Kapitel gelesen werden kann, war das Löschen, auch nach Tagen, keine von dieser Website als notwendig erachtete Handlung …

Vom hohen Roß des Eigenfreispruchs herunter auf Medien zu zeigen, die nicht sofort alles löschen, was tatsächlich nur zu löschen ist, das kann verstanden werden. Denn. Nur wer sich freispricht, kann gleich am nächsten Tag, am 07.06.18, schreiben: „Niederträchtiger geht’s wohl nimmer!“ Sich über die „Journaille“ beklagen und fragen, was denn los sei in den Redaktionsstuben. Vielleicht erfüllt das BVT der FPÖ unzensuriert einen Wunsch und schaut nach, was in den Redaktionsstuben … aber das wäre nur eine Fleißaufgabe, das Beobachten, also das Verurteilen hat ja ohnehin die Website vor langer Zeit bereits übernommen …

PS Noch mehr ausgelastet wird das BVT wohl sein, wenn der moserische Entwurf beschlossen werden sollte; da ist es schon eine Entlastung, wenn eine ohnehin gesinnungsgemäß zensurierte Website noch dazu von einer identitären Regierungspartei nicht …

BVT - FPÖ unzensuriert wird nicht beobachtet - 06-06-18

Zurzeitiger Vizekanzler in Österreich erneuert die Gültigkeit von „Ehre, Freiheit, Vaterland“

Holocaustleugnung - FPÖ unzensuriert 22-05-2018

Eine gar so harmlose Frage zu löschen, noch dazu gestellt von einem Grossbuerger, das kann doch nicht verlangt werden. Eine Frage noch dazu,

FPÖ unzensuriert: Des Grossbuergers raffinierte Holocaustleugnung

die Zustimmung um Zustimmung erfährt.

Und dann steht das auf einer Website, die ohnehin gesinnungsgemäß zensiert. Oder wie es ihre Verantwortlichen nennen würden: zensuriert. Also auf einer Website, auf der Parteikameraden schreiben, die über jeden Verdacht der Leugnung, der Relativierung erhaben sind, wie etwa die Kameradin

Harald Vilimsky, Recke Generalsekretär gegen Antisemitismus der österreichischen identitären Regierungspartei: „Merkel beklagt jetzt, was sie selbst verursacht hat.“

Gibt es doch keine zweite Partei in Österreich, die ihren Worten tatkräftige Worte folgen läßt, von oben bis hinunter zu ihrem zurzeitigen Vizekanzler … es werden, darf vermutet werden, alle begeistert ihm applaudiert haben, im größten Einverständnis mit ihm, als er im Jänner 18 auf dem Ball in der Hofburg sprach, für „Antisemiten“ würde es weder in der FPÖ noch am Akademikerball und wer sich nicht zu Verantwortung und Gedenken an Holocaust-Opfern bekenne, solle aufstehen und gehen … aufgestanden werden sie vielleicht sein, um ihm, dem zurzeitigen Vizekanzler, mit Standing Ovations dafür Respekt zu zollen …

Darin sind sich doch im Jahr 18 alle in Österreich schon einig, für „Antisemiten“ ist in Österreich kein Platz, und die Männer und Frauen am Hofburgball sind keine Antisemitinnen, sie sind doch in diesem Land geboren, sie reisen beispielsweise nicht aus Syrien zum Akademikerball an, sondern aus Oberösterreich, aus Südtirol, kurz gesagt, aus den Landen der Väter und Mütter, machen sich nach einem Vortrag aus der ehrenwerten Josefstadt auf den Weg in die Hofburg … wie also können sie etwas mit dem Antisemitismus, vor dem nun alle warnen, bis hinauf zum Parlamentspräsidenten, zu tun haben, diese ehrtreu alteingesessenen …

Entwicklung 18 in Österreich: FPÖ unzensuriert – Schreibplatz von Harald Vilimsky: „Dort [Mauthausen] befindet sich der geeignete Standort für seine [Soros] ‚Universität‘. Hunderttausende können sich dort inskribieren – aber niemand kommt dann wieder raus!“

Bravo-Rufe gab es während seiner Rede. Wie auch anders. Erneuerte doch der zurzeitige Vizekanzler auch die Gültigkeit von „Ehre, Freiheit, Vaterland“. Und mit Stolz darauf stellte er, der zurzeitige Vizekanzler in Österreich, seine Ballrede auf die Plattform des Unternehmens Facebook mit dem Hinweis: „wir als heimatliebende Patrioten“ …

Nun muß verstanden werden, Patriotismus ist diesem Gesinnungslager recht besonders

Wäre im Jänner 18 die Wahl in Italien bereits vorüber gewesen, wer weiß, vielleicht hätte es statt Bravo-Rufe schon Bravissimo-Rufe gegeben, dem Generalsekretär nachgerufen … aber ein Bravissimo konnte der Generalsekretär erst wenige Wochen später dem Anführer der Lega zurufen …

Während dieses Kapitel geschrieben wird, können weitere nur dieser gar so harmlosen und gesetzestreuen Frage zustimmen, ein Großbürger versteht es eben, die rechten Fragen zu stellen, und das muß doch honoriert werden, vielleicht mit Standing Ovations vor den Tastaturen, und das Zustimmungsklicken der Applaus …

Holocaustfrage - FPÖ unzensuriert - 22-05-2018

Und ebenso die Überlegungen von Meiers erfahren weitere Zustimmung, auch während des Schreibens an diesem Kapitel.

FPÖ unzensuriert - Holocaust - Genozid - Dreissigjährige Krieg - 22-05.2018

Welche Überlegungen sonst sollte M. Meiers anstellen, bei dieser Kommentarvorgabe der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Regierungspartei?

Wird doch hier gar recht gewußt, welche Pläne es gegen wen gab, ach, allesamt Pläne gegen …

Heinz Christian Strache zurzeitiger Vizekanzler - Ehre Freiheit Vaterland - Jänner 2018

Menschsein, Motiv genug.

das ist eine frage die man  nur mit einiger übergriffigkeit jetzt sicher beantworten kann es ist ein bündel an gründen möglichen gründen hintergrundmotiven denkbar dazu wissen wir schlichtweg zu wenig wir wissen zu wenig wie es ihm zuvor ergangen ist ob da irgendwelche lebensereignisse waren die ihn geärgert haben die ihn gekränkt haben die ihn ja gegen die welt als ganzes eingenommen haben das ist bißchen eine pubertäre haltung alle ich bin gegen alle alle gegen mich ich gegen alle da ist einfach viel zu wenig bekannt welchen hintergrund hat der womit hat der sich in seiner freizeit beschäftigt welche was weiß ich welche internetaktivitäten hat der entfaltet da ist einfach sehr sehr wenig bekannt

soweit man es aus der distanz beurteilen kann wie gesagt mit vielen vorbehalten ist es eher eine pragmatische entscheidung gewesen das ist ein mensch zumindest stellt er sich so dar der reichlich empathiebefreit sein dürfte also der seine eigenen belange in den vordergrund rückt oder als einzige relevante bedenkenswerte erkennt und die waren einfach einmal der möchte sich an dem abreagieren dieses motiv ist nicht ganz so ungewöhnlich wie es vielleicht erscheinen mag denn es ist auch das motiv dass die meisten amokläufer und school shooter umtriebt und mit denen haben wir leider schon öfters bekanntschaft gemacht als uns das lieb ist also diese scheinbare motivlosigkeit die auf eine allgemeine abneigung gegen jeden fußt ist uns nicht so völlig fremd und da klingt es wieder eher wie eine pragmatische entscheidung sich jemanden auszusuchen den man leicht überwältigen kann der wenig widerstand vorhersehbar entgegensetzen wird der leichter auch zu überreden ich stelle es mir schwierig vor jemanden zu überreden einen wildfremden erwachsenen menschen von der straße der mich noch nie gesehen hat und der mich nicht kennt zu überreden ist in meiner eigenen wohnung in die duschtasse zu gehen

das ist wahrscheinlich ein unterfangen das einige schwierigkeitsgrade aufweist jemand der mir bekannt ist der ist auch leicht beherrschbar der ist leicht beeindruckbar der sich vielleicht leicht etwas anschaffen und sagen läßt und der mir traut ist natürlich viel leichter dort hinzubekommen wo ich ihn haben will das klingt für mich viel eher pragmatisch

nicht zwingend es gibt einige empathiebefreite menschen die herumlaufen ohne daß sie sonderlich auffallen wenn sie funktionieren und er dürfte ja einigermaßen gut funktioniert haben er dürfte nicht durch irgendwelche aggressionshandlungen aufgefallen sein in der schule ganz gut funktioniert haben und empathie ist kein unterrichtsfach also das ist nichts wo man irgendwie abgeprüft oder abgetestet wird und es nicht sicher ob das was er jetzt so sagt der weisheit letzter schluß ist deshalb habe ich gesagt es ist jetzt schwierig überhaupt an die motivsuche zu gehen dafür wissen wir zu wenig es gibt einige möglichkeiten was sich hinter diesen eher jetzt pauschal artikulierten haß verbergen kann aber selbst dieser wäre ganz nicht ganz singulär und noch nie dagewesen das ist halt ein narrativ mit dem wir ganz schlecht leben können das müssen wir schon sagen 

das bestreben muß auf jeden fall sein daß man diesen jungen mann so behandelt daß er gesellschaftstauglich wird oder daß er gesellschaftsfähig wird wie sehr man damit erfolgreich sein kann wird davon abhängen was jetzt wirklich die ursache für das singuläre oder nicht alltägliche verhalten ist oder diese nicht alltägliche position zur welt ist es gibt auch andere einige gründe es gibt auch psychische erkrankungen die so beginnen und zu beginn sich so äußern das muß man sich noch gründlicher anschauen und von den ursachen abhängig wird man die behandlung wählen müssen

schwierig schwierig das ist eher dann eine bilanz die der täter zieht die darauf hinausläuft wenn ich wieder so etwas mache widerfährt mir wieder ähnliches das heißt absehbarerweise werde ich wieder einen großen teil meines lebens  hinter gittern verbringen ich will mir das nicht antun das ist eine bilanz die man durchaus so zutreffend so ziehen kann und die dann der grund dafür sein kann daß man nicht mehr delinquiert

Das ist, kurz gesagt, die Analyse einer Psychiaterin, abgegeben im Fernsehen, in dieser Woche. Ihre Antworten auf die folgenden Fragen:

ein sechzehnjähriger völlig unauffälliger gymnasiast guter schüler sagt ich wollte einfach jemanden umbringen und dann bringt er ein siebenjähriges kind um mit dem er seit jahren spielt und das auch noch extrem brutal wie gibt es das 

es ist gottseidank in österreich und überhaupt sehr selten daß kleine kinder umgebracht werden und schon gar nicht außerhalb der familie ist das nicht extrem ungewöhnlich sich ein siebenjähriges kind als opfer zu suchen

alle menschen die diesen burschen kennen und bis jetzt mit journalisten geprochen haben sind völlig fassungslos das hätte man dem überhaupt nicht zugetraut und er zeigt laut polizei überhaupt keine reue er sagt das mädchen tue ihm überhaupt nicht leid jemand der so völlig empathiefrei ist offenbar hätte das nicht auffallen müssen

der täter ist geständig und er ist sechzehn jahre alt wenn er zur höchststrafe verurteilt wird sind das fünfzehn jahre maximal im gefängnis kann man da erfolgreich therapiert und resozialisiert werden oder was tut man mit so jemanden

sie haben ja sehr viel erfahrung gibt es menschen die solche bluttaten solche grausamen morde vollbracht haben die erfolgreich therapiert und geheilt wurden und die funktionierende mitglieder der gesellschaft geworden sind später

Das waren die Fragen des Nachrichtensprechers an die Psychiaterin.

Als wäre es ein Gutachten über die Welt, was sie sagte, und nicht Mutmaßungen über einen einzelnen Menschen.

Es tauchen während des Interviews augenblicklich Bilder des Täters auf, aber sie zeigen nicht den Sechzehnjährigen, sondern, um nur einen der Gegenwart stellvertretend für Vergangenheit und Zukunft zu nennen, den Giftgasmörder … Allerdings, wenn es um ihn geht, wird keine Psychiaterin eingeladen, um über ihn … Staatsspitzen werden befragt, allerdings nicht dazu, wie könne er therapiert, resozialisiert werden, im Gefängnis …

Es tauchen während des Interviews augenblicklich Bilder auf, die nicht den Sechzehnjährigen zeigen, sondern Menschen, die ihre Smartphones verwenden, um ihre Erschütterung über die Tat des Sechzehnjährigen kundzutun, Gehässigkeiten gegen die Familie des ermordeten siebenjährigen Kindes und gegen die Familie des mordenden Sechzehnjährigen sozusagen demokratisch gerecht teilen.

Das Interview erinnert augenblicklich an einen Film von Charlie Chaplin aus dem Jahr 1947. Vor allem das Plädoyer von Monsieur Verdoux, angeklagt, Frauen ermordet zu haben.

Und ewig Appetit auf Motive. Dabei. Es wird schon lange gewußt, spätestens seit den Verliesen des Vatikans, es gibt die Tat ohne Motiv, den Mord ohne Motiv, den acte gratuit oder auch, wie von diesem Schriftsteller bereits im neunzehnten Jahrhundert bezeichnet, l′acte autochtone

Menschsein, Motiv genug.

Und singen nicht auf der ganzen Welt die Menschen gerne die eine Zeile von Johnny Cash, summen diese eine Zeile empathisch mit …

But I shot a man in Reno just to watch him die

Robert K im Dittes-Hof - Pragmatikhof der Welt

 

Merksatz des Medienpädagogen Norbert Steger zum Auswendiglernen: „Natürlich dürfen sie auch kritisch sein!“

Norbert Steger - Fernmedienunterricht - Radio 18-05-18 Morgenminute um sieben Uhr

Am Freitag, 18.05., gab Norbert Steger seinen ersten Radiounterricht im Gegenstand Medien, in der Sendung des österreichischen Rundfunks um sieben Uhr, also zu der Zeit, von der gewußt wird, morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung.

„es ist noch keine einschüchterung wenn ich einem kind erkläre du darfst nicht bei rot über die kreuzung gehen oder wenn ich sage du sollst nicht lügen und was passiert wenn trotzdem gelogen wird“

Die Kinder der Sendung, die Norbert Steger „nicht mit Journalisten vergleicht“, haben diese erste Fernstunde des Norbert Steger mit Rohrstockhintergrund wie folgt kurz zusammengefaßt:

„Seit gestern hat der ORF einen neuen Stiftungsratsvoristzenden. Der ehemalige FPÖ-Vizekanzler Norbert Steger wurde mit neun Gegenstimmen und einer Enthaltung gewählt. Im Vorfeld war er mit Drohungen gegenüber ORF-Mitarbeitern über ‚unbotmäßige Interviews‘ und mögliche Entlassungen aufgefallen. Aussagen, die erzieherische Zwecke gehabt haben, erklärt Steger nach der Wahl.“

Als Aufgabe für Journalistinnen und Journalisten gab Norbert Steger seinen Merksatz zum Auswendiglernen auf:

„natürlich dürfen sie auch kritisch sein“

Damit gab Norbert Steger eine Lehrstunde ganz in der „würdigen“ Tradition des österreichischen Hintergrunds …

Merksatz von Norbert Steger - Medienpädagoge - Natürlich dürfen sie auch kritisch sein