Weshalb es gerade Heinz Mayer in den Titel der Komödie in Fortsetzung schaffte, ist nicht schwer zu erklären. Nicht deswegen, weil er einer aus der sogenannten prominenten Mitunterzeichnungsriege des Briefes der 800 ist – das allein wäre zu wenig gewesen; er ist ein Mitunterzeichner, er hat am Brief, schreibt er, nicht mitgeschrieben, er ist kein Hauptunterzeichner des Briefes, bloß ein Mitunterzeichner, ein Mitläufer also …
Aber sein Mitläufertum versucht er nachträglich in der dieswöchigen Ausgabe der Stadtzeitung „Falter“ mit einem Artikel zu rechtfertigen, er versucht, sich als einen Mann darzustellen, der diffferenziert zu denken imstande ist, aber auf eine Art, die entgegen seiner Intention, die Notwendigkeit der Binnen-I-Schreibung eindrücklich bestätigt …
Wehleidig, schon ganz in der Diktion derer also, für die er mitläuft, klagt Heinz Mayer von „Gemeinheiten“, er spricht leichtfertig von „Krieg“, also handhabt die Sprache beliebig, obgleich er …
Ach, vieles könnte dem entgegengehalten werden, was Heinz Mayer sonst noch – über Sprache und Schaffung respektive Nicht-Schaffung von Wirklichkeiten durch Sprache … Doch allein seine Reduktion der komplexen Materie der Gleichberechtigung auf „Kinder oder Beruf“, reicht bei weitem für die Feststellung, auch Heinz Mayer bestätigt die Notwendigkeit der Binnen-I-Schreibung …
Nicht aber deshalb, weil gemeint wird, durch die Binnen-I-Schreibung könne die Gleichberechtigung auf allen Ebenen tatsächlich und endlich Wirklichkeit werden, sondern das I als Stopper gegen eine Rückkehr, gegen eine Abkehr des im Grunde erst begonnenen Weges der Gleichberechtigung, das I auch als Stachel in der Wunde der mannigfachen und mannigfaltigen Ungleichbehandlungen …
Auch wenn hier das I zum Stopper und zum Stachel erhoben wird, heißt das nicht, es selbst je verwendet zu haben, oder jetzt selbst mit der Binnen-I-Schreibung zu beginnen … Es gibt mannigfache Arten, die Rückkehr abzulehnen, eine Sprache zu verwenden, die – auch – dem Brief der 800 Hohn spricht …
Das vor Jahrzehnten verfaßte und auch abgeschlossene Sprachregelwerk hat, wie heute einzugestehen und zu erkennen war, dazu beigetragen, mehr, die Voraussetzung geschaffen, niemals auf die Binnen-I-Schreibung angewiesen gewesen zu sein und auch weiter nicht je angewiesen …
